Aurorix 300 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Aurorix 300 mg Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • moclobemidum 300 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Aurorix 300 mg Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Depressive Syndrome, soziale Phobie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 50085
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-03-1990
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Aurorix®

MEDA PHARMA

Was ist Aurorix und wann wird es angewendet?

Aurorix darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Aurorix enthält den Wirkstoff Moclobemid, der einen Anstieg der körpereigenen Stoffe

Noradrenalin, Dopamin und Serotonin verursacht. Diese Substanzen sind wichtige Überträgerstoffe

von Nervenimpulsen im Gehirn, und ihre erhöhten Konzentrationen haben stimmungsaufhellende

Wirkung.

Aurorix wirkt in ausgewogener Weise aufmunternd, belebend und aktivitätssteigernd. Zugleich

zeichnet sich Aurorix durch einen stimmungsaufhellenden, harmonisierenden Einfluss auf die

Gemütsverfassung aus. Das Konzentrationsvermögen wird gefördert, und die Schlafqualität bessert

sich. Zumeist tritt der Effekt von Aurorix schon innerhalb einer Woche ein. Die Aufmerksamkeit

wird in der Regel durch Aurorix nicht beeinträchtigt.

Aurorix wird zur Behandlung von Gemütsleiden verordnet. Gemütsleiden sind insbesondere

gekennzeichnet durch Antriebsmangel, Verstimmtheit, Interesselosigkeit, Gleichgültigkeit,

Lustlosigkeit, Schwermut, Trübsinn, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und/oder

Schlafstörungen.

Aurorix wird auch zur Behandlung der sogenannten sozialen Phobie (Angst vor anderen Menschen)

verschrieben.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wichtig ist, dass Sie und Ihre Familienangehörigen oder Betreuungspersonen während der Aurorix-

Behandlung jede Veränderung Ihrer Gemütslage mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen.

Wann darf Aurorix nicht angewendet werden?

Sie dürfen Aurorix nicht anwenden, wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe überempfindlich reagieren,

bei akuten Verwirrtheitszuständen oder während einer Therapie mit Arzneimitteln gegen die

Parkinsonkrankheit, welche Selegilin enthalten. Wenn Sie Arzneimittel gegen Schmerzen mit dem

Wirkstoff Pethidin erhalten, dürfen Sie Aurorix nicht einnehmen. Es kann ein sogenanntes

«Serotonin-Syndrom» mit Symptomen wie gesteigerte Erregbarkeit der Muskeleigenreflexe,

Muskelzuckungen, Zittern, Unruhe, Angst, Reizbarkeit bis zum Verwirrtheitszustand und zur

Bewusstlosigkeit, Fieber und Durchfall auftreten, wenn Aurorix zusammen mit anderen

Arzneimitteln mit serotoninerger Wirkung angewendet wird. Dazu gehören bestimmte Typen von

Arzneimitteln gegen Depression (z.B. mit den Wirkstoffen Clomipramin, Fluoxetin, Paroxetin,

Sertralin, Fluvoxamin, Citalopram oder Johanniskraut), gewisse Schmerzmittel (z.B. mit den

Wirkstoffen Tramadol oder Fentanyl), gewisse Arzneimittel gegen Migräne (sogenannte Triptane)

und andere Arzneimittel mit Wirkstoffen wie L-Tryptophan, Lithium, Linezolid.

Wann ist bei der Einnahme von Aurorix Vorsicht geboten?

Bei Kindern und Jugendlichen soll Aurorix nicht angewendet werden.

Unter der Behandlung mit Aurorix können sich die Symptome der Depression, insbesondere

suizidales Verhalten, verschlechtern.

