Amoxilan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Amoxilan 1000 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 60 Monate,14 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Amoxilan 1000 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Amoxicillin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18386
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-04-1988
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

Relevante Änderungen

Art der

Änderung

Genehmigungs-

Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Übertragung

06.02.2013

Übertragung auf G.L. Pharma

GmbH, 8502 Lannach

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Amoxilan 1000 mg-Tabletten

Wirkstoff: Amoxicillin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Amoxilan und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Amoxilan beachten?

Wie ist Amoxilan einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Amoxilan aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Amoxilan und wofür wird es angewendet?

Amoxilan gehört zur Gruppe der Breitbandantibiotika und enthält als Wirkstoff Amoxicillin,

das eine rasche, keimabtötende Wirkung auf viele verschiedene Erreger besitzt.

Amoxilan wird angewendet zur Behandlung von Infektionen, die durch Amoxicillin- bzw.

Ampicillin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden, wie

Infektionen

oberen

Atemwege,

einschließlich

Infektionen

Hals-,

Nasen-,

Ohrenbereiches

Mittelohrentzündung,

Entzündung

Nasennebenhöhlen,

Rachenraumes, des Kehlkopfs und der Mandeln verursacht durch bestimmte Bakterien

(nachgewiesene beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A);

Infektionen

unteren

Atemwege:

eitrige

Schübe

chronischen

Bronchitis,

Lungenentzündung;

Infektionen

Nieren

ableitenden

Harnwege:

unkomplizierte

Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung;

Infektionen der Geschlechtsorgane;

Infektionen des Magen-Darm-Trakts: bestimmte Infektionserkrankungen (Helicobacter

pylori-Infektionen, in Kombination mit anderen Arzneimitteln; Typhus), Darmentzündung.

Es kann sein, dass Ihr Arzt Ihnen in bestimmten Fällen auch ein zweites Antibiotikum

verordnet.

Infektionen der Haut und der Weichteile: Haarbalgentzündung, Zellgewebsentzündung,

Wundinfektionen;

schwere Infektionen wie Blutvergiftung, Knochenmarksentzündung, Hirnhautentzündung;

Lyme-Borreliose im Frühstadium (verursacht durch einen Zeckenbiss).

Zur Vorbeugung einer Entzündung der Herzinnenhaut nach zahnärztlichen Eingriffen.

antibiotische

Behandlung

soll

offiziellen

Richtlinien

(wie

z.B.

nationalen

Empfehlungen) zur Wahl des passenden Antibiotikums folgen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Amoxilan beachten?

Amoxilan darf nicht eingenommen werden,

wenn

allergisch

gegen

Amoxicillin,

gegen

Penicilline

oder

Cephalosporine

Allgemeinen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

wenn Sie eine virale Infektion haben, am so genannten Pfeifferschen Drüsenfieber oder

an lymphatischer Leukämie erkrankt sind, da dann verstärkt Nebenwirkungen (Reaktionen

der Haut) auftreten können.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Amoxilan einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amoxilan ist erforderlich,

wenn

Ihnen

schon

einmal

eine

allergische

Reaktion

gegen

Antibiotikum

aufgetreten ist. Es ist möglich, dass Sie auch gegen Amoxilan allergisch sind. Teilen Sie

Ihrem Arzt deshalb unbedingt mit, wenn bei Ihnen eine solche Reaktion schon einmal

beobachtet worden ist.

wenn Sie an anderen Allergien, Heuschnupfen oder Asthma leiden.

wenn während der Behandlung starker Durchfall auftritt. Bitte nehmen Sie Amoxilan nicht

mehr ein und sprechen Sie umgehend mit einem Arzt.

wenn Sie an starken Magen-Darm-Störungen mit Durchfall und Erbrechen leiden. Es

besteht die Gefahr, dass Amoxilan nicht richtig in den Körper aufgenommen werden kann

und deshalb nicht wirkt.

wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, da dann die Ausscheidung von

Amoxilan verzögert ist. Ihr Arzt wird die Dosis dementsprechend anpassen.

wenn Sie an Krampfanfällen (Epilepsie) leiden: Das Risiko für Krampfanfälle kann erhöht

sein.

wenn Sie einen Blasenkatheter tragen: Trinken Sie in diesem Fall reichlich Flüssigkeit um

einer Kristallbildung im Urin vorzubeugen.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen, insbesondere schwere Durchfälle,

Überempfindlichkeitsreaktionen

Hautausschläge,

Pulsjagen,

Atemnot

oder

eine

Verschlechterung des Allgemeinzustandes (z.B. verstärkte Halsschmerzen) unverzüglich

Ihrem Arzt.

