Advate 250 U.I. (2 ml)

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Advate 250 U.I. (2 ml) Lyophilisat und Lösungsmittel zur intravenösen Injektion
  • Darreichungsform:
  • Lyophilisat und Lösungsmittel zur intravenösen Injektion
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: octocogum alfa 250 U. I., trehalosum dihydricum, histidinum, trometamolum, natrii chloridum, calcium chloridum dihydricum, polysorbatum 80, mannitolum, antiox.: l-glutathionum 0,4 mg für die Glas -, die Freigabe der Wasser iniectabilia 2 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Advate 250 U.I. (2 ml) Lyophilisat und Lösungsmittel zur intravenösen Injektion
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Hämophilie A

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56352
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-02-2004
  • Letzte Änderung:
  • 13-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von Baxalta Schweiz AG

ADVATE

Zusammensetzung

Wirkstoff: Octocogum alfa (Factor VIII coagulationis humanus (ADNr))

Hilfsstoffe: Mannitolum, Natrii chloridum, Histidinum, Trehalosum, Calcii chloridum,

Trometamolum, Polysorbatum 80, Antiox.: Glutathionum 0.4 mg

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lyophilisat und Lösungsmittel zur intravenösen Injektion.

ADVATE 250

Das Lyophilisat enthält nominell: 250 I.E. / Durchstechflasche

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia 2 ml bzw 5 ml

ADVATE 500

Das Lyophilisat enthält nominell: 500 I.E. / Durchstechflasche

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia 2 ml bzw 5 ml

ADVATE 1000

Das Lyophilisat enthält nominell: 1000 I.E. / Durchstechflasche

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia 2 ml bzw 5 ml

ADVATE 1500

Das Lyophilisat enthält nominell: 1500 I.E. / Durchstechflasche

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia 2 ml bzw 5 ml

ADVATE 2000

Das Lyophilisat enthält nominell: 2000 I.E. / Durchstechflasche

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia 5 ml

ADVATE 3000

Das Lyophilisat enthält nominell: 3000 I.E. / Durchstechflasche

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia 5 ml

Nach Auflösen im mitgelieferten 2 ml Lösungsmittel enthalten ADVATE 250, 500, 1000 und 1500

respektiv nominell 125, 250, 500 und 750 I.E./ml.

Nach Auflösen im mitgelieferten 5 ml Lösungsmittel enthalten ADVATE 250, 500, 1000, 1500,

2000 und 3000 respektiv nominell 50, 100, 200, 300, 400 und 600 I.E./ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A (kongenitaler Faktor

VIII-Mangel).

ADVATE enthält keine pharmakologisch wirksamen Mengen des von Willebrand-Faktors und ist

daher nicht zur Behandlung des von Willebrand-Jürgens-Syndroms geeignet.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung muss unter Überwachung eines mit der Therapie von Hämophilie A vertrauten

Arztes erfolgen.

Dosierung

Dosierung und Dauer der Substitutionstherapie richten sich nach dem Schweregrad des Faktor VIII-

Mangels, nach dem Ort und dem Ausmass der Blutung und dem klinischen Zustand des Patienten.

Die verabreichten Faktor VIII-Einheiten werden in Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben,

entsprechend dem WHO-Standard für Faktor VIII-Produkte. Die Faktor VIII-Aktivität im Plasma

wird entweder als Prozentsatz (relativ zum normalen menschlichen Plasma) oder in I.E. (relativ zum

Internationalen Standard für Faktor VIII im Plasma) angegeben.

Eine I.E. der Faktor VIII-Aktivität entspricht der Menge an Faktor VIII in einem Milliliter normalem

menschlichen Plasma. Die Berechnung der erforderlichen Dosis von Faktor VIII basiert auf dem

empirischen Befund, dass 1 I.E. Faktor VIII pro kg Körpergewicht die Faktor VIII-Aktivität im

Plasma um 2 I.E./dl erhöht. Die erforderliche Dosis wird mit folgender Formel berechnet:

Erforderliche Einheiten (I.E.) = Körpergewicht (kg) x gewünschter Faktor VIII-Anstieg (%) x 0,5

Bei folgenden hämorrhagischen Ereignissen soll die Faktor VIII-Aktivität im entsprechenden

Zeitraum nicht unter die angegebenen Plasmaspiegel (in % der Norm oder in I.E./dl) sinken. Die

folgende Tabelle enthält Richtwerte für die Dosierung bei Blutungen und chirurgischen Eingriffen:

Tabelle 1

Grad der Blutung / Art des

chirurgischen Eingriffes

Erforderlicher Faktor

VIII Plasmaspiegel

(% oder I.E./dl)

Häufigkeit der Dosierung (Stunden) /

Behandlungsdauer (Tage)

Blutung

Gelenkblutung im

Frühstadium,

Muskelblutungen oder

Blutungen im Mund

Ausgeprägtere

Gelenkblutung,

Muskelblutung oder

Hämatom

Lebensbedrohliche

Blutungen

20 – 40

30 – 60

60 – 100

Injektion alle 12 – 24 Stunden für mind. 1 Tag,

bis die Blutung – angezeigt durch das

Verschwinden der Schmerzen – steht oder

Heilung erreicht ist.

Injektion alle 12 – 24 Stunden für 3 – 4 Tage

oder länger wiederholen, bis die Schmerzen und

die akute Beeinträchtigung beseitigt sind.

Injektion alle 8 – 24 Stunden wiederholen bis

die Gefahr für den Patienten vorüber ist.

