Algifor

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Algifor comprimés filmés
  • Darreichungsform:
  • comprimés filmés
  • Zusammensetzung:
  • ibuprofenum 200 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Algifor comprimés filmés
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Analgésique

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 50411
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-02-1991
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Algifor®

Vifor Consumer Health SA

Was ist Algifor und wann wird es angewendet?

Die Filmtablette Algifor enthält den Wirkstoff Ibuprofen. Ibuprofen hat schmerzlindernde,

fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Algifor eignet sich zur Kurzzeitbehandlung, d.h. zur maximal 3 Tage dauernden Behandlung von:

Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern;

Rückenschmerzen;

Kopfschmerzen;

Zahnschmerzen;

Schmerzen während der Monatsblutung;

Schmerzen nach Verletzungen;

Fieber bei grippalen Erkrankungen.

Wann darf Algifor nicht eingenommen/angewendet werden?

Wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimittel, Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten.

wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe auch Kapitel «Darf Algifor während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»).

bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-Darm-Blutungen.

bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).

bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion.

bei schwerer Herzleistungsschwäche.

zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine).

Bei Kindern unter 12 Jahren. Algifor wurde für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren nicht

geprüft.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Algifor Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Algifor können im oberen Magen-Darm-Trakt Schleimhautgeschwüre,

selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-Darmdurchbrüche) auftreten. Diese

Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch ohne Warnsymptome auftreten. Um

dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen

Therapiedauer angewendet werden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie

Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Ältere Patienten können empfindlicher auf das Arzneimittel reagieren als jüngere Erwachsene. Es ist

besonders wichtig, dass ältere Patienten eventuelle Nebenwirkungen sofort Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin melden.

In folgenden Situationen dürfen Sie Algifor nur auf ärztliche Verschreibung und unter ärztlicher

Überwachung einnehmen:

wenn Sie gegenwärtig wegen einer ernsthaften Krankheit in ärztlicher Behandlung sind;

wenn Sie früher an einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür erkrankt sind;

wenn Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie

Risikofaktoren haben (wie hoher Blutdruck, Diabetes, [Zuckerkrankheit], hohe Blutfettwerte,

Rauchen); für gewisse ähnlich wirkende Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde

unter hohen Dosierungen und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und

Schlaganfall festgestellt. Ob dieses erhöhte Risiko auch für Algifor zutrifft, ist nicht bekannt;

wenn Sie eine Herzkrankheit oder ein Nierenleiden haben, falls Sie Arzneimittel gegen

Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten

Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen; die Einnahme von Algifor kann die Funktion Ihrer

Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu

Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann;

wenn Sie ein Leberleiden haben;

wenn Sie mit gerinnungshemmenden Arzneimittel (Blutverdünner, Antikoagulantien) behandelt

werden oder an einer Störung der Blutgerinnung leiden;

wenn Sie an Asthma leiden;

wenn Sie Rheumamittel oder andere Schmerzmittel (z.B. Acetylsalicylsäure, Aspirin) einnehmen;

wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (mit Ausnahme von Insulin),

Arzneimittel zur Erhöhung der Urinausscheidung (harntreibende Mittel), Arzneimittel zur

Behandlung von Infektionen (Chinolon-Antibiotika) oder Arzneimittel mit einer der folgenden

Substanzen: Lithium, Digoxin, Methotrexat, Baclofen, Phenytoin, Probenecid oder Sulfinpyrazon

einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, wie

Blutverdünnungsmitteln, Diuretika (harntreibende Mittel), ACE-Hemmern oder β-Blockern

(Präparate gegen hohen Blutdruck und Herzinsuffizienz), Antibiotika, bestimmte Mittel gegen

Pilzinfektionen (z.B. Voriconazol oder Fluconazol), Immunsuppressiva (Präparate gegen

Transplantatabstossungen), pflanzlicher Ginkgo biloba Extrakt, Arzneimittel gegen erhöhten

Blutzucker, gegen Aids, Epilepsie und Depressionen. Nichtsteroidale Antirheumatika, wie Ibuprofen,

und die oben aufgeführten Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte) anwenden!

Algifor kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Darf Algifor während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Algifor nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft

darf Algifor nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Algifor sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat

es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Algifor?

