Aktiferrin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Aktiferrin Suscaps
  • Darreichungsform:
  • Suscaps
  • Zusammensetzung:
  • Eisen(II) 34 mg als ferrosi sulfas dessiccatus, dl-serinum, excipiens für die Kapsel.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Aktiferrin Suscaps
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Eisenmangelanämie bei nachgewiesenem Eisenmangel

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 37840
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-09-1975
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Aktiferrin Suscaps®/Tropfen

Mepha Pharma AG

Was ist Aktiferrin, und wann wird es angewendet?

Aktiferrin ist ein Eisenpräparat, das zur Behandlung von Eisenmangel im Blut eingesetzt wird.

Das Arzneimittel eignet sich zur Behandlung von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen, da es als

Tropfen und Suscaps zur Verfügung steht.

Eisenmangelzustände können entstehen:

·bei Blutverlusten (z.B. durch Magen-Darm-Krankheiten, nach Magen-Darm-Operationen oder bei

häufigen und starken Regelblutungen),

·in der Schwangerschaft, im Wochenbett und beim Stillen,

·in den Wachstumsphasen bei Kleinkindern und Kindern,

·bei Störungen der Eisenaufnahme aus der Nahrung (z.B. bei verminderter Magensäurebildung, im

höheren Lebensalter).

Was sollte dazu beachtet werden?

Wenn die Blutarmut nicht durch Eisenmangel bedingt ist, ist Aktiferrin wirkungslos. In solchen

Fällen kann eine Verabreichung zu einer Eisenüberladung führen.

Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, sollte der zu niedrige Gehalt des Blutes an Eisen und an

Blutfarbstoff (Hämoglobin) vom Arzt bzw. von der Ärztin durch geeignete Untersuchungen bestätigt

worden sein.

Wann darf Aktiferrin nicht angewendet werden?

Bei Eisenüberladung, bei bestimmten Formen von Eisenverwertungsstörungen (wenn die

«Blutarmut» z.B. auf einer gestörten Verwertung des Eisens beruht), bei «Blutarmut», die nicht auf

Eisenmangel beruht, bei begründeter Unverträglichkeit (z.B. bei schweren entzündlichen

Veränderungen im Magen und im Darm), nach Bluttransfusionen sowie bei schweren Leber- und

Nierenerkrankungen darf Aktiferrin nicht eingenommen werden. Bei bekannter Überempfindlichkeit

gegenüber einem der Inhaltsstoffe.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.

Wann ist bei der Einnahme von Aktiferrin Vorsicht geboten?

Eisenmangel sollte immer unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden. Bei entzündlichen Magen-

oder Darmerkrankungen, bei krankhaft verzögerter Magenentleerung und bei gewissen anderen

Krankheiten des Magen-Darm-Kanals sollten Eisenpräparate mit Vorsicht und nur nach Rücksprache

mit dem Arzt bzw. der Ärztin eingenommen werden.

Gewisse Arzneimittel gegen Magenübersäuerung (Antazida) oder, gegen zu hohe Blutfettwerte

(Colestyramin), gewisse Schmerzmittel und Goldpräparate können die Eisenaufnahme

beeinträchtigen.

Die gleichzeitige Einnahme von Eisenpräparaten mit bestimmten Antibiotika (Tetrazykline,

Chinolone), mit dem Schilddrüsenhormon Thyroxin, mit Arzneimitteln gegen rheumatoide Arthritis

(Penicillamin), mit dem Blutdruckmittel Methyldopa oder mit bestimmten Parkinsonmittel

(Levodopa, Carbidopa) beeinträchtigt diese in ihrer Aufnahme.

Zwischen der Einnahme eines der obengenannten Arzneimittel und dem Eisenpräparat sollten

deshalb mehrere Stunden liegen.

Die schleimhautreizende Wirkung von Eisenpräparaten im Magen und im Darm kann durch die

gleichzeitige Einnahme gewisser entzündungshemmender Arzneimittel verstärkt werden.

Chronischer Alkoholmissbrauch kann über eine Erhöhung der Eisenaufnahme zu einer

Eisenüberladung führen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder

äusserlich anwenden, insbesondere Antibiotika.

Darf Aktiferrin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Aktiferrin sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der

Ärztin eingenommen werden.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das

Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel

verzichten oder den Arzt oder den Apotheker bzw. die Ärztin oder die Apothekerin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Aktiferrin?

