Alexan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Alexan 100 mg/ml - Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Einheiten im Paket:
  • 1 x 50 ml Durchstechflasche, Laufzeit: 18 Monate,1 x 100 ml Durchstechflasche, Laufzeit: 18 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Alexan 100 mg/ml - Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Cytarabin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-26628
  • Berechtigungsdatum:
  • 04-08-2006
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

AGES PharmMed

Schnirchgasse 9

A-1030 Wien

Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, www.ages.at,

Schnirchgasse 9, A-1030 Wien, DVR: 0014541, Firmenbuch: FN 223056z, Registergericht: Handelsgericht Wien,

Konto Nr.: 50670871619, BLZ: 12.000, IBAN: AT971200050670871619, BIC/SWIFT: BKAUATWW, UID: ATU 54088605

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National Public Assessment Report

Öffentlicher Beurteilungsbericht

Bezeichnung der Arzneispezialität:

Alexan 100 mg/ml – Konzentrat zur Herstellung einer

Infusionslösung

Teil I:

Informationen über das Verfahren________________________________2

Teil II:

Fachinformation (SPC), Gebrauchsinformation ______________________3

Teil III:

Wissenschaftliche Diskussion während des Verfahrens ________________4

Teil IV:

Relevante Änderungen nach Zulassung ____________________________6

Dieser öffentliche Beurteilungsbericht wurde am 04.09.2006 erstellt. Teil

IV dieses Berichts sowie die Bezeichnung der Arzneispezialität auf Seite 1

werden im Bedarfsfall aktualisiert. Teil I, II und III werden nach

Erstellung nicht mehr geändert.

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Teil I:

Informationen über das Verfahren

1. Bezeichnung der Arzneispezialität bei Zulassung

Alexan 100 mg/ml – Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2. Antragstyp

Arzneispezialität – human (Vollantrag gemäß § 9a AMG)

3. Wirkstoff

100 mg/ml Cytarabin

4. Darreichungsform

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

5. Stärke

100 mg/ml Cytarabin (5g/50ml bzw. 10g/100ml)

6. Antragsteller

Ebewe Pharma Ges.m.b.H. Nfg. KG, Mondseestraße 11, 4866 Unterach am

Attersee, Österreich

7. Verfahrensnummer

949.038

8. Zulassungsnummer

1-26628

9. Zulassungsdatum

04.08.2006

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Teil II:

Fachinformation (SPC), Gebrauchsinformation

Die aktuelle Fachinformation (SPC) finden Sie unter folgendem Link:

http://pharmaweb.ages.at/pharma_web/downloadDoc.jsf?docId=FIP94903835085

Die aktuelle Gebrauchsinformation finden Sie unter folgendem Link:

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Teil III:

Wissenschaftliche Diskussion während des Verfahrens

1.

Einleitung

Es handelt sich um einen Zulassungsantrag gemäß § 9 AMG (Vollantrag).

2.

Qualitätsaspekte

2.1.

Einleitung

Bei Alexan 100 mg/ml – Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung handelt es

sich

eine

klare,

farblose

schwach

gelbliche

Lösung,

welche

Durchstechflaschen

bestehend

Weißglas

Type

gemäß

Ph.Eur

verschlossen

einem

fluoropolymerüberzogenen

Chlorobutylgummistopfen

verpackt sind.

2.2.

Wirkstoff

2.2.a.

Beschreibung

Der Wirkstoff im vorliegenden Arzneimittel ist

Cytarabin

Der Wirkstoff ist ein weißes bis cremfarbenes, kristallines Pulver.

2.2.b.

Spezifikation und Kontrolle

Spezifikation

Wirkstoffes

entspricht

Anforderungen

aktuellen

wissenschaftlichen

Standes.

Durch

Vorlage

entsprechender

Daten

Wirkstoffkontrolle wurde die ausreichende Qualität des Wirkstoffes belegt.

2.2.c. Stabilität

Stabilität

Wirkstoffes

wurde

unter

Bedingungen

getestet.

übermittelten

Ergebnisse

Stabilitätsuntersuchungen

belegen

festgesetzte

Retest-Periode.

Fertigprodukt

2.3.a.

Zusammensetzung

Wirkstoff:

100 mg/ml Cytarabin (5g/50ml bzw. 10g/100ml)

Hilfsstoffe:

Natriumlactat-Lösung 60%

Milchsäure

Wasser zur Injektion

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2.3.b.

Hersteller

Der für die Chargenfreigabe verantwortliche Hersteller ist EBEWE Pharma Ges.m.b.H.

Nfg. KG, Mondseestrasse 11, 4866 Unterach.

2.3.c.