Chirurgische Eingriffe

Kleinere Eingriffe

Einschliesslich

Zahnextraktion

Grössere Eingriffe

30 – 60

80 – 100

(prä- und

postoperativ)

Alle 12 Stunden für mind. 1 Tag bis die

Wundheilung erreicht ist.

Injektion alle 8 – 24 Stunden bis zu

angemessener Wundheilung wiederholen, dann

Therapie für noch mind. 7 Tage fortsetzen, um

eine Faktor VIII-Aktivität von 30 – 60% (I.E./dl)

aufrecht zu erhalten.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Dosis und Häufigkeit der Verabreichung sollen entsprechend der klinischen Wirksamkeit des

Produktes im Einzelfall angepasst werden. Unter bestimmten Umständen (Anwesenheit eines „Low-

responder“-Inhibitors) können höhere Dosierungen notwendig sein.

Während des Behandlungsverlaufes wird zur Steuerung der zu verabreichenden Dosis und der

Häufigkeit der Injektionen eine angemessene Bestimmung der Faktor VIII-Plasmaspiegel empfohlen.

Besonders bei grösseren chirurgischen Eingriffen oder bei lebensbedrohlichen Blutungen ist eine

genaue Überwachung der Substitutionstherapie durch Bestimmung der Faktor VIII-Aktivität im

Plasma unerlässlich. Einzelne Patienten können sich in ihrer Reaktion auf Faktor VIII unterscheiden,

verschiedene in vivo Recovery erreichen und unterschiedliche Halbwertszeiten aufweisen.

Zur Dauersubstitution von Blutungen bei Patienten mit schwerer Hämophilie A sollen Dosen

zwischen 20 – 40 I.E. von Faktor VIII pro kg Körpergewicht im Abstand von 2 – 3 Tagen gegeben

werden. In manchen Fällen, besonders bei jüngeren Patienten, können kürzere Dosierungsabstände

oder höhere Dosen erforderlich sein.

Patienten mit Inhibitoren

Patienten sollten regelmässig auf die Bildung von Inhibitoren gegen Faktor VIII überwacht werden.

Falls die erwarteten Faktor VIII-Plasmaaktivitäten nicht erreicht werden oder die Blutung mit einer

angemessenen Dosis nicht beherrscht wird, muss ein Inhibitortest durchgeführt werden. Bei

Patienten mit hohen Inhibitorwerten, wenn die Faktor VIII-Therapie nicht effektiv ist, müssen andere

therapeutische Massnahmen erwogen werden. Diese Therapien sollten nur von Ärzten durchgeführt

werden, die über Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Hämophilie verfügen. Siehe auch

’’Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen’’.

Art der Anwendung

ADVATE wird intravenös verabreicht. Im Allgemeinen erfolgt die intravenöse Injektion als Bolus

über einen Zeitraum von ≤5 Minuten. Die Verabreichungsgeschwindigkeit richtet sich nach dem

Befinden des Patienten, wobei eine maximale Injektionsrate von 10 ml/min nicht überschritten

werden sollte.

Im Interesse des Patienten wird empfohlen, möglichst jede Verabreichung von ADVATE mit

Produktnamen und Chargennummer zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Patient

und Produktcharge herzustellen.

Anweisungen zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt ’’Hinweise

für die Handhabung’’.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem arzneilich wirksamen Bestandteil, einem der Hilfsstoffe sowie

Maus- oder Hamsterproteinen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überempfindlichkeit

Wie bei allen intravenösen Substanzen können allergische Überempfindlichkeits-reaktionen

auftreten. Das Produkt enthält Spuren von Maus- und Hamsterproteinen. Es sind Fälle von

allergischen Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Anaphylaxie, nach Anwendung von ADVATE

bekannt, welche sich durch Schwindel, Parästhesien, Hautausschlag, Hitzegefühl, Schwellungen des

Gesichts, Urtikaria und Juckreiz bemerkbar machen. Die Patienten sollen über die Anzeichen einer

Überempfindlichkeitsreaktion vom Soforttyp, wie Ausschlag, Juckreiz, generalisierte Urtikaria,

Angioödem, Hypotonie (z. B. Schwindel oder Synkope), Schock und akute respiratorische

Beschwerden (z.B. Engegefühl in der Brust, Keuchatmung) aufgeklärt sein. Wenn diese Symptome

auftreten, sollen die Patienten die Behandlung sofort abbrechen und ihren Arzt kontaktieren. Im Fall

eines anaphylaktischen Schocks soll eine Schocktherapie nach aktuellem medizinischem Standard

durchgeführt werden.

Inhibitoren

Die Bildung von neutralisierenden Antikörpern (Inhibitoren) gegen Faktor VIII ist eine bekannte

Komplikation bei der Behandlung von Patienten mit Hämophilie A. Diese Inhibitoren sind stets

gegen die prokoagulatorische Aktivität von Faktor VIII gerichtete IgG Immunglobuline, die in

Bethesda Einheiten (B.E.) pro ml Plasma mittels modifiziertem Bethesda Assay quantifiziert werden.

Bei Patienten, die Inhibitoren gegen Faktor VIII bilden, manifestiert sich dieser Zustand als eine

unzureichende klinische Antwort. In diesen Fällen wird empfohlen, ein Hämophilie-Zentrum zu

besuchen. Das Risiko, Inhibitoren zu entwickeln, korreliert mit dem Ausmass der Exposition

gegenüber dem Faktor VIII, wobei das Risiko innerhalb der ersten 20 Expositionstage am grössten

ist und von genetischen und sonstigen Faktoren abhängt. In seltenen Fällen können sich Inhibitoren

nach den ersten 100 Expositionstagen bilden.

