Asasantin retard - Kapseln

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Asasantin retard - Kapseln
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Kapseln, Laufzeit: 36 Monate,60 Kapseln, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Asasantin retard - Kapseln
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Kombinationen
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-22779
  • Berechtigungsdatum:
  • 12-11-1998
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

Relevante Änderungen

Art der

Änderung

Genehmigungs

-Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Änderung der

Lagerungshinwei

20.10.2011

FI GI KE

Änderung des

Lagerungshinweises auf: Nicht

über 30°C lagern. Die Flasche

fest verschlossen halten, um

den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

1

PACKUNGSBEILAGE

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

2

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Asasantin® retard - Kapseln

Wirkstoffe: Dipyridamol, Acetylsalicylsäure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Asasantin retard und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Asasantin retard beachten?

Wie ist Asasantin retard einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Asasantin retard aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Asasantin retard und wofür wird es angewendet?

Die in Asasantin retard - Kapseln enthaltenen Wirkstoffe verhindern die Bildung von Blutgerinnseln

in den Gefäßen und wirken sich günstig auf die Lebensdauer der Blutplättchen aus.

Asasantin retard - Kapseln wirken vorbeugend bei Patienten, bei denen ein Schlaganfall infolge eines

Gefäßverschlusses oder Vorboten eines solchen Hirninfarkts aufgetreten sind.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Asasantin retard beachten?

Asasantin retard darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Dipyridamol, Acetylsalicylsäure, andere Salicylate oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie an Magen- oder Darmgeschwüren oder an Störungen der Blutgerinnung leiden;

wenn Sie an einer schweren Störung der Nierenfunktion leiden;

wenn Sie an einer seltenen ererbten Stoffwechselerkrankung leiden, die zur Unverträglichkeit

gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels führt (siehe „Asasantin retard enthält Lactose

und Saccharose“).

Asasantin retard - Kapseln dürfen außerdem nicht eingenommen werden

in den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten und in der Stillzeit (siehe „Schwangerschaft, Stillzeit

und Zeugungs-/Gebärfähigkeit“);

von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Asasantin retard - Kapseln einnehmen,

wenn bei Ihnen ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht – Ihr Arzt wird Ihnen erläutern, auf welche

Anzeichen einer Blutung Sie achten müssen (siehe „Einnahme von Asasantin retard zusammen

mit anderen Arzneimitteln“);

wenn Sie gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das Blutungsrisiko erhöhen –

wie z. B. Arzneimittel, die zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien) und zur

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

3

Vermeidung oder Auflösung eines Blutgerinnsels angewendet werden

(Thrombozytenaggregationshemmer), Arzneimittel gegen Depressionen, die Wirkstoffe aus der

Gruppe der selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer enthalten, sowie Arzneimittel, die zur

Verringerung einer überhöhten Anzahl der Blutplättchen im Blut eingesetzt werden (Anagrelid)

(siehe „Einnahme von Asasantin retard zusammen mit anderen Arzneimitteln“);

wenn Sie an einer schweren Erkrankung der Herzkranzgefäße (Angina-Pectoris-Schmerzen in

der Herzgegend, die möglicherweise in die Umgebung ausstrahlen) – einschließlich der

sogenannten instabilen Angina Pectoris – leiden;

wenn Sie vor kurzem einen Herzinfarkt hatten. Es ist nicht untersucht worden, ob sich die in

Asasantin retard - Kapseln enthaltene Dosis von Acetylsalicylsäure zur Vorbeugung eines

Herzinfarktes eignet.

wenn bei Ihnen der Durchfluss am Ausgang der linken Herzkammer vermindert ist (sogenannte

linksventrikuläre Ausflussbehinderung);

wenn Sie starke Herz-Kreislauf-Beschwerden (z. B. infolge einer Herzmuskelschwäche) haben;

wenn Sie an der Muskelerkrankung Myasthenia gravis leiden (möglicherweise muss die Dosis

für Ihre Behandlung vom Arzt angepasst werden);

wenn Sie Kopfschmerzen oder migräneähnliche Kopfschmerzen bekommen (das kann

insbesondere zu Beginn Ihrer Behandlung mit Asasantin retard - Kapseln der Fall sein) – Sie

dürfen diese dann nicht mit Acetylsalicylsäure-haltigen Schmerzmitteln behandeln (siehe

Abschnitt 3);

wenn Sie überempfindlich gegen bestimmte Schmerz- und Rheumamittel (sogenannte

nichtsteroidale Antiphlogistika) sind;

Warnhinweise bezogen auf Acetylsalicylsäure

Ihr Arzt wird wegen des Wirkstoffes Acetylsalicylsäure sorgfältige Kontrollen bei Ihnen durchführen,

wenn Sie an Asthma bronchiale, allergischem Schnupfen oder Nasenpolypen leiden;

wenn Sie an chronischen oder wiederkehrenden Magen- oder Zwölffingerdarmbeschwerden

leiden;

wenn Ihre Nieren- oder Leberfunktion beeinträchtigt ist;

wenn bei Ihnen ein Mangel an Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (erbliche, sehr seltene

Stoffwechselerkrankung) vorliegt.

