Alimta 500 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Alimta 500 mg Lyophilisat für infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Lyophilisat für infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: pemetrexedum 500 mg dinatrii pemetrexedum heptahydricum, mannitolum, für Glas.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Alimta 500 mg Lyophilisat für infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Zytostatika

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57039
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-01-2005
  • Letzte Änderung:
  • 15-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Alimta®

Eli Lilly (Suisse) SA

Zusammensetzung

Wirkstoff: Pemetrexedum ut Dinatrii pemetrexedum.

Hilfsstoffe: Mannitolum.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lyophilisat für Infusionslösung:

Durchstechflaschen zu 100 mg.

Durchstechflaschen zu 500 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Malignes Pleuramesotheliom

Behandlung von Patienten mit malignem Pleuramesotheliom in Kombination mit Cisplatin.

Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom

In Kombination mit Cisplatin für die First-line Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem

oder metastasiertem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom ausser bei überwiegender

plattenepithelialer Histologie.

Monotherapie zur Erhaltungstherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem

nichtkleinzelligem Lungenkarzinom ausser bei überwiegender plattenepithelialer Histologie, direkt

anschliessend an eine platinbasierte Chemotherapie von 4 Therapiezyklen bei fehlender Progression.

Monotherapie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nichtkleinzelligem

Lungenkarzinom ausser bei überwiegender plattenepithelialer Histologie nach vorangegangener

Chemotherapie.

Dosierung/Anwendung

Alimta soll nur von Ärzten mit Erfahrung in der Anwendung von antineoplastischen Arzneimitteln

angewendet werden.

Zubereitung der Alimta-Infusionslösung siehe «Sonstige Hinweise, Hinweise für die Handhabung».

Alimta in Kombination mit Cisplatin

Die empfohlene Alimta-Dosis beträgt 500 mg/m² als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von

10 Minuten am ersten Tag jedes 21-tägigen Behandlungszyklus. Die empfohlene Cisplatin-Dosis

beträgt 75 mg/m² als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 2 Stunden etwa 30 Minuten nach

Abschluss der Alimta-Infusion am ersten Tag jedes 21-tägigen Behandlungszyklus. Die Patienten

sollten vor und/oder nach der Cisplatin-Gabe ausreichend Flüssigkeit entsprechend der allgemein

üblichen Praxis erhalten. Siehe Fachinformation von Cisplatin für weitere Dosierungshinweise.

Alimta als Monotherapie

Bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom nach vorangegangener Chemotherapie beträgt

die empfohlene Alimta-Dosis 500 mg/m² als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 10

Minuten am ersten Tag jedes 21-tägigen Behandlungszyklus.

Prämedikation/Comedikation mit Folsäure, Vitamin B12 und Corticosteroiden

Zur Reduktion der Toxizität von Alimta müssen die Patienten täglich oral Folsäure oder ein

Multivitaminpräparat mit Folsäure (350 bis 1000 Mikrogramm) erhalten: 5-7 Dosen während der

sieben Tage vor der ersten Dosis Alimta, während der gesamten Therapiedauer sowie für weitere 21

Tage nach der letzten Dosis. Ferner müssen die Patienten eine intramuskuläre Injektion Vitamin B12

(1000 Mikrogramm) in der Woche vor der ersten Alimta-Dosis erhalten sowie bei jedem dritten

Behandlungszyklus am Tag der Alimta-Infusion.

Zur Reduktion der Häufigkeit und Schwere von Hautreaktionen muss am Tag vor der Behandlung

mit Alimta, am Tag der Behandlung sowie am Tag nach der Behandlung ein Corticosteroid gegeben

werden. Es soll zweimal täglich 4 mg Dexamethason oder ein Äquivalent gegeben werden (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Überwachung

Vor jeder Verabreichung von Alimta sollte ein vollständiges Blutbild einschliesslich

Differenzialblutbild und Thrombozytenzählung gemacht werden. Vor dem Beginn jedes Zyklus muss

die absolute Neutrophilenzahl (absolute neutrophil count, ANC) ≥1'500 Zellen/mm³ und die

Thrombozytenzahl ≥100'000 Zellen/mm³ betragen.

Es müssen regelmässige Blutuntersuchungen zur Überprüfung der Nieren- und Leberfunktion

erfolgen; die Creatinin-Clearance muss ≥45 ml/min. betragen (siehe «Spezielle

Dosierungsanweisungen»).

Dosisanpassung infolge unerwünschter Wirkungen

Vor Beginn eines neuen Behandlungszyklus muss unter Berücksichtigung des Nadir des Blutbildes

oder der nicht-hämatologischen Toxizität im vorhergehenden Therapiezyklus eine Dosisüberprüfung

stattfinden. Möglicherweise muss die Behandlung verschoben und die Dosis wie folgt reduziert

werden:

Dosisanpassung für Alimta (als Monotherapie oder in Kombination) und

Cisplatin – Hämatologische Toxizität

Nadir ANC <500/mm3 und Nadir Thrombozyten

≥50’000 /mm3

75% der vorigen Dosis (Alimta und

Cisplatin).

Nadir Thrombozyten ≤50’000/mm3 unabhängig vom Nadir

75% der vorigen Dosis ( Alimta und

Cisplatin).

Nadir Thrombozyten <50’000/mm3 mit Blutungen

unabhängig vom Nadir ANC

50% der vorigen Dosis (Alimta und

Cisplatin).

