Aethoxysklerol 3 %

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Aethoxysklerol 3 % Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • macrogoli 9 äther laurilicus 30 mg, ethanolum, kalii und natrii phosphates oder Wasser zu iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Aethoxysklerol 3 % Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Varizenverödung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 33273
  • Berechtigungsdatum:
  • 02-10-1967
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Aethoxysklerol®

Zusammensetzung

Wirkstoff

Lauromacrogol 400 (Macrogoli 9 aether laurilicum)

Hilfsstoffe

Ethanol 96 % 42 mg/ 1 ml, Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat, Kaliumdihydrogenphosphat,

Wasser zur Injektion.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Zur intravenösen (Varizenverödung) Verabreichung

Zur streng submukösen (Hämorrhoidenverödung) Verabreichung

Aethoxysklerol 0,25%

Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 5 mg Lauromacrogol 400

(2.5 mg/ ml).

Aethoxysklerol 0,5%

Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 10 mg Lauromacrogol 400

(5 mg/ ml).

Aethoxysklerol 1%

Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 20 mg Lauromacrogol 400

(10 mg/ ml).

Aethoxysklerol 2%

Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 40 mg Lauromacrogol 400

(20 mg/ ml).

Aethoxysklerol 3%

Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 60 mg Lauromacrogol 400

(30 mg/ ml).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Verödung von Varizen aller Kaliber, Besenreiser und Hämorrhoiden (vorzugsweise I. und II. Grades)

mit unterschiedlichen Aethoxysklerol-Konzentrationen (0,25%–3%), je nach Grösse und Ausmass

der Varizen bzw. des zu sklerosierenden Bereichs.

Dosierung/Anwendung

Verabreichung nur durch spezialisierte Fachpersonen

Erwachsene

Übliche Dosierung

Aethoxysklerol ist streng intravenös zu injizieren (Varizenverödung) bzw. streng submukös

(Hämorrhoidenverödung).

Generell sollte die Dosis von 2 mg/kg Körpergewicht und Tag nicht überschritten werden.

Eine ausgedehnte Varicosis sollte immer in mehreren Sitzungen behandelt werden.

Bei Patienten, die zu Überempfindlichkeitsreaktionen neigen, sollte bei der 1. Behandlung nicht

mehr als 1 Injektion verabreicht werden. Je nach Behandlungsergebnis und Ausmass des zu

verödenden Areals können bei nachfolgenden Behandlungen unter Beachtung der Maximaldosis (2

mg/kg und Tag) mehrere Injektionen gegeben werden.

Varizenverödung

Je nach Dicke und Ausdehnung der Varizen wird Aethoxysklerol 0,25%, 0,5%, 1%, 2% oder 3%

angewendet.

Die Anzahl Wiederholungsbehandlungen (im Abstand von 1–2 Wochen) richtet sich nach dem

Ausmass der Varikose.

Dosierungen

Retikuläre Varizen: pro Injektion 0,1–0,3 ml Aethoxysklerol 0,25% oder 0,5%.

Kleine Varizen mit Durchmesser 1–3 mm: pro Injektion 0,1–0,3 ml Aethoxysklerol 1%.

Mittelgrosse Varizen mit Durchmesser von 2–4 mm und mehr: 1. Behandlung: Nur 1 Injektion zu

0,5–1 ml Aethoxysklerol 2% oder 3%. Bei nachfolgenden Behandlungen auch mehrere Injektionen

mit bis zu 2 ml/Injektion unter Beachtung der Maximaldosis (2 mg/kg und Tag).

Besenreiserverödung

Je nach Grösse des zu verödenden Areals pro Injektion 0,1–0,2 ml Aethoxysklerol 0,25% oder 0,5%

intravasal injizieren, bei Verödung der Zentralvenen 0,1–0,2 ml Aethoxysklerol 1%. Gelingt eine

Injektion in die Zentralvene nicht, ist Aethoxysklerol 0,25% oder 0,5% paravasal zu verabreichen.

Hämorrhoidenverödung

Pro Knoten 0,5–1,5 ml Aethoxysklerol 3% streng submukös injizieren. Ausnahme 11-Uhr-Knoten

bei Männern: maximal 0,5 ml injizieren.

In der ersten Behandlung gesamthaft maximal 2 ml verabreichen, in folgenden Sitzungen (Abstand

1–2 Wochen) maximal 3 ml Aethoxysklerol 3%.