Pharmazeutische Entwicklung

Die Entwicklung des Produktes wurde hinreichend durchgeführt und für ausreichend

befunden. Der Einsatz aller vorhandenen Hilfsstoffe wurde beschrieben.

2.3.d.

Freigabespezifikation und Kontrolle

Die Freigabespezifikation beinhaltet die Kontrolle aller für diese Darreichungsform

relevanten Parameter.

Es liegen ausreichend Daten von der Fertigproduktkontrolle des Arzneimittels vor,

welche die Einhaltung der Vorgaben der Freigabespezifikation belegen.

2.3.e.

Abpackung

Die Verpackung des Arzneimittels in Durchstechflaschen bestehend aus Weißglas der

Type

gemäß

Ph.Eur,

einem

fluoropolymerüberzogenen

Chlorobutylgummistopfen verschlossen sind, entspricht den aktuellen, gesetzlichen

Anforderungen.

2.3.f

Stabilität

Die Stabilität des Arzneimittels wurde unter ICH Bedingungen getestet.

Aufgrund dieser Datenlage wurde eine Laufzeit für das Arzneimittel von 18 Monate

festgelegt. Als Lagerungsbedingungen werden empfohlen:

Nicht über 20°C lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

2.4.

Zusammenfassung

Die pharmazeutische Qualität von Alexan 100 mg/ml – Konzentrat zur Herstellung

einer Infusionslösung wurde adäquat belegt.

3.

Nichtklinische Aspekte

Basierend auf den vorgelegten und bekannten präklinischen Daten wurden die Abschnitte

„Schwangerschaft und Stillzeit“, „Präklinische Daten zur Sicherheit“ und „Überdosierung“ der

Produktinformation unter Einhaltung der aktuellen gesetzlichen Anforderungen und der

Empfehlungen der entsprechenden Leitlinien genehmigt.

Hinsichtlich des Wirkstoffes ist bekannt:

Präklinische Daten zur Sicherheit

a) Subchronische und chronische Toxizität

subchronischer

Toxizität

wurden

Tierversuch

hauptsächlich

Knochenmarksdepressionen

Blutbildveränderungen

Schädigung

Darmschleimhaut beobachtet.

Es gibt keine Untersuchungen über die chronische Toxizität von Cytarabin.

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b) Mutagenes und tumorigenes Potential:

Cytarabin

zeigt

sich

Tiermodell

mutagen.

Beim

Menschen

traten

nach

Cytarabin-

Behandlung chromosomale Defekte in peripheren Lymphozyten auf.

Langzeituntersuchungen über das tumorigene Potential liegen nicht vor. Untersuchungen

über einen Zeitraum von 6 Monaten an Mäusen und Ratten brachten keinen Hinweis auf ein

erhöhtes tumorigenes Potential.

c) Reproduktionstoxizität

Cytarabin zeigte bei verschiedenen Tierarten teratogene Wirkung. Abnormitäten von Skelett,

Augen, Gehirn und Nieren wurden beobachtet. Für den Menschen liegen ungenügende Daten

vor. Die bisher beobachteten Mißbildungen waren an den Extremitäten, dem äußeren Ohr

und dem Gehörgang. Eine Exposition im dritten Trimester der Schwangerschaft kann zu

verzögertem Wachstum und Panzytopenie beim Fötus/Neugeborenen führen oder dazu

beitragen.

4.

Klinische Aspekte

Basierend

vorgelegten

bekannten

klinischen

Daten

wurden

klinisch-

pharmakologischen Abschnitte der Fach- und Gebrauchsinformation unter Einhaltung der

aktuellen gesetzlichen Anforderungen und der Empfehlungen der entsprechenden Leitlinien

genehmigt.

Hinsichtlich des Wirkstoffe

ist bekannt:

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Zytostatikum aus der Reihe der Antimetaboliten

ATC-Code: L01BC01

Alexan

enthält

Cytarabin

(4-Amino-1-(ß-D-arabinofuranosyl)-1

H-pyrimidin-2-on),

Zytostatikum

Reihe

Antimetaboliten.

körpereigenen

Pyrimidin-

Nucleosiden

Cytidin

2'-Desoxycytidin

unterscheidet

sich

bezüglich

Zuckerrestes (Arabinose statt Ribose), es handelt sich also um ein Pyrimidin-Analogon.

Nach Aufnahme in die Zelle über den Transportmechanismus für Pyrimidin-Nucleoside wird

Cytarabin einerseits zum inaktiven Uracil-Arabinosid desaminiert, und andererseits zu aktiven

Nucleotiden

phosphoryliert

(Cytarabin-Mono-,

Triphosphat).

