Antihydral

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Antihydral Salbe
  • Darreichungsform:
  • Salbe
  • Zusammensetzung:
  • methenaminum 130 mg, zinci oxidum, kaolinum ponderosum, glycerolum, color.: E 172, excipiens ad-Salbe für 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Antihydral Salbe
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Antihydroticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 33848
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-05-1968
  • Letzte Änderung:
  • 11-09-2017

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen. Dieses

Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben erhalten

oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke bezogen. Wenden Sie das

Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes oder des

Apothekers bzw. der Ärztin oder der Apothekerin an, um den grössten Nutzen zu haben. Bewahren

Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Antihydral®

Was ist Antihydral und wann wird es angewendet?

Antihydral ist eine Salbe, die auf die Haut bei starken Schweissabsonderungen aufgetragen wird.

Eine übermässig starke Schweissabsonderung, die insbesondere in Achselhöhlen, an Händen und

Füssen vorkommt, wird mit Antihydral eingeschränkt. So können auch Hautkrankheiten, die in

engem Zusammenhang mit starken Schweissabsonderungen stehen, bekämpft werden.

Unangenehmer und lästiger Körpergeruch bei verstärkter Schweissabsonderung wird unterbunden.

Wann darf Antihydral nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf einen Inhaltsstoff des Präparats sowie auf Formaldehyd darf

das Präparat nicht angewendet werden. Antihydral darf nicht auf nässende oder blasig veränderte

Hautstellen aufgetragen werden.

Wann ist bei der Anwendung von Antihydral Vorsicht geboten?

Tritt nach Anwendung von Antihydral eine Reizung oder starke Rötung der Haut auf, ist von einer

weiteren Anwendung Abstand zu nehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie

- an anderen Krankheiten leiden,

- Allergien haben oder

- andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Antihydral während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Systematische wissenschaftliche Untersuchungen an Schwangeren wurden nie durchgeführt.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt oder den Apotheker bzw. die Ärztin oder die Apothekerin um Rat fragen. In

der Stillzeit sollte Antihydral nicht an der Brust angewendet werden.

Wie verwenden Sie Antihydral?

Erwachsene:

Antihydral wird 1 - 2 mal täglich auf die betroffenen Hautbezirke dünn aufgetragen. Antihydral soll

bis zum Nachlassen der übermässigen Schweissabsonderungen verwendet werden. Dann kann die

Anwendung je nach Bedarf in grösseren Zeitabständen erfolgen. Schwitzende Fusshaut ist meist

schon nach wenigen Tagen trocken und widerstandsfähig gegen Wundlaufen und Blasenbildung.

Nach wenigen Wochen tritt durch die natürliche Abschilferung gewöhnlich wieder eine zartere und

zum Schwitzen neigende Haut in Erscheinung, welche dieselbe Behandlung erfordert. Achsel- und

Handschweiss, die bekanntlich schwerer zu beeinflussen sind, erfordern längere Zeit 1 - 2 mal

tägliches Auftragen von Antihydral. Auch hier machen Rückfälle eine Wiederholung der

Behandlung notwendig. Zur Vorbeugung des Wundseins von Körperspalten, z. B. Schenkel- und

Gesässspalte, sowie als Schutzsalbe für Prothesenträger und zur Vorbeugung des Wundliegens

(Dekubitus) soll Antihydral an den gefährdeten Stellen je nach Bedarf angewendet werden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Die Anwendung und Sicherheit von Antihydral bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft

worden.

Welche Nebenwirkungen kann Antihydral haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Antihydral auftreten:

Eine Überempfindlichkeit gegenüber Formaldehyd kann sich entwickeln. Bei Personen mit einer

Überempfindlichkeit gegenüber Formaldehyd können Hautausschlag oder Ekzeme auftreten.

Unterbrechen Sie dann die Anwendung und informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw.

Ihre Ärztin oder Apothekerin. Falls die Haut im Laufe der Behandlung zu trocken und spröde wird,

sollte vorübergehend eine fetthaltige Salbe aufgetragen werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel sollen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden. Das Arzneimittel darf nur bis zu

dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Die Tube ist nach

Gebrauch immer gut zu verschliessen, um ein Austrocknen zu vermeiden. Bei Raumtemperatur (15 -

25 °C) aufbewahren. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Antihydral enthalten?

Methenamin 130 mg, weisser Ton, Zinkoxid 150 mg, Glycerol, Aromastoffe, Farbstoffe: E 172

(Eisenoxid) sowie weitere Hilfsstoffe pro 1 g Salbe.

Zulassungsnummer

33848 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Antihydral? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Antihydral in Apotheken ohne ärztliche Verschreibung. Es gibt Packungen zu 25 g.

Zulassungsinhaberin

Iromedica AG, 9014 St. Gallen

Diese Packungsbeilage wurde im November 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.