Hinweise zur korrekten Anwendung

Wie alle Verödungsmittel darf Aethoxysklerol nie intraarteriell injiziert werden, da es sonst zu

schweren Nekrosen kommen kann, die zu einer Amputation zwingen können. Bei einem derartigen

Zwischenfall ist sofort ein Gefässchirurg hinzuzuziehen (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Varizenverödung

Streng intravenöse Injektion, nach Möglichkeit auch bei Besenreiservarizen.

Hämorrhoidenverödung

Streng submuköse Injektion oberhalb des Knotens.

Verödung retikulärer und kleiner Varizen, Besenreiservarizen oder deren Zentralvenen

Injektion mit feinsten Kanülen generell intravenös, nach Möglichkeit auch bei Besenreiservarizen.

Nur am horizontal gelagerten oder 30–45° über die Horizontallage angehobenen Bein injizieren.

Nach Abdecken der Injektionsstelle festen lokalen Kompressionsverband anlegen, bei

Besenreiservarizen für mindestens 2–3 Tage, sonst 5–7 Tage oder länger. Verband nur bei

hochgelagertem Bein abnehmen.

Der Patient sollte unmittelbar nach der Behandlung mindestens 30 Minuten lang gehen.

Verödung mittelgrosser und grosser Varizen

Injektionen streng intravenös und luftfrei ausführen.

Unabhängig vom Einstichmodus – am stehenden Patienten nur mit Kanüle oder am sitzenden

Patienten mit injektionsbereiter Spritze – soll nur am horizontal gelagerten oder 30–45° über der

Horizontallage angehobenen Bein injiziert werden.

Nach Abdecken der Injektionsstelle ist ein fester Kompressionsverband für 4–6 Wochen oder länger

anzulegen. Unmittelbar nach Anlegen des Verbandes soll der Patient mindestens 30 Minuten lang

gehen. Der Verband darf nur bei hochgelagertem Bein abgenommen werden und muss vor jedem,

wenn auch nur kurzfristigen Aufstehen wieder angelegt werden.

Bei grosskalibriger bzw. ausgedehnter Varikose ist eine mehrmonatige Kompressionsbehandlung mit

Kurzzugbinden, Kompressionsstrümpfen oder Kompressionshosen empfehlenswert. Zur

Gewährleistung eines rutschsicheren Sitzes des Verbandes, speziell am Oberschenkel und bei

konischen Gliedmassen, ist das Anlegen einer Schaumstoffbinde unter dem eigentlichen

Kompressionsverband zu empfehlen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von Aethoxysklerol, Injektionslösung bei Kindern und Jugendlichen

ist bisher nicht geprüft worden. Die Indikationen Beinvarizen und Hämorrhoiden sind bei Kindern

und Jugendlichen nicht indiziert.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

Varizenverödungen sind generell kontraindiziert bei Bettlägerigkeit, arterieller Verschlusskrankheit,

tiefer Venenthrombose, Diabetes mellitus, Nephritis, aktiver Tuberkulose und anderen fieberhaften

oder eitrigen Infektionen, akuten schweren Herzerkrankungen, allen Erkrankungen und Situationen,

die mit einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit einhergehen (z.B. hohes Lebensalter), sowie bei

allen Patienten, bei denen eine Kompressionstherapie kontraindiziert ist. Beinödeme sind vor der

Sklerosierung durch Kompressionstherapie zu entstauen.

Hämorrhoidenverödung ist bei akuten Entzündungen im Analbereich kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Zusätzlich zu den unter «Dosierung/Anwendung» aufgeführten «Hinweise zur korrekten

Anwendung» sind die folgenden Vorsichtsmassnahmen zu beachten:

Wegen nicht auszuschliessender Schockreaktion sollte generell bei einer Verödungsbehandlung die

Medikation für Gegenmassnahmen bereitliegen.

Ist versehentlich intraarteriell injiziert worden, sind folgende Massnahmen zu treffen: durch die

gleiche Kanüle 5–10 ml 1–2%iges Lidocain oder Mepivacain und Heparin 500 I.U. injizieren.

Ischämisches Bein in Watte packen, tief lagern und Patient vorsorglich hospitalisieren

(Gefässchirurgie).

Für alle Verödungsmittel gilt eine strenge Indikationsstellung im Gesichtsbereich, da es durch eine

intravasale Injektion zu einer Druckumkehr in den Arterien und damit zu einer irreversiblen

Augenstörung (Erblindung) kommen kann.

