Augmentin i.v. 1

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Augmentin i.v. 1 1 g (1000/100) Paed., Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • 1 g (1000/100) Paed., Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung trocknen: amoxicillinum anhydricum 1 g amoxicillinum natricum, Säure clavulanicum 100 mg, kalii clavulanas für Glas.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Augmentin i.v. 1 1 g (1000/100) Paed., Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Infektionskrankheiten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 46452
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-12-1984
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Augmentin i.v.

GlaxoSmithKline AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Amoxicillinum anhydricum ut Amoxicillinum natricum.

Acidum clavulanicum ut Kalii clavulanas.

Hilfsstoffe

Keine.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung.

Amoxicillinum ut A.

natricum

Acidum clavulanicum ut

Kalii clavulanas

Verhältnis

Amoxicillin/Clavul

ansäure

Augmentin i.v. 550 mg

(500/50) Paed.

Injektion/Infusion

500 mg

50 mg

10:1

Augmentin i.v. 1,1 g

(1000/100) Paed.

Injektion/Infusion

100 mg

10:1

Augmentin i.v. 1,2 g

(1000/200) Adult

Injektion/Infusion

200 mg

Augmentin i.v. 2,2 g

(2000/200) Adult Infusion

200 mg

10:1

Natrium- und Kalium-Gehalt:

550 mg

(500/50)

1,1 g

(1000/100)

1,2 g

(1000/200)

2,2 g

(2000/200)

Na+ (mVal)

K+ (mVal)

0,25

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Augmentin soll in Übereinstimmung mit den offiziellen, lokalen Anwendungsempfehlungen für

Antibiotika und unter Berücksichtigung der lokalen Empfindlichkeitsdaten eingesetzt werden.

Augmentin ist indiziert bei grampositiven und gramnegativen bakteriellen Infektionen mit

Augmentin-empfindlichen Erregern (speziell Keime, die aufgrund ihrer β-Laktamase-Bildung gegen

Amoxicillin resistent sind, vgl. «Eigenschaften/Wirkungen»):

ORL-Infektionen: Tonsillitis, Sinusitis, Mastoiditis, hauptsächlich verursacht durch Streptococcus

pneumoniae, Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis und Streptococcus pyogenes.

Infektionen der unteren Atemwege: Akute Bronchitis mit bakterieller Superinfektion und akute

Exazerbation der chronischen Bronchitis, bakterielle Pneumonie, Lungenabszess, Empyem,

hauptsächlich verursacht durch Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae und Moraxella

catarrhalis.

Harnwegsinfektionen: Akute und chronische Pyelonephritis, Zystitis, Urethritis, u.a. verursacht

durch Escherichia coli.

Gastrointestinale Infektionen: Typhus abdominalis, Paratyphus, Shigellose (Bazillenruhr).

Venerische Erkrankungen: Gonorrhoe (spezifische Urethritis).

Haut- und Weichteilinfektionen: Hauptsächlich verursacht durch Staphylococcus aureus und

Streptococcus pyogenes.

Gynäkologische Infektionen: Salpingitis, Adnexitis, Endometritis.

Osteoartikuläre Infektionen: v.a. Osteomyelitis, hauptsächlich verursacht durch Staphylococcus

aureus.

Sepsis.

Peritonitis.

Endokarditis.

Postoperative Infektionen.

Infektionsprophylaxe in der Abdominalchirurgie.

Die Empfindlichkeit der Erreger gegenüber Augmentin kann geographisch unterschiedlich sein und

kann sich mit der Zeit verändern. Lokale Empfindlichkeitsdaten sollen daher berücksichtigt und, falls

notwendig, sollten Empfindlichkeitstests durchgeführt werden.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung ist abhängig von Alter, Körpergewicht und Nierenfunktion des Patienten, wie auch

vom Schweregrad der Infektion. Augmentin sollte nicht häufiger als alle 4 Stunden verabreicht

werden. Parenteral begonnene Therapien können mit oralen Formen von Augmentin fortgesetzt

werden.

Übliche Dosierung

Erwachsene und Kinder ab 40 kg

Mittelschwere Infektionen: 3–4× 1,2 g (1000/200) täglich als langsame intravenöse Injektion.

Schwere Infektionen: 3–4× 2,2 g (2000/200) täglich als Kurzinfusion (mind. 30 Minuten).

Falls erforderlich können Infusionen zu 2,2 g (2000/200) bis zu 6-mal täglich verabreicht werden.

Kinder von 3 Monaten bis ca. 12 Jahren (40 kg)

Beim Festlegen der Kinderdosierung sind das Körpergewicht und der Schweregrad der Infektion zu

berücksichtigen. Für die Behandlung von Kindern sind ausschliesslich die Kinderformen von

Augmentin (Durchstechflaschen zu 550 mg [500/50] und 1,1 g [1000/100]) zu verwenden.

