Atenolol Genericon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Atenolol Genericon 100 mg Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Atenolol Genericon 100 mg Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Atenolol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-19000
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-06-1990
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Atenolol Genericon 50 mg Filmtabletten

Atenolol Genericon 100 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Atenolol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Atenolol Genericon und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Atenolol Genericon beachten?

Wie ist Atenolol Genericon einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Atenolol Genericon aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Atenolol Genericon und wofür wird es angewendet?

Atenolol, der Wirkstoff von Atenolol Genericon, hat eine blockierende Wirkung vorwiegend auf

bestimmte Rezeptoren des Herzens (herzspezifischer Betablocker) und wirkt stressabschirmend auf

das Herz. Die Herzarbeit nimmt ab, und es sinken in der Folge der Sauerstoffverbrauch des Herzens

und der Blutdruck.

Atenolol Genericon wird angewendet bei:

Bluthochdruck (Hypertonie)

Belastungsabhängigen Brustschmerzen infolge von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße

(chronisch stabile Angina pectoris)

Bestimmten Herzrhythmusstörungen (tachykarde Herzrhythmusstörungen)

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Atenolol Genericon beachten?

Atenolol Genericon darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Atenolol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind,

bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block 2. und 3. Grades, Sick-Sinussyndrom),

wenn Sie einen verlangsamten Herzschlag haben (Bradykardie),

wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben,

bei nicht ausreichend behandelter Herzmuskelschwäche,

bei Herz-Kreislauf-Schock,

wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes haben (metabolische Azidose),

wenn Sie unter schweren Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen leiden,

bei schweren Atemwegserkrankungen mit bronchospastischer Komponente (mit Atemnot und

Verengung/Verkrampfung der Atemwege einhergehend), wie z.B. schweres Asthma,

wenn Sie gleichzeitig bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer) einnehmen

(Ausnahme: MAO-B-Hemmer), bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln zur

Blutdrucksenkung oder zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Kalziumkanalblocker mit

negativ inotroper Wirkung, z.B. Verapamil oder Diltiazem,

wenn Sie einen unbehandelten hormonproduzierenden Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom)

haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Atenolol Genericon einnehmen:

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Atenolol Genericon ist erforderlich,

wenn Sie eine Herzmuskelschwäche haben. Diese muss vor der Einnahme von Atenolol Genericon

ausreichend behandelt sein.

wenn Sie an einer bestimmten Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (Prinzmetal-Angina)

leiden.

wenn Sie leichtere Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen haben, da diese verschlimmert werden

können. Bei schweren Durchblutungsstörungen dürfen Sie Atenolol Genericon nicht einnehmen.

wenn Sie eine verzögerte Erregungsleitung im Herzen haben (AV-Block 1. Grades).

wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus). Die Anzeichen einer Unterzuckerung (z.B.

schneller Herzschlag, Zittern, Schwitzen) können durch Atenolol Genericon gedämpft werden. Ihr

Arzt sollte Ihre Blutzuckerwerte in kürzeren Abständen überwachen.

wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) haben. Atenolol Genericon kann die

Beschwerden verschleiern.

wenn Sie einen hormonproduzierenden Tumor der Nebenniere haben (Phäochromozytom). Der

Tumor muss vorher behandelt werden (mit Alpha-Rezeptorblockern).

wenn Sie schon einmal eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie) hatten oder gegen

eine bestehende Überempfindlichkeit behandelt werden (Hyposensibilisierungstherapie). Atenolol

Genericon kann sowohl die Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden Stoffen (Allergenen)

als auch die Schwere allergischer Reaktionen erhöhen.

wenn Sie an einer Atemwegserkrankung, die mit Atemnot und Verengung/Verkrampfung der

Atemwege einhergeht (bronchospastische Atemwegserkrankung, z.B. Asthma) leiden, da diese

verschlechtert werden kann. Wenn Sie an einer schweren Form leiden, dürfen Sie Atenolol

Genericon nicht einnehmen. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn sich Ihre Lungenerkrankung

verschlechtert.

wenn Sie an Schuppenflechte (Psoriasis) leiden, da diese verschlimmert werden kann.

wenn Sie operiert werden und ein Narkosemittel bekommen sollen. Bitte teilen Sie Ihrem Arzt oder

Zahnarzt mit, dass Sie Atenolol einnehmen.

wenn Sie gleichzeitig Clonidin, ein Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck, einnehmen. Bei

Beendigung der Behandlung muss zuerst Atenolol Genericon und dann Clonidin ausschleichend

abgesetzt werden.

