Bavencio 200 mg/10 ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Bavencio 200 mg/10 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • avelumabum 200 mg, mannitolum, Säure aceticum glaciale, polysorbatum 20, natrii hydroxidum, Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle der 10 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Bavencio 200 mg/10 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Merkelzellkarzinom

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 66380
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-09-2017
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels: dosierung, wechselwirkungen, nebenwirkungen

Fachinformation

Bavencio® 20 mg/ml

Merck (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Avelumabum (vollständig humaner monoklonaler Antikörper der Immunglobulin-Klasse

G1 gegen den programmierten Zelltod-Liganden 1 (PD-L1), hergestellt mittels rekombinanter DNA-

Technologie aus CHO-Zellen (Chinese Hamster Ovary).

Hilfsstoffe: Mannitolum, Acidum aceticum glaciale, Polysorbatum 20, Natrii hydroxidum, Aqua ad

iniectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Jeder Milliliter Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 20 mg Avelumab.

Eine Durchstechflasche zu 10 ml enthält 200 mg Avelumab.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Bavencio wird angewendet zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem Merkelzellkarzinom

(MCC), deren Erkrankung nach mindestens einer Chemotherapie fortgeschritten ist.

Dosierung/Anwendung

Allgemeine Dosierungsanweisungen

Die Behandlung ist von einem auf dem Gebiet der Krebsbehandlung erfahrenen Arzt einzuleiten und

zu überwachen.

Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird

empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

Dosierung

Die empfohlene Dosis von Bavencio beträgt 10 mg/kg Körpergewicht einmal alle 2 Wochen.

Die Verabreichung von Bavencio sollte gemäss dem empfohlenen Behandlungsplan fortgesetzt

werden, bis die Krankheit fortschreitet oder bis zum Auftreten unzumutbarer

Toxizitätserscheinungen.

Anwendung

Bavencio wird über 60 Minuten intravenös verabreicht.

Bavencio darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektion verabreicht werden.

Für Zubereitung und Anwendung des Arzneimittels siehe Hinweise für die Handhabung.

Prämedikation

Vor den ersten 4 Infusionen von Bavencio ist eine Prämedikation der Patienten mit einem

Antihistaminikum und Paracetamol erforderlich. Bei nachfolgenden Gaben von Bavencio erfolgt die

Prämedikation abhängig von der klinischen Beurteilung und dem Auftreten bzw. Schweregrad

früherer infusionsbedingter Reaktionen.

Dosisanpassungen

Eine Dosissteigerung oder -senkung wird nicht empfohlen. Je nach individueller Sicherheit und

Verträglichkeit ist möglicherweise ein Aufschieben einer Dosis oder ein Absetzen der Behandlung

erforderlich (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).

Detaillierte Leitlinien zur Behandlung immunvermittelter Nebenwirkungen sind unter Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen zu finden.

Tabelle 1: Leitlinien für ein Aufschieben oder Absetzen der Behandlung mit Bavencio

Behandlungsbedingte

Nebenwirkung

Schweregrad*

Behandlungsmodifikation

Infusionsbedingte Reaktionen

Infusionsbedingte Reaktion Grad 1

oder Grad 2

Infusion unterbrechen oder

Infusionsgeschwindigkeit

um 50% herabsetzen

Infusionsbedingte Reaktion Grad 3

oder Grad 4

Dauerhaft absetzen

Pneumonitis

Pneumonitis Grad 2

Aufschieben bis die

Nebenwirkungen auf Grad

0-1 abgeklungen sind

Pneumonitis Grad 3 oder Grad 4 oder

rezidivierende Pneumonitis Grad 2

Dauerhaft absetzen

Hepatitis

Aspartataminotransferase (AST) oder

Alaninaminotransferase (ALT) auf

mehr als das 3-Fache und bis zum 5-

Fachen der oberen Normgrenze

(ULN) erhöht, oder Gesamtbilirubin

auf mehr als das 1.5-Fache und bis

zum 3-Fachen der ULN erhöht

Aufschieben bis die

Nebenwirkungen auf Grad

0-1 abgeklungen sind

AST oder ALT auf mehr als das 5-

Fache der ULN erhöht, oder

Gesamtbilirubin auf mehr als das 3-

Fache der ULN erhöht

Dauerhaft absetzen

Kolitis

Kolitis oder Diarrhö Grad 2 oder

Grad 3

Aufschieben bis die

Nebenwirkungen auf Grad

0-1 abgeklungen sind

Kolitis oder Diarrhö Grad 4 oder

rezidivierende Kolitis Grad 3

Dauerhaft absetzen

Endokrinopathien

(Hypothyreose, Hyperthyreose,

Nebenniereninsuffizienz,

Hyperglykämie)

Endokrinopathien Grad 3 oder Grad 4

Aufschieben bis die

Nebenwirkungen auf Grad

0-1 abgeklungen sind

Nephritis und

Nierenfunktionsstörungen

Serumkreatinin auf mehr als das 1.5-

Fache und bis zum 6-Fachen der

ULN erhöht

Aufschieben bis die

Nebenwirkungen auf Grad

0-1 abgeklungen sind

Serumkreatinin auf mehr als das 6-

Fache der ULN erhöht

Dauerhaft absetzen

Andere immunvermittelte

Nebenwirkungen

(einschliesslich Myokarditis,

Myositis, Hypopituitarismus,

Uveitis, Guillain-Barré

Syndrom)

Bei einem der folgenden Ereignisse:

·Klinische Anzeichen oder

Symptome vom Grad 2 oder Grad 3

einer oben nicht beschriebenen

immunvermittelten Nebenwirkung.

Aufschieben bis die

Nebenwirkungen auf Grad

0-1 abgeklungen sind

Bei einem der folgenden Ereignisse:

·Lebensbedrohliche Nebenwirkung

oder Nebenwirkung vom Grad 4

(ausser Endokrinopathien, die mit

einer Hormonsubstitution

beherrschbar sind)

·Rezidivierende immunvermittelte

Nebenwirkung vom Grad 3

·erforderliche Behandlung mit

mindestens Prednison oder

Äquivalent 10 mg/Tag über mehr als

12 Wochen

·Persistierende immunvermittelte

Nebenwirkungen vom Grad 2 oder

Grad 3, die mindestens 12 Wochen

andauern

Dauerhaft absetzen

* Die Einstufung der Toxizität erfolgte gemäss den Allgemeinen Terminologiekriterien für

unerwünschte Ereignisse des US-amerikanischen National Cancer Institute, Version 4.0 (National

Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events [NCI-CTCAE v4.03]).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patienten mit Lebererkrankungen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bavencio wurde bei Patienten mit eingeschränkter

Leberfunktion nicht untersucht. Basierend auf den Ergebnissen der Populations-Pharmakokinetik ist

bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Kinetik

spezieller Patientengruppen).

Patienten mit Nierenerkrankungen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bavencio wurde bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion nicht untersucht. Basierend auf den Ergebnissen der Populations-Pharmakokinetik ist

bei Patienten mit leichter oder moderater eingeschränkter Nierenfunktion keine Dosisanpassung

erforderlich (siehe Kinetik spezieller Patientengruppen).

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (≥65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Kinetik spezieller

Patientengruppen).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bavencio bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist

nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen Avelumab oder einen der Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Immunvermittelte Nebenwirkungen

Bei Verdacht auf immunvermittelte Nebenwirkungen sollte zur Bestätigung der Ätiologie oder zum

Ausschluss anderer Ursachen eine angemessene Abklärung durchgeführt werden. In Abhängigkeit

vom Schweregrad der Nebenwirkung sollten die Behandlung mit Bavencio unterbrochen und

Kortikosteroide gegeben werden. Wenn Kortikosteroide zur Behandlung einer Nebenwirkung

eingesetzt werden, sollte die Kortikosteroid-Therapie nach Besserung der Nebenwirkung über

mindestens einen Monat ausgeschlichen werden.

Bei Patienten, deren immunvermittelte Nebenwirkungen nicht mit Kortikosteroiden beherrschbar

sind, kann die Gabe anderer systemischer Immunsuppressiva erwogen werden.

Multiple Organsysteme

Immunvermittelte unerwünschte Wirkungen, die mehr als ein Organsystem betreffen, können

gleichzeitig auftreten. Die meisten immunvermittelten Nebenwirkungen unter Bavencio waren

reversibel und durch vorübergehendes Absetzen, Gabe von Kortikosteroiden und/oder unterstützende

Massnahmen beherrschbar.

Immunvermittelte Pneumonitis

Bei Patienten unter Bavencio wurden Fälle von immunvermittelter Pneumonitis berichtet. Bei

Patienten unter Bavencio wurde ein Fall mit tödlichem Ausgang beschrieben (siehe Unerwünschte

Wirkungen).

Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer Pneumonitis überwacht werden. Andere

Ursachen als eine immunvermittelte Pneumonitis sind auszuschliessen. Ein Verdacht auf

Pneumonitis sollte mittels radiologischer Bildgebung bestätigt werden.

Bei Ereignissen ≥2. Grades sollten Kortikosteroide gegeben werden (Anfangsdosis von 1 bis 2

mg/kg/Tag Prednison oder Äquivalent mit anschliessendem Ausschleichen des Kortikosteroids).

Bei einer Pneumonitis 2. Grades sollte die Therapie mit Bavencio bis zum Abklingen unterbrochen

und bei einer Pneumonitis 3. oder 4. Grades, oder einer rezidivierenden Pneumonitis 2. Grades

dauerhaft abgesetzt werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Immunvermittelte Hepatitis

Bei Patienten unter Bavencio wurden Fälle von immunvermittelter Hepatitis berichtet. Bei Patienten

unter Bavencio wurde zwei Fälle mit tödlichem Ausgang beschrieben (siehe Unerwünschte

Wirkungen).

Die Patienten sollten auf Veränderungen der Leberfunktion und Symptome einer immunvermittelten

Hepatitis überwacht werden. Andere Ursachen als eine immunvermittelte Hepatitis sind

auszuschliessen. Es sollten Kortikosteroide gegeben werden (Anfangsdosis von 1 bis 2 mg/kg/Tag

Prednison oder Äquivalent mit anschliessendem Ausschleichen des Kortikosteroids).

Bei einer immunvermittelten Hepatitis 2. Grades sollte die Therapie mit Bavencio bis zum

Abklingen unterbrochen und bei einer immunvermittelten Hepatitis 3. oder 4. Grades dauerhaft

abgesetzt werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Immunvermittelte Kolitis

Bei Patienten unter Bavencio wurden Fälle von immunvermittelter Kolitis berichtet (siehe

Unerwünschte Wirkungen).

Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer Kolitis überwacht werden. Andere

Ursachen als eine immunvermittelte Kolitis sind auszuschliessen. Bei Ereignissen ≥2. Grades sollten

Kortikosteroide gegeben werden (Anfangsdosis von 1 bis 2 mg/kg/Tag Prednison oder Äquivalent

mit anschliessendem Ausschleichen des Kortikosteroids).

Bei einer immunvermittelten Kolitis 2. oder 3. Grades sollte die Therapie mit Bavencio bis zum

Abklingen unterbrochen und bei einer immunvermittelten Kolitis 4. Grades oder einer

rezidivierenden Kolitis 3. Grades dauerhaft abgesetzt werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Immunvermittelte Endokrinopathien

Bei Patienten unter Bavencio wurden Fälle von immunvermittelten Schilddrüsenerkrankungen,

immunvermittelter Nebenniereninsuffizienz und Diabetes mellitus Typ 1 berichtet (siehe

Unerwünschte Wirkungen). Die Patienten sollten auf klinische Anzeichen und Symptome einer

Endokrinopathie überwacht werden. Bei Endokrinopathien 3. oder 4. Grades sollte die Behandlung

mit Bavencio bis zum Abklingen unterbrochen werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose/Hyperthyreose)

Schilddrüsenerkrankungen können zu jeder Zeit während der Behandlung auftreten (siehe

Unerwünschte Wirkungen).

Die Patienten sollten auf Veränderungen der Schilddrüsenfunktion (zu Behandlungsbeginn und in

regelmässigen Abständen während der Behandlung sowie je nach klinischer Beurteilung) und auf

klinische Anzeichen und Symptome einer Schilddrüsenerkrankung überwacht werden. Wenn

erforderlich sollte eine Hypothyreose mit einer Hormonsubstitutionstherapie und eine Hyperthyreose

mit Thyreostatika behandelt werden.

Bei Schilddrüsenerkrankungen 3. oder 4. Grades sollte die Therapie mit Bavencio unterbrochen

werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Nebenniereninsuffizienz

Die Patienten sollten während und nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer

Nebenniereninsuffizienz überwacht werden. Bei einer Nebenniereninsuffizienz ≥3. Grades sollten

Kortikosteroide gegeben werden (1–2 mg/kg/Tag Prednison i.v. oder orales Äquivalent), mit

anschliessendem Ausschleichen um höchstens 10 mg/Tag.

Bei symptomatischer Nebenniereninsuffizienz 3. oder 4. Grades sollte die Therapie mit Bavencio

unterbrochen werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Diabetes mellitus Typ 1

Bavencio kann Diabetes mellitus Typ 1, einschliesslich diabetischer Ketoazidose, verursachen.

Die Patienten sollten auf Hyperglykämie und andere Anzeichen und Symptome von Diabetes

überwacht werden. Bei Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Insulinbehandlung einzuleiten. Die

Behandlung mit Bavencio sollte aufgeschoben werden und Patienten mit Hyperglykämie ≥3. Grades

sollten Antihyperglykämika erhalten. Ist der Stoffwechsel unter Substitutionstherapie mit Insulin

beherrschbar, kann die Behandlung mit Bavencio wieder aufgenommen werden.

Immunvermittelte Nephritis und Nierenfunktionsstörungen

Bavencio kann eine immunvermittelte Nephritis verursachen.

Die Patienten sollten vor und in regelmässigen Abständen während der Behandlung auf erhöhte

Serumkreatininwerte überwacht werden. Bei Nephritis ≥2. Grades sollten Kortikosteroide

verabreicht werden (Anfangsdosis von 1 bis 2 mg/kg/Tag Prednison oder Äquivalent mit

anschliessendem Ausschleichen des Kortikosteroids). Bei Nephritis 2. oder 3. Grades sollte die

Behandlung mit Bavencio bis zum Abklingen auf ≤ Grad 1 unterbrochen und bei einer Nephritis 4.

Grades dauerhaft abgesetzt werden.

Andere immunvermittelte Nebenwirkungen

Bei weniger als 1% der Patienten wurden weitere klinisch bedeutsame immunvermittelte

Nebenwirkungen beschrieben: Myokarditis einschliesslich Fälle mit tödlichem Ausgang, Myositis,

Hypopituitarismus, Uveitis und Guillain-Barré Syndrom (siehe Unerwünschte Wirkungen).

Bei Verdacht auf immunvermittelte Nebenwirkungen ist durch eine geeignete Abklärung die

Ätiologie zu bestätigen oder andere Ursachen auszuschliessen. Je nach Schweregrad der

Nebenwirkung sollten die Behandlung mit Bavencio unterbrochen und Kortikosteroide gegeben

werden. Wenn die immunvermittelte Nebenwirkung nach dem Ausschleichen der Kortikosteroide

auf einem Schweregrad von 1 oder weniger verbleibt, sollte die Behandlung mit Bavencio wieder

aufgenommen werden. Bavencio sollte bei erneutem Auftreten einer behandlungsbedingten

Nebenwirkung 3. Grades und bei Auftreten einer behandlungsbedingten Nebenwirkung 4. Grades

(ausser Endokrinopathien, die mit einer Hormonsubstitution beherrschbar sind) dauerhaft abgesetzt

werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Infusionsbedingte Reaktionen

Bei Patienten unter Bavencio wurden Fälle von infusionsbedingten Reaktionen, auch mit

schwerwiegendem Verlauf, berichtet (siehe Unerwünschte Wirkungen).

Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome von infusionsbedingten Reaktionen wie Fieber,

Schüttelfrost, Hitzegefühl, Hypotonie, Dyspnoe, Keuchen, Rückenschmerzen, Abdominalschmerzen

und Urtikaria überwacht werden.

Bei infusionsbedingten Reaktionen 3. oder 4. Grades sollten die Infusion abgebrochen und Bavencio

dauerhaft abgesetzt werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Bei infusionsbedingten Reaktionen 1. Grades sollte die Infusionsgeschwindigkeit bei der aktuellen

Infusion um 50% gesenkt werden. Bei Patienten mit infusionsbedingten Reaktionen 2. Grades sollte

die Infusion vorübergehend unterbrochen werden, bis die Reaktionen auf Grad 1 zurückgegangen

oder vollständig abgeklungen sind. Danach kann die Infusion mit einer um 50% niedrigeren

Geschwindigkeit wieder aufgenommen werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Bei Wiederauftreten einer leichten oder mittelschweren infusionsbedingten Reaktion kann die

Behandlung mit Bavencio unter engmaschiger Überwachung fortgesetzt werden; eine Prämedikation

mit Paracetamol und Antihistamin sollte erwogen werden.

