Anxiolit forte

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Anxiolit forte 50 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 60 Monate,10 x 30 Stück (Sammelpackung), Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Anxiolit forte 50 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Oxazepam
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 14857
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-04-1975
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Anxiolit forte 50 mg-Tabletten

Wirkstoff: Oxazepam

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Anxiolit und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Anxiolit beachten?

Wie ist Anxiolit einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Anxiolit aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Anxiolit und wofür wird es angewendet?

Der Wirkstoff Oxazepam ist ein Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine.

Oxazepam besitzt vor allem angst- und spannungslösende Eigenschaften und wirkt auch

schlaffördernd.

Anxiolit forte 50 mg-Tabletten führen bei schweren Angst- und Erregungszuständen zu einer

ausgeglichenen Stimmungslage. Anxiolit kann jedoch nur die Symptome von Angst- und

Spannungszuständen lindern, beseitigt aber nicht deren Ursachen.

Arzneimittel aus der Gruppe der Benzodiazepine dürfen nur auf ärztliche Anordnung und nur

bei schweren, stark beeinträchtigenden Störungen angewendet werden, die durch andere

Maßnahmen nicht behoben werden können.

Anxiolit forte wird zur ergänzenden kurzfristigen Behandlung von schweren Angst-,

Spannungs- und Erregungszuständen bei Erwachsenen angewendet.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Anxiolit beachten?

Anxiolit darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Oxazepam, gegen andere Arzneimittel aus der Gruppe der

Benzodiazepine oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind;

wenn Sie an einer schweren Beeinträchtigung Ihrer Atemtätigkeit leiden;

wenn Sie an krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden;

wenn Sie an grünem Star erkrankt sind;

wenn Sie an Störungen der Bewegungsabläufe leiden;

wenn

eine

akute

Alkoholvergiftung

oder

Vergiftung

anderen

beruhigend

wirkenden Stoffen (Schmerzmittel, Schlafmittel, Psychopharmaka) haben;

wenn

anderen

Mitteln,

einschließlich

Alkohol,

Arzneimitteln

oder

anderen

Substanzen, abhängig sind oder waren;

wenn Ihre Leberfunktion stark beeinträchtigt ist;

wenn

akut

oder

seit

längerer

Zeit

immer

wieder

(‚chronisch‘)

bestimmten

psychischen Störungen (Psychosen) leiden;

falls Sie zu Atemstillstand im Schlaf neigen;

von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Anxiolit einnehmen,

wenn

niedrigem

Blutdruck,

Herzschwäche

oder

hirnorganischen

Veränderungen leiden. Ihr Arzt wird erforderlichenfalls die Behandlung mit Oxazepam

anpassen. Dies gilt auch für ältere und geschwächte Personen, da diese möglicherweise

auf Benzodiazepine empfindlicher reagieren. Durch die muskelentspannende Wirkung

ist die Gefahr von Stürzen erhöht.

wenn Sie an einer schweren Funktionsstörung der Leber leiden, da Ihr Gehirn Schaden

erleiden kann.

wenn Sie an einer Funktionsstörung der Nieren leiden – Ihr Arzt wird gegebenenfalls die

Dosis reduzieren.

wenn

eine

chronische

Atemwegserkrankung

haben,

Risiko

einer

Verschlechterung der Atemfunktion besteht.

wenn Sie an Depressionen und/oder an Angststörungen leiden, die von Depressionen

begleitet sind. Arzneimittel aus der Gruppe der Benzodiazepine eignen sich nicht zur

alleinigen Behandlung von Depressionen. Eine bestehende Depression kann durch die

Behandlung zum Ausbruch kommen bzw. verschlechtert werden. Manchmal kann die

Einnahme von Benzodiazepinen zu selbstzerstörerischen Gedanken führen. In solchen

Fällen kontaktieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie das nächste

Krankenhaus auf.

wenn Sie an Epilepsie leiden, denn Arzneimittel wie Anxiolit können in diesem Fall

Krampfzustände auslösen.