Mittelschwere Infektionen: Bis zu 27,5 mg/kg (25 mg/kg Amoxicillin und 2,5 mg/kg Clavulansäure)

alle 6 Stunden als langsame intravenöse Injektion oder als Kurzinfusion von mindestens 30 Minuten.

Schwere Infektionen: Bis zu 55 mg/kg (50 mg/kg Amoxicillin und 5 mg/kg Clavulansäure) alle 6

Stunden als Kurzinfusion von mindestens 30 Minuten.

Neugeborene bis zu 3 Monaten

Bis zu 55 mg/kg (50 mg/kg Amoxicillin und 5 mg/kg Clavulansäure) alle 12 Stunden als

Kurzinfusion von mindestens 30 Minuten.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Infektionsprophylaxe in der Abdominalchirurgie

Bei Narkoseeinleitung eine Einzeldosis Augmentin verabreichen. Dosis bei Bedarf (lange

Operationsdauer, hohes Infektionsrisiko) wiederholen.

Niereninsuffizienz bei Erwachsenen

Bei Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) soll keine Infusion zu 2,2 g (2000/200)

verabreicht werden. Die Dosis ist wie folgt zu reduzieren:

Kreatinin-Clearance

(ml/min)

Initialdosis

Erhaltungsdosis

(mg)

10-30 ml/min

1,2 g

600 mg alle 12 Std.

Unter 10 ml/min

1,2 g

600 mg alle 24 Std.

Bei einer Kreatinin-Clearance über 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Niereninsuffizienz bei Kindern über 4 Wochen

Um genügende Clavulansäure-Spiegel zu erreichen, sollten bei niereninsuffizienten Kindern

Durchstechflaschen für Erwachsene zu 1,2 g verwendet werden (Verhältnis Amoxicillin zu

Clavulansäure 5:1).

Kreatinin-Clearance

Initialdosis

(Einzeldosis)

Erhaltungsdosis

10-30 ml/min

30 mg/kg

15 mg/kg alle 12 Std.

Unter 10 ml/min

30 mg/kg

15 mg/kg alle 24 Std.

Bei einer Kreatinin-Clearance über 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Niereninsuffizienz bei Kindern unter 4 Wochen

Da diese Patienten sehr verschiedenartige physiologische und pathologische Zustände aufweisen, ist

es nicht möglich, präzise Richtlinien für die Dosierung bei Niereninsuffizienz festzulegen.

Hämodialyse

Am Ende der Dialyse ist bei Erwachsenen eine zusätzliche Dosis von 600 mg (Hälfte einer Ampulle

zu 1000/200) und bei Kindern eine zusätzliche Dosis von 15 mg/kg zu verabreichen.

Kontraindikationen

Augmentin ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Penicilline,

Cephalosporine oder Clavulansäure, wie auch bei Patienten, die während einer früheren Augmentin-

Therapie einen Ikterus oder hepatische Dysfunktionen entwickelten.

Infektiöse Mononukleose, lymphatische Leukämie: Unter Amoxicillintherapie sind Patienten, die an

infektiöser Mononukleose oder lymphatischer Leukämie leiden, besonders zur Exanthembildung

prädisponiert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

·Bevor eine Therapie mit Augmentin begonnen wird, soll nachgefragt werden, ob bereits

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicilline, Clavulansäure, Cephalosporine oder andere

Allergene festgestellt worden sind.

·Bei Patienten unter Behandlung mit Penicillinen wurde über schwerwiegende und gelegentlich

tödlich verlaufende Überempfinglichkeitsreaktionen (einschliesslich anaphylaktoider und schwerer

kutaner unerwünschter Reaktionen) berichtet. Falls eine allergische Reaktion auftritt, sollte

Augmentin abgesetzt und eine geeignete andere Therapie eingeleitet werden.

·Notfallmassnahmen für den Fall von anaphylaktischen oder anaphylaktoiden Reaktionen sollten

vorbereitet sein. Diese Reaktionen erfordern die sofortige Injektion von Adrenalin (cave:

Herzrhythmusstörungen). Bei Bedarf kann die Adrenalingabe wiederholt werden. Danach i.v.

Applikation von Glukokortikoiden (z.B. 250-1000 mg Prednisolon). Die Glukokortikoidgabe kann

bei Bedarf wiederholt werden. Sauerstoff, intravenöse Steroide und Beatmung, einschliesslich einer

Intubation, können ebenfalls erforderlich sein. Bei Kindern ist die Dosierung der Präparate dem

Körpergewicht bzw. dem Alter entsprechend anzupassen. Weitere Therapiemassnahmen wie z.B.

intravenöse Gabe von Antihistaminika und Volumensubstitution sind zu erwägen. Eine sorgfältige

Überwachung des Patienten ist erforderlich, da die Symptome rezidivieren können.