Wenn Ihre Herzfrequenz zu stark absinkt, kann Ihr Arzt die Dosis verringern.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Aus

diesem Grund wird die Anwendung nicht empfohlen.

Einnahme von Atenolol Genericon zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Folgende Arzneimittel dürfen Sie nicht gleichzeitig mit Atenolol Genericon einnehmen:

Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer) (Ausnahme: MAO-B-Hemmer). Es

kann zu verstärktem Blutdruckabfall kommen oder eine Bluthochdruckkrise ausgelöst werden.

Bestimmte Arzneimittel zur Blutdrucksenkung oder zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

(Kalziumkanalblocker mit negativ inotroper Wirkung, z.B. Verapamil oder Diltiazem). Die

gleichzeitige Anwendung kann zu verstärktem Blutdruckabfall, stark verlangsamtem Herzschlag,

Herzrhythmusstörungen und Herzversagen führen. Weder Betablocker noch Kalziumkanalblocker

dürfen innerhalb von 48 Stunden nach Absetzen des anderen Wirkstoffes verabreicht werden.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Atenolol Genericon bis hin zum erhöhten

Nebenwirkungsrisiko verstärken:

Bestimmte Arzneimittel gegen erhöhten Blutdruck oder zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen oder Herzleistungsschwäche (Dihydropyridine [z.B. Nifedipin],

Digitalisglykoside, Klasse I Antiarrhythmika [z.B. Disopyramid], Amiodaron, Guanethidin,

Reserpin, Alpha-Methyldopa und Guanfacin)

Andere Betablocker, z.B. in Augentropfen zur Behandlung von grünem Star (Glaukom) (topische

Betablocker)

Narkosemittel (Anästhetika). Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, teilen Sie Ihrem Arzt oder

Zahnarzt mit, dass Sie Atenolol einnehmen.

Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen, Schlaf- und Beruhigungsmittel (Hypnotika,

Tranquilizer, tri-/tetrazyklische Antidepressiva, Neuroleptika, Narkotika)

Baclofen (Arzneimittel zur Muskelentspannung)

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Atenolol Genericon abschwächen:

Blutdrucksteigernde Arzneimittel (Sympathomimetika, z.B. Adrenalin). Die Wirkung von

Adrenalin bei der Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen kann beeinträchtigt werden.

Arzneimittel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen mit Verengung/Verkrampfung der

Atemwege, z.B. Asthma und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) (Beta-2-

Sympathomimetika)

Ampicillin (Antibiotikum)

Bestimmte entzündungshemmende Arzneimittel (Prostaglandinsynthese-Hemmer, z.B. Ibuprofen,

Indomethacin)

Arzneimittel, die die Wirkung von Atenolol Genericon beeinflussen können oder deren Wirkung

durch Atenolol Genericon beeinflusst werden kann:

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (Insulin und blutzuckersenkende Arzneimittel zum

Einnehmen): Atenolol Genericon kann die blutzuckersenkende Wirkung verstärken und die

Anzeichen einer Unterzuckerung (schneller Herzschlag, Schwitzen, Zittern) verschleiern. Lassen

Sie Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren.

Jodhältige Kontrastmittel (werden bei bildgebenden Untersuchungen angewendet): Atenolol kann

die ausgleichenden Reaktionen des Herz-Kreislaufsystems auf einen möglicherweise durch

jodhältige Kontrastmittel ausgelösten Blutdruckabfall oder Schock blockieren.

Wenn bei Ihnen eine gleichzeitige Behandlung mit Clonidin (ein Mittel zur Behandlung von

Bluthochdruck) beendet werden soll, und Sie Clonidin plötzlich absetzen, kann Ihr Blutdruck sehr

stark ansteigen. Sie sollten Clonidin erst absetzen, wenn Sie einige Tage zuvor die Behandlung mit

Atenolol Genericon beendet haben. Bei einer Umstellung von Clonidin auf Atenolol sollte der Beginn

der Behandlung mit Atenolol Genericon erst einige Tage nach der letzten Verabreichung von Clonidin

erfolgen.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme von Atenolol Genericon zusammen mit Alkohol

Der Konsum von Alkohol während der Behandlung mit Atenolol Genericon kann zu einer

Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung führen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft:

Atenolol Genericon darf in der Schwangerschaft nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses angewendet werden.