Wenden Sie Anxiolit nicht gleichzeitig mit anderen Beruhigungsmitteln oder mit Alkohol an,

da es dabei vermehrt zu Nebenwirkungen kommen kann.

Es empfiehlt sich, die erste Einnahme von Anxiolit an einem Wochenende und in gewohnter

Umgebung vorzunehmen.

Schläfrigkeit, die nach abendlicher Einnahme auch noch am folgenden Tag anhalten kann

(„Hang-over“-Effekt), ist möglich.

Nicht alle Angst-, Spannungs- und Erregungszustände oder Schlafstörungen bedürfen einer

medikamentösen

Behandlung.

sind

häufig

Folgeerscheinungen

körperlicher

oder

seelischer Erkrankungen und können durch andere Maßnahmen oder gezielte Behandlung

der Grundkrankheiten behoben werden.

Behandlungsdauer

Anxiolit forte soll so kurz wie möglich (im Allgemeinen als Einzelgaben oder nur wenige

Tage) und in so niedriger Dosierung wie absolut notwendig angewendet werden.

Eine

ununterbrochene,

längerfristige

Anwendung

soll

vermieden

werden,

dies

Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Entzugserscheinungen und Abhängigkeit vergrößert

(siehe weiter unten).

Wenn Ihnen Ihr Arzt Laboruntersuchungen verordnet (z.B. falls Sie Anxiolit forte mehr als ein

paar Tage eingenommen haben), müssen Sie diese durchführen lassen, da die länger

dauernde Einnahme von Oxazepam zu Veränderungen des Blutbildes und der Leberwerte

führen kann.

Gewöhnung

Wenn Arzneimittel aus der Gruppe der Benzodiazepine mehrere Wochen lang wiederholt

angewendet werden, kann es zu einer Abschwächung ihrer Wirkung kommen.

Abhängigkeit/Entzugssymptome

Die Anwendung von Schlaf- und Beruhigungsmitteln dieser Gruppe kann zu psychischer und

körperlicher Abhängigkeit führen. Dieses Risiko erhöht sich weiter, wenn das Arzneimittel in

höherer Dosierung und längerfristig eingenommen wird oder wenn Patienten schon früher

von Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen abhängig waren.

Wenn sich eine Abhängigkeit entwickelt hat, kommt es bei plötzlicher Beendigung der

Behandlung zu Entzugserscheinungen; diese können sich in Form von Kopfschmerzen,

Muskelschmerzen, schweren Angst- und Spannungszuständen, Unruhe, Verwirrung und

Reizbarkeit

äußern.

schweren

Fällen

können

auch

Wahrnehmungs-

Persönlichkeitsstörungen,

Gefühllosigkeit

oder

Kribbeln

Armen

Beinen,

Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen oder Berührung, Halluzinationen oder

epileptische Anfälle auftreten.

Die Dauer der Einnahme ist daher so kurz wie möglich zu halten. Eine ununterbrochene,

längerfristige

Anwendung

soll

vermieden

werden,

dies

Wahrscheinlichkeit

Auftretens von Entzugserscheinungen und Abhängigkeit vergrößert.

Das Risiko für das Auftreten von Entzugserscheinungen nimmt auch zu, wenn Arzneimittel

wie Anxiolit gleichzeitig mit anderen Schlaf- oder Beruhigungsmitteln angewendet werden.

Nach Ende der Behandlung können die ursprünglichen Angstzustände oder Schlafstörungen

vorübergehend

verstärkt

auftreten.

Daneben

können

weitere

Symptome,

z.B.

Stimmungsveränderungen

oder

Unruhe,

vorkommen.

Risiko

für

Auftreten

solcher Reaktionen nach plötzlichem Abbrechen der Behandlung größer ist, sollte die

Behandlung langsam und schrittweise beendet werden.