In allen genannten Fällen dürfen Asasantin retard - Kapseln nur auf ausdrückliche Anordnung des

Arztes und unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Es wurde über einige Fälle berichtet, bei denen der Wirkstoff Dipyridamol in Gallensteinen gefunden

wurde. Es gibt keine Hinweise, dass Dipyridamol die Bildung von Gallensteinen ausgelöst hat.

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure kann die Ausscheidung von Harnsäure verringern und bei

empfänglichen Patienten einen Gichtanfall auslösen.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen besteht ein möglicher Zusammenhang zwischen der Gabe von

Acetylsalicylsäure und der Entwicklung des seltenen, jedoch lebensbedrohlichen Reye-Syndroms,

einer nicht ansteckenden Gehirnerkrankung (Enzephalopathie) mit gleichzeitigem Leberversagen.

Daher dürfen Asasantin retard - Kapseln Kindern und Jugendlichen nicht gegeben werden.

Einnahme von Asasantin retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und Kortikosteroide

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und Kortikosteroide erhöhen das Risiko für Nebenwirkungen

im Magen-Darm-Trakt, z. B. Blutungen.

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

4

Wenn Sie gleichzeitig Ibuprofen erhalten und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

haben, können die erwünschten Wirkungen von Acetylsalicylsäure beeinträchtigt werden. Diese

Einschränkung muss auf andere Schmerzmittel nicht zutreffen.

Arzneimittel mit Einfluss auf die Blutgerinnung

Bei Kombination von Dipyridamol mit Arzneimitteln, die die Blutgerinnung beeinflussen, beachten

Sie die für diese Arzneimittel geltenden Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise sowie die Hinweise

zur Verträglichkeit.

Die Einnahme von Acetylsalicylsäure mit Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung

(Antikoagulanzien), Arzneimitteln, die zur Vermeidung oder Auflösung eines Blutgerinnsels

angewendet werden (Thrombozytenaggregationshemmer, Thrombolytika), Arzneimittel gegen

Depressionen aus der Gruppe der selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) sowie

Arzneimittel, die zur Verringerung einer überhöhten Anzahl der Blutplättchen im Blut eingesetzt

werden (Anagrelid), erhöht das Risiko von Blutungen.

Die Kombination von Acetylsalicylsäure und Dipyridamol führt nicht zu häufigeren Blutungen. Die

gemeinsame Anwendung von Dipyridamol und Warfarin verändert, im Vergleich zur Behandlung mit

Warfarin alleine, weder den Schweregrad noch die Häufigkeit von Blutungen.

Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen (Antikonvulsiva)

Die Wirkung und das Risiko unerwünschter Wirkungen von Valproinsäure oder Phenytoin werden

durch Acetylsalicylsäure verstärkt.

Adenosin

Dipyridamol erhöht den Plasmaspiegel und verstärkt die Wirkung von Adenosin auf das Herz-

Kreislauf-System (gegebenenfalls muss daher Ihr Arzt eine Anpassung der Adenosin-Dosierung

vornehmen).

Blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertensiva)

Die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann durch Dipyridamol verstärkt werden.

Acetylsalicylsäure vermindert die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Antihypertensiva).

Arzneimittel gegen die Muskelerkrankung Myasthenia gravis

Die Wirkung von Arzneimitteln gegen die Muskelerkrankung Myasthenia gravis kann durch

Dipyridamol aufgehoben werden (das kann zu einer Verschlechterung der Krankheit führen) (siehe

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Xanthin-Abkömmlinge

Die gefäßerweiternde Wirkung von Dipyridamol wird von Xanthin-Abkömmlingen (z. B.

Theophyllin/Aminophyllin, Coffein) abgeschwächt.

Blutzuckersenkende Arzneimittel, Digoxin und Lithium

Die Wirkung und das Risiko unerwünschter Wirkungen von Digoxin, Lithium und

blutzuckersenkenden Arzneimitteln werden durch die gleichzeitige Anwendung von

Acetylsalicylsäure verstärkt.

Methotrexat

Wie bei allen entzündungshemmenden Wirkstoffen wird die Ausscheidung von Methotrexat reduziert

und der Plasmaspiegel von Methotrexat erhöht. Wenn Sie Methotrexat in hoher Dosierung

15 mg/Woche) erhalten, sollten Sie nicht gleichzeitig Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel wie

Asasantin retard - Kapseln einnehmen. Wenn Sie niedrig dosiertes Methotrexat erhalten, wird Ihr Arzt

regelmäßig Kontrollen des Blutbildes und der Nierenfunktion vornehmen.

Entwässernde Arzneimittel (Diuretika), harntreibende Arzneimittel und harnsäureausscheidende

Arzneimittel (Urikosurika)

Die Wirkung von entwässernden Arzneimitteln (Diuretika) wird durch Acetylsalicylsäure vermindert.

Acetylsalicylsäure kann die natriumausscheidende Wirkung von Spironolacton vermindern und die

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

5

Wirkung von harnsäureausscheidenden Arzneimitteln (Urikosurika, z. B. Probenecid, Sulfinpyrazon)

hemmen.

Einnahme von Asasantin retard zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Gleichzeitiger Alkoholkonsum erhöht die Gefahr von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt (z. B.

Blutungen) und sollte daher vermieden werden. Dies gilt insbesondere für Alkoholmissbrauch.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Sie dürfen Asasantin retard - Kapseln während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft nur auf

ausdrückliche ärztliche Anweisung und während der letzten 3 Monate der Schwangerschaft in keinem

Fall einnehmen.

Dipyridamol und Acetylsalicylsäure gehen in die Muttermilch über. Sie müssen daher vor Beginn der

Behandlung abstillen.

Es liegen keine Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Zeugungs-/Gebärfähigkeit vor.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeiten zum Bedienen von Maschinen

Asasantin retard - Kapseln können auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das

Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am

Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in

verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Während der Behandlung mit Asasantin retard - Kapseln können durch den Wirkstoff Dipyridamol

insbesondere zu Behandlungsbeginn Nebenwirkungen wie Schwindelgefühl und Verwirrung die

Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Sie dürfen

daher kein Fahrzeug lenken, keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen oder sonstige potenziell

gefährliche Tätigkeiten ausüben, wenn eine dieser Nebenwirkungen auftritt.

Asasantin retard enthält Lactose und Saccharin

Bitte nehmen Sie Asasantin retard - Kapseln erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Asasantin retard - Kapseln enthalten pro Kapsel 53 mg Lactose Monohydrat (Milchzucker) und

11,32 mg Saccharose (Rohrzucker), entsprechend 106 mg Lactose Monohydrat und 22,64 mg

Saccharose in der empfohlenen Tageshöchstdosis (2 Kapseln). Wenn Sie an einer seltenen ererbten

Stoffwechselerkrankung (Fructose-Unverträglichkeit, Galactose-Unverträglichkeit, Lapp-Lactase-

Mangel, Glucose-Galactose- oder Sucrase-Isomaltase-Verwertungsstörung) leiden, sollten Sie dieses

Arzneimittel nicht einnehmen. Hinweis für Diabetiker: Asasantin retard - Kapseln enthalten in

1 Kapsel 0,073 g Kohlenhydrate entsprechend 0,006 Broteinheiten (BE), davon 11,32 mg Saccharose

entsprechend 0,001 Broteinheiten (BE).

3.

Wie ist Asasantin retard einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt für Erwachsene 2 x täglich 1 Kapsel (morgens und abends). Die

Kapseln können mit oder ohne gleichzeitige Mahlzeit eingenommen werden.

Bei unerträglichen Kopfschmerzen

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

6

Wenn zu Behandlungsbeginn unerträgliche Kopfschmerzen auftreten, wird Ihnen Ihr Arzt

vorübergehend 1 Kapsel vor dem Zubettgehen und eine niedrige Dosis Acetylsalicylsäure am Morgen

verordnen. Da die Kopfschmerzen bei fortdauernder Behandlung nachlassen, wird Ihr Arzt nach etwa

einer Woche zur üblichen Dosierung zurückkehren (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“

und Abschnitt 4).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Asasantin retard - Kapseln dürfen daher

Kindern und Jugendlichen nicht gegeben werden.

Art der Anwendung

Asasantin retard - Kapseln sollen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (1 Glas Wasser) geschluckt

werden.

Hinweis für die Handhabung

Die Flasche ist mit einem kindergesicherten Verschluss ausgestattet.

