Ascorbisal

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ascorbisal - Brausetabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ascorbisal - Brausetabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Salicylic acid and deriva

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 13019
  • Letzte Änderung:
  • 29-08-2016

Packungsbeilage

GI – Ascorbisal-Brausetabletten 

zugelassen:  08.03.1988  Seite 1 (8) 

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 

Ascorbisal-Brausetabletten 

Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure, Ascorbinsäure (Vitamin C) 

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informa-

tionen für Sie. 

Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg 

zu erzielen, muss Ascorbisal jedoch vorschriftsgemäß eingenommen werden. 

-  Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. 

-  Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen. 

-  Wenn  sich  Ihre  Beschwerden  verschlimmern  oder  nach  3  Tagen  keine  Besserung  eintritt, 

müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.  

-  Wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwir-

kungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie 

bitte Ihren Arzt oder Apotheker.  

Diese Packungsbeilage beinhaltet: 

1.  Was ist Ascorbisal und wofür wird es angewendet? 

2.  Was müssen Sie vor der Einnahme von Ascorbisal beachten? 

3.  Wie ist Ascorbisal einzunehmen? 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

5.  Wie ist Ascorbisal aufzubewahren? 

6.  Weitere Informationen 

1. WAS IST Ascorbisal UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET? 

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend.  

Der Wirkstoff Vitamin C deckt den bei Erkältungskrankheiten erhöhten Bedarf an Vitamin C. 

Ascorbisal wird angewendet 

-  zur Linderung von leichten bis mittelstarken Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, 

Menstruationsschmerzen). 

-  zur Linderung von Schmerzen und Senkung von Fieber bei Erkältungskrankheiten und grippa-

len Infekten. 

Ascorbisal darf nicht bei Schmerzen im Magen-Darm-Trakt angewendet werden. 

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Ascorbisal BEACHTEN? 

Ascorbisal darf nicht eingenommen werden 

  wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Acetylsalicylsäure oder andere Salicylate, Vitamin 

C oder einen der sonstigen Bestandteile von Ascorbisal sind. 

  wenn Sie in der Vergangenheit schon einmal unter Asthma litten, das durch Acetylsalicylsäure 

oder ähnlich wirkende schmerzlindernde Arzneimittel, so genannte nichtsteroidale Antirheuma-

tika (NSAR), ausgelöst wurde. 

  während des letzten Drittels der Schwangerschaft. 

  wenn  Sie  an  einem  Magen-Darm-Geschwür,  an  Magen-Darm-Blutungen  oder  einem  Magen-

Darm-Durchbruch leiden. 

  wenn Sie in der Vergangenheit bereits mehr als einmal an einem Magen-Darm-Geschwür, ei-

ner Magen-Darm-Blutung oder einem Magen-Darm-Durchbruch gelitten haben. 

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zugelassen:  08.03.1988  Seite 2 (8) 

  bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung bzw. einer Störung der Blutgerinnung. 

  bei starken Blutungen oder erhöhtem Blutungsrisiko (z.B. vor bzw. unmittelbar nach Operatio-

nen). 

  bei schwerer Herzschwäche. 

  bei schwerer Leberfunktionsstörung. 

  bei schwerer Nierenfunktionsstörung. 

  zusammen mit Methotrexat (Arzneimittel zur Unterdrückung von Tumorwachstum und Immun-

reaktionen) in höheren Dosen (15 mg pro Woche und mehr). 

  zusammen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln. 

  bei Hyperoxalurie (bestimmte Erkrankung mit Neigung zur Bildung von Nierensteinen). 

  bei Windpocken oder Grippe, wenn sie bei Kindern auftreten. 

  wenn Sie weniger als 30 kg Körpergewicht haben. 

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ascorbisal ist erforderlich 

  wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen andere entzündungshemmende Arzneimittel sind 

oder andere Allergien haben. 

  wenn Sie schon einmal ein Geschwür oder eine Blutung im Magen-Darm-Trakt oder Gastritis 

(Magenschleimhautentzündung) hatten. 

  bei Herzschwäche, Leber- oder Nierenfunktionsstörung. 

  wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden und Dialysepatient sind: Sie sollten 

pro Tag nicht mehr als 50 bis 100 mg Vitamin C einnehmen, da es sonst zu hohen Oxalatkon-

zentrationen im Blut (Hyperoxalämie) und dadurch bedingt zur Bildung von Oxalatkristallen in 

den Nieren (Nierensteine) kommen kann. In diesem Fall ist Ascorbisal nicht für Sie geeignet. 

  bei Neigung zu Nieren- oder Harnsteinen: Wenn Sie in der Vergangenheit schon mehrfach Nie-

rensteine hatten, sollten Sie nicht mehr als 100 bis 200 mg Vitamin C täglich einnehmen. 

  wenn Sie an Asthma leiden, da das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion erhöht ist. 

  bei krankhaft verlängerten oder verstärkten Monatsblutungen. 

