Alpridemylan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Alpridemylan Tablette 50 mg
  • Dosierung:
  • 50 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Alpridemylan Tablette 50 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antipsychotika: benzamides

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE467973
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Alpridemylan 50 mg, 100 mg, 200 mg Tabletten

Alpridemylan 400 mg Filmtabletten

Amisulprid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Alpridemylan und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Alpridemylan beachten?

Wie ist Alpridemylan einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Alpridemylan aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Alpridemylan und wofür wird es angewendet?

Alpridemylan enthält Amisulprid und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Antipsychotika

genannt werden und zur Kontrolle der Symptome einer Geisteskrankheit beitragen, die Schizophrenie

genannt wird.

Die Symptome umfassen:

Wahnvorstellungen (seltsame oder unübliche Gedanken haben)

Halluzinationen (Dinge sehen oder hören, die nicht da sind)

ohne ersichtlichen Grund misstrauisch oder aggressiv sein (das sind sogenannte „positive

Symptome“)

zurückgezogen und still werden (das sind sogenannte „negative Symptome“).

Alpridemylan kann bei Einsetzen und zur Langzeitbehandlung von Schizophrenie angewendet werden.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Alpridemylan beachten?

Alpridemylan darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Amisulprid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Mögliche Anzeichen einer allergischen Reaktion sind

Ausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.

wenn Sie Brustkrebs oder einen sogenannten „prolaktinabhängigen Tumor“ haben.

wenn Sie einen Tumor der Nebenniere, ein sogenanntes Phäochromozytom haben.

wenn Sie stillen.

wenn Sie Levodopa (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) oder Arzneimittel zur Behandlung

von Herzrhythmusstörungen einnehmen, oder Arzneimittel, die einen anormalen Herzrhythmus

verursachen können, wenn sie gleichzeitig mit Amisulprid angewendet werden (siehe „Einnahme

von Alpridemylan zusammen mit anderen Arzneimitteln“ unten).

wenn Sie jünger als 15 Jahre sind.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen, wenn einer dieser Warnhinweise auf Sie zutrifft. Wenn

Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Alpridemylan

einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Alpridemylan einnehmen,

wenn Sie Nierenprobleme haben.

wenn Sie die Parkinson-Krankheit haben.

wenn Sie schon einmal Krampfanfälle (epileptische Anfälle) gehabt haben.

wenn Sie an Diabetes leiden oder Ihnen gesagt wurde, dass Sie ein erhöhtes Risiko auf Diabetes

haben.

wenn Sie eine unübliche Herzfrequenz (Herzrhythmus) haben.

wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder in Ihrer Verwandtschaft Herzprobleme oder plötzliche

Todesfälle bekannt sind.

wenn Sie ein langes QT-Intervall haben oder Fälle davon in Ihrer Verwandtschaft bekannt sind (das

ist ein Maß Ihrer Herzfunktion und kann durch einen Arzt in einem Elektrokardiogramm festgestellt

werden).

wenn Sie einmal einen Schlaganfall hatten oder Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass bei Ihnen ein Risiko

auf einen Schlaganfall besteht.

wenn Sie oder Verwandte in der Vergangenheit Blutgerinnsel hatten, da Arzneimittel wie diese mit

der Bildung von Blutgerinnseln in Zusammenhang gebracht wurden.

wenn Sie oder Verwandte in der Vergangenheit Brustkrebs hatten, da Amisulprid das Risiko auf die

Entwicklung von Brustkrebs beeinflussen kann. Daher müssen Sie während der Behandlung mit

Alpridemylan engmaschig überwacht werden.

wenn Sie einen langsamen Herzschlag haben (weniger als 55 Schläge pro Minute).

wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Ihre Herzfunktion beeinflussen könnten: sprechen Sie

vor der Einnahme aller anderen Arzneimittel mit Ihrem Arzt. Siehe auch die Abschnitte

„Alpridemylan darf nicht eingenommen werden“ und „Einnahme von Alpridemylan zusammen mit

anderen Arzneimitteln“.

wenn Ihnen gesagt wurde, dass Sie einen niedrigen Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut haben.

wenn Sie schon älter sind. Bei älteren Personen treten niedriger Blutdruck und Schläfrigkeit nämlich

häufiger auf. Bei Patienten, die Antipsychotika einnahmen, wurde - verglichen mit Patienten, die

keine Antipsychotika bekamen - ein geringer Anstieg der Anzahl der Todesfälle von älteren Personen

mit Demenz berichtet.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob irgendeiner dieser Hinweise auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem

Arzt oder Apotheker, bevor Sie Alpridemylan einnehmen.