Sogenannte paradoxe Reaktionen

Unruhe, Erregtheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wutanfälle, Alpträume,

Halluzinationen, Psychosen und verschiedene Verhaltensauffälligkeiten sind Reaktionen, die

im Zusammenhang mit der Anwendung von Benzodiazepinen berichtet wurden. Diese

Reaktionen treten bei älteren Personen häufiger auf. Sollten derartige Reaktionen bei Ihnen

auftreten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Gedächtnisstörungen (Erinnerungslücken)

Mit Arzneimitteln aus der Gruppe der Benzodiazepine wurde über das Auftreten von zeitlich

begrenzten Erinnerungslücken (meist einige Stunden nach der Einnahme) berichtet. Das

bedeutet,

dass

sich

manche

Patienten

z.B.

Handlungen,

nach

Medikamenteneinnahme ausgeführt haben, später nicht mehr erinnern können. Anxiolit sollte

daher nur dann eingenommen werden, wenn Sie damit rechnen können, dass Sie nach der

Einnahme eine Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden einhalten können.

Kinder und Jugendliche

Anxiolit forte darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Einnahme von Anxiolit zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

ein-

nehmen/anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Medikamente und andere Mittel können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen.

gleichzeitigen

Anwendung

Oxazepam

anderen

zentrale

Nervensystem

dämpfend

wirkenden

Stoffen

kann

erheblicher

gegenseitiger

Wirkungsverstärkung

kommen.

Dazu

gehören:

Alkohol,

Beruhigungs-

Schlafmittel,

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und zur Behandlung von Krampfanfällen,

bestimmte

Arzneimittel

Behandlung

Allergien

oder

Schmerzen,

bestimmte

blutdrucksenkende

Mittel

(sogenannte

Beta-Blocker),

bestimmte

Narkosemittel

sowie

Arzneimittel, die die Muskelspannung herabsetzen.

Wenn Sie Anxiolit zusammen mit sogenannten Narkoanalgetika (sehr starke Schmerzmittel

wie z.B. Opiate) kombinieren, kann es zu einer Verstärkung der euphorisierenden Wirkung

kommen, was zu einem erhöhten Risiko einer psychischen Abhängigkeit führt.

Bestimmte Arzneimittel gegen Herz- oder Atembeschwerden (Theophyllin, Aminophyllin)

können hingegen die beruhigende Wirkung von Benzodiazepinen (unter anderen auch

Anxiolit) verringern.

gleichzeitige

Anwendung

Anxiolit

forte

Opioiden

(starke

Schmerzmittel,

Arzneimittel zur Substitutionstherapie und einige Hustenmedikamente) erhöht das Risiko für

Benommenheit,

Schwierigkeiten

beim

Atmen

(Atemdepression)

sowie

Koma

kann

lebensbedrohlich sein. Daher darf die gleichzeitige Anwendung nur dann erwogen werden,

wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Wenn Ihnen Ihr Arzt jedoch Anxiolit forte gemeinsam mit einem Opioid verschreibt, muss die

Dosis und die Dauer der gemeinsamen Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Opioide, die Sie einnehmen, und befolgen Sie die

Dosisempfehlung Ihres Arztes genau. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu

informieren, auf die oben genannten Anzeichen und Beschwerden zu achten. Kontaktieren

Sie Ihren Arzt beim Auftreten solcher Beschwerden.

Bei gleichzeitiger Einnahme empfängnisverhindernder Hormonpräparate („Pille“) kann die

Wirkung von Oxazepam vermindert sein. Wechselwirkungen sind auch mit sogenannten

„MAO-Hemmern“ (bestimmte gegen Depressionen gerichtete Arzneimittel) möglich.

Wenn Sie unter Dauerbehandlung mit anderen Arzneimitteln, z.B. gegen hohen Blutdruck

oder

Diabetes

(„Zuckerkrankheit“),

stehen,

sind

Ausmaß

möglicher

Wechselwirkungen mit Oxazepam nicht sicher vorhersehbar und die Behandlung muss

besonders sorgfältig überwacht werden. Teilen Sie daher dem behandelnden Arzt vor

Beginn der Behandlung mit, ob entsprechende Dauerbehandlungen bestehen.

