Aequifusine

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Aequifusine Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • natrii chloridum, kalii chloridum, natrii dihydrogenophosphas dihydricus, magnesium, chloridum hexahydricum 0.305 g, natrii lactas entspricht Natrium Lactat Lösung 50% 5.156 g, glucose monohydricum Endwerte. Glukose anhydricum, antiox.: E 223 0.054 g, Säure hydrochloridum concentratum, Wasser ad iniectabilia q.s. die Lösung für 1000 ml. Endwerte. 837 kJ, Endwerte., Natrium-40.6 mmol, Kalium 20 mmol, magnesium 1.5 mmol, chloridum 34.1 mmol, phosphas 7 mmol, dl-lactas 23 mmol.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Aequifusine Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Parenterale Wasser- und Elektrolytzufuhr mit Kalorienzufuhr

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 29080
  • Berechtigungsdatum:
  • 20-09-1962
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Aequifusine®

B. BRAUN MEDICAL

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat-

Dihydrat, Magnesiumchlorid-Hexahydrat, Natriumlactat 50% m/m,

Glucose-Monohydrat.

Hilfsstoffe: Natriummetabisulfit, Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstofmenge pro Einheit

Infusionslösung zur Elektrolyt- und Flüssigkeitssubstitution

1000 ml Lösung enthalten:

Natriumchlorid (g) 0,584

Natriumdihydrogen-

phosphat-Dihydrat (g) 1,092

Natriumlactat 50% m/m (g) 5,156

Kaliumchlorid (g) 1,491

Magnesiumchlorid-

Hexahydrat (g) 0,305

Glucose-Monohydrat (g) 55

(entspr. wasserfreier

Glucose) (g) (50)

Wasser für Injektions-

zwecke q.s. ad (ml) 1000

Elektrolyte:

Natrium (mmol/l) 40,6

Kalium (mmol/l) 20,0

Magnesium (mmol/l) 1,5

Chlorid (mmol/l) 34,1

Phosphat (mmol/l) 7,0

Lactat (mmol/l) 23,0

pH 4,9

Titr. Acidität (mmol NaOH/l) 7,6

Energiegehalt (kJ/l) 837

(kcal/l) 200

Osmolarität (mOsm/l) 404

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Elektrolyt- und Flüssigkeitssubstitution.

Teilweise Deckung des Kohlenhydratbedarfs.

Dosierung/Anwendung

Die zu infundierende Flüssigkeitsmenge muss im Rahmen einer

Infusionstherapie zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung eines

ausgeglichenen Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes individuell

bestimmt werden.

Der Erhaltungsbedarf an Wasser und Elektrolyten sowie der

Minimalbedarf an Glucose wird durch 2,5 bis 3 Liter/Tag abgedeckt.

Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen sind nicht

geprüft.

Kontraindikationen

Hypotone Dehydratation, Hyperglykämie, Hyperhydratationszustände,

Hyperkaliämie, Alkalose.

Patienten mit Überempfindlichkeit auf Sulfite.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht bei bestehender Nieren- oder Herzinsufzienz und bei Diabetes

mellitus. Wegen des Gehalts an Lactat soll Aequifusine nicht Patienten

mit schweren Leberfunktionsstörungen oder anderen Schwerkranken

verabreicht werden, da in diesen Fällen ein erhöhtes Risiko der Bildung

einer Lactazidose besteht.

Eine zu rasche oder zu hohe Glucosezufuhr kann zur Hyperglykämie, u.U.

zum hyperosmolaren Koma führen. Gefährdet sind vor allem Patienten

mit einer Glucoseverwertungsstörung, z.B. Patienten mit latentem oder

manifestem Diabetes mellitus oder Patienten im

Postaggressionsstofwechsel.

Die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, der Säuren-/Basen-Haushalt und

der Blutzucker sollten genau überwacht werden.

Interaktionen

Schleifendiuretika und Thiazide verschlechtern die Glucosetoleranz;

dasselbe kann durch hormonale Kontrazeptiva bedingt sein.

Kaliumsparende Diuretika (z.B. Amilorid, Spironolacton, Triamteren)

können eine Hyperkaliämie fördern.

ACE-Hemmer (Enalapril, Captopril) können eine Hyperkaliämie fördern,

weil sie den Aldosteron-Spiegel senken.

Kalium kann die Wirksamkeit von Herzglykosiden verringern.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren

Frauen verfügbar.

Unter diesen Umständen soll das Medikament nur mit Vorsicht

verabreicht werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutrefend.

Unerwünschte Wirkungen

Ungleichgewichte der Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz sowie der

Säuren-Basen-Haushalt sind besonders bei Überdosierung möglich.

Besonders bei längerer Infusionstherapie kann es zu Venenreizungen

und Thrombophlebitis in der Nähe der Infusionsstelle kommen.

Dass in Aequifusine enthaltene Disulfit kann in seltenen Fällen und

insbesondere bei Asthmatikern z.T. schwere Reaktionen wie akuten

Asthmaanfall oder anaphylatischen Schock auslösen.

Siehe auch «Überdosierung».

Überdosierung

Abhängig vom Infusionsvolumen können Überdosierungen zu

Hyperkaliämie, Hyperglykämie, Hypervolämie, Hyperhydratation,

Laktazidose führen.

Therapie

Die Infusion sofort unterbrechen, wichtige physiologische Parameter

bestimmen und passende therapeutische Massnahmen einleiten.

Hypervolämie, Hyperhydratation

Forcierte Diurese.

Hyperkaliämie

EKG überwachen.

10%ige Kalziumchlorid- oder Kalziumglukonatlösung langsam i.v. (ca.

10–20 ml über 10 Min.), Natriumbikarbonat 8,4% (je nach

Stofwechsellage bis 250 ml), Glucose-Insulin-Therapie unter ständiger

Kontrolle der Glucosekonzentration im Plasma sowie des

Säuren-/Basenstatus.

Hyperglykämie

Insulin-Therapie.

Azidose

Alkalisierende Infusionslösung.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BB02

Elektrolyte mit Kohlenhydraten

Aequifusine ist eine sterile, pyrogenfreie Infusionslösung zur Deckung

des Normalbedarfes an Wasser und Elektrolyten sowie des

Minimalbedarfes an Glucose.

Pharmakokinetik

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Glucose

Distribution

Intra- und extrazellulär.

Metabolismus

Intravenös verabreichte Glucose unterliegt entweder dem Aufbau zu

Glykogen oder dem glykolytischen Abbau zu Pyruvat bzw. Lactat. Unter

aeroben Bedingungen wird Pyruvat vollständig zu Kohlendioxid und

Wasser oxidiert. Glucose dient ausserdem zur Aufrechterhaltung des

Blutzuckerspiegels und zur Biosynthese wichtiger Körperbestandteile.

Elimination

Die Endprodukte der vollständigen Oxidation von Glucose werden über

die Lunge (Kohlendioxid) und die Niere (Wasser) eliminiert. Die renale

Elimination von Glucose als solcher ist möglich, ausserhalb

pathologischer Stofwechselsituationen (z.B. Diabetes mellitus,

Postaggressionsstofwechsel), aber ohne quantitative Bedeutung.

Brennwert: 4,0 kcal/g, Oxidationswasser: 0,6 ml/g.

Natriumchlorid

Distribution: Extrazellulär.

Elimination: Nach der glomerulären Filtration wird Natrium unter der

Kontrolle der Mineralokortikoide in den Nierentubuli rückresorbiert oder

ausgeschieden, meist im Austausch mit Kalium.

Natrium-Tagesumsatz: 100–180 mmol.

Kaliumchlorid

Distribution: Zum grössten Teil intrazellulär.

Elimination: Die Elimination erfolgt hauptsächlich renal, aber auch mit

den Faeces.

Normale Osmolarität der extrazellulären Flüssigkeit: 280–300 mosm/l.

Lactat

Metabolismus: Lactat wird in 1–2 h zu Bicarbonat metabolisiert.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Glucose

Bei reduzierter Glucosetoleranz können Hyperglykämie und renale

Glucoseverluste auftreten. Diese Erscheinungen lassen sich jedoch in der

Regel durch Dosisreduzierung oder Insulingabe vermeiden.

Bei Hämodialysebehandlung ist zu beachten, dass die Glucoseverluste

etwa 8 g/l betragen, wenn eine glucosefreie Dialysefüssigkeit verwendet

wird. Bei der Hämofiltration sowie der Peritonealdialyse betragen die

Glucoseverluste etwa 1 g/l (bei Verwendung glucosefreier

Spülfüssigkeiten).

Präklinische Daten

Keine Angaben.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Es dürfen nur Medikamente zugegeben oder mit infundiert werden,

deren Kompatibilität mit der Lösung gründlich untersucht wurde.

Haltbarkeit

Nach Ablauf des mit «Exp.» bezeichneten Verfalldatums nicht mehr

anzuwenden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Hinweise für die Handhabung

Nur klare Lösungen und unbeschädigte Behälter verwenden.

Zulassungsnummer

29080 (Swissmedic).

Packungen

Aequifusine Lös Ecofac plus 10 × 500 ml. (B)

Aequifusine Lös Ecofac plus 10 × 1000 ml. (B)

Aequifusine Lös Glasf 6 × 1000 ml. (B)

Zulassungsinhaberin

B. Braun Medical AG, 6204 Sempach.

Stand der Information

April 2008.

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