Apidra SoloStar (stylo prérempli)

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Apidra SoloStar (stylo prérempli) injizierbare Lösung
  • Darreichungsform:
  • injizierbare Lösung
  • Zusammensetzung:
  • insulinum glulisinum 3.49 mg Endwerte. insulinum glulisinum 100 U., trometamolum, natrii chloridum, polysorbatum 20, conserv.: metacresolum 3.15 mg Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Apidra SoloStar (stylo prérempli) injizierbare Lösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Diabetes mellitus bei erwachsenen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 58056
  • Berechtigungsdatum:
  • 10-08-2007
  • Letzte Änderung:
  • 06-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Apidra® SoloStar®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was ist Apidra SoloStar und wann wird es angewendet?

Apidra ist eine klare, farblose, wässerige Injektionslösung, die Insulin Glulisin enthält. Insulin

Glulisin ist ein menschliches Insulin-Analog und wird gentechnisch unter Verwendung von

Mikroorganismen (Escherichia coli) hergestellt. Beim Apidra SoloStar ist die Lösung in Kartuschen

abgefüllt, die fest mit dem Injektoren verbunden sind.

Apidra ist ein Antidiabetikum, das auf ärztliche Verordnung verwendet wird, um einen zu hohen

Blutzuckerspiegel bei Patienten ab 4 Jahren mit Diabetes mellitus zu senken.

Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der der Körper nicht ausreichend Insulin produziert,

um den Blutzucker zu kontrollieren (Zuckerkrankheit).

Apidra ist ein raschwirkendes Insulin. Dies bedeutet, dass es 10-20 Minuten nach Verabreichung den

Blutzucker zu senken beginnt.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bitte halten Sie sich hinsichtlich Dosierung, Überwachung (Blutzuckertests), Diät und körperlicher

Aktivität sowie der Injektionstechnik genau an die mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin besprochenen

Anweisungen.

Konsultieren Sie vor Reisen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin und besprechen Sie: die Verfügbarkeit Ihres

Insulins im besuchten Land; die ausreichende Versorgung mit Insulin, Injektionszubehör usw.; die

richtige Aufbewahrung des Insulins während der Reise; Essenszeiten und Insulinverabreichung

während der Reise; mögliche Auswirkungen eines Wechsels in andere Zeitzonen; mögliche neue

Gesundheitsrisiken in den besuchten Ländern.

Wenn Sie krank sind oder grössere Verletzungen haben, kann Ihr Blutzucker ansteigen

(Hyperglykämie).

Wenn Sie nicht ausreichend essen, kann Ihr Blutzucker zu tief absinken (Hypoglykämie). In solchen

Situationen erfordert die Behandlung Ihres Diabetes besondere Sorgfalt. In den meisten Fällen

werden Sie ärztliche Hilfe benötigen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin sofort.

Unterbrechen Sie Ihre Insulinbehandlung nicht und nehmen Sie ausreichend Kohlehydrate ein.

Informieren Sie immer alle Personen, die Sie behandeln und betreuen, darüber, dass Sie Insulin

brauchen.

Wann darf Apidra SoloStar nicht angewendet werden?

Apidra SoloStar darf nicht angewendet werden, wenn Sie auf Insulin Glulisin oder einen in Apidra

enthaltenen Hilfsstoff allergisch reagieren. Apidra darf nicht verwendet werden, falls Ihr Blutzucker

zu tief ist (Hypoglykämie, siehe «Wann ist bei der Anwendung von Apidra SoloStar Vorsicht

geboten?»).

Wann ist bei der Anwendung von Apidra SoloStar Vorsicht geboten?

Beim mit Insulin behandelten Zuckerkranken besteht grundsätzlich das Risiko der Unterzuckerung

(Hypoglykämie), besonders bei unregelmässigen Injektionen, unregelmässiger Nahrungsaufnahme,

bei stark schwankenden oder bei durchschnittlich tiefen Blutzuckerwerten sowie zu

Behandlungsbeginn. Bei der Umstellung ist deshalb besondere Vorsicht angebracht. Dies kann ihre

Sicherheit z.B. beim Führen eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Alkoholkonsum erhöht die Gefährdung zusätzlich, indem er in der Leber den Abbau von Stärke zu

Zucker hemmt.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie früher schwere Hypoglykämien durchgemacht haben, oder wenn

Sie, z.B. mit Mehrfachinjektionen nach dem Basis-Bolussystem (mit Injektoren), eine besonders tiefe

Blutzuckereinstellung zu erreichen versuchen.