Stillzeit:

Eine Anwendung in der Stillzeit wird nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Falls bei Ihnen Schwindel oder Müdigkeit auftreten, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen, sollten

Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen benutzen.

Die Anwendung dieses Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

3.

Wie ist Atenolol Genericon einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bluthochdruck (Hypertonie):

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 25 mg pro Tag. Die empfohlene Erhaltungsdosis beträgt 50 mg

bis 100 mg einmal täglich.

Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (chronisch stabile Angina pectoris):

Die empfohlene Dosis beträgt 50 mg bis 100 mg pro Tag. Die Dosis von 100 mg täglich kann in zwei

Einzeldosen aufgeteilt werden.

Bestimmte Herzrhythmusstörungen (tachykarde Herzrhythmusstörungen):

Die empfohlene Dosis beträgt 50 mg bis 100 mg einmal täglich.

Ältere Patienten (ab 65 Jahren):

Ihr Arzt wird unter Umständen die Dosis verringern, insbesondere wenn Ihre Nierenfunktion

eingeschränkt ist.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt in Abhängigkeit vom Schweregrad die Dosis

entsprechend anpassen. Dialysepatienten kann Atenolol nach jeder Dialyse unter ärztlicher Kontrolle

gegeben werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Aus

diesem Grund wird die Anwendung nicht empfohlen.

Art der Anwendung:

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit vor den Mahlzeiten ein.

Atenolol Genericon 50 mg Filmtabletten können in 4 gleiche Dosen geteilt werden.

Atenolol Genericon 100 mg Filmtabletten können in 2 gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Atenolol Genericon eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt oder ein Krankenhaus. Der Arzt kann entsprechend der

Schwere der Überdosierung bzw. der Art der Beschwerden über die erforderlichen Maßnahmen

entscheiden.

Nehmen Sie die Verpackung von Atenolol Genericon mit, damit der Arzt weiß, was Sie eingenommen

haben.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Beschwerden möglich:

Niedriger Blutdruck, langsamer Herzschlag bis zum Herzstillstand, akute Herzleistungsschwäche,

Herz-Kreislaufschock und Atemnot aufgrund Verengung/Verkrampfung der Atemwege.

Für den Arzt:

Hinweise zur Therapie bei Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Atenolol Genericon vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie das bemerken.

Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus

und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Atenolol Genericon abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Atenolol Genericon nicht plötzlich ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu

sprechen.

Die Beendigung der Behandlung sollte schrittweise und mit einer allmählichen Verringerung der

Dosis erfolgen.

Durch eine plötzliche Unterbrechung der Behandlung kann es zu Bluthochdruck, Engegefühl und

Druckschmerzen in der Brust und Herzrhythmusstörungen kommen, und es besteht das Risiko für

einen Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Einnahme beenden möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Verlangsamter Herzschlag

Kalte Hände und Füße

Magen-Darm-Beschwerden

Müdigkeit

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Unerkannte Zuckerkrankheit ohne Beschwerden (latenter Diabetes mellitus), Zuckerkrankheit,

erniedrigter Blutzuckerspiegel nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher

Belastung; Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckerspiegels (z.B. schneller Herzschlag,

Muskelzittern) können verschleiert werden.

Warnzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion (schneller Herzschlag, Muskelzittern) können

verschleiert werden.

Störungen im Fettstoffwechsel (Verminderung des HDL-Cholesterins und Erhöhung der

Triglyceride im Plasma)

Schlafstörungen

Bindehautentzündung

Muskelschwäche, Muskelkrämpfe

Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Kleinfleckige Blutungen in der Haut oder den Schleimhäuten (Purpura), Verminderung der

Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Stimmungsschwankungen

Alpträume

Verwirrtheit, psychische Störungen (Psychosen) und Halluzinationen

Schwindel

Kopfschmerzen

Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesien)

Trockene Augen, Sehstörungen

Verschlechterung einer Herzmuskelschwäche

Bestimmte Herzrhythmusstörungen (Herzblock)

Blutdruckabfall beim Aufstehen (posturale Hypotonie), der auch zu Ohnmachtsanfällen

(Synkopen) führen kann

Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Durchblutungsstörungen in den Beinen

(Claudicatio intermittens, „Schaufensterkrankheit“)

Durchblutungsstörungen in Fingern oder Zehen (Raynaud-Syndrom) bei anfälligen Patienten

Verengung/Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus) bei Patienten mit Bronchialasthma

oder asthmatischen Beschwerden in der Vergangenheit

Mundtrockenheit

Leberschädigung einschließlich Gallestau in der Leber

Haarausfall, schuppenflechtenartige Hautausschläge, Verschlechterung einer Schuppenflechte,

Hautausschlag

Impotenz

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Anstieg der ANA (Antinukleäre Antikörper)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Verstopfung

Überempflindlichkeitsreaktionen

Lupus-ähnliches Syndrom (eine Erkrankung bei der das Immunsystem Abwehrstoffe bildet, die

hauptsächlich die Haut und die Gelenke angreifen)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555-36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Atenolol Genericon aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen oder dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Atenolol Genericon enthält

Der Wirkstoff ist Atenolol.

1 Atenolol Genericon 50 mg Filmtablette enthält 50 mg Atenolol.

1 Atenolol Genericon 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Atenolol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Crospovidon,

Talkum, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Macrogol 6000, Talkum, Titandioxid (E171), Hypromellose, Polyacrylat-Dispersion

30 %, gelbes Eisenoxid (E172).

Wie Atenolol Genericon aussieht und Inhalt der Packung

Filmtablette.

Atenolol Genericon 50 mg Filmtabletten:

Gelb gefärbte, runde, beidseitig gewölbte Filmtabletten mit Kreuzbruchkerbe.

Die Filmtablette kann in 4 gleiche Teile geteilt werden.

Atenolol Genericon 100 mg Filmtabletten:

Gelb gefärbte, runde, beidseitig gewölbte Filmtabletten mit Bruchkerbe.

Die Filmtablette kann in 2 gleiche Teile geteilt werden.

Packungsgrößen: 20 und 50 Stück.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz

E-Mail: genericon@genericon.at

Z.Nr.:

Atenolol Genericon 50 mg Filmtabletten: 1-18998

Atenolol Genericon 100 mg Filmtabletten: 1-19000

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2018.

DIE FOLGENDEN INFORMATIONEN SIND FÜR MEDIZINISCHES FACHPERSONAL

BESTIMMT:

Die Symptome einer Überdosierung sind u.a. Bradykardie bis zum Herzstillstand, Hypotonie, akute

Herzinsuffizienz, kardiogener Schock und Bronchospasmus.

Zu allgemein unterstützenden Maßnahmen gehören u.a.

- eine engmaschige Überwachung und Therapie unter intensivmedizinischen Bedingungen,

- Magenspülung,

- Aktivkohle und ein Laxans, um die Absorption des Anteils an Arzneimittel, das sich möglicherweise

noch im Gastrointestinaltrakt befindet, zu verhindern,

- Plasma oder Plasmaersatzmittel, um Hypotonie und Schock zu behandeln.

Unter Umständen sollte eine Hämodialyse oder Hämoperfusion in Betracht gezogen werden.

Eine schwere Bradykardie kann mit der intravenösen Gabe von Atropin und/oder einem

Herzschrittmacher behandelt werden. Bei Bedarf kann anschließend eine Bolusdosis Glucagon

intravenös verabreicht werden. Falls erforderlich, kann im Anschluss erneut ein Bolus oder eine

intravenöse Infusion von Glucagon gegeben werden, je nach Ansprechen.

Wenn der Patient nicht auf Glucagon anspricht oder Glucagon nicht zur Verfügung steht, kann ein

Beta-Adrenozeptor-Agonist wie z.B. Dobutamin intravenös verabreicht werden. Dobutamin kann

aufgrund seiner positiven inotropen Wirkung auch zur Behandlung einer Hypotonie oder einer akuten

Herzinsuffizienz eingesetzt werden.

Die Dosierung sollte nach Bedarf bzw. nach klinischem Zustand des Patienten erfolgen.

Bronchospasmen können durch Gabe von Bronchodilatatoren behandelt werden.

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