Aminophyllin Amino

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Aminophyllin Amino Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • theophyllinum und ethylendiaminum 24 mg Endwerte. theophyllinum 20.6 mg, natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Aminophyllin Amino Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Reversible Bronchialobstruktion bei Asthma bronchiale oder chronisch obstruktiver Pneumopathie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56507
  • Berechtigungsdatum:
  • 12-05-2009
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Aminophyllin Amino

AMINO

Zusammensetzung

Wirkstoff: Theophyllin-Ethylendiamin.

Hilfsstoffe: Natrii chloridum, Aqua ad iniectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionslösung

1 Ampulle à 10 ml enthält 240 mg Theophyllin-Ethylendiamin, entsprechend 206 mg Theophyllin.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Reversible Bronchialobstruktion bei Asthma bronchiale oder chronisch obstruktiver Pneumopathie

(COPD).

Dosierung/Anwendung

Aminophyllin 2,4% 10 ml ist individuell nach Wirkung zu dosieren. Die Dosierung sollte möglichst

nach Bestimmung der Theophyllin-Plasmakonzentration ermittelt werden (anzustrebender Bereich

8–20 µg/ml). Kontrollen des Theophyllin-Serumspiegels sind insbesondere auch bei mangelhafter

Wirksamkeit oder dem Auftreten unerwünschter Wirkungen angezeigt. Zur Bestimmung der

Initialdosis (siehe unten) ist eine eventuelle Vormedikation mit Theophyllin oder seinen

Verbindungen hinsichtlich einer Dosisminderung zu berücksichtigen.

Um das Risiko unerwünschter Wirkungen der intravenösen Gabe von Ethylendiamin zu vermindern,

sollte eine Dosis von 20 mg/min. nicht überschritten werden.

Für die Ermittlung der Dosis ist als Körpergewicht das Idealgewicht einzusetzen, da Theopyllin nicht

vom Fettgewebe aufgenommen wird.

Empfohlenes Dosierungsschema

In Abhängigkeit von Lebensalter und Begleiterkrankungen ist folgendes Dosierungsschema für

Aminophyllin 2,4% 10 ml zu empfehlen:

Initialdosis Dosis/kg KG i.v.

Ohne Vorbehandlung mit 5–6 mg innerhalb

Theophyllin von 20–30 min. i.v.

Wenn eine Vorbehandlung mit 3,0–3,6 mg innerhalb

Theophyllin bekannt bzw. nicht von 20–30 min. i.v.

sicher auszuschliessen ist

Erhaltungs- Stündliche Dosis/ Tägliche

dosis kg KG i.v. Dosis/

kg KG i.v.

Kinder 1.–12. ab 13.

Stunde Stunde

1–9 Jahre 1,2 mg 1,0 mg 24 mg

9–16 Jahre 1,0 mg 0,8 mg 19 mg

Erwachsene 1.–12. ab 13.

Stunde Stunde

Raucher 1,0 mg 0,8 mg 19 mg

Nichtraucher 0,7 mg 0,5 mg 12 mg

Alter über 60 Jahre 0,6 mg 0,3 mg 7 mg

o./u. Cor pulmonale

Obstruktives CMP 0,5 mg 0,1– 2,5–

oder schwere Leber- 0,2 mg 5,0 mg

funktionsstörung

Art der Dosierung und Anwendung

i.v.-Injektion

Langsam über mindestens 6 Minuten in eine ausreichend grosse Vene injizieren.

i.v.-Kurzinfusion

Innerhalb von 20–30 min. in 50–100 ml kompatibler Infusionslösung (vorzugsweise in 0,9%

Natriumchlorid-Lösung) infundieren.

i.v.-Dauertropfinfusion

In 250 ml kompatibler Infusionslösung (vorzugsweise in 0,9% Natriumchlorid-Lösung) applizieren.

Die Infusionsdauer kann nach o.g. Dosierungsschema ermittelt werden. Sie ist jedoch nach den

individuellen Erfordernissen zu modifizieren. Bei der Therapie von Säuglingen und Kleinkindern ist

eine Begrenzung der zu infundierenden Flüssigkeitsmenge zu beachten.

Der Patient sollte nach erfolgter Injektion bzw. Infusion kurze Zeit ruhen und überwacht werden. Bei

bekannter Gabe von Methylxanthin-haltigen Arzneimitteln muss die Injektion bzw. Infusion

besonders überwacht und bei Anzeichen von Unverträglichkeit abgebrochen werden.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung und wird vom

behandelnden Arzt bestimmt.

Orale Anwendung

In Notfall und auf unmittelbare Anweisung des Arztes kann der Patient den Inhalt einer Ampulle

Aminophyllin 2,4% 10 ml auch verdünnt in Flüssigkeit einnehmen, Dosierung wie bei i.v.-

Applikation. Ein Minimalabstand von 8 Stunden zwischen zwei Einzeldosen ist einzuhalten.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder ab 6 Monate sowie Raucher benötigen im Vergleich zu nichtrauchenden Erwachsenen eine

höhere körpergewichtsbezogene Theophyllin-Dosis infolge einer erhöhten Eliminationsrate. Im

Gegensatz hierzu ist bei Säuglingen unter 6 Monaten und bei älteren Patienten (ab 60. Lebensjahr)

die Theophyllin-Ausscheidung verlangsamt.

Bei Rauchern, die das Rauchen einstellen, sollte wegen des Anstiegs des Theopyllinspiegels

vorsichtig dosiert werden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz, schwerem Sauerstoffmangel, eingeschränkter Leberfunktion,

Lungenentzündung, Virusinfektion (insbesondere Influenza) im höheren Lebensalter, sowie bei der

Behandlung mit bestimmten anderen Medikamenten (siehe «Interaktionen»), ist die Theophyllin-

Ausscheidung sehr häufig verlangsamt.

