Atenolan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Atenolan 100 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Atenolan 100 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Beta blocking agents, sel
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-19001
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-06-1990
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

Relevante Änderungen

Art der

Änderung

Genehmigungs-

Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Übertragung

04.03.2013

FI GI KE

Übertragung auf: G.L. Pharma

GmbH, 8502 Lannach

Packungsbeilage

GI – Atenolan 100 mg-Filmtabletten

zugelassen:

18.06.1990

Seite 1 (9)

geändert:

29.04.2013

erstellt:

bearbeitet: JD

kontrolliert

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Atenolan 100 mg-Filmtabletten

Wirkstoff: Atenolol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Atenolan und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Atenolan beachten?

Wie ist Atenolan einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Atenolan aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Atenolan und wofür wird es angewendet?

Der Wirkstoff Atenolol übt eine blockierende Wirkung auf bestimmte Rezeptoren des Herzens

aus (herzspezifischer Betablocker). Die Herzarbeit nimmt ab und es sinken in der Folge der

Sauerstoffverbrauch des Herzens und der Blutdruck. Die Zahl und der Schweregrad von

Angina pectoris-Anfällen (stechende Schmerzen in der Brust, „Herzenge“) werden durch

Atenolol vermindert. Bestimmten Herzrhythmusstörungen wird entgegengewirkt.

Durch

besonderen

Eigenschaften

Atenolol

treten

Krämpfe

Atemwege,

Schlafstörungen und eine Verschlechterung bestehender Durchblutungsstörungen in den

Gliedmaßen seltener als bei anderen Betablockern auf.

Nach der Einnahme entfaltet Atenolol innerhalb von 2 Stunden seine Wirkung, die ca. 24

Stunden anhält.

Atenolan wird angewendet

bei Bluthochdruck (Hypertonie),

bei koronarer Herzkrankheit (Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße, äußert sich v.a.

durch Angina pectoris-Anfälle),

bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien),

zur Behandlung des Herzinfarktes,

gewissen

Herz-Kreislaufbeschwerden

(hyperkinetisches

Herzsyndrom,

hypertone

Regulationsstörungen).

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2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Atenolan beachten?

Atenolan darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Atenolol, andere Beta-Rezeptorenblocker oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block 2. und 3. Grades, sinuatrialer Block,

Sick-Sinussyndrom bei Patienten ohne Herzschrittmacher).

deutlich verlangsamtem

Puls

(weniger

Schläge pro Minute

in Ruhe vor

Behandlungsbeginn).

bei nicht behandelter Herzmuskelschwäche.

bei Herz-Kreislaufschock.

bei hohem Blutdruck im Lungenkreislauf.

bei einem Asthmaanfall.

bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depression (MAO-

Hemmer).

wenn Sie bestimmte andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (Kalziumantagonisten vom

Verapamil-Typ) einnehmen.

bei Übersäuerung des Blutes (Azidose).

bei niedrigem Blutdruck (systolisch kleiner als 90 mmHg).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Atenolan einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Atenolan ist erforderlich

bei bestimmten Erkrankungen des Herzens oder der Herzkranzgefäße (AV-Block 1.

Grades, spastische Angina pectoris),

bei längerem, strengen Fasten und schwerer körperlicher Belastung,

bei bestimmten Erkrankung des Nebennierenmarks (Phäochromozytom),

bei Zuckerkrankheit (insbesondere bei stark schwankenden Blutzuckerwerten),

bei bestimmten Stoffwechselstörungen (metabolische Azidose),

bei schweren Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen,

bei schweren Nierenfunktionsstörungen (siehe Hinweis für den Arzt bei Dosierung),

bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte oder Behandlung einer

bestehenden Überempfindlichkeit (Desensibilisierungstherapie).

Bei einem frischen Herzinfarkt sollte die Anwendung von Atenolan nicht erfolgen, wenn

gleichzeitig ein sehr langsamer Herzschlag, ein zu niedriger Blutdruck oder eine schwere

Herzschwäche vorhanden sind.

Wenn Sie Asthma hatten oder haben oder an einer anderen chronischen Lungenerkrankung

leiden, ist Vorsicht geboten, da durch Atenolan Krämpfe der Atemwege verstärkt werden

können.

Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären

Vorgeschichte

sollte die Anwendung

Atenolan

nach sorgfältiger

Nutzen-Risiko-

Abwägung durch den Arzt erfolgen.

