Actosolv

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Actosolv Pulver zur Herstellung einer Injectionslösung/Infusionslösung 100 000 I.E
  • Dosierung:
  • 100 000 I.E
  • Darreichungsform:
  • Pulver zur Herstellung einer Injectionslösung/Infusionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Actosolv Pulver zur Herstellung einer Injectionslösung/Infusionslösung 100 000 I.E
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE156834
  • Letzte Änderung:
  • 11-04-2018

Packungsbeilage

Version 3.1, 06/2015

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ACTOSOLV 100 000 IE, Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung

ACTOSOLV 600 000 IE, Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslössung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Urokinase 100 000 IE - Hilfsstoffe für 1 Dosis.

Urokinase 600 000 IE - Hilfsstoffe für 1 Dosis.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslössung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Umfangreiche und akute Lungenembolie in Verbindung mit einem kardiovaskulär instabilen

Zustand, hauptsächlich bei Patienten mit einer zugrunde liegenden Herz- oder

Atemwegserkrankung.

Kürzlich stattgefundene Thrombose der Vena poplitea oder von mehr proximalen Venen, deren

erste klinische Symptome in den ersten 5 Tagen vor dem Beginn der thrombolytischen

Behandlung aufgetreten sind.

Akute arterielle Embolie, jünger als 72 Stunden oder Thrombose der abdominalen Schlagadern

oder der Schlagadern der Gliedmaßen, wenn ein chirurgischer Eingriff nicht indiziert ist.

Thrombosierter venöser Zentralkatheter.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Actosolv darf lediglich im Krankenhaus und unter strenger medizinischer Kontrolle angewendet

werden.

Nicht intramuskulär injizieren.

Die Dosierung hängt von der Art der Erkrankung und von der Verabreichungsart ab.

Art der Anwendung

Intravenös

Niedrige Dosis: Bei venösen Thrombosen und arterieller Ischämie der Gliedmaßen

2 000 IE/kg/Stunde, über 24 Stunden und länger.

Beim Anlegen der Infusion wird eine Anfangsdosis von 2 000 IE/kg Urokinase in 20 Minuten

verabreicht. Dieser Dosis kann eine normale Dosis Heparin hinzugefügt werden. Dies erfordert jedoch

eine genauere und strengere biologische Kontrolle.

Hohe Dosis: 4 000 bis 5 000 IE/kg/Stunde über 12 Stunden. Diese Dosierung wurde bei

Lungenembolie ohne Hinzufügung von Heparin verabreicht. Die Heparin-Behandlung wird nach der

Urokinase-Infusion begonnen.

Beim Anlegen der Infusion empfehlen einige Autoren eine Anfangsdosis von 4 400 IE/kg in

20 Minuten.

Bei einer schweren Lungenembolie kann Urokinase in sehr hohen Dosen verwendet werden:

15 000 IE/kg in einer einzigen Injektion, verabreicht in 10 Minuten.

In bestimmten Fällen kann die Urokinase-Injektion in der Nähe des Thrombus oder der Embolie

verabreicht werden:

Injektion in der Arteria pulmonalis bei Lungenembolie,

Intraarterielle Injektion in der Nähe des Thrombus bei akuter Ischämie der Gliedmaßen,

Die angegebenen Dosierungen und die Behandlungsdauer variieren je nach Autoren:

ungefähr 2 000 IE/kg/Stunde bei Lungenembolie über 24 Stunden,

ungefähr 1 000 IE/kg/Stunde bei akuter Ischämie der Gliedmaßen.

Thrombosierter venöser Zentralkatheter

Es werden zwei Schemata empfohlen:

Injektion einer Lösung von 10 000 IE/ml bis 50 000 IE/ml; die zu verabreichende Menge hängt

vom Volumen des Katheters ab. Die Durchlässigkeit des Katheters wird nach einem Minimum

von 15 Minuten getestet. Diese Handlung kann nötigenfalls wiederholt werden. Bei bleibender

Obstruktion wird eine Infusion empfohlen, wie nachfolgend beschrieben.

Infusion bei Erwachsenen: 20 000 IE/h für Hämodialysekatheter und 40 000 IE/h für andere

venöse Zentralkatheter bis zur Durchlässigkeit, ohne die maximale Dosis von 250 000 IE zu

überschreiten.