·Bei Verabreichung von hohen Dosen muss bei Patienten unter natriumarmer Diät der Natriumgehalt

von Augmentin berücksichtigt werden.

·Bei eingeschränkter Nierenfunktion sind die Dosierungsintervalle entsprechend der

Funktionsstörung zu verlängern (siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen»).

·Bei einer Langzeitanwendung kann es zur Proliferation von nichtempfindlichen Keimen kommen.

In einem solchen Fall muss eine geeignete Abklärung und Therapie eingeleitet werden.

·Das Auftreten von Diarrhoe während oder nach der Behandlung mit Augmentin, besonders wenn

diese schwer, anhaltend und/oder blutig verläuft, kann ein Symptom für eine Infektion mit

Clostridium difficile sein. Die schwerste Verlaufsform ist die pseudomembranöse Kolitis. Sollte der

Verdacht auf eine derartige Komplikation bestehen, so ist die Behandlung mit Augmentin

unverzüglich abzubrechen und der Patient sollte eingehend untersucht werden, um allenfalls eine

spezifische Antibiotikatherapie (z.B. Metronidazol, Vancomycin) einzusetzen. Der Einsatz von

peristaltikhemmenden Mitteln ist in dieser klinischen Situation kontraindiziert.

·Während einer Langzeittherapie wird die periodische Überprüfung der renalen, hepatischen und

hämatopoietischen Funktion empfohlen.

·Bei Patienten unter Amoxicillin-Clavulanat und oralen Antikoagulantien wurde selten über eine

abnorme Verlängerung der Prothrombinzeit (erhöhte INR) berichtet. Werden gleichzeitig

Antikoagulantien verordnet, sollte deshalb eine angemessene Überwachung vorgenommen werden.

Um den gewünschten Grad der Antikoagulation aufrechtzuerhalten, muss die Dosis der oralen

Antikoagulantien möglicherweise angepasst werden.

·Bei Leberfunktionsstörungen soll Augmentin nur mit Vorsicht angewendet werden.

·Bei Patienten mit verminderter Urinausscheidung wurde sehr selten eine Kristallurie beobachtet, vor

allem bei parenteraler Behandlung. Als mögliche Folge des Auftretens einer Kristallbildung kann ein

akutes Nierenversagen auftreten. Bei Verabreichung hoher Amoxicillin-Dosen ist auf eine

ausreichende Flüssigkeitszufuhr und entsprechende Urinausscheidung zu achten, um die Möglichkeit

einer Amoxicillin-Kristallurie zu reduzieren. Bei hohen Konzentrationen im Urin kann Amoxicillin

bei Raumtemperatur im Blasenkatheter ausfällen. Deshalb sollte der normale Harnabfluss im

Katheter regelmässig kontrolliert werden.

·Selten ist über pseudomembranöse Colitis berichtet worden. Sollte diese Infektion auftreten, ist das

Arzneimittel abzusetzen und sofort eine geeignete Behandlung einzuleiten. Peristaltikhemmende

Präparate sind kontraindiziert.

·Die in Augmentin vorhandene Clavulansäure kann eine nicht-spezifische Bindung von IgG und

Albumin an die Oberfläche der Erythrozyten verursachen und dadurch zu einem falsch-positiven

Coombs-Test-Ergebnis führen.

Interaktionen

Probenecid hemmt die renale tubuläre Elimination von Amoxicillin, nicht aber der Clavulansäure.

Die gleichzeitige Anwendung mit Augmentin kann erhöhte und verlängerte Blutspiegel von

Amoxicillin ergeben. Von einer gleichzeitigen Anwendung ist abzuraten.

Orale Kontrazeptiva:

Während einer Behandlung mit Amoxicillin kann durch die Beeinträchtigung der Darmflora die

enterohepatische Zirkulation oraler Kontrazeptiva vermindert oder ganz eliminiert werden. Dadurch

wird die Wirksamkeit der Kontrazeptiva herabgesetzt.

Die gleichzeitige Anwendung von Allopurinol während der Behandlung mit Amoxicillin kann die

Wahrscheinlichkeit allergischer Hautreaktionen erhöhen. Über die Kombination von Augmentin mit

Allopurinol liegen keine Daten vor.

Weil Amoxicillin nur auf Bakterien in der Wachstumsphase wirkt, besteht eine Interaktion mit

bakteriostatischen Antibiotika.

Es existiert die Möglichkeit einer Interaktion mit Glykosiden (z.B. Digoxin), weil durch Antibiotika

eine Schädigung der Darmflora auftreten kann, die bei einigen Patienten zu einer erhöhten

Resorption der Glykoside führt.

Die in Augmentin vorhandene Clavulansäure kann eine nicht-spezifische Bindung von IgG und

Albumin an die Oberfläche der Erythrozyten verursachen und dadurch zu einem falsch-positiven

Coombs-Test-Ergebnis führen.