Zum Öffnen Verschlusskappe nach unten drücken und gleichzeitig in Pfeilrichtung

drehen. Nach Gebrauch die Verschlusskappe wieder fest zudrehen, damit die

Kindersicherung erneut gewährleistet ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Asasantin retard eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich mehr als die vorgeschriebene Dosis eingenommen haben, verständigen Sie

bitte einen Arzt. Er wird über eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden.

Der Wirkstoff Dipyridamol kann Wärmegefühl, Hautrötungen, Schweißausbruch, beschleunigten Puls,

Unruhe, Schwächegefühl, Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdruckabfall oder Herzbeschwerden

auslösen. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure kann zu beschleunigter oder heftiger Atmung,

Ohrensausen, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Seh- und Hörstörungen, Schwindel und

Verwirrungszuständen führen.

Insbesondere bei älteren Patienten können Schwindelgefühl oder Ohrensausen Zeichen einer

Überdosierung sein.

Wenn Sie die Einnahme von Asasantin retard vergessen haben

Setzen Sie die Einnahme zum nächsten Zeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein,

wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Asasantin retard abbrechen

Wenn die Behandlung mit Asasantin retard - Kapseln abgebrochen wird, erhöht sich Ihr Risiko, einen

Schlaganfall infolge eines Gefäßverschlusses zu erleiden. Sie sollten daher Asasantin retard - Kapseln

so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es verordnet. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, wenn Sie

die Behandlung abbrechen wollen.

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab!

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Nebenwirkungen, die mit Asasantin retard - Kapseln beobachtet wurden

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

7

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10):

Kopfschmerzen

Schwindelgefühl

Übelkeit

Durchfall

Bauchschmerzen

Verdauungsstörungen mit Völle- oder Druckgefühl oder Blähungen (Dyspepsie)

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):

Blutungen in das Gehirn

Magen-Darm-Blutungen

verminderte Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie, Blutarmut)

migräneähnliche Kopfschmerzen (insbesondere zu Behandlungsbeginn)

Verschlechterung der Symptome einer koronaren Herzkrankheit

Erbrechen

Ohnmacht

Nasenbluten

Muskelschmerzen

Überempfindlichkeitsreaktionen:

Verkrampfungen der Atemwege

Haut- und Schleimhautschwellungen, die auch Atemnot auslösen können (Angioödeme)

Hautrötungen

Nesselsucht

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):

Blutungen in die Augen

Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre

Blutdruckabfall

beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)

Hitzewallungen

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):

Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Blutarmut infolge Eisenmangels (Eisenmangelanämie)

Magenschleimhautentzündungen

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

verlängerte Blutungszeit

Hautblutungen (z. B. Bluterguss)

erhöhte Blutungsneigung während oder nach medizinischen Eingriffen

Nebenwirkungen, die für die Einzelwirkstoffe bekannt sind

Zusätzlich zu den vorstehend genannten Nebenwirkungen von Asasantin retard - Kapseln sind für die

Einzelwirkstoffe weitere Nebenwirkungen bekannt; diese könnten auch nach der Einnahme von

Asasantin retard - Kapseln auftreten.

Dipyridamol

Einlagerung von Dipyridamol in Gallensteine

Acetylsalicylsäure

Störungen von Leberfunktionstests

erhöhte Harnsäurewerte im Blut (kann zu Gichtanfällen führen)

Störungen von Tests zur Bestimmung der Blutgerinnung

Herzrhythmusstörungen

schwerwiegende Blutgerinnungsstörungen

Erregung

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

8

Hirnschwellungen

Teilnahmslosigkeit

Krampfanfälle

Ohrgeräusche

Taubheit

Atemnot

Zahnfleischbluten

Kehlkopfschwellungen

vertiefte Atmung

Flüssigkeitsansammlung in der Lunge

beschleunigte Atmung

Durchbruch von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren

Blut im Stuhl

Bluterbrechen

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Nierenversagen

Nierenentzündung

Nierenschädigung

Ausscheidung von Eiweiß mit dem Urin

bullöse Hautreaktionen (Erythema exsudativum multiforme)

Zerfall von Muskelzellen

eniedrigter Blutzuckerspiegel (insbesondere bei Kindern)

erhöhter Blutzuckerspiegel

Durst

Flüssigkeitsmangel

erhöhter Kaliumgehalt im Blut

Übersäuerung

verminderter Kohlendioxidgehalt des Blutes

Fieber

erniedrigte Körpertemperatur

verlängerte Schwangerschaft

verlängerte Wehen

für ihr Alter zu kleine Neugeborene

Totgeburten

Blutungen während der Schwangerschaft und nach der Geburt

Überempfindlichkeitsreaktionen, die mit Störungen oder Versagen des Herz-Kreislauf-Systems

einhergehen können (anaphylaktische Reaktionen - insbesondere bei Patienten mit Asthma)

Leberentzündung

Reye-Syndrom (nicht ansteckende Gehirnerkrankung [Enzephalopathie] mit gleichzeitigem

Leberversagen)

Verwirrung

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen

melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels

zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

9

5.