Embryofötale Toxizität

Die Verabreichung von Bavencio während der Schwangerschaft kann aufgrund des

Wirkmechanismus zu einer Schädigung des Fötus führen. Tierexperimentelle Studien haben gezeigt,

dass die Hemmung der PD-1/PD-L1-Signalübertragung das Risiko für eine immunvermittelte

Abstossung des sich entwickelnden Fötus erhöhen und so zum Tod des Fötus führen kann. Wenn das

Arzneimittel während einer Schwangerschaft angewendet wird oder eine Patientin während der

Behandlung schwanger wird, muss sie über das potenzielle Risiko für den Fötus aufgeklärt werden.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Bavencio sowie bis mindestens 1

Monat nach der letzten Anwendung von Bavencio eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Interaktionen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Avelumab durchgeführt.

Avelumab wird hauptsächlich über katabole Stoffwechselwege abgebaut, daher sind keine

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu erwarten.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Die Verabreichung von Avelumab während der Schwangerschaft kann aufgrund des

Wirkmechanismus des Arzneimittels zu einer Schädigung des Fötus einschliesslich vermehrter

Aborte und Totgeburten führen.

Bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Avelumab bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien zur Reproduktion wurden mit Avelumab nicht durchgeführt. Bei

Tiermodellen mit trächtigen Mäusen wurde jedoch gezeigt, dass die Hemmung der PD-L1-

Signalübertragung die Toleranz gegenüber dem Fötus stört und zu erhöhten fötalen Verlusten führt

(siehe Präklinische Daten).

Es ist bekannt, dass humane IgG1-Immunglobuline plazentagängig sind. Daher besteht bei

Avelumab die Möglichkeit einer Übertragung von der Mutter auf den sich entwickelnden Fötus.

Avelumab darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden, es sei denn dies ist

unbedingt erforderlich. Wenn dieses Arzneimittel während einer Schwangerschaft angewendet wird

oder eine Patientin während der Behandlung schwanger wird, muss die Patientin über das potenzielle

Risiko für den Fötus aufgeklärt werden.

Frauen im gebärfähigen Alter sollte geraten werden, während der Behandlung mit Avelumab eine

Schwangerschaft zu vermeiden und während der Behandlung mit Avelumab sowie bis mindestens 1

Monat nach der letzten Anwendung von Avelumab eine zuverlässige Verhütungsmethode

anzuwenden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Avelumab in die Muttermilch übergeht. Da Antikörper bekanntermassen in

die Muttermilch übergehen können, kann ein Risiko für das Neugeborene/Kind nicht ausgeschlossen

werden.

Stillenden Frauen sollte geraten werden, aufgrund der Möglichkeit schwerwiegender

Nebenwirkungen bei Säuglingen während der Behandlung und bis mindestens 1 Monat nach der

letzten Anwendung nicht zu stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Avelumab hat einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen. Nach Gabe von Avelumab wurde von Ermüdung berichtet (siehe

Unerwünschte Wirkungen).

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Am häufigsten ist Bavencio mit immunvermittelten Nebenwirkungen assoziiert. (siehe Beschreibung

ausgewählter Nebenwirkungen unten).

Die Sicherheit von Bavencio wurde bei 1738 Patienten mit soliden Tumoren einschliesslich

metastasiertem MCC untersucht, die im Rahmen klinischer Studien alle 2 Wochen 10 mg/kg

Bavencio erhielten.

In dieser Patientenpopulation waren die häufigsten Nebenwirkungen unter Bavencio Ermüdung

(32.4%), Übelkeit (25.1%), Diarrhö (18.9%), verminderter Appetit (18.4%), Obstipation (18.4%),

infusionsbedingte Reaktionen (17.1%), erniedrigtes Gewicht (16.6%) und Erbrechen (16.2%).

Die häufigsten Nebenwirkungen ≥3. Grades waren Anämie (6.0%), Dyspnoe (3.9%) und

Abdominalschmerzen (3.0%). Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren

immunvermittelte Nebenwirkungen und infusionsbedingte Reaktionen.

Tabellarische Aufstellung der Nebenwirkungen

In Tabelle 2 sind Nebenwirkungen gelistet, die für 88 Patienten mit metastasiertem MCC berichtet

wurden, die in Studie 003 10 mg/kg Bavencio erhielten, sowie Nebenwirkungen, die für 1650

Patienten in Studie 001 berichtet wurden.

Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeit geordnet. Die Häufigkeiten sind

wie folgt definiert: sehr häufig ≥10%; häufig ≥1%, <10%; gelegentlich ≥0.1%, <1%; selten ≥0.01%,

<0.1%; sehr selten <0.01%.

Tabelle 2: Unerwünschte Wirkungen bei Patienten unter Behandlung mit Bavencio in den klinischen

Studien 003 und 001.

Häufigkeit

Unerwünschte Wirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig

Anämie (15%)

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

Arzneimittelüberempfindlichkeit, anaphylaktische Überempfindlichkeitsreaktion,

Allergie vom Soforttyp I

Endokrine Erkrankungen

Häufig

Hypothyreose*

Gelegentlich

Nebenniereninsuffizienz*, Hyperthyreose*, Thyroiditis*, Immunthyroiditis*, akute

Nebennierenrindeninsuffizienz*, autoimmune Hypothyreose*, Hypopituitarismus*

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig

Verminderter Appetit (18%), erniedrigtes Gewicht (17%)

Gelegentlich Diabetes mellitus*, Diabetes mellitus Typ 1*

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich Guillain-Barré-Syndrom*

Augenerkrankungen

Gelegentlich Uveitis*

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig

Husten (14%), Dyspnoe (13%)

Häufig

Pneumonitis*

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Übelkeit (25%), Diarrhö (19%), Obstipation (18%), Erbrechen (16%),

Abdominalschmerz (14%)

Gelegentlich Kolitis*, autoimmune Kolitis*, Enterokolitis*

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich

Erhöhte Alaninaminotransferase (ALT)*, erhöhte Aspartataminotransferase (AST)*,

erhöhte Transaminasen*, autoimmune Hepatitis*, akutes Leberversagen*,

Leberversagen*, Hepatitis*

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig

Ausschlag*, Pruritus*, makulo-papulöser Ausschlag*

Gelegentlich

Ausschlag mit Juckreiz*, Erythem*, generalisierter Ausschlag*, erythematöser

Ausschlag*, makulöser Ausschlag*, papulöser Ausschlag*, Dermatitis exfoliativa*,

Erythema multiforme*, Pemphigoid*, generalisierter Pruritus*

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr häufig

Rückenschmerzen (12%), Arthralgie (10%)

Gelegentlich Erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut*, Myositis*

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich Tubulo-interstitielle Nephritis*

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig

Ermüdung (32%), Fieber (14%), peripheres Ödem (12%)

Häufig

Schüttelfrost

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Sehr häufig

Infusionsbedingte Reaktion (17%)

* Immunvermittelte Nebenwirkungen basierend auf einer medizinischen Fallanalyse

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Die Daten der nachfolgenden immunvermittelten Nebenwirkungen stammen von 1650 Patienten aus

Studie 001 und 88 Patienten aus Studie 003, die Bavencio erhalten haben (siehe Zusammenfassung

des Sicherheitsprofils).

Die Behandlungsleitlinien für diese Nebenwirkungen sind unter Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen beschrieben.

Immunvermittelte Pneumonitis

Insgesamt entwickelten 1.2% (21/1738) der Patienten in den klinischen Studien eine

immunvermittelte Pneumonitis. Unter diesen Patienten verlief die Erkrankung bei 1 (0.1%) Patient

tödlich. Eine immunvermittelte Pneumonitis 4. Grades bei lag 1 (0.1%) Patient vor und bei 5 (0.3%)

Patienten eine 3. Grades.Die mediane Zeit bis zum Auftreten der immunvermittelten Pneumonitis

betrug 2.5 Monate (Spanne: 3 Tage bis 11 Monate). Die mediane Dauer betrug 7 Wochen (Spanne: 4

Tage bis 4+ Monate).

Bavencio wurde bei 0.3% (6/1738) der Patienten aufgrund von immunvermittelter Pneumonitis

abgesetzt. Alle 21 Patienten mit immunvermittelter Pneumonitis wurden mit Kortikosteroiden

behandelt und 17 (81%) der 21 Patienten erhielten hochdosierte Kortikosteroide für eine mediane

Dauer von 8 Tagen (Spanne: 1 Tag bis 2.3 Monate). Zum Zeitpunkt des Datenschnitts war die

immunvermittelte Pneumonitis bei 12 (57%) der 21 Patienten abgeklungen.

Immunvermittelte Hepatitis

Insgesamt entwickelten 0.9% (16/1738) der Patienten in den klinischen Studien eine

immunvermittelte Hepatitis. Unter diesen Patienten verlief die Erkrankung bei 2 (0.1%) Patienten

tödlich, und bei 11 (0.6%) Patienten lag eine immunvermittelte Hepatitis 3. Grades vor.