Infusion bei Kindern: 4 400 IE/kg/h über 4 Stunden oder gemäß echographischer Entwicklung

aber nicht länger als 12 Stunden.

Anweisungen zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe

Abschnitt 6.6.

4.3

Gegenanzeigen

Absolut:

aktive oder kürzlich erfolgte Blutung

ischämischer oder hämorrhagischer zerebraler Zwischenfall von < vor 2 Monaten

evolutiver intracranialer Prozess

unkontrollierbare Veränderungen der Hämostase

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 sonstigen Bestandteile

Schwer:

chirurgische Eingriffe, einschließlich Organbiopsien, < vor 10 Tagen

schwere Verletzung mit Gefahr von inneren Verletzungen < vor 10 Tagen

Punktion eines nicht zusammendrückbaren Blutgefässes < vor 10 Tagen

schwere arterielle Hypertonie, die nicht unter Kontrolle ist

seit < 2 Monaten implantierte Dacron-Prothesen

Hämaturie oder Verdauungsblutung < vor 10 Tagen

Perikarditis

Hämorrhagische diabetische Retinopathie

Leicht:

Herzmassage

Thrombozyten < 100 000/mm3, Prothrombingehalt < 50%

schwere Leber- oder Niereninsuffizienz

Bei der Indikation Restaurierung der Durchlässigkeit venöser Katheter muss die Verabreichung in

Form einer Infusion vorbehalten werden, falls mehrere Versuche, den Katheter mittels direkter

Injektion zu deobstruieren misslingen.

Obwohl die verabreichte Infusionsdosis viel niedriger sein müsste als die Dosen, die bei den anderen

Indikationen angewendet werden, bei denen eine Verabreichung eines Thrombolytikums vorliegt,

besteht eine potentielle Gefahr für Blutungen und müssen die Kontraindikationen bei der

Verabreichung von Urokinase respektiert werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die gemeinsame Verabreichung von Heparin und Urokinase in einer Infusion in Dosen von

2 000 IE/kg/Stunde oder niedriger oder in einem Bolus setzt sowohl eine Berücksichtigung der

Kontraindikationen und spezifischen Vorsichtsmaßnahmen einer Heparintherapie voraus als auch der

Gerinnungskapazität des Blutes.

Die biologische Kontrolle kann aus der Festlegung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit und

des Fibrinogengehalts zwischen der 6. und der 12. Stunde bestehen. Das Ziel ist eine Verlängerung der

aktivierten partiellen Thromboplastinzeit von zwei- bis dreimal während der vollständigen Dauer der

Behandlung zu erreichen.

Bei hohen Dosen (4 000 bis 5 000 IE/kg/Stunde) können auch die Lysiszeit des Blutgerinnsels und

eventuell der Plasminogen- und Antiplasmingehalt bestimmt werden.

Das Risiko einer Blutung muss in folgenden Fällen gegen die Gefahr der Erkrankung abgewogen

werden:

Gut vertragene arterielle Hypertonie mit einem systolischen Druck über 200 mm Hg oder mit

einem diastolischen Druck über 100 mm Hg. Augenfundus Stadium III/IV.

Erhöhte Blutungsgefahr durch : eine intramuskuläre Injektion, einen permanenten

Blasenkatheter, eine Intubation, eine gastro-intestinale Erkrankung mit einem nicht blutenden

Ulcus, ein kürzlich aufgetretenes Trauma, Abortus, unverzüglich post-partum, Erkrankungen

des urogenitalen Systems.

Bakterielle Endokarditis.

Mitrales Leiden und Vorkammerflimmern.

Lebererkrankungen, Zirrhose ohne Blutungen.

Nierenbeschädigung unter anderem durch Nierensteine.

Kavernöse Lungenerkrankungen.

Schwere Bronchitis.

Akute Pankreatitis.

Vermutung von arteriosklerotischen Veränderungen der Blutgefässe, z.B. bei einem Alter von

mehr als 70 Jahren.

Neoplasmen, Prostatakarzinom, Thrombozytopenie nach Radio- oder Chemotherapie.

Kardiopulmonäre Reanimation mit Herzmassage.

Schwere Erkrankungen, septische Thrombose.

Schwangerschaft : vor allem in den ersten 18 Wochen. Angesichts des hohen Gehalts an

Urokinase-Inhibitoren, der vorliegt und bis zum Ende der Schwangerschaft noch steigt, besteht

die Gefahr, dass die Behandlung nicht wirksam ist. Es stehen keine Daten über die Verwendung

von Actosolv während der Stillzeit zur Verfügung.