Wenn Sie an Depressionen und/oder Angststörungen leiden, kann es manchmal zu Gedanken

kommen, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen. Wenn Sie schon einmal daran

gedacht haben, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen und wenn Sie ein junger

Erwachsener unter 25 Jahren sind, können Sie möglicherweise diese Gedanken unter der Behandlung

verstärkt entwickeln. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt an Selbstverletzung oder Suizid denken,

kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Bei Kindern und Jugendlichen mit Depressionen oder anderen psychiatrischen Diagnosen wurde

unter der Behandlung mit Antidepressiva über ein vermehrtes Auftreten von Verhaltensstörungen

inkl. erhöhtem Risiko von Suizidgedanken, Selbstverletzungen und vollendetem Suizid berichtet.

Ein Abbruch der Behandlung darf nicht plötzlich und nur in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen kommen kann.

Über Einzelfälle von allergischen Reaktionen wurde berichtet. Zu den möglichen Symptomen zählen

Juckreiz, Nesselfieber (Urtikaria), plötzlich auftretende Schwellungen (z.B. des Gesichts), Asthma,

Blutdruckabfall u.a. Falls eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, setzen Sie das Arzneimittel ab

und konsultieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Aufgrund des gelegentlichen Auftretens von Schwindel, Kopfschmerzen oder des sehr seltenen

Auftretens von Krampfanfällen kann Aurorix die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit, Werkzeuge und

Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden oder ein Arzneimittel einnehmen, welches die

Leberfunktion verändert, ist die tägliche Dosierung von Aurorix entsprechend der Schwere Ihres

Leberleidens um bis zu zwei Drittel zu reduzieren.

Wenn Sie einen zu hohen Blutdruck oder eine Krankheit der Schilddrüse haben oder wenn Sie an

einer Überfunktion der Nebennieren leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Während der Behandlung mit Aurorix sollten Sie den übermässigen Genuss von reifem und altem

Käse vermeiden. Dies gilt vor allem für Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Blutdruck.

Aurorix kann mit zahlreichen Arzneimitteln Wechselwirkungen eingehen (z.B. Benzodiazepine

[gewisse Beruhigungs- oder Schlafmittel], starke Beruhigungsmittel, andere Antidepressiva,

bestimmte Mittel gegen die Parkinsonkrankheit, Morphinderivate, gewisse Herz- und Asthmamittel,

Mittel gegen überhöhte Magensäuresekretion mit dem Wirkstoff Cimetidin, gewisse Arzneimittel

gegen Schnupfen oder Husten, Appetitzügler).

Andere Arzneimittel sollten Sie mit oder neben Aurorix nur mit dem Einverständnis Ihres Arztes

bzw. Ihrer Ärztin einnehmen, da gewisse Wechselwirkungen zu ernsthaften Nebenwirkungen führen

können.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Aurorix während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten.

Während der Schwangerschaft und auch während der Stillzeit sollte Aurorix nicht eingenommen

werden.

Wie verwenden Sie Aurorix?

Bei depressiven Syndromen

Soweit von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht anders verordnet, ist zu Beginn der Behandlung eine

Dosis von 300 mg ausreichend, die auf zwei bis drei Gaben pro Tag zu verteilen ist. Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin mag es für notwendig erachten, Ihre täglich einzunehmende Tablettenzahl zu erhöhen

oder zu reduzieren.

Bei höheren Dosen sollte die Einnahme auf drei Gaben pro Tag verteilt werden. Die Behandlung

sollte mindestens vier bis sechs Wochen dauern.

Bei sozialer Phobie (Angst vor anderen Menschen)

Soweit von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht anders verordnet, beträgt die Dosis 600 mg pro Tag,

verteilt auf zwei bis drei Gaben. Die Behandlung sollte mindestens vier Monate dauern.

Aurorix ist nach dem Essen mit einem halben Glas Wasser oder einer anderen alkoholfreien

Flüssigkeit einzunehmen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Die Gesamtdauer der Behandlung ist individuell sehr unterschiedlich und wird von Ihrem Arzt bzw.

Ihrer Ärztin bestimmt.