Die mediane Zeit bis zum Auftreten der immunvermittelten Hepatitis betrug 3.2 Monate (Spanne: 1

Woche bis 15 Monate). Die mediane Dauer betrug 2.5 Monate (Spanne: 1 Tag bis 7.4+ Monate).

Bavencio wurde bei 0.9% (9/1738) der Patienten aufgrund von immunvermittelter Hepatitis

abgesetzt. Alle 16 Patienten mit immunvermittelter Hepatitis wurden mit Kortikosteroiden behandelt

und 15 (94%) der 16 Patienten erhielten hochdosierte Kortikosteroide für eine mediane Dauer von 14

Tagen (Spanne: 1 Tag bis 2.5 Monate). Zum Zeitpunkt des Datenschnitts war die immunvermittelte

Hepatitis bei 9 (56%) der16 Patienten abgeklungen.

Immunvermittelte Kolitis

Insgesamt entwickelten 1.5% (26/1738) der Patienten in den klinischen Studien eine

immunvermittelte Kolitis, darunter hatten 7 (0.4%) eine immunvermittelte Kolitis 3. Grades.

Die mediane Zeit bis zum Auftreten der immunvermittelten Kolitis betrug 2.1 Monate (Spanne: 2

Tage bis 11 Monate). Die mediane Dauer betrug 6 Wochen (Spanne: 1 Tag bis 14+ Monate).

Bavencio wurde bei 0.5% (9/1738) der Patienten aufgrund von immunvermittelter Kolitis abgesetzt.

Alle 26 Patienten mit immunvermittelter Kolitis wurden mit Kortikosteroiden behandelt und 15

(58%) der 26 Patienten erhielten hochdosierte Kortikosteroide für eine mediane Dauer von 19 Tagen

(Spanne: 1 Tag bis 2.3 Monate). Zum Zeitpunkt des Datenschnitts war die immunvermittelte Kolitis

bei 18 (70%) der 26 Patienten abgeklungen.

Immunvermittelte Endokrinopathien

Schilddrüsenerkrankungen

Insgesamt entwickelten 6% (98/1738) der Patienten in den klinischen Studien immunvermittelte

Schilddrüsenerkrankungen, darunter waren 90 (5%) Patienten mit einer Hypothyreose, 7 (0.4%)

Patienten mit einer Hyperthyreose und 4 (0.2%) Patienten mit einer Thyroiditis. Unter diesen

Patienten lag bei 3 (0.2%) Patienten eine immunvermittelte Schilddrüsenerkrankung 3. Grades vor.

Die mediane Zeit bis zum Auftreten der Schilddrüsenerkrankungen betrug 2.8 Monate (Spanne: 2

Wochen bis 13 Monate). Die mediane Dauer konnte nicht bestimmt werden (Spanne: 1 Tag bis mehr

als 26 Monate).

Bavencio wurde bei 0.1% (2/1738) der Patienten aufgrund von immunvermittelten

Schilddrüsenerkrankungen abgesetzt. Zum Zeitpunkt des Datenschnitts waren die

Schilddrüsenerkrankungen bei 7 (7%) der 98 Patienten abgeklungen.

Nebenniereninsuffizienz

Insgesamt entwickelten 0.5% (8/1738) der Patienten in den klinischen Studien eine

immunvermittelte Nebenniereninsuffizienz. Unter diesen Patienten lag bei 1 (0.1%) Patient eine

Erkrankung 3. Grades vor.

Die mediane Zeit bis zum Auftreten der immunvermittelten Nebenniereninsuffizienz betrug 2.5

Monate (Spanne: 1 Tag bis 8 Monate). Die mediane Dauer konnte nicht bestimmt werden (Spanne: 2

Tage bis mehr als 6 Monate).

Bavencio wurde bei 0.1% (2/1738) der Patienten aufgrund einer immunvermittelten

Nebenniereninsuffizienz abgesetzt. Alle 8 Patienten mit immunvermittelter Nebenniereninsuffizienz

wurden mit Kortikosteroiden behandelt und 4 (50%) der 8 Patienten erhielten hohe Dosen

systemischer Kortikosteroide (≥40 mg Prednison oder Äquivalent) mit anschliessendem

Ausschleichen für eine mediane Dauer von 1 Tag (Spanne: 1 Tag bis 24 Tage). Zum Zeitpunkt des

Datenschnitts war die Nebenniereninsuffizienz bei einem Patienten unter Kortikosteroidtherapie

abgeklungen.

Diabetes mellitus Typ 1

Bei 0.1% (2/1738) der Patienten trat Diabetes mellitus Typ 1 ohne alternative Ätiologie auf. Darunter

waren zwei Reaktionen 3. Grades, die zum dauerhaften Absetzen von Bavencio führten.

Immunvermittelte Nephritis und Nierenfunktionsstörungen

Bei 0.1% (1/1738) der mit Bavencio behandelten Patienten trat eine immunvermittelte Nephritis auf,

die zum dauerhaften Absetzen von Bavencio führte.

Immunogenität

Von 1738 Patienten, die einmal alle 2 Wochen 10 mg/kg Avelumab als intravenöse Infusion

erhielten, waren 1558 Patienten hinsichtlich therapiebedingter Anti-Drug-Antikörper (ADA)

auswertbar; 64 (4.1%) wurden positiv getestet. Auf der Grundlage verfügbarer Daten, einschliesslich

der niedrigen Inzidenz der Immunogenität, ist der Einfluss von ADA auf die Pharmakokinetik,

Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels nicht bekannt.

Überdosierung

Aus klinischen Studien liegen nur begrenzte Erfahrungen mit einer Überdosierung von Bavencio vor.

Bei einer Überdosierung sind die Patienten sorgfältig auf Anzeichen oder Symptome von

Nebenwirkungen zu überwachen. Die Behandlung erfolgt symptomatisch.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01XC31

Pharmakotherapeutische Gruppe

Andere antineoplastische Mittel/Monoklonale Antikörper.

Wirkungsmechanismus

PD-L1 kann auf Tumorzellen und/oder tumorinfiltrierenden Immunzellen exprimiert werden und zur

Hemmung der Immunantwort gegen den Tumor in der Mikroumgebung des Tumors beitragen. Die

Bindung von PD-L1 an PD-1- und B7.1-Rezeptoren auf T-Zellen und antigenpräsentierenden Zellen

unterdrückt die Aktivität der zytotoxischen T-Zellen, die T-Zell-Proliferation und die

Zytokinproduktion.

Avelumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper der Immunglobulin-Klasse G1 (IgG1), der

gegen den programmierten Zelltod-Liganden 1 (PD-L1) gerichtet ist. Avelumab bindet an PD-L1

und hemmt die Wechselwirkung zwischen PD-L1 und den Rezeptoren PD-1 (programmierter Zelltod

1) und B7.1. Dadurch wird die suppressive Wirkung von PD-L1 auf zytotoxische CD8+ T-Zellen

aufgehoben, was zur Wiederherstellung der gegen den Tumor gerichteten T-Zell-Antworten führt. In

Tumormodellen mit syngenen Mäusen führte die Hemmung der PD-L1-Aktivität zu einem

verlangsamten Tumorwachstum.

Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Avelumab in vitro mittels antikörperabhängiger zellvermittelter

Zytotoxizität (ADCC) eine NK-Zell-vermittelte direkte Tumorzelllyse induziert.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Merkelzellkarzinom (Studie 003)

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bavencio wurde in der offenen, einarmigen, internationalen,

multizentrischen Studie 003 bei 88 Patienten mit metastasiertem MCC untersucht, deren Erkrankung

nach mindestens einer vorherigen Chemotherapie fortgeschritten war.

Die Patienten erhielten Avelumab in einer Dosis von 10 mg/kg einmal alle zwei Wochen bis zum

Fortschreiten der Krankheit oder bis zum Auftreten unzumutbarer Toxizitätserscheinungen. Patienten

mit radiologisch bestätigter Krankheitsprogression konnten zusätzliche Dosen der Behandlung

erhalten, sofern die Krankheitsprogression nicht mit einer deutlichen Verschlechterung des

klinischen Zustandes einherging.

Das Tumoransprechen wurde alle 6 Wochen untersucht und von einem unabhängigen Endpunkt-

Beurteilungskomitee (Independent Endpoint Review Committee, IERC) gemäss den Kriterien für die

Bewertung des Ansprechens der Behandlung bei soliden Tumoren (Response Evaluation Criteria in

Solid Tumours, RECIST v1.1) beurteilt.