Atenolan

kann

möglicherweise

Leberschäden

verursachen,

deshalb

wird

Arzt

Ihre

Leberfunktion regelmäßig kontrollieren.

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Auf das Auftreten von punktförmigen Blutungen der Haut und der Schleimhaut (Purpura) ist zu

achten.

Sollten Sie sich einer Operation unterziehen müssen, ist der Narkosearzt über die Einnahme

von Atenolan zu informieren.

Anwendung

Arzneimittels

Atenolan

kann

Dopingkontrollen

positiven

Ergebnissen führen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht

erwiesen. Aus diesem Grund wird die Anwendung nicht empfohlen.

Einnahme von Atenolan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die

gleichzeitige

Einnahme

von

Atenolan

mit

folgenden

Arzneimitteln

kann

zu

Wechselwirkungen führen:

Magnesium-, Aluminium-, Kalzium-hältige, Magensäure-bindende oder -neutralisierende

Mittel (Antacida), eine bestimmte Art von Penicillin (Ampicillin): Atenolan kann langsamer

wirken.

Xanthinhältige

Arzneimittel

(z.B.

Aminophyllin,

Theophyllin):

gegenseitige

Wirkungseinschränkung.

Blutzuckersenkende

Arzneimittel

Einnehmen

(z.B.

Sulfonylharnstoffe/Biguanide),

Insulin: Verstärkung des blutzuckersenkenden Effektes, Warnzeichen eines erniedrigten

Blutzuckers - insbesondere erhöhte Herzfrequenz und Zittern der Finger - sind verschleiert

oder abgemildert.

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Herzschwäche (Digitalisglykoside): Es können

langsamer

Herzschlag

(Bradykardie)

oder

Herzstillstand

(Asystolie)

Wechselwirkung auftreten.

Arzneimittel, die das vegetative Nervensystem beeinflussen (Parasympathomimetika):

Blutdruckabfall (Hypotonie), Überleitungsstörung zwischen Herzvorhöfen u. -kammern

(AV-Block), verminderte Herzfrequenz (Bradykardie) oder ein Herzstillstand (Asystolie).

Bestimmte Arzneimittel zur Muskelerschlaffung bei Operationen (Muskelrelaxanzien vom

Curaretyp): Verstärkung und Verlängerung der muskelerschlaffenden Wirkung. Wenn

Ihnen eine Operation bevorsteht, informieren Sie den Narkosearzt darüber, dass Sie

Atenolan einnehmen.

Atenolan wird wie folgt beeinflusst:

Verstärkung der Wirkung bis hin zum erhöhten Nebenwirkungsrisiko:

Nitrate

andere

blutdrucksenkende

Arzneimittel,

harntreibende

Arzneimittel,

gefäßerweiternde

Substanzen,

bestimmte

Schlafmittel

(Barbiturate),

Arzneimittel

Behandlung von psychischen Erkrankungen (Phenothiazine, bestimmte Antidepressiva):

Verstärkung der Wirkung, langsame Herzschlagfolge (Bradykardie).

Bestimmte Arzneimittel, die den Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße senken

(Kalziumantagonisten

Nifedipintyp):

verstärkte

Blutdrucksenkung,

Einzelfällen

Ausbildung einer Herzmuskelschwäche.

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder

Diltiazemtyp

sowie

andere

Arzneimittel

gegen

Herzrhythmusstörungen

z.B.

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!

Disopyramid):

verstärkter

Blutdruckabfall,

stark

verminderte

Herzfrequenz,

andere

Herzrhythmusstörungen und Herzversagen. Diese Kalziumantagonisten dürfen frühestens

48 Stunden nach dem Absetzen von Atenolan verabreicht werden.

Arzneimittel, die das zentrale Nervensystem beeinflussen (z.B. Hypnotika, Tranquilizer, tri-

/tetrazyklische Antidepressiva, Neuroleptika) oder Alkohol: Blutdruckabfall (Hypotonie).

Bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (Reserpin, Alphamethyldopa, Guanfacin

oder

Clonidin):

neben

Verstärkung

blutdrucksenkenden

Wirkung

auch

stark

verminderte Herzfrequenz.

Betäubungsmittel: verstärkter Blutdruckabfall, Verstärkung der herzkraftschwächenden

Wirkung.

Wenn

Ihnen

eine

Operation

bevorsteht,

informieren

Narkosearzt

darüber, dass Sie Atenolan einnehmen.

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Atenolan:

Ergotamin (entspannt die glatte Muskulatur): gefäßverengende Wirkung.

