Arteoptic 1 %

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Arteoptic 1 % Augentropfen
  • Darreichungsform:
  • Augentropfen
  • Zusammensetzung:
  • carteololi hydrochloridum 10 mg, conserv.: benzalkonii chloridum, excipiens ad solutionem pro 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Arteoptic 1 % Augentropfen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Glaukom

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 46117
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-06-1984
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie sollten es nicht an andere Personen

weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das

Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später

nochmals lesen.

Arteoptic® 1%, 2%

Was ist Arteoptic und wann wird es angewendet?

Arteoptic enthält einen sogenannten Betablocker, der den Augeninnendruck senkt. Arteoptic wird bei

erhöhtem Augeninnendruck angewendet, um Ihre Augen vor einer nicht rückgängig zu machenden

Verschlechterung des Sehvermögens durch den grünen Star zu schützen. Arteoptic darf nur auf

Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Augenbeschwerden von

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnet. Verwenden Sie es nicht für die Behandlung anderer

Erkrankungen oder von Drittpersonen.

Hinweis für Kontaktlinsenträger: Während der Dauer der Behandlung sollen Kontaktlinsen nur mit

Wissen und Einverständnis Ihres Augenarztes bzw. Ihrer Augenärztin getragen werden.

Wann darf Arteoptic nicht angewendet werden?

Bei einer bekannten oder vermuteten Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen Inhaltsstoff von

Arteoptic. Wenn Sie an Bronchialasthma oder Schmerzen in der Brust (Prinzmetal-Angina) leiden

oder früher gelitten haben, eine chronisch-entzündliche Lungenerkrankung, bestimmte Herz- und

Kreislauferkrankungen, Durchblutungsstörungen, einen nicht behandelten Nebennierenmarkstumor

(Phaeochromocytom), einen tiefen Blutdruck oder einen langsamen Puls haben, dürfen Sie Arteoptic

nicht anwenden.

Wann ist bei der Anwendung von Arteoptic Vorsicht geboten?

Arteoptic kann die Symptome einer Hypoglykämie (= Unterzuckerung bei Diabetes) verschleiern.

Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin vor der Anwendung von Arteoptic mit, wenn Sie

Diabetiker sind und ebenso wenn Sie an einer Herz- oder Kreislaufkrankheit oder an einer

Lungenkrankheit leiden oder früher gelitten haben oder wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung des

Bluthochdrucks oder zur Behandlung eines Herzleidens einnehmen. Im Falle einer Myasthenie

(Muskelschwäche) kann diese durch Arteoptic verstärkt werden. Wenn bei Ihnen eine Operation

geplant ist, informieren Sie den Narkosearzt bzw. die Narkoseärztin darüber, welche Arzneimittel Sie

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Arteoptic während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenden Sie Arteoptic während der Schwangerschaft und Stillzeit nur mit ausdrücklicher

Genehmigung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin an.

Wie verwenden Sie Arteoptic?

Arteoptic soll nur unter augenärztlicher Kontrolle verwendet werden. Gewöhnlich wird die

Behandlung mit je 1 Tropfen Arteoptic in der schwächeren Konzentration morgens und abends ins

Auge begonnen. Die Dosierung und die Konzentration richten sich jedoch nach Ihren

Augendruckwerten und können von Ihrem Augenarzt bzw. Ihrer Augenärztin anders festgelegt

werden. Bitte befolgen Sie genau diese Anweisungen.

Arteoptic kann auch in Verbindung mit anderen Arzneimitteln benützt werden. Bei ins Auge

verabreichten Arzneimitteln sollte ein Zeitabstand von mindestens 15 Minuten zwischen den

verschiedenen Tropfen eingehalten werden.

Arteoptic senkt bei regelmässiger Anwendung wirksam den Augeninnendruck. Bei Absetzen oder

Vergessen der Anwendung länger als 24 Stunden kann der Druck jedoch wieder langsam ansteigen

und Ihre Augen sind nicht mehr geschützt. Wenn Sie eine Anwendung von Arteoptic vergessen

haben, dann warten Sie bis zur nächsten vorgesehenen Anwendung von Arteoptic. Diese Dosis

dürfen Sie auf keinen Fall verdoppeln um die vergessene Dosis zu kompensieren.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Arteoptic haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Arteoptic auftreten: Am Auge: In

seltenen Fällen Reizgefühl, Fremdkörpergefühl, Lichtscheuheit, leichtes Tränenfliessen oder

Augentrockenheit, gutartige und vorübergehende Störung der Sehschärfe, Diplopie (Doppeltsehen);

sehr selten kann es an den Augenlidern oder der Augenbindehaut zu einer entzündlichen Reaktion

kommen. Wirkstoffe in Augenpräparaten können in den Blutkreislauf gelangen. Nebenwirkungen

sind deshalb auch im Körper möglich. Allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen,

Muskelschwäche, Haarausfall, Schwindel, Müdigkeit, Schwächegefühl, Übelkeit, depressive

Verstimmung sowie Nebenwirkungen an Kreislauf, Herz und Lungen sind schon beobachtet worden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bald nach Behandlungsbeginn Kurzatmigkeit,

Bronchospasmus, Blutdruckabfall, langsamer Puls, Herzklopfen oder andere Herzbeschwerden

auftreten. Während einer Behandlung mit Arteoptic sind allergische Reaktionen mit starken

Rötungen, Juckreiz, Brennen in den Augen, Nesselsucht oder Hautausschlägen um die Augen oder

an anderen Körperteilen vorgekommen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Um die Sterilität der Augentropfen zu erhalten, Tropferspitze weder mit den Händen noch mit dem

Auge berühren. Fläschchen nach Gebrauch sofort fest verschliessen. Das Fläschchen von Arteoptic

enthält einen Leerraum. Die Füllmenge entspricht jedoch der aufgedruckten Menge.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet

werden. Nach Anbruch des Fläschchens nicht länger als 30 Tage verwenden.

Aufbewahrung/Lagerung

In der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur

(15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Arteoptic enthalten?

Arteoptic 1%: Wirkstoff: Carteolol-Hydrochlorid 10 mg/ml.

Arteoptic 2%: Wirkstoff: Carteolol-Hydrochlorid 20 mg/ml.

Hilfsstoffe: Konservierungsmittel: Benzalkoniumchlorid, und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

46117 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Arteoptic? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Arteoptic 1% und 2% erhalten Sie in Fläschchen zu 5 ml und in Packungen mit 3 Fläschchen zu 5

Zulassungsinhaberin

Bausch & Lomb Swiss AG, 6301 Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2008 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

BL_PI_DE_20080923