Dosisanpassung für Alimta (als Monotherapie oder in Kombination) und

Cisplatin - Nicht-hämatologische Toxizität ausser Neurotoxizität

Alimta-Dosis

Cisplatin-Dosis

Jede Toxizität Grad 3 oder 4 ausser Mukositis und Diarrhö

75% der vorigen

Dosis

75% der vorigen

Dosis

Jede Diarrhö, die eine Hospitalisierung erfordert

(unabhängig vom Grad) oder Diarrhö Grad 3 oder 4

75% der vorigen

Dosis

75% der vorigen

Dosis

Mukositis Grad 3 oder 4

50% der vorigen

Dosis

100% der vorigen

Dosis

Die Therapie mit Alimta darf erst weitergeführt werden, wenn der Patient den Wert von vor der

Behandlung oder darunter erreicht hat.

Dosisanpassung für Alimta (als Monotherapie oder in

Kombination) und

Cisplatin - Neurotoxizität

Alimta-Dosis

Cisplatin-Dosis

Grad 0–1 100% der vorigen Dosis 100% der vorigen Dosis

Grad 2

100% der vorigen Dosis 50% der vorigen Dosis

Die Behandlung mit Alimta muss abgebrochen werden, wenn bei Patienten nach 2 Dosisreduktionen

eine hämatologische oder nicht-hämatologische Toxizität Grad 3 oder 4 auftritt bzw. sofort beim

Auftreten von Neurotoxizität des Grades 3 oder 4.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten: Klinische Studien ergaben keinen Hinweis darauf, dass bei Patienten im Alter von

65 Jahren oder darüber im Vergleich zu Patienten im Alter unter 65 Jahren ein erhöhtes

Nebenwirkungsrisiko besteht. Es sind keine Dosisreduktionen erforderlich, die über die für alle

Patienten empfohlenen hinausgehen.

Kinder und Jugendliche: Die Anwendung von Alimta bei Patienten unter 18 Jahren wird nicht

empfohlen, da die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Alimta in dieser Altersgruppe nicht

untersucht worden ist.

Patienten mit Nierenfunktionseinschränkung: Pemetrexed wird hauptsächlich unverändert renal

eliminiert. In klinischen Studien waren bei Patienten mit einer Creatinin-Clearance ≥45 ml/min keine

Dosisanpassungen notwendig, die über die für alle Patienten empfohlenen Dosisanpassungen

hinausgehen. Die Daten über die Anwendung von Pemetrexed bei Patienten mit einer Creatinin-

Clearance unter 45 ml/min sind limitiert; daher soll Alimta bei diesen Patienten nicht angewendet

werden (siehe «Kontraindikationen»).

Patienten mit Leberfunktionseinschränkung: Bei Patienten mit erhöhten Transaminasen und

erhöhtem Bilirubin soll Alimta nur mit Vorsicht angewendet werden. Bei Patienten mit mässiger bis

schwerer Leberinsuffizienz ist Alimta kontraindiziert.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Pemetrexed oder dem Hilfsstoff.

Mässige bis schwere Leberinsuffizienz.

Eingeschränkte Nierenfunktion mit einer Creatinin-Clearance unter 45 ml/min.

Schwangerschaft und Stillzeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Pemetrexed kann die Knochenmarkfunktion unterdrücken, was sich als Neutropenie,

Thrombozytopenie und Anämie (oder Panzytopenie) manifestiert (siehe Abschnitt Unerwünschte

Wirkungen). Die Knochenmarksuppression ist normalerweise die dosislimitierende Toxizität.

Patienten sollten während der Behandlung im Hinblick auf die Knochenmarksuppression überwacht

werden und die Dosierung von Alimta muss – wenn nötig – angepasst werden (siehe

«Dosierung/Anwendung»).

Eine geringere Toxizität wurde beobachtet, wenn eine Prämedikation/Comedikation mit Folsäure

und Vitamin B12 stattfand. Daher müssen alle mit Alimta behandelten Patienten Folsäure und

Vitamin B12 als prophylaktische Massnahme erhalten (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Bei Patienten, die nicht mit Corticosteroiden behandelt wurden, wurden Hautreaktionen berichtet.

Eine Prämedikation/Comedikation mit Dexamethason (oder Äquivalent) kann die Häufigkeit und

Schwere von Hautreaktionen verringern (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Die Auswirkung von Flüssigkeitsansammlungen in dritten Kompartimenten, wie z.B. Pleuraerguss

oder Ascites, auf Pemetrexed ist nicht vollständig geklärt. Eine Phase II Studie mit Pemetrexed bei

31 Patienten mit soliden Tumoren und stabiler Flüssigkeitsansammlung in einem dritten

Kompartiment zeigte keine Unterschiede in der Dosis-normalisierten Plasma-Konzentration oder

Clearance von Pemetrexed im Vergleich zu Patienten ohne Flüssigkeitsansammlung in einem dritten

Kompartiment. Vor einer Pemetrexed-Therapie sollte die Drainage einer Flüssigkeitsansammlung in

einem dritten Kompartiment daher erwogen werden, sie ist aber nicht erforderlich.

Interaktionen

Pemetrexed wird hauptsächlich unverändert renal durch glomeruläre Filtration und tubuläre

Sekretion ausgeschieden. In-vitro Studien deuten darauf hin, dass Pemetrexed von OAT3

(Organische Anionen-Transporter 3) aktiv sezerniert wird. Eine gleichzeitige Anwendung

nephrotoxischer Arzneimittel sowie von Substanzen, die ebenfalls tubulär eliminiert werden (z.B.