Der wichtigste Wirksamkeitsendpunkt war das bestätigte beste Gesamtansprechen (BOR, best

overall response). Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte waren die Ansprechdauer (DOR, duration of

response), das progressionsfreie Überleben (PFS, progression-free survival) und das

Gesamtüberleben (OS, overall survival); alle Werte wurden mit der Kaplan-Meier-Methode

bestimmt.

Die Wirksamkeit wurde gemäss der planmässigen primären Auswertung 6 Monate nach Beginn der

Studienbehandlung des letzten Patienten beurteilt. Die mediane Beobachtungsdauer betrug 10.4

Monate. Die Patienten erhielten im Median 7 Dosen Avelumab (Spanne: 1 Dosis bis 35 Dosen), und

die mediane Behandlungsdauer betrug 17 Wochen (Spanne: 2 Wochen bis 76 Wochen).

Von den 88 Patienten waren 65 (73.9%) männlich, das mediane Alter betrug 72.5 Jahre (Spanne: 33

Jahre bis 88 Jahre), 81 (92.0%) Patienten waren kaukasischer Abstammung, und 49 (55.7%) und 39

(44.3%) der Patienten hatten einen ECOG-Performance-Status von 0 bzw. 1.

Die objektive Ansprechrate (ORR, objective response rate) betrug 31.8% (95.9%-Konfidenzintervall

[KI]: 21.9, 43.1). Hierunter waren 8 mit Bavencio behandelte Patienten mit kompletter Remission

und 20 mit Bavencio behandelte Patienten mit partieller Remission. Bei den 28 Patienten mit

objektivem Ansprechen reichte die Ansprechdauer von 2.8 bis 17.5+ Monate. 23 (82.1%) Patienten

sprachen am Auswertungsstichtag weiterhin an.

Die mediane Zeit bis zum Ansprechen nach der ersten Dosis Bavencio betrug 6 Wochen (Spanne: 6

Wochen bis 18 Wochen). Zweiundzwanzig von 28 (78.6%) ansprechenden Patienten sprachen

innerhalb von 7 Wochen nach der ersten Dosis Bavencio auf die Behandlung an. Der Anteil der

Patienten mit einer DOR ≥6 Monate betrug 92% (95%-KI: 70, 98). Die PFS-Rate nach 6 Monaten

betrug 40% (95%-KI: 29, 50). Die OS-Rate nach 6 Monaten betrug 69% (95%-KI: 58, 78).

Das Ansprechen der Patienten wurde unabhängig von der PD-L1-Expression und/oder dem

Merkelzell-Polyomavirus-Status beobachtet.

Pharmakokinetik

Absorption

Avelumab wird intravenös appliziert und ist daher sofort und vollständig bioverfügbar.

Distribution

Es ist zu erwarten, dass sich Avelumab im systemischen Kreislauf und in geringerem Umfang im

Extrazellurraum verteilt. Das Verteilungsvolumen im Steady State betrug 4.72 l.

In Übereinstimmung mit einer begrenzten extravaskulären Verteilung ist das Verteilungsvolumen

von Avelumab im Steady State gering. Wie bei Antikörpern zu erwarten bindet Avelumab nicht

spezifisch an Plasmaproteine.

Metabolismus

Avelumab wird proteolytisch katabolisiert. CYP450 ist nicht in den Metabolismus involviert.

Elimination

Auf der Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse mit 1629 Patienten beträgt die

systemische Gesamtclearance 0.59 l/Tag.

Die Steady-State-Konzentrationen von Avelumab wurden bei wiederholter Gabe von 10 mg/kg

einmal alle 2 Wochen nach ca. 4 bis 6 Wochen (2 bis 3 Zyklen) erreicht, und die systemische

Akkumulation betrug ungefähr das 1.25-Fache.

Auf der Grundlage der populationspharmakokinetischen Analyse beträgt die

Eliminationshalbwertszeit (t½) bei der empfohlenen Dosis 6.1 Tage.

Linearität/Nicht-Linearität

Die Exposition gegenüber Avelumab nahm innerhalb des Dosisbereichs von 10 mg/kg bis 20 mg/kg

einmal alle 2 Wochen dosisproportional zu.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Eine populationspharmakokinetische Analyse deutete darauf hin, dass Alter, Geschlecht, ethnische

Herkunft, PD-L1-Status, Tumorlast, eine eingeschränkte Nierenfunktion und eine leicht oder mässig

eingeschränkte Leberfunktion keinen Einfluss auf die systemische Gesamtclearance von Avelumab

ausüben.

Die systemische Gesamtclearance nimmt mit dem Körpergewicht zu.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Es wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede hinsichtlich der Clearance von Avelumab bei

Patienten mit leicht (glomeruläre Filtrationsrate [GFR] 60 bis 89 ml/min, n = 623), mässig (GFR 30

bis 59 ml/min, n = 320) oder stark (GFR 15 bis 29 ml/min, n = 4) eingeschränkter Nierenfunktion

und Patienten mit normaler (GFR mindestens 90 ml/min, n = 671) Nierenfunktion festgestellt.

Eingeschränkte Leberfunktion

In einer populationspharmakokinetischen Analyse wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede

hinsichtlich der Clearance von Avelumab bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion

(Bilirubin weniger oder gleich der ULN und AST grösser als die ULN oder Bilirubin zwischen dem

1- bis 1.5-Fachen der ULN, n = 217), mässig eingeschränkter Leberfunktion (Bilirubin zwischen

dem 1.5- bis 3-Fachen der ULN, n = 4) und normaler Leberfunktion (Bilirubin und AST weniger

oder gleich der ULN, n = 1388) festgestellt.

Avelumab wurde bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion (Bilirubin mehr als das 3-

Fache der ULN) nicht untersucht.

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe von 20, 60 oder 140

mg/kg i.v. einmal wöchentlich in einer einmonatigen und einer dreimonatigen Studie, gefolgt von

einer Erholungsphase (von 1 bzw. 2 Monaten), an Cynomolgus-Affen lassen die präklinischen Daten

keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Die höchste nebenwirkungsfreie Dosis

(NOAEL) lag in beiden Primatenstudien bei ≥140 mg/kg, dem 10- bis 15-Fachen der

humantherapeutischen Exposition (gemäss AUC).

Es wurden keine Studien zur Untersuchung des kanzerogenen Potentials und der Genotoxizität von

Avelumab durchgeführt.

Tierexperimentelle Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität wurden mit Avelumab

nicht durchgeführt. Es wird angenommen, dass der PD-1/PD-L1-Signalweg daran beteiligt ist,

während der Schwangerschaft die Immuntoleranz gegen den Fötus aufrechtzuerhalten. Es wurde

gezeigt, dass eine Blockade der PD-L1-Signalübertragung in Tiermodellen mit trächtigen Mäusen zu

einer Störung der Toleranz gegen den Fötus und erhöhten fötalen Verlusten führt. Diese Befunde

weisen auf das potentielle Risiko hin, dass die Verabreichung von Avelumab während der

Schwangerschaft zu einer Schädigung des Fötus einschliesslich vermehrter Aborte und Totgeburten

führen könnte.

Studien zur Fertilität wurden mit Avelumab nicht durchgeführt. In einer dreimonatigen Studie zur

Toxizität bei wiederholter Gabe bei Affen wurden keine bedeutsamen Wirkungen auf die männlichen

und weiblichen Fortpflanzungsorgane beobachtet.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, ausser mit den unter Hinweise für die Handhabung aufgeführten, nicht mit

anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Die Verdünnung erfolgt ausschliesslich mit 0.9% oder 0.45% Natriumchloridlösung für

Injektionszwecke.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem mit EXP auf der Packung bezeichneten Datum verwendet

werden.

Haltbarkeit nach Anbruch

Das Arzneimittel enthält kein Konservierungsmittel.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel nach Anbruch sofort verdünnt und infundiert

werden.

Haltbarkeit nach Zubereitung der Infusion

Die verdünnte Infusionslösung ist nicht konserviert.

Die chemische und physikalische Stabilität der verdünnten Infusionslösung wurde für die Dauer von

maximal 24 Stunden bei 2 – 8 °C oder für die Dauer von 8 Stunden bei Raumtemperatur (nicht über

25 °C) gezeigt. Diese Zeit muss auch die Infusionsdauer des Arzneimittels umfassen. Aus

mikrobiologischer Sicht sollte die verdünnte Lösung nach der Herstellung sofort verabreicht werden,

es sei denn die Verdünnung erfolgte unter validierten aseptischen Bedingungen. Wird die

Infusionslösung nicht sofort verwendet, so liegen Lagerungszeit und Lagerungsbedingungen in der

Verantwortung des Anwenders. Bei gekühlter Aufbewahrung muss die Infusionslösung vor der

Anwendung Raumtemperatur annehmen.

