Algofina

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Algofina 10% - Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Algofina 10% - Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 138036
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-12-2017
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH

Traisengasse 5 l 1200 Wien l ÖSTERREICH l www.ages.at

DVR: 0014541 l Registergericht: Handelsgericht Wien l Firmenbuch: FN 223056z l UID: ATU 54088605

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National Public Assessment Report

Öffentlicher Beurteilungsbericht

Bezeichnung der Arzneispezialität:

Algofina 10% - Spray zur Anwendung auf der Haut,

Lösung

Teil I:

Informationen über das Verfahren........................................................................................2

Teil II:

Fachinformation (SPC), Gebrauchsinformation.......................................................................3

Teil III:

Wissenschaftliche Diskussion während des Verfahrens ...........................................................4

Teil IV:

Relevante Änderungen nach Zulassung.................................................................................8

Dieser öffentliche Beurteilungsbericht wurde am 02.01.2018 erstellt.

Medizinmarktaufsicht

Traisengasse 5 | 1200 Wien | ÖSTERREICH

Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH

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Teil I:Informationen über das Verfahren

1.

Bezeichnung der Arzneispezialität bei Zulassung

Algofina 10% - Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung

2.

Antragstyp

Arzneispezialität - human (z.B. Zulassung gemäß § 10a Abs. 1 des Arzneimittelgesetzes

(AMG), BGBl. Nr. 185/1983 idgF)

3.

Wirkstoff

DIETHYLAMINSALICYLAT

4.

Darreichungsform

Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung

5.

Stärke

10 %

6.

Zulassungsinhaber

Strallhofer Pharma GmbH

Eisenstädterstraße 42

7011 Siegendorf

Österreich

7.

Verfahrensnummer

8138419

8.

Zulassungsnummer

138036

9.

Zulassungsdatum

22.12.2017

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Teil II:

Fachinformation (SPC), Gebrauchsinformation

Die aktuelle Fachinformation (SPC) finden Sie unter folgendem Link:

https://aspregister.basg.gv.at/document/servlet?action=show&zulnr=138036&type=DOTC_FACH_INFO

Die aktuelle Gebrauchsinformation finden Sie unter folgendem Link:

https://aspregister.basg.gv.at/document/servlet?action=show&zulnr=138036&type=DOTC_GEBR_INFO

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Teil III:

Wissenschaftliche Diskussion während des Verfahrens

1.

Einleitung

2.

Qualitätsaspekte

2.1.

Einleitung

Bei Algofina 10% - Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung handelt es sich um klare bis schwach

getrübte, farblose bis gelbliche Lösung, Spray zur Anwendung auf der Haut, welche in Braunglasflasche

(Klasse III) mit Sprühkopf und Verschlusskappe in einer Faltschachtel verpackt ist.

2.2.

Wirkstoff

2.2.a.

Beschreibung

Der Wirkstoff im vorliegenden Arzneimittel ist DIETHYLAMINSALICYLAT.

Der Wirkstoff besteht aus weißen geruchslosen oder fast geruchslosen Kristallen.

2.2.b.

Spezifikation und Kontrolle

Die Spezifikation des Wirkstoffes entspricht den Anforderungen des aktuellen wissenschaftlichen Standes.

Durch die Vorlage entsprechender Daten der Wirkstoffkontrolle wurde die ausreichende Qualität des

Wirkstoffes belegt.

2.2.c.

Stabilität

Die Stabilität des Wirkstoffes wurde unter ICH Bedingungen getestet. Die übermittelten Ergebnisse der

Stabilitätsuntersuchungen belegen die festgesetzte Retest-Periode.

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2.3

Fertigprodukt

2.3.a.

Zusammensetzung

Wirkstoff:

100 g Lösung enthalten 10 g Diethylaminsalicylat entsprechend 6,54 g Salicylat. Ein Sprühstoß enthält

6,8 mg Salicylat.

Hilfsstoffe:

2-Propanol

Levomenthol

Latschenkiefernöl

Glycerin

gereinigtes Wasser

2.3.b.

Hersteller

Der für die Chargenfreigabe verantwortliche Hersteller ist Strallhofer Pharma GmbH, Eisenstädterstraße

42, 7011 Siegendorf, Österreich.

2.3.c.

Pharmazeutische Entwicklung

Die Entwicklung des Produktes wurde hinreichend durchgeführt und für ausreichend befunden. Der

Einsatz aller vorhandenen Hilfsstoffe wurde beschrieben.

2.3.d.

Freigabespezifikation und Kontrolle

Die Freigabespezifikation beinhaltet die Kontrolle aller für diese Darreichungsform relevanten Parameter.