Einnahme von Anxiolit zusammen mit Alkohol

Vermeiden Sie während der Behandlung jeglichen Alkoholgenuss, da es durch Alkohol zu

einer gefährlichen Verstärkung der dämpfenden Wirkungen kommt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

sollte

Ihnen

Anxiolit

Ausnahmefällen

zwingenden

Gründen verordnet werden, da der Wirkstoff den kindlichen Kreislauf ungehindert erreichen

kann.

längerer

Einnahme

Oxazepam

während

Schwangerschaft

können

beim

Neugeborenen

Entzugserscheinungen

auftreten.

Eine

Anwendung

gegen

Ende

Schwangerschaft oder während der Geburt kann beim Neugeborenen zu verminderter

Aktivität,

vermindertem

Blutdruck,

erniedrigter

Körpertemperatur,

Atemstillstand,

herabgesetzter Muskelspannung, Gewichtsverlust und Saugschwäche sowie Anpassungs-

schwierigkeiten der Körperwärme an kalte Umgebungstemperaturen führen.

Bei unbedingt notwendiger Einnahme während der Stillzeit soll abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung:

Dieses

Arzneimittel

kann

Reaktionsfähigkeit

Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

kann

einer

Sedierung

(Dämpfung

Bewusstseins),

Gedächtnislücken,

Konzentrations-

Muskelfunktionsstörungen

kommen.

allem

Beginn

Behandlung, bei nicht ausreichender Schlafdauer und im Zusammenwirken mit Alkohol kann

Oxazepam

geistige

Aufmerksamkeit

beeinträchtigen.

Dies

wirkt

sich

besonders

gefährlich beim Lenken von Kraftfahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen aus. Daher

sollten Sie das Lenken von Fahrzeugen, das Bedienen von Maschinen oder sonstige

gefahrvolle Tätigkeiten ganz, zumindest jedoch während der ersten Tage der Behandlung

unterlassen.

Entscheidung

jedem

Einzelfall

trifft

behandelnde

Arzt

unter

Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

Anxiolit forte enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Anxiolit forte erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie an einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Anxiolit forte einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung von Anxiolit forte und die Behandlungsdauer legt Ihr Arzt individuell fest.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt folgende Dosierungsrichtlinie:

Die Behandlung wird im Allgemeinen mit einer halben bis einer Tablette (25 bis 50 mg

Oxazepam) täglich begonnen. Es empfiehlt sich, die Dosis abends vor dem Schlafengehen

einzunehmen.

Die weitere Dosierung wird je nach Bedarf und Verträglichkeit vom Arzt festgelegt.

Die Anwendung höherer Dosierungen (maximal 150 mg Oxazepam pro Tag) ist in seltenen

Fällen notwendig und erfolgt in der Regel nur im Krankenhaus.

Ältere

oder

geschwächte

Personen

Patienten

Kreislaufschwäche

oder

Atemproblemen erhalten eine halbe Tablette (25 mg Oxazepam) täglich und werden in der

Regel besonders engmaschig vom Arzt überwacht, da sie empfindlicher auf Oxazepam

reagieren können.

Auch

Patienten

Leberfunktionsstörungen

oder

starker

Einschränkung

Nierenfunktion benötigen meist eine niedrigere Dosierung.

Patienten

schwerer

Beeinträchtigung

Leberfunktion

dürfen

Anxiolit

forte

nicht

einnehmen.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tablette unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Mahlzeit ein.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Dauer der Anwendung

Die Anwendungsdauer wird vom Arzt bestimmt und ist auf Einzelgaben bzw. auf wenige

Tage zu beschränken.

Falls Anxiolit länger (mehr als 1 Woche) eingenommen oder die Einnahme plötzlich beendet

wird, können die ursprünglichen Symptome vorübergehend verstärkt wieder auftreten (siehe

auch Abschnitt 2 unter ‚Abhängigkeit/Entzugssymptome‘). Daher sollte die Anwendung nach

Anweisung des Arztes durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Anxiolit eingenommen haben als Sie sollten

Überdosierung

kommt

Müdigkeit,

Schläfrigkeit,

Bewusstseinstrübung,

schwereren

Fällen

auch

Koma-ähnlichen

Zuständen,

Atembeschwerden,

bläulicher

Verfärbung der Haut und Schleimhaut, Absinken des Blutdrucks, Kollaps, Störungen der

Reflexe oder der Bewegungskoordination und Muskelschlaffheit. Besonders während der

Abklingphase der Vergiftung kann es auch zu akuter Übererregung kommen.