Wie ist Asasantin retard aufzubewahren?

Nicht über 30 ºC lagern.

Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „verwendbar bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Asasantin retard enthält

Die Wirkstoffe sind: Dipyridamol und Acetylsalicylsäure. 1 Kapsel enthält 200 mg Dipyridamol

und 25 mg Acetylsalicylsäure. Der Wirkstoff Dipyridamol wird verzögert freigesetzt. Der

Wirkstoff Acetylsalicylsäure wird unverzögert freigesetzt.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose Monohydrat (53 mg), Saccharose (11,32 mg),

Weinsäure, Povidon, Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:2), Talkum, Gummi

arabicum, Hypromellosephthalat, Hypromellose, Triacetin, Dimeticon, Stearinsäure,

Aluminiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose,

Gelatine, Farbstoffe: Titandioxid (E171), Eisenoxide (E172)

Wie Asasantin retard aussieht und Inhalt der Packung

Längliche Hartkapseln mit rotem Oberteil und elfenbeinfarbenem Unterteil

Kapselinhalt: runde, gelbe Pellets und eine weiße, beiderseits nach außen gewölbte, überzogene

Tablette mit flacher Kante

Weiße Flasche, kindergesicherter Schraubverschluss mit Trocknungsmittel

Packungen zu 30 und 60 Kapseln.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG

Dr. Boehringer-Gasse 5-11, 1121 Wien

Hersteller

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG

Biberach an der Riss, Deutschland

Z.Nr.: 1-22779

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2015.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Belastungstests mit intravenöser Verabreichung von Dipyridamol

Asasantin retard - Kapseln

Version 4.0 C

10

Patienten, die regelmäßig mit oralen Dosen Asasantin retard behandelt werden, sollten Dipyridamol

nicht zusätzlich intravenös erhalten. Wird die intravenöse Verabreichung von Dipyridamol (Persantin -

Ampullen) für einen pharmakologischen Belastungstest zur Abklärung einer

Koronararterienerkrankung als notwendig erachtet, sollte Asasantin retard 24 Stunden vor

Durchführung des Tests abgesetzt werden, da sonst die Sensitivität des intravenösen Belastungstests

herabgesetzt sein kann.

Therapie von Intoxikationen

Eine symptomatische Therapie wird empfohlen. Eine Magenspülung sollte in Betracht gezogen

werden. Xanthinderivate (z. B. Aminophyllin) können die hämodynamischen Wirkungen einer

Dipyridamol-Überdosierung korrigieren, die langsame i.v.-Gabe von Aminophyllin kann daher

empfohlen werden. Aufgrund seiner Gewebeverteilung und der vorwiegend hepatischen Elimination

sind Verfahren zur beschleunigten Ausscheidung von Dipyridamol nicht sinnvoll.

Die Behandlung der Acetylsalicylsäure-Überdosierung erfolgt symptomatisch.

3-8-2012

Danish Pharmacovigilance Update, 21 June 2012

Danish Pharmacovigilance Update, 21 June 2012

Among the topics covered in this issue of Danish Pharmacovigilance Update are: Decrease in the number of intoxications and suicide attempts using drugs containing acetylsalicylic acid or paracetamol.

Danish Medicines Agency

29-10-2018

Clopidogrel/Acetylsalicylic acid Zentiva (Sanofi-Aventis groupe)

Clopidogrel/Acetylsalicylic acid Zentiva (Sanofi-Aventis groupe)

Clopidogrel/Acetylsalicylic acid Zentiva (Active substance: clopidogrel / acetylsalicylic acid) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)7249 of Mon, 29 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1144/WS1433/0051

Europe -DG Health and Food Safety

29-10-2018

DuoPlavin (Sanofi Clir SNC)

DuoPlavin (Sanofi Clir SNC)

DuoPlavin (Active substance: clopidogrel / acetylsalicylic acid) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)7255 of Mon, 29 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1143/WS/1433/0050

Europe -DG Health and Food Safety

7-9-2018

Klacid® Uno, 500 mg Retardtablette

Rote - Liste

28-6-2018

Tramadol-CT 100 mg Retardkapseln

Rote - Liste

14-6-2018

Tolterodin AbZ 4 mg Retardkapseln

Rote - Liste