Allopurinol Sandoz

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Allopurinol Sandoz 100 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate,100 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Allopurinol Sandoz 100 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Allopurinol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-22012
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-06-1997
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Allopurinol Sandoz 100 mg - Tabletten

Wirkstoff: Allopurinol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Allopurinol Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Allopurinol Sandoz beachten?

Wie ist Allopurinol Sandoz einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Allopurinol Sandoz aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ALLOPURINOL SANDOZ UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Allopurinol Sandoz wird eingenommen, um den Harnsäurespiegel im Blut zu senken:

bei

Erwachsenen

einem

hohen

Harnsäurespiegel,

welcher

durch

eine

Diät

nicht

kontrollierbar ist, oder mit Beschwerden, besonders:

Gicht

Nierenschäden, verursacht durch Harnsäure

zur Auflösung und Vermeidung von Harnsäuresteinen

zur Vermeidung von Kalziumoxalatsteinen bei erhöhtem Harnsäurespiegel

bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen mit einem Körpergewicht von 15 kg oder

darüber,

hohem

Harnsäurespiegel

einem

erhöhten

Harnsäuregehalt

Urin,

verursacht z. B. durch

Bestrahlung

Tumorbehandlung mit Arzneimitteln

andere schwere Zellzerfallserscheinungen

bei Kindern und Jugendlichen mit einem Körpergewicht von 15 kg oder darüber

Nierenschäden aufgrund von Harnsäure während der Behandlung von Blutkrebs mit zu

vielen oder abnormalen weißen Blutzellen

bestimmte vererbbare Enzymmangelerkrankungen, bekannt als Lesch-Nyhan Syndrom

und Adenin Phosphoribosyl Transferasemangel

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ALLOPURINOL SANDOZ BEACHTEN?

Allopurinol Sandoz darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Allopurinol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

Dieses Arzneimittel ist nicht geeignet für Kinder mit einem Körpergewicht von weniger als 15 kg.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihren Arzt, bevor Sie Allopurinol Sandoz einnehmen, wenn Sie

eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Eine eingeschränkte Nierenfunktion ist bei

Patienten wahrscheinlicher

die Mittel gegen Bluthochdruck (ACE-Hemmer) einnehmen oder die

Entwässerungsmittel

(Diuretika)

einnehmen,

einen

hohen

Blutdruck

oder

Herzstörungen zu behandeln

eine eingeschränkte Leberfunktion aufweisen

Störungen der Blutbildung aufweisen

Zur Zeit einen Gichtanfall haben

Han-chinesischer, afrikanischer oder indischer Abstammung sind

Probleme mit der Schilddrüse haben.

In diesen Fällen wird Ihr Arzt Ihr Blutbild beobachten.

Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen seitens der Haut muss die Behandlung sofort

abgesetzt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Allopurinol Sandoz:

Anwendung

Allopurinol

wurde

schweren

potentiell

lebensbedrohlichen

Hautausschlägen

(Überempfindlichkeitssyndrom,

Stevens-Johnson-Syndrom,

Toxische

Epidermale Nekrolyse) berichtet, die zunächst als rötliche Flecken mit dunklerem Zentrum oder

als kreisförmige Flecken mit zentraler Blasenbildung am Rumpf erscheinen. Häufig geht der

Ausschlag mit Geschwüren in Mund, Nase, Rachen, Genitalbereich und Konjunktivitis (rote und

geschwollene Augen) einher. Diesen schweren Hautausschlägen gehen häufig grippeähnliche

Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Ganzkörperschmerz voraus. Der Ausschlag kann zu

großflächiger Blasenbildung und Schälung der Haut führen. Diese schweren Hautreaktionen

können bei Menschen, die von Han-Chinesen, Thailändern oder Koreanern abstammen, häufiger

auftreten. Eine chronische Nierenkrankheit kann das Risiko bei diesen Patienten möglicherweise

noch weiter erhöhen.

Wenn Sie einen Ausschlag bekommen oder bei Ihnen diese Hautreaktionen auftreten,

beenden Sie die Einnahme von Allopurinol und kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt und

sagen Sie dem Arzt, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Das höchste Risiko für das Auftreten von schweren Hautreaktionen besteht während der ersten

Wochen der Behandlung.

