Antabuse

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Antabuse Tablette 400 mg
  • Dosierung:
  • 400 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Antabuse Tablette 400 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE038647
  • Letzte Änderung:
  • 06-04-2018

Packungsbeilage

Antabuse-pil-de-01022016

01/02/2016

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

ANTABUSE 400 mg Tabletten

(Disulfiram)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wensen Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht :

Was ist Antabuse und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Antabuse beachten?

Wie ist Antabuse anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Antabuse aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ANTABUSE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Antabuse ist ein Arzneimittel auf der Basis des Wirkstoffes Disulfiram.

Es wird zur Behandlung von chronischem Alkoholismus verschrieben. Man spricht von chronischem

Alkoholismus, wenn man nach wiederholten Versuchen weniger zu trinken oder den Alkoholkonsum

abzubrechen, stets in das alte Trinkschema zurückfällt.

Antabuse wird bei der Alkoholentwöhnung angewendet. Die Anwendung von Antabuse allein ist

selten ausreichend. Darum wird es allein als Hilfsmittel im Rahmen einer allgemeinen Behandlung

von chronischem Alkoholismus angewendet.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON ANTABUSE BEACHTEN?

Antabuse

darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Disulfiram oder einen der in Abschnitt 6. Genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittel sind.

wenn Sie in den letzten 24 Stunden Alkohol (Ethanol) oder alkoholische Getränke getrunken

haben (siehe auch den Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen").

wenn Sie an Herzinsuffizienz, einer schweren Herzerkrankung oder anderen Herz- und

Gefäßerkrankungen leiden.

wenn Sie an einer neuropsychiatrischen Störung wie Psychose (eine schwere Geisteskrankheit)

oder Persönlichkeitsstörungen oder an einer peripheren Neuropathie (schlechte

Nervenfunktion der Gliedmaßen) leiden oder gelitten haben.

wenn Sie an einer schweren Hirnverletzung leiden.

wenn Sie an einer Leberkrankheit leiden.

Gebrauchsinformation

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01/02/2016

im Falle einer plötzlichen (akuten) Alkoholvergiftung (Alkoholintoxikation) oder im Falle eines

impulsiven Verhaltens gegenüber Alkohol.

wenn Sie an Epilepsie (Fallsucht) leiden.

wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.

wenn Sie schwanger sind oder glauben, dass Sie schwanger sind.

wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wenn Sie an Atembeschwerden, Störungen der Nierenfunktion oder der Leberfunktion oder

hormonellen Störungen (insbesondere Schilddrüsenstörungen) leiden. Informieren Sie Ihren

Arzt, bevor Sie Antabuse anwenden.

Wenn Sie an Hypertonie (erhöhter Blutdruck) leiden. In diesem Fall müssen Ihr Blutdruck

kontrolliert und die Dosis Antabuse reduziert werden. Informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie an Schwäche, Kraftlosigkeit (Asthenie), Appetitmangel (Anorexie), Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen oder Gelbsucht leiden. Nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt auf, da

diese Störungen auf eine schwere Lebererkrankung hinweisen können.

Wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Sie bestimmte Zuckerarten nicht vertragen. Antabuse

Tabletten enthalten Lactose (Milchzucker). Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie

dieses Arzneimittel einnehmen.

Antabuse muss mit Vorsicht eingenommen werden, wenn Sie Kokain konsumieren.

Wenn Sie bereits andere Arzneimittel anwenden oder anwenden möchten. Lesen Sie auch den

Abschnitt "Anwendung von Antabuse zusammen mit anderen Arzneimitteln" sorgfältig vor.

BITTE BEACHTEN:

Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, müssen Sie die Fälle berücksichtigen, in denen Sie

Antabuse nicht anwenden dürfen (siehe den obigen Abschnitt “ Antabuse darf nicht

angewendet werden”).

Sie dürfen Antabuse nicht als alleinige Behandlung anwenden, sondern nur als Hilfsmittel zu

einer allgemeinen Behandlung von chronischem Alkoholismus.