Es liegen ausreichend Daten von der Fertigproduktkontrolle des Arzneimittels vor, welche die Einhaltung

der Vorgaben der Freigabespezifikation belegen.

2.3.e.

Abpackung

Die Verpackung des Arzneimittels Braunglasflasche (Klasse III) mit Sprühkopf und Verschlusskappe in

einer Faltschachtel entspricht den aktuellen, gesetzlichen Anforderungen.

2.3.f

Stabilität

Die Stabilität des Arzneimittels wurde unter ICH Bedingungen getestet.

Aufgrund dieser Datenlage wurde eine Laufzeit für das Arzneimittel von 5 Jahren festgelegt. Als

Lagerungsbedingungen werden empfohlen:

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

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2.4.

Zusammenfassung

Die pharmazeutische Qualität von Algofina 10% - Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung wurde

adäquat belegt.

3.

Nichtklinische Aspekte

Basierend auf den vorgelegten und bekannten präklinischen Daten wurden die Abschnitte

„Schwangerschaft und Stillzeit“, „Präklinische Daten zur Sicherheit“ und „Überdosierung“ der

Produktinformation unter Einhaltung der aktuellen gesetzlichen Anforderungen und der Empfehlungen

der entsprechenden Leitlinien genehmigt.

Hinsichtlich des Wirkstoffes ist bekannt:

Daten zur Toxizität von Diethylaminsalicylat ergeben keinen Hinweis auf eine Gefährdung bei der

Anwendung am Menschen.

Salicylate haben in präklinischen Versuchen außer Nierenschäden keine weiteren Organschädigungen

gezeigt. Hinweise auf eine mutagene Wirkung von Salicylsäure liegen nicht vor. Nach systemischer

Applikation zeigte Salicylsäure im Tierversuch teratogene Effekte.

4.

Klinische Aspekte

Basierend auf den vorgelegten und bekannten klinischen Daten wurden die klinisch-pharmakologischen

Abschnitte der Fach- und Gebrauchsinformation unter Einhaltung der aktuellen gesetzlichen

Anforderungen und der Empfehlungen der entsprechenden Leitlinien genehmigt.

Hinsichtlich des Wirkstoffes ist bekannt:

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Topische Mittel gegen Gelenk- und Muskelschmerzen, Zubereitungen

mit Salicylsäure-Derivaten, ATC-Code: M02AC.

Salicylate hemmen die Cyclooxygenase, das Schlüsselenzym der Prostaglandin-Synthese, und lindern

dadurch Schmerzen und Entzündungen.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption:

Diethylaminsalicylat tritt nach topischer Applikation aufgrund seiner im Vergleich zur freien Salicylsäure

besseren

lipophilen

Eigenschaften

rasch

durch

Epidermis

oberflächennahe

Binde-

Muskelgewebsschichten ein und wird dabei von unspezifischen Esterasen in die pharmakologisch aktive

Salicylsäure gespalten.

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Verteilung:

Salicylsäure wird extensiv an Plasmaproteine gebunden, verteilt sich in tiefere Gewebeschichten und

wird langsam in den Blutkreislauf aufgenommen.

Nach topischer Anwendung von Diethylaminsalicylat auf Hand- und Kniegelenke ist Salicylat im Plasma,

im Synovialgewebe und in der Synovialflüssigkeit nachweisbar. Die maximalen Plasmakonzentrationen

Diethylaminsalicylat

sind

nach

topischer

Applikation

etwa

100mal

niedriger

nach

oraler

Verabreichung.

Salicylsäure überschreitet die Plazentaschranke.

Biotransformation:

Die in den Körper aufgenommene Salicylsäure wird in der Leber durch Konjugation mit Glycin oder

Glucuronsäure bzw. durch Hydroxylierung verstoffwechselt.

Elimination

Die biologische Halbwertszeit der Salicylsäure liegt nach therapeutischer Dosierung bei 2-3 Stunden, die

Ausscheidung erfolgt zum überwiegenden Teil über die Nieren.

Nach niedrigen Dosen und bei normalsaurem Urin werden 80 % als Salicylursäure, 10 % als Konjugate

freie

Salicylsäure

ausgeschieden.

freie

Salicylsäure

wird

pH-abhängig

tubulär

rückresorbiert.

Eine stark eingeschränkte Funktion der Leber oder der Nieren kann die Elimination der Salicylsäure

verzögern.

5.