Diese

Cytarabin-

Nucleotide hemmen in der S-Phase des Zellzyklus die DNA-Synthese. Als molekularer

Wirkungsmechanismus dieses Effektes wird eine Hemmung der Cytidinphosphat-Reduktase,

ein Einbau in DNA und RNA, was zu einer Dysfunktion dieser Nukleinsäuren führt, sowie eine

Hemmung der DNA-Polymerase diskutiert. Vor allem die viral-induzierte RNA-abhängige

DNA-Polymerase (reverse Transkriptase) wird stark gehemmt. Zum zytostatischen Effekt von

Cytarabin trägt wahrscheinlich zusätzlich seine Eigenschaft bei, ruhende Zellen (Go-Phase) in

Proliferations-Zyklus

überführen

("Rekrutierung"),

wodurch

diese

Zellen

chemotherapeutischen Wirkung von zellphasen-spezifischen Zytostatika zugänglich werden.

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Die Empfindlichkeit eines Gewebes gegenüber Cytarabin hängt vom Verhältnis seiner Cytidin-

Deaminase-Aktivität

Cytidin-Kinase-Aktivität

Rahmen

einer

Behandlung

Cytarabin wird sowohl eine a priori bestehende wie eine erworbene Resistenz gegenüber

diesem

Zytostatikum

beobachtet,

Verhältnis

genannten

Enzyme

Tumorgewebe zurückgeführt wird.

Klinisch wurde die Wirksamkeit von Cytarabin zur Induktion einer Remission sowie zur

Erhaltungstherapie bei akuter myeloischer Leukämie nachgewiesen, wobei vor allem Kinder

eine hohe Responderrate aufweisen. Auch bei akuter lymphatischer Leukämie erwies sich

Cytarabin als wirksam. Weiters besitzt Cytarabin eine immunsuppressive Wirkung.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Cytarabin werden von der hohen Wasser- bzw.

niedrigen Lipidlöslichkeit bestimmt. Das Pharmakon ist parenteral zu verabreichen. Nach

einer initialen Verteilungsphase sinkt der Plasmaspiegel mit einer Halbwertzeit von 2 - 2,5

Stunden. In dieser 2. Phase der Elimination liegen etwa 80% in Form des inaktiven Uracil-

Arabinosids vor. Innerhalb 24 Stunden werden 80% der verabreichten Dosis im Harn ausge-

schieden, überwiegend in Form von Uracil-Arabinosid. Im Liquor cerebrospinalis sind die

Konzentrationen von Cytarabin nach i.v.-Gabe in der Regel 40% jener des Blutplasmas.

Die Kinetik der Blutspiegel von Cytarabin bleibt auch nach wiederholter Verabreichung

konstant und wird von Kortikosteroiden und anderen Zytostatika nicht beeinflußt.

Bei i.v.-Infusion werden nach 30 - 60 Minuten konstante, dosisabhängige Blutspiegel

erreicht.

5.

Pharmakovigilanz

Der Antragsteller erbrachte den Nachweis, dass ihm eine adäquat qualifizierte für die

Pharmakovigilanz verantwortliche Person sowie ein System zur Erfassung und Meldung

sowohl von innerhalb als auch außerhalb der Europäischen Gemeinschaft aufgetretenen

Nebenwirkungen

Verfügung

steht.

Antragsteller

vorgelegte

detaillierte

Beschreibung seines Pharmakovigilanz-Systems entspricht den Anforderungen des von der

Europäischen Kommission erstellten und veröffentlichten Leitfadens über die Erfassung,

Überprüfung

Vorlage

Berichten

über

Nebenwirkungen,

einschließlich

technischen Anforderungen an den elektronischen Austausch von Pharmakovigilanzdaten

gemäß

international

vereinbarten

Formaten.

Eine

Beschreibung

Risikomanagementsystems, das der Antragsteller einführen wird, wurde vorgelegt.

6.

Overall conclusion, Nutzen-Risiko-Beurteilung und Empfehlung

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vorliegenden

Gutachten

haben

eine

positive

Nutzen-Risiko-Bewertung

für

gegenständliche Arzneispezialität ergeben.

Dem Antrag der Firma Ebewe Pharma Ges.m.b.H. Nfg. KG auf Zulassung gemäß § 9a AMG

idF BGBl. I Nr.146/2009, wurde mit Bescheid des Bundesamtes für Sicherheit im

Gesundheitswesen vom 08.08.2006 stattgegeben.

Teil IV:

Relevante Änderungen nach Zulassung

Art der

Änderung

Genehmigungs-

Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Alexan® 100 mg/ml – Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Wirkstoff: Cytarabin

Lesen

Sie

die

gesamte

Packungsbeilage

sorgfältig

durch,

bevor

Sie

mit

der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Alexan und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Alexan beachten?