Bei zuvor unbehandelten pädiatrischen Patienten (PUPs) die mit Faktor VIII Produkten behandelt

wurden, liegt die Gesamtinzidenz von Inhibitorenbildung bei 3% bis 13% bei leichter bis

mittelschwerer Hämophilie und etwa bei 30% in Patienten mit schwerer Hämophilie.

Bei vorbehandelten Patienten (PTPs) mit mehr als 100 Expositionstagen und anamnestisch bekannter

Inhibitorenwirkung wurde, nach Umstellung von einem rekombinanten Faktor VIII-Produkt auf ein

anderes, das Wiederauftreten von (niedrigtitrigen) Inhibitoren beobachtet. Es wird deshalb

empfohlen, Patienten, die mit ADVATE behandelt wurden, sollten sorgfältig klinisch und mit

geeigneten Labortests hinsichtlich der Entwicklung von Inhibitoren zu überwachen.

Katheterbedingte Komplikationen bei der Behandlung

Falls ein zentralvenöser Zugang erforderlich sein sollte, ist auf Komplikationen, z. B. lokale

Infektionen, Bakteriämie und Katheterthrombose zu achten.

Interaktionen

Wechselwirkungen von ADVATE mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Schwangerschaft, Stillzeit

Reproduktionsstudien an Tieren wurden mit ADVATE nicht durchgeführt. Aufgrund des seltenen

Auftretens der Hämophilie A bei Frauen liegen über die Anwendung von ADVATE während der

Schwangerschaft und Stillzeit keine Erfahrungen vor. Deshalb muss in der Schwangerschaft und

Stillzeit der Nutzen der ADVATE-Behandlung gegen das mögliche Risiko für Mutter und Kind

sorgfältig abgewogen werden und ADVATE darf nur bei eindeutiger Indikationsstellung angewendet

werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

ADVATE hat einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit

Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Während klinischer Studien mit ADVATE wurden insgesamt 93 Nebenwirkungen (ADRs) bei 45

von 418 behandelten Patienten angezeigt. Die bei der grössten Zahl Patienten auftretenden

Nebenwirkungen waren Inhibitoren gegen Faktor VIII, Kopfschmerzen und Fieber. Von den

insgesamt 93 kausal mit Advate zusammenhängenden Nebenwirkungen wurden keine bei

Neugeborenen beobachtet, 30 wurden bei 20/60 Kleinkindern, 7 bei 3/68 Kindern, 10 bei 5/38

Jugendlichen und 46 bei 17/147 Erwachsenen gemeldet.

Häufigkeit der Nebenwirkungen in klinischen Studien sowie aus spontanen Meldungen

Die Häufigkeit wurde ermittelt unter Verwendung der folgenden Kriterien: sehr häufig (≥ 10%),

häufig (≥1% bis <10%), gelegentlich (≥0.1% bis<1%), selten (≥0.01% bis <0.1%), sehr selten

(<0.01%), Einzelfälle (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Infektionen

Gelegentlich: Influenza, Laryngitis

Blut- und Lymphsystem

Häufig: Faktor VIII Hemmung

Gelegentlich: Lymphangitis

Herz

Gelegentlich: Palpitationen

Immunsystem

Einzelfälle: anaphylaktische Reaktion, Überempfindlichkeit, Schwellung des Gesichts

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen

Gelegentlich: Schwindelgefühl, Geschmacksstörung, Migräne, Erinnerungsvermögen eingeschränkt,

Tremor, Synkope

Augen

Gelegentlich: Augenentzündung

Gefässe

Gelegentlich: Hitzewallung, Hämatom, Blässe

Atmungsorgane

Gelegentlich: Dyspnoe

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich: Diarrhoea, Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Erbrechen

Haut

Gelegentlich: Hyperhidrosis, Pruritus, Ausschlag, Urtikaria

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Fieber

Gelegentlich: Brustkorbschmerz, Brustkorbbeschwerden, Periphere Ödeme, Schüttelfrost, Anomales

Gefühl, Hämatom an der Gefässpunkturstelle

Einzelfälle: Reaktionen an der Injektionsstelle, Ermüdung, Unwohlsein

Untersuchungen

Gelegentlich: Haematokritabfall, auffällige Laborwerte, Blutgerinnungsfaktor VIII Abfall,

Monozytenzahl erhöht (Der unerwartete Abfall des Blutgerinnungsfaktor VIII-Spiegels trat

postoperativ (10. – 14. postoperativer Tag) bei einem Patienten unter kontinuierlicher ADVATE

Infusion auf. Die Blutgerinnung wurde während der ganzen Zeit aufrechterhalten und sowohl die

Faktor VIII-Spiegel im Plasma als auch die Clearance Rate zeigten am 15. postoperativen Tag

wieder ausreichende Werte. Nach Beendigung der kontinuierlichen Infusion wurden Tests auf Faktor

VIII-Inhibitoren durchgeführt und waren am Ende der Studie negativ.)

Einzelfälle: Erhöhte Anzahl eosinophiler Granulozyten

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Gelegentlich: Komplikationen nach der Behandlung, Blutung nach der Behandlung, Reaktion am

Verabreichungsort

Beschreibung einzelner Nebenwirkungen

Inhibitorenentwicklung

In einer abgeschlossenen unkontrollierten Studie bildeten 16 von 45 (35.6%) nicht vorbehandelte

Patienten mit schwerer Hämophilie A (FVIII < 1 %) nach mindestens 25 Tagen Exposition

gegenüber FVIII FVIII-Hemmkörper: 7 Probanden (15,6 %) entwickelten hochtitrige, 9 (20 %)

niedrigtitrige Inhibitoren, von denen einer als transienter Inhibitor eingestuft wurde.