Pharmakovigilanz

Der Antragsteller erbrachte den Nachweis, dass ihm eine adäquat qualifizierte für die Pharmakovigilanz

verantwortliche Person sowie ein System zur Erfassung und Meldung sowohl von innerhalb als auch

außerhalb der Europäischen Gemeinschaft aufgetretenen Nebenwirkungen zur Verfügung steht. Die vom

Antragsteller vorgelegte detaillierte Beschreibung seines Pharmakovigilanz-Systems entspricht den

Anforderungen des von der Europäischen Kommission erstellten und veröffentlichten Leitfadens über die

Erfassung, Überprüfung und Vorlage von Berichten über Nebenwirkungen, einschließlich der technischen

Anforderungen an den elektronischen Austausch von Pharmakovigilanzdaten gemäß international

vereinbarten Formaten. Eine Beschreibung des Risikomanagementsystems, das der Antragsteller

einführen wird, wurde vorgelegt.

6.

Overall conclusion, Nutzen-Risiko-Beurteilung und Empfehlung

Lesbarkeitstest

Die Gebrauchsinformation wurde gemäß den Anforderungen des Artikels 59 (3) und 61 (1) der Direktive

2001/83/EC durch die Ergebnisse eines Lesbarkeitstests (Readabilitytest) bewertet und erstellt.

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Die Ergebnisse zeigen, dass die Gebrauchsinformation die Kriterien der Lesbarkeit gemäß der „Guideline

on the Readability of the Labelling and Package Leaflet of Medicinal Products for human Use“ erfüllt.

Die vorliegenden Gutachten haben eine positive Nutzen-Risiko-Bewertung für die gegenständliche

Arzneispezialität ergeben.

Dem Antrag der Firma Strallhofer Pharma GmbH auf Zulassung gemäß § 10a Abs. 1 in Verbindung mit §

20 des Arzneimittelgesetzes (AMG), BGBl. Nr. 185/1983 idgF wurde mit Bescheid des Bundesamtes für

Sicherheit im Gesundheitswesen vom 22.12.2017 stattgegeben.

Teil IV:

Relevante Änderungen nach Zulassung

Alle Änderungen, die Fach- und Gebrauchsinformationen betreffen, werden in den BASG-Verlautbarungen

unter https://verlautbarung.basg.gv.at/ publiziert.

Aktuelle Versionen der Fach- und Gebrauchsinformationen der in Österreich zugelassenen

Arzneispezialitäten können unter https://aspregister.basg.gv.at/aspregister/ abgerufen werden.

Packungsbeilage

Seite 1 von 5

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Algofina 10% – Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung

Wirkstoff: Diethylaminsalicylat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren

Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Algofina und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Algofina beachten?

Wie ist Algofina anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Algofina aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Algofina und wofür wird es angewendet?

Der Wirkstoff Diethylaminsalicylat gehört zur Gruppe der sogenannten Salicylate und ist ein Salz der

Salicylsäure mit schmerzstillender und entzündungshemmender Wirkung.

Algofina dient ausschließlich zur äußeren Anwendung. Der Wirkstoff gelangt nach dem Aufsprühen auf

die Haut ins erkrankte Gewebe und wirkt am Ort der Entzündung. Schmerz, Schwellung, Rötung sowie

Empfindlichkeit werden gelindert und die Wiederherstellung der normalen Funktionsfähigkeit wird

beschleunigt. Nur geringe Mengen Diethylaminsalicylat treten ins Blut über.

Algofina wird bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren) angewendet zur

lokalen Behandlung von Schmerzen und Schwellungen nach stumpfen Verletzungen der

Muskeln, Gelenke, Bänder und Sehnen (wie z. B. Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen),

bei Muskelverspannungen und

Hexenschuss.

Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Algofina beachten?

Algofina darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Diethylaminsalicylat oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei Säuglingen und Kleinkindern (unter 2 Jahren) wegen des Gehaltes an Menthol (Gefahr eines

Kehlkopfkrampfes)

Seite 2 von 5

Patienten

Bronchialasthma

oder

anderen

Atemwegserkrankungen,

einer

ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen, wegen des Gehaltes an Menthol.

Die Inhalation von Algofina kann zu Atemnot führen oder einen Asthmaanfall auslösen.

auf offenen Hautstellen und Schleimhäuten sowie auf entzündlich veränderter Haut

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Algofina anwenden.

Nur zur äußerlichen Anwendung auf intakter Haut.

Sprühnebel nicht einatmen; das Einatmen kann Hustenreiz auslösen.

Nicht mit den Augen in Berührung bringen.

Brechen Sie die Behandlung ab, wenn nach dem Auftragen des Präparates Hautreaktionen

auftreten.

Eine großflächige Anwendung ist zu vermeiden. Nicht zur Langzeitbehandlung geeignet.

Algofina ist entzündbar und daher bei der Anwendung von Hitzequellen, Funken, offenen Flammen oder

anderen Zündquellen fernzuhalten.

Kinder

Die Anwendung bei Kindern von (2 – 11 Jahren) wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden

klinischen Daten vorliegen.