Ihr Arzt oder Ihr Apotheker müssen Sie über die Wirkungen informieren, die Sie bei der

gleichzeitigen Einnahme von Antabuse und Alkohol erwarten können, die sogenannte Antabuse

-Alkohol-Reaktion (siehe den Abschnitt "Wenn Sie eine größere Menge von Antabuse

angewendet haben, als Sie sollten" unter Punkt 3). Es ist eventuell möglich, dass Ihnen Ihr Arzt

vorschlägt, einen “Testgetränk” zu trinken, damit Sie die unangenehmen Wirkungen von

Alkohol nach der Einnahme von Antabuse erfahren. Bitte beachten: Diese Reaktion kann auch 1

bis 2 Wochen nach Abbruch der Behandlung mit Antabuse auftreten.

Wenn Sie Nahrungsmittel, Getränke, Arzneimittel, Mundspülungen, Aftershave oder andere

kosmetische oder kulinarische Produkte (zum Beispiel Saucen) anwenden, die Alkohol

enthalten. Diese können nämlich auch zu einer Antabuse -Alkohol-Reaktion (siehe Abschnitt

"Wenn Sie eine größere Menge von Antabuse angewendet haben, als Sie sollten" unter Punkt 3)

führen.

Es ist wichtig, dass Sie auch Ihre Nächsten über die zu erwartenden Wirkungen bei gleichzeitiger

Einnahme von Antabuse mit Alkohol informieren. Informieren Sie Ihre Nächsten über die zu

treffenden Maßnahmen, falls Nebenwirkungen auftreten (zum Beispiel mit der

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Giftnotrufzentrale

070/245.245

, einem Arzt und/oder Apotheker sofort Kontakt aufnehmen).

Ihr Arzt wird Leberfunktionstests durchführen lassen, bevor Sie mit der Behandlung beginnen.

Ihre Leberfunktion muss auch während der Behandlung mit Antabuse regelmäßig kontrolliert

werden, insbesondere während der ersten drei Monate der Behandlung.

Die Einnahme von Antabuse kann mit einigen Labortests interferieren.

Anwendung von ANTABUSE zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Wenden Sie Antabuse mit folgenden Arzneimitteln nicht an:

Arzneimittel, die Alkohol als Hilfsstoff wie Hustensirupe, Mundspülungen, ... enthalten. Die

typische Antabuse-Alkohol-Reaktion kann in diesen Fällen auftreten (siehe auch Abschnitt

“Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen” und “Anwendung von Antabuse zusammen mit

Nahrungsmitteln und Getränken”).

Die gleichzeitige Anwendung von Antabuse mit folgenden Arzneimitteln ist zu vermeiden:

- und

-Lytika (angewendet bei erhöhtem Blutdruck und Angina pectoris),

gefäßerweiternde Arzneimittel (angewendet bei erhöhtem Blutdruck) und

Sympathikomimetika (Arzneimittel, die bei Asthma und Erkrankungen des Atemapparates

angewendet werden).

Metronidazol, Ordinazol oder Tinidazol (antiparasitäre Mittel). Es besteht ein Risiko auf das

Auftreten von Verwirrtheit und/oder eine Reaktion von psychotischer Art. Diese Wirkung ist

umkehrbar.

Isoniazid (ein Antibiotikum). Es besteht ein Risiko auf das Auftreten von Verhaltens- und

Koordinationsstörungen.

Phenytoin (Arzneimittel gegen Epilepsie) und dessen Derivate. Antabuse kann den Abbau

von diesen Arzneimitteln vermindern und somit ihre Konzentration im Blut erhöhen,

eventuell zu toxischen Konzentrationen. Eine engmaschige Kontrolle der Dosis und der

Wirkungen wird empfohlen, wenn diese Kombination nicht vermieden werden kann.

Hepatotoxische Arzneimittel (Arzneimittel, die für die Leber schädlich sein können), da

Leberschäden auftreten können.