Wie ist Alexan anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Alexan aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ALEXAN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Cytarabin, der Wirkstoff von Alexan, hemmt die Zellteilung und somit das Wachstum von

Krebszellen.

Alexan

Arzneimittel,

Behandlung

verschiedenen

Arten

Krebserkrankungen zur Hochdosistherapie eingesetzt werden kann (Leukämie, Lymphome).

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON ALEXAN BEACHTEN?

Alexan darf nicht angewendet werden

wenn

allergisch

gegen

Cytarabin

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

verminderter

Produktion

Blutzellen

Knochenmark

(Knochenmarksuppression)

bei stark eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion

bei bestehenden schweren Infekten

bei Magen- und Darmgeschwüren sowie frischen Operationen

Blutarmut

(Anämie/Erythrozytopenie),

Leukopenie

(Mangel

weißen

Blutkörperchen) und/oder Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen)

wenn Sie in den letzten 4 Wochen eine Therapie gegen Windpocken bzw. Gürtelrose

(Herpes zoster) mit Brivudin, Sorivudin oder ihren Analoga erhalten haben oder derzeit

erhalten.

in der Schwangerschaft und Stillzeit

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Alexan bei Ihnen angewendet wird,

wenn Sie Phenytoin gegen epileptische Anfälle einnehmen. Die gleichzeitige Einnahme von

Phenytoin mit Alexan kann die Wirkung von Phenytoin verstärken.

Alexan sollte nur stationär und von Ärzten, die auf die Durchführung von Krebstherapien

spezialisiert sind, angewendet werden.

Alexan

wirkt

hemmend

Produktion

Blutzellen

Knochenmark

(Knochenmarksuppression). Nach Absetzen des Arzneimittels kann die Anzahl der Blutzellen

weiterhin sinken. Die Anzahl der Blutzellen sollte in regelmäßigen Abständen, auch nach

Beendigung

Therapie,

kontrolliert

werden

wenn

nötig

eine

Knochenmarkuntersuchung vorgenommen werden.

Bei Patienten mit einer durch Arzneimittel verursachten Knochenmarksuppression in der

Vorgeschichte ist Vorsicht geboten.

Alexan kann aufgrund der Zerstörung der Krebszellen einen erhöhten Harnsäurespiegel im

Blut verursachen. Der Harnsäuregehalt des Blutes sollte daher überwacht werden. Ihr Arzt

wird

über

Notwendigkeit

Einnahme

Arzneimitteln

Kontrolle

Ihres

Harnsäurespiegels informieren.

Besondere Vorsicht ist geboten bei leicht eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion.

Funktionsstörungen der Leber und der Nieren gelten als begünstigende Faktoren einer

erhöhten ZNS-Toxizität von Alexan.

Da Alexan hauptsächlich in der Leber abgebaut wird, ist eine stärkere Wirkung der Substanz

bei Leberschäden möglich. Eine Wirkungsverstärkung ergibt sich auch bei eingeschränkter

Nierenfunktion.

Leber-

und/oder

Nierenfunktionsstörungen

eine

entsprechende

Dosisreduktion unter Kontrolle des Blutspiegels vorzunehmen. Regelmäßige Kontrollen der

Leber- und Nierenfunktion sowie des Harnsäurespiegels sind erforderlich. Bei Patienten mit

bereits

vorhandenen

Leberfunktionsstörungen

sollte

Alexan,

besonders

Hochdosisbereich,

Vorsicht

nach

einer

strengen

Nutzen-Risiko-Bewertung

angewendet werden.

Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Während der Behandlung mit Alexan kann es zu anaphylaktischen Reaktionen kommen, vor

allem unmittelbar nach intravenöser Verabreichung.

Eine hochdosierte Alexan-Behandlung bei Patienten über 60 Jahren darf erst nach strenger

Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Maßnahmen zur Empfängnisverhütung:

Alexan kann das Erbgut verändern. Männer sollten daher während der Behandlung und bis zu

sechs Monate nach Beendigung derselben kein Kind zeugen. Außerdem sollten sie vor der

Behandlung über die Möglichkeit einer Spermienkonservierung aufgeklärt werden, da nach

einer Alexan-Therapie die Möglichkeit einer Infertilität (Zeugungsunfähigkeit) besteht.

Bei Kinderwunsch nach Abschluss der Therapie wird eine genetische Beratung unbedingt

empfohlen.

Schwere

Nebenwirkungen

Magen-/Darm-Trakt

betreffend,

erfordern

anti-emetische

(gegen Übelkeit) und sonstige unterstützende Maßnahmen.

Behandlungen mit hohen Dosen erfordern eine regelmäßige Kontrolle der Funktion des

Zentralnervensystems sowie der Lungenfunktionen durch einen Spezialisten.