Die verdünnte Lösung nicht schütteln oder einfrieren.

Besondere Lagerungshinweise

Im Kühlschrank (2–8 °C) lagern.

Nicht einfrieren. Nicht schütteln.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Bavencio ist nur zur intravenösen Infusion bestimmt.

Bavencio darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektion verabreicht werden.

Bavencio ist entweder mit 0.9%iger oder 0.45%iger Natriumchlorid-Injektionslösung zu verdünnen.

Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 60 Minuten über einen

sterilen, nicht pyrogenen Inline- oder Zusatzfilter mit geringer Proteinbindung und einer Porengrösse

von 0.2 µm verabreicht.

Bavencio ist kompatibel mit Infusionsbeuteln aus Polyethylen, Polypropylen und Ethylenvinylacetat,

Glasflaschen, Infusionssets aus Polyvinylchlorid und Inline-Filtern mit Polyethersulfon-Membranen

mit einer Porengrösse von 0.2 µm.

Die Zubereitung der Infusionslösung soll unter aseptischen Bedingungen durchgeführt werden.

·Die Durchstechflasche soll einer Sichtprüfung auf Schwebstoffe und Verfärbung unterzogen

werden. Bavencio ist eine klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung. Wenn die Lösung trübe oder

verfärbt erscheint oder Schwebstoffe enthält, ist die Durchstechflasche zu verwerfen.

·Verwenden Sie einen Infusionsbeutel geeigneter Grösse (vorzugsweise 250 ml) mit entweder

0.9%iger oder 0.45%iger Natriumchloridlösung. Das erforderliche Volumen von Bavencio wird aus

der (den) Durchstechflasche(n) entnommen und in den Infusionsbeutel gegeben. Teilweise

gebrauchte oder leere Durchstechflaschen sind zu entsorgen.

·Die verdünnte Lösung soll gemischt werden, indem der Beutel vorsichtig umgedreht wird, um

Schaumbildung oder eine übermässige Scherung der Lösung zu vermeiden.

·Es soll darauf geachtet werden, dass die Lösung klar, farblos und frei von sichtbaren Schwebstoffen

ist. Die verdünnte Lösung soll unmittelbar nach der Zubereitung angewendet werden.

·Andere Arzneimittel dürfen nicht gleichzeitig durch die gleiche intravenöse Leitung verabreicht

werden. Die Infusion wird wie unter Dosierung/Anwendung beschrieben verabreicht.

Nach Verabreichung von Bavencio sollte die Infusionsleitung entweder mit 0.9%iger oder 0.45%iger

Natriumchloridlösung gespült werden.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den lokalen Bestimmungen zu

entsorgen.

Zulassungsnummer

66380 (Swissmedic).

Packungen

Durchstechflaschen zu 200 mg/10 ml: 1 [A]

Zulassungsinhaberin

Merck (Schweiz) AG, Zug.

Stand der Information

Dezember 2017.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

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15-12-2018

Annual report of the Scientific Network on Microbiological Risk Assessment 2018

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Published on: Fri, 14 Dec 2018 Among the tasks of EFSA, according to its founding regulation (Regulation (EC) No 178/2002), there is the establishment of a system of Networks of organisations operating in the fields within EFSA's mission, the objective being to facilitate a scientific cooperation framework by the coordination of activities, the exchange of information, the development and implementation of joint projects, the exchange of expertise and best practices. Additionally, the EFSA Science Strat...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

14-12-2018

Risk to human health related to the presence of perfluorooctane sulfonic acid and perfluorooctanoic acid in food

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Published on: Thu, 13 Dec 2018 The European Commission asked EFSA for a scientific evaluation on the risks to human health related to the presence of perfluorooctane sulfonic acid (PFOS) and perfluorooctanoic acid (PFOA) in food. Regarding PFOS and PFOA occurrence, the final data set available for dietary exposure assessment contained a total of 20,019 analytical results (PFOS n = 10,191 and PFOA n = 9,828). There were large differences between upper and lower bound exposure due to analytical methods with i...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

14-12-2018

Response to comments on the Scientific Opinion on the scientific substantiation of a health claim related to Symbiosal® and lowering of blood pressure and reduced risk of hypertension pursuant to Article 14 of Regulation (EC) No 1924/2006

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Published on: Thu, 13 Dec 2018 Following a request from the European Commission, EFSA was asked to review the comments received on the Scientific Opinion of the EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA) on the scientific substantiation of a health claim related to Symbiosal® and lowering of blood pressure and reduced risk of hypertension pursuant to Article 14 of Regulation (EC) No 1924/2006. Comments originating from the applicant (Han‐Biotech GmbH) were submitted to EFSA via the E...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

13-12-2018

The European Union summary report on trends and sources of zoonoses, zoonotic agents and food-borne outbreaks in 2017

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Published on: Wed, 12 Dec 2018 This report of the European Food Safety Authority and the European Centre for Disease Prevention and Control presents the results of zoonoses monitoring activities carried out in 2017 in 37 European countries (28 Member States (MS) and nine non-MS). Campylobacteriosis was the commonest reported zoonosis and its EU trend for confirmed human cases increasing since 2008 stabilised during 2013–2017. The decreasing EU trend for confirmed human salmonellosis cases since 2008 end...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

12-12-2018

December 10, 2018: Olympus Medical Systems Corporation, Former Senior Executive Plead Guilty to Distributing Endoscopes After Failing to File FDA-Required Adverse Event Reports of Serious Infections

December 10, 2018: Olympus Medical Systems Corporation, Former Senior Executive Plead Guilty to Distributing Endoscopes After Failing to File FDA-Required Adverse Event Reports of Serious Infections

December 10, 2018: Olympus Medical Systems Corporation, Former Senior Executive Plead Guilty to Distributing Endoscopes After Failing to File FDA-Required Adverse Event Reports of Serious Infections

FDA - U.S. Food and Drug Administration

11-12-2018

International Lubricants, Inc. recalls Kool-It Evaporator & Heater Foam Cleaner

International Lubricants, Inc. recalls Kool-It Evaporator & Heater Foam Cleaner

The recalled product does not have proper consumer chemical hazard labelling as required by the Consumer Chemicals and Containers Regulations, 2001 under the Canada Consumer Product Safety Act.

Health Canada

11-12-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/613277/2018 vom 19.09.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Cisplatin

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/613277/2018 vom 19.09.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Cisplatin

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Cisplatin infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

11-12-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/612946/2018 vom 19.09.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Aldesleukin

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/612946/2018 vom 19.09.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Aldesleukin

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Aldesleukin infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

11-12-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/605918/2018 vom 19.09.2018 (korrigierte Version vom 19.11.2018) betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Dapoxetin

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/605918/2018 vom 19.09.2018 (korrigierte Version vom 19.11.2018) betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Dapoxetin

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Dapoxetin infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

4-12-2018

Mylan Expands Its Voluntary Nationwide Recall of Valsartan Tablets, USP, Amlodipine and Valsartan Tablets, USP, and Valsartan and Hydrochlorothiazide Tablets, USP, to all Lots Within Expiry Due to The Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylam

Mylan Expands Its Voluntary Nationwide Recall of Valsartan Tablets, USP, Amlodipine and Valsartan Tablets, USP, and Valsartan and Hydrochlorothiazide Tablets, USP, to all Lots Within Expiry Due to The Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylam

– Mylan N.V. (NASDAQ: MYL) today announced that its U.S. based Mylan Pharmaceuticals business is expanding its consumer-level voluntary nationwide recall to include all lots of Valsartan-containing products within expiry. The 104 additional lots include 26 lots of Amlodipine and Valsartan Tablets, USP (including the 5mg/160mg, 10mg/160mg, 5mg/320mg and 10mg/320mg strengths), 51 lots of Valsartan Tablets, USP (including 40 mg, 80 mg, 160 mg and 320 mg strengths), and 27 lots of Valsartan and Hydrochloroth...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

1-12-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/23447/2018 vom 24.01.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Candesartan und der Wirkstoffkombination Candesartan/Hydrochlorothiazid

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/23447/2018 vom 24.01.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Candesartan und der Wirkstoffkombination Candesartan/Hydrochlorothiazid

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Candesartan und der Wirkstoffkombination Candesartan/Hydrochlorothiazid infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

30-11-2018

The European Union summary report on surveillance for the presence of transmissible spongiform encephalopathies (TSEs) in 2017

The European Union summary report on surveillance for the presence of transmissible spongiform encephalopathies (TSEs) in 2017

Published on: Thu, 29 Nov 2018 This report presents the results of surveillance on transmissible spongiform encephalopathies (TSEs) in bovine animals, sheep, goats, cervids and other animal species, as well as genotyping in sheep, carried out in 2017 in the European Union (EU) according to Regulation (EC) 999/2001, and in Iceland, Norway and Switzerland. In total, 1,312,714 cattle were tested by the 28 EU Member States (MSs) which is a decrease of 3% compared with 2016; 18,526 were tested by the three n...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

29-11-2018

MPS Canada Corporation recalls various Consumer chemical products in pressurized containers

MPS Canada Corporation recalls various Consumer chemical products in pressurized containers

The recalled products were not destined for the Canadian marketplace and do not have mandatory hazard labelling as required by the Consumer Chemicals and Containers Regulations, 2001 under the Canada Consumer Product Safety Act. Improper labelling could result in unintentional exposure to these products and lead to serious illness, injury or death.