Wenn sich bei Ihnen das Überempfindlichkeitssyndrom, Stevens-Johnson-Syndrom oder

eine

toxische

epidermale

Nekroylse

während

der

Einnahme

von

Allopurinol

Sandoz

entwickelt hat, darf die Behandlung mit Allopurinol Sandoz zu keinem Zeitpunkt wieder

aufgenommen werden.

Wenn Sie Krebs oder das Lesch-Nyhan Syndrom haben, kann der Harnsäurespiegel in

Ihrem Urin erhöht sein. Um dem vorzubeugen, müssen Sie sicherstellen, dass Sie ausreichend

trinken, um Ihren Urin zu verdünnen.

Wenn Sie Nierensteine haben, werden diese kleiner und können in Ihre Harnwege

gelangen.

Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass die Behandlung nicht notwendig ist, wenn:

Ihre Harnsäureblutwerte unter 9 mg/100 ml liegen und

Ihre Nierenfunktion normal ist und

Sie folgende Diätempfehlungen, wie unter „Einnahme von Allopurinol Sandoz zusammen

mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol“ befolgen.

Trinken Sie genügend Flüssigkeit, damit Ihre Harnmenge täglich mindestens 2 Liter beträgt.

Das ist besonders wichtig, wenn Sie Allopurinol Sandoz zur Behandlung von

Gichtniere oder

Harnsäuresteinen einnehmen.

Bei großen Harnsteinen im Nierenbecken ist nicht auszuschließen, dass sich Teile der infolge

einer Allopurinol Sandoz-Behandlung aufgelösten Steine im Harnleiter festsetzen können. Wenn

Sie Beschwerden beim Harnlassen oder Schmerzen haben, verständigen Sie bitte sofort einen

Arzt.

Zu Beginn der Behandlung können Gichtanfälle auftreten. Aus diesem Grund wird Ihnen Ihr Arzt

Schmerzmittel oder Colchicin während der ersten 4 Behandlungswochen mit Allopurinol Sandoz

verschreiben.

Beim Vorliegen von akuten Gichtanfällen sollte die Behandlung mit Allopurinol erst nach deren

vollständigem Abklingen begonnen werden, weil weitere Anfälle ausgelöst werden können.

Einnahme von Allopurinol Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen,

andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Allopurinol

Sandoz

folgende

Arzneimittel

können

sich

ihrer

Wirkung

gegenseitig

beeinflussen:

6-Mercaptopurin,

Arzneimittel

Behandlung

Blutkrebs

vielen

oder

abnormalen weißen Blutzellen

Arzneimittel zur Behandlung aggressiver Tumore, wie

Cyclophosphamid

Doxorubicin

Bleomycin

Procarbazin

Mechloroethamin

Alkylhalogenide

Bei Gabe von Allopurinol und Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Doxorubicin, Bleomycin,

Procarbazin, Alkylhalogenide) treten Blutbildveränderungen häufiger auf als bei Einzelgabe

der Wirkstoffe. Blutbildkontrollen sind daher in regelmäßigen Zeitabständen durchzuführen.

Azathioprin, Cyclosporin, Arzneimittel, die verwendet werden, um das Immunsystem zu

unterdrücken oder andere Erkrankungen zu behandeln.

Bitte beachten Sie, dass unter Cyclosporin Nebenwirkungen häufiger auftreten können.

Vidarabin,

Arzneimittel

Behandlung

Virusinfektionen

Herpes

oder

Windpocken). Bitte beachten Sie, dass unter Vidarabin Nebenwirkungen häufiger auftreten

können.

Didanosin, ein Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektion

Ampicillin, Amoxicillin, Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen

Wenn

möglich,

sollten

Patienten

andere

Antibiotika

erhalten,

Auftreten

allergischer Reaktionen wahrscheinlicher ist.

Salicylate, Arzneimittel zur Verminderung von Schmerz, Fieber oder Entzündungen, wie

Acetylsalicylsäure

Probenecid, Benzbromaron, Arzneimittel zur Erhöhung der Harnsäureausscheidung beim

Urinieren

Chlorpropamid, ein Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes)

Eine

Verminderung

Chlorpropamiddosis

kann

insbesondere

Patienten

herabgesetzter Nierenfunktion notwendig sein.