Um Komplikationen bei den Augen zu vermeiden, müssen diese während einer Hochdosis-

Behandlung regelmäßig gespült werden.

Während

einer

Therapie

Alexan

dürfen

keine

Impfungen

Lebendimpfstoff

durchgeführt werden.

Die Behandlung mit Alexan birgt das Risiko von Blutungskomplikationen und schweren

Infektionen.

Während

einer

hochdosierten

Therapie

können

Störungen

Zentralnervensystems, des Magen-/Darm-Trakts, der Leber, sowie Reaktionen der Haut und

Augenbeschwerden auftreten.

Der Kontakt mit der Haut, den Schleimhäuten und den Augen ist zu vermeiden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Alexan mit anderen Arzneimitteln kann es zu einer akuten

Bauchspeicheldrüsenentzündung kommen.

Fälle

schweren

neurologischen

Nebenwirkungen,

Kopfschmerzen

Lähmungen, Koma und Schlaganfall-ähnlichen Episoden reichten, wurden hauptsächlich bei

Kindern

Jugendlichen

beobachtet,

denen

intravenöses

Alexan

Kombination

intrathekalem Methotrexat verabreicht wurde.

Cytarabin, der Wirkstoff von Alexan, ist eine Substanz, die Ihr ungeborenes Kind schädigen

und das Erbgut verändern kann.

Anwendung von Alexan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

gleichzeitige

Anwendung

bestimmten

antiviralen

(gegen

Viren

gerichtete)

Arzneimittel (Sorivudin, Brivudin, oder deren Abkömmlinge) können die Nebenwirkungen von

Alexan möglicherweise erheblich verstärken (siehe Abschnitt „Alexan darf nicht angewendet

werden“).

müssen

besonders

vorsichtig

sein,

wenn

Mittel

gegen

epileptische

Anfälle

(Phenytoin) einnehmen. Die gleichzeitige Einnahme von Phenytoin mit Alexan kann die

Wirkung von Phenytoin verstärken. Ihr Arzt wird Ihren Phenytoin-Plasmaspiegel regelmäßig

kontrollieren.

Bei gleichzeitiger oder vorangegangener Therapie mit zellschädigenden Substanzen oder

Strahlentherapie kann es zu einer Verstärkung der knochenmarkhemmenden Wirkung von

Alexan kommen.

Bei vorausgegangener Therapie mit L-Asparaginase (Arzneimittel gegen Blutkrebs) kann es

unter Alexan zu einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung kommen.

Kombination

unterschiedlicher

Zytostatika

(Arzneimittel

gegen

Krebs)

Wechselwirkungen zu rechnen.

Einzelfälle haben gezeigt, dass die Wirkung von Flucytosin (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

durch Alexan gehemmt werden kann.

Bei Patienten, die auch Digoxin (Arzneimittel zur Anwendung bei Herzschwäche) erhalten,

sind während der Alexan-Therapie die Digoxinspiegel im Blut zu überwachen, da es zu einer

Verminderung des Blutspiegels und damit zu einer Beeinträchtigung der Wirkung von

Digoxin kommen kann. Da dies bei Digitoxin nicht der Fall ist, bietet sich für Patienten unter

Cytarabin-Therapie eine Umstellung von Digoxin auf Digitoxin an.

Alexan scheint im Laborversuch die Empfindlichkeit bestimmter Bakterien (K. pneumoniae)

gegenüber dem Antibiotikum Gentamicin zu vermindern. Bei Nichtansprechen auf Gentamicin

wird Ihr Arzt das Antibiotikum gegebenenfalls wechseln.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

Alexan darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Sollten Sie während der Therapie mit Alexan schwanger werden, informieren Sie bitte sofort

Ihren Arzt.

Stillzeit

Während der Behandlung mit Alexan darf nicht gestillt werden. Vor Beginn der Behandlung

mit Alexan muss abgestillt werden.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Fortpflanzungsfähigkeit

Alexan kann mutagen wirken. Dies bedeutet, dass das Arzneimittel genetische Mutationen

verursachen kann. Alexan kann die Sperma- und Eiproduktion beeinträchtigen, verbunden

mit der Möglichkeit von Geburtsschäden.

Während der Behandlung mit Alexan und mindestens während der ersten 6 Monate nach

dem Ende der Behandlung müssen Sie vermeiden, ein Kind zu zeugen. Da eine Behandlung

mit Alexan zu Unfruchtbarkeit führen kann, kann es für männliche Patienten ratsam sein, vor

Behandlungsbeginn die Möglichkeit einer Spermakonservierung in Betracht zu ziehen (siehe

auch Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen").