Bei Nichtansprechen der Behandlung bzw. Langzeitbehandlung kann es zur Überwucherung

nicht-empfindlicher Keime kommen.

längerer

Behandlung

wird

Arzt

regelmäßige

Kontrolluntersuchungen

anordnen.

Halten Sie diese Kontrollen bitte unbedingt ein. Er wird außerdem regelmäßig Ihre Leber-

und Nierenfunktion sowie Ihr Blutbild kontrollieren.

Auch wenn eine Besserung Ihrer Beschwerden eintritt oder Sie gar keine Beschwerden mehr

haben,

darf

Behandlung

keinesfalls

ohne

ärztliche

Anweisung

geändert

oder

abgebrochen werden. Es könnte sonst zu einer Verschlechterung oder zum Wiederauftreten

Ihrer Erkrankung kommen.

Kinder und Jugendliche

Amoxilan ist für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen geeignet.

Für Kleinkinder und Kinder unter 40 kg Körpergewicht wird die Gabe in Form eines Saftes

empfohlen. Dafür stehen Amoxilan 250 mg/5 ml-Trockensaft und Amoxilan 500 mg/5 ml-

Trockensaft zur Verfügung.

Einnahme von Amoxilan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Einnahme von Amoxilan wird nicht empfohlen zusammen mit

Arzneimitteln, die den Wirkstoff Allopurinol (zur Behandlung von Gicht) enthalten. Das

Auftreten von allergischen Reaktionen kann dadurch begünstigt werden.

Arzneimitteln,

Wirkstoff

Digoxin

(zur

Behandlung

Herzerkrankungen)

enthalten. Es ist möglich, dass Amoxilan die Aufnahme von Digoxin in den Körper erhöht

und deshalb eine Anpassung der Digoxin-Dosis nötig ist.

Arzneimitteln,

Wirkstoff

Disulfiram

(zur

Behandlung

Alkoholkrankheit)

enthalten.

genannten

Antikoagulantien

(Blutgerinnungshemmer

Vorbeugung

Blutgerinnseln). Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein.

Arzneimitteln, die den Wirkstoff Probenecid (zur Behandlung von Gicht) enthalten, da

dieser die Ausscheidung von Amoxilan beeinflusst.

anderen Antibiotika wie so genannten Tetracyclinen, Makroliden, Sulfonamiden und

Chloramphenicol, da es zur gegenseitigen Aufhebung der Wirkung kommen kann.

Arzneimitteln, die den Wirkstoff Methotrexat (zur Behandlung von Erkrankungen des

Immunsystems

Rheuma,

Arthritis,

Schuppenflechte

bzw.

Krebsbehandlung)

enthalten, da Amoxilan die Ausscheidung von Methotrexat beeinflussen kann.

Arzneimitteln zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen, die die Wirkstoffe

Acetylsalicylsäure, Indometacin oder Phenylbutazon enthalten. Die Ausscheidung von

Amoxilan wird durch diese Arzneistoffe verzögert.

Alkohol. Der Konsum von Alkohol soll während und einige Tage nach der Behandlung

vermieden werden, da sonst Beschwerden wie Hautrötung, Kopfschmerzen, Kältegefühl

in den Extremitäten, Übelkeit und Herz-Kreislauf-Beschwerden auftreten können.

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Amoxilan mit der „Pille“ kann es vorübergehend

zu einem Absinken der Östrogen- und Progesteron-Spiegel im Blut kommen. Dadurch ist die

optimale Wirkung der Pille nicht mehr gewährleistet. Benutzen Sie daher andere geeignete

Mittel zur Vermeidung einer Schwangerschaft, wenn Sie Amoxilan einnehmen.