Aktiferrin Suscaps

Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Kinder ab

3 Jahren täglich 1× 1 Suscaps.

Aktiferrin Tropfen

Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, erhalten Kleinkinder von 1–3 Jahren

täglich 2–3× 18 Tropfen, Säuglinge von 6–12 Monaten täglich 2–3× 13 Tropfen und Säuglinge bis

6 Monate täglich 1–3× 10 Tropfen.

Nach der Einnahme von Aktiferrin Tropfen sollen die Zähne sofort geputzt oder mit reichlich

Flüssigkeit gespült werden, da es sonst zu einer Verfärbung der Zähne kommen kann. Diese

Verfärbung ist harmlos und bildet sich bei normaler Zahnpflege wieder zurück.

Die Wirkung eines Eisenpräparates wird durch den gleichzeitigen Verzehr gewisser Nahrungsmittel

und Getränke (z.B. gewisse Gemüse, Kaffee, Schwarztee) stark herabgesetzt. Deshalb sollte

Aktiferrin möglichst vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Wenn Magenbeschwerden auftreten,

kann es auch zu oder nach den Mahlzeiten genommen werden.

Flasche senkrecht halten bei der Tropfenentnahme.

Die Einnahme von Aktiferrin muss meist über einen längeren Zeitraum erfolgen; über die genaue

Behandlungsdauer entscheidet in jedem einzelnen Fall der Arzt bzw. die Ärztin.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Aktiferrin haben?

Gelegentlich können leichte Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Magendruck, Erbrechen,

Verstopfung oder Durchfall auftreten. Sie verschwinden meist wieder, nachdem die Dosis reduziert

wurde. Die Dosis sollte jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin vermindert

werden.

Eine gelegentliche Schwarzfärbung des Stuhls ist ohne Bedeutung. Bei der Einnahme von

eisenhaltigen Arzneimitteln färbt sich der Stuhl aufgrund des nicht vom Körper vollständig

aufgenommenen Eisenanteils schwarz. Eine Verfärbung der Zähne lässt sich vermeiden, wenn die

Zähne sofort nach Einnahme des Präparates geputzt und gespült werden.

Selten sind auch allergische Reaktionen beobachtet worden.

Eine Überdosierung kann zu folgenden Störungen führen: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen,

Durchfall und nach einiger Zeit zu beschleunigtem Puls, Schwindel, Atemnot und Blauwerden der

Lippen und des Gesichts, in schweren Fällen zu unregelmässiger Atmung, Krämpfen und

Lähmungserscheinungen.

In solchen Fällen ist sofort der Arzt bzw. die Ärztin zu benachrichtigen und zu versuchen, ein

Erbrechen auszulösen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Aktiferrin Tropfen enthalten 2 Vol.-% Alkohol.

Da eine unversehrte Packung Aktiferrin (Suscaps oder Tropfen) eine Gesamtdosis Eisen enthält, die

auf einmal eingenommen, vor allem bei Kleinkindern zu einer schweren Vergiftung führen kann,

muss dieses Arzneimittel unbedingt ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Aktiferrin Suscaps

Nicht über 30 °C und vor Feuchtigkeit geschützt lagern. Nicht einfrieren und nicht im Kühlschrank

lagern.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Aktiferrin Tropfen

Nicht über 25 °C und vor Licht geschützt lagern. Nicht einfrieren und nicht im Kühlschrank lagern.

Nach Anbruch im Kühlschrank lagern und innerhalb von 30 Tagen aufbrauchen.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Durch Tropfen entstandene Flecken lassen sich auf Textilien mit einem Rostflecken-Entferner

entfernen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Aktiferrin enthalten?

Aktiferrin Suscaps

1 Suscaps enthält:

Wirkstoffe: Ferrum (Fe++) 34 mg (in Form von Ferrum sulfuric.). DL-Serinum 129 mg und

Hilfsstoffe.

Aktiferrin Tropfen

1 ml (= 13 Tropfen) enthält:

Wirkstoffe: Ferrum (Fe++) 10 mg (in Form von Ferrum sulfuric.). DL-Serinum 38 mg.

Hilfsstoffe: Konservierungsmittel: Kaliumsorbat (E 202).

Farbstoff: Caramel (E 150). Aromastoffe; Alkohol (2 Vol.-%).

Zulassungsnummer

37840, 40203 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Aktiferrin? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Aktiferrin Suscaps: Packungen zu 30 Suscaps.

Aktiferrin Tropfen: Packungen zu 30 ml Tropfen.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 4.2

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