Bei Verödung in der Knöchelgegend sollte, um überschiessende Verödungsreaktionen zu vermeiden,

nur eine geringe Menge in niedriger Konzentration verabreicht werden. Auch sollte die Gefahr einer

versehentlich intraarteriellen Injektion in der Fussknöchelgegend berücksichtigt werden.

Interaktionen

Da Lauromacrogol 400 zugleich ein Lokalanästhetikum ist, besteht bei gleichzeitiger Gabe mit

Anästhetika die Gefahr der Verstärkung deren antiarrhythmischer Wirkung. Deshalb sollte nach

chirurgischer Entfernung der Stammvarizen eine Verödung der Seitenastvarizen erst im Abstand von

1–2 Tagen erfolgen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien zeigten keine Risiken für den Fötus.

Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten, im ersten Trimenon und nach

Woche 36 der Schwangerschaft sollte jedoch keine Sklerosierung durchgeführt werden.

Untersuchungen über den möglichen Übergang von Lauromacrogol 400 in die Muttermilch liegen

nicht vor. Sollte eine Sklerosierungsbehandlung während der Stillzeit erforderlich sein, so wird

empfohlen, das Stillen für 2–3 Tage zu unterbrechen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aethoxysklerol hat einen mässigen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu

bedienen (Schwindel, Kopfschmerzen. Übelkeit, Sehstörungen).

Unerwünschte Wirkungen

Häufigkeitsangaben

Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10`000,

<1/1000); sehr selten (<1/10`000).

Sklerosierung von Varizen

Die Injektion von Aethoxysklerol kann aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften oder der Art

der Applikation folgende Reaktionen hervorrufen:

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Systemische allergische Reaktionen (wie anaphylaktischer Schock, Quincke-Ödem oder

asthmatische Symptome).

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schmerzempfindung während der Injektion.

Sehr selten: Kopfschmerzen, Migräne, lokale Sensibilitätsstörungen, Geschmackssensationen

(metallischer oder pelziger Geschmack).

Augenerkrankungen

Sehr selten: Sehstörungen.

Herzerkrankungen

Sehr selten: Vasovagale Reaktionen (Kollaps, Bewusstlosigkeit, Verwirrung, Schwindel),

Herzklopfen, Blutdruckänderungen.

Gefässerkrankungen

Häufig: Lokale (an der Applikationsstelle) intravariköse Blutgerinnsel.

Häufig: Auftreten von Gefässen im Sklerosierungsbereich, die vor der Behandlung nicht zu sehen

waren (Matting, Neovaskularisation).

Gelegentlich: Oberflächliche Venenentzündungen (Periphlebitis, Thrombophlebitis).

Selten: Tiefe Beinvenenthrombosen unklarer Ursache, möglicherweise bedingt durch die

Grunderkrankung.

Sehr selten: Vasculitis.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Atembeschwerden und Druckgefühl in der Brust, Lungenembolie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr selten: Übelkeit.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautverfärbungen (Hyperpigmentierungen, seltener Hämatome und Ekchymose) an der

Applikationsstelle.

Gelegentlich: Lokale (an der Applikationsstelle) Gewebszerstörung (Nekrosen), insbesondere der

Haut und des darunter liegenden Gewebes (selten von Nerven) nach versehentlicher Injektion in das

umgebende Gewebe (paravasale Injektion), wobei sich das Risiko mit steigender Aethoxysklerol-

Konzentration und -Menge erhöht.

Lokale (an der Applikationsstelle) allergische und nichtallergische Hautreaktionen (z.B. Rötung,

Urtikaria, Schwellung, Induration)

Sehr selten: Hypertrichosis im Bereich der Sklerosierung.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Einzelfälle: Hitzegefühl, Fieber.

Sklerosierung von Hämorrhoiden

Die Injektion von Aethoxysklerol kann aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften oder der Art

der Applikation folgende Reaktionen hervorrufen:

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Systemische allergische Reaktionen (wie anaphylaktischer Schock oder Quincke-Ödem).

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Schmerzen, insbesondere bei Männern bei Sklerosierung im Bereich des 11 Uhr-Knotens

(Prostatabereich). Diese Schmerzen können 2–3 Tage lang andauern.

Sehr selten: Schwindelgefühl.

Herzerkrankungen

Sehr selten: Herz-Kreislaufreaktionen (z.B. Blutdrucksenkung).

Gefässerkrankungen

Selten: Blutungen (bei der Applikationsstelle).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr selten: Übelkeit.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Allergische und nichtallergische Haut- oder Schleimhautreaktionen (z.B. Urtikaria,

Induration, Juckreiz).