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Alexan enthält Natriumlaktat-Lösung

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml, d.h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

WIE IST ALEXAN ANZUWENDEN?

Die Alexan-Therapie darf nur von Ärzten mit spezieller Ausbildung und Erfahrung auf dem

Gebiet der Krebstherapie angewendet werden. Die Einstellung auf diese Therapie soll im

Krankenhaus erfolgen.

Sie erhalten Alexan als Infusion in eine Vene (intravenös).

Hinweis

für

Arzt:

Angaben

Dosierung

siehe

Fachinformation

oder

Behandlungsprotokolle der Fachliteratur.

Wenn Sie eine größere Menge von Alexan erhalten haben als Sie sollten

Ihr Arzt wird dafür sorgen, dass Sie die richtige Dosis für Ihre Erkrankung erhalten. Im Falle

einer Überdosierung können verstärkt Nebenwirkungen auftreten. Ihr Arzt wird die Therapie

dann abbrechen und, wenn nötig, auftretende Nebenwirkungen symptomatisch behandeln

und unterstützende Maßnahmen einleiten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die durch Alexan hervorgerufenen Nebenwirkungen sind abhängig von der Dosierung, der Art

der Anwendung und der Dauer der Therapie.

Die lokale Verträglichkeit ist im Allgemeinen gut; manchmal kommt es zu Entzündungen an der

Injektionsstelle.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Infektionen am ganzen Körper durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten können mit der

Anwendung von Alexan alleine oder in Kombination mit anderen Substanzen, die das

Immunsystem unterdrücken, in Verbindung stehen. Diese Infektionen können mild verlaufen,

können aber auch schwer und manchmal tödlich sein.

Sehr häufig:

Blutvergiftung (Sepsis), Lungenentzündung (Pneumonie), Infektion

Nicht bekannt:

Cellulitis (Entzündung der tiefen Hautschichten) an der Injektionsstelle, Leberabszess

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Gelegentlich:

braune/schwarze Pigmentflecken auf der Haut (Lentigo)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig:

Knochenmarkversagen,

Blutbildveränderungen

(z.B.

Mangel

weißen

oder

roten

Blutkörperchen oder Blutplättchen, abnorme Blutzellen); treten dosisabhängig auf

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig:

Appetitlosigkeit, erhöhte Harnsäurewerte im Blut

Es kann auch zu einer Hypokalzämie (Kalziummangel im Blut) kommen.

Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts

Häufig:

Bauchschmerzen, Schluckstörungen, Entzündungen oder Geschwüre im Mund oder Anus,

schwere

Durchfälle,

Übelkeit

Erbrechen

(besonders

nach

schneller

intravenöser

Injektion)

Gelegentlich:

Entzündungen oder Geschwüre in der Speiseröhre, schwere Schleimhautveränderungen im

Magen-/Darm-Trakt

Geschwürbildung,

Zerstörung

Durchbruch

Darmwand

(Nekrose), Darmverschluss, Bauchfellentzündung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Hautreaktionen

(Rötung,

Geschwürbildung,

Hautausschläge,

Nesselsucht),

Gefäßentzündungen, gesprenkelte Haut, Juckreiz

Nach hohen Dosen kann exfoliative Dermatitis (Entzündung der Haut mit Blasenbildung und

Hautablösung) und Haarausfall auftreten.

Gelegentlich:

Geschwüre an der Haut, Juckreiz, brennende Schmerzen an den Handinnenflächen und

Fußsohlen

Sehr selten:

Entzündung der Schweißdrüsen

Erkrankungen des Nervensystems

Zentralnervöse Störungen werden vorwiegend bei der Hochdosistherapie beobachtet.

Die zentralnervösen Störungen sind meist heilbar.

Häufig:

zerebrale

Störungen

(Augenzittern,

Sprachstörungen,

Bewegungsstörungen,

Verwirrungszustände

Persönlichkeitsveränderungen),

Störung

Denk-

Bewegungsabläufen, Benommenheit, Bewusstseinsstörungen mit erhöhter Reizschwelle,

Koma, Zittern, Krampfanfälle und Appetitlosigkeit

Gelegentlich:

Erkrankung der peripheren Nerven (periphere Neuropathie)

Selten:

Eine intrathekale (Injektion in die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit) Anwendung von Alexan kann

zu Übelkeit, Erbrechen und Fieber führen.

Sehr selten:

Einzelfälle

krankhafter

Veränderung

weißen

Hirnsubstanz

(nekrotisierende

Leukenzephalopathie), Schädigung des Rückenmarks mit Lähmungserscheinungen an den

Extremitäten

(Para-

Quadriplegie)

Blindheit

wurden

nach

Applikation

Zerebrospinalflüssigkeit (Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit) von Alexan beschrieben.