Algifor Filmtabletten sollten mit oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Tabletten sind

mit einem Glas Wasser oder einer anderen Flüssigkeit einzunehmen. Die Tabletten sind ganz zu

schlucken und sollten nicht zerkaut, zerbrochen, zerdrückt oder gelutscht werden um

Mundbeschwerden und Irritationen im Rachen vorzubeugen.

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: 1–2 Algifor Filmtabletten mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.

Vor der nächsten Einnahme ist ein Abstand von 4–6 Stunden einzuhalten.

Maximale Tagesdosis: Nehmen nicht mehr als 6 Filmtabletten innerhalb von 24 Stunden ein, ausser

auf ärztliche Verschreibung.

Bei Schmerzen während der Monatsblutung wird empfohlen, die Behandlung bereits bei ersten

Anzeichen der Beschwerden mit 2 Tabletten zu beginnen.

Verwenden Sie Algifor nicht länger als 3 Tage und nur zur Behandlung der oben aufgeführten

Beschwerden.

Falls die Beschwerden trotz Einnahme von Algifor zunehmen oder falls die schmerzende Stelle rot

oder geschwollen wird, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Eine ernsthafte Krankheit kann

die Ursache sein.

Auch wenn die Beschwerden nicht spätestens innert 3 Tagen bessern, sollten Sie Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin konsultieren, damit der Grund abgeklärt werden kann.

Kinder unter 12 Jahren: Algifor darf bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden. Die

Anwendung und die Sicherheit von Algifor bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht systematisch

geprüft worden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Algifor haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Algifor auftreten, die unter Umständen

einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin sofort, wenn bei Ihnen eine oder mehrere der

folgenden Erscheinungen auftreten und nehmen Sie Algifor nicht weiter ein:

Häufig kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen,

Magenschmerzen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, oder Blähungen.

Algifor kann die Magen-/Darmschleimhaut reizen, was in seltenen Fällen ein Magen-/Darmgeschwür

hervorrufen kann. Als Folge davon kann es zu Magen-/Darmblutungen kommen.

Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut oder Schleimhaut können häufig auftreten, besonders bei

Patientinnen und Patienten mit Asthma oder einer Überempfindlichkeit gegen andere

entzündungshemmende, schmerzstillende oder fiebersenkende Arzneimittel sowie bei Patientinnen

und Patienten mit chronischem Nesselfieber. Sehr selten können schwerwiegende Hautreaktionen

mit Rötung und Blasenbildung auftreten.

Gelegentlich können Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Schwerhörigkeit, Sehstörungen,

Depression und Angst auftreten.

Eine bestehende eingeschränkte Nierenfunktion kann sich in seltenen Fällen verschlechtern,

insbesondere bei Patienten mit verminderter Herzleistung oder Bluthochdruck. Algifor kann eine

vermehrte Ansammlung von Wasser im Gewebe (Ödeme) hervorrufen, was bei Lungenstauung zur

Kurzatmigkeit führen kann.

Sollten während der Behandlung Halsbeschwerden (Angina), hohes Fieber, ein Anschwellen der

Lymphknoten im Halsbereich (ein seltenes Krankheitsbild) auftreten oder Schmerzen im Oberbauch

und/oder eine Schwarzfärbung des Stuhls (ebenfalls selten), muss die Behandlung mit Algifor sofort

abgebrochen und der Arzt oder die Ärztin aufgesucht werden.

Im Zusammenhang mit Algifor wurde gelegentlich auch über Müdigkeit und selten über Schnupfen

und Schlaflosigkeit berichtet.

Weiter können selten Lichtüberempflindichkeit, Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen,

Leberversagen und Hirnhautentzündung auftreten.

Sehr selten kann es nach Einnahme von Algifor zu starken Kopfschmerzen in Verbindung mit

Übelkeit, Erbrechen und Nackensteifigkeit kommen. Dann sollte die Behandlung gestoppt und der

Arzt oder die Ärztin aufgesucht werden.

Arzneimittel wie Algifor sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle

(«Herzinfarkt») oder Schlaganfälle verbunden.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht

beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin

oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Algifor enthalten?

1 Filmtablette enthält 200 mg Ibuprofen und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50411 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Algifor? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verordnung.

Packungen mit 10 und 20 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Vifor Consumer Health SA, Villars-sur-Glâne.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.