Selten: Nekrosen (lokal bei der Applikationsstelle, selten mit Ausdehnung in umliegende Gewebe).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr selten: Erektionsstörungen.

Überdosierung

Eine durch zu hohe Dosis oder Konzentration bewirkte Überdosierung kann lokale Nekrosen

bewirken, besonders bei paravenöser Applikation. Je nach Menge und Konzentration des injizierten

Aethoxysklerol werden in solchem Fall am gleichen Ort Procain 1% (0,5–2 ml) oder physiologische

Kochsalzlösung (5–20 ml) möglichst zusammen mit Hyaluronidase injiziert.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C05BB02

Wirkungsmechanismus

Die sklerosierende Wirkung von Lauromacrogol 400 in den Blutgefässen beruht primär auf einer

Endothelschädigung, die eine Thrombusbildung auslöst. Da Lauromacrogol 400 eine in vitro

nachweisbare, auf Proteindenaturierung beruhende antikoagulatorische Wirkung besitzt, wird zuerst

eine Thrombusbildung gebremst. Doch anschliessend erfolgt ein gesetzmässiges Wachstum des

Thrombus, das über etwa 7 Tage anhält.

Die Rekanalisation des Thrombus wird durch Anlegen eines Kompressionsverbandes verhindert. Es

erfolgt dessen erwünschte Umwandlung in einen fibrösen Narbenstrang und somit die Sklerosierung,

der Verschluss der Gefässwände. Bei paravasaler Applikation von Lauromacrogol 400 führt die

lokale Ödembildung zur Kompression der Varizen und narbigen Verfestigung.

Da Lauromacrogol 400 neben der sklerosierenden auch eine lokalanästhetische Wirkung hat, ist die

Sklerosierungsbehandlung mit Aethoxysklerol fast schmerzfrei.

Bei richtiger Wahl von Konzentration und Dosierung sowie korrekter Behandlungstechnik und

Nachsorge (Kompressionsbehandlung) ist Aethoxysklerol gut verträglich und bewirkt eine

zuverlässige und nachhaltige Verödung.

Pharmakokinetik

Bereits 12 Stunden nach intravenöser Applikation sind ca. 90% des verabreichten Lauromacrogol

400 aus dem Blut eliminiert. Auch nach wiederholter Gabe von Lauromacrogol 400 in den für eine

Sklerosierungstherapie üblichen Zeitintervallen ist eine Akkumulation auszuschliessen.

Nach einmaliger intravenöser Gabe wurden folgende Werte gefunden: Proteinbindung 64%,

terminale Eliminationshalbwertszeit 4 Stunden, Verteilungsvolumen 24,5 l, Gesamtclearance 11,7

l/h, renale Clearance 2,43 l/h und biliäre Clearance 3,14 l/h.

Präklinische Daten

Akute Toxizität

Die akute Toxizität von Lauromacrogol 400 wurde an mehreren Spezies getestet (siehe Tabelle). Den

LD50-Werten nach war Lauromacrogol 400 am meisten toxisch bei Kaninchen, gefolgt von

Meerschweinchen, Mäusen und Ratten.

Spezies

Intravenöse Gabe (mg/kg) Orale Gabe (mg/kg) Subkutane Gabe (mg/kg)

Maus

85 – 136

1170 – 3300

620 – 3800

Ratte

63 – 390

4150

954 – 1310

Meerschweinchen 38

Kaninchen

11 – 36

Die toxischen Dosen nach letalen und subletalen Dosen von Lauromacrogol 400 waren zwischen den

Spezies und zwischen den Applikationswegen vergleichbar, allerdings mit Unterschieden

hinsichtlich der Zeit bis zum Auftreten und der Intensität der Symptome. Am schnellsten und

schwersten traten die Symptome nach intravenöser Gabe auf, gefolgt von subkutaner und oraler

Gabe.

Alle Applikationswege von Lauromacrogol 400 führten zu einer dosisabhängigen lokalen Toxizität.

An den Einstichstellen fanden sich Akanthose, Nekrosen der Venenwand (die beabsichtigte

pharmakologische Wirkung), Schorfbildung, Abszedierung, Fibrosierung der Haut und Bildung von

Granulationsgewebe.