Warfarin, Phenprocoumon, Acenocoumarol, Arzneimittel zur Vorbeugung der normalen

Blutgerinnung

Ihr Arzt wird Ihre Blutgerinnungswerte öfter kontrollieren und, wenn notwendig, die Dosis

dieser Arzneimittel herabsetzen.

Phenytoin,

Arzneimittel

Behandlung

Epilepsie

oder

bestimmter

Schmerzbeschwerden

Theophyllin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Asthma und anderen Atembeschwerden.

Ihr Arzt wird Ihren Theophyllinspiegel im Blut bestimmen, insbesondere zu Beginn der

Behandlung mit Allopurinol Sandoz oder bei nachfolgenden Dosisanpassungen.

ACE-Hemmer (z. B. Captopril) und Entwässerungstabletten (Diuretika), Arzneimittel zur

Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen

Das Risiko einer Hautreaktion kann sich, besonders wenn Ihre Nierenfunktion chronisch

verringert ist, erhöhen.

Antazida, Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure. Die Einnahme von Antazida

sollte in einem Mindestabstand von 3 Stunden erfolgen.

Allopurinol kann bei gleichzeitiger Einnahme von Aluminiumhydroxid eine eingeschränkte

Wirkung haben. Zwischen der Einnahme beider Arzneimittel sollten mindestens 3 Stunden

liegen.

Teilen Sie Ihrem Arzt daher mit, welche Arzneimittel Sie zurzeit einnehmen, besonders dann,

wenn diese Ihnen von einem anderen (Fach-) Arzt verschrieben wurden.

Einnahme

von

Allopurinol

Sandoz

zusammen

mit

Nahrungsmitteln,

Getränken

und

Alkohol

Vermeiden Sie:

Alkohol, insbesondere Bier

Nahrungsmittel mit einem hohen Puringehalt, wie Innereien (Bries, Nieren, Hirn, Herz und

Zunge) und Fleischextrakt

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Nehmen Sie Allopurinol Sandoz während der Schwangerschaft nur dann ein, wenn Ihr Arzt es für

absolut notwendig hält, da keine ausreichenden Kenntnisse existieren.

Stillzeit

Allopurinol geht in die Muttermilch über. Während der Stillzeit wird Allopurinol nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung:

Dieses

Arzneimittel

kann

Reaktionsfähigkeit

Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Lenken Sie nur dann ein Fahrzeug, bedienen Sie nur dann eine Maschine oder nehmen Sie nur

dann an Aktivitäten teil, die eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, wenn Sie sich sicher

sind, dass Allopurinol Sandoz Ihre Handlungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.

Während der Einnahme von Allopurinol Sandoz können Sie sich schwindlig und müde fühlen

oder es kann zu Störungen von Bewegungsabläufen kommen. Wenn diese Nebenwirkungen bei

Ihnen auftreten, kann Ihre Fahrtüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigt sein.

3.

WIE IST ALLOPURINOL SANDOZ EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene

übliche Anfangsdosis: täglich 1 Tablette

Ihr Arzt kann Ihre Dosis abhängig vom Harnsäurewert Ihres Blutes anpassen.

Maximaldosis: 9 Tabletten täglich

Allopurinol Sandoz 300 mg – Tabletten sind ebenso zur individuellen Dosisanpassung erhältlich.

Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht von 15 kg oder darüber

übliche Dosis: täglich 10 mg Allopurinol pro kg Körpergewicht, verteilt auf 3 Dosen

Maximaldosis: täglich 4 Tabletten

Personen über 65 Jahre

Ihr Arzt wird Ihnen die niedrigste mögliche Dosis verschreiben, um Ihre Beschwerden zu

behandeln.

Patienten mit verminderter Nierenfunktion

Nehmen Sie Allopurinol Sandoz nur unter sorgfältiger ärztlicher Aufsicht ein, Ihr Arzt wird die

Dosis festsetzen.

Maximaldosis bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion: täglich 1 Tablette

Allerdings kann Ihnen Ihr Arzt nach einer Dialyse (Blutwäsche) 3 - 4 Tabletten verschreiben, die

sofort nach der Behandlung einzunehmen sind.

