Algifor forte

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Algifor forte filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • ibuprofenum 400 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Algifor forte filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Schmerzmittel

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 54623
  • Berechtigungsdatum:
  • 16-02-1998
  • Letzte Änderung:
  • 09-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Algifor® forte

Vifor Consumer Health SA

Was ist Algifor forte und wann wird es angewendet?

Die Filmtablette Algifor forte enthält den Wirkstoff Ibuprofen. Dieser hat schmerzlindernde,

fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Algifor forte eignet sich zur Kurzzeitbehandlung, d.h. zur maximal 3 Tage dauernden Behandlung

von:

Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern,

Rückenschmerzen,

Kopfschmerzen,

Zahnschmerzen,

Schmerzen während der Monatsblutung,

Schmerzen nach Verletzungen,

Fieber bei grippalen Zuständen.

Wann darf Algifor forte nicht eingenommen/angewendet werden?

Wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimittel, Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten;

wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe auch Kapitel «Darf Algifor forte während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?»);

bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-Darm-Blutungen;

bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa);

bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion;

bei schwerer Herzleistungsschwäche;

zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine).

Bei Kindern unter 12 Jahren. Algifor forte wurde für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren

nicht geprüft.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Algifor forte Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Algifor forte können im oberen Magen-Darm-Trakt

Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-

Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch

ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis

während der kürzest möglichen Therapiedauer angewendet werden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin, wenn Sie Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des

Arzneimittels vermuten.

Ältere Patienten können empfindlicher auf das Arzneimittel reagieren als jüngere Erwachsene. Es ist

besonders wichtig, dass ältere Patienten eventuelle Nebenwirkungen sofort Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin melden.

In folgenden Situationen dürfen Sie Algifor forte nur auf ärztliche Verschreibung und unter ärztlicher

Überwachung einnehmen:

wenn Sie gegenwärtig wegen einer ernsthaften Krankheit in ärztlicher Behandlung sind;

wenn Sie früher an einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür erkrankt sind;

wenn Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie

Risikofaktoren haben (wie hoher Blutdruck, Diabetes, [Zuckerkrankheit], hohe Blutfettwerte,

Rauchen); für gewisse ähnlich wirkende Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde

unter hohen Dosierungen und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und

Schlaganfall festgestellt. Ob dieses erhöhte Risiko auch für Algifor forte zutrifft, ist nicht bekannt;

wenn Sie eine Herzkrankheit oder ein Nierenleiden haben, falls Sie Arzneimittel gegen

Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten

Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen; die Einnahme von Algifor forte kann die Funktion

Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu

Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann;

wenn Sie ein Leberleiden haben;

wenn Sie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (Blutverdünnern, Antikoagulantien) behandelt

werden oder an einer Störung der Blutgerinnung leiden;

wenn Sie an Asthma leiden;

wenn Sie Rheumamittel oder andere Schmerzmittel (z.B. Acetylsalicylsäure, Aspirin) einnehmen;

wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (mit Ausnahme von Insulin),

Arzneimittel zur Erhöhung der Urinausscheidung (harntreibende Mittel) Arzneimittel zur

Behandlung von Infektionen (Chinolon-Antibiotika) oder Arzneimittel mit einer der folgenden

Substanzen: Lithium, Digoxin, Methotrexat, Baclofen, Phenytoin, Probenecid oder Sulfinpyrazon

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, wie

Blutverdünnungsmitteln, Diuretika (harntreibende Mittel), ACE-Hemmern oder β-Blockern

(Präparate gegen hohen Blutdruck und Herzinsuffizienz), Antibiotika, bestimmte Mittel gegen

Pilzinfektionen (z.B. Voriconazol oder Fluconazol), Immunsuppressiva (Präparate gegen

Transplantatabstossungen), pflanzlicher Ginkgo biloba Extrakt, Arzneimittel gegen erhöhten

Blutzucker, gegen Aids, Epilepsie und Depressionen. Nichtsteroidale Antirheumatika, wie Ibuprofen,

und die oben aufgeführten Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten, bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) anwenden.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Darf Algifor forte während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet

werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Algifor forte nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft

darf Algifor forte nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Algifor forte sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin hat es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Algifor forte?

Algifor Forte Filmtabletten sollten mit oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Die

Tabletten sind mit einem Glas Wasser oder einer anderen Flüssigkeit einzunehmen. Die Tabletten

sind ganz zu schlucken und sollten nicht zerkaut, zerbrochen, zerdrückt oder gelutscht werden um

Mundbeschwerden und Irritationen im Rachen vorzubeugen.