Wenn  einer  oder  mehrere  der  oben  genannten Punkte  auf  Sie  zutrifft,  dürfen  Sie  Ascorbisal  nur 

nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und unter strenger ärztlicher Überwachung einnehmen. 

Magen-Darm-Trakt: 

Achten  Sie  während  der  Einnahme  von  Ascorbisal  auf  Anzeichen  einer  Erkrankung  im  Magen-

Darm-Trakt, da während der Behandlung Blutungen und/oder Geschwüre sowie Durchbrüche auf-

treten  können,  auch  ohne  vorherige  Beschwerden  oder  eine  entsprechende  Vorgeschichte.  Das 

relative Risiko ist höher bei älteren Patienten, Personen mit niedrigem Körpergewicht und bei mit 

blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln behandelten Patienten. 

Warnhinweise für solche Erkrankungen können sein: Bauchschmerzen, Bluterbrechen, kaffeesatz-

artiges  Erbrechen,  Schwarzfärbung  des  Stuhls.  In  diesen  Fällen  unterbrechen  Sie  bitte  die  Ein-

nahme von Ascorbisal sofort und sprechen Sie unverzüglich mit einem Arzt. 

Operationen: 

Der  Wirkstoff  Acetylsalicylsäure  hemmt  das  Aneinanderhaften  von  Blutplättchen,  daher  besteht 

erhöhte  Blutungsgefahr  bei  Operationen  (auch  bei  kleineren,  wie  z.B.  zahnärztlichen  Eingriffen). 

Informieren Sie bitte vor sämtlichen Operationen Ihren Arzt, wenn Sie Ascorbisal einnehmen bzw. 

vor kurzem eingenommen haben. 

Harnsäure: 

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure verändert den Harnsäurespiegel im Blut. 

Empfängnisverhütung mit der Spirale: 

Falls Sie ein Intrauterinpessar („Spirale“) zur Empfängnisverhütung verwenden, beachten Sie bitte, 

dass der Wirkstoff Acetylsalicylsäure die Wirkung eines Intrauterinpessars abschwächen kann. 

Enzymdefekte: 

GI – Ascorbisal-Brausetabletten 

zugelassen:  08.03.1988  Seite 3 (8) 

In  bestimmten  Fällen  von  schwerem  so  genannten  Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel 

(eine angeborene Stoffwechselerkrankung) lösten hohe Dosen von Acetylsalicylsäure einen Zerfall 

der roten Blutkörperchen aus. Die Verabreichung von Acetylsalicylsäure und höheren Dosen von 

Vitamin C bei Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel darf daher ausschließlich unter ärztli-

cher Überwachung erfolgen. 

Kopfschmerzen durch Schmerzmittel: 

Durch gewohnheitsmäßige Einnahme von schmerzlindernden Arzneimitteln in höherer Dosierung 

können Kopfschmerzen auftreten, die nicht weiter durch dieses Schmerzmittel behandelt werden 

dürfen. Wenden Sie sich in so einem Fall an Ihren Arzt. 

Nierenschäden durch Schmerzmittel: 

Durch gewohnheitsmäßige langandauernde Einnahme von schmerzlindernden Arzneimitteln kann 

es zu Nierenschäden kommen, die bis zu einem Nierenversagen führen können. 

Fieberbehandlung bei Kindern und Jugendlichen: 

Es  besteht  ein  möglicher  Zusammenhang  zwischen  Acetylsalicylsäure  und  dem  lebensbedrohli-

chen Reye-Syndrom, wenn Acetylsalicylsäure an Kinder mit Fieber verabreicht wird, insbesondere 

bei  Fieberbehandlungen  von  Grippe  oder Windpocken.  Beim  Reye-Syndrom  handelt  es  sich  um 

eine nicht ansteckende Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) mit gleichzeitigem Leberversa-

gen. Es tritt typischerweise nach dem Abklingen der ersten Anzeichen einer fieberhaften Erkran-

kung  (insbesondere Windpocken  und  Grippe)  auf.  Alarmsignale  sind  lang  andauerndes,  heftiges 

Erbrechen, Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn 

diese Beschwerden auftreten und informieren Sie Ihn auch über das eingenommene Arzneimittel. 