Verminderte Leberfunktion

Ihr Arzt wird Ihre Dosierung festsetzen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie Allopurinol Sandoz

unzerkaut

mit reichlich Flüssigkeit

nach der Mahlzeit und

immer zur gleichen Tageszeit ein

Verteilen Sie die Dosis über den Tag, wenn

Sie mehr als 3 Tabletten täglich einnehmen oder

Magen- oder Darmbeschwerden als Nebenwirkungen auftreten

Dauer der Einnahme

Behandlung

Allopurinol

Sandoz

Allgemeinen

über

einen

längeren

Zeitraum

notwendig. Bitte nehmen Sie Allopurinol Sandoz regelmäßig und so lange ein, wie es Ihr Arzt

verschrieben hat.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen.

Wenn Sie eine größere Menge von Allopurinol Sandoz eingenommen haben als Sie sollten

Bitte wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie zuviel Allopurinol Sandoz eingenommen haben.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwindel können Anzeichen einer Überdosierung sein.

Hinweis für den Arzt:

Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Dosis sobald wie möglich ein. Wenn es Zeit ist für die nächste

Dosis, lassen Sie die vergessene Dosis aus.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz nicht ohne Zustimmung Ihres Arztes ab, da

der Therapieerfolg herabgesetzt werden kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, wenden Sie sich an einen

Facharzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf:

Überempfindlichkeit

Die Anzeichen können sein:

Häufig, kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen:

- Schuppende Haut, Eiterbeulen oder wunde Lippen und wunder Mund.

- In seltenen Fällen können die Anzeichen plötzliche Pfeifgeräusche beim Atmen, Flattern oder

Engegefühl im Brustkorb und Kollaps umfassen.

Gelegentlich, kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen:

Überempfindlichkeitsreaktionen,

unter

anderem

Fieber,

Hautreaktionen,

Schüttelfrost,

Gelenksschmerzen, Leberfunktionsstörung, akute Cholangitis (Entzündung der Gallengänge) und

Xanthinsteinen (bekannt als DRESS oder Überempfindlichkeitssyndrom).

Wenn solche Reaktionen auftreten, was zu jedem Zeitpunkt der Behandlung sein kann, ist

Allopurinol Sandoz sofort abzusetzen und die Behandlung nie wieder aufzunehmen.

Selten, kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen:

Schwere allergische Reaktionen

- Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerz, Muskelschmerzen (grippeähnliche Symptome)

und allgemeines Unwohlsein

- Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerz

und Auffälligkeiten bei den Blut- und Leberfunktionstests (dies können Anzeichen für eine

Multi-Organ-Sensitivitätsstörung sein)

Blutungen

Lippen,

Augen,

Mundes,

Nase

Genitalien,Hautveränderungen

aller

Beispiel:

Geschwüre

Mund,

Rachen, in der Nase, dem Genitalbereich und Konjunktivitis (rote und geschwollene

Augen), großflächige Blasenbildung oder Schälung der Haut

Sehr selten, kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen:

Allergische Reaktion in unterschiedlichen Formen

- Reversibler Anstieg der Leberenzymtransaminasen und der alkalischen Phosphatase

- Entzündungen der Gallenwege

- Xanthinsteine in den Harnwegen

lebensbedrohende allergische Schockreaktion

Wenn bei Ihnen eine dieser Nebenwirkungen auftritt, beenden Sie die Einnahme von

Allopurinol Sandoz und informieren Sie unverzüglich einen Arzt.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, die

bei diesem Arzneimittel ebenfalls möglich sind:

Häufig, kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

- Hautreaktionen wie: Jucken; Gefleckte Haut mit kleinen Knoten; Abblättern der Haut; Flecken;

Bluten der Haut; Abschälen der Haut (in seltenen Fällen).

Diese Nebenwirkungen können zu jedem Behandlungszeitpunkt auftreten.

Brechen Sie die Einnahme von Allopurinol Sandoz sofort ab und kontaktieren Sie einen Arzt,

wenn diese Hautreaktionen auftreten, weil eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion folgen

könnte.

- Erhöhter Thyreotropinspiegel im Blut.

Gelegentlich, kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen:

- Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen und Durchfall.