In der Literatur sind seltene Fälle einer erhöhten International Normalised Ratio (INR) bei Patienten

unter Acenocoumarol oder Warfarin beschrieben, denen eine Amoxicillin-Therapie verordnet wird.

Ist die gleichzeitige Verabreichung notwendig, sollte die Prothrombinzeit oder die International

Normalised Ratio beim Hinzufügen oder Absetzen von Amoxicillin sorgfältig überwacht werden.

Bei Patienten unter Mycophenolat-Mofetil wurde nach Einleitung einer Behandlung mit einer oralen

Amoxicillin-Clavulansäure-Kombination von einer Abnahme der Konzentration des aktiven

Metaboliten Mycophenolsäure vor der Gabe um ungefähr 50% berichtet. Die Änderung der

Konzentration vor Verabreichung spiegelt die Änderungen der MPA-Gesamtexposition

möglicherweise nicht korrekt wider.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Reproduktionsstudien bei Tieren (Mäuse und Ratten mit bis zu 10-mal höheren Dosen als beim

Menschen) mit oral und parenteral verabreichtem Augmentin zeigten keine teratogenen

Auswirkungen.

In einer Studie bei Frauen mit vorzeitigem Riss der fötalen Membran wurde berichtet, dass eine

prophylaktische Behandlung mit Augmentin mit einem erhöhten Risiko einer nekrotisierenden

Enterokolitis bei Neugeborenen verbunden sein kann (Inzidenz nachgewiesener nekrotisierender

Enterokolitiden bei Neugeborenen von 1,5% mit Augmentin Behandlung versus 0,5% ohne

Augmentin Behandlung).

Während der Schwangerschaft sollte Augmentin deshalb nicht angewendet werden, es sei denn, dies

sei eindeutig erforderlich.

Stillzeit

Da Augmentin in Spuren in die Muttermilch übergeht, besteht bei sensiblen Neugeborenen die

Möglichkeit einer Überempfindlichkeitsreaktion. Eine Beeinträchtigung der Darmflora von

Säuglingen ist theoretisch denkbar, wurde aber bisher in den empfohlenen Dosierungen nicht

festgestellt.

Während der Behandlung mit Augmentin sollte deshalb nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Gewisse, individuell unterschiedliche Arzneimittelreaktionen (vgl. «Unerwünschte Wirkungen»)

können die Konzentration und Reaktion des Patienten soweit beeinträchtigen, dass die

Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden kann.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeiten der sehr häufigen bis seltenen unerwünschten Wirkungen wurden dem

Datenmaterial klinischer Grossstudien entnommen. Die Häufigkeiten der verbleibenden

unerwünschten Reaktionen (d.h. mit einer Inzidenz <1/10'000) stammen vorwiegend aus den Daten

der Erfahrungsberichte (Post-Marketing Reports) und beziehen sich daher auf die Meldehäufigkeit

und nicht auf die tatsächliche Häufigkeit des Auftretens.

Zur Klassifikation der Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen wurden die folgenden Definitionen

verwendet:

sehr häufig ≥1/10

häufig <1/10, ≥1/100

gelegentlich <1/100, ≥1/1000

selten <1/1'000, ≥1/10'000

sehr selten <1/10'000.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Mukokutane Candidiosis.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Reversible Leukopenie (einschliesslich schwere Neutropenie) und Thrombozytopenie.

Sehr selten: Reversible Agranulozytose und hämolytische Anämie. Verlängerung der Blutungsdauer

und Prothrombinzeit (Quick-Wert) (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und

«Interaktionen»).

Erfahrungsberichte (Post-Marketing-Data)

Selten: Thrombozytose.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Angioneurotisches Ödem, anaphylaktische Reaktion, Serumkrankheit-ähnliches

Syndrom, Hypersensitivitätsvaskulitis.

Der anaphylaktische Schock erfordert die sofortige Injektion von Adrenalin (vgl. «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»).

Datenmaterial aus klinischen Studien

Häufig: Reversible Eosinophilie (Überempfindlichkeitsreaktion).

Erfahrungsberichte (Post-Marketing-Data)

Sehr selten: Anaphylaktische Reaktionen (mit Symptomen wie Urtikaria, juckendem Erythem,

angioneurotischem Ödem, Abdominalschmerzen, Erbrechen u.a. abdominale Zeichen, Dyspnoe bei

Bronchospasmus oder Larynxoedem, Kreislaufsymptome wie Blutdruckabfall bis hin zum

anaphylaktischen Schock).

Eine Herxheimerreaktion ist bei der Therapie von Thyphus möglich. Beim Auftreten einer

Überempfindlichkeitsreaktion muss die Behandlung unverzüglich abgebrochen werden (siehe auch

«Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes»).

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen.