Die gleichzeitige Anwendung von Antabuse mit folgenden Arzneimitteln ist erlaubt, auch wenn

Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind:

Orale Antikoagulantien (Arzneimittel, die der Blutgerinnung entgegenwirken). Vorsicht ist

geboten, da die antikoagulierende Wirkung verstärkt werden kann. Ihr Arzt wird die Dosis

der Antikoagulantien anpassen.

Benzodiazepine (Arzneimittel gegen Angst, Schlafmittel) wie Diazepam und Chlordiazepoxid.

Ihr Arzt wird die Dosierung von dieser Art von Arzneimitteln anpassen.

Trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depression, wie Imipramin, Amitriptylin,

Doxepin). Die Wirkung von Antabuse wird verstärkt. Die gleichzeitige Einnahme von

Antabuse und Amitriptylin erhöht das Risiko auf Verwirrtheit und psychotische Störungen.

Ihr Arzt muss Sie in diesem Fall engmaschig beobachten.

Alfentanil (wird bei der Anästhesie angewendet). Der Anästhesist muss über Ihre Behandlung

mit Antabuse informiert sein.

Bacampicillin (ein Antibiotikum). Die gleichzeitige Anwendung mit Antabuse kann zu einer

Antabuse-Alkohol-Reaktion führen.

Die gleichzeitige Einnahme von Antabuse und Omeprazol (Arzneimittel zur Behandlung von

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Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren) oder Theophyllin (Arzneimittel, das bei Asthma

angewendet wird) kann die Toxizität von diesen Arzneimitteln erhöhen. Ihr Arzt wird die

Dosis von diesen Arzneimitteln oder von Antabuse anpassen.

Die gleichzeitige Einnahme von Antabuse und hohen Dosen Koffein (angewendet gegen

Schmerzen oder als Tonikum) erhöht das Risiko auf Herz- und Gefäßerkrankungen und auf

die zerebrale Erregung (Erregtheit).

Ascorbinsäure (Vitamin), die gleichzeitig eingenommen wird, kann mit der Antabuse-

Alkohol-Reaktion interferieren.

Ein Aussetzen gegenüber Ethylendibromid oder dessen Dämpfen während der Behandlung

kann zu einer toxischen Reaktion führen.

Antabuse kann den Metabolismus von Kokain hemmen, was eine erhebliche Zunahme der

Kokainkonzentration verursachen und zu einem erhöhten Risiko eines verlängerten QT-

Intervalls (eine schwere Herzkrankheit) führen kann.

Anwendung von Antabuse zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Nahrungsmittel, Getränke, Arzneimittel, Mundspülungen, Aftershave oder andere kosmetische oder

kulinarische Produkte, die Alkohol enthalten, können auch zu einer Antabuse-Alkohol-Reaktion

(siehe Abschnitt "Wenn Sie eine größere Menge von Antabuse angewendet haben, als Sie sollten")

führen.

Die gleichzeitige Einnahme von Antabuse und hohen Dosen Koffein erhöht das Risiko auf Herz- und

Gefäßerkrankungen und auf die zerebrale Erregung (Erregtheit) (siehe auch “Anwendung von

Antabuse zusammen mit anderen Arzneimitteln").

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Wenden Sie Antabuse während der Schwangerschaft nicht an.

Wenden Sie Antabuse während der Stillzeit nicht an.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Antabuse kann zu einer leichten Müdigkeit, zu Schwindel oder Schläfrigkeit führen (siehe Abschnitt 4

“Welche Nebenwirkungen sind möglich?”). Seien Sie darum vorsichtig beim Führen von Fahrzeugen

oder bei der Bedienung von Maschinen.

Die Kombination von Antabuse mit Alkohol führt zu Reaktionen, die einen negativen Einfluss auf das

Führen eines Fahrzeuges haben (siehe Abschnitt "Wenn Sie eine größere Menge von Antabuse

angewendet haben, als Sie sollten" im Abschnitt 3).

Antabuse enthält Lactose

Antabuse enthält Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Antabuse erst nach Rücksprache mit

Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

WIE IST ANTABUSE ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosis

Es ist möglich, dass Ihr Arzt eine andere Dosis verschrieben hat, als die Dosis die nachfolgend

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angegeben ist. Befolgen Sie immer die Anweisungen Ihres Arztes.

Die übliche Dosierung beträgt:

Beginn der Behandlung: 2 Tabletten täglich während 2 bis 3 Tage.

Erhaltungsbehandlung: individuell einzustellen, meistens ein Viertel bis eine halbe Tablette

pro Tag oder 1 bis 2 Tabletten pro Woche.

Bitte beachten: Mit der Behandlung mit Antabuse kann nur begonnen werden, nachdem Sie

mindestens 12 Stunden kein alkoholisches Getränk zu sich genommen haben.

Die wirksame Dosis kann monatelang eingenommen werden. Die individuelle Empfindlichkeit gegen

Antabuse nimmt während der ersten drei Monate zu, wodurch die Dosis nach zwei bis drei Monaten

reduziert werden kann.

Sie dürfen ab und zu eine Zwischenpause von 48 Stunden zwischen zwei Dosierungen verstreichen

lassen, vorausgesetzt, dass Sie die vorangegangene Dosis verdoppeln.

Verabreichungsweg und Art der Verabreichung

Oraler Verabreichungsweg (durch den Mund).

Geben Sie die verschriebene Menge in ein Viertel Glas Wasser oder Fruchtsaft, rühren Sie und

nehmen Sie die Mischung sofort ein.

Dauer der Behandlung

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Antabuse anwenden müssen. Da Antabuse bei der

Entwöhnung von Alkohol ein Hilfsmittel ist, ist es angezeigt, das Produkt maximal 1 Jahr lang

anzuwenden.

Anweisungen für die korrekte Anwendung

Wenn Sie Antabuse normalerweise einnehmen, also ohne Alkohol, werden Sie normalerweise keine

unangenehmen Reaktionen erfahren, eventuell mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen

Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4 "Welche Nebenwirkungen sind möglich?").

Wenn Sie eine größere Menge von Antabuse angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel von Antabuse angewendet haben, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt,

Apotheker oder der Giftnotrufzentrale (070/245.245) auf.

Die Symptome einer Überdosierung sind: Halluzinationen, ein Parkinson-artiges Syndrom

(Steifheit; Schwierigkeit, bestimmte Bewegungen auszuführen, Zittern), Ruhelosigkeit, Atem

mit starkem Lauchgeruch, Kopfschmerzen und Hypotonie (zu niedriger Blutdruck). Wenn ein

Kind versehentlich Antabuse eingenommen hat, können außerdem Verdauungsstörungen

(Durchfall, Erbrechen), Ketose (das Verbrennen von gespeichertem Fett vom Körper, um

Energie zu gewinnen), allgemeine Schwäche und Schlafsucht auftreten. Bei Kindern kann es

bis zu 12 Stunden nach der Einnahme dauern, bis die Symptome auftreten. Sowohl bei

Kindern als auch bei Erwachsenen kann dies schließlich zu einem Koma mit tödlichem

Verlauf führen.

Bei der Aufnahme ins Krankenhaus müssen Labortests von Blut und Harn (u. a. Ethanol), ein

Elektrokardiogramm und ein Enzephalogramm durchgeführt werden.

Die Behandlung ist wegen Mangel an Gegengift unterstützend. Die Patienten müssen in den

ersten 12 Stunden unter engmaschiger Kontrolle stehen. Da Antabuse von dem Körper

langsam aufgenommen wird, sind eine Magenspülung und die Verabreichung von Aktivkohle

bis 10 Stunden und mehr nach der Einnahme angezeigt. Die Unterstützung der Atmung, die

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Verabreichung von Diazepam oder Phenytoin (bei Konvulsionen), das Hinlegen des Patienten

mit hochgelegten Beinen, eine Elektrolyteninfusion oder die Verabreichung von

Norepinephrin (bei niedrigem Blutdruck und Schock) können erforderlich sein.