Falls zusätzlich Alkohol oder andere Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen wurden,

muss mit möglicherweise lebensbedrohlichen Wirkungen gerechnet werden.

Wenn derartige Erscheinungen auftreten oder Sie diese Zeichen bei jemandem feststellen,

der Oxazepam eingenommen hat, verständigen Sie sofort einen Arzt.

Weitere Informationen für das medizinische Fachpersonal befinden sich am Ende der

Packungsbeilage.

Wenn Sie die Einnahme von Anxiolit vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben, sondern nehmen Sie die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Anxiolit abbrechen

Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen dürfen Sie die Einnahme von Anxiolit nicht

eigenmächtig abbrechen (siehe auch Abschnitt 2 unter ‚Abhängigkeit/Entzugssymptome‘).

Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt und befolgen Sie seine Dosierungsanweisungen. Er

wird die Behandlung schrittweise beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, emotionale Betäubung, verminderte Aufmerksamkeit,

Verwirrung,

Müdigkeit,

Kopfschmerz,

Schwindel,

Muskelschwäche,

Störungen

Bewegungskoordination oder Doppeltsehen treten vor allem am Beginn der Behandlung auf

und verschwinden üblicherweise bei wiederholter Anwendung.

Folgende weitere Nebenwirkungen wurden berichtet:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Appetitsteigerung

Verwirrtheit,

Antriebslosigkeit,

Gleichgültigkeit,

Bewegungsunfähigkeit,

Depression,

Veränderung der sexuellen Erregbarkeit, Verminderung der Merkfähigkeit oder des

Reaktionsvermögens;

allem

alten

schwachen

Patienten

kann

gegenteiligen Reaktionen (akute Übererregung, Wutanfälle, Halluzinationen) kommen.

Kopfschmerzen, Schwindel, Störungen der Bewegungsabläufe, undeutliches Sprechen,

Zittern, Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden, Muskelschwäche

Sehstörungen (Doppeltsehen), Augenzittern

niedriger oder hoher Blutdruck, kurz dauernde Ohnmacht

Atembeschwerden

Übelkeit, Durchfall

Gelbsucht, Veränderungen der Leberwerte

Wasseransammlung im Gewebe, Hautrötung, Hautausschlag

Störungen beim Harnlassen, unfreiwilliger Harnabgang (Harnträufeln)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Blutbildungsstörungen

Erinnerungslücken

Störungen des Menstruationszyklus (Regelstörungen)

Häufigkeit

nicht

bekannt

(Häufigkeit

Grundlage

verfügbaren

Daten

nicht

abschätzbar)

Die Anwendung von Benzodiazepinen kann selbst bei der empfohlenen Dosierung zur

Entwicklung einer körperlichen Abhängigkeit führen. Bei Absetzen der Behandlung kann

Entzugserscheinungen

oder

einem

erneuten

Auftreten

ursprünglichen

Beschwerden kommen (siehe Abschnitt 2 unter ‚Abhängigkeit/Entzugssymptome‘). Auch

psychische

Abhängigkeit

missbräuchliche

Verwendung

Benzodiazepinen

wurden berichtet.

Nebenwirkungen wie Mattigkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit, starke Abgeschlagenheit und

insbesondere bei älteren oder geschwächten Patienten Benommenheit entsprechen

beruhigenden

Effekt

Wirkstoffs

sind

dosisabhängig.