Probenecid, Acetazolamid, Sulfonamide, Penicilline, Cephalosporine), sollte mit Vorsicht erfolgen,

da dies möglicherweise zu einer verzögerten Ausscheidung von Pemetrexed führt. Es wird

empfohlen, die Anwendung dieser Arzneimittel mindestens zwei Tage vor der Behandlung, am Tag

der Behandlung und mindestens zwei Tage nach der Behandlung mit Permetrexed zu vermeiden.

Zwar können NSAID in moderaten Dosierungen zusammen mit Pemetrexed bei Patienten mit

normaler Nierenfunktion (Creatinin-Clearance ≥ 80 ml/min) gegeben werden, jedoch sollte die Gabe

von NSAID zusammen mit Pemetrexed an Patienten mit leichter bis mittelschwerer

Niereninsuffizienz (Creatinin-Clearance 45 bis 79 ml/min) mit Vorsicht erfolgen. Es wird

empfohlen, dass Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz die Einnahme von

nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) mit kurzer Eliminationshalbwertszeit für mindestens 2

Tage vor der Therapie, am Tag der Therapie und mindestens 2 Tage nach der Therapie mit Alimta

vermeiden.

Da für Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz keine Daten bezüglich einer

möglichen Interaktion von Pemetrexed und NSAID mit längeren Halbwertszeiten vorliegen, wird

empfohlen, dass Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz, die solche NSAID

einnehmen, die Einnahme für mindestens 5 Tage vor der Therapie, am Tag der Therapie und

mindestens 2 Tage nach der Therapie mit Alimta unterbrechen. Sollte die gleichzeitige Anwendung

eines NSAID notwendig sein, sollten die Patienten hinsichtlich Toxizität, insbesondere

Myelosuppression und gastrointestinale Toxizität, engmaschig überwacht werden.

Die Gabe von Acetylsalicylsäure in niedrigen Dosen (325 mg oral alle 6 Stunden) beeinflusst die

Pharmakokinetik von Pemetrexed nicht.

Die Pharmakokinetik von Pemetrexed wird von gleichzeitig verabreichtem Cisplatin oder

Carboplatin nicht beeinflusst. Ebenso wird die Pharmakokinetik von Cisplatin nicht durch

Pemetrexed verändert.

Die orale Gabe von Folsäure und die intramuskuläre Gabe von Vitamin B12 verändern die

Pharmakokinetik von Pemetrexed nicht.

Ergebnisse aus In-vitro-Studien mit humanen Lebermikrosomen deuten darauf hin, dass Pemetrexed

kein klinisch relevanter Inhibitor von CYP3A, CYP2D6, CYP2C9 und CYP1A2 ist.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft: Es liegen keine Daten über die Verwendung von Alimta bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität wie z.B. Geburtsdefekte und andere

Auswirkungen auf die fetale Entwicklung, den Geburtsverlauf sowie die peri- und postnatale

Entwicklung gezeigt (siehe «Präklinische Daten»). Das mögliche Risiko für Frauen ist nicht bekannt.

Daher darf Alimta nicht während der Schwangerschaft angewendet werden. Frauen im gebärfähigen

Alter sollten darauf hingewiesen werden, eine Schwangerschaft während der Behandlung mit Alimta

zu vermeiden.

Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob Pemetrexed in die Muttermilch übergeht. Daher wird empfohlen,

während der Behandlung mit Alimta nicht zu stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen durchgeführt. Auf Grund der unerwünschten Wirkungen von Alimta wie Müdigkeit und

Übelkeit ist jedoch beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgende Liste («Zusammenfassung der unerwünschten Ereignisse») nennt die Häufigkeit und

den Schweregrad von unerwünschten Ereignissen, gemäss folgenden klinischen Studien:

·168 Patienten, die Pemetrexed in Kombination mit Cisplatin zur Therapie eines malignen

Pleuramesothelioms erhielten.

·1904 Patienten, die Pemetrexed in Kombination mit Cisplatin oder Pemetrexed-Monotherapie zur

Therapie eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) erhielten.

Häufigkeitseinteilung: Sehr häufig (≥10%), häufig (≥1% und <10%), gelegentlich (≥0,1% und <1%),

selten (≥0,01% und <0,1%), sehr selten (<0,01%).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Infektion, Sepsis (in einigen Fällen mit Todesfolge).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Anämie 14.6-33%, Grad 3/4 3.5-5.6% bei NSCLC, 26.2%, Grad 3/4 4.2% bei

Pleuramesotheliom, Leukopenie 4.9-17.8%, Grad 3/4 1.6-4.8% bei NSCLC, 53%, Grad 3/4 14.9%

bei Pleuramesotheliom, Neutropenie 6.9-29%, Grad 3/4 3.3-15.1% bei NSCLC, 56%, Grad 3/4

23.2% bei Pleuramesotheliom, Thrombozytopenie 8.3%-10.1%, Grad 3/4 1.9-4.1% bei NSCLC,

23.2%, Grad 3/4 5.4% bei Pleuramesotheliom.

Häufig: Febrile Neutropenie.

Gelegentlich: Panzytopenie.

Selten: autoimmun hämolytische Anämie.

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Allergische Reaktionen/Überempfindlichkeit.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Dehydratation.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Sensorische Neuropathie (10.1%) bei Pleuramesotheliom.

Häufig: Geschmacksstörung, sensorische Neuropathie, motorische Neuropathie, Schwindel.

Augenerkrankungen

Häufig: Konjunktivitis, verstärkter Tränenfluss.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Arrhythmie, supraventrikuläre Arrhythmien.