Riskofaktoren für die Bildung von Inhibitoren waren in dieser Studie z.B. nicht-kaukasische

Abstammung, häufiges Auftreten von Inhibitoren in der Familie und intensive Behandlung mit hohen

Dosen an den ersten 20 Expositionstagen. Bei den 20 Probanden, die keines dieser erhöhten Risiken

hatten, traten keine Inhibitoren auf.

Die Neoantigenität von ADVATE wurde an zuvor behandelten Patienten beurteilt. Bei klinischen

Studien mit ADVATE an 276 Patienten, davon Kinder (Alter: ≤ 2 Jahre bis < 12 Jahre), Jugendliche

(≤12 Jahre bis < 16 Jahre) und Erwachsene (Alter: ≥ 16 Jahre) mit diagnostizierter schwerer bis

mittelschwerer Hämophilie A (FVIII ≤ 2 %) und vorheriger Exposition gegenüber Faktor-VIII-

Konzentraten (≥ 150 Tage bei Erwachsenen und ältere Kinder und > 50 Tage bei Kinder mit einem

Alter < 6 Jahre) zeigte nur ein Proband nach 26-tägiger ADVATE-Exposition einen niedrigen

Inhibitortiter (2,4 B.E. im modifizierten Bethesda-Assay). Nachfolgende Inhibitortests an diesem

Probanden nach Ausschluss aus der Studie waren negativ.

Reaktionen auf herstellungsbedingte Rückstände

Die Immunantwort der Probanden auf Spuren von kontaminierenden Proteinen wurde durch die

Untersuchung der Antikörpertiter gegen diese Proteine, Laborparameter und gemeldete

Nebenwirkungen analysiert. Von den 182 behandelten, auf Antikörper gegen CHO-Zellprotein

getesteten Probanden zeigten 3 in der linearen Regressionsanalyse einen statistisch signifikanten

Aufwärtstrend der Titer. 4 dieser Patienten wiesen anhaltende Peaks oder vorübergehende Spitzen

auf. 1 Proband zeigte sowohl einen statistisch signifikanten Aufwärtstrend als auch einen

anhaltenden Peak des Antikörperspiegels gegen CHO-Zellprotein, ansonsten traten jedoch keinerlei

Anzeichen oder Symptome auf, die auf eine allergische Reaktion oder eine Überempfindlichkeit

hinwiesen. Von den 182 behandelten, auf Antikörper gegen murines IgG getesteten Probanden

zeigten 10 in der linearen Regressionsanalyse einen statistisch signifikanten Aufwärtstrend der Titer.

2 der Patienten wiesen einen anhaltenden Peak oder eine vorübergehende Spitze auf. 1 Proband

zeigte sowohl einen statistisch signifikanten Aufwärtstrend als auch einen anhaltenden Peak der

Antikörperspiegel gegen murines IgG. Bei vier der Probanden wurde vereinzelt über das Auftreten

von Urtikaria, Pruritus, Hautausschlag und erhöhte Anzahl eosinophiler Granulozyten bei mehreren

wiederholten Produktexpositionen im Rahmen der Studie berichtet.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Überempfindlichkeitsreaktionen vom allergischen Typ einschliesslich Anaphylaxie äussern sich in

Schwindel, Parästhesien, Hautausschlag, Hitzegefühl, Schwellungen des Gesichts, Urtikaria und

Juckreiz.

Kinder und Jugendliche

Ausser bei der Entwicklung von Inhibitoren bei zuvor unbehandelten pädiatrischen Patienten (PUPs)

und katheterbedingten Komplikationen wurden in den klinischen Studien keine altersspezifischen

Unterschiede bei den ADRs beobachtet.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B02BD02 (Gerinnungsfaktor VIII)

Der Faktor VIII / von-Willebrand-Faktor-Komplex besteht aus zwei Molekülen (Faktor VIII und von

Willebrand Faktor) mit unterschiedlichen physiologischen Funktionen.

ADVATE enthält rekombinanten Blutgerinnungsfaktor VIII, ein Glycoprotein, mit einer dem

menschlichen Faktor VIII vergleichbaren Aminosäuresequenz und mit posttranslationellen

Modifikationen, die mit denen der aus Plasma hergestellten Produkte vergleichbar sind.

Der rekombinante Blutgerinnungsfaktor VIII wird aus genetisch veränderten Ovarialzellen des

chinesischen Hamsters (CHO), die das menschliche Blutgerinnungsfaktor VIII-Gen enthalten,

hergestellt. ADVATE enthält Spuren von murinem IgG, CHO-Zellprotein und rekombinantem von

Willebrand-Faktor (siehe „Kontraindikationen“).

Die Aktivität (I.E.) wird unter Verwendung eines chromogenen Tests gegen einen hausinternen

Standard, der auf den 6. WHO-Standard referenziert, ermittelt. Die spezifische Aktivität beträgt etwa

4000 – 10000 I.E./mg Protein.

ADVATE ist ein steriles, pyrogenfreies und lyophilisiertes Präparat, das keine Konservierungsstoffe,

tierische oder humane Zusatzstoffe enthält.

ADVATE ist ein Glycoprotein, das aus 2332 Aminosäuren mit einem Molekulargewicht von ca. 280

kD besteht. Wird einem Hämophilie A Patienten Faktor VIII injiziert, so bindet sich dieser im

Blutkreislauf an den von Willebrand-Faktor. Der aktivierte Faktor VIII wirkt als Cofaktor für den

aktivierten Faktor IX und beschleunigt die Bildung von aktiviertem Faktor X aus Faktor X. Der

aktivierte Faktor X wandelt Prothrombin in Thrombin um. Dieses setzt dann Fibrin aus Fibrinogen

frei, und die Gerinnselbildung kann erfolgen.

