Aktiferrin compositum - Kapseln

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Aktiferrin compositum - Kapseln
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 60 Monate,100 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Aktiferrin compositum - Kapseln
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Iron in other combination
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 16524
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-06-1979
  • Letzte Änderung:
  • 30-11-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Aktiferrin compositum - Kapseln

Wirkstoffe: Eisen(II)-sulfat, D,L-Serin und Folsäure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was sind Aktiferrin

compositum

– Kapseln und wofür werden sie angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Aktiferrin compositum

– Kapseln beachten?

3. Wie sind Aktiferrin compositum

– Kapseln einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie sind Aktiferrin compositum

– Kapseln aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind Aktiferrin

compositum – Kapseln und wofür werden sie angewendet?

Aktiferrin compositum-Kapseln sind geeignet zur Abdeckung des erhöhten Eisen- und Folsäurebedarfs

in der Schwangerschaft, in der der Eisenbedarf von etwa 2 mg täglich bis ungefähr 5 mg täglich sowie

der Folsäurebedarf von etwa 150 µg auf etwa 300 µg täglich ansteigt.

Das in Aktiferrin compositum-Kapseln enthaltene Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement des

Organismus.

Bestandteil

Blutfarbstoffs

vieler

wichtiger

Enzyme

Eisen

zahlreichen

Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Der Tagesbedarf liegt für Männer, Frauen nach dem Wechsel und Kinder bei 0,5 – 1 mg Eisen, für

Frauen vor dem Wechsel und Jugendliche bei etwa 1 – 2 mg, für Schwangere bei 2 – 5 mg und für

Säuglinge bei 0,5 – 1,5 mg. Bei einer durchschnittlichen Aufnahmequote von 10% ist mindestens die

10-fache Menge einzunehmen, um diesen Bedarf zu decken.

Folsäure erfüllt zahlreiche Aufgaben im Eiweißstoffwechsel des Organismus und ist unentbehrlich für

den Aufbau von biologischem Material wie Erbträgern (Genen), Botenstoffen im Gehirn, aber auch

Blutzellen wie roten Blutkörperchen. Der direkte Angriff am Aufbau bzw. Stoffwechsel der Gene

erklärt auch eine gewisse Schutzfunktion der Folsäure gegenüber schädigenden Einflüssen auf die

Keimzellen oder den Embryo. Bei schwangeren Frauen mit ausreichender Folsäurezufuhr wurde eine

deutlich verminderte Häufigkeit kindlicher Missbildungen festgestellt.

Der Tagesbedarf für Erwachsene liegt bei 0,15 - 0,2 mg Folsäure, bei schwangeren Frauen steigt er auf

ca. das Doppelte an.

Bei Mangel, z.B. infolge Fehlernährung oder erhöhtem Bedarf in der Schwangerschaft, muss Folsäure

zusätzlich zugeführt werden.

Aktiferrin

compositum

Kapseln

eignen

sich

Behandlung

Eisenmangelzuständen

nachgewiesenem Folsäuremangel, insbesondere in der Schwangerschaft.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Aktiferrin compositum

– Kapseln beachten?

Aktiferrin compositum

– Kapseln

dürfen nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen die Eisen(II)-sulfat, D,L-Serin und Folsäure, Soja, Erdnuss oder

einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

bei Eisenspeichererkrankungen (Hämochromatosen, Hämosiderose),

bei Blutarmut mit Störung der Eisenverwertung (sideroachrestische Anämie, Bleianämie,

Thalassämie),

bei anderen Formen der Blutarmut, die nicht auf Eisenmangel zurückzuführen sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Aktiferrin-Kapseln einnehmen.

wenn Sie diätetische oder andere Eisensalz-Ergänzungen erhalten, um das Risiko einer

möglichen Eisenüberdosierung zu vermeiden,

wenn Sie an Entzündungen oder Geschwüren der Magen-Darmschleimhaut leiden: das Risiko

einer Verschlimmerung Ihrer Magen-Darmerkrankung kann sich bei gleichzeitiger Einnahme

von Aktiferrin compositum

– Kapseln erhöhen. Ihr Arzt wird nach sorgfältiger Nutzen-/

Risikoabwägung entscheiden, ob Sie Aktiferrin compositum

– Kapseln einnehmen sollen.

Aufgrund des Risikos von Geschwüren im Mundbereich und Zahnverfärbungen dürfen die Kapseln

nicht gelutscht, zerkaut und im Mund gelassen werden, sondern sind im Ganzen mit ausreichend

Wasser

einzunehmen.