Anfängliche

Müdigkeitserscheinungen

bilden

sich

entsprechender

Dosisverminderung

Allgemeinen von selbst zurück.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe

unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass

mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5. Wie ist Anxiolit aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verw. bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Anxiolit forte enthält

Der Wirkstoff ist: Oxazepam. 1 Tablette enthält 50 mg Oxazepam.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Milchzucker,

Maisstärke,

Polyvinylpyrrolidon,

Natriumcarboxymethylstärke,

Talkum,

Magnesiumstearat.

Wie Anxiolit forte aussieht und Inhalt der Packung

Weiße Tabletten, gewölbt, eine Seite mit Bruchkerbe.

30 Stück

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Z.Nr.: 14.857

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung:

Symptome

Wie bei anderen Benzodiazepinen sollte eine Überdosierung von Oxazepam keine Lebens-

bedrohung darstellen, sofern es nicht gemeinsam mit anderen auf das ZNS dämpfend

wirkenden Substanzen (einschließlich Alkohol) eingenommen wurde.

Eine Überdosierung an Benzodiazepinen äußert sich in Müdigkeit und Somnolenz sowie

Bewusstseinstrübung bis zum komatösen Zustand; in schweren Fällen können zentrale

Atemdepression, Zyanose, Blutdruckabfall und Kollaps, Reflexabschwächung bzw. -verlust,

Ataxie, eventuell muskuläre Dystonie bzw. Dyskinesie auftreten.

Insbesondere in der Abklingphase der Intoxikation können hochgradige Erregungszustände

vorkommen.

gleichzeitigem

Alkoholkonsum

bzw.

gleichzeitiger

Hypnotika-

oder

Sedativa-Einnahme

dosisabhängig

Möglichkeit

lebensbedrohlicher

toxischer

Wirkungen zu rechnen.

Therapiemaßnahmen

Bei der Behandlung einer Überdosierung mit Oxazepam sollte in Betracht gezogen werden,

dass mehrere Arzneimittel eingenommen worden sein könnten.

Nach

einer

Überdosierung

sollte

Patient

(innerhalb

einer

Stunde)

Erbrechen

gebracht werden, sofern er bei Bewusstsein ist. Ist er ohne Bewusstsein, muss, unter Schutz

der Atemwege, eine Magenspülung eingeleitet werden. Bringt die Magenentleerung keinen

Nutzen, sollte Aktivkohle verabreicht werden, um die Absorption zu reduzieren. Bei sicherem

Ausschluss anderer Toxika vorsorgliche Dauerüberwachung. Bei Ateminsuffizienz assistierte

Beatmung.

Periphere

Kreislaufmittel

Volumensubstitution

Bedarf.

Erregungszuständen, Krämpfen oder Koma: Intensivtherapie.

Als Antidot eignet sich Flumazenil nur unter engmaschig kontrollierten Bedingungen; die

kurze Halbwertszeit von Flumazenil (ca. 1 Stunde) verlangt die Überwachung des Patienten

nach dem Nachlassen der Wirkung. Es ist zu bedenken, dass Flumazenil in Gegenwart von

Arzneimitteln,

Krampfschwelle

herabsetzen

(z.B.

trizyklische

Antidepressiva),

kontraindiziert

ist.

Anwendung

Flumazenil

soll

Epilepsiepatienten

sowie

Patienten mit einer Benzodiazepinabhängigkeit vermieden werden.

Für

weitere

Informationen

bezüglich

sicheren

Anwendung

Flumazenil

siehe

Fachinformation flumazenilhaltiger Arzneimittel.

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OeKolp® forte Kombi-Packung

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13-11-2018

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26-9-2018

FORTEKOR PLUS (Elanco GmbH)

FORTEKOR PLUS (Elanco GmbH)

FORTEKOR PLUS (Active substance: pimobendan / benazepril) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6321 of Wed, 26 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/2804/T/11

Europe -DG Health and Food Safety

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Klacid Saft® Forte 250 mg/5 ml

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GeloMyrtol® forte

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18-7-2018

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Soledum® Kapseln forte 200 mg

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Epiduo Forte

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Calcium D3-ratiopharm® forte

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24-5-2018

ZOCOR/ZOCOR FORTE

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