Atemwege

Gelegentlich: Lungenembolie.

Selten: interstitielle Pneunomie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit (15.1-82.1%, Grad 3/4 0.6-11.9%), Erbrechen (7.4-56.5%, Grad 3/4 0.1-

10.7%), Appetitlosigkeit (11.9-26.6%, Grad 3/4 1.1-2.4%), Obstipation (11.9-21%, Grad 3/4 0.6-

0.8%), Diarrhöe (12.4-16.7%, Grad 3/4 0.4-3.6%), Stomatitis/Pharyngitis (6.0-23.2%, Grad 3/4 0.5-

3%).

Häufig: Erbrechen (bei Erhaltungstherapie), Dyspepsie, abdominale Schmerzen (in der second-line

Therapie bei NSCLC), Obstipation (bei Monotherapie), Diarrhöe (bei Erhaltungstherapie),

Mukositis/Stomatitis (bei Erhaltungstherapie).

Gelegentlich: Ösophagitis.

Selten: Kolitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: Erhöhung von GGT, SGOT (AST), SGPT (ALT).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

Sehr häufig: Haarausfall/Alopezie (11.3-11.9%) bei Kombination mit Cisplatin, Hautrötung (Rash)

(6.6-16.1%, Grad 3/4 0.1-0.6%).

Häufig: Urtikaria, Haarausfall/Alopezie bei Monotherapie, Pruritus/Juckreiz, Erythema multiforme.

Selten: Steven Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (in einige Fällen mit Todesfolge).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr häufig: Kreatinin Clearance vermindert (16.1%, Grad 3/4 0.6%) bei Pleuramesotheliom,

Kreatinin erhöht (10.1-10.7%, Grad 3/4 0.6-0,8%).

Häufig: Kreatinin Clearance vermindert bei Monotherapie, Kreatinin erhöht bei Monotherapie,

Nierenversagen bei Kombination mit Cisplatin.

Gelegentlich: Nierenversagen bei Erhaltungstherapie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Müdigkeit (20.8-47.6%, Grad 3/4 4.6-10.1%).

Häufig: Schmerzen,Brustschmerzen, Fieber, Ödeme.

Überdosierung

Eine bei Überdosierung zu erwartende Komplikation ist eine Knochenmarkdepression, die sich als

Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie manifestiert. Ausserdem können Infektionen mit oder

ohne Fieber, Durchfall, Mukositis und Rash auftreten. Im Fall einer vermuteten Überdosierung

müssen die Patienten durch Blutbildkontrollen überwacht werden und im Bedarfsfall eine

unterstützende Therapie erhalten. Die Gabe von Leucovorin zur Behandlung einer Alimta-

Überdosierung sollte erwogen werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L01BA04

Wirkmechanismus/Pharmakodynamik

Pemetrexed ist ein antineoplastisches Folat-Analogon, das seine Wirkung über die Unterbrechung

wichtiger folatabhängiger Stoffwechselprozesse ausübt, die für die Zellreplikation notwendig sind.

In-vitro-Studien zeigten, dass Pemetrexed als Antifolat mit mehreren Angriffspunkten wirkt, indem

es die Thymidylatsynthase (TS), Dihydrofolatreduktase (DHFR) und

Glycinamidribonucleotidformyltransferase (GARFT) blockiert, drei folatabhängige Schlüsselenzyme

der de novo-Biosynthese von Thymidin- und Purinnucleotiden. Pemetrexed wird sowohl vom

reduzierten Folat-Carrier als auch von membranständigen folatbindenden Proteintransportsystemen

in die Zellen transportiert. Intrazellulär wird Pemetrexed schnell durch das Enzym

Folylpolyglutamatsynthase in Polyglutamatformen überführt. Die Polyglutamatformen werden in den

Zellen zurückgehalten, was zu einer verlängerten Wirkdauer in malignen Zellen führt. Sie sind noch

stärkere Inhibitoren der TS und GARFT als das Monoglutamat Pemetrexed. Eine Überexpression der

Thymidylatsynthase (TS) in Antifolat-resistenten Zell-Linien korreliert mit einer verringerten

Sensitivität gegenüber Pemetrexed.

Klinische Wirksamkeit

Malignes Pleuramesotheliom

EMPHACIS, eine multizentrische, randomisierte, einfach-blinde Phase-3-Studie mit Alimta plus

Cisplatin vs. Cisplatin bei chemonaiven Patienten mit malignem Pleuramesotheliom zeigte, dass mit

Alimta und Cisplatin behandelte Patienten einen klinisch bedeutsamen Vorteil eines um 2,8 Monate

verlängerten Überlebens gegenüber den Patienten hatten, die nur mit Cisplatin behandelt wurden.

Das mediane Überleben war bei der Kombinationstherapie mit Alimta plus Cisplatin (n=226) vs.

Cisplatin-Monotherapie (n=222) 12,1 Monate vs. 9,3 Monate (p=0.020). Die mediane Zeit bis zur

Tumorprogression war 5,7 Monate vs. 3,9 Monate (p=0.001), die Zeit bis zum Therapieversagen 4.5

Monate vs. 2.7 Monate (p=0.001) und die Gesamtansprechrate 41.3% vs. 16.7% (p<0.001).