Falls

diesen

Anweisungen

nicht

folgen

können

oder

falls

Schluckbeschwerden haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Arzt

wird

gegebenenfalls

Ansprechen

Behandlung

Notwendigkeit

Fortführung der Eisen-Gabe durch eine Bestimmung verschiedener Laborwerte überprüfen.

Eine dunkle bis schwarze Verfärbung des Stuhls ist durch die Einnahme von Aktiferrin compositum

Kapseln bedingt und völlig harmlos.

Die Gabe von Folsäure in Tagesdosen von 1 mg und darüber kann bei perniziöser Anämie (Blutarmut

aufgrund

Vitamin

Mangel)

Normalisierung

Blutbildes

führen,

während

neurologischen Beschwerden fortschreiten. Deshalb wird der Arzt vor Behandlungsbeginn einen

Vitamin-B

-Mangel als Ursache der Blutarmut ausschließen.

Einnahme von Aktiferrin compositum

– Kapseln zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Werden Aktiferrin compositum

– Kapseln gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen, so

können sich diese in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.

Eisensalze

vermindern

Aufnahme

gleichzeitig

eingenommener

Arzneimittel.

Dazu

gehören

bestimmte

Antibiotika,

Tetrazykline,

Gyrasehemmer

Ciprofloxacin,

Levofoloxacin,

Norfloxacin,

Ofloxacin),

Biphosphonate,

Penicillamin

Arzneimittel

Behandlung

Schüttellähmung (Parkinson-Krankheit), wie Levodopa, Carbidopa und Methydopa.

Bei Patienten, die mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden, vermindern Eisensalze die Aufnahme

von Schilddrüsenhormonen (Thyroxin). Eisensalze vermindern die Aufnahme von Zink.

Gleichzeitige Einnahme von Vitamin E kann bei Kindern das Ansprechen auf Eisen vermindern.

Aufnahme

Eisen

wird

durch

gleichzeitige

Anwendung

Colestyramin

(blutfettsenkendes Arzneimittel), Arzneimitteln zur Verminderung der Magensäure (Aluminium-,

Magnesium-,

Kalzium-,

Wismut-hältig)

sowie

Kalzium-

Magnesium-Ergänzungspräparaten

herabgesetzt. Vitamin C oder Zitronensäure fördern die Eisenaufnahme.

gleichzeitige

Anwendung

Eisensalzen

bestimmten

entzündungshemmenden

Schmerzmitteln

(nichtsteroidale

Antirheumatika)

kann

Reizwirkung

Eisens

Schleimhaut des Magen-Darmtrakts verstärken.

Der Wirkeintritt von Eisen kann bei gleichzeitiger intravenöser Gabe (Verabreichung in die Vene) von

Chloramphenicol (bestimmtes Antibiotikum) verzögert sein.

Aktiferrin compositum-Kapseln sollten nicht innerhalb von 2-3 Stunden nach Verabreichung eines der

o.g.

Arzneimittel

eingenommen

werden.

Gegebenenfalls

wird

Arzt

Wirksamkeit

gleichzeitig gegebenen Arzneimittels medizinisch bzw. labordiagnostisch überwachen. Halten Sie

daher bitte die vom Arzt angeordneten Kontrollen ein.

Aufnahme

Eisen

kann

ferner

durch

Nahrungsbestandteile

vegetarischer

Kost

(Eisenkomplexbildner wie z. B. Phosphate, Phytate, Oxalate), schwarzen Tee, Kaffee, Eier und Milch

gehemmt werden.

Orale

Mittel

Empfängnisverhütung

(„Antibabypille“)

Mittel

Behandlung

Krampfanfällen (wie Phenytoin, Primidon, Barbiturate) und Pyrimethamin (Mittel gegen Malaria)

führen zu einer Senkung des Folsäurespiegels im Blut.

Chloramphenicol (Antibiotikum) kann das Ansprechen auf die Behandlung mit Folsäure behindern.

Einnahme von Aktiferrin compositum-Kapseln zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Einnahme

Aktiferrin

compositum-Kapseln

eine

halbe

Stunde

oder

zwischen

Mahlzeiten oder mit Vitamin C-haltigen Fruchtsäften verbessert die Aufnahme, bei Einnahme zu den

Mahlzeiten

allerdings

Magen-Darmverträglichkeit

besser

(siehe

Abschnitt

„Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“).

Schwarzer

Tee,

Kaffee,

Eier

Milch

hemmen

Eisenaufnahme

sind

daher

Einnahmeflüssigkeit nicht geeignet.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Studien zur Anwendung von Aktiferrin compositum-Kapseln in der Schwangerschaft ergaben keinen

Hinweis auf ein erhöhtes Risiko von Missbildungen beim Ungeborenen. Unerwünschte Wirkungen

nach Einnahme oraler Eisenpräparate in therapeutischen Dosierungen zur Behandlung von Blutarmut

Schwangerschaft

wurden

bisher

nicht

berichtet.

