Antabus

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Antabus Dispergetten
  • Darreichungsform:
  • Dispergetten
  • Zusammensetzung:
  • disulfiramum 400 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Antabus Dispergetten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Unterstützende Behandlung von chronischem Alkoholismus

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 15104
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-12-1949
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Actavis Switzerland AG

Antabus®

Teva Pharma AG

Was ist Antabus und wann wird es angewendet?

Antabus wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin als Hilfsmittel zur Alkoholentwöhnung

in Verbindung mit anderen nicht medikamentösen Behandlungsformen eingesetzt.

Was sollte dazu beachtet werden?

Unter Antabus darf kein Alkohol eingenommen werden. Bei Alkoholgenuss – auch in extrem kleinen

Mengen – verspüren Sie unangenehme Reaktionen wie beispielsweise Herzklopfen, Kopfschmerzen,

Übelkeit und Erbrechen, Schwindel und Ohnmacht.

Zu den beschriebenen Reaktionen kann es bereits nach dem Konsum äusserst geringer

Alkoholmengen kommen, z.B. im Falle einer alkoholhaltigen Schokolade oder bei Anwendung von

alkoholhaltigen Kosmetika!

Wann darf Antabus nicht angewendet werden?

Bei schweren Herzleiden, bei Psychosen oder schweren Verletzungen des Gehirns. Bei

Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Disulfiram oder einen der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

Patientinnen und Patienten, die auf eine frühere Gabe von Antabus mit einer Gelbsucht oder Zeichen

einer Leberentzündung reagiert haben, dürfen nicht mit Antabus behandelt werden.

Das Präparat darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Antabus Vorsicht geboten?

Die Einnahme von Antabus kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, so z.B. die von

blutverdünnenden Mitteln, von Phenytoin, einem bei Epilepsie eingesetzten Arzneimittel, sowie die

einiger Beruhigungsmittel, der sogenannten Benzodiazepin-Gruppe. Einige bei gynäkologischen

Beschwerden oder Tropenkrankheiten verabreichte Arzneimittel enthalten Metronidazol und können

in Verbindung mit Antabus zu Verwirrtheitszuständen führen.

Bei Anzeichen einer Leberentzündung oder Gelbsucht wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Erbrechen,

Schwäche, Fieber, Juckreiz, Dunkelfärbung des Urins oder Entfärbung des Stuhls ist Antabus sofort

abzusetzen und unverzüglich den Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren. Auch bei Sehstörungen und

bei Auftreten eines Hautausschlages sollten Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

benachrichtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen

oder äusserlich anwenden.

Darf Antabus während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft darf Antabus nicht eingenommen werden. Da Alkohol den Fötus

schädigt, sollte aber auch ohne die Einnahme von Antabus vollständig auf den Alkoholgenuss

verzichtet werden.

Wie verwenden Sie Antabus?

Im Allgemeinen wird Ihnen eine Vertrauensperson Antabus verabreichen. Die Dispergette wird in

einem halben Glas Wasser aufgelöst. Es entsteht eine milchige feine Dispersion, welche

geschmacksneutral ist. Diese soll sofort getrunken werden. Vor Therapiebeginn sollten Sie

mindestens 3 Tage lang keinen Alkohol eingenommen haben.

Übliche Dosierung

Zu Beginn 2 Dispergetten täglich während 3 Tagen, anschliessend ½ Dispergette pro Tag oder 1

Dispergette jeden 2. Tag.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Die Anwendung und Sicherheit von Antabus Dispergetten bei Kindern und Jugendlichen unter 18

Jahren ist bisher nicht geprüft worden.

Welche Nebenwirkungen kann Antabus haben?

Die Alkoholabstinenz kann zu Gefühlsäusserungen und Reaktionen führen, die vorher vom Alkohol

verdeckt wurden.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Antabus auftreten:

Häufig: Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Mundgeruch, metallischer Geschmack im

Mund, Magenstörungen, Durchfall.

Gelegentlich: Akneartiger Hautausschlag, Juckreiz.

Selten: Muskelschwäche, Seh- und Koordinationsstörungen.

Häufigkeit unbekannt: Leberschädigung, Hautausschlag.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Antabus darf nicht in Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet

werden. Bei Raumtemperatur (15–25 °C), und vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Antabus enthalten?

Antabus Dispergetten 400 mg enthalten 400 mg Disulfiram in leicht dispergierender Tablettenform

mit Kreuzbruchrille sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

15104 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Antabus? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Antabus: Packungen zu 50 Dispergetten.

Zulassungsinhaberin

Teva Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.