Sehr selten: Reversible Hyperaktivität und klonische Krämpfe. Klonische Krämpfe können bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Patienten, die hohe Dosen erhalten, auftreten.

Erfahrungsberichte (Post-Marketing-Data)

Sehr selten: reversible Hyperaktivität, Erregung, Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrung,

Verhaltensänderung, Benommenheit, Dysästhesie.

Gefässerkrankungen

Selten: Thrombophlebitis an der Injektionsstelle.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Sehr häufig: Durchfall.

Häufig: Nausea, Erbrechen, Verdauungsstörungen.

Sehr selten: Durch Antibiotika hervorgerufene Kolitis (einschliesslich pseudomembranöse Kolitis

und hämorrhagische Kolitis, vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») treten nach

parenteraler Verabreichung mit geringerer Wahrscheinlichkeit auf.

Eine Kohortenstudie mit 576 neunjährigen Kindern ergab, dass die Verabreichung von Amoxicillin

im Alter von 0 – 9 Monaten das Risiko für Fluorosis der definitiven maxillären Schneidezähne

signifikant erhöht. Die Fluorosis kann sich als weisse Streifung, kosmetisch störende Verfärbung,

Schmelzeindellungen und sogar als Zahndeformation manifestieren.

Leber und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Ein mässiger Anstieg des AST- und/oder ALT-Spiegels wurde bei Patienten

festgestellt, die mit Antibiotika vom Betalaktam-Typ behandelt wurden. Vorübergehender Anstieg

von Laktat-Dehydrogenasen und alkalischen Phosphatasen.

Sehr selten: Hepatitis und cholestatischer Ikterus.

Die Berichte über Ereignisse im Bereich der Leber beziehen sich vorwiegend auf Männer und

Patienten im fortgeschrittenen Alter (≥65 Jahren) und können bei einer längeren Behandlungsdauer

auftreten. Bei Kindern wurde äusserst selten über solche Nebenwirkungen berichtet. Die Inzidenzen

dieser Nebenwirkungen unter Augmentin sind ca. 5× höher als unter Amoxicillin alleine.

Die Anzeichen und Symptome treten üblicherweise während oder kurz nach der Behandlung auf,

können in Einzelfällen aber auch erst einige Wochen nach Ende der Behandlung festzustellen sein

und sind üblicherweise reversibel. Ereignisse im Bereich der Leber können schwerwiegend sein und

unter äusserst seltenen Umständen sogar zu Todesfällen führen. Diese Fälle traten jedoch fast

ausschliesslich bei Patienten mit einer schwerwiegenden Grunderkrankung oder bei gleichzeitiger

Einnahme von Medikamenten mit einem bekannten Nebenwirkungspotenzial im Bereich der Leber

auf.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautausschlag (in Form von makulopapulösen oder morbilliformen Exanthemen) und

Hautrötungen, Pruritus, Urtikaria.

Selten: Erythema multiforme.

Sehr selten: Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, bullös- exfoliative

Dermatitis, akute generalisierte exanthematische Pustulosis (AGEP) und Arzneimittelexanthem mit

Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS).

Bei Auftreten einer Dermatitis als Überempfindlichkeitsreaktion sollte die Behandlung eingestellt

werden.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: Interstitielle Nephritis, Kristallurie.

Nierenfunktionsstörungen mit Erhöhung der BUN- und Kreatininkonzentration im Serum.

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung können gastrointestinale Symptome und eine Störung des Flüssigkeits-

und Elektrolythaushalts auftreten. Sie können symptomatisch behandelt werden, unter besonderer

Beachtung des Wasser- und Elektrolytgleichgewichts. Augmentin kann mittels Hämodialyse aus dem

Kreislauf entfernt werden.

Bei starker Überdosierung von Amoxicillin entstehen, vor allem nach parenteraler Gabe, sehr hohe

Harnspiegel.

Es wurde über Amoxicillin-Kristallurie und begleitende akute Nierenversagen berichtet (vgl.

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J01CR02

Wirkungsmechanismus

Augmentin ist ein bakterizides Antibiotikum. Amoxicillin ist ein halbsynthetisches Aminopenicillin

aus der Gruppe der β-Laktamantibiotika und besitzt eine bakterizide Aktivität gegen grampositive

und gramnegative Keime. Die bakterizide Wirkung von Amoxicillin beruht auf der Hemmung der

bakteriellen Zellwandsynthese durch Blockierung der Transpeptidasen. Amoxicillin ist säurestabil,

jedoch empfindlich gegen Penicillinasen.

Clavulansäure ist ein β-Laktam, das eine geringgradige antibakterielle Wirkung gegen einige

Keimstämme besitzt. Die Hauptwirkung von Clavulansäure liegt in ihrer enzymhemmenden

Aktivität gegen viele Arten von β-Laktamasen.

Clavulansäure besitzt eine hohe Aktivität gegen klinisch relevante Plasmid-vermittelte β-

Laktamasen, welche häufig für die übertragene Antibiotikaresistenz verantwortlich sind, ist im

Allgemeinen aber weniger wirksam gegen die chromosomal vermittelten Type-1 β-Laktamasen.

Diese Hemmung schützt Amoxicillin vor der Zerstörung durch β-Laktamasen und erlaubt dadurch

dem Amoxicillin, seine antibiotische Wirkung voll zu entfalten. Durch die Kombination von

Amoxicillin und Clavulansäure im Präparat Augmentin werden viele Keime empfindlich, die wegen

ihrer β-Laktamase-Bildung gegen Amoxicillin resistent wären. Diese synergistische Wirkung zeigt

sich bei Clavulansäure-Konzentrationen, welche im Körper nach parenteraler oder oraler

Verabreichung erreicht werden.

Wirkungsspektrum:

In vitro-Empfindlichkeit der Erreger

In der nachfolgenden Liste sind die Keime entsprechend ihrer In-vitro-Empfindlichkeit gegenüber

Augmentin kategorisiert.

* Klinische Wirksamkeit gegenüber Augmentin wurde in klinischen Studien belegt.

+ Keime, welche keine β-Laktamasen produzieren. Falls ein Isolat gegenüber Amoxicillin

empfindlich ist, kann es als empfindlich gegenüber Augmentin betrachtet werden.

Üblicherweise empfindliche Keime:

Grampositive Aerobier:

·Bacillius anthracis

·Enterococcus faecalis

·Gardnerella vaginalis

·Listeria monocytogenes

·Nocardia asteroides

·Streptococcus pneumoniae*+

·Streptococcus pyogenes*+

·Streptococcus agalactiae*+

·Streptococcus viridans+

·Streptococcus spp. (andere β-hämolysierende Streptokokken)*+

·Staphylococcus aureus (Methicillin-empfindlich)*

·Staphylococcus saprophyticus (Methicillin-empfindlich)

·Coagulase-negative Staphylokokken (Methicillin-empfindlich)

Gramnegative Aerobier:

·Bordetella pertussis

·Haemophilus influenzae*

·Haemophilus parainfluenzae

·Helicobacter pylori

·Moraxella catarrhalis*

·Neisseria gonorrhoeae

·Pasteurella multocida

·Vibrio cholerae

Andere:

·Borrelia burgdorferi

·Leptospira ictterohaemorrhagiae

·Treponema pallidum

Grampositive-Anaerobier:

·Clostridium spp.

·Peptococcus niger

·Peptostreptococcus magnus

·Peptostreptococcus micros

·Peptostreptococcus spp.

Gramnegative Anaerobier:

·Bacteroides fragilis

·Bacteroides spp.

·Capnocytophaga spp.

·Eikenella corrodens

·Fusobacterium nucleatum

·Fusobacterium spp.

·Porphyromonas spp

·Prevotella spp.

Keime, bei denen eine erworbene Resistenz ein Problem darstellen kann:

Gramnegative Aerobier:

·Escherichia coli*

·Klebsiella oxytoca

·Klebsiella pneumoniae*

·Klebsiella spp.

·Proteus mirabilis

·Proteus vulgaris

·Proteus spp.

·Salmonella spp.

·Shigella spp.

Grampositive Aerobier:

·Corynebacterium spp.

·Enterococcus faecium

Inhärent resistente Keime:

Gramnegative Aerobier:

·Acinetobacter spp.

·Citrobacter freundii

·Enterobacter spp.

·Hafnia alvei

·Legionella pneumophila

·Morganella morganii

·Providencia spp.

·Pseudomonas spp.

·Serratia spp.

·Stenotrophomas maltophilia

·Yersinia enterocolitica

Andere:

·Chlamydia pneumoniae

·Chlamydia psittaci

·Chlamydia spp.

·Coxiella burnetti

·Mycoplasma spp.

Pharmakokinetik

Absorption

Beide Wirkstoffe von Augmentin - das Amoxicillin und die Clavulansäure - sind nicht lipophil.

Beide Substanzen liegen bei physiologischem pH-Wert in weitgehend dissoziierter Form vor.