Apidra hat einen raschen Wirkungseintritt, sodass eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) nach

erfolgter Injektion rascher auftreten kann als beim löslichen Humaninsulin.

Abgeschwächte Warnsymptome der Unterzuckerung (Hypoglykämie):

In gewissen Situationen, so u.a. auch nach Umstellung von tierischem auf humanes Insulin, können

die Warnsymptome der Hypoglykämie abgeschwächt sein, so dass diese überraschend auftreten

kann: siehe «Welche Nebenwirkungen kann Apidra SoloStar haben?».

Um der Hypoglykämie vorbeugen zu können, sollten Sie Trauben- oder Würfelzucker o.ä. (keine

Zuckerersatzstoffe!) mit sich tragen und bei ersten Anzeichen einnehmen. Sie sollten Ihren

Diabetikerausweis immer mit sich führen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie gleichzeitig

andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Dies ist wichtig, weil sie die Wirkung von Insulin und/oder den Blutzuckerspiegel beeinflussen

können. In diesem Fall kann es notwendig sein, die verabreichte Insulinmenge entsprechend

anzupassen, um zu niedrige oder zu hohe Blutzuckerspiegel zu vermeiden. Berücksichtigen Sie dies

nicht nur dann, wenn Sie ein neues Arzneimittel einnehmen, sondern auch, wenn Sie es wieder

absetzen.

Die nachfolgende Liste erwähnt Beispiele von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln; Ihr

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin ist im Besitz einer ausführlichen Liste.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker senken können, zählen neben anderen Antidiabetika u.a.

gewisse Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, von Infektionskrankheiten, von

Depressionen und von Fieber/Schmerzen (Aspirin). Alkohol kann eine Hypoglykämie

(Unterzuckerung) gefährlich verstärken. β-Blocker können die Anzeichen einer Hypoglykämie

abschwächen oder maskieren.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker erhöhen können, zählen u.a. orale Kontrazeptiva,

Kortikosteroide, gewisse AIDS-, Asthma- oder Allergiebehandlungen, sowie gewisse Neuroleptika

und Diuretika.

Marihuana-Konsum kann auch einen erhöhten Blutzucker verursachen (andere illegale Substanzen

wurden nicht getestet).

Mit einigen Arzneimitteln kann der Blutzucker sowohl ansteigen als auch abfallen.

Fragen Sie immer nach möglichen Wechselwirkungen, wenn Ihnen ein Arzneimittel neu

verschrieben wird oder Sie in einer Apotheke ein Heilmittel kaufen. Denken Sie daran, dass

Interaktionen mit anderen Heilmitteln nicht immer voraussagbar sind und dass Blutzuckermessungen

häufig stattfinden sollten.

Wenn Sie einen zu niedrigen (Hypoglykämie) oder einen zu hohen (Hyperglykämie)

Blutzuckerspiegel haben, kann Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein. Dies

kann die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit Werkzeuge und Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über das Autofahren beraten, falls bei Ihnen

Hypoglykämien häufig sind oder die Warnsymptome der Unterzuckerung abgeschwächt sind oder

fehlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden oder Allergien haben.

Es liegen keine klinischen Erfahrungen zur Anwendung von Apidra bei Kindern unter 4 Jahren und

bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen vor. Es gibt nur wenig Erfahrung zur Verwendung von

Apidra bei Diabetikern mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Darf Apidra SoloStar während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Bisher liegen begrenzte Daten vor über Schwangere, die während der Schwangerschaft gegenüber

Apidra exponiert waren (279 berichtete Schwangerschaften). Diese Daten zeigten keinen Hinweis

auf ein Sicherheitsproblem im Zusammenhang mit der Verwendung dieses Arzneimittels während

der Schwangerschaft oder auf nachteilige Wirkungen auf den Fötus oder das Neugeborene. Apidra

SoloStar soll während der Schwangerschaft und Stillzeit jedoch nur mit Vorsicht angewendet

werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie eine

Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind. Eine Anpassung Ihrer Insulindosis kann

während der Schwangerschaft und nach der Geburt notwendig sein. Für die Gesundheit Ihres Babys

ist es wichtig, dass Ihre Blutzuckerwerte besonders sorgfältig überwacht und Unterzuckerungen

(Hypoglykämien) vermieden werden.