Hämophilie A ist eine geschlechtsgebundene erbliche Störung der Blutgerinnung aufgrund

erniedrigter Faktor VIII Spiegel. Dies führt, entweder spontan oder in Folge unfallbedingter oder

chirurgischer Traumata zu starken Blutungen in Gelenken, Muskeln

oder inneren Organen. Durch die Substitutionstherapie werden die Faktor VIII-Plasmaspiegel erhöht,

wodurch eine vorübergehende Korrektur des Faktor VIII-Mangels und der Blutungsneigung erfolgt.

Hämostatische Wirksamkeit

In der Schlüsselstudie der Phase II/III wurden insgesamt 107 mit FVIII vorbehandelte Patienten

(mindestens 150 Expositionstage mit verschiedenen aus Plasma gewonnenen und rekombinanten

FVIII-Präparaten) mit schwerer oder mittelschwerer Hämophilie A im Alter von mehr als 10 Jahren

eingeschlossen und prophylaktisch behandelt. Unter einer Standardprophylaxe (25-40 IU/kg, 3-

4x/Woche) zeigte sich eine jährliche Blutungsrate von 4.1 (spontan) respektive 4.7 (traumabedingt).

Bei Therapiecompliance betrug die jährliche Spontanblutungsrate 3.3 (vs. 5.2), die traumabedingte

Blutungsrate 3.4 (vs. 10). Insgesamt wurden 510 Blutungsepisoden mit ADVATE behandelt. Die

hämostatische Wirksamkeit wurde bei 86% (439/510) als ausgezeichnet oder gut bewertet.

Insgesamt 93% (473) der Blutungsepisoden wurden mit 1-2 Injektionen behandelt. Bei einer

mittleren Expositionsdauer von 117 Tagen wurde ein transienter Low-Titer-Inhibitor (nach 26

Expositionstagen) festgestellt.

In der Phase II/III Fortsetzungsstudie mit 82 Studienteilnehmern, die die Schlüsselstudie

abgeschlossen hatten, traten bei 70 von 81 Patienten 837 Blutungsepisoden auf. Die hämostatische

Wirksamkeit von ADVATE wurde bei 673 Blutungen (80.4%) mit ausgezeichnet oder gut bewertet.

23 Blutungsepisoden waren nicht auswertbar (keine Angabe bzw. keine Behandlung notwendig). Bei

737 Blutungsepisoden (88%) genügten 1-2 Injektionen. Unter der Standardprophylaxe (n = 54,

mindestens 1 Infusion) zeigte sich eine jährliche Blutungsrate von 1.74 (spontan) respektive 3

(traumabedingt); unter modifizierter Prophylaxe (n = 53, mind. 1 Infusion) betrug die jährliche

Blutungsrate 1.45 (spontan) respektive 2 (traumabedingt). Die jährliche Blutungsrate bei „on-

demand“ Regime (n = 9) betrug 18.47. Wie in der Schlüsselstudie war die Blutungsrate bei

Compliance niedriger als bei Noncompliance. Bei einer mittleren Expositionsdauer von 246 Tagen

wurden keine Inhibitoren festgestellt.

In einer Studie mit 53 vorbehandelten Kindern (mindestens 50 Expositionstage mit verschiedenen

aus Plasma gewonnenen und rekombinanten FVIII-Präparaten) unter 6 Jahren (24 davon < 3 J.)

wurden 430 Blutungsepisoden in 47 Kindern erfasst. 57 (13.3%) dieser Episoden bedurften keiner

Infusion; bei 345 der behandelten Blutungen (93.8%) wurde die Wirksamkeit von ADVATE als

ausgezeichnet oder gut bewertet, bei 18 (4.9%) als mässig und bei 5 (1.4%) Episoden liegen keine

Angaben vor.

Unter einer Standard-Prophylaxe (n=21; 25-50 IU/kg, 3-4x/Wo) respektive einer modifizierten

Prophylaxe (n=37) zeigte sich eine jährliche Blutungsrate um 4 (Median) im Vergleich zu einem

Regime „on demand“ (n=5) mit um 24 Blutungen (Median). Bei 89% der 368 behandelten

Blutungsepisoden genügten 1 oder 2 Injektionen (Dauer ≤ 5 min) zur Erreichung der Hämostase.

Auch bei 7 meist kleineren operativen Eingriffen bei 7 Patienten war die Wirksamkeit intraoperativ

und postoperativ zufriedenstellend. Bei einer mittleren Expositionsdauer von 156 Tagen wurde bei

keinem dieser 53 behandelten Kindern ein Inhibitor festgestellt.

Pharmakokinetik

Alle Pharmakokinetikstudien mit ADVATE wurden an Patienten mit schwerer oder

mittelschwerer Hämophilie A (Faktor-VIII-Aktivität ≤ 2%) durchgeführt. Die pharmakokinetischen

Parameter stammen von insgesamt 260 Patienten und sind in untenstehender Tabelle aufgelistet.

Zusammenfassung der pharmakokinetischen Parameter von Advate pro Altersgruppe

PK-Parameter (Mittel ±

Standardabweichung (SD)

Kleinkinder (1

Monat bis < 2

Jahre)

n = 7

Kinder (2

bis < 12

Jahre)

n = 56

Jugendliche (12

bis < 16 Jahre)

n = 35

Erwachsene (16

Jahre und älter)

n = 162

Total AUC (I.E. * h/dl)

1240 ± 330

1263 ± 471 1300 ± 469

1555 ± 508

Korrigierte Inkremental-

Recovery bei Cmax

(I.E./dl/I.E./kg)*

2.1 ± 0.5

1.9 ± 0.5

2.1± 0.5

2.2 ± 0.6

Halbwertszeit (h)

8.7 ± 1.4

10.2 ± 2.7

12.0 ± 2.9

13.0 ± 4.0

Cmax (I.E./dl)

104 ± 27

97.2 ± 27.1 103 ± 25

112.4 ± 30.3

MRT (h)

10.4 ± 2.5

12.9 ± 3.7

14.9 ± 4.6

16.4 ± 5.8

Vss (dl/kg)

0.4 ± 0.1

0.6 ± 0.2

0.6 ± 0.1

0.6 ± 0.2

Clearance (ml/kg*h)

4.3 ± 1.0

4.5 ± 1.5

4.2 ± 1.2

3.6 ± 1.2

*Berechnet als (Cmax – baseline Faktor VIII) geteilt durch die Dosis in IU/kg, bei der Cmax die

maximale post-Faktor VIII-Infusion Messung ist

Kinder

Es wurden keine Unterschiede der pharmakokinetischen Parameter zwischen den Altersgruppen bei

Erwachsenen (16 Jahre und älter verglichen mit 18 Jahre und älteren) beobachtet. Zwischen den

Kindern (2 bis <12 Jahre), hatten ältere Kinder (5 bis < 12 Jahre ) höhere Werte als jüngere Kinder (2

bis < 5 Jahre) bei den pharmakokinetischen Parametern total AUC, inkremental Recovery bei Cmax,

t½, Cmax und mittlere Residenzzeit. Der pharmakokinetische Parameter Vss war für beide Kinder-

Subgruppen vergleichbar, und CI war tiefer bei älteren Kindern (5 bis < 12 Jahre) als bei jüngeren

Kindern (2 bis < 5 Jahre).

Die korrigierte Recovery sowie die Halbwertszeit waren um ca. 20% niedriger als bei Erwachsenen.

Derzeit gibt es keine Daten zur Pharmakokinetik von ADVATE bei zuvor unbehandelten Patienten.

Präklinische Daten

Toxikologische Untersuchungen an Ratten und Kaninchen haben bei Dosen, die die maximale

humantherapeutische deutlich überschritten, keine behandlungsabhängigen Effekte gezeigt. Nach

peri- oder intravenöser Verabreichung von ADVATE an Kaninchen zeigten sich keine lokalen

Reaktionen.

Da die ausgedehnte klinische Erfahrung mit rekombinantem Faktor VIII keinen Hinweis auf ein

tumorigenes oder mutagenes Potential erkennen liess, wurden Langzeituntersuchungen zur

Bestimmung des kanzerogenen Potentials nicht durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf ADVATE nicht mit anderen

Arzneimitteln oder Lösungsmitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „Exp“ bezeichneten Datum verwendet

werden (siehe „Lagerungshinweise“). Nach Auflösen bei Raumtemperatur (15 – 25 °C) lagern und

innerhalb 3 Stunden verabreichen.

Besondere Lagerungshinweise

Im Kühlschrank (2 – 8 °C) lagern. Nicht einfrieren.

Advate mit BAXJECT II Gerät: In der Originalverpackung vor Licht geschützt aufbewahren.

Advate mit BAXJECT III System: Den verschlossenen Blister in der Originalverpackung vor Licht

geschützt aufbewahren.

Innerhalb des aufgedruckten Verfallsdatums darf das Produkt für den ambulanten Einsatz einmalig

aus dem Kühlschrank entnommen werden und dann maximal 6 Monate vor Gebrauch unterhalb 25

°C gelagert werden. In diesem Fall sollte das Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank auf der

Originalpackung vermerkt werden. Nach Ablauf der 6-Monatsfrist darf ADVATE nicht erneut im

Kühlschrank gelagert werden, sondern ist zu vernichten.

Hinweise für die Handhabung

Das Präparat wird nach dem Auflösen intravenös verabreicht. Restmengen sachgemäss entsorgen.

Die rekonstituierte Lösung ist vor der Verabreichung immer auf Schwebeteilchen oder Verfärbung

zu überprüfen. Nur klare, farblose Lösungen verwenden.

ADVATE wird entweder mit einem BAXJECT II Gerät zur Rekonstitution oder mit einem

gebrauchsfertigem BAXJECT III System in einem verschlossenen Blister (das Lyophilisat und das

Wasser für Injektionszwecke sind vormontiert mit einem System zur Rekonstitution) geliefert.

Rekonstitution mit dem BAXJECT II Gerät

Zur Rekonstitution nur das beigepackte sterilisierte Wasser für Injektionszwecke und das

beigepackte Gerät zur Rekonstitution verwenden.

Das BAXJECT II Gerät nicht verwenden, wenn seine sterile Barriere oder seine Verpackung

beschädigt ist.

Auflösen: Auf aseptische Arbeitsweise achten.

1.ADVATE (Lyophilisat) und das Lösungsmittel (Aqua ad iniectabilia) auf 15 – 25 °C bringen.

2.Hände sorgfältig mit Seife und warmen Wasser waschen.

3.Schutzkappen von den Fläschchen mit Lyophilisat und Aqua ad iniectabilia entfernen.

4.Gummistopfen mit Alkoholtupfern reinigen. Die Durchstechflaschen auf eine ebene Oberfläche

stellen.

5.Die Verpackung des BAXJECTs II öffnen, indem die Schutzfolie abgezogen wird, ohne dabei den

Packungsinhalt zu berühren (Fig. a).

6.Das Gerät zur Rekonstitition nicht aus der Verpackung nehmen. Die Öffnung nach unten drehen

und den durchsichtigen Plastikdorn durch den Gummistopfen des Lösungsmittelfläschchens drücken.

Nun die Verpackung vom BAXJECT II abnehmen (Fig. b). Die blaue Schutzkappe nicht vom

BAXJECT II entfernen.

7.Das System, bestehend aus dem BAXJECT II und dem Lösungsmittelfläschchen, nun wenden, so

dass sich das Lösungsmittelfläschchen oben befindet.

8.Den weissen Dorn des BAXJECTs II durch den Gummistopfen des ADVATE-Fläschchens

drücken. Durch das Vakuum wird das Lösungsmittel in das ADVATE-Fläschchen gezogen (Fig. c).

9.Vorsichtig schwenken bis ADVATE vollständig gelöst ist, da sonst wirksame Substanz durch den

Filter im BAXJECT II zurückgehalten wird. Das Präparat löst sich schnell auf (normalerweise in

weniger als 1 Minute). Nach der Rekonstitition sollte die Lösung klar, farblos und frei von fremden

Partikeln sein.

Fig. a Fig. b Fig. c

Rekonstitution mit dem BAXJECT III System

Nicht verwenden, falls die Schutzfolie des Blisters nicht vollständig versiegelt ist.

1.Der verschlossene Blister (enthält Fläschchen mit Lyophilisat und Aqua ad iniectabilia vormontiert

mit einem System zur Rekonstitution) auf 15 – 25 °C bringen.

2.Hände sorgfältig mit Seife und warmen Wasser waschen.

3.Die ADVATE Blisterpackung öffnen, indem die Schutzfolie abgezogen wird. Das BAXJECT III

System aus dem Blister entnehmen.

4.Das ADVATE auf eine flache Oberfläche stellen, so dass sich das Lösungsmittelfläschchen oben

befindet (Fig. 1). Das Lösungsmittelfläschchen hat einen blauen Streifen. Die blaue Schutzkappe

nicht entfernen, bis dies in einem späteren Schritt angewiesen wird.

5.Während Sie mit einer Hand das ADVATE im BAXJECT III System halten, drücken Sie mit der

anderen Hand fest auf das Lösungsmittelfläschchen, bis das System vollständig zusammengedrückt

ist und das Lösungsmittel in das ADVATE Fläschchen hinunterfliesst (Fig. 2). Kippen Sie das

System nicht um, bis der Transfer abgeschlossen ist.

6.Überprüfen Sie, ob der Transfer des Lösungsmittels abgeschlossen ist. Vorsichtig schwenken bis

ADVATE vollständig gelöst ist, da sonst wirksame Substanz durch den Filter zurückgehalten wird.

Das Präparat löst sich schnell auf (normalerweise in weniger als 1 Minute). Nach der Rekonstitition

sollte die Lösung klar, farblos und frei von fremden Partikeln sein.

Fig. 1

Fig. 2

Fig. 3

Verabreichung: Auf aseptische Arbeitsweise achten.

1.Die blaue Schutzkappe des BAXJECTs II/BAXJECTs III entfernen. KEINE LUFT IN DIE

SPRITZE AUFZIEHEN: Die Spritze an den BAXJECT II/ BAXJECT III anschliessen.

2.Das System umdrehen (mit dem ADVATE-Fläschchen nach oben). Die ADVATE-Lösung durch

Zurückziehen des Kolbens in die Spritze aufziehen.

3.Die Spritze entfernen.

4.Das Perfusionsbesteck an die Spritze anschliessen und das Präparat intravenös injizieren. Es kann

mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 ml/min verabreicht werden. Der Puls des Patienten sollte

vor und während der Verabreichung von ADVATE gemessen werden. Eine deutliche Erhöhung der

Pulsfrequenz kann durch Verlangsamen oder zeitweiliges Unterbrechen der Injektion meist sofort

wieder gesenkt werden (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen’’ und „Unerwünschte

Wirkungen’’).

Zulassungsnummer

56352 (Swissmedic)

Packungen

Packungen mit BAXJECT II Gerät

Jede Packung ADVATE enthält: 1 Durchstechflasche Lyophilisat, 1 Durchstechflasche mit Wasser

für Injektionszwecke als Lösungsmittel, 1 BAXJECT II zur Auflösung, 1 Mini – Infusionsset, 1

sterile 10 ml Einmalspritze zur Verabreichung, 2 Alkoholtupfer und 2 Pflaster

Packungen mit BAXJECT III System

Jede Packung ADVATE enthält: ein gebrauchsfertiges BAXJECT III System in einem

verschlossenen Blister (das Lyophilisat und das Wasser für Injektionszwecke sind vormontiert mit

dem System zur Rekonstitution), 1 Mini – Infusionsset, 1 sterile 10 ml Einmalspritze zur

Verabreichung, 2 Alkoholtupfer und 2 Pflaster

ADVATE 250 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 250 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 2 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 250 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 250 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 500 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 500 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 2 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 500 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 500 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 1000 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 1000 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 2 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 1000 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 1000 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 1500 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 1500 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 2 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 1500 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 1500 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 2000 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 2000 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke.

ADVATE 3000 [B] Lyophilisat zur Injektion mit 3000 I.E. rekombinantem Faktor VIII pro

Durchstechflasche und eine Durchstechflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke.

