Adolomed

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Adolomed 250 mg/300 mg/50 mg Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • Aluschiebeschachtel 30 Stück, Laufzeit: 36 Monate,Aluschiebeschachtel 50 Stück, Laufzeit: 36 Monate,Aluschiebeschachtel 10 Stück
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Adolomed 250 mg/300 mg/50 mg Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Anilides
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18142
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-08-1986
  • Letzte Änderung:
  • 12-06-2018

Packungsbeilage

Adolomed Tabletten

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Juni 2014

Gebrauchsinformation

GEBRAUCHSINFORMATION:

INFORMATION FÜR ANWENDER

Adolomed

®

250 mg/300 mg/50 mg Tabletten

Wirkstoffe: Propyphenazon, Paracetamol, Coffein

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Adolomed und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Adolomed beachten?

Wie ist Adolomed einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Adolomed aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ADOLOMED UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Adolomed Tabletten haben eine rasch einsetzende schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung.

Adolomed wird angewendet

zur Behandlung von akuten, kurz-dauernden, leichten, nicht entzündlichen Schmerzzuständen

wie z. B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, Menstruationsschmerzen.

zur Behandlung von fieberhaften Zuständen bei Erkältungskrankheiten (grippalen Infekten).

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ADOLOMED BEACHTEN?

Adolomed darf nicht eingenommen werden,

wenn

überempfindlich

(allergisch)

gegen

Propyphenazon,

Paracetamol,

Coffein,

Pyrazolderivate

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen

Bestandteile

dieses

Arzneimittels sind.

bei bestehender Knochenmarksschädigung mit Beeinträchtigung der Blutbildung (zu wenige

weiße Blutzellen (Leukozyten, Granulozytopenie)).

bei genetisch bedingtem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (erbliche, sehr seltene

Stoffwechselerkrankung).

ausgeprägten

Nieren-

Leberfunktionsstörungen

Schrumpfniere,

Leberzirrhose.

bei hepatischer Porphyrie (erblicher Enzymdefekt oder erworbene Stoffwechselstörung).

bei übermäßigem bzw. chronischem Alkoholgenuss.

bei Kopfschmerz, der durch Arzneimittel verursacht wurde.

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Gebrauchsinformation

bei schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz).

bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

in der Schwangerschaft und

in der Stillzeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Adolomed einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Adolomed ist erforderlich,

bei schweren Leberfunktionsstörungen.

bei schwerer Nierenfunktionsstörung.

bei Gilbert-Syndrom (bzw. Meulengracht-Krankheit, eine seltene Lebererkrankung).

bei Magen-, Darmgeschwüren oder Blutungen.

bei Fehl- oder Unterernährung.

Wenn Sie an Asthma oder chronischen Atemwegsinfektionen leiden (besonders gekoppelt mit

heuschnupfenartigen

Erscheinungen),

oder

wenn

überempfindlich

gegen

Schmerz-

Rheumamittel (Analgetika-Asthma) sind, sind Sie bei der Anwendung von Adolomed gefährdet,

einen allergischen Schock zu erleiden (Schmerzmittel-Unverträglichkeit (Analgetika-Intoleranz)).

Gefahr von Nierenschädigung:

Ganz

allgemein

kann

gewohnheitsmäßige

Einnahme

Schmerzmitteln,

insbesondere

Kombination von mehreren schmerzstillenden Wirkstoffen, zur dauerhaften Nierenschädigung mit

dem Risiko eines Nierenversagens (so genannte Analgetika-Nephropathie) führen.

Bei längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können

Kopfschmerzen

auftreten.

Diese dürfen nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt

werden.

Bei längerem Gebrauch, zu hoher Dosierung oder regelmäßiger Anwendung kann es zu schweren

Leberschäden kommen.

Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von

Schmerzmitteln

können

Kopfschmerzen

sowie

Müdigkeit,

Muskelschmerzen,

Nervosität

Symptome wie Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder Schlafstörungen auftreten. Diese

Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage ab. Nehmen Sie bis dahin keine Schmerzmittel ein und

befragen Sie zuerst Ihren Arzt, bevor Sie wieder Schmerzmittel einnehmen.

Der Wirkstoff Propyphenazon (ein Bestandteil von Adolomed) kann bei Überempfindlichkeit zu einer

Schädigung des Blutbildes führen; bei Auftreten von Hautausschlägen, starker Müdigkeit, starken

Halsschmerzen

oder

Geschwüren

Mund

soll

behandelnde

Arzt

aufgesucht

werden.

vereinzelten

Fällen

wurden

Überempfindlichkeitsreaktionen

Form

schwerer,

Teil

lebensbedrohlicher, mit Atemnot einhergehender Schockzustände beobachtet.