Einnahme von Alpridemylan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Amisulprid kann nämlich die Wirkungsweise einiger anderer Arzneimittel beeinflussen. Ebenso können

andere Arzneimittel die Wirkungsweise von Amisulprid beeinflussen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel insbesondere nicht einnehmen und müssen sich an Ihren Arzt

wenden, wenn Sie Folgendes einnehmen:

Bromocriptin oder Ropinirol (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit)

Levodopa, ein Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (wie Chinidin, Disopyramid,

Procainamid, Amiodaron, Sotalol)

Cisaprid (zur Behandlung von Magenproblemen)

Bepridil (zur Behandlung von Angina pectoris/Brustschmerz und Veränderungen des Herzrhythmus)

Sultoprid oder Thioridazin (bei Schizophrenie)

Methadon (bei Schmerzen und Drogenentzug)

Halofantrin (zur Vorbeugung von Malaria)

Pentamidin (zur Behandlung von Infektionen bei HIV-Patienten)

Erythromycin als Injektion oder Sparfloxacin (Antibiotika)

Arzneimittel gegen Pilzinfektionen wie Clotrimazol

Vincamin als Injektion (bei verschiedenen Erkrankungen des Gehirns)

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck oder anderen Herzproblemen, die Ihre

Herzfrequenz senken könnten. Dazu gehören Betablocker (wie Nebivolol oder Bisoprolol),

Diltiazem, Verapamil, Clonidin, Guanfacin, Digoxin oder Digoxin-ähnliche Arzneimittel

Arzneimittel, die niedrige Kaliumspiegel verursachen können, darunter Diuretika

(„Wassertabletten“), bestimmte Abführmittel, Amphotericin B (als Injektion), Glukokortikoide (bei

Erkrankungen wie Asthma oder rheumatoide Arthritis) und Tetracosactid (kann bei klinischen

Untersuchungen angewendet werden)

Arzneimittel zur Behandlung von Schizophrenie wie Pimozid oder Haloperidol

Imipramin oder Lithium (zur Behandlung von Depression)

bestimmte Antihistaminika wie Astemizol und Terfenadin (bei Allergien)

Mefloquin zur Behandlung von Malaria

andere Antipsychotika bei psychischen Gesundheitsproblemen

Arzneimittel gegen starke Schmerzen, die Opiate genannt werden, wie Morphin oder Pethidin

Arzneimittel, die Ihren Schlaf fördern, wie Barbiturate und Benzodiazepine

Schmerzmittel wie Tramadol und Indometacin

Anästhetika

Antihistaminika (bei Allergien), die Sie schläfrig machen, wie Promethazin

Einnahme von Alpridemylan zusammen mit Alkohol

Während der Einnahme von Alpridemylan dürfen Sie keinen Alkohol trinken. Alpridemylan kann nämlich

die Wirkungen von Alkohol verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie stillen oder stillen möchten.

Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu

werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Die folgenden Symptome können bei Neugeborenen auftreten, deren Mütter Alpridemylan während des

letzten Quartals (die letzten 3 Monate der Schwangerschaft) eingenommen haben: Zittern, Steifheit

und/oder Schwäche der Muskeln, Schläfrigkeit, Unruhe, Atemprobleme und Schwierigkeiten beim

Trinken. Wenn Ihr Baby irgendeines dieser Symptome aufweist, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie fühlen sich möglicherweise weniger aufmerksam, benommen oder schläfrig, während Sie dieses

Arzneimittel einnehmen.