Bei höhergradigen Nierenfunktionsstörungen kann es zu einer Kumulation von Theophyllin-

Stoffwechselprodukten kommen. Solche Patienten benötigen daher geringere Dosen. Steigerungen

müssen mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Weiterhin ist über eine reduzierte Theophyllin-Ausscheidung nach Tuberkulose- und

Grippeschutzimpfung berichtet worden, so dass bei gleichzeitiger Behandlung ebenfalls eine

Dosisminderung erforderlich sein könnte.

Kontraindikationen

Aminophyllin 2,4% 10 ml darf nicht angewandt werden bei:

bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Aminophyllin, Theophyllin, Ethylendiamin, oder einem

der sonstigen Bestandteile;

frischem Herzinfarkt;

akuten tachykarden Arrhythmien.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz, schwerem Sauerstoffmangel, eingeschränkter Leberfunktion,

schwerer Niereninsuffizienz, Lungenentzündung, Virusinfektion (insbesondere Influenza, fraglich

auch nach Grippeschutzimpfungen) sowie bei höherem Lebensalter ist die Theophyllinausscheidung

sehr häufig verlangsamt.

Theophyllin kann Arrhythmien verursachen oder bestehende verschlimmern.

Bewusstlosigkeit und Herzstillstand können als Folge von zu schneller Injektion auftreten.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung gewisser Pharmaka (siehe «Interaktionen»).

Besondere Vorsicht ist geboten bei Kindern unter 2½ Jahren.

Kindern unter 1 Jahr sollte Aminophyllin 2,4% 10 ml nur in Ausnahmefällen verabreicht werden.

Bei älteren, multimorbiden und/oder schwerkranken Patienten besteht ein erhöhtes

Intoxikationsrisiko.

Bei diesen Patienten sollte eine vorsichtige Dosisanpassung über eine Konzentrationsbestimmung

(therapeutischer Bereich: 8–20 µg/ml) sowie eine kontinuierliche Therapiekontrolle (klinischer

Zustand, Überdosierungssymptome, therapeutische Wirksamkeit) erfolgen.

Theophyllin sollte nur bei strenger Indikation und mit Vorsicht angewendet werden bei:

– instabiler Angina pectoris,

– Neigung zu tachykarden Arrhythmien,

– schwerem Bluthochdruck,

– hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie,

– Hyperthyreose,

– epileptischen Anfallsleiden,

– Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwür,

– Herzinsuffizienz,

– Niereninsuffizienz,

– Leberfunktionsstörungen,

– Porphyrie.

Patienten mit viralen Infektionen der Atemwege und anhaltendem Fieber sollen niedrigere Dosen

erhalten.

Patienten mit migräneartigen Kopfschmerzen können erhöhte Frequenzen von Kopfschmerzattacken

haben.

Interaktionen

Theophyllin wirkt synergistisch mit β-Sympathomimetika und xanthinhaltigen Medikamenten (z.B.

Coffein). Die gleichzeitige Verabreichung der erwähnten Substanzklassen können Haupt- und

Nebenwirkungen von Theophyllin verstärken.

Da Theophyllin über das Cytochrom P (CYP) 450-System der Leber metabolisiert wird, sind

zahlreiche Interaktionen mit Arzneimitteln möglich, welche diese Enzyme entweder hemmen oder

induzieren.

Ein beschleunigter Theophyllin-Abbau und eine verminderte Wirksamkeit kann bei Rauchern

und/oder gleichzeitiger Medikation mit Barbituraten (besonders Pheno- und Pentobarbital),

Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Primidon und Sulfinpyrazon, Aminogluthetimid und

hypericinhaltigen Mitteln (Johanniskraut-Präparaten) auftreten. Eine Erhöhung der Theophyllin-

Dosis ist evtl. angezeigt.

Verzögerter Abbau und/oder Erhöhung des Theophyllin-Plasmaspiegels mit einer erhöhten

Überdosierungsgefahr und vermehrtem Nebenwirkungsrisiko können bei gleichzeitiger Behandlung

mit folgenden Arzneimitteln auftreten: Orale Kontrazeptive, Makrolid-Antibiotika (z.B.

Erythromycin, Clarithromycin und Spiramycin), Calcium-Antagonisten (z.B. Verapamil, Diltiazem),

Chinolone/Gyrasehemmstoffe (z.B. Ciprofloxacin, Norfloxacin), Imepenem, Ticlopidin, Cimetidin,

Isoprenalin, Isonikotinsäurehydrazid, Tiabendazol, Disulfiram, Fluroxamin, Allopurinol,

Propranolol, α-Interferon, Zafirlukast und Influenza-Vakzinen. Hierbei kann eine Dosisreduktion von

Aminophyllin angezeigt sein.

Folgende Medikamente führen zu einer erhöhten Plasmakonzentration von Theoophyllin bei z.T.

nicht genau bekanntem Mechanismus: Furosemid, Mexiletin, Pentoxifyllin, Propafenon, Tacrin,

Ticlopidin.

Theophyllin hemmt die hämodynamischen Effekte von Adenosin, sodass dessen Dosis evtl. erhöht

werden muss.

Die Wirkung von Lithiumcarbonat und β-Blockern kann durch gleichzeitige Gabe von Aminophyllin

abgeschwächt werden. β-Blocker (z.B. Propanolol) heben die bronchialerweiternden Eigenschaften

des Theophyllins auf. Da sie aber auch einen Bronchospasmus auslösen können, sind sie bei Asthma

im Allgemeinen kontraindiziert.

Einzelnen Berichten zufolge sind auch bei gleichzeitiger Behandlung mit Ranitidin

Überdosierungserscheinungen von Theophyllin beobachtet worden. Da eine Interaktion nicht

hinreichend sicher ausgeschlossen werden kann, sollte bei gleichzeitiger Behandlung die individuell

erforderliche Theophyllin-Dosis besonders sorgfältig ermittelt werden.

Bei paralleler Behandlung mit Ciprofloxacin ist die Aminophyllin-Dosis auf maximal 60%, bei

Anwendung von Enoxacin auf maximal 30% der empfohlenen Dosis zu reduzieren.

Auch andere Chinolone (z.B. Perfloxacin oder Pipemidinsäure) können die Wirkung von

theophyllinhaltigen Arzneimitteln verstärken, weshalb regelmässig Kontrollen der

Theophyllinkonzentration angezeigt sind.

Theopyhllin verstärkt die harntreibende Wirkung von Diuretika.

Die Anwendung von Halothan kann bei Patienten, die Aminophyllin erhalten, zu schweren

Herzrhythmusstörungen führen.

Antazida vermindern die Geschwindigkeit, nicht aber das Ausmass der Absorption.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Zur Anwendung von Theophyllin während des ersten Schwangerschaftstrimenons liegen bislang

keine ausreichenden Erfahrungen vor. Daher sollte eine Anwendung von Aminophyllin 2,4% 10 ml

in dieser Zeit vermieden werden.

Während des 2. und 3. Trimenons sollte Theophyllin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung

angewandt werden, da es die Plazenta passiert und im Feten sympathomimetisch wirken kann. Wird

eine Patientin am Ende der Schwangerschaft mit Theophyllin behandelt, kann es zur

Wehenhemmung kommen. Pränatal exponierte Neugeborene müssen sorgfältig auf Theophyllin-

Wirkungen überwacht werden.

Stillzeit

Aufgrund des Überganges in die Muttermilch (Verhältnis Muttermilch/Serum ca. 0,7) sollten

gestillte Kinder von Müttern, die mit Theophyllin behandelt werden, sorgfältig auf Theophyllin-

Wirkungen überwacht werden, da therapeutische Serumkonzentrationen möglich sind. Aus diesem

Grund ist die therapeutische Theophyllin-Dosis bei einer stillenden Patientin so niedrig wie möglich

zu halten und das Stillen sollte möglichst unmittelbar vor der Gabe des Arzneimittels erfolgen.

Sollten höhere therapeutische Dosen notwendig sein, muss abgestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme

am Strassenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in

verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn sowie bei Zusammenwirken mit Alkohol, Beruhigungs-

oder Schlafmitteln.

Unerwünschte Wirkungen

Zentralnervensystem

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Unruhe, Schlaflosigkeit, Gliederzittern, Erregungszustände,

Tremor.

Epileptische Anfälle

Diese sind in der Regel dosisabhängig. Oft sind bereits prädisponierende Faktoren wie

Lebererkrankungen, Gliederzittern, Erregungszustände vorhanden.

Magen-Darm-Trakt

Häufig: Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, gastro-ösophagealer Reflux.

Gelegentlich: Orales und intravenöses Theophyllin erhöht die Magensäuresekretion. Patienten mit

peptischem Ulkus sind daher gefährdet.

Herz-Kreislaufsystem

Häufig: Tachykardie, Arrhythmien verursachend oder bereits bestehende Arrhythmien

verschlimmernd, Blutdruckabfall, Palpitationen (Schwindel, Herzklopfen), Herzinsuffizienz, Cor

pulmonale.

Allergie und Hautreaktionen

Gelegentlich: Bei bestehender Sensibilisierung gegen Ethylendiamin sind bei der Gabe von

Theophyllin-Ethylendiamin-Hydrat allergische Hautreaktionen, generalisierter Pruritus, Urticaria,

Bronchospasmen, generalisierte Reaktionen mit hohem Fieber und Thrombozytopenie möglich.

Selten: Allergische Reaktionen wie generalisiertes, papulöses Ekzem und Kontaktdermatitis oder

exfoliative Dermatitis wurden beschrieben. In einem Fall wurde ein Stevens-Johnson-Syndrom

beschrieben.

Nieren und ableitende Harnwege

Verstärkte Diurese.

Allgemeine Nebenwirkungen

Bewusstlosigkeit und Herzstillstand können als Folge von zu schneller Injektion auftreten.

Verstärkte Nebenwirkungen können infolge einer relativen Überdosierung (bei individuell stärkerer

Reaktion auf den Wirkstoff) oder einer absoluten Überdosierung (Theophyllin-Konzentration im

Plasma von über 20 µg/ml) verstärkt auftreten.

Bei Theophyllin-Plasmaspiegeln höher als 20 µg/ml können toxische Nebenwirkungen wie

Krampfanfälle, ventrikuläre Arrhythmien und schwere Magen-Darm-Erscheinungen verstärkt

auftreten (siehe auch unter «Überdosierung»).

Überdosierung

Die Frequenz und Schwere der Theophyllin-Toxizität nimmt mit Serum Konzentrationen >20 µg/ml

zu. Patienten mit einer individuell höheren Theophyllinsensibilität können bereits bei geringeren

Serumkonzentrationen schwere Überdosierungssymptome aufweisen.

Die toxischen Zeichen sind: Anorexie, Nausea, Erbrechen, Schlaflosigkeit, Agitationen, zunehmende

Unruhe, Reizbarkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Krämpfe, Tachykardie, Herzarrhythmie, Delirium,

Dehydratation, Fieber, Konvulsionen, Benommenheit, und Coma. Alkalose, Hypophosphatämie und

Hypomagnesämie beobachtet.

Bei Überdosierungen sollten folgende Einzelmassnahmen in Betracht gezogen werden:

– wiederholte Gabe von Aktivkohle,

– Kontrolle der Vitalfunktionen,

– Stabilisierung des Blutdrucks und ausreichende Hydrierung des Patienten,

– Sauerstoff (evtl. Intubation),

– Diazepam i.v. oder i.m,

– keine Barbiturate.

Im Allgemeinen wird Theophyllin ausreichend schnell vom Patienten metabolisiert. Liegt der

Blutspiegel über 50 µg Theophyllin/ml Serum bzw. besteht der Verdacht auf ungenügende

Metabolisierung des Theophyllins, ist eine Hämoperfusion in Betracht zu ziehen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R03DA05

Wirkungsmechanismus

Die Wirkungsmechanismen von Theophyllin sind bisher noch nicht vollständig geklärt. Theophyllin-

Ethylendiamin gehört zu der Gruppe der Methyl-Xanthine (Purin-Derivate). Die direkte

Antagonisierung an den purinergen Rezeptoren führt zu einer Stabilisierung der Mastzellmembran

und damit zu einer Verhinderung der Freisetzung von Mediatoren wie Histamin (Mastzellinhibition).

Eine Hemmung der Phosphodiesterase mit einem intrazellulären cAMP-Anstieg spielt

möglicherweise nur bei Konzentrationen eine Rolle, die im oberen therapeutisch genutzten Bereich

liegen. In der Folge kommt es zu einer vermehrten Einwanderung freien Calciums in das

sarkoplasmatische Retikulum und damit zur Relaxation der glatten Muskulatur

(Bronchialmuskulatur).

Andere diskutierte Mechanismen umfassen einen Antagonismus zu Adenosin-Rezeptoren,

Prostaglandin-Antagonismus sowie eine Translokation von intrazellulärem Calcium. Diese Effekte

erscheinen jedoch ebenfalls erst bei hohen Theophyllin-Dosen.

Ethylendiamin wird abgesehen von seinen allergenen Eigenschaften als therapeutisch inert

angesehen, so dass alle pharmakologischen Wirkungen des Theophyllin-Ethylendiamins denjenigen

von Theophyllin entsprechen.

Pharmakodynamik

Das breite, pharmakologische Wirkungsspektrum umfasst:

Wirkungen auf das respiratorische System

Relaxation der glatten Bronchialmuskulatur und der Pulmonalgefässe.

Besserung der mukoziliären Clearance.

Hemmung der Freisetzung von Mediatoren aus Mastzellen und anderen Entzündungszellen.

Abschwächung der provozierten Bronchokonstriktion.

Abschwächung der asthmatischen Sofort- und Spätreaktion.

Verstärkung der Zwerchfellkontraktion.

Extrapulmonale Wirkungen

Minderung des Dispnoe-Empfindens.

Gefässdilatation.

Relaxation der glatten Muskulatur (z.B. Gallenblase, Gastrointestinaltrakt).

Inhibierung der Kontraktilität des Uterus.

Positive Ino- und Chronotropie am Herzen.

Stimulation der Seklettmuskulatur.

Steigerung der Diurese.

Stimulation von Sekretions- und Inkrementionsorganen (z.B. vermehrte Salzsäure-Sekretion im

Magen, verstärkte Freisetzung von Catecholaminen aus der Nebenniere).

Pharmakokinetik

Die chemische Bindung des Theophyllins in Form von Salzen, wie Theophyllin-Ethylendiamin, hat

keinen Einfluss auf seine Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit. Theophyllin-Ethylendiamin

dissoziiert in wässrigen Lösungen zu Theophyllin und Ethylendiamin.

Distribution

Theophyllin wird unabhängig von der Konzentration zu ca. 60% an Plasmaprotein gebunden (bei

Neugeborenen und Erwachsenen mit Leberinsuffizienz ca. 40%). Das Verteilungsvolumen von

Theophyllin beträgt ca. 0,5 l/kg. Aufgrund der relativ hohen Eiweissbindung des Theophyllins (ca.

60%) stellen Blut, Extrazellulärflüssigkeit und Muskelgewebe den primären Verteilungsraum für

Theophyllin dar. Eine Anreicherung von Theophyllin in anderen Geweben ist nach heutigem

Erkenntnisstand nicht anzunehmen.

Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften von Theopyllin ist eine Penetration der Blut-

Hirnschranke zu erwarten.

Theophyllin ist plazentagängig Mit zunehmender Dauer der Schwangerschaft kann das

Verteilungsvolumen von Theophyllin ansteigen, die Plasmaproteinbindung und die Clearance

abnehmen, was eine Dosisreduzierung zur Vermeidung unerwünschter Wirkungen notwendig

machen kann.

Theophyllin geht verzögert in die Muttermilch über. Der Milch/Plasma-Quotient variiert zwischen

0,6 und 0,9. Da die Halbwertszeit beim Säugling länger ist als beim Erwachsenen, kann eine

Theophyllinakkumulation in Abhängigkeit der Stillfrequenz resultieren.

Metabolismus (aktive und inaktive Metaboliten)

Die Metabolisierung von Theophyllin erfolgt hauptsächlich durch mikrosomale Leber-Enzyme

(CYP1A2 und in geringem Masse CYP2E1). Die Ausscheidung verläuft im Wesentlichen über die

Nieren, wobei ca. 8% in 3-Methylxanthin, und ca. 16% als 1-Methylharnsäure eliminiert werden. 3-

Methylxanthin besitzt 20–50% der Wirksamkeit von Theophyllin.

Die Theophyllin-Metabolisierung schwankt beträchtlich interindividuell, so dass Clearance,

Serumkonzentration und Eliminationshalbwertszeiten erheblich variieren.

Elimination

Die Elimination von Theophyllin erfolgt durch Biotransformation in der Leber und renale Exkretion.

Beim Erwachsenen werden etwa 10% der Substanz unverändert im Harn ausgeschieden.

Beim Neugeborenen werden hingegen ca. 50% unverändert und erhebliche Teile in Form von

Coffein eliminiert.

Die Plasma-Halbwertszeit von Theophyllin zeigt grosse Unterschiede. Sie beträgt bei

nichtrauchenden, ansonsten gesunden, erwachsenen Asthmatikern 7–9 Stunden, bei Rauchern 4–5

Stunden, bei Kindern 3–5 Stunden und kann bei Frühgeborenen und Patienten mit

Lungenerkrankungen, Herzinsufizienz oder Lebererkrankungen mehr als 24 Stunden betragen.

Die Clearance beim gesunden Erwachsenen beträgt ca. 0,65 ml/kg/min. Entscheidender Parameter

für die biologische Halbwertszeit ist die Theophyllin-Clearance. Diese kann durch zahlreiche

individuelle Faktoren beeinflusst werden (Tab. 1 und 2). Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die

Theophyllin-Clearance sind Alter, Körpergewicht, Ernährung, Rauchgewohnheiten, Einnahme

anderer Arzneimittel, sowie Erkrankungen von Herz, Lunge, Leber und Niere.

Die Eliminationsgeschwindigkeit ist ferner dosisabhängig, so dass bei hohen Serumkonzentrationen

schon geringe Dosiserhöhungen einen überproportionalen Anstieg des Theophyllin-Spiegels infolge

reduzierter Clearance verursachen können.

Tab. 1. Beeinflussung der Theophyllin-Clearance

Faktoren Clearance erhöht Clearance erniedrigt

Alter ½–16 Jahre >40 Jahre, Früh-

geborene + Säuglinge

Gewicht – Obesität

Ernährung proteinreich, kohlenhydratreich

kohlenhydratarm, methylxanthinhaltig

auf Holzkohle

gegrilltes Fleisch

Pharmaka Carbamazepin Allopurinol

Phenobarbital Beta-Blocker

Phenytoin Calcium-Antagonisten

Primidon Chinolone

Rifampicin Cimetidin

Sulfinpyridin Ciprofloxazin

Enoxacin

Erythromycin

Interferon

Isonikotinsäure-

hydrazid

Isoprenalin

Lithiumcarbonat

Orale Kontrazeptiva

Proproanolol

Erkrankungen Leberzirrhose

Herzinsuffizienz

Akutes Lungenödem

Chronisch-

obstruktive-

Lungenerkrankungen

Pneumonie

Hohes Lebensalter

Eingeschränkte

Leberfunktion

Virusinfektionen

Schwerer Sauerstoff-

mangel

Die Liste der oben aufgeführten Arzneimittel hat Beispielcharakter und ist nicht abschliessend

(weitergehende Informationen siehe Punkt «Interaktionen»).

Tab. 2. Mittlere Clearancewerte verschiedener Patientengruppen

Personengruppe Clearance

(ml/kg*h)

Unter 20-Jährige 91,1 (± 28,1)

20- bis 40-jährige Nichtraucher 51,7 (± 18,2)

20- bis 40-jährige Raucher 67,3 (± 28,4)

Über 40-Jährige, ohne Herz- und 54,3 (± 23,4)

Leberinsuffizienz

Über 40-Jährige, mit Herzinsuffizienz 33,8 (± 15,2)

Patienten mit schwerer 32,0

Atemwegsobstruktion

Über 40-Jährige mit Leberzirrhose, 22,4 (± 10,5)

Alkoholiker

Patienten mit schwerer Pneumonie 12,6

Elimination bei eingeschränkter Nierenfunktion

Nur etwa 7–13% Theophyllin werden unverändert renal ausgeschieden. Bei leichter

Niereninsuffizienz ist daher keine Dosisanpassung notwendig.

Elimination bei eingeschränkter Leberfunktion

Einschränkungen der Leberfunktion jeglicher Art haben einen erheblichen Einfluss auf die

Elimination von Theophyllin. Bei Patienten mit Leberzirrhose kann die Halbwertszeit bis zu 30 Std.

betragen.

Die Dosierung ist in diesen Fällen streng am klinischen und laborchemischen Befunde zu orientieren.

Kinetik in anderen besonderen klinischen Situationen

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz, schwerem Sauerstoffmangel, Lungenentzündung, Virusinfektion

(insbesondere Influenza, fraglich nach Grippeschutzimpfung) sowie bei höherem Lebensalter ist die

Theophyllinausscheidung sehr häufig verlangsamt.

Präklinische Daten

Chronische Toxizität

Untersuchungen zur chronischen Toxizität an Hunden und Ratten erbrachten keine Hinweise auf

substanzbedingte toxische Effekte.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Theophyllin

Theophyllin wirkt am Säuger in vivo und in in-vitro-Versuchen mit Einbeziehung des

Säugermetabolismus nicht mutagen. Positive in-vitro-Befunde wurden in Versuchen ohne

Einbeziehung des Säugermetabolismus beschrieben. Da bekannt ist, dass Theophyllin unter in vivo-

Bedingungen schnell demethyliert wird, sind diese in-vitro-Ergebnisse für den Menschen von

geringer Relevanz.

Langzeituntersuchungen am Tier auf ein tumorerzeugendes Potential von Theophyllin wurden bisher

nicht durchgeführt.

Ethylendiamin

In-vitro- und in vivo-Untersuchungen mit Ethylendiamin lieferten keine Hinweise auf eine mutagene

Wirkung. Langzeituntersuchungen am Tier auf ein tumorerzeugendes Potential von Ethylendiamin

wurden bisher nicht durchgeführt.

Reproduktionstoxizität

Theophyllin

Theophyllin erreicht im Nabelschnurblut ungefähr gleiche Konzentrationen wie im maternalen

Serum.

An der Ratte zeigte Theophyllin keine teratogene Wirkung. Bei der Maus induzierte es nach i.p.-

Gabe sowohl Gaumenspalten als auch Missbildungen der Zehen.

Es gibt Hinweise, dass Theophyllin möglicherweise bei Individuen mit erhöhter Suszeptibilität

kardiovaskuläre Missbildungen erzeugt.

Ethylendiamin

Zu einer Anwendung von Ethylendiamin am Menschen liegen keine Erfahrungen vor. Bei der Ratte

zeigte Ethylendiamin nach Verabreichung mit dem Futter keine Hinweise auf teratogene Wirkungen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Um mögliche Inkompatibilitäten zu vermeiden, sollten Theophyllin-Injektionen und -Infusionen

vorzugsweise mit isotonischer Natriumchloridlösung (physiologischer Kochsalzlösung) und ohne

Zusatz weiterer Substanzen vorgenommen werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Aminophyllin 2,4% 10 ml enthält keine Konservierungsmittel. Nach Anbruch der Ampulle

ist die verbleibende Restlösung zu vernichten.

Haltbarkeit gebrauchsfertiger Zubereitungen nach Verdünnung

Die verdünnte Infusionszubereitung ist nicht konserviert. Die gebrauchsfertige Lösung ist

unmittelbar nach der Verdünnung zu verwenden. Die verbleibende Restlösung ist zu verwerfen.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und vor Licht geschützt in der Originalverpackung lagern. Für

Kinder unzugänglich aufbewahren.

Zulassungsnummer

56507 (Swissmedic).

Packungen

Aminophyllin Amino Inj Lös Amp 10 × 10 ml. (B)

Aminophyllin Amino Inj Lös Amp 100 × 10 ml. (B)

Zulassungsinhaberin

Amino AG, Gebenstorf.

Stand der Information

Mai 2009.

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Safety evaluation of the food enzyme endo‐1,4‐β‐xylanase from a genetically modified Bacillus subtilis (strain LMG S‐24584)

Safety evaluation of the food enzyme endo‐1,4‐β‐xylanase from a genetically modified Bacillus subtilis (strain LMG S‐24584)

Published on: Wed, 31 Oct 2018 00:00:00 +0100 The food enzyme endo‐1,4‐β‐xylanase (EC 3.2.1.8) is produced with the genetically modified Bacillus subtilis strain LMG S‐24584 by Puratos N. V. The genetic modifications do not give rise to safety concerns. The Panel noted that, although the production strain was not detected in the food enzyme, recombinant DNA was present in all batches of the food enzyme tested. The food enzyme is intended to be used in baking processes. Based on the maximum use levels re...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

1-11-2018

Safety evaluation of the food enzyme glucan 1,4‐α‐glucosidase from a genetically modified Aspergillus niger (strain NZYM‐BW)

Safety evaluation of the food enzyme glucan 1,4‐α‐glucosidase from a genetically modified Aspergillus niger (strain NZYM‐BW)

Published on: Wed, 31 Oct 2018 00:00:00 +0100 The food enzyme glucan 1,4‐α‐glucosidase (EC 3.2.1.3) is produced with the genetically modified Aspergillus niger strain NZYM‐BW by Novozymes A/S. The genetic modifications do not give rise to safety concerns. The food enzyme is free from viable cells of the production organism and recombinant DNA. The glucan 1,4‐α‐glucosidase food enzyme is intended to be used in distilled alcohol production and starch processing for the production of glucose syrups. Residu...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

1-11-2018

Safety of the food enzyme glucoamylase from a genetically modified Aspergillus niger (strain NZYM‐BF)

Safety of the food enzyme glucoamylase from a genetically modified Aspergillus niger (strain NZYM‐BF)

Published on: Wed, 31 Oct 2018 00:00:00 +0100 The food enzyme glucoamylase (glucan 1,4‐α‐glucosidase; EC 3.2.1.3) is produced with the genetically modified strain of Aspergillus niger by Novozymes A/S. The genetic modifications do not give rise to safety concerns. The food enzyme is free from viable cells of the production organism and recombinant DNA. This glucoamylase is intended to be used in brewing processes and in starch processing for glucose syrups production. Residual amounts of total organic s...

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1-11-2018

Safety evaluation of the food enzyme α‐amylase from a genetically modified Aspergillus niger (strain NZYM‐MC)

Safety evaluation of the food enzyme α‐amylase from a genetically modified Aspergillus niger (strain NZYM‐MC)

Published on: Wed, 31 Oct 2018 00:00:00 +0100 The food enzyme alpha‐amylase (4‐α‐d‐glucan glucanohydrolase; EC 3.2.1.1) is produced with the genetically modified strain of Aspergillus niger by Novozymes A/S. The genetic modifications do not give rise to safety concerns. The food enzyme is free from viable cells of the production organism and recombinant DNA. This α‐amylase is intended to be used in starch processing for glucose syrups production, beverage alcohol (distilling) processes and baking proces...

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26-10-2018

Safety and efficacy of l‐threonine produced by fermentation using Escherichia coli CGMCC 7.232 for all animal species

Safety and efficacy of l‐threonine produced by fermentation using Escherichia coli CGMCC 7.232 for all animal species

Published on: Thu, 25 Oct 2018 00:00:00 +0200 The product subject of this assessment is l‐threonine produced by fermentation with a genetically modified strain of Escherichia coli (CGMCC 7.232). It is intended to be used in feed and water for drinking for all animal species and categories. The production strain and its recombinant DNA were not detected in the additive. The product l‐threonine, manufactured by fermentation with E. coli CGMCC 7.232, does not raise any safety concern with regard to the gen...