Wenden Sie coffeinhaltige Arzneimittel nur niedrig dosiert an bei:

Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Herzfrequenz.

Leberzirrhose.

Überfunktion der Schilddrüse.

Angstsyndrom.

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Adolomed könnte mit einem geringfügig erhöhten Risiko,

einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der Höhe der

Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die empfohlene Dosierung und

Therapiedauer.

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Gebrauchsinformation

Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei

Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Umstände vorliegt (wie z.B.: Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte

Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), teilen Sie dies Ihrem Arzt mit.

Wenn Sie Adolomed Tabletten einnehmen und folgende Anzeichen bzw. Beschwerden an sich

feststellen, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt

bei hohem Fieber.

Anzeichen einer Infektion.

Anhalten der Symptome bzw. Beschwerden über mehr als drei Tage.

Kinder und Jugendliche

Adolomed darf nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre eingenommen werden.

Einnahme von Adolomed zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Verstärkung oder Verminderung der Wirkung:

Adolomed Tabletten können die Wirkung verschiedener Arzneimittel verstärken oder abschwächen.

Sie sollen daher nicht gleichzeitig mit folgenden anderen Arzneimitteln ohne ärztliche Anweisung

eingenommen werden:

Verstärkung

Wirkung

Blutverdünnungstabletten,

allem

länger

dauernder

regelmäßiger

Verabreichung. Der Einfluss bei gelegentlicher Einnahme ist nur unwesentlich.

Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die die Magenentleerung beschleunigen, wie z. B.

Metoclopramid, bewirkt eine schnellere Aufnahme und Wirkung von Paracetamol.

der Bildung schädigender Abbauprodukte durch Arzneimittel, die die Lebertätigkeit anregen (z.B.

Barbiturate

(Schlafmittel),

Antiepileptika

(Arzneimittel

Behandlung

Epilepsie),

Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose)).

Die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln zur Senkung der Harnsäure (Probenecid) erhöht die

Verfügbarkeit von Paracetamol. Deshalb sollte die Paracetamol-Dosis verringert werden.

Salicylamide (Schmerzmittel) können zu einer Verlängerung des Abbaues von Paracetamol und

zur Bildung seines schädigenden Abbauproduktes führen.

Coffein beschleunigt die Aufnahme bestimmter Arzneimittel gegen Migräne (Ergotamin).

Verminderung

der Abbaurate bestimmter Antibiotika (Chloramphenicol) wird auf ein Fünftel verringert.

Colestyramin (ein Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte) verringert die Aufnahme von

Paracetamol

Gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen

(z.B.: Propanthelium) kann die Aufnahme und den Wirkungseintritt von Paracetamol verzögern.

Hohe Dosen von Paracetamol können bei Diabetikern die blutzuckersenkende Wirkung von

Insulin vermindern

Coffein schwächt die Wirkung von Beruhigungs- und Schlafmittel ab.

Nehmen

keine

weiteren

Arzneimittel

ein,

Paracetamol

enthalten

Risiko

einer

Überdosierung zu vermeiden.

Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von leberschädigenden Substanzen und

Arzneimitteln, die den Leberstoffwechsel anregen, geboten.

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Gebrauchsinformation

Bei gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol und AZT (Zidovudin; Arzneimittel zur Behandlung

einer HIV-Infektion) wird die Neigung zur Ausbildung einer Neutropenie (Verminderung der weißen

Blutzellen) verstärkt. Paracetamol sollte daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT

eingenommen werden.

Weitere Wechselwirkungen mit Coffein sind mit verschiedenen anderen Arzneimitteln möglich (sog.

Sympathomimetika,

orale

Kontrazeptiva,

Cimetidin,

Disulfiram,

Barbiturate,

Nikotin

(Rauchen),

Theophyllin, sog. Gyrasehemmstoffen des Chinoloncarbonsäuretyps). Bitte geben Sie Ihrem Arzt

bekannt, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Wirkstoffe dieser Auflistung enthalten.

Einnahme von Adolomed zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme von Alkohol, da dieser die leberschädigende Wirkung von

Paracetamol verstärkt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Adolomed darf in der Schwangerschaft und in der Stillperiode nicht eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder glauben schwanger zu sein oder wenn Sie

stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Adolomed hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen.

3.

WIE IST ADOLOMED EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene:

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Sie bei Bedarf 1 Tablette mit reichlich Flüssigkeit ein.

Sie können bis zu 4 Tabletten täglich einnehmen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Adolomed darf nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre eingenommen werden.

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen:

Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom (Meulengracht-

Krankheit)

muss

Dosis

vermindert

bzw.

Zeitspanne

zwischen

Einnahme

zwei

Tabletten verlängert werden.

Bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 10 ml/min) muss die Zeitspanne zwischen

der Einnahme von zwei Tabletten mindestens 8 Stunden betragen.

Dauer der Einnahme:

Über die Dauer der Einnahme von Adolomed wird Ihr Arzt Ihren Beschwerden gemäß entscheiden.

Ohne ärztlichen Rat soll die Anwendung von Adolomed jedenfalls nicht häufiger als 10 Tage im

Monat, nicht länger als 3 Tage hintereinander und nicht in erhöhter Dosis erfolgen.

Wenn Sie eine größere Menge von Adolomed eingenommen haben, als Sie sollten

Suchen Sie so rasch wie möglich einen Arzt auf, denn eine Überschreitung der empfohlenen Dosis

kann zu sehr schweren Leber- oder Nierenschäden führen. Nehmen Sie keine weiteren Arzneimittel

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Gebrauchsinformation

ein, die Paracetamol enthalten, um das Risiko einer Überdosierung und dadurch bedingte Leber- oder

Nierenschäden zu vermeiden.

In der Regel treten die ersten Beschwerden innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen,

Appetitlosigkeit, Blässe und Unterleibsschmerzen. Danach kann es zu einer subjektiven Besserung

kommen, es bleiben jedoch leicht Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung.

Anzeichen

starker

Überdosierung

sind

insbesondere

Übelkeit,

Erbrechen,

Bauchschmerzen,

Gelbfärbung

Haut,

Blutzuckerschwankungen,

Sehstörungen,

Krämpfe,

epileptische

Anfälle,

Herzrhythmusstörungen, Benommenheit oder Bewusstlosigkeit und Koma.

Ihr Arzt wird Ihnen so rasch wie möglich ein Gegenmittel (Antidot) geben bzw. andere geeignete

Maßnahmen ergreifen.

Weitere Informationen für Ihren Arzt oder anderes medizinisches Fachpersonal enthält der

entsprechende Abschnitt am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Adolomed Tabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben,

sondern setzten Sie die Behandlung wie vorgeschrieben fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems:

Sehr selten: durch eine Überreaktion des Immunsystems ausgelöste Veränderungen des Blutbildes

(Verringerung der weißen und roten Blutzellen und der Blutplättchen); erste Anzeichen können sein:

starke Müdigkeit, Blässe, starke Halsschmerzen, Schleimhautwunden im Mund;

bestimmte Erkrankung des Blutes (Methämoglobinämie)

Erkrankungen des Immunsystems:

Sehr selten: Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellung, Überempfindlichkeitsreaktionen

(Hautschwellungen,

Atemnot,

Schweißausbruch,

Übelkeit,

Blutdruckabfall),

schwere

Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock).

Eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion kann unmittelbar oder bis zu einer Stunde nach Einnahme

von Adolomed auftreten.

Psychiatrische Erkrankungen:

Selten: Coffein kann Schlafstörungen verursachen.

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Gebrauchsinformation

Erkrankungen des Nervensystems:

Selten: Coffein kann Kopfdruck/Kopfschmerzen verursachen.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:

Selten: Übelkeit, Blähungen, Bauchschmerzen, Erbrechen, Schleimhautwunden im Mund

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten: Anstieg bestimmter Leberwerte (Transaminasen)

Die Einnahme von hohen Dosen Paracetamol (auch längere Einnahme bzw. chronischer Gebrauch von

mehreren Gramm pro Tag) kann zu schweren Leberschäden, bis hin zum Leberversagen, führen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten: Allergische Hautreaktionen unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg (“drug fever”)

und Schleimhautwunden.

Sehr selten wurde von schwerwiegenden Hautreaktionen berichtet.

Erkrankung der Nieren und Harnwege:

Die Einnahme von hohen Dosen Paracetamol (auch längere Einnahme bzw. regelmäßiger Gebrauch

von mehreren Gramm am Tag) kann zu Störungen/Schädigung der Nierenfunktion führen.

Ödeme (Schwellungen an Fingern, Füßen und Knöcheln), Hypertonie und Herzschwäche, die sich

durch Kurzatmigkeit und Schwellungen der (Fuß)Gelenke äußert, wurden im Zusammenhang mit der

Behandlung

NSAID

(nicht

steroidale

Antirheumatika)

berichtet,

welche

gleichen

Wirkmechanismus wie Adolomed haben.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie NSAID (nicht steroidale Antirheumatika) könnte mit einem

geringfügig erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Auswirkung auf Laborwerte

Einnahme

Paracetamol

kann

Harnsäurebestimmung

Blutzuckerbestimmung

beeinflussen.

