Algifor Junior

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Algifor Junior Aufhängung
  • Darreichungsform:
  • Aufhängung
  • Zusammensetzung:
  • ibuprofenum 100 mg, natrii cyclamas, conserv.: E 211, excipiens um die suspension für 5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Algifor Junior Aufhängung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antiphlogistisch, Analgetisch, Antipyretisch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56046
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-07-2004
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Algifor® Junior

VERFORA SA

Was ist Algifor Junior Suspension und wann wird es angewendet?

Algifor Junior Suspension enthält den Wirkstoff Ibuprofen.

Ibuprofen wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend.

Algifor Junior ist eine Suspension, die vor allem für die Anwendung bei Kindern bestimmt ist.

Algifor Junior ist auf Verschreibung des Arztes oder Ärztin bei folgenden Krankheitsbildern

eingesetzt:

·Fieber wie z.B. bei grippalen Zuständen oder Kinderkrankheiten;

·Schmerzen nach Operationen, Quetschungen, Verstauchungen, Zerrungen;

·Schmerzen nach chirurgischen Eingriffen im Zahn-/Kieferbereich oder beim Zahnen.

In höheren Dosen lindert Algifor Schmerz und Entzündung beim jugendlichen Gelenkrheuma.

Wann darf Algifor Junior nicht angewendet werden?

Algifor Junior Suspension darf in folgenden Fällen nicht angewendet werden:

·wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln, Atemnot, allergieähnliche Hautreaktionen hatten;

·im letzten Drittel der Schwangerschaft;

·bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-Darm-Blutungen;

·bei chronischen entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa);

·bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion;

·bei schwerer Einschränkung der Herzfunktion;

·zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine);

·bei bekannter Sorbitolunverträglichkeit (Fruktoseunverträglichkeit);

·bei einer Varizelleninfektion (Windpockeninfektion);

·bei Kindern unter 6 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht;

·bei Kindern unter 2 Jahren für eine länger dauernde Behandlung von Gelenkrheuma.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Algifor Junior Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Algifor Junior Suspension können im oberen Magen-Darm-Trakt

Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-,

Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch

ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin

Ihnen die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer. Wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der

Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Für gewisse Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde unter hohen Dosierungen

und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Auch

bei Algifor Junior Suspension kann bei einer hohen Dosis (2400 mg/Tag) dieses Risiko geringfügig

erhöht sein. Bei üblicher Dosierung (maximal 1200 mg/Tag) wurde jedoch keine Erhöhung dieses

Risikos festgestellt. Falls Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose

hatten, wird die Anwendung von Algifor Junior Suspension in hohen Dosen nicht mehr empfohlen.

Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer und informieren Sie in jedem

Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine

Venenthrombose hatten, oder falls Sie Risikofaktoren haben (wie hoher Blutdruck, Diabetes

(Zuckerkrankheit), hohe Blutfettwerte, Rauchen). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird entscheiden, ob Sie

Algifor Junior Suspension trotzdem anwenden können und welche Dosis für Sie geeignet ist.

Die Einnahme von Algifor Junior Suspension kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu

einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie herzkrank oder nierenkrank sind, falls Sie

Arzneimittel gegen Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei

einem erhöhten Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Das gilt besonders für die Einnahme zusammen mit

Alkohol.

Vorsicht ist angezeigt bei Patientinnen und Patienten mit einer Vorgeschichte an Magen- oder

Zwölffingerdarmgeschwür, bei eingeschränkter Leber-, Nieren- oder Herzfunktion, bei Störungen

der Blutgerinnung sowie bei Patientinnen und Patienten, die an Asthma, einer chronischen

Entzündung der Nasenschleimhaut (chronischer Schnupfen), allergischen Erkrankungen oder an

bestimmten rheumatischen Erkrankungen (Lupus erythematodes oder Kollagenosen) leiden oder

litten.

