Agiolax mite (ohne Senna)

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Agiolax mite (ohne Senna) Granulat
  • Darreichungsform:
  • Granulat
  • Zusammensetzung:
  • plantaginis ovatae semen 3.25 g, plantaginis ovatae seminis tegumentum 110 mg, saccharum 855 mg, aromatica, excipiens ad granulatum pro 5 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Pflanzliches für Menschengebrauch

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Agiolax mite (ohne Senna) Granulat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Phytotherapeutika
  • Therapiebereich:
  • Zur Stuhlregulierung, bei Verstopfung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 42933
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-03-1980
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Agiolax® mite ohne Senna Granulat

MEDA Pharma GmbH

Pflanzliches Arzneimittel

Was ist Agiolax mite und wann wird es angewendet?

Agiolax mite ist ein pflanzliches Quell- und Gleitmittel aus Flohsamen und Flohsamenschalen

(Plantago ovata Samen und Samenschalen).

Agiolax mite wird angewendet zur sanften Anregung der Darmtätigkeit bei Reizkolon,

Divertikulose; Verstopfung bei Schwangerschaft und Wochenbett; Diät, Fastenkuren, Bettlägerigkeit

und Rekonvaleszenz; zur schonenden Darmentleerung bei Hämorrhoiden, Analfissuren; chronischer

Verstopfung. Agiolax mite bewirkt eine Stuhlvolumenvergrösserung im Darm. Die Inhaltsstoffe der

Granulatkörnchen quellen bei Wasseraufnahme um ein Vielfaches ihres Volumens auf. Dadurch

wird die Darmtätigkeit angeregt und ein geschmeidiger, weicher Darminhalt erzeugt.

Was sollte dazu beachtet werden?

Achten Sie auf genügend Flüssigkeitsaufnahme!

Bei gleichzeitiger Verabreichung von anderen Arzneimitteln kann eine verzögerte Aufnahme

stattfinden. Deshalb sollte vor der Anwendung von Agiolax mite ein Abstand von einer halben bis

einer Stunde nach der Einnahme von anderen Arzneimitteln eingehalten werden.

Dieses Arzneimittel enthält 0.9 g verwertbare Kohlenhydrate pro 5 g Granulat (ca. 1 Teelöffel).

Wenn Sie an Verstopfung leiden, sollten Sie

·ballaststoffreiche Nahrung (Gemüse, Früchte, Vollkornbrot) zu sich nehmen,

·viel und regelmässig Flüssigkeit einnehmen und

·auf körperliche Betätigung (Sport) achten!

Wann darf Agiolax mite nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen werden?

Agiolax mite darf nicht eingenommen werden bei Darmverschluss (Ileus), krankhaften Verengungen

im Magen-Darm-Trakt, Zwerchfellbruch (Hiatushernie), bei Bauchschmerzen unbekannter Ursache,

schwer einstellbarer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Kinder unter 6 Jahren dürfen Agiolax mite nicht einnehmen.

Quellmittel und darmbewegungshemmende Mittel gegen Durchfall, z.B. Diphenoxylat, Diphenoxin,

Loperamidhydrochlorid und Opiate dürfen nicht gleichzeitig verabreicht werden (Gefahr des

Darmverschlusses).

Wenn Sie unter chronischer Verstopfung leiden, empfiehlt es sich, den Arzt oder die Ärztin

aufzusuchen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin,

wenn Sie

·an andern Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Agiolax mite während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Agiolax mite darf während der Schwangerschaft und in der Stillzeit eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Agiolax mite?

Erwachsene: Abends nach dem Essen (spätestens 1 Std. vor dem Zubettgehen) 2 Teelöffel und bei

Bedarf zusätzlich 1 bis 2 Teelöffel vor dem oder zum Frühstück.

Kinder: ab 6 Jahren die halbe Dosis.

Granulat unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (mind. 150 ml, d.h. ein grosses Glas) einnehmen

(Wasser, Tee, Kaffee, Milch, Fruchtsaft). Das Granulat kann auch mit Joghurt vermischt

eingenommen werden. Zusätzlich sollte reichlich Flüssigkeit getrunken werden.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin

verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Agiolax mite haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Agiolax mite auftreten:

Gelegentlich können während der ersten Behandlungstage Blähungen und Völlegefühl auftreten.

Diese Beschwerden klingen aber im Verlauf der weiteren Anwendung ab. In seltenen Fällen können

Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautrötung, Jucken, Ekzem) auftreten. In diesem Falle ist sofort

ein Arzt bzw. eine Ärztin zu informieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern. Den Behälter fest verschlossen halten.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder

Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Bei chronischer Verstopfung empfiehlt es sich einen Arzt bzw. eine Ärztin aufzusuchen, der/die

möglicherweise eine ursächliche Behandlung durchführen kann.

Was ist in Agiolax mite enthalten?

5 g Granulat (ca. 1 Teelöffel) enthalten:

Indische Flohsamen (Plantaginis ovatae semen) 3,25 g,

Indische Flohsamenschalen (Plantaginis ovatae semenis tegumentum) 0,11 g.

Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe und Aromen (Kümmel-, Salbei, Pfefferminzöl).

5 g Granulat (ca. 1 Teelöffel) enthalten 0,9 g Saccharose.

Zulassungsnummer

42933 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Agiolax mite? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

In Packungen zu 250 g, 400 g und 1000 g Granulat.

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharma GmbH, 8021 Wangen-Brüttisellen.

Herstellerin

MADAUS GmbH, D-51101 Köln.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2006 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.