Wenn das der Fall ist, dürfen Sie keine Fahrzeuge führen und Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Alpridemylan enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Alpridemylan erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

an, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie ist Alpridemylan einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene

Wenn Sie an positiven Symptomen leiden, beträgt die empfohlene Dosis zwischen 400 mg und 800 mg

Amisulprid täglich. Je nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung und Ihrer Nierenfunktion wird die Dosis

durch Ihren Arzt auf Sie abgestimmt. Die Tageshöchstdosis beträgt 1.200 mg.

Wenn Sie sowohl an positiven als auch an negativen Symptomen leiden, wird Ihr Arzt Ihre Dosis

anpassen, sodass die positiven Symptome adäquat unter Kontrolle sind. Als Erhaltungsdosis wird Ihr Arzt

die niedrigste mögliche Dosis auswählen, die für Sie wirksam ist.

Wenn Sie vor allem an negativen Symptomen leiden, beträgt die empfohlene Dosis zwischen 50 mg und

300 mg Amisulprid täglich. Je nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung und Ihrer Nierenfunktion wird die

Dosis durch Ihren Arzt auf Sie abgestimmt.

Patienten über 65 Jahre:

Amisulprid kann Sedierung (Schläfrigkeit) oder einen Blutdruckabfall verursachen und ist im

Allgemeinen nicht empfohlen, da es in dieser Altersgruppe nur beschränkte Erfahrungen gibt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Die Wirkung und Sicherheit von Amisulprid bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sind nicht

erwiesen. Falls absolut unerlässlich, muss die Behandlung von Jugendlichen von 15 bis 18 Jahre durch

einen Arzt eingeleitet und durchgeführt werden, der Erfahrung mit der Behandlung von Schizophrenie in

dieser Altersgruppe hat.

Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren dürfen diese Tabletten nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2

„Alpridemylan darf nicht eingenommen werden“).

Patienten mit Nierenproblemen

Ihr Arzt wird Ihnen normalerweise eine niedrigere Dosierung verordnen. Das kann die Hälfte oder ein

Drittel der normalen Tagesdosis sein und hängt von Ihrer Nierenfunktion ab.

Wie ist dieses Arzneimittel einzunehmen?

Schlucken Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser.

Sie können sie während oder außerhalb der Mahlzeiten einnehmen.

Dosen bis zu 300 mg täglich können als Einzeldosis eingenommen werden, vorzugsweise immer zur

selben Tageszeit.

Dosen über 300 mg müssen zur Hälfte morgens und zur Hälfte abends eingenommen werden.

Die 100-mg-, 200-mg- und 400-mg-Tabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Alpridemylan eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Alpridemylan eingenomen haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt,

Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum (070/245.245).

Wenn Sie eine größere Menge von Alpridemylan angewendet haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt,

oder ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Tabletten, die Packungsbeilage und/oder den Umkarton mit, damit

der Arzt weiß, was Sie eingenommen haben. Es können folgende Wirkungen eintreten: Ruhelosigkeit

oder Zittern, steife Muskeln, niedriger Blutdruck, Benommenheit oder Schläfrigkeit, was zu

Bewusstlosigkeit führen könnte.

Wenn Sie die Einnahme von Alpridemylan vergessen haben

Holen Sie die Einnahme nach, sobald Sie daran denken. Wenn es allerdings schon beinahe Zeit für Ihre

nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Alpridemylan abbrechen

Nehmen Sie Ihre Tabletten weiter ein, bis Ihnen Ihr Arzt zum Absetzen rät. Brechen Sie die Einnahme

nicht ab, nur weil Sie sich besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme abbrechen, kann sich Ihre Erkrankung

verschlimmern oder erneut auftreten. Wenn Ihnen Ihr Arzt keinen anderen Rat gibt, kann der plötzliche

Abbruch der Behandlung zu Entzugserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Schlafstörungen,

extreme Ruhelosigkeit, Muskelsteifheit oder anormalen Bewegungen führen, oder kann die ursprüngliche

Erkrankung erneut auftreten. Um solche Wirkungen zu vermeiden, ist es wichtig, die Dosis nach

Anweisung Ihres Arztes schrittweise abzubauen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Brechen Sie die Einnahme von Alpridemylan ab und wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder ein

Krankenhaus, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)

Eine schwere allergische Reaktion. Mögliche Anzeichen sind ein juckender, knotiger Ausschlag,

Schluck- oder Atembeschwerden, Anschwellen von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.