Nicht bekannt:

Schwindel,

Kopfschmerzen,

Nervenentzündungen

nach

hohen

Dosen

Einzelfälle

peripherer

Nervenschädigungen

wurden

beschrieben,

ebenso

Fälle

Lähmung,

Gehirnhautentzündung und Gehirnentzündung.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Muskelschmerzen

und/oder

Gelenkschmerzen

wurden

nach

hohen

Dosen

Alexan

beobachtet.

Sehr selten:

Das Auftreten einer Rhabdomyolyse (Auflösung von Muskelfasern) wurde beschrieben.

Augenerkrankungen

Häufig:

Bindehautentzündung, Entzündung der Hornhaut, Lichtüberempfindlichkeit, Augenbrennen,

starke Tränenbildung und Sehstörungen sind dosisabhängig und wurden bei 25 bis 80 % der

Patienten unter hochdosierter Therapie beobachtet.

Durch

häufiges

Spülen

Augen

oder

vorbeugende

Anwendung

kortikoidhaltiger

Augentropfen können die Beschwerden verhindert bzw. gemildert werden.

Leber-und Gallenerkrankungen

Sehr häufig:

Leberfunktionsstörungen, Hyperbilirubinämie (erhöhter Wert des Gallenfarbstoffs Bilirubin)

wurden bei 25 bis 50 % der Patienten unter Hochdosis-Behandlung beobachtet.

Sehr selten:

Vergrößerung der Leber

Einzelne Berichte über den Verschluss der abführenden Blutgefäße der Leber (Budd-Chiari-

Syndrom) liegen vor.

Einzelne Fälle von Bauchspeicheldrüsenentzündungen wurden unter hohen Dosen von Alexan

berichtet.

Nicht bekannt:

Gelbsucht

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Atembeschwerden, Atemnot, Halsschmerzen, Lungenödeme (Flüssigkeitsansammlung in den

Lungen, in den meisten Fällen heilbar), Lungenentzündung (diffuse interstitielle Pneumonie)

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

akute Herzbeutelentzündung

Sehr selten:

Schädigungen des Herzmuskels, vorübergehende Störungen des Herzrhythmus

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Häufig:

Harnverhalten, Nierenfunktionsstörungen

Ein Anstieg des Plasma-Kreatinins (Stoffwechselprodukt) wurde bei 5 bis 20 % der Patienten

unter hochdosierter Cytarabin-Therapie beobachtet, ein gesicherter kausaler Zusammenhang

mit Cytarabin konnte aber nicht bewiesen werden.

massivem

Zellverfall

sollten

Maßnahmen

Vermeidung

einer

Harnsäure-

Nierenfunktionsstörungen ergriffen werden.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Halsentzündungen,

allergische

Ödeme

(Wasseransammlungen),

Störung

Bildung

Sexualhormonen,

Spermien

Eizellen,

Schmerzen

Brustraum,

Aszites

(Wasseransammlung

Bauchhöhle),

Schwächung

Immunsystems,

Sepsis

(Blutvergiftung), Thrombophlebitis (Entzündung und Verschluss der Venen) und Blutungen.

Fieber tritt bei 20 bis 50 % der Patienten, die eine Hochdosis-Therapie erhalten, auf.

Sehr selten:

Allergische Reaktionen (Nesselsucht, allergischer Schock)

Das Syndrom inadäquater adiuretischer Hormoninkretion wurde in Einzelfällen bei Patienten

unter Hochdosis-Behandlung mit Alexan beobachtet.

Alexan-(Ara-C)Syndrom

Dieses

Literatur

beschriebene

Syndrom

gekennzeichnet

durch

Fieber,

Muskelschmerzen, Knochenschmerzen, gelegentlich Brustschmerzen, Hautausschläge mit

Blasenbildung, Bindehautentzündung und Übelkeit. Es tritt im Allgemeinen 6 - 12 Stunden

nach Verabreichung auf. Kortikosteroide (entzündungshemmende Mittel) haben sich zur

Behandlung oder Vorbeugung des Syndroms bewährt. Sind Kortikosteroide diesbezüglich

wirksam, kann eine Fortsetzung der Therapie mit Alexan in Betracht gezogen werden.

hochdosierter

Dauerinfusion

sind

Nebenwirkungen

ausgeprägter

Standardtherapie.

Es wurde von Frühtodesfällen infolge der Knochenmarkhemmung berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische

Fachpersonal.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ALEXAN AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. auf dem Etikett nach

„Verwendbar

bis“

angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

verwenden.

Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nur zur einmaligen Entnahme. Restmengen verwerfen.