Health Canada

28-11-2018

Sprout Creek Farm Recalls “Kinkead” Cheese due to Possible Health Risk

Sprout Creek Farm Recalls “Kinkead” Cheese due to Possible Health Risk

Sprout Creek Farm of Poughkeepsie, New York is recalling 4 wheels of “Kinkead” cheese made on 5-10-18, because it has the potential to be contaminated with Listeria monocytogenes. Listeria monocytogenes is an organism which can cause serious and sometimes fatal infections in young children, frail or elderly people, and others with weakened immune systems. Although healthy individuals may suffer only short-term symptoms such as high fever, severe headache, stiffness, nausea, abdominal pain and diarrhea, L...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

27-11-2018

Risk assessment of new sequencing information for genetically modified soybean A2704‐12

Risk assessment of new sequencing information for genetically modified soybean A2704‐12

Published on: Mon, 26 Nov 2018 The GMO Panel has previously assessed genetically modified (GM) soybean A2704‐12. This soybean was found to be as safe and nutritious as its conventional counterpart with respect to potential effects on human and animal health and the environment in the context of its intended uses. On 5 June 2018, the European Commission requested EFSA to analyse new nucleic acid sequencing data and updated bioinformatics data for GM soybean A2704‐12 and to indicate whether the previous c...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

24-11-2018

The EFSA‐funded collection of dietary and related data in the general population aged 10‐74 years in Greece

The EFSA‐funded collection of dietary and related data in the general population aged 10‐74 years in Greece

Published on: Fri, 23 Nov 2018 The Hellenic Health Foundation received support from the European Food Safety Authority in order to organise a national nutrition survey according to the methodology described in the EFSA Guidance document and to collect food consumption and related information among 780 adolescents, adults and elderly residing permanently in Greece. The EFSA‐funded data collection was largely based on the protocol of a large scale Greek national nutrition and health survey, called HYDRIA....

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

23-11-2018

Semintra 10 mg/ml ad us. vet., orale Loesung

Semintra 10 mg/ml ad us. vet., orale Loesung

● Die Neuzulassung erfolgte am 23.11.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

21-11-2018

Fresenius Kabi Issues Voluntary Nationwide Recall of Sodium Chloride Injection, USP, 0.9% Due to Product Labeling Incorrectly Stating Stoppers Do Not Contain Latex

Fresenius Kabi Issues Voluntary Nationwide Recall of Sodium Chloride Injection, USP, 0.9% Due to Product Labeling Incorrectly Stating Stoppers Do Not Contain Latex

Fresenius Kabi USA is voluntarily recalling 163 lots of Sodium Chloride Injection, USP, 0.9%, 10 mL fill in a 10 mL vial and Sodium Chloride Injection, USP, 0.9%, 20 mL fill in a 20 mL vial to the user level. The product insert states that stoppers for both the 10mL and the 20mL vials do not contain natural rubber latex; the tray label for the two vial sizes and the vial label for the 20mL vial also state that the stoppers do not contain latex. The product is being recalled because the stoppers contain n...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

21-11-2018

VaperBC recalls 100 mg Nicotine Base Liquid Nicotine

VaperBC recalls 100 mg Nicotine Base Liquid Nicotine

These vaping products do not meet requirements of the Consumer Chemicals and Containers Regulations, 2001 (CCCR, 2001) under the Canada Consumer Product Safety Act.

Health Canada

21-11-2018

Mylan Initiates Voluntary Nationwide Recall of 15 Lots of Valsartan Tablets, USP, Amlodipine and Valsartan Tablets, USP, and Valsartan and Hydrochlorothiazide Tablets, USP, Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Fou

Mylan Initiates Voluntary Nationwide Recall of 15 Lots of Valsartan Tablets, USP, Amlodipine and Valsartan Tablets, USP, and Valsartan and Hydrochlorothiazide Tablets, USP, Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Fou

Mylan N.V. (NASDAQ: MYL) today announced that its U.S. based Mylan Pharmaceuticals business is conducting a voluntary nationwide recall to the consumer level of select lots of Valsartan-containing products, including six lots of Amlodipine and Valsartan Tablets, USP (including the 5mg/160mg, 10mg/160mg, and 10mg/320mg strengths), seven lots of Valsartan Tablets, USP (including 40 mg, 80 mg, 160 mg, and 320 mg strengths), and two lots of Valsartan and Hydrochlorothiazide Tablets, USP 320mg/25mg strength. ...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

21-11-2018

Risk for animal and human health related to the presence of dioxins and dioxin-like PCBs in feed and food

Risk for animal and human health related to the presence of dioxins and dioxin-like PCBs in feed and food

Published on: Tue, 20 Nov 2018 The European Commission asked EFSA for a scientific opinion on the risks for animal and human health related to the presence of dioxins (PCDD/Fs) and DL‐PCBs in feed and food. The data from experimental animal and epidemiological studies were reviewed and it was decided to base the human risk assessment on effects observed in humans and to use animal data as supportive evidence. The critical effect was on semen quality, following pre‐ and postnatal exposure. The critical s...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

21-11-2018

Setting of an import tolerance for mandipropamid in cocoa beans

Setting of an import tolerance for mandipropamid in cocoa beans

Published on: Tue, 20 Nov 2018 In accordance with Article 6 of Regulation (EC) No 396/2005, the applicant Syngenta Agro GmbH submitted a request to the competent national authority in Austria to set a maximum residue level (MRL) for the active substance mandipropamid in cocoa beans imported from Nigeria and Cameroon. The data submitted in support of the request were found to be sufficient to derive a MRL proposal of 0.06 mg/kg. Adequate analytical methods for enforcement are available to control the res...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

20-11-2018

Modification of the existing maximum residue levels for pyraclostrobin in soyabean

Modification of the existing maximum residue levels for pyraclostrobin in soyabean

Published on: Mon, 19 Nov 2018 In accordance with Article 6 of Regulation (EC) No 396/2005, the applicant BASF SE submitted a request to the competent national authority in France to modify the existing maximum residue level (MRL) for the active substance pyraclostrobin in soyabean. The data submitted in support of the request were found to be sufficient to derive MRL proposals for soyabean. The applicant provided a new validated analytical method to control residues of pyraclostrobin on the commodity u...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

20-11-2018

Modification of the existing maximum residue levels and setting of import tolerances for pyraclostrobin in various crops

Modification of the existing maximum residue levels and setting of import tolerances for pyraclostrobin in various crops

Published on: Mon, 19 Nov 2018 In accordance with Article 6 of Regulation (EC) No 396/2005, the applicant BASF SE submitted two requests to the competent national authority in Germany. The first one, to modify the existing maximum residue levels (MRL) for the active substance pyraclostrobin in various crops and to set import tolerances for sugar canes and American persimmons; the second one to set import tolerances for pineapples and passion fruits/maracujas. The data submitted in support of the request...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

20-11-2018

Peer review of the pesticide risk assessment of the active substance (EZ)‐1,3‐dichloropropene

Peer review of the pesticide risk assessment of the active substance (EZ)‐1,3‐dichloropropene

Published on: Mon, 19 Nov 2018 The conclusions of EFSA following the peer review of the initial risk assessments carried out by the competent authority of the rapporteur Member State, Spain, for the pesticide active substance (EZ)‐1,3‐dichloropropene are reported. The context of the peer review was that required by Regulation (EC) No 1107/2009 of the European Parliament and of the Council. The conclusions were reached on the basis of the evaluation of the representative uses of (EZ)‐1,3‐dichloropropene ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-11-2018

Assessment of genetically modified soybean MON 89788 for renewal of authorisation under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐RX‐011)

Assessment of genetically modified soybean MON 89788 for renewal of authorisation under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐RX‐011)

Published on: Fri, 16 Nov 2018 Following the submission of application EFSA‐GMO‐RX‐011 under Regulation (EC) No 1829/2003 from Monsanto Europe, the Panel on Genetically Modified Organisms of the European Food Safety Authority (GMO Panel) was asked to deliver a scientific risk assessment on the data submitted in the context of the renewal of authorisation application for the herbicide‐tolerant genetically modified soybean MON 89788, for food and feed uses, excluding cultivation within the European Union....