Serumspiegel

Nach intravenöser Verabreichung an gesunde, erwachsene Probanden wurden folgende

durchschnittliche Serumkonzentrationen von Amoxicillin und Clavulansäure ermittelt:

Durchstechflaschen zu 1,2 g

(1000/200)*

Mittlere Serumkonzentrationen (mg/l)

(Zeit)

Im Urin gefundene

Menge

(in % der Dosis)

5 min

1,5 h 2 h 4 h 6 h

0-6 h

Amoxicillin

99,7

42,5

21,1

11,6 7,0 1,6 0,5

77,3%

Clavulansäure

27,1

14,5

3,4 0,9 0,32 63%

Durchstechflaschen zu 2,2 g

(2000/200)**

Mittlere Serumkonzentrationen (mg/l)

(Zeit)

Im Urin gefundene

Menge

(in % der Dosis)

30 min

1,5 h 2 h

4 h 6 h 0-6 h

Amoxicillin

108,3

67,3

50,2 24,7 16,3 3,3 1,2 74,7%

Clavulansäure

13,9

10,5

0,7 0,2 51,4%

* Intravenöse Injektion

** Infusion während 30 Minuten

Distribution

Amoxicillin wird zu ca. 18%, Clavulansäure zu ca. 25% an Plasmaproteine gebunden. Die

Verteilungsvolumina betragen 22 Liter für Amoxicillin und 16 Liter für Clavulansäure.

Therapeutische Konzentrationen beider Wirkstoffe wurden in Abdominalgewebe, Gallenblase, Haut,

Fett- und Muskelgewebe und in den folgenden Körperflüssigkeiten gefunden: Synovial-, Peritoneal-

und Pleuralflüssigkeit, Galle, Sputum, Eiter.

Beide Wirkstoffe diffundieren durch die Plazentarschranke; Reproduktionsstudien am Tier zeigten

keine nachteiligen Wirkungen; beschränkte klinische Erfahrung liegt beim Menschen vor.

Die Konzentrationen von Amoxicillin in der Muttermilch sind gering. Spuren von Clavulansäure

wurden ebenfalls in der Muttermilch gefunden. Mit der Ausnahme des Risikos einer

Überempfindlichkeitsreaktion, die mit dieser Ausscheidung verbunden ist, sind keine schädlichen

Wirkungen für den Säugling bekannt.

Tierversuche haben keinerlei Hinweise auf eine Anreicherung von Amoxicillin oder Clavulansäure

in den inneren Organen erbracht.

Metabolismus

Amoxicillin wird zu 10–25% in die entsprechende inaktive Penicilloinsäure, die renal ausgeschieden

wird, metabolisiert. Clavulansäure wird zu 35–60% in inaktive Metaboliten umgewandelt.

Elimination

Beim Menschen werden Amoxicillin und Clavulansäure hauptsächlich über die Nieren

ausgeschieden. Während den ersten 6 Stunden nach Verabreichung des Inhalts einer

Durchstechflasche zu 1,2 oder 2,2 g an gesunde Freiwillige wurden ca. 70% des verabreichten

Amoxicillins und 50% der Clavulansäure in unveränderter Form im Urin ausgeschieden.

Die Eliminations-Halbwertszeiten von Amoxicillin und Clavulansäure betragen bei normaler

Nierenfunktion je ca. 1 bis 1½ Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Niereninsuffizienz verzögert sich die renale Elimination beider Wirkstoffe; die Dosis muss

entsprechend angepasst werden. Plasmakonzentrationen beider Wirkstoffe werden durch

Hämodialyse stark gesenkt.

Präklinische Daten

Die Verabreichung von Amoxicillin und Clavulanat in Kombination (2:1) oder Clavulanat allein

zeigte weder bei Ratten noch bei Mäusen eine Wirkung in der F0-Generation bezüglich des

Paarungsverhaltens, der Fruchtbarkeit, der Trächtigkeit (einschliesslich embryonale und fötale

Entwicklung) oder des Geburtsvorgangs. Ausserdem wurden keine nachteiligen Effekte auf die

embryonale-fötale Entwicklung und keine negative Beeinträchtigung der Lebensfähigkeit, des

Wachstums, der Entwicklung, des Verhaltens oder der reproduktiven Funktion der F1-

Nachkommenschaft festgestellt.

Kalium-Clavulanat wurde bei alleiniger Gabe und in Kombination mit Amoxicillin (1:2 oder 1:4) in

einer umfangreichen Reihe von Gentoxizitätstests unter In-vitro- und In-vivo-Bedingungen geprüft,

mit denen sehr unterschiedliche Endpunkte erfasst werden konnten. Die dabei erhaltenen Ergebnisse

führen zu der Schlussfolgerung, dass die Verabreichung von Amoxicillin oder Clavulanat keine

gentoxischen Gefahren in sich birgt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Augmentin sollte nicht mit Blutprodukten, anderen proteinartigen Flüssigkeiten wie Protein-

Hydrolysaten oder mit i.v. Fettemulsionen gemischt werden.

Glucose-, dextran-, oder bicarbonathaltige Lösungen dürfen nicht zur Rekonstitution von Augmentin

verwendet werden.

Augmentin sollte nicht mit Lösungen gemischt werden, deren physikalische und chemische

Kompatibilität nicht nachgewiesen ist.