Ein Krampfanfall.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Fieber, Schwitzen, steife Muskeln, schneller Herzschlag, schnelle Atmung und Verwirrtheit,

Schläfrigkeit oder Agitiertheit. Dies könnten die Symptome einer schweren aber seltenen

Nebenwirkung sein, die „malignes neuroleptisches Syndrom“ genannt wird.

Eine ungewöhnliche Herzfrequenz, sehr schnelle Herzfrequenz oder Brustschmerz, was zu einem

Herzanfall oder einer lebensbedrohlichen Herzerkrankung führen könnte.

Blutgerinnsel in den Venen, insbesondere in den Beinen (Symptome umfassen Schwellung,

Schmerzen und Rötung im Bein), die über Blutgefäße in die Lunge wandern können, was

Schmerzen in der Brustgegend und Atembeschwerden verursacht. Wenn Sie eines dieser

Anzeichen feststellen, wenden Sie sich sofort an einen Arzt.

Sie bekommen häufiger als üblich Infektionen, die Fieber, Halsschmerzen oder Mundgeschwüre

verursachen. Dies könnte auf eine Senkung der Anzahl oder einen Mangel der weißen

Blutkörperchen zurückzuführen sein.

Wenden Sie sich so bald wie möglich an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen

feststellen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen)

Zittern, Muskelsteifheit oder -krampf, langsame Bewegung, stärkerer Speichelfluss als üblich

oder Ruhelosigkeit.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)

Unkontrollierte Bewegungen, meist von Kopf, Hals, Kiefer oder Augen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)

Unkontrollierte Bewegungen, meist von Gesicht oder Zunge.

Weitere Nebenwirkungen umfassen:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)

Schlafstörungen (Insomnie) oder Angst oder Unruhe.

Benommenheit oder Schläfrigkeit.

Verstopfung, Übelkeit oder Erbrechen, Mundtrockenheit.

Gewichtszunahme.

Niedriger Blutdruck, wodurch Sie sich schwindlig fühlen können.

Erhöhte Werte von Prolaktin (ein Eiweiß) im Blut, die in einem Bluttest festgestellt würden und

Folgendes verursachen können:

Brustschmerzen oder -vergrößerung, milchige Absonderung aus den Brustwarzen (bei Frauen und

Männern).

Menstruationsstörungen wie ausbleibende Menstruation.

Sexuelle Wirkungen wie Probleme, einen Orgasmus zu erreichen, oder Schwierigkeiten, eine

Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten.

Geschwulst in der Hypophyse.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)

Langsamerer Herzschlag.

Hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie).

Anstieg der Leberenzyme, was in einem Bluttest festgestellt würde.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen)

Entzugserscheinungen nach Abbruch einer Behandlung mit hohen Dosen Amisulprid, darunter

Übelkeit oder Erbrechen, Schlafschwierigkeit, extreme Ruhelosigkeit, Muskelsteifheit oder

anormale Bewegungen, auch Ihre ursprüngliche Erkrankung kann wieder auftreten.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Entzugserscheinungen bei Neugeborenen, deren Mutter dieses Arzneimittel eingenommen hat.

Erhöhte Blutspiegel bestimmter Fette (Triglyzeride) und von Cholesterin

Verwirrtheit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt anzeigen über:

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRÜSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen,

dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Alpridemylan aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „EXP“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Alpridemylan enthält

Der Wirkstoff ist: Amisulprid.

Jede 50-mg-Tablette enthält 50 mg Amisulprid.

Jede 100-mg-Tablette enthält 100 mg Amisulprid.