Unter Schmerzmitteltherapie wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen mit Rötung

und Blasenbildung berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische

epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom). Das höchste Risiko für derartige Reaktionen scheint zu

Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Fälle im ersten

Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Zeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder

sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Algifor Junior Suspension abgesetzt

und umgehend der Arzt oder die Ärztin konsultiert werden.

Algifor Junior sollte nicht angewendet werden, wenn Sie an Windpocken erkrankt sind.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie vor kurzem wegen eines

Schwangerschaftsabbruchs behandelt wurden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, wie

Blutverdünnungsmitteln (z.B. niedrig dosierte Acetylsalicylsäure), Diuretika (harntreibende Mittel),

ACE-Hemmern oder β-Blockern (Präparate gegen hohen Blutdruck und Herzinsuffizienz),

Antibiotika, bestimmten Mitteln gegen Pilzinfektionen (z.B. Voriconazol oder Fluconazol),

Immunsuppressiva (Präparate gegen Transplantatabstossungen), pflanzlichem Extrakt aus Ginkgo

biloba, Arzneimitteln gegen erhöhten Blutzucker, gegen Aids, Epilepsie und Depressionen.

Nichtsteroidale Antirheumatika, wie Ibuprofen, und die oben aufgeführten Arzneimittel können sich

gegenseitig beeinflussen. Insbesondere kann es sein, dass die herzschützende Wirkung von niedrig

dosierter Acetylsalicylsäure bei einer Langzeitbehandlung mit Algifor Junior Suspension reduziert

wird.

Acetylsalicylsäure oder andere Schmerzmittel sollten nicht gleichzeitig mit Ibuprofen eingenommen

werden, da das Risiko von Nebenwirkungen erhöht werden kann.

Bei gleichzeitigem Alkoholkonsum können Nebenwirkungen, insbesondere den Magen-Darm-Trakt

oder das zentrale Nervensystem betreffend, verstärkt werden.

Bei längerer Verwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten. Behandeln Sie

diese nicht mit einer erhöhten Dosis des Arzneimittels sondern informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten treten häufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von nicht-steroidalen

Entzündungshemmern auf, insbesondere Blutungen und Durchbrüche im Magen- und Darmbereich.

Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Algifor Junior während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet

werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Ibuprofen nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt, bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft

darf Algifor Junior nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Algifor Junior sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin hat es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Algifor Junior?

Falls nicht anders vom Arzt verordnet gilt im allgemeinen für Säuglinge und Kinder folgende

Dosierung:

Alter

Körpergewicht in kg Tagesdosis

6–8 Monate

5–6

3× 2,5 ml

9–12 Monate 7–9

3–4× 2,5 ml

1–3 Jahre

10–15

4× 2,5 ml bis 3× 5 ml

4–6 Jahre

16–20

3–4× 5 ml bis 3× 7,5 ml

7–9 Jahre

21–25

3× 7,5 ml bis 3× 10 ml

26–30

3× 10 ml bis 3× 12,5 ml

10–12 Jahre

31–35

3× 12,5 ml bis 3× 15 ml

36–40

3× 15 ml bis 3× 17,5 ml

Für die Dosierung ist der Packung ein Doppel-Messlöffel beigefügt. Der kleinere Löffel entspricht

2,5 ml (= 50 mg Ibuprofen), der grössere 5 ml (= 100 mg Ibuprofen).

Da es sich um eine Suspension handelt, ist die Flasche vor der Verwendung gut zu schütteln!

Algifor Junior Suspension kann auf nüchternen Magen eingenommen werden.