Zulassungsinhaberin

Shire Switzerland GmbH, Zug

Stand der Information

September 2014

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

3-8-2018

Scientific guideline:  Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

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Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

27-7-2018

Pending EC decision:  Abseamed, epoetin alfa, Opinion date: 26-Jul-2018

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Europe - EMA - European Medicines Agency

27-7-2018

Pending EC decision:  Binocrit, epoetin alfa, Opinion date: 26-Jul-2018

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Europe - EMA - European Medicines Agency

24-7-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Andexanet alfa, Therapeutic area: Other

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Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

10-7-2018

Preventieve HIV-remmers (PrEP) worden verstrekt voor een periode van vijf jaar

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PrEP wordt binnen een onderzoekssetting voor een periode van vijf jaar verstrekt aan de hoogrisicogroep van mannen die seks hebben met mannen (MSM). Dat heeft minister Bruno Bruins (Medische Zorg) vandaag bekend gemaakt. Op basis van schattingen van het RIVM zullen ongeveer 6500 mannen hiervan gebruik gaan maken en kunnen hiermee  250 hiv-infecties per jaar worden voorkomen. Voor gebruikers gaat een eigen bijdrage gelden van maximaal 25%, dat komt overeen met ongeveer 12 euro per maand. Ook wordt hen gev...

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

29-6-2018

Pending EC decision:  Mepsevii, vestronidase alfa, Opinion date: 28-Jun-2018

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Europe - EMA - European Medicines Agency

29-6-2018

Pending EC decision:  Veyvondi, vonicog alfa, Opinion date: 28-Jun-2018

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Europe - EMA - European Medicines Agency

17-5-2018

Orphan designation:  Efgartigimod alfa,  for the: Treatment of myasthenia gravis

Orphan designation: Efgartigimod alfa, for the: Treatment of myasthenia gravis

Europe - EMA - European Medicines Agency

15-5-2018

FDA approves first epoetin alfa biosimilar for the treatment of anemia

FDA approves first epoetin alfa biosimilar for the treatment of anemia

FDA approves Retacrit (epoetin alfa-epbx) as a biosimilar to Epogen/Procrit (epoetin alfa) for the treatment of anemia

FDA - U.S. Food and Drug Administration

4-5-2018

Badger Botanicals Recalls Red Suma, Green Suma, Green Hulu 2, And Red Hulu 2 Kratom Supplements Because Of Possible Salmonella Health Risk

Badger Botanicals Recalls Red Suma, Green Suma, Green Hulu 2, And Red Hulu 2 Kratom Supplements Because Of Possible Salmonella Health Risk

Badger Botanicals, LLC of Springville, Utah is recalling Green Suma, Red Suma, Green Hulu 2, and Red Hulu 2 kratom dietary supplements sold directly to consumers via the company website from January 1st, 2018 to April l 12th, 2018 in pouches of 250g, because it has the potential to be contaminated with Salmonella.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

15-8-2018

ADVATE

Rote - Liste

8-8-2018

GONAL-f (Merck Europe B.V.)

GONAL-f (Merck Europe B.V.)

GONAL-f (Active substance: Follitropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5445 of Wed, 08 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/71/T/140

Europe -DG Health and Food Safety

6-8-2018

ReFacto AF (Pfizer Europe MA EEIG)

ReFacto AF (Pfizer Europe MA EEIG)

ReFacto AF (Active substance: Moroctocog alfa ) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5374 of Mon, 06 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/232/T/146

Europe -DG Health and Food Safety

1-8-2018

Daxas 250 Mikrogramm Tabletten

Rote - Liste

31-7-2018

XALKORI® 200/250 mg Hartkapseln

Rote - Liste

30-7-2018

NovoEight (Novo Nordisk A/S)

NovoEight (Novo Nordisk A/S)

NovoEight (Active substance: turoctocog alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5093 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2719/II/23

Europe -DG Health and Food Safety

27-7-2018

Betaferon® 250 Mikrogramm/ml

Rote - Liste

25-7-2018

Bemfola (Gedeon Richter Plc.)

Bemfola (Gedeon Richter Plc.)

Bemfola (Active substance: follitropin alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4989 of Wed, 25 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

4-7-2018

Zithromax® 250/500 mg Filmtabletten

Rote - Liste

2-7-2018

Vancomycin ENTEROCAPS® 250 mg

Rote - Liste

15-6-2018

Exviera® 250 mg Filmtabletten

Rote - Liste

12-6-2018

Xermelo® 250 mg Filmtabletten

Rote - Liste

11-6-2018

BeneFIX (Pfizer Limited)

BeneFIX (Pfizer Limited)

BeneFIX (Active substance: Nonacog alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3778 of Mon, 11 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety

11-6-2018

ALPROLIX (Swedish Orphan Biovitrum AB (publ))

ALPROLIX (Swedish Orphan Biovitrum AB (publ))

ALPROLIX (Active substance: eftrenonacog alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3776 of Mon, 11 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety

6-6-2018

Stocrin (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Stocrin (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Stocrin (Active substance: efavirenz) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3689 of Wed, 06 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/250/T/113

Europe -DG Health and Food Safety

1-6-2018

Methylprednisolut® 250 mg/-1000 mg

Rote - Liste

18-5-2018

Ovaleap (Teva B.V.)

Ovaleap (Teva B.V.)

Ovaleap (Active substance: Follitropin alfa) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)3154 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2608/R/23

Europe -DG Health and Food Safety

16-5-2018

Elonva (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Elonva (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Elonva (Active substance: corifollitropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3049 of Wed, 16 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1106/T/40

Europe -DG Health and Food Safety

23-3-2018

EU/3/18/1992 (argenx BVBA)

EU/3/18/1992 (argenx BVBA)

EU/3/18/1992 (Active substance: Efgartigimod alfa) - Orphan designation - Commission Decision (2018)1881 of Fri, 23 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/245/17

Europe -DG Health and Food Safety