Bactrim forte

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Bactrim forte Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • sulfamethoxazolum 800 mg, trimethoprimum 160 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Bactrim forte Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Infektionskrankheiten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 48306
  • Berechtigungsdatum:
  • 16-06-1987
  • Letzte Änderung:
  • 01-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Bactrim®

Roche Pharma (Schweiz) AG

Was ist Bactrim und wann wird es angewendet?

Bactrim ist ein Mittel, das Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin gegen bakterielle Infektionskrankheiten

verschrieben hat. Es enthält zwei Wirkstoffe: Trimethoprim und Sulfamethoxazol. Kombiniert

ergänzen sie sich zu einem Arzneimittel, das verschiedenste krankheitserregende Keime abzutöten

vermag. Wegen der beiden Wirkstoffe ist auch die Gefahr, dass die Bakterien sich an das

Arzneimittel «gewöhnen» (sogenannte Resistenzbildung), geringer.

Bactrim wird bei folgenden Krankheiten eingesetzt:

·Infektionen der oberen und der unteren Luftwege und der Ohren, wie zum Beispiel Entzündung der

Bronchien, Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündung;

·Infektionen der Nieren, der Blase, der Harn- und Geschlechtsorgane;

·Magen-Darm-Infektionen, wie zum Beispiel durch Bakterien verursachte Durchfälle, Cholera sowie

Typhus und Paratyphus.

Bactrim darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin hin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben. Die

Wirkstoffkombination in Bactrim ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche

Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht

richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie Bactrim deshalb nie

von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Wann darf Bactrim nicht angewendet werden?

Bactrim darf nicht angewendet werden, wenn Sie wissen, dass Sie auf einen oder mehrere der

Inhaltsstoffe überempfindlich reagieren.

Patientinnen und Patienten, welche an einer schweren Erkrankung der Leber, der Niere oder des

Blutes leiden, dürfen Bactrim nicht verwenden. Kindern darf Bactrim während der ersten sechs

Lebenswochen nicht gegeben werden.

Patientinnen im letzten Trimenon der Schwangerschaft dürfen Bactrim nicht verwenden.

Die gleichzeitige Anwendung mit Dofetilid (einem Antiarrhythmikum zur Therapie des chronischen

Vorhofflimmerns) ist kontraindiziert.

Wann ist bei der Einnahme von Bactrim Vorsicht geboten?

Bitte geben Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ungefragt alle Auskünfte über bestehende oder vor

kurzem durchgemachte Leiden, denn es gibt Patientinnen und Patienten, die das Arzneimittel unter

gewissen Umständen nicht erhalten dürfen oder bei denen der Arzt bzw. die Ärztin bei der

Verwendung von Bactrim besonders vorsichtig sein muss. Zu diesen gehören betagte Personen sowie

an Allergie, Asthma, Urtikaria (Nesselausschlag) oder an leichteren Störungen der Leber- oder

Nierenfunktion leidende Patientinnen und Patienten. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

wenn Sie an Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Porphyrie (eine seltene Stoffwechselerkrankung)

leiden.

Wenn Sie Veränderungen an der Haut (Ausschlag, Juckreiz) feststellen, müssen Sie die Behandlung

sofort abbrechen und den Arzt bzw. die Ärztin noch gleichentags benachrichtigen.

Treten während der Behandlung hohes Fieber, Halsschmerzen mit Drüsenschwellung, Blässe,

Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, verstärkte Hustenanfälle oder Atemnot auf, so benachrichtigen

Sie ebenfalls unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Patientinnen und Patienten, welche unter Phenylketonurie, einer (seltenen) angeborenen Störung des

Stoffwechsels der Aminosäure Phenylalanin, leiden, können Bactrim verwenden, vorausgesetzt sie

ernähren sich streng phenylalaninarm.

Bactrim kann die Wirkung von anderen, gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln beeinflussen.

Da Bactrim die Wirksamkeit oraler Verhütungsmittel («Pille») herabsetzen kann, sollten

Patientinnen während der Behandlung mit Bactrim zusätzliche schwangerschaftsverhütende

Massnahmen treffen.

Patientinnen und Patienten, welche gleichzeitig mit Bactrim blutzuckersenkende Arzneimittel

einnehmen, müssen den Blutzuckerspiegel überwachen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. die Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

·Arzneimittel, die die Harnausscheidung fördern (Diuretika)

·Digoxin (Behandlung von Herzerkrankungen)

·Amiodaron (gegen Herzrhythmusstörungen)

·Präparate, welche die Blutgerinnung hemmen (Antikoagulanzien)

·Phenytoin (Antiepileptikum)

·Ciclosporin (ein Arzneimittel, das nach einer Transplantation eingesetzt wird)

·trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen)

·Clozapin (zur Behandlung von Nervenkrankheiten)

·Methotrexat (ein Zytostatikum, Hemmung von Zellwachstum)

·Paclitaxel (zur Behandlung von Krebs)

·orale blutzuckersenkende Arzneimittel

·Antimalariamittel

·Indometazin (ein Entzündungshemmer)

·Amantadin (ein Parkinson-Therapeutikum/Mittel gegen Viren (Grippe))

·Memantin (zur Behandlung bei Demenz)

·Dofetilid (ein Antiarrhythmikum zur Therapie des chronischen Vorhofflimmerns)

·Zidovudin (Mittel gegen Viren zur Behandlung von HIV-infizierten Patienten)

·Azathioprin (zur Unterdrückung der Immunabwehr) oder Mercaptopurin (zur Behandlung bei

Leukämie und bei chronischer Darmentzündung)

·Dapson (gegen Infektionskrankheiten)

·ACE-Hemmer und Angiotensinrezeptorblocker (gegen Bluthochdruck)

Bactrim hat keine direkten Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu

bedienen. Es sind jedoch unerwünschte Wirkungen möglich, die diese Fähigkeiten, teilweise schwer,

beeinträchtigen können.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Bactrim während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Patientinnen im letzten Trimenon der Schwangerschaft dürfen Bactrim nicht verwenden.

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, oder falls Sie stillen, sollte Bactrim nur auf

ausdrückliche Anweisung Ihres darüber informierten Arztes oder Apothekers, bzw. Ihrer Ärztin oder

Apothekerin eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Bactrim?

Bactrim muss gemäss den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihre Ärztin eingenommen werden.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin setzt die Dosierung und die Behandlungsdauer fest. Halten Sie sich bitte

genau daran. Achten Sie während der Behandlung darauf, dass Sie reichlich Flüssigkeit einnehmen.

Falls vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsvorschriften:

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre: Morgens und abends nach dem Essen 1 forte-Tablette.

Kinder unter 12 Jahren: Bactrim forte ist bei Kindern unter 12 Jahren nicht geeignet.

Je nach Schwere der Krankheit oder den besonderen Umständen entsprechend kann Ihnen Ihr Arzt

bzw. Ihre Ärztin eine von diesem Schema abweichende Dosierung verordnen, ebenso für

Harnwegsinfektionen.

Eine begonnene Antibiotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet

durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig

ausgeheilt ist. Ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung

zur Folge haben.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Bactrim haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Bactrim auftreten:

Es können Übelkeit, mit oder ohne Erbrechen, Mundschleimhautentzündung, Durchfall,

Hautausschläge, Hautrötungen und Juckreiz, Schwindel und Benommenheit, aussergewöhnliche

Hustenanfälle sowie Atemnot, hohes Fieber, Halsschmerzen mit Drüsenschwellung, Blässe,

Kopfschmerzen oder Störungen in der Harnabsonderung auftreten. Treten solche Erscheinungen auf,

sollte Bactrim nicht mehr eingenommen und der Arzt bzw. die Ärztin sofort informiert werden.

Beim Auftreten von Durchfall dürfen keine Arzneimittel, welche die Peristaltik (Darmbewegung)

hemmen, eingenommen werden.

Ferner wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet: Leberschäden, Gelbsucht,

Blutbildveränderungen, Nervenentzündungen, Halluzinationen, Entzündung der Augenhaut.

Selten: Pilzinfektionen, Lichtempfindlichkeit, eingeschränkte Nierenfunktion bis zum

Nierenversagen, Entzündungen der Niere und der Bauchspeicheldrüse, Ausscheidung von

Harnkristallen, vermehrtes Harnlassen, Hirnhautentzündung, Störung der Bewegungsabläufe,

Muskelkrämpfe, Ohrensausen, Nerven-, Gelenk- und Muskelschmerzen.

Bei Aids-Patientinnen und -Patienten können die genannten Nebenwirkungen in verstärktem

Ausmasse auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren und darf nur bis zu dem

auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Die Tabletten sind nicht über 30 °C zu lagern.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle

(Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Bactrim enthalten?

Bactrim enthält die Wirkstoffe Trimethoprim (TM) und Sulfamethoxazol (SMZ).

Bactrim forte, Tabletten:

1 Bactrim forte, Tablette enthält 160 mg TM und 800 mg SMZ und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

Bactrim forte, Tabletten: 48306 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Bactrim? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Bactrim forte, Tabletten: Packungen zu 10, 20 und 50 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, 4153 Reinach.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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