Säuglinge und Kleinkinder (unter 2 Jahren) dürfen nicht mit Menthol-hältigen Arzneimitteln (wie

Algofina) behandelt werden (siehe Abschnitt 2 „Algofina darf nicht angewendet werden“).

Anwendung von Algofina zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Bei großflächiger äußerer Anwendung können Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden. Bei

richtiger Anwendung des Sprays sind bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

bekannt geworden.

Die Inhaltsstoffe von Algofina fördern auch die Aufnahme von anderen Arzneimitteln oder Kosmetika.

Um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden, sollen vor und unmittelbar nach der Anwendung von

Algofina auf den behandelten Bereich keine anderen Arzneimittel oder Kosmetika aufgebracht werden.

Wirkung und Nebenwirkungen von anderen schmerzstillenden und entzündungshemmenden

Arzneimitteln können verstärkt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Die Anwendung in der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft,

und in der Stillzeit wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen. Ihr Arzt wird über

eine Anwendung entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Algofina hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Seite 3 von 5

3.

Wie ist Algofina anzuwenden?

Wenden Sie Algofina immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach

Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Algofina ist zur Anwendung auf der Haut bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren) bestimmt.

Die empfohlene Dosis beträgt 2 bis 3 mal täglich jeweils 2 - 4 Sprühstöße – je nach Größe der zu

behandelnden schmerzhaften Stelle - aus etwa 15 cm Abstand möglichst gezielt auf die betroffene

Körperstelle, bis sie bedeckt ist.

Lassen Sie nach dem Auftragen den Spray einige Minuten trocknen, bevor die behandelte Stelle

bekleidet oder verbunden wird.

Waschen Sie sich nach dem Aufsprühen von Algofina die Hände, es sei denn, die erkrankten Stellen

befinden sich an den Händen.

Die Dauer der Anwendung hängt von der Dauer der Beschwerden ab.

Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

insbesondere bei andauernden Schmerzen und Schwellungen.

Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion:

Aufgrund nicht ausreichender Erfahrung kann eine Anwendung in dieser Patientengruppe nicht

empfohlen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Algofina angewendet haben, als Sie sollten

Aufgrund der Art der Anwendung ist eine Aufnahme des Wirkstoffes Diethylaminsalicylat in die

Blutbahn, und damit eine Überdosierung, unwahrscheinlich.

Frühsymptome einer Salicylat-Vergiftung äußern sich in Ohrensausen, Schwerhörigkeit, Nasenbluten,

Übelkeit, Reizbarkeit sowie Trockenheitsgefühl der Schleimhäute.

Als Gegenmaßnahme empfiehlt sich das Abwaschen von Algofina mit Wasser.

Wenn Sie die Anwendung von Algofina vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Setzen

Sie stattdessen die Anwendung wie gewohnt zum nächsten Anwendungszeitpunkt fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr selten (

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Hautreizungen wie Juckreiz, Brennen, Ausschlag (auch in

Form von Quaddeln), Rötungen, Blasenbildung, Ablösungen der Haut.

In diesen Fällen brechen Sie die Behandlung mit Algofina sofort ab.

Bei entsprechender Veranlagung Auslösung eines Asthma bronchiale (chronisch entzündliche

Erkrankung und Verengung der Atemwege), krampfartige Verengungen der Bronchialmuskulatur

(Bronchospasmus), Atemnot (Dyspnoe). Algofina kann bei Säuglingen und Kleinkindern (bis zu 2

Jahren) einen Kehlkopfkrampf mit der Folge schwerer Atemstörungen hervorrufen (siehe Abschnitt 2

„Algofina darf nicht angewendet werden“).

Seite 4 von 5

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Algofina aufzubewahren?

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Algofina enthält:

Der Wirkstoff ist Diethylaminsalicylat. 100 g Lösung enthalten 10 g Diethylaminsalicylat entsprechend

6,54 g Salicylat. Ein Sprühstoß enthält 6,8 mg Salicylat.

Die sonstigen Bestandteile sind 2-Propanol, Levomenthol, Latschenkiefernöl, Glycerin, gereinigtes

Wasser.

Wie Algofina aussieht und Inhalt der Packung

Spray zur Anwendung auf der Haut, Lösung.

Aussehen:

Klare bis schwach getrübte, farblose bis gelbliche Lösung

Behältnis:

Braunglasflasche (Klasse III) mit Sprühkopf und Verschlusskappe in einer Faltschachtel

Packungsgrößen:

50 und 100 ml

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Strallhofer Pharma GmbH

Seite 5 von 5

Eisenstädterstraße 42

7011 Siegendorf

office@strallhofer.co.at

Z. Nr.:

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2017.