Arzneimittel,

vegetative

Nervensystem

stimulieren

(Sympathomimetika):

Blutdruckanstieg (Hypertonie), stark verminderte Herzfrequenz (exzessive Bradykardie)

bis hin zu Herzstillstand.

Indometacin: Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung.

Blutdrucksteigernde Arzneimittel, die Ihnen vom Arzt in Notfällen per Injektion verabreicht

werden (Norepinephrin, Epinephrin): beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich.

Bestimmte

Arzneimittel

Behandlung

Depressionen

(MAO-Hemmer):

überschießender Bluthochdruck.

Clonidin

(bestimmtes

Arzneimittel

gegen

hohen

Blutdruck):

Wenn

Clonidin

Atenolan

gleichzeitig

einnehmen

Clonidin

abrupt

absetzen,

kann

Blutdruck

überschießend ansteigen. Sie dürfen Clonidin erst absetzen, wenn Sie einige Tage zuvor

Einnahme

Atenolan

beendet

haben.

Anschließend

können

Clonidin

stufenweise absetzen (fragen Sie bitte Ihren Arzt). Sie dürfen die Behandlung mit Atenolan

erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin beginnen.

Einnahme von Atenolan zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Ein Einfluss von Nahrung auf die Wirkung von Atenolan ist nicht bekannt.

Auf den Konsum von Alkohol ist während der Behandlung mit Atenolan zu verzichten, da es

zu Wechselwirkungen kommen kann (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Atenolan zusammen

mit anderen Arzneimitteln“).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Atenolan

kann

notwendigen

Fällen

unter

Überwachung

Mutter

(mögliche

Wehenauslösung) und des Ungeborenen bzw. Säuglings (insbesondere der Herzfrequenz)

eingenommen werden.

Über die Behandlung mit Atenolan während der Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet der

Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Obwohl gezielte Untersuchungen keine direkte Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens

durch Atenolol ergeben haben, gilt:

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

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beeinträchtigen.

Dies gilt

in verstärktem

Maße bei

Behandlungsbeginn

und Präparatewechsel

sowie

Zusammenwirken mit Alkohol.

3.

Wie ist Atenolan einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Die empfohlene Dosis beträgt:

Bluthochdruck (Hypertonie):

1-mal täglich 50 mg Atenolol (1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. ½ Atenolan 100 mg-

Filmtablette). Eine Dosiserhöhung auf 1-mal 100 mg Atenolol (2 Atenolan 50 mg-Filmtabletten

bzw. 1 Atenolan 100 mg-Filmtablette) ist möglich.

Koronare Herzkrankheit (Angina pectoris):

1-mal täglich 50 bis 100 mg Atenolol (1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. ½ Atenolan 100 mg-

Filmtablette bis 2 Atenolan 50 mg-Filmtabletten bzw. 1 Atenolan 100 mg-Filmtablette) oder 2-

mal täglich 50 mg Atenolol (2-mal täglich 1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. 2-mal ½

Atenolan 100 mg-Filmtablette).

Bestimmte Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien):

1-mal täglich 50 bis 100 mg Atenolol (1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. ½ Atenolan 100 mg-

Filmtablette bis 2 Atenolan 50 mg-Filmtabletten bzw. 1 Atenolan 100 mg-Filmtablette).

Herzinfarkt:

Nach vorgehender intravenöser Verabreichung von 5 bis 10 mg Atenolol kann die Behandlung

anschließend nach 15 Minuten und nach 12 Stunden mit jeweils 50 mg Atenolol (1 Atenolan

50 mg-Filmtablette bzw. ½ Atenolan 100 mg-Filmtablette) über den Mund fortgeführt werden.

Anschließend wird die Therapie mit 1-mal täglich 100 mg Atenolol (2 Atenolan 50 mg-

Filmtabletten bzw. 1 Atenolan 100 mg-Filmtablette) weitergeführt.

Funktionelle Herz-Kreislaufbeschwerden:

1-mal täglich 25 bis 50 mg Atenolol (½ bis 1 Atenolan 50 mg-Filmtablette).

Ältere Patienten (über 65 Jahre):

Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosis verringern, insbesondere wenn Ihre Nierenfunktion

eingeschränkt ist.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt in Abhängigkeit vom Schweregrad die Dosis

entsprechend anpassen.

Dialysepatienten kann unter ärztlicher Kontrolle Atenolol nach jeder Dialyse gegeben werden.