Nach Gebrauch, Flasche und Injektionsmaterial (einschließlich Handschuhe) gemäß den

Bestimmungen

für

Zytostatika

entsorgen.

Eventuelle

Restmengen

sowie

Primärverpackungen müssen als Sondermüll entsorgt werden.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Alexan enthält

Der Wirkstoff ist: Cytarabin

Eine Durchstechflasche enthält 100 mg/ml Cytarabin (5 g/50 ml bzw. 10 g/100 ml)

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumlaktatlösung 60 %, Milchsäure, Wasser für

Injektionszwecke

Wie Alexan aussieht und Inhalt der Packung

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Klare, farblose bis schwach gelbliche Lösung.

pH – Wert: 8,4 – 9,2

1 x 50 ml Durchstechflasche

1 x 100 ml Durchstechflasche

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

EBEWE Pharma Ges.m.b.H. Nfg. KG, 4866 Unterach, Österreich

Vertrieb: Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

Z.Nr.: 1-26628

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Besondere

Vorsichtsmaßnahmen

für

die

Beseitigung

und

sonstige

Hinweise

zur

Handhabung

Nach Ablauf des Verfalldatums darf Alexan nicht mehr angewendet werden.

Für die Herstellung der Infusionslösung kann Alexan mit physiologischer Kochsalzlösung

oder 5 %-iger Glukoselösung verdünnt werden.

Es dürfen nur klare und farblose bis schwach gelbliche Lösungen verwendet werden.

Inkompatibilitäten

In Injektions- oder Infusionslösungen ist Cytarabin mit 5-Fluorouracil, Heparin, Gentamicin,

Insulin, Methotrexat, Methylprednisolon, Nafcillin, Oxacillin und Penicillin G inkompatibel. Da

weitere

Inkompatibilitäten

möglich

sind,

wird

generell

einer

Mischung

anderen

Pharmaka gewarnt.

Dosierung

Es ist anzunehmen, dass wirksame Plasmaspiegel zwischen 0,01 und 0,15

g/ml liegen. Die

Dosis muss individuell exakt, am besten entsprechend der Körperoberfläche (KOF), ermittelt

werden.

Hochdosierte Cytarabin-Therapie

Alexan 100 mg/ml wird in Kombinationstherapie mit anderen Zytostatika eingesetzt.

Wenn nicht anders festgelegt, beträgt die Dosis 4 – 12-mal 2 – 3 g/m² KOF alle 12 Stunden.

Die gesamte Behandlungsdosis sollte 36 g/m² KOF nicht überschreiten.

Gesamtdosis

zeitliche

Dauer

müssen

behandelnden

Arzt

festgelegt

werden.

Abhängig von der Anzahl der Infusionen kann der Behandlungszyklus nach Erholung des

Knochenmarks wiederholt werden.

Art der Anwendung

Alexan 100 mg/ml – Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung darf ausschließlich

intravenös verabreicht werden, wobei die Konzentration 50 mg/ml nicht übersteigen darf, die

Infusionsdauer soll 1 – 3 Stunden betragen.

Alle Zubereitungen von Alexan sind untereinander kompatibel und können zur Herstellung

der individuell vorgesehenen Dosis kombiniert werden.

Hinweis: Die Verwendung von Lösungsmitteln, die Konservierungsstoffe enthalten, ist zu

vermeiden.

Dauer der Haltbarkeit

18 Monate

mikrobiologischer

Sicht

sollte

gebrauchsfertige

Zubereitung

sofort

verwendet

werden.

Wenn

gebrauchsfertige

Zubereitung

nicht

sofort

verwendet

wird,

Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die

Herstellung

gebrauchsfertigen

Lösung

nicht

unter

kontrollierten

validierten

aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2 bis 8°C

aufzubewahren.

21-11-2018

FDA approves new treatment for patients with acute myeloid leukemia

FDA approves new treatment for patients with acute myeloid leukemia

The FDA approved Daurismo (glasdegib) tablets to be used in combination with low-dose cytarabine (LDAC), a type of chemotherapy, for the treatment of newly-diagnosed acute myeloid leukemia (AML) in adults who are 75 years of age or older or who have other chronic health conditions or diseases (comorbidities) that may preclude the use of intensive chemotherapy.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

27-8-2018

Vyxeos (Jazz Pharmaceuticals Ireland Ltd)

Vyxeos (Jazz Pharmaceuticals Ireland Ltd)

Vyxeos (Active substance: daunorubicin / cytarabine) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5695 of Mon, 27 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4282

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

DepoCyte (Pacira Limited)

DepoCyte (Pacira Limited)

DepoCyte (Active substance: Cytarabine) - Centralised - Withdrawal - Commission Decision (2018)4490 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety