Asacol 400

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Asacol 400 comprimés pelliculés
  • Darreichungsform:
  • comprimés pelliculés
  • Zusammensetzung:
  • mesalazinum 400 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Asacol 400 comprimés pelliculés
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Colite ulcéreuse

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 46062
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-11-1984
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Asacol®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was ist Asacol und wann wird es angewendet?

Asacol ist ein Medikament zur lokalen Behandlung der entzündeten Rektum- und

Dickdarmschleimhaut.

Asacol wirkt entzündungshemmend im akuten Schub chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen

und verhindert Rückfälle in der anfallsfreien Zeit.

Asacol Filmtabletten werden bei Kolitis ulcerosa (chronisch-entzündliche Dickdarmerkrankung), bei

Proktitis (Mastdarmentzündung) und bei Proktosigmoiditis angewendet.

Asacol darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Wann darf Asacol nicht angewendet werden?

Asacol soll bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Magen- und

Zwölffingerdarmgeschwüren, bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung, bei Allergien gegen

Salizylate, bei Überempfindlichkeit gegen Mesalazin oder einen der Hilfsstoffe und bei Kindern

unter 2 Jahren nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Asacol Vorsicht geboten?

Bei Bestimmungsgemässem Gebrauch sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen zu befolgen.

Bei allergischen Reaktionen, Atembeschwerden oder Husten müssen Sie die Behandlung beenden

und umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt umgehend, falls Sie Immunsuppressiva aus der Wirkstoffgruppe der

Thiopurine (Azathioprin, 6-Mercaptopurin) einnehmen, da das Risiko einer Verminderung der

Kochenmarkfunktion erhöht sein kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:

·an andere Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Asacol während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Aus grundsätzlichen Überlegungen soll das Präparat in der Schwangerschaft nur unter ärztlicher

Kontrolle verabreicht werden. Asacol geht in die Muttermilch über.

Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie eine Schwangerschaft planen, schwanger sind oder Ihr Kind

stillen.

Wie verwenden Sie Asacol?

Erwachsene:

Zur Behandlung der Kolitis ulcerosa, der Proktitis und der Proktosigmoiditis:

a) Im akuten Schub, soweit nicht anders verordnet:

Morgens, mittags und abends jeweils 1 Filmtablette zu 800 mg einnehmen. Bei schweren

Krankheitsbildern kann die Tagesdosis bis auf 6 Tabletten zu 800 mg erhöht werden. Asacol

Filmtabletten können mit Asacol Klysmen kombiniert verabreicht werden.

b) Zur Vorbeugung eines Rückfalls:

Nach Abklingen des akuten Schubes als Dauertherapie, soweit nicht anders verordnet, morgens,

mittags und abends jeweils 1 Asacol Filmtablette zu 400 mg einnehmen.

Die Langzeitbehandlung mit Asacol sollte auch in der anfallsfreien Zeit, zur Vorbeugung eines

Rückfalls, zuverlässig und konsequent durchgeführt werden, damit der gewünschte Erfolg eintritt.

Eine Verabreichung an Kinder zwischen 2 und 12 Jahren wird nicht empfohlen. Wenn sich eine

Behandlung bei Kindern von 2 bis 12 Jahren als notwendig herausstellt, wird empfohlen eher

gebrauchsfertige Asacol Klysmen in Form von Rektalschaum zu benützen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Asacol haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Asacol auftreten:

Überempfindlichkeitsreaktionen, Kopfschmerzen, Nausea, Erbrechen.

Selten, unabhängig von der Dosis, können Überempfindlichkeitsreaktionen wie allergische

Exantheme, Medikamentenfieber, Krämpfe der Bronchialmuskeln auftreten. In seltenen Fällen

können während der Behandlung Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) oder

interstitielle Nephritis (Nierenentzündung) auftreten. Überempfindlichkeitsreaktionen wie

Entzündungen des Herzbeutels, des Herzmuskels, der Lungenbläschen wurden beobachtet. Über

Fälle von Veränderungen des Blutbildes wurde auch berichtet. Selten können ausserdem Nausea,

Erbrechen, Kopf- und Bauchschmerzen auftreten. Über mögliche Anzeichen einer Lungenfibrose

wie Husten oder Atembeschwerden wurde berichtet.

Sollten Sie Veränderungen oder Missempfindungen bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt

bzw. Ihrer Ärztin.

Wenn Sie während der Behandlung mit Asacol solche Nebenwirkungen bemerken oder andere, die

hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin

informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Ausser der Reichweite von Kindern aufbewahren und unterhalb von 30 °C und vor Licht geschützt

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Wenn Sie eine Verpackung haben, die verfallen ist, so bringen Sie sie Ihrem Apotheker oder

Drogisten zur Entsorgung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, die über

die ausführliche Fachinformation verfügen.

Was ist in Asacol enthalten?

1 Filmtablette Asacol 400 enthält 400 mg Mesalazin.

1 Filmtablette Asacol 800 enthält 800 mg Mesalazin.

Hilfsstoffe: Farbstoff: Eisenoxyd E 172 und andere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

46062 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Asacol? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken. nur gegen ärztliche Verschreibung.

Filmtabletten zu 400 mg: 100.

Filmtabletten zu 800 mg: 48.

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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