Weitere Arten von Wechselwirkungen können auftreten bei

der gleichzeitigen Einnahme von so genannten Diuretika (harntreibenden Arzneimitteln).

Durch die gesteigerte Harnausscheidung wird auch Amoxilan schneller ausgeschieden.

Durchfall.

Dadurch

kann

Aufnahme

Wirksamkeit

anderer

Arzneimittel

beeinträchtigt werden.

Zuckerbestimmungen im Harn. Bei bestimmten chemischen Messmethoden kann es zu

falschen Werten kommen.

Zuckerbestimmungen im Blut. Bei hohen Dosierungen von Amoxilan kann es sein, dass

zu niedrige Blutzuckerwerte angezeigt werden.

bestimmten

Testverfahren

(Coombs-Test,

Proteinbestimmung,

Nachweis

Urobilinogen), da diese von Amoxilan verfälscht werden können.

Einnahme von Amoxilan zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Nahrungsmittel

alkoholfreie

Getränke

haben

keinen

Einfluss

Wirkung

Amoxilan.

Der Konsum von Alkohol soll während und einige Tage nach der Behandlung vermieden

werden,

sonst

Beschwerden

Hautrötung,

Kopfschmerzen,

Kältegefühl

Extremitäten, Übelkeit und Herz-Kreislauf-Beschwerden auftreten können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie müssen Ihren Arzt informieren wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben schwanger

zu sein oder eine Schwangerschaft planen. Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob Sie Amoxilan

einnehmen dürfen.

Stillzeit

Da der Wirkstoff Amoxicillin in die Muttermilch übertreten kann, sollte für die Dauer der

Behandlung nicht gestillt oder die Milch abgepumpt und verworfen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bisher wurden keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen beobachtet. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen wie z.B.

Schwindel, Krämpfen oder Benommenheit kann jedoch die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme

am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.

Amoxilan enthält Lactose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie Amoxilan erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie an einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Amoxilan einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Die Dosierung von Amoxilan hängt ab von Körpergewicht, Alter und Nierenfunktion des

Patienten, von Schweregrad und Ort der Infektion und von der Art des Erregers. Ihr Arzt wird

die Dosis dementsprechend anpassen.

Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 40 kg Körpergewicht

Die übliche Dosierung beträgt 1,5 bis 3 g Amoxicillin täglich und wird auf mehrere Dosen

(3 bis 4 Einzelgaben) verteilt.

Falls erforderlich, kann der Arzt die Dosierung auf bis zu 6 g Amoxicillin täglich steigern.

Bei der plötzlichen Verschlechterung einer chronischen Bronchitis beträgt die übliche

Dosierung 2-mal täglich 1 g Amoxicillin.

Bei Mandelentzündungen beträgt die übliche Dosierung 2-mal täglich 1 g Amoxicillin.

Bei einer Lungenentzündung beträgt die übliche Dosierung 3-mal täglich (d.h. alle 8

Stunden) 1 g Amoxicillin.

Zur Vorbeugung einer Entzündung der Herzinnenhaut nach zahnärztlichen Eingriffen

erhalten Patienten 2 bis 3 g Amoxicillin 1 Stunde vor dem Eingriff.

Kinder unter 40 kg Körpergewicht

Für Kleinkinder und Kinder unter 40 kg Körpergewicht wird die Gabe in Form eines

Saftes empfohlen. Dafür stehen Amoxilan 250 mg/5 ml-Trockensaft und Amoxilan 500

mg/5 ml-Trockensaft zur Verfügung.

Die übliche Dosierung beträgt 40 bis 90 mg Amoxicillin pro kg Körpergewicht täglich in 2

bis 3 Einzelgaben (maximal 3 g pro Tag), abhängig von Art und Schweregrad der

Erkrankung sowie der Erreger-Empfindlichkeit.