Schädigungen

Ungeborenen

Fehlgeburten wurden allerdings bei Eisenvergiftungen beobachtet. Aktiferrin compositum-Kapseln

sollten daher in der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn dies eindeutig angezeigt ist.

Aktiferrin compositum-Kapseln sollten in der Stillzeit nur dann angewendet werden, wenn dies

eindeutig angezeigt ist.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Aktiferrin compositum-Kapseln haben keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen

von Maschinen.

Aktiferrin compositum

– Kapseln enthalten Sorbitol

Bitte nehmen Sie Aktiferrin compositum

– Kapseln daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie sind Aktiferrin compositum

– Kapseln einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis 1mal täglich 1 Kapsel.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Kapseln im Ganzen mit ausreichend Wasser einnehmen (siehe auch Abschnitt 2 unter „Einnahme

von Aktiferrin compositum-Kapseln zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken“).

Die Kapseln dürfen nicht gelutscht, zerkaut und im Mund gelassen werden.

Dauer der Anwendung

Zur Korrektur eines Eisenmangels ist eine Eisengabe über einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen

erforderlich. Nach Normalisierung der Eisenwerte im Blut sollte die Behandlung mit Aktiferrin

compositum-Kapseln

für

einige

Wochen

fortgeführt

werden,

Eisenspeicher

Körper

aufzufüllen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Aktiferrin compositum-Kapseln einnehmen

sollen.

Wenn Sie eine größere Menge von Aktiferrin compositum

– Kapseln

eingenommen haben, als Sie

sollten

Bei Kleinkindern ist das Risiko einer akuten Eisenvergiftung besonders hoch; bereits ab einer Dosis

von 1g Eisensulfat sind lebensbedrohliche Vergiftungen möglich.

Deshalb sollen Eisenpräparate stets außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Bei versehentlicher Einnahme großer Mengen von Aktiferrin compositum-Kapseln treten zunächst

Übelkeit, starke Magenschmerzen, Durchfall und blutiges Erbrechen auf; in schweren Fällen kann es

zu Blaufärbung der Haut und Schleimhäute, Verwirrtheit, übermäßiger Steigerung der Atmung

(Hyperventilation) infolge Übersäuerung und Kreislaufversagen kommen. Nach ca. 4 - 6 Stunden tritt

oft eine scheinbare Verbesserung des Zustandes ein. Schließlich kann es nach 12 - 48 Stunden zu

einem tiefen Schock mit schwerer Atemfunktionsstörung (Cheyne-Stokes Atmung), verminderter

Harnausscheidung,

Gelbsucht

infolge

toxischer

Leberentzündung,

Leberversagen

Blutgerinnungsstörung kommen.

Unter Umständen sind Störungen seitens des zentralen Nervensystems wie Lähmungen, Krämpfe,

tiefe Bewusstlosigkeit (Koma) vorherrschend; selten Blutgerinnungsstörungen. Tödlicher Ausgang

meistens in der Phase des Schocks (Kreislaufversagen). In der Phase der Genesung (Rekonvaleszenz)

selten Verengungen im Magen-Darmbereich mit Beschwerden ähnlich denen bei Darmverschluss (wie

Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, heftige kolikartige Bauchschmerzen, Stuhlverhalten).

Wenn Sie zu viele Kapseln eingenommen haben oder ein Kind einige Kapseln geschluckt hat, wenden

sich

unverzüglich

einen

Arzt/Notarzt.

Dieser

kann

entsprechend

Schwere

Überdosierung

über

erforderlichen

Maßnahmen

entscheiden.

Halten

eine

Packung

Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Hinweis für den Arzt: Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende dieser Packungsbeilage.

Wenn Sie die Einnahme von Aktiferrin compositum

– Kapseln vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie statt dessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Aktiferrin compositum

– Kapseln abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es

hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen. Siehe auch Abschnitt 3

unter „Dauer der Anwendung“.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Aktiferrin compositum

– Kapseln

auftreten:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Insbesondere bei hoher Dosierung können leichte Magen-Darmbeschwerden wie Magendrücken,

Blähungen, Verstopfung oder Durchfall auftreten.

Die Einnahme mit den Mahlzeiten kann die

Häufigkeit

dieser

Nebenwirkungen

vermindern

(siehe

auch

Abschnitt

unter

„Einnahme

Aktiferrin compositum-Kapseln zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken“).

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Eisen kann allergische Hautreaktionen hervorrufen.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Folsäure

kann

allergische

Reaktionen

hervorrufen

(Hautrötung,

Juckreiz,

Krampf

Bronchialmuskulatur, Übelkeit).

Nach Dosen von über 15 mg Folsäure kann es zu Irritiertheit, Erregung, Schlafstörungen mit

Albträumen kommen. Bei Epileptikern können vermehrt Anfälle auftreten.

Folsäure kann zu Appetitlosigkeit, Bauchbeschwerden, Blähungen und bitterem Geschmack

im Mund führen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion)

Eisen

kann

Geschwüre

Mundbereich

verursachen

Zusammenhang

falscher

Anwendung, d.h. wenn die Kapseln gelutscht, zerkaut und im Mund gelassen werden). Bei

älteren Patienten und Patienten mit Schluckbeschwerden besteht zudem das Risiko von

Geschwüren im Bereich des Rachens, der Speiseröhre (die Verbindung zwischen Mund und

Magen) oder, falls die Kapseln in die Atemwege gelangen, Geschwüren im Bereich der

Bronchien (Hauptluftröhrenäste der Lunge).

Bestimmte Tests zum Nachweis von Blut im Stuhl können verfälscht werden. Vor einem solchen Test

sollen Aktiferrin compositum-Kapseln abgesetzt werden.

Hinweis

Eine dunkle bis schwarze Färbung des Stuhls ist durch die Einnahme von Aktiferrin compositum-

Kapseln bedingt und völlig harmlos.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie sind Aktiferrin compositum

– Kapseln aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Aktiferrin compositum

– Kapseln enthalten

Die Wirkstoffe sind Eisen(II)-sulfat, D,L-Serin und Folsäure.

1 Kapsel enthält:

Eisen(II)sulfat, getrocknet

104,27 – 109,12 mg

(entsprechend 34,5 mg zweiwertigem Eisen)

D,L- Serin

129,00 mg

Folsäure

0,61 – 0,66 mg

Die sonstigen Bestandteile sind:

Rueböl,

Gelbes

Wachs,

Sojabohnenöl

hydriert,

Sojabohnenöl

partiell

hydriert,

Sojalecithin,

Trockensubstanz aus Sorbitollösung 70% nicht kristallisierend, Glycerol 85%, Gelatine, Eisenoxid

schwarz E 172, Titandioxid E 171, Eisenoxid gelb E 172, Eisenoxid braun E 172, Eisenoxid rot E 172.

Wie Aktiferrin compositum

– Kapseln aussehen und Inhalt der Packung

Weichkapseln

Aktiferrin

compositum-Kapseln sind braune/dunkelbraune, längliche Weichgelatinekapseln, Größe 6

mit Aufdruck „Aktiferrin F“ und grau-gelber, öliger Paste als Inhalt.

Aktiferrin

compositum-Kapseln sind in Packungen mit 30 und 100 Stück erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

D-89143 Blaubeuren

Z.Nr.: 16.524

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2018.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Maßnahmen bei Überdosierung:

Die Resorption größerer Eisenmengen muss so früh wie möglich verhindert werden. Vor dem

Transport ins Krankenhaus Milch und rohes Ei zu trinken geben.

Symptomatische

Maßnahmen:

Erbrechen

induzieren,

Magenspülung

oder

Lavage

Natriumhydrogencarbonat oder Phosphatpufferlösung, Schock- und Acidosebekämpfung.

Spezifische

Therapie:

akuter

Eisen-Vergiftung

symptomatischen

Patienten

Serumeisenspiegeln

über

-350

µg/dl

Deferoxamin

(Desferal)

indiziert,

z.B.

kontinuierliche

intravenöse

Infusion

(Infusionsgeschwindigkeit

initial

15mg/kg

KG/h).

Für

Wirksamkeit der Behandlung ist eine intakte Harnausscheidung zur Elimination des Eisenkomplexes

Voraussetzung; bei Oligo-/Anurie ist daher eine Peritoneal- oder Hämodialyse angezeigt.

Atemhilfe, symptomatische Kreislaufhilfe; ggf. Schockbehandlung. Röntgenkontrolle der

Giftentfernung. Wiederholte Kontrolle des Serumeisenspiegels und der übrigen Serumparameter.

Besondere Möglichkeiten: bei schwerer Intoxikation DTPA = Ca-Diethylentriaminpentaazetat

parenteral.

Cave: Dimercaprol, da Bildung nephrotoxischer Komplexe.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

30-10-2018

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Active substance: Glycine, L-alanine, L-arginine, L-aspartic acid, L-cysteine, L-cystine, L-glutamic acid, L-histidine, L-lysine monohydrate, L-methionine, L-phenylalanine, L-proline, L-serine, L-threonine, L-tryptophan, L-tyrosine, taurine) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7277 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/100/18

Europe -DG Health and Food Safety