Bei Senioren ist die Suspension eine alternative galenische Form: die empfohlene Tagesdosis beträgt

3× 20 ml = 1200 mg Ibuprofen. Diese Dosis kann auf ärztliche Verschreibung bis auf 2400 mg

Ibuprofen erhöht werden, falls erforderlich.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Algifor Junior haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Algifor Junior Suspension auftreten. Sie

sind nach ihrer Häufigkeit aufgelistet:

Häufige Nebenwirkungen, die in mehr als 1 von 100 Fällen, aber weniger als 1 von 10 Fällen

auftreten können

·Magen-Darm-Beschwerden wie Verdauungsbeschwerden, Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen,

Verstopfung, Schmerzen im Oberbauch, Blähungen, Teerstuhl, Erbrechen von Blut, gastrointestinale

Blutungen

·Zentralnervöse Nebenwirkungen wie Einschränkung des Reaktionsvermögens (besonders im

Zusammenwirken mit Alkohol), Kopfschmerzen und Schwindel

·Akuter Hautausschlag

Gelegentliche Nebenwirkungen, die in mehr als 1 von 1'000 Fällen, aber weniger als 1 von 100

Fällen auftreten können

·Entzündung der Nasenschleimhaut

·Überempfindlichkeitsreaktionen

·Schlaflosigkeit, Angstgefühle

·Sehstörungen (die Sehstörungen sind normalerweise reversibel, wenn die Behandlung abgebrochen

wird)

·Ohrensausen, Schwerhörigkeit, Schwindel

·Asthma, Verkrampfung der Muskeln der Atemwege und Atemnot, Bei Patienten mit

Herzinsuffizienz besteht die Gefahr eines akuten Lungenödems (Wasserlunge)

·Müdigkeit

Seltene Nebenwirkungen, die in mehr als 1 von 10'000 Fällen, aber weniger als 1 von 1'000 Fällen

auftreten können

·Aseptische Meningitis (Hirnhautentzündung)

·Angina, hohes Fieber, Anschwellen der Lymphknoten im Halsbereich

·Allergische Reaktionen, Symptome eines Lupus erythematodes (Schmetterlingsgeflecht), Blutarmut

·Depressionen, Verwirrtheitszustände

·«Kribbeln» der Haut, Schläfrigkeit

·Irreversible Sehstörung oder Sehschwäche

·Entzündung der Magenschleimhaut, Magen- und Darmgeschwüre, Geschwüre der

Mundschleimhaut, Magen- und Darmdurchbrüche

·Hepatitis, Gelbsucht, Leberfunktionsstörungen

·Nesselsucht, Juckreiz, Einblutungen in die Haut, Schwellungen der Haut und Schleimhäute,

Lichtempfindlichkeit

·Verschiedene Erkrankungen der Nieren wie Nierenfunktionsstörungen mit Wasseransammlungen

im Gewebe bis hin zu Nierenversagen

·Allgemeine Schwellungen

Sehr seltene Nebenwirkungen, die in weniger als 1 von 10'000 Fällen auftreten können

·Psychotische Zustände

·Herzversagen, Herzinfarkt

·Bluthochdruck

·Bauchspeicheldrüsenentzündung

·Verschlimmerung einer Kolitis oder eines Morbus Crohn

·Leberversagen

·Schwere allergische Reaktionen der Haut mit Bildung von Blasen und/oder grossflächiger Ablösung

der Haut.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Algifor Junior Suspension ist ausserhalb der Reichweite von Kindern und bei Raumtemperatur (15–

25 °C) aufzubewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Algifor Junior enthalten?

1 Messlöffel à 5 ml enthält 100 mg Ibuprofen, ein Konservierungsstoff: Natriumbenzoat (E 211),

einen Süsstoff: Natriumcyclamat, Aromastoffe und Hilfsstoffe. Die Suspension enthält auch

Sorbitolum und Zucker. 5 ml Suspension entsprechen 11,8 kcal oder 49 kJ bzw. 0,27 Obstwert.

Zulassungsnummer

56046 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Algifor Junior? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliches Rezept.

Flasche zu 200 ml.

Zulassungsinhaberin

VERFORA SA, 1752 Villars-sur-Glâne.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

10-8-2018

ADDEL JUNIOR

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