Hinweis:

Die Beendigung der Behandlung soll ausschleichend über mehrere Tage erfolgen. In seltenen

Fällen kann etwa 60 Stunden nach dem Absetzen ein Herzinfarkt entstehen. Bei Beendigung

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einer

Kombinationsbehandlung

Clonidin

zuerst

Atenolan

dann

Clonidin

ausschleichend abzusetzen.

Art der Anwendung

Die Filmtabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten einzunehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Atenolan eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie durch ein Versehen zu viele Filmtabletten eingenommen haben, oder ein Kind

einige Filmtabletten geschluckt hat, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt. Der Arzt

kann

entsprechend

Schwere

Überdosierung

bzw.

Vergiftungserscheinungen über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine

Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff

informieren kann.

Hinweis für den Arzt:

Maßnahmen bei Überdosierung sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angegeben.

Wenn Sie die Einnahme von Atenolan vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald

Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen

Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Atenolan abbrechen

Brechen Sie die Behandlung niemals eigenmächtig ab, da sich dadurch Ihre Erkrankung

wieder verschlechtern kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung mit

Atenolan abbrechen wollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittel haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Häufig (kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen)

verlangsamter Herzschlag

Überzuckerung des Blutes und Ausscheidung von Zucker im Harn bei Patienten mit

Zuckerkrankheit (Diabetes). Bei Patienten mit Diabetes kann es zur Verschlechterung des

Stoffwechsels kommen. Ein bisher nicht bemerkter Diabetes (latenter Diabetes) kann in

Erscheinung treten.

Bei langfristiger, ständiger Anwendung dieses Arzneimittels kann es zu Störungen im

Flüssigkeits- und Salzhaushalt, insbesondere zu Kalium-, Natrium- (besonders bei älteren

Personen),

Magnesium-

Chlormangel

Blut

sowie

Anstieg

Kalziumspiegels kommen.

Anstieg

Harnstoffspiegels

Blut:

Dies

kann

vorbelasteten

Patienten

Gichtanfällen führen.

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Gelegentlich (kann 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen)

Herzschwäche (zum Teil dosisabhängig), niedriger Blutdruck (zum Teil dosisabhängig),

kurz andauernde Bewusstlosigkeit; Reizleitungsstörungen (meist Folge einer sehr hohen

Dosierung) mit EKG-Veränderungen

Müdigkeit,

Benommenheit,

Kribbeln

oder

Taubheitsgefühl,

Schläfrigkeit,

Schwindel,

leichte Kopfschmerzen

Sehstörungen

Krämpfe der Atemwege (zum Teil dosisabhängig)

vorübergehende

Magen-Darm-Beschwerden:

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall,

Verstopfung, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum, Mundtrockenheit

allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Juckreiz, Ausschlag nach Sonnenbestrahlung,

punktförmige Blutungen der Haut und der Schleimhaut, Nesselausschlag und Fieber)

Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei

gleichzeitiger Behandlung mit Atenolol zu Unterzuckerung kommen. Warnzeichen einer

Unterzuckerung (insbesondere schneller Herzschlag und Zittern) können verschleiert

werden.

Infolge von Kaliummangel können Müdigkeit, Schläfrigkeit, Muskelschwäche, Kribbeln

Taubheitsgefühl,

Lähmung,

Teilnahmslosigkeit

oder

Herzrhythmusstörungen

auftreten.

Schwere

Kaliumverluste

können

Darmverschluss

oder

Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen. EKG-Veränderungen und gesteigerte

Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Herzmitteln (Digitalis) können auftreten.

Verminderte Ausscheidung von Magnesium im Harn tritt gelegentlich auf.

Als Folge der Salz- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine Alkalose (zu hoher pH-Wert

im Blut) entwickeln bzw. kann sich eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.

Gelegentlich

wird

vorrübergehender

Anstieg

harnpflichtigen

Substanzen

(Kreatinin, Harnstoff) im Serum beobachtet.

periphere Durchblutungsstörungen (Kältegefühl in den Gliedmaßen, Blaufärbung)

übermäßiges Schwitzen

Selten (kann 1 bis 10 Behandelte von 10.000 betreffen)

Auftreten punktförmiger Blutergüsse, Blutplättchenmangel

Bindehautentzündung durch verminderten Tränenfluss. Dies ist vor allem beim Tragen

von Kontaktlinsen zu beachten.