Jede 200-mg-Tablette enthält 200 mg Amisulprid.

Jede 400-mg-Tablette enthält 400 mg Amisulprid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 2, „Alpridemylan enthält

Lactose“), mikrokristalline Cellulose, Natriumstärkeglykolat (Typ A), Hypromellose, Magnesiumstearat.

Der Filmüberzug enthält Hypromellose, Titandioxid (E 171), Macrogol 400 (nur 400 mg).

Wie Alpridemylan aussieht und Inhalt der Packung

50 mg: Weiße runde Tablette mit „AA 50“ auf einer Seite und „G“ auf der anderen, 6 mm Durchmesser.

100 mg: Weiße runde Tablette mit „AMI“ Bruchkerbe „100“ auf einer Seite und „G“ auf der anderen, 7,5

mm Durchmesser.

200 mg: Weiße runde Tablette mit „AMI“ Bruchkerbe „200“ auf einer Seite und „G“ auf der anderen,

10 mm Durchmesser.

400 mg: Weiße, kapselförmige Filmtablette, mit Prägung „AS 400“ auf einer Seite und einer Bruchkerbe

auf der anderen, Abmessungen 18 mm x 7,7 mm.

Alpridemylan ist erhältlich in:

Blisterpackungen mit:

12 Tabletten (50 mg)

20 Tabletten (50 mg, 100 mg, 200 mg, 400 mg)

30 Tabletten (50 mg, 100 mg, 200 mg, 400 mg)

30x1 Tabletten (100 mg, 400 mg)

50 Tabletten (50 mg, 100 mg, 200 mg, 400 mg)

60 Tabletten (50 mg, 100 mg, 200 mg, 400 mg)

60x1 Tabletten (100 mg, 200 mg)

90 Tabletten (50 mg, 100 mg, 200 mg, 400 mg)

100 Tabletten (50 mg, 100 mg, 200 mg, 400 mg)

120 Tabletten (200 mg)

150 Tabletten (200 mg)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Zulassungsnummern

50 mg: BE467946

100 mg: BE467955

200 mg: BE467964

400 mg: BE467973

Art der Abgabe

Verschreibungspflichtig

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan bvba/sprl

Terhulpsesteenweg 6A

B-1560 Hoeilaart

Hersteller

McDermott Laboratories Ltd trading as Gerard Laboratories, 36 Baldoyle Industrial Estate, Grange Road,

Dublin 13, Irland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter

den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien

Alpridemylan 50mg, 100mg, 200mg Tabletten

Alpridemylan 400 mg Filmtabletten

Zypern

Amisulpride Generics 50, 100, 200 mg tablets

Amisulpride Generics 400 mg film-coated tablets

Tschechische Republik

Amisulprid Generics 50mg, 100mg, 200 mg tablety

Amisulprid Generics 400 mg potahované tablety

Frankreich

AMISULPRIDE MYLAN PHARMA 100 mg, comprimé sécable

AMISULPRIDE MYLAN PHARMA 200 mg, comprimé sécable

AMISULPRIDE MYLAN PHARMA 400 mg, comprimé pelliculé sécable

Deutschland

Amisulprid Mylan 100, 200 mg tabletten

Amisulprid Mylan 400 mg filmtabletten

Griechenland

Amisulpride Ivowen 50, 100, 200 mg tablets

Amisulpride Ivowen 400 mg film-coated tablets

Italien

Amisulpride Mylan

Irland

Amisulpride 50, 200 mg tablets

Luxemburg

Alpridemylan 50, 100, 200 mg Tabletten

Alpridemylan 400 mg Filmtabletten

Polen

Amsulgen

Portugal

Amissulprida Anova

Spanien

Amisulprida Mylan 100 mg comprimidos EFG

Amisulprida Mylan 200 mg comprimidos EFG

Amisulprida Mylan 400 mg comprimidos recubiertos con película EFG

Vereinigtes Königreich

Amisulpride 50, 100, 200 mg tablets

Amisulpride 400 mg film-coated tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 12/2015.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 10/2015.