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30-10-2018

EU/3/18/2072 (FGK Representative Service GmbH)

EU/3/18/2072 (FGK Representative Service GmbH)

EU/3/18/2072 (Active substance: 6'-(R)-methyl-5-O-(5-amino-5,6-dideoxy-alpha-L-talofuranosyl)-paromamine sulfate) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7273 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/102/18

Europe -DG Health and Food Safety

22-10-2018

EU/3/16/1640 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/16/1640 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/16/1640 (Active substance: 2-methyl-1-[(4-[6-(trifluoromethyl)pyridin-2-yl]-6-{[2-(trifluoromethyl)pyridin-4-yl]amino}-1,3,5-triazin-2-yl)amino]propan-2-ol methanesulfonate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6989 of Mon, 22 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/253/15/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

EU/3/14/1242 (Neurolixis SAS)

EU/3/14/1242 (Neurolixis SAS)

EU/3/14/1242 (Active substance: 3-Chloro-4-fluorophenyl-[4-fluoro-4-{[(5-methylpyrimidin-2-ylmethyl) amino]methyl}piperidin-1-yl]methanone) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6436 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/163/13/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

EU/3/16/1786 (Voisin Consulting S.A.R.L.)

EU/3/16/1786 (Voisin Consulting S.A.R.L.)

EU/3/16/1786 (Active substance: Recombinant adeno-associated viral vector serotype 2 carrying the gene for the human aromatic L-amino acid decarboxylase protein) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6427 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/183/16/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

1-10-2018

EU/3/16/1762 (Pharma Gateway AB)

EU/3/16/1762 (Pharma Gateway AB)

EU/3/16/1762 (Active substance: Synthetic 15-amino-acid macrocyclic peptide acylated with a polyethyleneglycol palmitoylated linker) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6399 of Mon, 01 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/107/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

21-9-2018

Scientific guideline:  Reflection paper on the use of aminopenicillins and their beta-lactamase inhibitor combinations in animals in the European Union: development of resistance and impact on human and animal health, draft: consultation open

Scientific guideline: Reflection paper on the use of aminopenicillins and their beta-lactamase inhibitor combinations in animals in the European Union: development of resistance and impact on human and animal health, draft: consultation open

The objective of this document is to review available information on the use of aminopenicillins and their beta-lactamase inhibitor combinations in veterinary medicines in the EU, their effect on the emergence of antimicrobial resistance (AMR) and the potential impact of resistance on human and animal health. The document provides information for the risk profiling, as recommended by the Antimicrobial Advice ad hoc Expert Group (AMEG) of the EMA.

Europe - EMA - European Medicines Agency

28-8-2018

EU/3/18/2057 (Pharm Research Associates (UK) Limited)

EU/3/18/2057 (Pharm Research Associates (UK) Limited)

EU/3/18/2057 (Active substance: 1-(2-hydroxyethyl)-8-{[5-(4-methylpiperazin-1-yl)-2-(trifluoromethoxy) phenyl]amino}-4,5-dihydro-1H-pyrazolo[4,3-h]quinazoline-3-carboxamide fumarate salt) - Orphan designation - Commission Decision (2018)5729 of Tue, 28 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/051/18

Europe -DG Health and Food Safety

28-8-2018

EU/3/18/2056 (Nogra Pharma Limited)

EU/3/18/2056 (Nogra Pharma Limited)

EU/3/18/2056 (Active substance: (S)-(-)-3-(4-aminophenyl)-2-methoxypropanoic acid) - Orphan designation - Commission Decision (2018)5728 of Tue, 28 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/075/18

Europe -DG Health and Food Safety

28-8-2018

EU/3/18/2055 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/18/2055 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/18/2055 (Active substance: (3R,3aS,9R,9aS,9bS)-3-((dimethylamino)methyl)-9-hydroxy-6,9-dimethyl-3,3a,4,5,7,8,9,9a-octahydroazuleno[4,5-b]furan-2(9bH)-one fumarate) - Orphan designation - Commission Decision (2018)5727 of Tue, 28 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/060/18

Europe -DG Health and Food Safety

27-7-2018

EU/3/04/192 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/04/192 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/04/192 (Active substance: 3-(4'aminoisoindoline-1'-one)-1-piperidine-2,6-dione) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5040 of Fri, 27 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/OD/083/03/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

27-7-2018

EU/3/17/1932 (Millendo Therapeutics SAS)

EU/3/17/1932 (Millendo Therapeutics SAS)

EU/3/17/1932 (Active substance: Synthetic cyclic 8 amino acid analogue of human unacylated ghrelin) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5049 of Fri, 27 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/066/17/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

3-7-2018

Granupas (Eurocept International B.V.)

Granupas (Eurocept International B.V.)

Granupas (Active substance: Para-aminosalicylic acid) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018) 4256 of Tue, 03 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2709/T/25

Europe -DG Health and Food Safety

29-6-2018

EU/3/18/2028 (BioCryst UK Ltd)

EU/3/18/2028 (BioCryst UK Ltd)

EU/3/18/2028 (Active substance: (R)-1-(3-(aminomethyl) phenyl)-N-(5-((3-cyanophenyl)(cyclopropylmethylamino)methyl)-2-fluorophenyl)-3-(trifluoromethyl)-1H-pyrazole-5-carboxamide dihydrochloride) - Orphan designation - Commission Decision (2018)4173 of Fri, 29 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/003/18

Europe -DG Health and Food Safety

27-6-2018

EU/3/02/124 (BioMarin International Limited)

EU/3/02/124 (BioMarin International Limited)

EU/3/02/124 (Active substance: 3,4-diaminopyridine phosphate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)4095 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/050/02/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/10/811 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/811 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/811 (Active substance: N-tert-butyl-3-[(5-methyl-2-{[4-(2-pyrrolidin-1-ylethoxy)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)amino] benzenesulfonamide dihydrochloride monohydrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3809 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/092/10/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/10/810 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/810 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/810 (Active substance: N-tert-butyl-3-[(5-methyl-2-{[4-(2-pyrrolidin-1-ylethoxy)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)amino] benzenesulfonamide dihydrochloride monohydrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3808 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/084/10/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/10/794 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/794 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/10/794 (Active substance: N-tert-butyl-3-[(5-methyl-2-{[4-(2-pyrrolidin-1-ylethoxy)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)amino] benzenesulfonamide dihydrochloride monohydrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3803 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/069/10/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/17/1834 (Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH)