Während der Studie wurde eine niedrigdosierte Folsäure- und Vitamin B12-Supplementation in die

Therapie eingeführt, um die Toxizität zu verringern. Bei den Patienten, welche die Folsäure- und

Vitamin B12-Supplementation erhielten, betrug das mediane Überleben im Fall der

Kombinationstherapie mit Alimta plus Cisplatin (n=168) vs. Cisplatin-Monotherapie (n=163) 13.3

Monate vs. 10.0 Monate (p=0.051). Die mediane Zeit bis zur Tumorprogression betrug 6.1 Monate

vs. 3.9 Monate (p=0.008), die Zeit bis zum Therapieversagen 4.7 Monate vs. 2.7 Monate (p=0.001)

und die Gesamtansprechrate 45.5% vs. 19.6% (p< 0.001).

Eine statistisch signifikante Besserung der klinisch relevanten Symptome (Schmerzen und Dyspnoe)

des malignen Pleuramesothelioms wurde anhand der Lungenkrebssymptomskala im

Alimta/Cisplatin-Arm (212 Patienten) gegenüber dem Cisplatin-Arm nachgewiesen. Ausserdem

wurden statistisch signifikante Unterschiede der Lungenfunktionstests beobachtet. Die Unterschiede

zwischen den beiden Behandlungsarmen ergaben sich durch eine Besserung der

Lungenfunktionsparameter im Alimta/Cisplatin-Arm und eine Verschlechterung der Lungenfunktion

im Laufe der Zeit im Kontrollarm.

Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom

Eine multizentrische, randomisierte, offene Phase-3-Studie mit Alimta vs. Docetaxel bei Patienten

mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) nach

vorheriger Chemotherapie zeigte eine mediane Überlebenszeit von 8,3 Monaten (ITT-Population n=

283) vs. 7,9 Monate (ITT-Population n=288).

Die Hazard Ratio betrug 0.99 (95% CI 0.82 bis 1.20). In der Analyse der Non-inferiority gemäss der

Percentage Retention Method ergab sich ein p=0.047. Das mediane progressionsfreie Überleben war

bei Behandlung mit Alimta vs. Docetaxel 2.9 Monate vs. 2.9 Monate (HR 0.97 [95% CI 0.82 bis

1.16]), die mediane Zeit bis zum Therapieversagen 2.3 Monate vs. 2.1 Monate (HR 0.84 [95% CI

0.71 bis 0.997]) und die Ansprechrate 9.1% (95% CI 5.9 bis 13.2) vs. 8.8% (95% CI 5.7 bis 12.8).

Der Behandlungseffekt auf das Gesamtüberleben war abhängig vom histologischen Typ des NSCLC:

bei Patienten mit überwiegend Adenokarzinomen zu Gunsten von Alimta vs. Docetaxel (n=399, 9.3

vs. 8.0 Monate, HR=0.78; 95% CI=0.61-1.00, p=0.047) und bei Patienten mit

Plattenepithelkarzinomen zu Gunsten von Docetaxel (n=172, 6.2 vs. 7.4 Monate, HR=1.56; 95%

CI=1.08-2.26, p=0.018).

Eine multizentrische, randomisierte, offene Phase 3 Studie von Alimta plus Cisplatin (ITT, n = 862)

vs. Gemcitabin plus Cisplatin (ITT, n = 863) bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder

metastasiertem (Grad IIIb oder IV) nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) ohne vorherige

Chemotherapie zeigte eine mediane Überlebenszeit von 10.3 Monaten in beiden Behandlungsarmen

(adjustierte HR = 0,94 [95 % CI 0,84 bis 1,05]).

Das mediane progressionsfreie Überleben war bei Behandlung mit Alimta plus Cisplatin vs.

Gemcitabine plus Cisplatin 4.8 Monate vs. 5.1 Monate (adjustierte HR 1.04 [95% CI 0.94 bis 1.15]).

Die Gesamtansprechrate lag bei 30.6% (AC-Arm) vs. 28.2% (GC-Arm), wobei die Zahl der Tumor-

qualifizierten Patienten (Beurteilung duch den Prüfarzt) im AC-Arm der Studie n=762, und im GC-

Arm n=755 betrug.

Die Analyse der Auswirkung der NSCLC Histologie auf das Gesamtüberleben zeigte eine statistisch

signifikante Überlegenheit für Alimta + Cisplatin in den Adenokarzinom- (n=847, 12.6 vs. 10.9

Monate, adjustierte HR= 0.84 [95% CI 0.71 bis 099], p=0.033) und den grosszelligen Karzinom-

Subgruppen (n=153, 10.4 vs. 6.7 Monate, adjustierte HR= 0.67 [95% CI 0.48 bis 0.96], p=0.027),

aber nicht bei Patienten mit Plattenepithel-Karzinom (n=473, 9.4 vs. 10.8 Monate, adjustierte HR=

1.23 [95% CI 1.00 bis 1.51], p=0.050) oder bei Patienten mit anderen Histologien (n=252, 8.6 vs. 9.2

Monate, adjustierte HR= 1.08 [95% CI 0.81 bis 1.45], p=0.586).

Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom, Erhaltungstherapie

JMEN

In die doppelblinde, placebokontrollierte Studie JMEN wurden 663 Patienten mit lokal

fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC (Stadium IIIB, Stadium IV) aufgenommen, welche

nach 4 Zyklen einer platinhaltigen Chemotherapie (Cisplatin oder Carboplatin in Kombination mit

Gemcitabin, Paclitaxel oder Docetaxel) keine Progression des NSCLC hatten. Die Therapie mit

Alimta oder Placebo und bestmöglicher supportiver Therapie schloss sich direkt an die

Chemotherapie an, wobei durchschnittlich 7.4 Zyklen Alimta 500 mg/m2 (median 5.0 Zyklen) in

Abständen von 3 Wochen verabreicht wurden. Im primären Endpunkt progressionsfreies Überleben

zeigte sich ein Unterschied zwischen Alimta und Placebo von 4.0 vs. 2.0 Monaten (in der

Beurteilung durch das unabhängige Radiologen Komitee), Hazard Ratio 0.60 (95% CI: 0.49-0.73);

p<0.00001. Im Gesamtüberleben zeigte sich eine Differenz von 13.4 vs. 10.6 Monaten (HR 0.79,

95% CI: 0.65-0.95), p=0,012. Eingeschlossen wurden in die Studie Patienten jedweder Histologie.