Die Antabuse-Alkohol-Reaktion:

Die Antabuse-Alkohol-Reaktion äußert sich durch die folgenden Symptome: Hautausschlag,

Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Kurzatmigkeit, Hyperventilation, Beschleunigung

des Herzrhythmus/Herzrhythmusstörungen, Fieber und ein zu niedriger Blutdruck.

Eine heftige Reaktion äußert sich außerdem durch Atemprobleme, einen plötzlichen

(akuten) Anfall von Angina pectoris (beklemmendes, schmerzhaftes Gefühl in der Brust),

einen Schock, Konvulsionen, Herz- und Gefäßprobleme mit eventuell tödlichem Verlauf.

Auch hier ist die Behandlung unterstützend und analog zur Behandlung einer Überdosierung

(siehe oben).

Wenn Sie die Anwendung von Antabuse vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn

Sie Antabuse vergessen haben, nehmen Sie so schnell wie möglich Kontakt mit Ihrem Arzt auf.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen wurden gemeldet :

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen):

- Kopfschmerzen

- Körper Schwäche

Häufige Nebenwirkungen (kan bis zu 1 von 10 Personen betreffen):

- Schläfrigkeit

- Geschmackstörung

Gelegentliche Nebenwirkungen (kan bis zu 1 von 100 Personen betreffen):

- Polyneuropathie (Nervenbeeinträchtigung), periphere Neuritis (Beeinträchtigung der peripheren

Nerven)

Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) :

- Verwirrten Zustand, neuropsychiatrische Störungen

- Psychosen (im Falle von hohen Dosen oder bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Arzneimitteln

wie Metronidazol oder Isoniazid), Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, Müdigkeit, Verhaltensstörungen

- Konvulsionen

- Hirnerkrankung

- Leberversagen, fulminante Hepatitis (plötzliche und schwere Leberentzündung), zytolytische

Hepatitis (Lebererkrankung)

- Verfärbung der Haut, Hautentzündung (Dermatitis)

- Beschleunigter Herzschlag (Tachykardie) mit EKG-Störungen (Elektrokardiogramm).

- Erhöhter Blutdruck.

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- Niedriger Blutdruck.

- Polyarteritis nodosa (eine Autoimmunkrankheit, die durch eine chronische Entzündung der

mittelgroßen und großen Schlagadern gekennzeichnet ist).

- Verschwommenes Sehen.

- Pupillenerweiterung (Mydriasis).

- Papillenödem (Flüssigkeitsansammlung in dem blinden Fleck des Auges).

- Nystagmus (unwillkürliche, schnelle, rhythmische Bewegungen (Zittern) des Auges).

- Verminderung der Sehschärfe.

- Müdigkeit.

- Störungen des Stoffwechsels: Anstieg der Aceton- oder Cholesterinspiegel im Blut.

- Sexuelle Störungen.

- Muskel- und Skelettstörungen, darunter Schmerzen und Ödem (Flüssigkeitsansammlung) in den

Gelenken (z. B. Puls).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder, Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt über das Föderalagentur für Arzneimittel und

Gesundheitsprodukte, Abteilung Vigilanz, EUROSTATION II, Victor Hortaplein, 40/40, B-1060

BRUSSEL - Website: www.fagg-afmps.be - E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

anzeigen . Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ANTABUSE AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C in der Originalverpackung aufbewahren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "EXP" angegebenen Verfalldatum

nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Antabuse enthält

Der Wirkstoff ist: Disulfiram 400 mg.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose, Magnesiumstearat, Natriumstärkeglykolat,

Kartoffelstärke.

Wie ANTABUSE aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, in 4 Teile teilbare Tabletten.

Packungen mit 50 und 250 Tabletten in Blisterpackung.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Sanofi Belgium

Gebrauchsinformation

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01/02/2016

Leonardo Da Vincilaan 19

1831 Diegem

: 02/710.54.00

E-Mail: info.belgium@sanofi.belgium

Hersteller

SANICO n.v.

Industriezone, 4

Veedijk 59

2300 Turnhout

Zulassungsnummer:

BE038647.

Verkaufsabgrenzung:

verschreibungspflichtig.

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im: 03/2016

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