Wenn Sie stillen, kann eine Anpassung Ihrer Insulindosis und Diät erforderlich werden.

Wie verwenden Sie Apidra SoloStar?

Apidra soll kurz vor (0-15 Min.) oder sofort nach dem Essen verabreicht werden.

Entsprechend Ihrer Lebensweise und den Ergebnissen der Blutzuckerbestimmungen sowie der

vorhergehenden Insulinbehandlung wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin festlegen, wieviel Apidra Sie

benötigen.

Apidra SoloStar enthält ein kurz wirkendes Insulin. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verordnet es Ihnen

möglicherweise in Kombination mit einem länger wirkenden Insulin oder einem Basalinsulin, oder

mit Tabletten gegen hohen Blutzucker.

Wenn Sie von einem anderen Insulin auf Insulin Glulisin wechseln, muss die Dosierung durch den

Arzt oder die Ärztin angepasst werden. Es ist empfehlenswert, den Blutzucker regelmässig zu

messen. Wenn Sie glauben, Apidra wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder mit Ihrer Ärztin.

Ihr Blutzuckerspiegel kann durch viele Faktoren beeinflusst werden. Sie sollten diese Faktoren

kennen, um auf Veränderungen Ihres Blutzuckerspiegels richtig reagieren zu können und um Über-

bzw. Unterzuckerungen zu vermeiden (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Apidra SoloStar

haben?»).

Apidra wird unter die Haut (subkutan) injiziert.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie anweisen, in welchen Hautbereich Sie Apidra spritzen sollen.

Apidra kann in die Bauchwand, den Oberschenkel oder den Oberarm injiziert werden oder durch

kontinuierliche Infusion in die Bauchwand verabreicht werden. Der Wirkungseintritt des Insulins ist

etwas rascher, wenn es in den Bauch injiziert wird. Wie für alle Insuline muss die Einstichstelle

innerhalb des Hautbereiches (Bauchwand, Oberschenkel, Oberarm) bei jeder Verabreichung

gewechselt werden.

Kontrollieren Sie vor Gebrauch das Etikett, um Verwechslungen von verschiedenen Insulinen zu

vermeiden. Beim Apidra SoloStar ist die Injektionslösung in Kartuschen abgefüllt, die fest mit

Injektoren verbunden sind. Schauen Sie sich die Kartusche vor Gebrauch an. Verwenden Sie Apidra

SoloStar nur, wenn die Lösung klar und farblos ist und keine sichtbaren Teilchen enthält.

Bewahren Sie den Apidra SoloStar vor dem erstmaligen Gebrauch 1-2 Stunden bei Raumtemperatur

auf. Entfernen Sie vor dem Spritzen alle Luftblasen aus der Kartusche und befolgen Sie die

Bedienungsanleitung für den SoloStar (am Ende dieser Information pour Patientinnen und Patienten)

sorgfältig. Verwenden Sie den SoloStar genau wie in diesen Hinweisen zur Handhabung

beschrieben. Befestigen Sie vor jedem Gebrauch des SoloStar eine neue Nadel. Verwenden Sie nur

Nadeln, die für den SoloStar geeignet sind. Führen Sie vor jeder Injektion einen Sicherheitstest durch

(s. Punkt 3 der Gebrauchsanweisung).

Verwenden Sie grundsätzlich immer einen neuen SoloStar, wenn Sie bemerken, dass Ihre

Blutzuckereinstellung unerwartet schlechter wird. Wenn Sie glauben, dass mit Apidra SoloStar etwas

nicht in Ordnung sein könnte, sehen Sie bitte im Abschnitt «Hilfen» der Hinweise zur Handhabung

nach oder bitten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin um Überprüfung.

Wenn der SoloStar beschädigt ist oder nicht richtig funktioniert (infolge mechanischem Defekt),

muss er entsorgt und ein neuer SoloStar verwendet werden.

Bitte besprechen Sie im voraus mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, was zu tun ist, wenn Sie zuviel

Apidra gespritzt haben, eine Dosis ausgelassen oder eine zu niedrige Dosis injiziert haben.