Acetylsalicylsäure-hältige  Arzneimittel  dürfen  daher  an  Kinder  unter  12  Jahren  nur  auf  ärztliche 

Verordnung hin verabreicht werden.  

Weitere Informationen: 

Wenn Sie an Nierensteinen, an der Eisenspeicherkrankheit oder an Gastritis (Magenschleimhaut-

entzündung) leiden, fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie Ascorbisal einnehmen dürfen. 

Wenn  Sie  immer  wiederkehrende  Nierensteine  haben,  sollten  Sie  nicht  mehr  als  100  –  200  mg 

Vitamin C pro Tag einnehmen. 

Bei Einnahme von Ascorbisal mit anderen Arzneimitteln 

Bitte  Informieren  Sie  Ihren  Arzt  oder  Apotheker,  wenn  Sie  andere  Arzneimittel  einneh-

men/anwenden bzw.  vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht 

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. 

Beachten Sie bitte, dass manche andere Arzneimittel ebenfalls Acetylsalicylsäure enthalten könn-

ten  (z.B.  „Grippemittel“)  und  es  bei  gleichzeitiger  Anwendung  zu  einer  Überdosierung  kommen 

könnte. 

Ascorbisal  soll  nicht  gleichzeitig  mit  ähnlich  wirkenden  schmerzlindernden  Arzneimitteln,  so  ge-

nannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), eingenommen werden. 

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Einnahme von 

  blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cumarinderivate, Heparin, Dipyridamol und 

Sulfinpyrazon), 

  bestimmten  Arzneimitteln  zur  Behandlung  von  Depressionen  (selektive  Serotonin-

Wiederaufnahme-Hemmern, Lithium), 

  Kortison, 

  bestimmten Arzneimitteln gegen Herzschwäche (Herzglykoside), 

  Arzneimitteln zur Behandlung von Rheuma (nichtsteroidale Antirheumatika), 

  blutzuckersenkenden Arzneimitteln (Sulfonylharnstoffe), 

  Methotrexat (Arzneimittel zur Hemmung von Tumorwachstum oder Immunreaktionen), 

  Pentoxifyllin (bestimmtes durchblutungsförderndes Arzneimittel), 

  Valproinsäure (bestimmtes Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie), 

GI – Ascorbisal-Brausetabletten 

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  entwässernden Arzneimitteln (Diuretika, z.B. Spironolacton, Furosemid), 

  Arzneimitteln gegen Bluthochdruck oder Herzschwäche (ACE-Hemmer, Antihypertensiva), 

  Arzneimitteln zur Behandlung von Gicht (Urikosurika, z.B. Probenecid, Sulfinpyrazon), 

  lokal wirksamen Magen-Darm-Arzneimitteln (z.B. Magnesium-, Aluminium- und Kaliumsal-

ze), 

  eisenhältigen Arzneimitteln, 

  bestimmten Arzneimitteln gegen zu viel Magensäure (aluminiumhaltige Antazida). 

Da Acetylsalicylsäure und Vitamin C in höheren Dosierungen die Ergebnisse von bestimmten La-

boruntersuchungen verändern können, informieren Sie Ihren Arzt über die Einnahme von Ascorbi-

sal. 

Bei Einnahme von Ascorbisal zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken 

Bitte vermeiden Sie den Genuss von Alkohol während der Behandlung mit Ascorbisal, da bestimm-

te Nebenwirkungen verstärkt werden können (Risiko einer Blutung im Magen-Darm-Trakt, verlän-

gerte Blutungszeit). 

Schwangerschaft und Stillzeit 

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. 

Schwangerschaft 

Erstes und zweites Schwangerschaftsdrittel: 

Sie sollten während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft Ascorbisal nicht einnehmen. Sollten 

Sie dennoch eine Einnahme in Erwägung ziehen, wenden Sie sich daher davor unbedingt an Ihren 

Arzt. 

Drittes Schwangerschaftsdrittel: 

In den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten darf Ascorbisal nicht eingenommen werden. 

Stillzeit  

Während der Stillzeit darf Ascorbisal nur auf Anordnung Ihres Arztes eingenommen werden.   

In so einem Fall sollten Sie entweder abstillen oder die Milch abpumpen und wegschütten. 

Fruchtbarkeit 

Ascorbisal gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (den so genannte nicht-steroidalen Antirheu-

matika, „NSAR“), die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach 

Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar) (siehe auch „Empfängnisverhütung mit der Spi-

rale“ im Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ascorbisal ist erforderlich“). 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen 

Ascorbisal hat keinen bzw. einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die 

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. 

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ascorbisal 

Dieses  Arzneimittel  enthält  379,7  mg  Natrium  pro  Brausetablette.  Wenn  Sie  eine  kochsalzarme 

Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen. 

3. WIE IST Ascorbisal EINZUNEHMEN? 

Nehmen Sie Ascorbisal immer genau nach den Empfehlungen in dieser Gebrauchsinformation ein. 

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind. 

Verwenden Sie möglichst die geringste Dosierung, wenn diese ausreichend wirkt. 

Die übliche Dosis ist: 

GI – Ascorbisal-Brausetabletten 

zugelassen:  08.03.1988  Seite 5 (8) 

Erwachsene und Jugendliche mit einem Körpergewicht über 50 kg (ab etwa 15 Jahre): 

Einzeldosis: 1 – 2 Brausetabletten pro Einnahme. Die Einzeldosis kann bis zu 3mal täglich einge-

nommen werden. Der Mindestabstand zwischen den Einnahmen soll 4 Stunden betragen. 

Die maximale Tagesdosis von 8 Brausetabletten darf nicht überschritten werden. 

Jugendliche mit einem Körpergewicht zwischen 30 und 50 kg (ab 12 bis 15 Jahre) 

Einzeldosis: 1 Brausetablette pro Einnahme. Die maximale Tagesdosis von 4 Brausetabletten darf 

nicht überschritten werden. 

Der Mindestabstand zwischen den Einnahmen soll 6 Stunden betragen. 

Kinder: 

Ascorbisal ist für Kinder unter 12 Jahre nicht geeignet. 

Arzneimittel,  die  Acetylsalicylsäure  enthalten,  dürfen  Kindern  unter  12  Jahren  nur  auf  ärztliche 

Verordnung gegeben werden. 

Mit diesem Arzneimittel ist eine Kinderdosierung nicht möglich. 

Ältere Personen (über 65 Jahre): 

Einzeldosis:  1  Brausetablette  pro  Einnahme,  bei  stärkeren  Schmerzen und  höherem  Fieber kön-

nen auch 2 Brausetabletten auf einmal eingenommen werden. Der Mindestabstand zwischen den 

Einnahmen soll 4 Stunden betragen. 

Die maximale Tagesdosis von 6 Brausetabletten darf nicht überschritten werden. 

Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen: 

Bitte  sprechen  Sie  mit  Ihrem  Arzt,  bevor  Sie  Ascorbisal  einnehmen,  da  Sie  möglicherweise  eine 

andere Dosierung benötigen. 

Anwendungsart: 

Die Brausetablette ist in ca. 1/8 l Wasser aufzulösen und anschließend zu trinken. Die Einnahme 

sollte möglichst vor oder während einer Mahlzeit erfolgen, auch wenn es sich nur um eine leichte 

Mahlzeit handelt. 

Anwendungsdauer: 

Nehmen Sie das Arzneimittel nicht länger als erforderlich ein. 

Ohne ärztlichen Rat darf Ascorbisal nicht länger als 3 Tage hintereinander eingenommen werden. 

Wenn Sie eine größere Menge von Ascorbisal-Brausetabletten eingenommen haben, als Sie 

sollten 

Besteht  der  Verdacht  einer  Überdosierung  mit  Ascorbisal,  verständigen  Sie  unverzüglich  einen 

Arzt. 

Überdosierungen können eine Gefahr, insbesondere für ältere Patienten und vor allem kleine Kin-

der, sein. 

Bei etwaiger leichter Überdosierung können folgende Beschwerden auftreten: Ohrgeräusche, Hör-

störungen, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Verwirrtheit. Es muss mit Reizerschei-

nungen im Magen-Darm-Bereich, wie Brechreiz,  Erbrechen und Magenschmerzen (aufgrund von 

Geschwüren  im  Magen-Darm-Bereich),  Nierenschäden,  Wasseransammlungen  im  Gewebe  und 

schweren Blutungen gerechnet werden. 