Leberschädigung

Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe

Depressionen, lebhafte Träume

Sehr selten (kann weniger als 1 Behandelten von 10.000 betreffen)

In vereinzelten Fällen ist bei Patienten mit Angina pectoris (plötzliches Engegefühl in der

Brust) eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.

Beta-Rezeptorenblocker wie Atenolan können Schuppenflechte (Psoriasis) auslösen, die

Beschwerden

dieser

Erkrankung

verschlechtern

oder

Schuppenflechte-ähnlichen

Ausschlägen führen. Der Behandlungszeitraum bis zum Auftreten der Hauterscheinungen

kann wenige Wochen bis Jahre betragen. Bestimmte Gefäßentzündungen der Haut

(nekrotisierende

Vaskulitis),

Gesichtsrötung,

Lidschwellung,

lebensbedrohliche

allergische Reaktionen (Lyell-Syndrom, eventuell Stevens-Johnson-Syndrom), Auslösung

einer bestimmten Autoimmunerkrankung (systemischer Lupus erythematodes).

Unruhe beim Sitzen, Gelenksschmerzen

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Bei Patienten mit einer Überfunktion der Schilddrüse können bei Behandlung mit Atenolol

klinischen

Anzeichen

einer

Vergiftung

durch

hohe

Mengen

Schilddrüsenhormonen im Blut verschleiert werden.

Während

Behandlung

Atenolan

kann

Störungen

Fettstoffwechsel

kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurden eine Verminderung des HDL-

Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Plasma beobachtet.

Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen

(einschließlich Patienten mit Raynaud-Syndrom) wurde beobachtet.

Impotenz

Verwirrtheit, Halluzinationen, Psychosen, Schlafstörungen, Angstzustände, Störungen

von Gedächtnis und Konzentration

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Angaben weiter unten). Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Inst. Pharmakovigilanz

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Atenolan aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Blisterpackung

Umkarton

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Atenolan enthält

Der Wirkstoff ist: Atenolol. 1 Filmtablette enthält 100 mg Atenolol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses

Siliciumdioxid, Crospovidon, Talkum, Magnesiumstearat, Macrogol 6000, Titandioxid (E

171), Hypromellose, Eudragit NE, Eisenoxid gelb (E 172).

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Wie Atenolan aussieht und Inhalt der Packung

Atenolan 100 mg-Filmtabletten sind ockergelbe, runde, beidseitig nach außen gewölbte

Filmtabletten mit Bruchkerbe.

Packungsgrößen: Packungen zu 20 und 50 Stück

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Z.Nr.: 1-19001

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2013.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Das klinische Bild ist in Abhängigkeit vom Ausmaß der Intoxikation im Wesentlichen von

kardiovaskulären und zentralnervösen Symptomen geprägt. Überdosierung kann zu schwerer

Hypotonie, Bradykardie bis zum Herzstillstand, Herzinsuffizienz und kardiogenem Schock

führen.

Zusätzlich

können

Atembeschwerden,

Bronchospasmen

(selten),

Erbrechen,

Bewusstseinsstörungen,

akutes

Nierenversagen,

gelegentlich

auch

generalisierte

Krampfanfälle auftreten.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks muss

die Behandlung mit Atenolan abgebrochen werden. Unter intensivmedizinischen Bedingungen

müssen

vitalen

Parameter

überwacht

gegebenenfalls

korrigiert

werden.

Gegenmittel können verabreicht werden:

Antidot: 0,5 bis 1 mg Orciprenalin-Sulfat i.v. oder 1 bis 5 mg (max. 10 mg) Glukagon i.v.

Bis zu 1 Stunde nach Intoxikation kann Aktivkohle verabreicht werden. Bei Bradykardie wird

die Anwendung

2 mg

Atropin i.v.

empfohlen.

Die Wirkung

ist jedoch

vorübergehend. Günstigere Erfahrungen liegen für Dopamin und Dobutamin vor. Notfalls

muss ein passagerer Schrittmacher gelegt werden.

Bei Bronchospasmus soll mit Beta-2-Sympathomimetika (als Aerosol, bei ungenügender

Wirkung auch intravenös) oder Theophyllin behandelt werden. Durch Noradrenalin können,

infolge

Blockierung

Beta-Adrenozeptoren,

gefährliche

Blutdrucksteigerungen

hervorgerufen werden.

generalisierten

Krampfanfällen

empfiehlt

sich

langsame

intravenöse

Gabe

Diazepam.

Atenolol ist dialysierbar.