Falls Sie zuviel Apidra injiziert haben, können Sie eine Hypoglykämie entwickeln. Messen Sie Ihren

Blutzucker häufig. Um eine Hypoglykämie zu vermeiden, müssen Sie im Allgemeinen mehr essen

und den Blutzucker kontrollieren (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Apidra SoloStar haben?»).

Falls Sie eine Dosis ausgelassen oder eine zu niedrige Dosis injiziert haben, kann Ihr

Blutzuckerspiegel zu hoch ansteigen. Messen Sie Ihren Blutzucker häufig. Weitere Informationen

siehe «Welche Nebenwirkungen kann Apidra SoloStar haben?».

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Apidra SoloStar haben?

Bei der Verabreichung wurde über versehentliches Vertauschen des Insulinanalogons Glulisin mit

anderen Insulinen, insbesondere lang wirksamen Insulinen, berichtet. Um Medikationsfehler bei den

verschiedenen Insulinformen zu vermeiden, sollten Sie stets vor der Injektion das Etikett des Insulins

überprüfen.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Apidra SoloStar auftreten:

1. Die wichtigste, plötzlich auftretende und gesundheitsgefährdende unerwünschte Wirkung einer

Insulinbehandlung ist die Unterzuckerung (Hypoglykämie).Hypoglykämie ist eine unerwünschte

Wirkung, die sehr häufig genannt wird (kann bei einer von 10 Personen auftreten).

a) Folgende Anzeichen weisen auf eine Hypoglykämie hin:

Schwitzen, Hungergefühl, Zittern (sogenannte vegetative Warnsymptome, die durch die

Gegenreaktion des Körpers auf die Unterzuckerung entstehen), Herzklopfen, Kopfschmerzen, sowie

Konzentrationsstörungen, auffälliges Verhalten und Bewusstseinsstörungen (Reizbarkeit,

Aggressivität, Verwirrtheit, Benommenheit) und Koordinations-, Seh- oder Sprachstörungen. Wird

die Behandlung unterlassen, kann es zur Bewusstlosigkeit kommen. Diese Zeichen entstehen, weil

das Gehirn zuwenig Zucker erhält.

b) Abgeschwächte veränderte Warnzeichen der Hypoglykämie:

Besonders bei Einstellung auf tiefe Blutzuckerwerte, aber auch bei lange bestehender

Zuckerkrankheit, bei Präparatewechsel u.a. können die vegetativen Warnsymptome der

Hypoglykämie abgeschwächt sein (siehe oben). Dies wurde von einigen Patienten nach Umstellung

von tierischem auf humanes Insulin, aber auch sonst gelegentlich bei Präparatewechsel, beobachtet.

Eine Hypoglykämie kann sich dann auch primär und überraschend durch Konzentrationsstörungen,

auffälliges Verhalten und Bewusstseinsstörungen anzeigen, die dazu führen können, dass Sie u.U.

nicht früh genug mit Einnahme von Zucker reagieren. Achten Sie selbst auf diese veränderten

Symptome und weisen Sie auch ihre Umgebung darauf hin.

Die Umstellung auf ein anderes Insulinpräparat soll nur unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle und

nach entsprechender Instruktion erfolgen. Auch Dosis und Zeitpunkt der Injektion sollen nur nach

Absprache mit dem Arzt oder auf seine Anweisung geändert werden.

c) Behandlung der Hypoglykämie:

Nehmen Sie bei ersten Anzeichen Trauben- oder Würfelzucker (mindestens 2 - 4 Stück) ein. Bei

noch erhaltenem Bewusstsein kann Würfelzucker auch durch eine Fremdperson zwischen Wange

und Zahnreihe gelegt werden. Bei schweren Fällen eventuell Glucagon 0,5 -1 mg durch eine

Hilfsperson oder den Arzt injizieren lassen, wonach Sie sobald als möglich

Zucker/kohlenhydratreiche Nahrung (Brot, Obst) einnehmen.

d) Ursachen der Hypoglykämie:

Insbesondere das Auslassen einer Mahlzeit, aussergewöhnliche körperliche Anstrengung, Erbrechen,

allenfalls Durchfall oder eine Insulinüberdosierung kommen in Frage, ebenso Erkrankungen, die den

Insulinbedarf vermindern, oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Nach jeder schweren

Hypoglykämie ist der Arzt bzw. die Ärztin zu informieren, und die Blutzuckereinstellung ist zu

überprüfen.