Bei Patienten mit einer anderen als einer überwiegenden plattenepithelialen Histologie betrug das

PFS 4,4 vs. 1,8 Monate, HR 0,47 (95% CI: 0,37-0,60), p<0,00001, während das PFS bei Patienten

mit NSCLC einer plattenepithelialen Histologie 2,4 vs. 2,5 Monate betrug, HR 1,03 (95% CI: 0,71-

1,49), p=0,896. Das Gesamtüberleben betrug bei Patienten mit einer anderen als einer

überwiegenden plattenepithelialen Histologie 15,5 vs. 10,3 Monate, HR 0,70 (95% CI: 0,56-0,88);

p=0,002, und bei Patienten mit einer plattenepithelialen Histologie 9,9 vs. 10,8 Monate, HR 1,07

(95% CI: 0,77-1,50); p=0,678. Daher profitierten Patienten mit NSCLC einer plattenepithelialen

Histologie nicht von einer Therapie mit Alimta.

PARAMOUNT

In die doppelblinde, placebokontrollierte Phase 3 Studie PARAMOUNT wurden 939 Patienten mit

lokal fortgeschrittenem (Stadium IIIB) oder metastasiertem (Stadium IV) NSCLC mit einer anderen

als einer überwiegenden plattenepithelialen Histologie aufgenommen. Nach 4 Zyklen einer First-line

Induktionstherapie mit Alimta in Kombination mit Cisplatin wurden Patienten, welche keine

Progression hatten, zur fortgesetzten Erhaltungstherapie in einen Arm mit Alimta und bestmöglicher

supportiver Therapie (n=359) oder in einen Arm mit Placebo und bestmöglicher supportiver

Therapie (n=180) randomisiert. Nachfolgend auf die Induktion durch Alimta plus Cisplatin, zeigten

44.9% der randomisierten Patienten eine vollständige/partielle Response, und 51.9% zeigten eine

stabile Erkrankung. Voraussetzung für die Randomisierung auf eine Erhaltungstherapie war ein

ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group) Performance Status von 0 oder 1. Die

Erhaltungstherapie erfolgte bis zur Krankheitsprogression. Wirksamkeit und Sicherheit wurden ab

dem Zeitpunkt der Randomisierung nach Abschluss der First-line (Induktions-) Therapie bestimmt.

Die Patienten erhielten median 4 Zyklen der Erhaltungstherapie mit Alimta und 4 Zyklen Placebo.

Insgesamt 169 Patienten (47.1%) schlossen mindestens 6 Zyklen der Erhaltungstherapie mit Alimta

ab. Im primären Endpunkt progressionsfreies Überleben (PFS) zeigte sich ein Unterschied zwischen

dem Alimta-Arm und dem Placebo-Arm von median 3.9 vs. 2.6 Monaten (HR=0.64, [95% CI: 0.51-

0.81]), p=0.0002 (unabhängiges Review Komitee). Das mediane PFS (Investigator Review) war 6.9

Monate für den Alimta-Arm und 5.6 Monate für den Placebo-Arm (HR 0.59, 95% CI: 0.47-0.74).

Gemessen ab dem Beginn der Alimta/Cisplatin First-line Induktionsbehandlung betrug das mediane

OS 16.9 Monate für den Alimta-Arm und 14.0 Monate für den Placebo-Arm (Hazard-Rate = 0.78, 95

% CI = 0.64–0.96, p=0.0191) .

Die im Anschluss an eine Induktionstherapie mit Alimta/Cisplatin (4 Zyklen) durchgeführte Therapie

mit Alimta war der Placebo Kontrolle im Hinblick auf das allgemeine Überleben (OS) statistisch

überlegen (median 13.9 Monate versus 11.0 Monate, Hazard-Rate = 0.78, 95 % CI = 0.64-0.96,

p=0.0195).

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Pemetrexed ist linear und bleibt über mehrere Behandlungszyklen

unverändert.

Distribution

Das Verteilungsvolumen von Pemetrexed im Steady-state beträgt 16,1 Liter. Pemetrexed wird zu

etwa 81% an Plasmaproteine gebunden.

Metabolismus

Pemetrexed wird nicht in einem erheblichen Ausmass metabolisiert.

Elimination

Pemetrexed wird hauptsächlich unverändert renal durch glomeruläre Filtration und tubuläre

Sekretion ausgeschieden. 70% bis 90% der verabreichten Dosis werden innerhalb von 24 Stunden

nach der Anwendung unverändert im Urin wiedergefunden.

