Baypress

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Baypress Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • nitrendipinum 20 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Baypress Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Calciumantagonist

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 46811
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-12-1985
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Baypress®/- mite

BAYER

Was ist Baypress und wann wird es angewendet?

Baypress/Baypress mite enthalten als Wirkstoff Nitrendipin, das zur Gruppe der sogenannten

Calciumantagonisten gehört.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Nitrendipin beruht auf einer Weitstellung der herzfernen

Blutgefässe (Arterien). Der Gefässwiderstand wird erniedrigt und die erhöhten Blutdruckwerte

gesenkt.

Baypress/Baypress mite dürfen nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle eines Arztes

bzw. einer Ärztin verwendet werden.

Wann darf Baypress nicht angewendet werden?

Baypress und Baypress mite dürfen bei bekannter Nitrendipin-Überempfindlichkeit oder

Überempfindlichkeit gegen andere Inhaltsstoffe nicht angewendet werden.

Baypress und Baypress mite dürfen nicht in den ersten 30 Tagen nach Herzinfarkt eingenommen

werden.

Ebenfalls dürfen Baypress und Baypress mite nicht gleichzeitig mit Rifampicin, einem Antibiotikum

gegen Tuberkulose, eingenommen werden.

Wann ist bei der Einnahme von Baypress Vorsicht geboten?

Baypress/Baypress mite können mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln gegeben werden, wobei ihr

blutdrucksenkender Effekt verstärkt werden kann.

Die Wirkung bestimmter Muskelrelaxanzien (Pancuronium-, Vecuroniumhalogenid) kann unter

gleichzeitiger Therapie mit Baypress verlängert und verstärkt werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Cimetidin kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärkt werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden stellt Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie neu auf die

Glykosidtherapie ein.

Nach Erfahrungen mit ähnlichen Arzneimitteln ist zu erwarten, dass Rifampicin (Mittel gegen

Tuberkulose) die Wirksamkeit von Baypress abschwächt.

Ebenfalls kann nicht ausgeschlossen werden, dass die gleichzeitige Anwendung von Phenytoin

(Wirkstoff zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Epilepsie), Carbamazepin oder

Phenobarbital (Wirkstoffe zur Behandlung der Epilepsie) die Wirkung von Baypress abschwächen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Valproinsäure (Wirkstoff zur Behandlung der Epilepsie) ist

dagegen eine verstärkte Wirkung von Baypress zu erwarten.

Die gleichzeitige Anwendung von Erythromycin, Clarithromycin oder Roxithromycin (Antibiotika)

oder Ketoconazol, Itraconazol oder Fluconazol (Wirkstoffe zur Behandlung von Pilzerkrankungen)

sowie Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Amprenavir, Atazanavir oder Sagrinavir (Wirkstoffe zur

Behandlung von HIV Infektionen) könnte zu einer verstärkten Wirkung von Baypress führen.

Nicht zusammen mit Grapefruitsaft einnehmen, da dies eine verstärkte Wirkung zur Folge haben

kann.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigten, daher ist im Strassenverkehr und

beim Bedienen von Maschinen spezielle Vorsicht geboten. Dies gilt im verstärkten Masse im

Zusammenhang mit der Einnahme von Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Baypress während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Baypress/Baypress mite dürfen während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit nicht

angewandt werden.

Wie verwenden Sie Baypress?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin setzt die Dosierung fest. Die folgenden Dosierungsempfehlungen sind

lediglich als Hinweis zu betrachten:

Baypress (20 mg Nitrendipin)

Durchschnittliche Dosierung: 1× 1 Tablette/Tag,

falls erforderlich Erhöhung: 2× 1 Tablette/Tag (morgens und abends).

Bei Bedarf kann die Dosis von 20 mg auf 2× täglich 1 Tablette Baypress mite (10 mg) aufgeteilt

werden.

Baypress mite (10 mg Nitrendipin)

Durchschnittliche Dosierung: 2× 1 Tablette/Tag.

Nach längerer Einnahme (2–4 Wochen) ist es mitunter möglich, die Dosis herabzusetzen,

gegebenfalls bis auf 1× täglich 1 Tablette Baypress mite (10 mg). Im allgemeinen nimmt man die

Tabletten nach dem Frühstück unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (nicht Grapefruitsaft!) ein.

Die Anwendung und Sicherheit von Baypress/- mite, Tabletten bei Kindern und Jugendlichen ist

bisher nicht geprüft worden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Baypress haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Baypress auftreten:

Zu Beginn der Behandlung können häufig Kopfschmerzen, Gesichtsrötung und Wärmegefühl

auftreten. Gelegentlich wurde über Müdigkeit, Nervosität, Übelkeit, Schwindel, Hautreaktionen,

Juckreiz, geschwollene Knöchel (Wasseransammlung), Magen-Darm-Beschwerden (Verstopfung,

Durchfall, Erbrechen), Herzklopfen, Erhöhung der Pulsfrequenz, Blutdruckabfall, Muskelschmerzen,

Kribbeln, Zittern, Kurzatmigkeit, Mehrausscheidung der täglichen Urinmenge und vorübergehende

Änderung der optischen Wahrnehmung berichtet.

Die meisten dieser Beschwerden verschwinden im Verlauf der Behandlung, wenn Ihr Körper sich an

das Arzneimittel gewöhnt hat.

Selten kann es auch zu Zahnfleischveränderungen oder einer Vergrösserung der männlichen

Brustdrüse (Gynäkomastie) kommen, die sich erfahrungsgemäss nach Absetzen des Arzneimittel

zurückbilden.

Wie auch bei anderen gefässaktiven Substanzen können äusserst selten – unter Baypress 15–30

Minuten nach der Einnahme – Schmerzen im Brustbereich auftreten. Ist dies der Fall, so muss der

behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin unterrichtet werden.

Blutbildveränderungen wie Leukopenie (Verminderung der weissen Blutkörperchen),

Agranulozytose (starke Verminderung bestimmter weisser Blutkörperchen) mit den möglichen

Anzeichen Schüttelfrost, Fieber, Bläschen im Bereich der Mund- und Rachenschleimhaut.

Wenn Sie solche Symptome verspüren, so suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel ist vor Licht geschützt bei Raumtemperatur (15–25 °C) an einem trockenen Ort und

ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Die Wirksubstanz der Tabletten ist lichtempfindlich. Der Blister mit den Tabletten soll deshalb erst

kurz vor der Tabletten-Einnahme der Faltschachtel entnommen werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Baypress enthalten?

1 Tablette Baypress enthält 20 mg des Wirkstoffes Nitrendipin sowie Hilfsstoffe für die

Tablettenherstellung.

1 Tablette Baypress mite enthält 10 mg des Wirkstoffes Nitrendipin sowie Hilfsstoffe für die

Tablettenherstellung.

Zulassungsnummer

46811 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Baypress? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt Packungen zu 30 und 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.