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: 1 Algifor forte Tablette mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.

Vor der nächsten Einnahme ist ein Abstand von 4–6 Stunden einzuhalten.

Maximale Tagesdosis: Nehmen Sie nicht mehr als 3 Tabletten innerhalb von 24 Stunden ein, ausser

auf ärztliche Verschreibung.

Bei Schmerzen während der Monatsblutung wird empfohlen, die Behandlung bereits bei den ersten

Anzeichen der Beschwerden mit 1 Tablette Algifor forte zu beginnen.

Verwenden Sie Algifor forte nicht länger als 3 Tage und nur zur Behandlung der oben aufgeführten

Beschwerden.

Falls die Beschwerden trotz Einnahme von Algifor forte zunehmen oder falls die schmerzende Stelle

rot oder geschwollen wird, konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Eine ernsthafte Krankheit

kann die Ursache sein.

Auch wenn die Beschwerden nicht spätestens innert 3 Tagen bessern, sollten Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin konsultieren, damit der Grund abgeklärt werden kann.

Die Tabletten sind nicht zur Dosierung der halben Dosis durch Teilen geeignet.

Kinder unter 12 Jahren: Algifor forte darf bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden. Die

Anwendung und Sicherheit von Algifor forte bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht geprüft

worden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder Ärztin verschriebene

Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit

Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Algifor forte haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Algifor forte auftreten, die unter

Umständen einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ärztin sofort, wenn bei Ihnen eine oder mehrere der folgenden

Erscheinungen auftreten und nehmen Sie Algifor forte nicht weiter ein:

Häufig kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen,

Magenschmerzen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, oder Blähungen.

Algifor Forte kann die Magen-/Darmschleimhaut reizen, was in seltenen Fällen ein

Magen-/Darmgeschwür hervorrufen kann. Als Folge davon kann es zu Magen-/Darmblutungen

kommen.

Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut oder Schleimhaut können häufig auftreten, besonders bei

Patientinnen und Patienten mit Asthma oder einer Überempfindlichkeit gegen andere

entzündungshemmende, schmerzstillende oder fiebersenkende Arzneimittel sowie bei Patientinnen

und Patienten mit chronischem Nesselfieber. Sehr selten können schwerwiegende Hautreaktionen

mit Rötung und Blasenbildung auftreten.

Gelegentlich können Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Schwerhörigkeit, Sehstörungen,

Depression und Angst auftreten.

Eine bestehende eingeschränkte Nierenfunktion kann sich in seltenen Fällen verschlechtern,

insbesondere bei Patienten mit verminderter Herzleistung oder Bluthochdruck. Algifor Forte kann

eine vermehrte Ansammlung von Wasser im Gewebe (Ödeme) hervorrufen, was bei Lungenstauung

zur Kurzatmigkeit führen kann.

Sollten während der Behandlung Halsbeschwerden (Angina), hohes Fieber, ein Anschwellen der

Lymphknoten im Halsbereich (ein seltenes Krankheitsbild) auftreten oder Schmerzen im Oberbauch

und/oder eine Schwarzfärbung des Stuhls (ebenfalls selten), muss die Behandlung mit Algifor Forte

sofort abgebrochen und der Arzt oder die Ärztin aufgesucht werden.

Im Zusammenhang mit Algifor Forte wurde gelegentlich auch über Müdigkeit und selten über

Schnupfen und Schlaflosigkeit berichtet.

Weiter können selten Lichtüberempflindichkeit, Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen,

Leberversagen und Hirnhautentzündung auftreten.

Sehr selten kann es nach Einnahme von Algifor Forte zu starken Kopfschmerzen in Verbindung mit

Übelkeit, Erbrechen und Nackensteifigkeit kommen. Dann sollte die Behandlung gestoppt und der

Arzt oder die Ärztin aufgesucht werden.

Arzneimittel wie Algifor Forte sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für

Herzanfälle («Herzinfarkt») oder Schlaganfälle verbunden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren!

Das Arzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren!

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Algifor forte enthalten?

1 Filmtablette enthält 400 mg Ibuprofen und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

54623 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Algifor forte? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Schachteln zu 10 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Vifor Consumer Health SA, Villars-sur-Glâne.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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