EU/3/17/1834 (Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH)

EU/3/17/1834 (Active substance: Cyclo[L-alanyl-L-seryl-L-isoleucyl-L-prolyl-L-prolyl-L-glutaminyl-L-lysyl-L-tyrosyl-D-prolyl-L-prolyl-(2S)-2-aminodecanoyl-L-alpha-glutamyl-L-threonyl]acetate salt) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3797 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/244/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/13/1114 (Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH)

EU/3/13/1114 (Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH)

EU/3/13/1114 (Active substance: Cyclo[L-alanyl-L-seryl-L-isoleucyl-L-prolyl-L-prolyl-L-glutaminyl-L-lysyl-L-tyrosyl-D-prolyl-L-prolyl-(2S)-2-aminodecanoyl-L-alpha-glutamyl-L-threonyl] acetate salt) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3798 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/166/12/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/11/888 (Gilead Sciences Ireland UC)

EU/3/11/888 (Gilead Sciences Ireland UC)

EU/3/11/888 (Active substance: N-(cyanomethyl)-4-(2-{[4-(morpholin-4-yl)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)benzamide, dihydrochloride salt) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3802 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/152/10/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/11/887 (Gilead Sciences Ireland UC)

EU/3/11/887 (Gilead Sciences Ireland UC)

EU/3/11/887 (Active substance: N-(cyanomethyl)-4-(2-{[4-(morpholin-4-yl)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)benzamide, dihydrochloride salt) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3801 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/020/11/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/11/886 (Gilead Sciences Ireland UC)

EU/3/11/886 (Gilead Sciences Ireland UC)

EU/3/11/886 (Active substance: N-(cyanomethyl)-4-(2-{[4-(morpholin-4-yl)phenyl]amino}pyrimidin-4-yl)benzamide, dihydrochloride salt) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3799 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/019/11/T/03

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

EU/3/16/1615 (Gilead Sciences Ireland UC)

EU/3/16/1615 (Gilead Sciences Ireland UC)

EU/3/16/1615 (Active substance: 2-ethylbutyl (2S)-2-{[(S)-{[(2R,3S,4R,5R)-5-(4-aminopyrrolo[2,1-f][1,2,4]triazin-7-yl)-5-cyano-3,4-dihydroxytetrahydrofuran-2-yl]methoxy}(phenoxy)phosphoryl]amino}propanoate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3804 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/197/15/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

EU/3/10/826 (Eurocept International B.V.)

EU/3/10/826 (Eurocept International B.V.)

EU/3/10/826 (Active substance: Para-aminosalicylic acid) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3396 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/072/10/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/14/1328 (Roche Registration GmbH)

EU/3/14/1328 (Roche Registration GmbH)

EU/3/14/1328 (Active substance: 4-{[(2R,3S,4R,5S)-4-(4-chloro-2-fluoro-phenyl)-3-(3-chloro-2-fluoro-phenyl)-4-cyano-5-(2,2-dimethyl-propyl)-pyrrolidine-2-carbonyl]-amino}-3-methoxy-benzoic acid) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3149 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/100/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/17/1936 (Pharma Gateway AB)

EU/3/17/1936 (Pharma Gateway AB)

EU/3/17/1936 (Active substance: 1-[4-bromo-5-[1-ethyl-7-(methylamino)-2-oxo-1,2-dihydro-1,6-naphthyridin-3-yl]-2-fluorophenyl]-3-phenylurea) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3133 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/119/17/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

3-4-2018

EU/3/12/1080 (AbbVie Deutschland GmbH and Co. KG)

EU/3/12/1080 (AbbVie Deutschland GmbH and Co. KG)

EU/3/12/1080 (Active substance: 4-(4-{[2-(4-chlorophenyl)-4,4-dimethylcyclohex-1-en-1-yl]methyl}piperazin-1-yl)-N-({3-nitro-4-[(tetrahydro-2H-pyran-4-ylmethyl)amino]phenyl}sulfonyl)-2-(1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin-5-yloxy)benzamide) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)2056 of Tue, 03 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/124/12/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

28-3-2018

EU/3/17/1876 (FGK Representative Service GmbH)

EU/3/17/1876 (FGK Representative Service GmbH)

EU/3/17/1876 (Active substance: Sodium (1R,3R,4R,5S)-3-({2-N-acetylamino-2-deoxy-3-O-[(1S)-1-carboxylato-2-cyclohexylethyl]-beta-D-galactopyranosyl}oxy)-4-({6-deoxy-alpha-L-galactopyranosyl}oxy)-5-ethyl-cyclohexan-1-yl-(38-oxo-2,5,8,11,14,17,20,23,26,29,32,35-dodecaoxa-39-azahentetracontan-41-yl)carboxamide) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)2011 of Wed, 28 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/010/17/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

21-3-2018

EU/3/17/1861 (Roivant Sciences Ireland Limited)

EU/3/17/1861 (Roivant Sciences Ireland Limited)

EU/3/17/1861 (Active substance: (S)-8-{2-amino-6-[1-(5-chloro-biphenyl-2-yl)-(R)-2,2,2-trifluoro-ethoxy]-pyrimidin-4-yl}-2,8-diaza-spiro[4.5]decane-3-carboxylic acid ethyl ester) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)1826 of Wed, 21 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/299/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

21-3-2018

EU/3/16/1714 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/16/1714 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/16/1714 (Active substance: 6'-(R)-methyl-5-O-(5-amino-5,6-dideoxy-a-L-talofuranosyl)-paromamine sulfate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)1823 of Wed, 21 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/119/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety