Amavita Dolopirin-N

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Amavita Dolopirin-N Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • Säure acetylsalicylicum 500 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Amavita Dolopirin-N Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Analgeticum, Antipyreticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 66813
  • Berechtigungsdatum:
  • 07-11-2017
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Amavita Dolopirin-N

Amavita Health Care AG

Was ist Amavita Doloprin-N und wann wird es angewendet?

Amavita Doloprin-N enthält den Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Dieser hat schmerzlindernde,

fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Amavita Doloprin-N eignen sich zur Kurzzeitbehandlung, d.h. zur maximal 3 Tage dauernden

Behandlung von leichten bis mässig starken, akuten Schmerzen (Kopfschmerzen, Zahnschmerzen,

Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen) und zur symptomatischen

Behandlung von Fieber und/oder Schmerzen bei Erkältungskrankheiten. Jugendliche ab 12 Jahren

nur nach ärztlicher Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl (siehe «Wann ist bei der

Einnahme von Amavita Doloprin-N Vorsicht geboten?»).

Was sollte dazu beachtet werden?

Amavita Doloprin-N darf nicht länger als 3 Tage angewendet werden, ausser auf ärztliche

Verschreibung.

Schmerzmittel sollen nicht ohne ärztliche Kontrolle über längere Zeit regelmässig eingenommen

werden. Längerdauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Kontrolle.

Die angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten

werden.

Es ist auch zu bedenken, dass die langdauernde Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits dazu

beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiter bestehen.

Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer

schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines

Nierenversagens führen.

Wann darf Amavita Doloprin-N nicht eingenommen werden?

In folgenden Fällen dürfen Sie Amavita Doloprin-N nicht anwenden:

·Wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure, anderen Salicylaten oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten

nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln, Atemnot oder allergieähnliche

Hautreaktionen hatten.

·Wenn Sie an einem Magen- und/oder Zwölffingerdarm-Geschwür leiden oder Magen/Darm-

Blutungen haben.

·Bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).

·Wenn Sie eine krankhaft erhöhte Blutungsneigung aufweisen.

·Bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion.

·Bei schwerer Herzleistungsschwäche.

·Zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypass-Operation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine).

·Wenn Sie gleichzeitig Methotrexat in einer Dosis von mehr als 15 mg pro Woche einnehmen

müssen.

·Wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe auch Rubrik «Darf Amavita Doloprin-N während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»).

·Bei Kindern unter 12 Jahren.

Wann ist bei der Einnahme von Amavita Doloprin-N Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Amavita Doloprin-N können im oberen Magen-Darm-Trakt

Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-/Darm-

Durchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch ohne

Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis

während der kürzest möglichen Therapiedauer angewendet werden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin, wenn Sie Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des

Arzneimittels vermuten.

Ältere Patienten können empfindlicher auf das Arzneimittel reagieren als jüngere Erwachsene. Es ist

besonders wichtig, dass ältere Patienten eventuelle Nebenwirkungen sofort Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin melden.

In folgenden Situationen dürfen Sie Amavita Doloprin-N nur auf ärztliche Verschreibung und unter

ärztlicher Überwachung einnehmen:

·Wenn Sie gegenwärtig wegen einer ernsthaften Krankheit in ärztlicher Behandlung sind.

·Wenn Sie früher an einem Magen- oder Zwölffingerdarm-Geschwür erkrankt sind.

·Wenn Sie eine Herzkrankheit oder ein Nierenleiden haben oder bei einem erhöhten

Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen, bei Durchfall oder nach grösseren Operationen; die

Einnahme von Amavita Doloprin-N kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer

Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann.

·Wenn Sie ein Leberleiden haben.

Bei Asthma, bei Nesselfieber, Nasen-Polypen, bei Heuschnupfen oder anderen Allergien, bei einer

seltenen erblichen Krankheit der roten Blutkörperchen, dem sogenannten «Glucose-6-Phosphat-

Dehydrogenasemangel» sowie bei einer Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln

(„Blutverdünner“, Antikoagulantien) oder blutdrucksenkenden Mitteln (Antihypertensiva) soll die

Einnahme nur nach strengen Anweisungen des Arztes bzw. der Ärztin erfolgen.

Jugendliche ab 12 Jahren mit Fieber, Grippe, Windpocken oder anderen Virus-Erkrankungen dürfen

Amavita Doloprin-N nur nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin und nur als Mittel der zweiten

Wahl einnehmen. Kommt es bei diesen Erkrankungen oder nach ihrem Abklingen zu

Bewusstseinsstörungen mit Erbrechen, sollte unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin konsultiert

werden.

Bei gleichzeitiger und längerer Anwendung von Amavita Doloprin-N kann die Wirkung von

Kortisonpräparaten, krampflösenden Mitteln (Antiepileptika), Blutverdünnern, Digoxin und von

Lithiumpräparaten gegen Depressionen verstärkt werden. Es kann zu einer Steigerung der

unerwünschten Wirkungen dieser Arzneimittel kommen. Die Wirkung von Gichtmitteln (Probenecid

und Sulfinpyrazon), harntreibenden Mitteln (Diuretika) und Mitteln gegen erhöhten Blutdruck kann

vermindert werden. Bei Anwendung von Rheumamitteln oder Methotrexat (das z.B. bei chronischer

Polyarthritis eingenommen wird; siehe auch Rubrik «Wann darf Amavita Doloprin-N nicht

angewendet werden?») ergibt sich eventuell eine Verstärkung der unerwünschten Wirkungen.

Amavita Doloprin-N kann bei gleichzeitiger Einnahme von Kortisonpräparaten, Alkohol oder

Arzneimitteln aus der Gruppe der sog. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer gegen Depressionen das

Risiko für Blutungen erhöhen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Amavita Doloprin-N und Antidiabetika (z.B. Insulin,

Sulfonylharnstoffe) kann der Blutzuckerspiegel sinken.

Selbst in kleinen Dosen verringert die Acetylsalicylsäure die Ausscheidung von Harnsäure. Dies

kann bei Patienten bzw. Patientinnen, welche bereits eine geringe Harnsäure-Ausscheidung

aufweisen, Gicht auslösen.

Bei Zuständen mit erhöhter Blutungsgefahr (z.B. Monatsblutung oder Verletzungen) ist Vorsicht

geboten, insbesondere während als auch nach operativen Eingriffen (auch bei kleineren Eingriffen

wie z.B. Zahnextraktionen) kann es zu einer erhöhten Blutungsneigung kommen.

Über die Einnahme vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt bzw. die Ärztin oder

Zahnärztin zu befragen bzw. zu informieren.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Amavita Doloprin-N während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Amavita Doloprin-N nur

nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der

Schwangerschaft darf Amavita Doloprin-N nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Amavita Doloprin-N sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin hat es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Amavita Doloprin-N?

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren und schwerer als 40 kg:

1-2 Tabletten, falls erforderlich alle 4-8 Stunden wiederholen. Bis zu maximal 6 Tabletten täglich.

Es empfiehlt sich, möglichst nach einer Mahlzeit, die Tabletten in Flüssigkeit zerfallen zu lassen und

reichlich Flüssigkeit nachzutrinken.

Jugendliche ab 12 Jahren dürfen Amavita Doloprin-N nur auf ärztliche Verschreibung und nur als

Mittel der zweiten Wahl einnehmen.

Kinder unter 12 Jahren: Amavita Doloprin-N Tabletten sind für Kinder unter 12 Jahren wegen des

hohen Wirkstoffgehalts nicht geeignet.

Bei unkontrollierter Einnahme (Überdosis) unverzüglich einen Arzt bzw. eine Ärztin konsultieren.

Ohrensausen und/oder Schweissausbrüche können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein.

Halten Sie sich an die in dieser Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Amavita Doloprin-N haben?

Als Nebenwirkung können Magenbeschwerden auftreten. In seltenen Fällen können

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen der Haut und Schleimhäute (z.B. verstopfte

Nase), Hautausschläge, Asthma, Atemnot sowie Magen-/Darm-Geschwüre und Magen-/Darm-

Blutungen, Blutergüsse, Nasenbluten oder Zahnfleischbluten auftreten. Sehr selten sind auch

schwerwiegende Blutungen berichtet worden, die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich

sein können. Treten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion auf, ist das Arzneimittel abzusetzen

und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren. Kommt es während der Behandlung zu einer

Schwarzfärbung des Stuhls oder zu blutigem Erbrechen, soll das Arzneimittel abgesetzt und

unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin aufgesucht werden. Selten kommt es zu Schwindel,

Kopfschmerzen, Sehstörungen und Verwirrtheitszuständen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Amavita Doloprin-N enthalten?

1 teilbare Tablette enthält: 500 mg Acetylsalicylsäure und sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

66813 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Amavita Doloprin-N? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 20 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Amavita Health Care AG, 4704 Niederbipp.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.