Bei etwaiger schwerer Überdosierung können folgende Beschwerden auftreten: Fieber, gesteigerte 

Atmung,  Störungen  des  Stoffwechsels  (z.B.  Übersäuerung,  schwere  Unterzuckerung),  Herz-

Kreislaufversagen, Störungen der Lungenfunktion und Bewusstlosigkeit.   

Hinweis für den Arzt: 

Informationen  zur Behandlung einer Vergiftung mit Ascorbisal-Brausetabletten sind am Ende die-

ser Gebrauchsinformation zu finden. 

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Wenn Sie die Einnahme von Ascorbisal vergessen haben 

nehmen  Sie  nicht  die  doppelte  Dosis  ein,  wenn  Sie  die  vorherige  Einnahme  vergessen  haben, 

sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort. 

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder 

Apotheker. 

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH? 

Wie alle Arzneimittel kann Ascorbisal Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten 

müssen. 

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie 

erheblich  beeinträchtigt oder  Sie  Nebenwirkungen  bemerken,  die  nicht  in  dieser  Gebrauchsinfor-

mation angegeben sind. 

Die Nebenwirkungen können sein: 

sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) 

häufig (1 bis 10 Behandelte von 100) 

gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000) 

selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000) 

sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten) 

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit kann anhand der bisherigen Erfahrungen nicht zugeord-

net werden) 

Acetylsalicylsäure 

Blut und Lymphsystem 

Sehr selten:       Blutbildveränderungen durch Knochenmarksschädigung. 

Häufigkeit nicht bekannt:  Auftreten von Blutungen mit verlängerter Blutungszeit wie Nasenblu-

ten,  Zahnfleischbluten,  Hautblutungen.  Diese  Beschwerden  können 

noch 4 – 8 Tage nach Beendigung der Einnahme bestehen. Daraus 

könnte ein Blutungsrisiko bei Operationen entstehen. 

Nervensystem 

Häufigkeit nicht bekannt:  Kopfschmerzen,  Schwindelgefühl,  Benommenheit,  Unruhe,  Verwirrt-

heit, gestörtes Sehvermögen.  

>>  Diese  Nebenwirkungen  können  bereits  Anzeichen  einer  Überdo-

sierung sein

Ohr und Gleichgewichtssinn 

Häufigkeit nicht bekannt:  verminderte Hörfähigkeit, Ohrgeräusche (Tinnitus).  

>>  Diese  Nebenwirkungen  können  bereits  Anzeichen  einer  Überdo-

sierung sein

Magen-Darm-Trakt 

Häufig:  Bauchschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. 

Selten:  offensichtliche  (Bluterbrechen,  Schwarzfärbung  des  Stuhls)  oder  un-

bemerkte Magen-Darm-Blutungen, die sehr selten zu einer Blutarmut 

durch Eisenmangel führen können (diese Nebenwirkungen sind umso 

häufiger, je höher die Dosis ist). 

Sehr selten:  Zwölffingerdarmgeschwür und -durchbruch. 

Nieren und Harnwege 

Selten:       Einschränkung der Nierenfunktion. 

GI – Ascorbisal-Brausetabletten 

zugelassen:  08.03.1988  Seite 7 (8) 

Sehr selten:      akutes Nierenversagen. 

Allgemeine Erkrankungen 

Sehr selten:  Reye-Syndrom  (lebensbedrohliche  Komplikationen  das  Gehirn  und 

die Leber betreffend) bei Kindern und Jugendlichen (siehe „Besonde-

re Vorsicht bei der Einnahme von Ascorbisal ist erforderlich“). 

Immunsystem 

Gelegentlich:      Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Nesselsucht). 

Selten:  Überempfindlichkeitsreaktionen  mit  schweren  Hautreaktionen  (mit 

Blasenbildung  und  Hautabschälung),  allergische  Reaktionen,  Asth-

ma, allergisch bedingte Gesichtsschwellung, Hautblutungen, entzünd-

liche Erkrankungen der Blutgefäße. 

Leber und Galle 

Sehr selten:  erhöhte Leberwerte. 

Bei  Patienten  mit  Leberschäden  in  der  Vorgeschichte,  bei  jungen 

Rheumapatienten,  bei  Patienten  mit  rheumatischem  Fieber  und  Lu-

pus erythematodes (bestimmte Autoimmunerkrankung) wurden plötz-

liche schwere Leberfunktionsstörungen beobachtet. 

Vitamin C 

Bei  bestimmungsgemäßem  Gebrauch  sind  im  Allgemeinen  keine  Nebenwirkungen  zu  erwarten. 

Sehr selten bzw. mit nicht bekannter Häufigkeit wurden Zerfall der roten Blutkörperchen (Hämoly-

se, insbesondere bei Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel), Durchfälle (bei 

hohen Dosen), Nierensteine und Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. 

5. WIE IST Ascorbisal AUFZUBEWAHREN? 

Nicht über 25° C lagern. 

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Folie und dem Faltkarton nach „verw. bis“ bzw. „ver-

wendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf 

den letzten Tag des Monats.  

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren 

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maß-

nahme hilft die Umwelt zu schützen. 

6. WEITERE INFORMATIONEN 

Was Ascorbisal enthält 

Die Wirkstoffe sind Acetylsalicylsäure und Ascorbinsäure (Vitamin C). 1 Brausetablette enthält 330 

mg Acetylsalicylsäure und 200 mg Ascorbinsäure.  

Die sonstigen Bestandteile sind Citronensäure-Monohydrat, Natriumhydrogencarbonat, Natriumdi-

hydrogencitrat, Natriumcitrat-Dihydrat, Mannitol, Natriumcarbonat wasserfrei. 

Wie Ascorbisal aussieht und Inhalt der Packung 

Ascorbisal-Brausetabletten sind weiße, runde Tabletten mit angeschliffenem Rand. 

Die farblose Lösung hat einen neutralen, nicht aromatisierten Geschmack. 

GI – Ascorbisal-Brausetabletten 

zugelassen:  08.03.1988  Seite 8 (8) 

Ascorbisal  ist  in  Papier-Aluminium-Polyethylen-Verbundfolie  verpackt  und  in  Packungen  zu  je 20 

Brausetabletten erhältlich. 

Pharmazeutischer Unternehmer 

LANNACHER HEILMITTEL Ges.m.b.H., 8502 Lannach 

Hersteller 

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach 

Z.Nr.: 13.019 

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Mai 2010. 

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt: 

Überdosierung 

Acetylsalicylsäure (ASS) und Salicylate 

Vergiftungen mit ASS können eine Gefahr insbesondere für ältere Patienten und vor allem für klei-

ne  Kinder  sein.  Therapeutische  Überdosierung  oder  häufige  akzidentielle  Vergiftungen  können 

tödlich sein. Bei Kindern kann eine Einzeldosis von 100 mg/kg Körpergewicht bereits tödlich sein.  

Symptome bei mäßiger Vergiftung: 

Tinnitus, Hörstörung, Sehstörung, Kopfschmerzen, Vertigo und Verwirrtheit wurden beobachtet. Es 

muss  mit  gastrointestinalen  Ulcera,  Nierenschäden,  Ödemen  und  schweren  Hämorrhagien  ge-

rechnet werden. 

Symptome bei schwerer Vergiftung: 

Fieber,  Hyperventilation,  Ketose,  respiratorische  Alkalose,  metabolische  Azidose,  Koma,  kardio-

vaskulärer Schock, respiratorische Insuffizienz, schwere Hypoglykämie. 

Therapie der Vergiftung: 

  sofortige Einweisung in ein Krankenhaus; 

  Magenspülung, Verabreichung von Aktivkohle; 

  Kontrolle des Säure-Basen-Haushaltes; 

  alkalische Diurese (pH-Sollwert des Harns zwischen 7,5 und 8); 

  Hämodialyse bei schwerer Vergiftung; 

  Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes; 

  symptomatische Therapie. 

19-7-2018

Analgetika-Warnhinweis-Verordnung (AnalgetikaWarnHV) am 01.07.2018 in Kraft getreten

Analgetika-Warnhinweis-Verordnung (AnalgetikaWarnHV) am 01.07.2018 in Kraft getreten

Die Verordnung erfasst rezeptfreie Schmerzmittel, die zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen oder von Fieber eingesetzt werden und beispielsweise die Wirkstoffe Paracetamol, Ibuprofen Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) enthalten.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

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