2. Hautreaktionen und allergische Reaktionen sind häaufige unerwünschte Wirkungen (höchstens bei

1 von 10 Personen).

Reaktionen an der Einstichstelle können vorkommen (z.B. Rötung, ungewohnt starker Schmerz beim

Spritzen, Juckreiz, Quaddelbildung, Schwellung oder Entzündung). Sie können sich auch auf die

Umgebung der Einstichstelle ausbreiten. Die meisten leichteren Reaktionen bilden sich gewöhnlich

innerhalb von wenigen Tagen bzw. Wochen zurück.

3. Generalisierte allergische Reaktionen auf Insulin treten gelegentlich auf (bei höchstens 1 von 100

Personen) sind aber potenziell schwerwiegender. Sie können Hautauschlag (einschliesslich Jucken)

am gesamten Körper, Atemnot, Keuchen, Blutdruckabfall, raschen Puls oder Schwitzen verursachen.

Schwere generalisierte Reaktionen einschliesslich anaphylaktischem Schock können

lebensbedrohlich sein.

4. Sonstige seltene Nebenwirkungen (können bei 1 von 1000 Personen auftreten) : Wenn Sie Insulin

zu häufig in dieselbe Hautstelle spritzen, kann das Fettgewebe unter der Haut schrumpfen oder auch

wachsen (sog. Lipodystrophie). Insulin, das in diese Stelle gespritzt wird, wirkt möglicherweise

schlechter. Ein Wechsel der Einstichstelle bei jeder Injektion kann helfen, diese Hautveränderungen

zu vermeiden.

5. Ein übermässiger Anstieg des Blutzuckerwerts (Hyperglykämie) ist eine Nebenwirkung, deren

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht einschätzbar ist. Hyperglykämie kann

innerhalb weniger Stunden oder eines Tages zum diabetischen Koma führen. Ursache hierfür sind

Diätfehler, Auslassen oder Verringern der Insulininjektionen oder Missachten eines erhöhten

Insulinbedarfs (Infektionen mit oder ohne Fieber). Nehmen Sie bei folgenden Anzeichen umgehend

Kontakt mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin auf: zunehmender Durst, Ausscheidung grosser

Urinmengen, Appetitverlust, Müdigkeit, beschleunigte und oberflächliche Atmung, übermässig stark

erhöhter Blutzuckerspiegel, überhöhte Glukose- und Acetonwerte im Urin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren. Um ernste Folgen zu vermeiden,

informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn eine Nebenwirkung schwer ist,

plötzlich auftritt oder sich schnell verschlechtert.

Was ist ferner zu beachten?

Apidra SoloStar muss bis zum Anbruch im Kühlschrank (+2 °C bis +8 °C) gelagert werden (nicht zu

nahe am Gefrierfach oder an den Kühlelementen). Nicht einfrieren! In der Originalverpackung

aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

In Reserve gehaltene und/oder im Gebrauch befindliche Apidra SoloStar sollten bei

Umgebungstemperatur (15-25 °C) und maximal 4 Wochen lang aufbewahrt werden. Danach sind sie

zu verwerfen. Deshalb wird empfohlen, das Anbruchsdatum auf der Etikette des vorgefüllten

Injektors zu notieren.

Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht mehr im Kühlschrank lagern,

nicht einfrieren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Apidra SoloStar darf nur verwendet werden, wenn die Lösung klar und farblos ist und keine

sichtbaren Partikel enthält.

Apidra SoloStar soll ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Verwenden Sie für den SoloStar entwickelte Nadeln.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Apidra SoloStar enthalten?

1 ml der Lösung enthält als Wirkstoff 100 Units Insulin Glulisin. Das Insulinanalogon Glulisine wird

mithilfe genetisch veränderter Escherichia coli Bakterien hergestellt.

Hilfsstoffe: Trometamol, Polysorbat 20, Natriumchlorid; Konservierungsmittel: Metacresol; Wasser

für Injektionszwecke.

Zulassungsnummer

58056 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Apidra SoloStar? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Apidra SoloStar ist in Packungen zu 5 vorgefüllten Injektoren erhältlich.

1 vorgefüllter Injektor enthält 3 ml Injektionslösung, entsprechend 300 Units Insulin Glulisin.

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.