Hohe Dosen von Levodopa (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) können mit dem

chemischen

Nachweis von Paracetamol im Plasma

in Wechselwirkung

treten

und einen falsch

positiven Wert für Paracetamol ergeben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ADOLOMED AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

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Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Adolomed enthält

Die Wirkstoffe sind: Propyphenazon, Paracetamol, Coffein

1 Tablette enthält 250 mg Propyphenazon, 300 mg Paracetamol und 50 mg Coffein.

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Povidon, Talk, Magnesiumstearat,

Crospovidon

Wie Adolomed aussieht und Inhalt der Packung

Adolomed Tabletten sind weiße, runde, beidseitig gewölbte Tabletten und in Blisterpackungen zu 10,

20, 30 oder 50 Stück erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutische Unternehmer und Hersteller

Kwizda Pharma GmbH, 1160 Wien

Z.Nr. 1-18142

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2014.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Propyphenazon und Coffein:

Bei starker Überdosierung von Coffein können Benommenheit oder Bewusstlosigkeit, Sehstörungen,

Konvulsionen,

Status

epilepticus,

Allergien,

Agranulocytose,

Übererregung

Herzrhythmusstörungen auftreten.

Vergiftungssymptome können ab 1 g Coffein auftreten, wenn es in kurzer Zeit aufgenommen wird.

Therapiemaßnahmen:

symptomatisch

Paracetamol:

Ein Intoxikationsrisiko besteht insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Personen mit

Lebererkrankungen,

chronischem

Alkoholmissbrauch,

chronischer

Fehlernährung

gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Enzyminduktion führen. In diesen Fällen

kann eine Überdosierung zum Tod führen. In der Regel treten Symptome innerhalb von 24 Stunden

auf. Dazu gehören Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Blässe und Unterleibsschmerzen. Danach kann es

zu einer Besserung des subjektiven Befindens kommen, es bleiben jedoch leichte Leibschmerzen als

Hinweis auf eine Leberschädigung.

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Eine Überdosierung mit ca. 6 g oder mehr Paracetamol als Einzeldosis bei Erwachsenen führt zu

Leberzellnekrosen,

einer

totalen

irreversiblen

Nekrose

später

hepatozellulärer

Insuffizienz, metabolischer Azidose und Enzephalopathie führen können. Diese wiederum können zu

Koma,

auch

tödlichem

Ausgang,

führen.

Gleichzeitig

wurden

erhöhte

Konzentrationen

Lebertransaminasen (AST, ALT), Laktatdehydrogenase und des Bilirubins in Kombination mit einer

erhöhten Prothrombinzeit beobachtet, die 12 – 48 Stunden nach der Anwendung auftreten können.

Klinische Symptome der Leberschäden werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach

4 – 6 Tagen ein Maximum. Auch wenn keine schweren Leberschäden vorliegen, kann es zu akutem

Nierenversagen mit akuter Tubulusnekrose kommen.

anderen,

leberunabhängigen

Symptomen,

nach

einer

Überdosierung

Paracetamol

beobachtet wurden, zählen Myokardanomalien und Pankreatitis.

Therapiemaßnahmen:

Bereits bei Verdacht auf Intoxikation mit Paracetamol ist in den ersten 10 Stunden die intravenöse

Gabe von SH-Gruppen-Donatoren wie z. B. N-Acetylcystein sinnvoll. N-Acetylcystein innerhalb der

ersten 10 Stunden, z.B. Mucomyst - Lösung (oral: Initialdosis 140 mg pro kg Körpergewicht, nach 8

Stunden Erhaltungsdosen von 70 mg pro kg Körpergewicht alle 4 Stunden).

N-Acetylcystein kann aber auch nach 10 und bis zu 48 Stunden noch einen gewissen Schutz bieten. In

diesem Fall erfolgt eine längerfristige Einnahme. Bei Patienten mit Asthma-Anamnese kann während

der Therapie mit N-Acetylcystein ein Asthmaanfall ausgelöst werden.

Durch Dialyse kann die Plasmakonzentration von Paracetamol abgesenkt werden. Bestimmungen der

Plasmakonzentration von Paracetamol sind empfehlenswert.

Die weiteren Therapiemöglichkeiten zur Behandlung einer Intoxikation mit Adolomed richten sich,

nach Ausmaß, Stadium und klinischen Symptomen, entsprechend den üblichen Maßnahmen in der

Intensivmedizin.

27-2-2014

Paracetamol use during pregnancy

Paracetamol use during pregnancy

A new Danish study suggests a possible connection between mothers' use of paracetamol painkillers during pregnancy and the risk of developing disorders like ADHD (attention deficit hyperactivity disorder) in children.

Danish Medicines Agency

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