Die Gesamtclearance beträgt 91,8 ml/min, die Halbwertzeit 3.5 Stunden. Die interindividuelle

Variabilität der Clearance ist mit 19.3% gering.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit einer Creatinin-Clearance von 80 bzw. 45 ml/min. ist die systemische Pemetrexed-

Gesamtexposition (AUC) im Vergleich zu Patienten mit einer Creatinin-Clearance von 100 ml/min.

um 13% bzw. 65% erhöht. Für Patienten, deren Creatinin-Clearance weniger als 45 ml/min. beträgt,

liegen nur ungenügende Daten vor. Die Plasmaproteinbindung von Pemetrexed wird durch

unterschiedliche Grade von Niereninsuffizienz nicht nennenswert beeinflusst.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Es wurde kein Zusammenhang zwischen den Transaminasenwerten oder dem Gesamtbilirubin und

der Pharmakokinetik von Pemetrexed beobachtet. Bei Patienten mit einer Leberinsuffizienz Child

Pugh B und C liegen keine Daten vor.

Ältere Patienten

Die Pharmakokinetik bei älteren Patienten unterscheidet sich nicht von derjenigen bei jüngeren

Patienten.

Pädiatrie

Zur Pharmakokinetik bei pädiatrischen Patienten liegen keine Daten vor.

Präklinische Daten

Die Anwendung von Pemetrexed bei trächtigen Mäusen führte zu einem verringerten

Geburtsgewicht, unvollständiger Ossifikation einiger Skelettstrukturen und Gaumenspalte.

Die Anwendung von Pemetrexed führte bei männlichen Mäusen zu Reproduktionstoxizität mit etwas

verringerter Fertilität und testikulärer Atrophie. Dies lässt den Schluss zu, dass Pemetrexed die

männliche Fertilität beeinträchtigen kann.

Pemetrexed wirkte sowohl im In-vitro-Chromosomenabberationstest in Ovarialzellen des

chinesischen Hamsters als auch im Ames Test nicht mutagen. Pemetrexed wirkte im In-vivo-

Micronucleustest bei der Maus klastogen.

Es wurden keine Studien zur Bewertung des karzinogenen Potenzials von Pemetrexed durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Pemetrexed ist mit Lösungen, welche Calcium enthalten, wie Ringer-Lactat-Lösung und Ringer-

Lösung physikalisch inkompatibel. Das Arzneimittel darf nur mit den unter «Hinweise für die

Handhabung» aufgeführten Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Ungeöffnete Durchstechflasche: Nicht über 30 °C lagern.

Das Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Zubereitung und Verabreichung der Infusionslösung

Das Alimta-Lyophilisat in der Durchstechflasche mit 100 mg wird in 4.2 ml 0.9%iger

Natriumchloridlösung ohne Konservierungsmittel aufgelöst, was eine Lösung mit 25 mg/ml

Pemetrexed ergibt.

Das Alimta-Lyophilisat in der Durchstechflasche mit 500 mg wird in 20 ml 0.9%iger

Natriumchloridlösung ohne Konservierungsmittel aufgelöst, was eine Lösung mit 25 mg/ml

Pemetrexed ergibt.

Spritzen Sie die 0.9%ige Natriumchloridlösung langsam in die Durchstechflasche und schwenken

Sie das Fläschchen vorsichtig, bis das Lyophilisat vollständig gelöst ist. Die resultierende Lösung ist

farblos; eine leichte Gelb- bis Grün-Gelb-Färbung deutet nicht auf eine Qualitätsverminderung hin.

Anschliessend wird der Durchstechflasche die notwendige Menge der rekonstituierten Lösung

entnommen und mit 0.9%iger Natriumchloridlösung ohne Konservierungsmittel auf 100 ml

verdünnt. Drehen Sie den Infusionsbeutel bzw. die Infusionsflasche vorsichtig um, um eine

homogene Lösung zu erhalten.

Für die rekonstituierte und die verdünnte Lösung wurden die chemische und die physikalische

Stabilität bei Kühltemperatur (2-8 °C) für einen Zeitraum von 24 Stunden nachgewiesen.

Das Produkt sollte aus mikrobiologischer Sicht unverzüglich verwendet werden. Sofern nicht

unverzüglich angewendet, liegen die Aufbewahrungszeiten und die Bedingungen nach der

Zubereitung in der Verantwortung des Anwenders und sollten 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nicht

überschreiten.

Nach Zubereitung wird die verdünnte Lösung als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 10

Minuten verabreicht.

Hinweis betreffend Zytostatika

Bei der Handhabung von Alimta, der Zubereitung der Infusionslösung und der Entsorgung sind die

Vorschriften für Zytostatika zu befolgen.

Zulassungsnummer

57039 (Swissmedic).

Packungen

Alimta 100 mg: 1 Durchstechflasche (A)

Alimta 500 mg: 1 Durchstechflasche (A)

Zulassungsinhaberin

Eli Lilly (Suisse) SA, Vernier/Genève.

Stand der Information

Januar 2014.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

16-8-2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg.

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg.

Die Firma Rotexmedica GmbH Arzneimittelwerk möchte in Abstimmung mit dem Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein über die folgende vorsorgliche Einschränkung der Anwendung auf strenge Indikationsstellungen sowie eine Vertriebseinschränkung auf Krankenhäuser und Kliniken für die Produkte THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und 1000 mg, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung, informieren.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

13-7-2018

Hospira Issues Voluntary Nationwide Recall of Daptomycin for Injection Lyophilized Powder for Solution, Due to Infusion Reactions

Hospira Issues Voluntary Nationwide Recall of Daptomycin for Injection Lyophilized Powder for Solution, Due to Infusion Reactions

Hospira, Inc., a Pfizer company, is voluntarily recalling 8 lots of Hospira’s Daptomycin for Injection 500 mg, Lyophilized Powder For Solution, Single Dose Vial (NDC 0409-0106-01) to the Hospital/Retail level. The product is being recalled due to adverse event reports indicative of infusion reactions.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

27-6-2018

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

Emerade® 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen (Adrenalin): Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

26-6-2018

Huish Outdoors recalls Oceanic and Hollis Scuba Diving Regulators

Huish Outdoors recalls Oceanic and Hollis Scuba Diving Regulators

The scuba diving regulators can restrict airflow at low tank pressures (below 500 psi), posing a drowning hazard to divers.

Health Canada

22-6-2018

Metronidazole intravenous infusion 500 mg/100 mL bag

Metronidazole intravenous infusion 500 mg/100 mL bag

Shortage and althernative supply of Metronidazole intravenous infusion 500 mg/100 mL bag

Therapeutic Goods Administration - Australia

29-5-2018

CellCept® 500 mg Filmtabletten (Chargen E0278B01, E0458B01, E0469B01, E0479B01, E0484B01, E0497B01, E0504B01, E0507B01, E0512B01, E0513B01, E0519B01, E0545B01, E0546B01, E0548B01, E0556B01, E0565B01, E0575B01, E0576B01): Fälschungen auf dem legalen deutsc

CellCept® 500 mg Filmtabletten (Chargen E0278B01, E0458B01, E0469B01, E0479B01, E0484B01, E0497B01, E0504B01, E0507B01, E0512B01, E0513B01, E0519B01, E0545B01, E0546B01, E0548B01, E0556B01, E0565B01, E0575B01, E0576B01): Fälschungen auf dem legalen deutsc

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist auf weitere bestätigte gefälschte Chargen des Arzneimittels CellCept® 500 mg Filmtabletten der Firma Roche Registration Limited hin, die in Deutschland in Apotheken und bei Großhändlern entdeckt wurden. Das Arzneimittel enthält regulär den Wirkstoff Mycophenolatmofetil und wird in Kombination mit Ciclosporin und Corticosteroiden zur Prophylaxe von akuten Transplantatabstoßungsreaktionen bei Patienten mit allogener Nieren-, Herz- oder L...

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

21-5-2018

Melanie Wholesale Inc. Issues Allergy Alert on Undeclared Peanuts in Melanie Mini Cookies with Caramel Flavor

Melanie Wholesale Inc. Issues Allergy Alert on Undeclared Peanuts in Melanie Mini Cookies with Caramel Flavor

Melanie Wholesale Inc. of Brooklyn, NY is recalling its 17.6 oz (500g) package of “Melanie Mini Cookies with Caramel Flavor”, because they contain undeclared peanuts. People who have allergies to peanuts run the risk of serious or life-threatening allergic reaction if they consume these products.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

21-5-2018

Melanie Wholesale Issues Allergy Alert on Undeclared Peanuts in Cookies

Melanie Wholesale Issues Allergy Alert on Undeclared Peanuts in Cookies

Melanie Wholesale Inc. of Brooklyn, NY is recalling its 17.6 oz (500g) package of “Melanie Liubitelskie Cookies”, because they contain undeclared peanuts. People who have allergies to peanuts run the risk of serious or life-threatening allergic reaction if they consume these products.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

17-5-2018

ufamed Colistin 500 ad us. vet., Arzneimittelvormischung

ufamed Colistin 500 ad us. vet., Arzneimittelvormischung

● Verzicht Packungsgrösse 25 kg

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

18-4-2018

ViaGro 500mg Male Enhancement capsules

ViaGro 500mg Male Enhancement capsules

Safety advisory

Therapeutic Goods Administration - Australia

14-3-2018

Lopatol 500 ad us. vet., Lacktabletten

Lopatol 500 ad us. vet., Lacktabletten

● Verfügbarkeit: nicht erhältliche (Ausverkauft / Nicht lieferbar)

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

15-2-2018

Veclavam 500 mg ad us. vet., teilbare Kautabletten

Veclavam 500 mg ad us. vet., teilbare Kautabletten

● Die Zulassung ist am 15.02.2018 erloschen.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

14-12-2017

Marmex Corp Issues Voluntary Nationwide Recall Of Blue Pearl All Natural Male Enhancement Supplement, Due To Undeclared Sildenafil

Marmex Corp Issues Voluntary Nationwide Recall Of Blue Pearl All Natural Male Enhancement Supplement, Due To Undeclared Sildenafil

Orange, CA, Marmex Corp is voluntarily recalling All lots of Blue Pearl All Natural Male Enhancement Supplement, 500mg to the consumer level. FDA analysis has found the products to contain sildenafil.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

25-9-2017

Global operation against illegal medicines

Global operation against illegal medicines

A global operation against illegal medicines has been completed. 123 countries participated, and the operation resulted in 354 arrests or further investigations and the suspension of more than 3,500 websites.

Danish Medicines Agency

10-8-2018

Pyrazinamid 500 mg JENAPHARM

Rote - Liste

1-8-2018

Daxas® 500 Mikrogramm Filmtabletten

Rote - Liste

31-7-2018

Vancomycin Kabi 500 mg/1 g Pulver

Rote - Liste

13-7-2018

Ergenyl® chrono 300 mg/500 mg

Rote - Liste

4-7-2018

Zithromax® 250/500 mg Filmtabletten

Rote - Liste

29-6-2018

Dysport® 300 Einheiten/500 Einheiten

Rote - Liste

14-6-2018

Myfenax 500 mg Filmtabletten

Rote - Liste

30-5-2018

Metamizol AbZ 500 mg Tabletten

Rote - Liste