Welche Nebenwirkungen kann Aurorix haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Aurorix auftreten:

Gelegentlich: Schlafstörungen, Angstgefühle, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, trockener

Mund, Hautreaktionen wie Ausschlag, Juckreiz und Rötung, Nesselfieber (Urtikaria), Erhöhung der

Leberwerte.

Selten: Verwirrtheitszustände, Unruhe, Erregung, Reizbarkeit, Kribbeln, Schmerzen und Lähmungen

in den Armen und Beinen, Sehstörungen, Blutdruckveränderungen, Völlegefühl, Magenbrennen,

Durchfall, Verstopfung.

Sehr selten: Veränderungen des Blutbilds, allergische Reaktionen, Krampfanfälle, Leberentzündung,

Schwellung der Brust, allenfalls mit Milchsekretion, Serotoninsyndrom, welches folgende

Symptome umfassen kann: gesteigerte Erregbarkeit der Muskeleigenreflexe, Muskelzuckungen,

Zittern, Unruhe, Angst, Reizbarkeit bis zum Verwirrtheitszustand und zur Bewusstlosigkeit, Fieber

und Durchfall (siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von Aurorix Vorsicht geboten?»).

Unter Behandlung mit Arzneimitteln gegen Depressionen ist in einzelnen Fällen auch über

Suizidphantasien und suizidales Verhalten berichtet worden (siehe «Wann ist bei der Einnahme von

Aurorix Vorsicht geboten?»).

Besprechen Sie sich beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin. Bei unerwarteten Erscheinungen, die auf eine Überempfindlichkeit gegenüber Aurorix

schliessen lassen, sollten Sie Aurorix nicht mehr einnehmen und unverzüglich den Arzt bzw. die

Ärztin aufsuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Aurorix darf nicht über 30 °C gelagert werden und ist ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufzubewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Aurorix enthalten?

1 blassgelbe Filmtablette enthält als Wirkstoff 150 mg Moclobemid sowie Hilfsstoffe.

1 weisse Filmtablette enthält als Wirkstoff 300 mg Moclobemid sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50085 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Aurorix? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Filmtabletten (Bruchrille) zu 150 mg: 30, 100.

Filmtabletten (Bruchrille) zu 300 mg: 30, 60.

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

27-6-2018

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Arzneimittelstudien für neue, gezielte Therapieansätze: 300 Experten beraten in Bonn Chancen und Herausforderungen komplexer klinischer Studien.

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Pressemitteilung Nr. 13/17

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27-4-2018

EpiPen 300 mcg adrenaline auto-injector

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Medicine shortages

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13-6-2017

Annual report 2016 - Clinical trials of medicines

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LLast year, the Danish Medicines Agency received 286 clinical trial applications. This is a small decline compared to 2015. However, the number of clinical trial applications has remained stable at around 300 applications per year since 2013.

Danish Medicines Agency

6-4-2017

More batches of EpiPen® are withdrawn

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MEDA has decided to withdraw four more batches of EpiPen®. The withdrawal concerns two batches of EpiPen® 300 micrograms/dose and two batches of EpiPen® Jr 150 micrograms/dose. The latter is used for acute hypersensitivity reactions in children. The reason for the withdrawal is that there is a risk that the auto-injector does not work.

Danish Medicines Agency

17-3-2017

Withdrawal of a batch of EpiPen® 300 micrograms

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MEDA recalls a batch of the adrenaline product EpiPen® 300 micrograms/dose, which is used for sudden allergic reactions. There is a risk that the auto-injector does not work. The withdrawal concerns product number 578818 with batch number: 5FA665B and expiry date 03/2017.

Danish Medicines Agency

21-2-2017

Takeda Pharma A/S recalls batch of Pamol® in packs of 300 film-coated tablets

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Takeda Pharma A/S recalls a batch of Pamol® in packs of 300 film-coated tablets after the discovery of Ibumetin 600 mg containing ibuprofen in some packs. Both types of medicine are used for the treatment of mild pain, but they work in different ways and may cause different adverse reactions.

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