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-11-2018

Review of the existing maximum residue levels for tau‐fluvalinate according to Article 12 of Regulation (EC) No 396/2005

Review of the existing maximum residue levels for tau‐fluvalinate according to Article 12 of Regulation (EC) No 396/2005

Published on: Fri, 16 Nov 2018 According to Article 12 of Regulation (EC) No 396/2005, EFSA has reviewed the maximum residue levels (MRLs) currently established at European level for the pesticide active substance tau‐fluvalinate. To assess the occurrence of tau‐fluvalinate residues in plants, processed commodities, rotational crops and livestock, EFSA considered the conclusions derived in the framework of Commission Regulation (EC) No 33/2008 as well as the European authorisations reported by Member St...

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17-11-2018

Evaluation of confirmatory data following the Article 12 MRL review for picolinafen

Evaluation of confirmatory data following the Article 12 MRL review for picolinafen

Published on: Fri, 16 Nov 2018 The applicant BASF Agro B.V. submitted a request to the competent national authority in Germany to evaluate the confirmatory data that were identified for picolinafen in the framework of the maximum residue level (MRL) review under Article 12 of Regulation (EC) No 396/2005 as not available. To address the data gaps, a new validated analytical method for enforcement of the residue in dry/high starch‐, high water content‐, high acid content‐ and high oil content commodities ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

16-11-2018

Setting of an import tolerance for pyraclostrobin in rice

Setting of an import tolerance for pyraclostrobin in rice

Published on: Thu, 15 Nov 2018 In accordance with Article 6 of Regulation (EC) No 396/2005, the applicant BASF SE submitted a request to the competent national authority in Germany to set an import tolerance for the active substance pyraclostrobin in rice. The data submitted in support of the request were found to be sufficient to derive a maximum residue level (MRL) proposal for rice. Based on the risk assessment results, EFSA concluded that the short‐term intake of residues resulting from the use of p...

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16-11-2018

Evaluation of confirmatory data following the Article 12 MRL review for pyraclostrobin

Evaluation of confirmatory data following the Article 12 MRL review for pyraclostrobin

Published on: Thu, 15 Nov 2018 The applicant BASF SE submitted a request to the competent national authority in Germany to evaluate the confirmatory data that were identified for pyraclostrobin in the framework of the MRL review under Article 12 of Regulation (EC) No 396/2005 as not available. To address the data gaps, residues trials supporting the existing use of pyraclostrobin on table grapes authorised in southern EU Member States and an analytical method for analysing residues of pyraclostrobin in ...

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15-11-2018

Assessment of genetically modified LLCotton25 for renewal of authorisation under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐RX‐010)

Assessment of genetically modified LLCotton25 for renewal of authorisation under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐RX‐010)

Published on: Wed, 14 Nov 2018 Following the submission of application EFSA‐GMO‐RX‐010 under Regulation (EC) No 1829/2003 from Bayer, the Panel on Genetically Modified Organisms of the European Food Safety Authority (GMO Panel) was asked to deliver a scientific risk assessment on the data submitted in the context of the renewal of authorisation application for the herbicide‐tolerant genetically modified LLCotton25, for food and feed uses, import and processing, excluding cultivation within the EU. The d...

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15-11-2018

Assessment of genetically modified maize MZHG0JG for food and feed uses, import and processing under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐DE‐2016‐133)

Assessment of genetically modified maize MZHG0JG for food and feed uses, import and processing under Regulation (EC) No 1829/2003 (application EFSA‐GMO‐DE‐2016‐133)

Published on: Wed, 14 Nov 2018 The scope of application EFSA‐GMO‐DE‐2016‐133 is for food and feed uses, import and processing of genetically modified (GM) maize MZHG0JG in the European Union. Maize MZHG0JG was developed to confer tolerance to the herbicidal active substances glyphosate and glufosinate‐ammonium. The molecular characterisation data and bioinformatic analyses do not identify issues requiring food/feed safety assessment. None of the identified differences in the agronomic/phenotypic and com...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

11-12-2018

Concor 5 mg/10 mg Filmtabletten

Rote - Liste

10-12-2018

Exondys (AVI BioPharma International Ltd)

Exondys (AVI BioPharma International Ltd)

Exondys (Active substance: eteplirsen) - Centralised - Refusal of marketing authorisation - Commission Decision (2018)8620 of Mon, 10 Dec 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4355

Europe -DG Health and Food Safety

10-12-2018

Ivabradine JensonR (JensonR+ Limited)

Ivabradine JensonR (JensonR+ Limited)

Ivabradine JensonR (Active substance: ivabradine) - Centralised - Withdrawal - Commission Decision (2018)8623 of Mon, 10 Dec 2018

Europe -DG Health and Food Safety

7-12-2018

EZETROL 10 mg Tabletten

Rote - Liste

5-12-2018

Forxiga® 5 mg/10 mg Filmtabletten

Rote - Liste

4-12-2018

Emtriva® 200 mg Hartkapseln

Rote - Liste

29-11-2018

Arpilif 10 mg / -30 mg Tabletten

Rote - Liste

27-11-2018

Propofol 1% (10 mg/1 ml) MCT Fresenius

Rote - Liste

27-11-2018

Nevirapin-ratiopharm® 200 mg Tabletten

Rote - Liste

26-11-2018

In the next few months CDRH will make public on its website cleared devices that demonstrated substantial equivalence to older predicate devices. We’re considering focusing on predicates that are >10 years old as a starting point, so the public is aware o

In the next few months CDRH will make public on its website cleared devices that demonstrated substantial equivalence to older predicate devices. We’re considering focusing on predicates that are >10 years old as a starting point, so the public is aware o

In the next few months CDRH will make public on its website cleared devices that demonstrated substantial equivalence to older predicate devices. We’re considering focusing on predicates that are >10 years old as a starting point, so the public is aware of those technologies.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

26-11-2018

Data show that nearly 20% of current 510(k)s are cleared based on a predicate that’s more than 10 years old. That doesn’t mean the products are unsafe. But it does mean that some devices may not be continually improving, which is the hallmark of health te

Data show that nearly 20% of current 510(k)s are cleared based on a predicate that’s more than 10 years old. That doesn’t mean the products are unsafe. But it does mean that some devices may not be continually improving, which is the hallmark of health te

Data show that nearly 20% of current 510(k)s are cleared based on a predicate that’s more than 10 years old. That doesn’t mean the products are unsafe. But it does mean that some devices may not be continually improving, which is the hallmark of health technologies.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

26-11-2018

Today’s statement highlights increased expectations for information required in 510(k) submissions; each averages 1,185 pages, compared to 475 pages in 2009. Reviewers spend more time reviewing applications, but time to decision has become more efficient

Today’s statement highlights increased expectations for information required in 510(k) submissions; each averages 1,185 pages, compared to 475 pages in 2009. Reviewers spend more time reviewing applications, but time to decision has become more efficient

Today’s statement highlights increased expectations for information required in 510(k) submissions; each averages 1,185 pages, compared to 475 pages in 2009. Reviewers spend more time reviewing applications, but time to decision has become more efficient https://go.usa.gov/xPHdE 

FDA - U.S. Food and Drug Administration

26-11-2018

Today, #FDA’s device center also posted performance report highlighting measures taken to increase predictability, transparency of 510(k) review process, incl. 50 final guidance documents on important medical device policy issues issued since 2009.  https

Today, #FDA’s device center also posted performance report highlighting measures taken to increase predictability, transparency of 510(k) review process, incl. 50 final guidance documents on important medical device policy issues issued since 2009. https

Today, #FDA’s device center also posted performance report highlighting measures taken to increase predictability, transparency of 510(k) review process, incl. 50 final guidance documents on important medical device policy issues issued since 2009. https://go.usa.gov/xPHdn 

FDA - U.S. Food and Drug Administration

26-11-2018

Gamunex 10% - Infusionslösung

Rote - Liste

22-11-2018

Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Krka (Krka d. d., Novo mesto)

Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Krka (Krka d. d., Novo mesto)

Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Krka (Active substance: emtricitabine / tenofovir disoproxil) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)7884 of Thu, 22 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4215/IB/10G

Europe -DG Health and Food Safety

21-11-2018

Epivir 10 mg/ml Lösung zum Einnehmen

Rote - Liste

20-11-2018

Brevibloc 10 mg/ml Infusionslösung

Rote - Liste

19-11-2018

Brevibloc 10 mg/ml Injektionslösung

Rote - Liste

15-11-2018

CRYSVITA 10/20/30 mg Injektionslösung

Rote - Liste

15-11-2018

Sevredol® 10 mg/20 mg Filmtabletten

Rote - Liste