Kinder

einem

Körpergewicht

über

sollten

übliche

Dosierung

für

Erwachsene erhalten.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Bei Mandelentzündung beträgt die übliche Dosierung 50 mg Amoxicillin pro kg

Körpergewicht pro Tag in 2 Einzelgaben.

Behandlung

Lyme-Borreliose

Frühstadium

beträgt

übliche

Dosierung 50 mg Amoxicillin pro kg Körpergewicht pro Tag in 3 Einzelgaben für

eine Dauer von 14 bis 21 Tagen.

Vorbeugung

einer

Entzündung

Herzinnenhaut

nach

zahnärztlichen

Eingriffen empfiehlt sich eine Dosis von 50 mg Amoxicillin pro kg Körpergewicht 1

Stunde vor dem Eingriff.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Wenn die Funktion Ihrer Nieren eingeschränkt ist, wird Ihr Arzt die Dosierung abhängig vom

Schweregrad Ihrer Erkrankung anpassen.

Art der Anwendung

Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit. Die Einnahme kann vor,

während oder nach den Mahlzeiten erfolgen. Magenempfindliche Patienten

sollten die

Tabletten nach dem Essen einnehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung sollte generell noch 2 bis 3 Tage nach Abklingen Ihrer Beschwerden

fortgesetzt werden. Halten Sie sich bitte genau an die Anweisungen Ihres Arztes und

brechen Sie die Behandlung nicht vorzeitig ab, auch wenn Sie sich wieder besser fühlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Amoxilan eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie eine zu große Menge dieses Arzneimittels eingenommen haben, suchen Sie bitte

einen Arzt oder ein Krankenhaus auf. Zeigen Sie dort die Arzneimittelpackung her. Die

wahrscheinlichsten

Zeichen

einer

Überdosis

sind

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall

Bauchschmerzen.

Wenn Sie die Einnahme von Amoxilan vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald

Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen

Sie die vorherige Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Amoxilan abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie Amoxilan noch einige Tage einnehmen, nachdem Ihre Erkrankung

abgeklungen ist. Brechen Sie daher die Behandlung niemals von sich aus ab.

Wenn Sie das Gefühl haben, Amoxilan wirkt zu stark oder zu schwach, sprechen Sie bitte

mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Häufig (kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen)

Magenbeschwerden, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Blähungen, weicher Stuhl,

Durchfall,

Ausschläge

Schleimhäuten

(insbesondere

Mundbereich),

Mundtrockenheit, Geschmacksstörungen.

Diese Beschwerden sind meist leicht und klingen häufig noch während der Behandlung

oder sehr bald danach ab. Das Auftreten dieser Nebenwirkungen kann im Allgemeinen

verhindert werden, wenn Amoxilan zu den Mahlzeiten eingenommen wird.

Hautreaktionen wie Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht.

Das sofortige Auftreten von Nesselsucht nach der Einnahme deutet auf eine allergische

Reaktion auf den Wirkstoff Amoxicillin hin. Die Behandlung muss sofort abgesetzt und

ein Arzt aufgesucht werden.

Gelegentlich (kann 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen)

langfristige

wiederholte

Verwendung

Arzneimittels

kann

erneuten

Infektionen und einer Besiedelung mit resistenten Keimen oder Hefepilzen führen.

Mäßiger und vorübergehender Anstieg der Leberenzyme.

Selten (kann 1 bis 10 Behandelte von 10.000 betreffen)

Erhöhte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) bzw. eine bestimmte

Form des Mangels an roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie).

Schwellung des Kehlkopfes (Larynxödem), diverse Immunreaktionen (Serumkrankheit,

allergische Vaskulitis, Anaphylaxie, anaphylaktischer Schock).

Unwillkürliche Bewegungen (Hyperkinesien), Schwindel, Krämpfe. Krämpfe können bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Epilepsie oder Meningitis auftreten oder

bei Patienten, die hohe Dosierungen erhalten.

Oberflächliche

Verfärbung

Zähne.

Gewöhnlich

kann

diese

Verfärbung

durch

Zähneputzen entfernt werden.

Leberentzündung, Gelbsucht.

Bestimmte schwere allergische Reaktion (Angioödem). Wenn diese Reaktion auftritt,

muss die Behandlung sofort abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.

Nierenentzündung, Ausscheiden von Harnkristallen.

Arzneimittelfieber.

Sehr selten (kann weniger als 1 Behandelten von 10.000 betreffen)

Mangel

weißen

roten

Blutkörperchen

(Leukopenie,

Granulozytose,

Thrombozytopenie,

Panzytopenie,

Anämie,

Agranulozytose),

Schädigung

Knochenmarks (Myelosuppression), veränderte Blutgerinnung.

Diese Veränderungen sind nach Beendigung der Behandlung reversibel.

Schwarze Haarzunge.

Schwerer und anhaltender Durchfall (pseudomembranöse Colitis): Falls dieser auftritt,

informieren

bitte

einen

Arzt

(siehe

Abschnitt

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwere Hautreaktionen können sein: Veränderung der Hautfarbe, Beulen unter der

Haut, Bläschenbildung, Pusteln, Abschälen der Haut, Rötung, Schmerzen, Juckreiz,

Schuppenbildung. Damit in Verbindung stehen können Fieber, Kopfschmerzen und

Körperschmerzen.

Wenn

diese

Reaktionen

auftreten,

muss

Behandlung

sofort

abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.

Grippeähnliche Beschwerden mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Drüsen und

anomalen

Blutwerten

(einschließlich

erhöhter

Anzahl

bestimmter

weißer

Blutzellen

(Eosinophilie) und erhöhter Leberenzyme (DRESS, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie

und systemischen Symptomen)).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Angaben weiter unten). Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Amoxilan aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterstpackung und dem Umkarton

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Amoxilan enthält

Wirkstoff

ist:

Amoxicillin.

Tablette

enthält

1147,6

Amoxicillin-Trihydrat

entsprechend 1000 mg Amoxicillin.

sonstigen

Bestandteile

sind:

Copovidon,

mikrokristalline

Cellulose,

Carboxymethylstärke-Natrium,

Lactose-Monohydrat,

hydriertes

Rizinusöl,

Magnesiumstearat.

Wie Amoxilan aussieht und Inhalt der Packung

Amoxilan 1000 mg-Tabletten sind weiße längliche Tabletten mit Bruchkerbe auf beiden

Seiten.

Amoxilan ist in PVC/Aluminium-Blisterpackungen zu 10 und 14 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Z.Nr.: 1-18386

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Amoxicillin verursacht im Allgemeinen keine akuten toxischen Symptome, selbst wenn es

versehentlich in hohen Dosen aufgenommen wird. Eine Überdosierung kann zu Symptomen

Magen-Darm-Störungen

sowie

Störungen

Flüssigkeits-

Elektrolythaushalts

führen. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung kann eine massive Überdosis zu

Anzeichen renaler Toxizität führen; möglicherweise kann es zu Kristallurie kommen.

Behandlung einer Überdosierung

Es gibt kein spezielles Antidot gegen Amoxicillin.

Die Behandlung umfasst in erster Linie die Gabe von Aktivkohle (eine Magenspülung ist

normalerweise

nicht

erforderlich)

oder

symptomatische

Maßnahmen.

Besonderes

Augenmerk ist auf den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt des Patienten zu legen.

Amoxicillin kann mittels Hämodialyse eliminiert werden.

18-5-2018

Unauthorized prescription antibiotic drugs seized from Gigi's Market in Ottawa, ON, may pose serious health risks

Unauthorized prescription antibiotic drugs seized from Gigi's Market in Ottawa, ON, may pose serious health risks

Health Canada has seized four unauthorized drugs from Gigi’s Market, 23 Montreal Road, Ottawa, ON. The products (Ampicillin, Kamox, Medampi and Medomox) are labelled to contain antibiotic drugs (ampicillin or amoxicillin) that can only be dispensed by a healthcare professional to a patient with a valid prescription. The products listed below have not been evaluated by Health Canada for safety, effectiveness or quality and may pose serious health risks.

Health Canada

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