Applikation im Bereich der maximalen humanen Dosierung:

An Ratten und Kaninchen, denen 4 mg Lauromacrogol 400 pro kg Körpergewicht (das Doppelte der

Maximaldosis für die Krampfaderbehandlung beim Menschen) subkutan gegeben wurden, wurden

keine Anzeichen einer systemischen akuten Toxizität gesehen. Bei Kaninchen, denen 2 mg

Lauromacrogol 400 pro kg Körpergewicht (die Maximaldosis für die Krampfaderbehandlung beim

Menschen) intravenös gegeben wurde, traten ebenfalls keine Anzeichen einer systemischen akuten

Toxizität auf. Auch Ratten zeigten nach Gabe von 2 mg/kg Lauromacrogol 400 keine

Vergiftungserscheinungen.

Chronische Toxizität

Die Mehrfachapplikation von Lauromacrogol 400 wurde bei Mäusen, Ratten, Meerschweinchen,

Kaninchen und Hunden mit verschiedenen Applikationsarten untersucht. Anzeichen systemischer

Toxizität traten dosisabhängig nach Mehrfachgabe von Lauromacrogol 400 auf, aber die Symptome

verschwanden nach Beendigung der Applikation. Fast alle Tiere zeigten dosisabhängig Symptome an

der Injektionsstelle (Schwellung, Verhärtung, Nekrose, histologisch: Bindegewebsverhärtung,

Bildung von Granulationsgewebe, Bildung von Gefässkollateralen und perivaskulären

Schwellungen).

Nach wiederholter Gabe von Lauromacrogol 400 in höherer Dosierung (3 mg/kg und höher) traten

bei Ratten, Kaninchen und Hunden dosisabhängig Schläfrigkeit, erhöhter Speichelfluss und

verringertes Körpergewicht auf. Zusätzlich wurden bei Ratten Atemdepression, Dyspnoe, Ermüdung

und Ataxie beobachtet. Männliche Ratten, die mit 4 mg Lauromacrogol 400 pro Kilogramm

Körpergewicht und Tag oder mehr behandelt wurden, zeigten eine dosisabhängige Vergrösserung

des Lebergewichts. Die wiederholte Gabe von 8 mg/kg Lauromacrogol 400 führte bei Kaninchen zu

Krämpfen. Bei Hunden traten unmittelbar nach Injektion von 16 mg/kg Lauromacrogol 400

Erbrechen, Kotabgang, Bradykardie, Ataxie und Tremor auf. In den meisten Fällen verschwanden

die Symptome nach Beendigung der Zufuhr.

Pharmakodynamische Untersuchungen

Bei Untersuchungen am Meerschweinchen trat im Dosisbereich von 20–25 mg/kg i.v. temporäre

Bradykardie und ab 30 mg/kg ein Vorhofkammerblock auf. Bei der Ratte wurde ab 25 mg/kg

intrakardial eine Abnahme der Kontraktionskraft des Herzens und des enddiastolischen Aortendrucks

gefunden. An der anästhesierten Ratte bewirkten i.v.-Gaben von 10–40 mg/kg Blutdruckabfall,

Verringerung der Herzfrequenz und eine Zunahme der PQ-Zeit. Eine Dauerinfusion von 1

mg/kg/min Lauromacrogol 400 zeigte bei Kaninchen nach 5 min negativ inotrope und chronotrope

Wirkung.

Teratogenität, Mutagenität und Kanzerogenität

Untersuchungen zur Teratogenität, Mutagenität, Genotoxizität und Kanzerogenität ergaben keinen

Hinweis auf fruchtschädigende Wirkungen oder ein mutagenes/kanzerogenes Potential der Substanz.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nach dem Anbruch der Ampulle ist die verbleibende Injektionslösung fachgerecht zu entsorgen.

Hinweise zum Alkoholgehalt

1 ml Injektionslösung enthält 42 mg Ethanol.

Eine 2 ml Ampulle Aethoxysklerol 0,25%, 0,5%, 1%, 2%, resp. 3% enthält 0,084 g Ethanol (5 Vol.-

Zulassungsnummer

33273 (Swissmedic).

Packungen

Aethoxysklerol 0,25% Ampullen 5 × 2 ml. (B)

Aethoxysklerol 0,5% Ampullen 5 × 2 ml. (B)

Aethoxysklerol 1% Ampullen 5 × 2 ml. (B)

Aethoxysklerol 2% Ampullen 5 × 2 ml. (B)

Aethoxysklerol 3% Ampullen 5 × 2 ml. (B)

Zulassungsinhaberin

Recordati AG, 6340 Baar.

Herstellerin

Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH, D-65203 Wiesbaden.

Stand der Information

November 2017

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