Augmentin sollte wegen einer Verminderung der Wirksamkeit des Aminoglykosides nicht mit

Aminoglykosiden in der gleichen Infusionsflüssigkeit zusammengegeben werden. Es wird eine

getrennte parenterale Verabreichung empfohlen.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

·Möglicherweise verfälschte Ergebnisse der Oestriolbestimmung bei Schwangeren.

·Durch die hohe Konzentration von Amoxicillin im Urin kann die Glucose-Bestimmung mit

chemischen Methoden (Benedict- oder Fehling-Lösung sowie mit Clinitest) beeinflusst werden

(falsch positive Resultate). Deshalb wird empfohlen, die Glucose-Bestimmung mit enzymatischen

(Glucose-Oxidase) Methoden (Dextrostix, Diastix oder Clinistix) durchzuführen.

·Der direkte Coombs-Test kann positiv ausfallen, ohne dass jedoch eine Hämolyse auftritt. Bei der

Aminosäure-Chromatographie des Urins können Amoxicillin oder seine Abbauprodukte Ninhydrin-

positive Flecken ergeben.

·Mögliche Interferenzen bei den Urin- und Serum-Gesamteiweissbestimmungen mittels Farbreaktion

(Ninhydrin-Reaktion nach Ehrlich).

·Mögliche falsch positive Farbreaktion bei den Glykosuriebestimmungen.

·Falsch erhöhte Serum-Harnsäurekonzentrationen können sich ergeben, wenn die Kupfer-Chelat-

Methode verwendet wird. Die Wolframphosphat- und Urikase-Methode zur Harnsäurebestimmung

werden durch Amoxicillin nicht beeinflusst.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

An einem trockenen Ort in der Originalverpackung und bei Raumtemperatur (15-25 °C)

aufbewahren. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Zubereitung der i.v.-Injektionslösung und Stabilität

Rekonstitution der Lösung

Durchstechflasche

Verdünnungsmittel

(ml)

Endvolumen

(ml)

500/50 mg

10,5

1000/100 mg

20,9

1000/200 mg

20,9

2000/200 mg

Nicht geeignet zur

Bolusinjektion, 20 ml

Als Verdünnungsmittel wird Wasser für Injektionszwecke verwendet. Bei der Rekonstitution kann es

zu einer vorübergehenden Pinkfärbung der Lösung kommen, was aber nicht zwingend der Fall sein

muss. Die rekonstituierte Lösung ist farblos oder gelb.

Augmentin i.v. sollte innerhalb von 20 Minuten nach der Rekonstitution verabreicht werden.

Zubereitung der i.v.-Infusionslösung und Stabilität

Die rekonstituierte Lösung von 500/50 mg (Zubereitung siehe oben) unverzüglich zu 50 ml

Infusionsflüssigkeit und diejenigen von 1000/100 mg, 1000/200 mg und 2000/200 mg zu 100 ml

Infusionsflüssigkeit hinzugeben (z.B. mithilfe eines kleinvolumigen Infusionsbeutels oder einer In-

line Bürette).

Intravenöse Infusionen von Amoxicillin-Clavulanat können mit einer Reihe verschiedener i.v.-

Flüssigkeiten verabreicht werden. Zufriedenstellende antibiotische Konzentrationen bleiben bei

Raumtemperatur (25 °C) in den folgenden Infusionsflüssigkeiten aufrechterhalten:

·Wasser für Injektionszwecke

·Natriumchlorid zur intravenösen Infusion (0,9% w/v)

·Natriumlactat M/6 zur Infusion

·Ringerlösung zur Infusion

·Ringer-Lactat- bzw. Hartmann Lösung zur Infusion.

Die Infusion sollte innerhalb von 1 Stunde nach der Rekonstitution abgeschlossen sein.

Amoxicillin-Clavulanat ist nicht stabil in Infusionslösungen, die Glucose, Dextran oder Bicarbonat

enthalten. Jedoch können rekonstituierte Lösungen von Augmentin i.v. über einen Zeitraum von 3

bis 4 Minuten in das Infusionssystem («drip tubing») injiziert werden.

Jegliche übrig bleibende antibiotische Lösung ist zu verwerfen.

Augmentin i.v. Durchstechflaschen dürfen nicht für Mehrfachentnahme verwendet werden.

Zulassungsnummer

46452 (Swissmedic).

Packungen

Augmentin Paed.

Augmentin i.v. 550 mg (500/50) Paed zur Injektion/Infusion: 10 Durchstechflaschen A

Augmentin i.v. 1,1 g (1000/100) Paed zur Injektion/Infusion: 5 oder 10 Durchstechflaschen A

Augmentin Adult

Augmentin i.v. 1,2 g (1000/200) Adult zur Injektion/Infusion: 5 oder 10 Durchstechflaschen A

Augmentin i.v. 2,2 g (2000/200) Adult zur Infusion: 5 oder 10 Durchstechflaschen A

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.

Stand der Information

Januar 2018.

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