Diese Magen-/Darm-Beschwerden treten gelegentlich zu Beginn der Behandlung auf und sind

meist vorübergehender Natur. Sie lassen sich oft durch Einnahme nach den Mahlzeiten mit

reichlich Flüssigkeit vermeiden.

Ferner können am Anfang der Behandlung bei einzelnen Patienten Gichtanfälle auftreten.

Auffällige Ergebnisse im Lebertest

Selten, kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen:

Erkrankungen der Leber, die von

- einer Erhöhung der Leberfunktionswerte ohne Beschwerden;

- bis zu Entzündungen der Leber einschließlich der Zerstörung der Leberzellen und in

extremen Fällen bis zu entzündetem, knotigen Lebergewebe reichen.

Sehr selten, kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen:

Veränderung

Lymphknoten

(angioimmunoblastische

Lymphadenopathie),

nach

Absetzen von Allopurinol wieder verschwindet

Verminderte Anzahl an Blutplättchen und weißen Blutkörperchen, Blutarmut, verändertes

Blutbild

Erbrechen von Blut (wiederkehrend)

vermehrte Fettausscheidung mit dem Stuhl

Entzündung der Mundschleimhaut, veränderter Stuhlgang

Es kann mitunter vorkommen, dass Allopurinol-Tabletten Einfluss auf Ihr Blut haben, was

sich

darin

äußern

kann,

dass

leichter

blaue

Flecken

bekommen

oder

dass

Halsschmerzen oder anderen Anzeichen einer Infektion auftreten. Diese Auswirkungen

treten in der Regel bei Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen auf. Wenden Sie sich in

einem solchen Fall so bald wie möglich an Ihren Arzt.

Furunkel

Schwächegefühl

allgemeines Unwohlsein

schmerzhafte, tiefe, knotige Entzündung der Haarfollikel, die von Bakterien verursacht wird

Bewusstlosigkeit

Schmerzen in der Brust (Angina pectoris)

erhöhter Blutdruck

Blut im Harn

Zunahme der Größe der Brust bei Männern (Gynäkomastie) auf einer oder auf beiden Seiten

Sinnesstörungen wie Kribbeln oder Benommenheit

ansteigende Werte von Blutfetten

Veränderungen der Geschmackswahrnehmung

Schwierigkeit, Bewegungen zu kontrollieren

Haarverlust

Halsschmerzen

Impotenz

Unfruchtbarkeit bei Männern

Kopfschmerzen

ungewöhnlicher Anstieg von Substanzen im Blut, die für gewöhnlich im Harn auftreten,

aufgrund einer verringerten Nierenfunktion

Lähmung

Muskelschmerzen

Erkrankungen der Nerven, einschließlich Entzündungen der Nerven in den Armen und

Beinen

Schläfrigkeit

Schwindel

Depression

Sehstörungen

Trübung der Augenlinse

bestimmte Augenerkrankungen mit Makuladegeneration, die zum Verlust der zentralen

Sehschärfe führen kann

Entfärben der Haare

verringerte Herzfrequenz

Anstieg der Wasseransammlung im Gewebe

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Fieber (ohne Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeitsreaktion)

Hautausschläge als Reaktion auf Arzneimittelgabe (Arzneimittelexanthem)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ALLOPURINOL SANDOZ AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ und der

Blisterpackung

nach

„Verw.

bis“

angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

verwenden.

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Allopurinol Sandoz enthält

Der Wirkstoff ist Allopurinol.

1 Tablette enthält 100 mg Allopurinol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Cellulose (Pulver), Povidon (K25), Macrogol 4000,

Crospovidon, Magnesiumstearat, Talkum, mikrokristalline Cellulose

Wie Allopurinol Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, beidseits gewölbte, runde Tabletten mit Bruchrille auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Packungsgrößen: 30, 50 und 100 Stück

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Lek Pharmaceuticals d.d., 9220 Lendava, Slowenien

Z.Nr. 1-22012

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei Überdosierung

Ein spezielles Antidot ist nicht bekannt.

Verdacht

Vorliegen

einer

Vergiftung,

besonders

Fällen

Komedikation

Azathioprin oder 6-Mercaptopurin, kann dem Patienten beim Erbrechen geholfen werden oder es

können Magenspülungen angewendet werden, zusätzlich zur Verabreichung von Aktivkohle und

Natriumphosphat (nur wenn die Einnahme nicht länger als eine Stunde zurück liegt).

Extensive Resorption von Allopurinol kann die Xanthinoxidaseaktivität beträchtlich hemmen, was

zu keinen Nebenwirkungen führt, außer es beeinflusst gleichzeitig verabreichte Arzneimittel,

insbesondere Azathioprin und/oder 6-Mercaptopurin. In solchen Fällen sollte das Risiko einer

verstärkten Wirkung erkannt werden.

Adäquate Hydrierung zur maximalen Diurese stimuliert die Ausscheidung von Allopurinol und

seinen Metaboliten. Falls notwendig kann eine Hämodialyse durchgeführt werden.

9-11-2018

Sandoz Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of One Lot of Losartan Potassium and Hydrochlorothiazide Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in the Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sandoz Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of One Lot of Losartan Potassium and Hydrochlorothiazide Due to the Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in the Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sandoz Inc. is voluntarily recalling one lot of Losartan Potassium Hydrochlorothiazide Tablets, USP 100mg/25mg to the consumer level. This product is being recalled due to the trace amount of an impurity, N-nitrosodiethylamine (NDEA) contained in the API Losartan, USP manufactured by Zhejiang Huahai Pharmaceutical Co. Ltd. Sandoz Inc. Losartan Potassium Hydrochlorothiazide product is manufactured by Lek Pharmaceuticals dd, Ljubljana, Slovenia. This impurity, which is a substance that occurs naturally in ...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

22-8-2018

FDA Drug Safety Communication: FDA to evaluate increased risk of heart-related death and death from all causes with the gout medicine febuxostat (Uloric)

FDA Drug Safety Communication: FDA to evaluate increased risk of heart-related death and death from all causes with the gout medicine febuxostat (Uloric)

The U.S. Food and Drug Administration (FDA) is warning that preliminary results from a safety clinical trial show an increased risk of heart-related death with febuxostat (Uloric) compared to another gout medicine called allopurinol. We required the Uloric drug manufacturer, Takeda Pharmaceuticals, to conduct this safety study when we approved the medicine in 2009. Once we receive the final results from the manufacturer, we will conduct a comprehensive review and will update the public with any new inf...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

26-11-2018

Ziextenzo (Sandoz GmbH)

Ziextenzo (Sandoz GmbH)

Ziextenzo (Active substance: pegfilgrastim) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)7961 of Mon, 26 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4802

Europe -DG Health and Food Safety

15-10-2018

Riximyo (Sandoz GmbH)

Riximyo (Sandoz GmbH)

Riximyo (Active substance: rituximab) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)6811 of Mon, 15 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

24-9-2018

Rixathon (Sandoz GmbH)

Rixathon (Sandoz GmbH)

Rixathon (Active substance: rituximab) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)6230 of Mon, 24 Sep 2018

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

Binocrit (Sandoz GmbH)

Binocrit (Sandoz GmbH)

Binocrit (Active substance: epoetin alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5856 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/725/II/WS/1406

Europe -DG Health and Food Safety

29-8-2018

Zarzio (Sandoz GmbH)

Zarzio (Sandoz GmbH)

Zarzio (Active substance: Filgrastim) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5764 of Wed, 29 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

27-8-2018

Duzallo (GrUnenthal GmbH)

Duzallo (GrUnenthal GmbH)

Duzallo (Active substance: allopurinol / lesinurad) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5696 of Mon, 27 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4412

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5097 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4320

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5098 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4866

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5099 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4865

Europe -DG Health and Food Safety

13-7-2018

Erelzi (Sandoz GmbH)

Erelzi (Sandoz GmbH)

Erelzi (Active substance: etanercept) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4712 of Fri, 13 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Temozolomide Sandoz (Sandoz GmbH)

Temozolomide Sandoz (Sandoz GmbH)

Temozolomide Sandoz (Active substance: temozolomide) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4480 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Pemetrexed Sandoz (Sandoz GmbH)

Pemetrexed Sandoz (Sandoz GmbH)

Pemetrexed Sandoz (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4485 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

30-5-2018

Allopurinol AbZ 100/300 mg Tabletten

Rote - Liste

23-5-2018

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Active substance: infliximab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3215 of Wed, 23 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4647

Europe -DG Health and Food Safety