Aleve

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Aleve Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • naproxenum natricum 220 mg, color.: E 132, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Aleve Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Analgeticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53810
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-09-1999
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Aleve®

Bayer (Schweiz) AG

Was ist Aleve und wann wird es angewendet?

Aleve enthält den Wirkstoff Naproxen als Naproxen-Natrium. Dieser hat schmerzlindernde,

fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Die Wirkungsdauer beträgt 8–12 Stunden.

Aleve eignet sich zur Kurzzeitbehandlung, d.h. zur maximal 3 Tage dauernden Behandlung von:

·Rückenschmerzen;

·Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern;

·Schmerzen nach Verletzungen;

·Schmerzen während der Monatsblutung;

·Zahnschmerzen;

·Kopfschmerzen;

·Fieber bei grippalen Erkrankungen.

Wann darf Aleve nicht angewendet werden?

·Wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, so genannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln, Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten;

·wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe auch Kapitel «Darf Aleve während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»);

·bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-/Darm-Blutungen;

·bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa);

·bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion;

·bei schwerer Herzleistungsschwäche;

·zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine);

·bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren. Aleve Filmtabletten wurden für die Anwendung bei

Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht geprüft.

Wann ist bei der Einnahme von Aleve Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Aleve Filmtabletten können im oberen Magen-Darm-Trakt

Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-,

Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch

ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis

während der kürzest möglichen Therapiedauer angewendet werden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin, wenn Sie Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des

Arzneimittels vermuten.

Ältere Patienten können empfindlicher auf das Arzneimittel reagieren als jüngere Erwachsene. Es ist

besonders wichtig, dass ältere Patienten eventuelle Nebenwirkungen sofort Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin melden.

In folgenden Situationen dürfen Sie Aleve Filmtabletten nur auf ärztliche Verschreibung und unter

ärztlicher Überwachung einnehmen:

·wenn Sie gegenwärtig wegen einer ernsthaften Krankheit in ärztlicher Behandlung sind;

·wenn Sie früher an einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür erkrankt sind;

·wenn Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie

Risikofaktoren haben (wie hoher Blutdruck, Diabetes [Zuckerkrankheit], hohe Blutfettwerte,

Rauchen); für gewisse ähnlich wirkende Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde

unter hohen Dosierungen und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und

Schlaganfall festgestellt. Ob dieses erhöhte Risiko auch für Aleve Filmtabletten zutrifft, ist nicht

bekannt;

·wenn Sie eine Herzkrankheit oder ein Nierenleiden haben, falls Sie Arzneimittel gegen

Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten

Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen; die Einnahme von Aleve Filmtabletten kann die

Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu

Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann;

·wenn Sie ein Leberleiden haben;

·wenn Sie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (Blutverdünner, Antikoagulantien) behandelt

werden oder an einer Störung der Blutgerinnung leiden;

·wenn Sie an Asthma leiden;

·wenn Sie Rheumamittel oder andere Schmerzmittel (z.B. Acetylsalicylsäure, Aspirin, Ibuprofen)

einnehmen;

·wenn Sie Arzneimittel einnehmen wie z.B. Antiepileptika (Phenytoin), Arzneimittel zur Behandlung

der Zuckerkrankheit (mit Ausnahme von Insulin), harntreibende Mittel (z.B. Furosemid), Gichtmittel

(Probenecid), sulfonamidhaltige Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen oder Arzneimittel mit

Lithium oder Methotrexat.

Während der Behandlung mit Aleve sollte die Sonneneinwirkung (UV-Strahlung) auf die Haut

möglichst vermieden werden (siehe auch Kapitel «Welche Nebenwirkungen kann Aleve haben?»).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) anwenden!

Aleve kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Darf Aleve während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Aleve nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft

darf Aleve nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Aleve sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat es

Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Aleve?

Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren: 1 Filmtablette alle 8 bis 12 Stunden mit reichlich

Flüssigkeit einnehmen. In Einzelfällen können als Anfangsdosis gleichzeitig 2 Filmtabletten

eingenommen werden, bei Bedarf gefolgt von 1 Filmtablette, aber erst 12 Stunden später.

Maximale Tagesdosis: Nehmen Sie nicht mehr als 3 Filmtabletten Aleve innerhalb von 24 Stunden

ein, ausser auf ärztliche Verschreibung.

65 Jahre und darüber: Falls vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, höchstens 2

Filmtabletten pro Tag.

Behandlungsdauer: Verwenden Sie Aleve nicht länger als 3 Tage und nur zur Behandlung der oben

aufgeführten Beschwerden.

Falls die Beschwerden trotz Einnahme von Aleve zunehmen oder falls die schmerzende Stelle rot

oder geschwollen wird, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Eine ernsthafte Krankheit kann

die Ursache sein.

Auch wenn sich die Beschwerden nicht spätestens innert 3 Tagen bessern, sollten Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin konsultieren, damit der Grund abgeklärt werden kann.

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren: Aleve darf bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren

nicht angewendet werden. Die Anwendung und Sicherheit von Aleve bei Kindern und Jugendlichen

unter 16 Jahren ist bisher nicht systematisch geprüft worden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Aleve haben?

Die häufigsten Nebenwirkungen sind: Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit,

Bauchschmerzen, Übelkeit und Magenbrennen.

Seltener wurden Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwarzfärbung des

Stuhls, Hautausschläge, Schwellungen im Gesicht, an den Füssen oder den Beinen und Fieber

beoachtet.

Lichtempfindlichkeitsreaktionen sind zwar sehr selten, können aber unter Umständen gravierend sein

(siehe auch Kapitel «Wann ist bei der Einnahme von Aleve Vorsicht geboten?»).

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Aleve auftreten, die unter Umständen einer

ärztlichen Behandlung bedürfen:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin sofort, wenn bei Ihnen eine oder mehrere der

folgenden Erscheinungen auftreten und nehmen Sie Aleve nicht weiter ein:

·Durchfall, Blähungen, Magenbeschwerden, Sodbrennen oder Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen,

Übelkeit;

·Erbrechen von Blut, Schwarzfärbung des Stuhls;

·ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel, starke Kopfschmerzen, Verwirrtheitszustände;

·Hauterscheinungen wie Ausschlag, Juckreiz;

·Schwellungen im Gesicht, an den Füssen oder den Beinen;

·keuchende Atmung und Kurzatmigkeit;

·Schmerzen in der Brust und Husten;

·Blut im Urin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung bei 15–30 °C aufbewahren.

Aleve ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren!

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Aleve enthalten?

1 ovale Filmtablette enthält als Wirkstoff Naproxen-Natrium, entsprechend 200 mg Naproxen und 20

mg Natrium.

Farbstoff: Indigotinum (E 132) und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

53810 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Aleve? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 12 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, 8045 Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.