Tiefvenöse Thrombose, älter als 14 Tage.

Chronische arterielle Obstruktionen mit einer Gefahr für die Bildung einer Embolie, älter als

6 Wochen.

Biologische Anomalien: die Behandlung ist bei einer Verlängerung der Prothrombinzeit oder bei

einer Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (APTT) oder der aktivierten

Gerinnungszeit (ACT) kontraindiziert, außer wenn diese Anomalien auf früher verwendetes

Anti-Vitamin K oder Heparin zurückzuführen sind. Dann ist es ausreichend, einige Stunden zu

warten oder eine Behandlung in Angriff zu nehmen, um den Mangel zu kompensieren oder zu

neutralisieren.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Antifibrinolytika, wie beispielsweise Aprotinin und Tranexaminsäure hemmen die Wirkung von

Actosolv.

Eine gleichzeitige oder vorhergehende Behandlung mit Antikoagulanzien oder Arzneimitteln, die auf

die Bildung oder auf die Funktion der Thrombozyten einwirken (wie beispielsweise Inhibitoren der

Plättchenaggregation, Dextran) können das Risiko einer Blutung erhöhen.

Wenn der Patient zuvor Heparin bekam, kann die Wirkung davon neutralisiert werden, indem vor der

Thrombolyse Protaminsulfat verabreicht wird. Die aktivierte partielle Thromboplastinzeit wird nicht

mehr als zweimal die normalen Werte betragen, bevor die Behandlung begonnen wird.

Bei Patienten, die zuvor mit Coumarinederivaten behandelt wurden, muss die Prothrombinzeit 50%

sein und eine steigende Tendenz aufweisen, bevor die Actosolv-Infusion begonnen werden kann.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften darf das Produkt nicht während der

Schwangerschaft verabreicht werden, vor allem nicht während der ersten 18 Wochen.

Stillzeit

Es stehen auch keine Daten über die Verabreichung von Actosolv während der Stillzeit zur Verfügung,

und folglich darf das Produkt nicht verabreicht werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8

Nebenwirkungen

Allgemeine Erkrankungen und Störungen an der Verabreichungsstelle

Fieberanfälle: Fieber kann durch fiebersenkende Mittel unterdrückt werden.

Allergische Reaktionen können auftreten, mit Hitzewallungen, Urticaria, Dyspnoe und

Hypotonie.

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

Leichte Blutungen, für gewöhnlich in Höhe der Injektionsstelle.

Schwere innere Blutungen, beispielsweise im gastro-intestinalen, hepatischen oder urogenitalen

System. Auch zerebrale und retroperitoneale Blutungen können auftreten.

Bei schweren Blutungen die Behandlung unterbrechen und einen Proteinase-Inhibitor in

folgenden Dosen verabreichen: beginnen mit 500 000 KIE

danach 200 000 KIE alle 4 Stunden.

Dabei wird empfohlen, synthetische Antifibrinolytika zu verabreichen. Nötigenfalls werden die

Blutgerinnungsfaktoren substituiert werden.

Untersuchungen

Die Serumtransaminasen können sich vorübergehend erhöhen.

Anmerkungen:

Wenn eine akute oder wiederholte Lungenembolie auftritt, wird die Urokinase-Behandlung nicht

unterbrochen, um so die Embolie aufzulösen. Während der Lysis in den verstopften peripheren

Arterien kann eine distale Embolisierung nicht ausgeschlossen werden.

Das Risiko auf eine Übertragung ansteckender Stoffe, das bei der Verabreichung von Arzneimitteln

menschlichen Ursprungs niemals völlig ausgeschlossen werden kann, wird durch den Extraktions- und

Reinigungsprozess sehr stark eingeschränkt.

KIE : Kininogenin Inactivator-Einheiten

Der Zubereitungsprozess enthält Schritte, in denen Viren ausgeschaltet und deaktiviert werden. Die

Sterilität von Actosolv wurde validiert, insbesondere im Hinblick auf das HIV-1 und HIV-2-Virus, das

Herpes-Virus und das Papilloma-Virus. Darüber hinaus wird die Abwesenheit von Antistoffen gegen

Hepatitis B und Hepatitis C routinemäßig kontrolliert. Ein Fall viraler Ansteckung wurde niemals bei

der Verabreichung von Urokinase gemeldet, die aus menschlichem Harn extrahiert wurde.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über:

Belgien

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: adversedrugreactions@fagg-afmps.be

Luxemburg

Direction de la Santé – Division de la Pharmacie et des Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi

L-2120 Luxembourg

Site internet:http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

4.9

Überdosierung

Beim Auftreten von Blutungen durch eine zu hohe Dosis wird die thrombolytische Behandlung

unverzüglich unterbrochen und werden folgende Maßnahmen gesetzt :

die Blutung wird mit gewöhnlichen antithrombolytischen Arzneimitteln bekämpft: Protease-

Inhibitoren und Tranexaminsäure. Diese Arzneimittel werden für schwere Fälle vorbehalten, da

Urokinase eine kurze Halbwertszeit aufweist. Nur nach dieser Neutralisierung kann eine

Bluttransfusion in Erwägung gezogen werden.

Bluttransfusion.

bei Hypofibrinogenämie (niedriger als 1 g/l) wird frisches Plasma unter einer strengen

biologischen Kontrolle verabreicht, und zwar um den Fibrinogengehalt über 1,5 bis 2 g/l zu

bringen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Plasminogenaktivator, verwendet zur Auflösung von Blutgerinnseln.

ATC-Code: B01AD04

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Urokinase ist ein Plasminogenaktivator, der von den Nieren gebildet und mit dem Harn ausgeschieden

wird. Durch die Umwandlung von Plasminogen in Plasmin wird das fibrinolytische System aktiviert.

Da Urokinase menschlichen Ursprungs ist, besitzt sie keine Antigenizität. Plasminogenaktivatoren

nichtmenschlichen Ursprungs besitzen diese jedoch wohl.

Weil Urokinase schnell aus dem Blut eliminiert wird, ist eine Verabreichung per Tropfinfusion

angewiesen.

Die Halbwertszeit beträgt 2 bis 3 Minuten.

Die fibrinolytische Wirkung bei einer normalen intravenösen Verabreichung hält 10 bis 15 Minuten an.

Es besteht eine gute Korrelation zwischen der fibrinolytischen Wirkung und der verabreichten Dosis.

Die Dosis wird je nach Körpergewicht festgelegt.

Urokinase wird vor allem von der Leber und den Nieren aufgenommen.

Die Leber spielt eine wichtige Rolle für die Clearance von Urokinase : die Plasma-Aktivität hält bei

Patienten mit Zirrhose länger an.

Fünf Minuten nach einer Urokinase-Injektion werden 2,5% in aktiver Form in der Galle angetroffen.

Im Harn werden 2% der verabreichten Dosis in aktiver Form angetroffen, 80% in nicht aktiver Form

(gemessen bei Tieren über 72 Stunden).

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Nicht zutreffend.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Glycin (E640), Natriumacetat für 1 Dosis.

ACTOSOLV 100 000 IE: Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis,

d.h. es ist nahezu “natriumfrei”.

ACTOSOLV 600 000 IE: Dieses Arzneimittel enthält ~1,5 mmol (oder y 33,7 mg) Natrium pro Dosis.

Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, solten Sie dies berücksichtigen.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Nach der Lösung in der vorgeschriebenen Menge Wasser zur Injektion kann Actosolv maximal

12 Stunden bei 20°C aufbewahrt werden.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C)

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Aufbewahrungsbedingungen nach verdünnung der Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Schachtel mit 1 Flasche.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Um eine Entartung der aktiven Substanz zu vermeiden, 2 ml Wasser zur Injektion als Lösungsmittel

für Actosolv 100 000 und 12 ml Wasser zur Injektion für Actosolv 600000 verwenden. Die so

erhaltene Lösung gemäß Bedarf in einer 0,9% Natriumchlorid-Lösung oder in 5% Glucose oder

Fructose verwenden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu

beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

EUMEDICA N.V.

Winston Churchilllaan 67

BE-1180 Brüssel

Tel +32 64 27 17 00

Fax +32 64 27 17 99

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

ACTOSOLV 100 000 IE

BE140777

ACTOSOLV 600 000 IE

BE156834

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

ACTOSOLV 100 000 IE

09/03/1988

ACTOSOLV 600 000 IE

09/01/1992

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

26/05/2008

Verschreibungspflichtig

10.

STAND DER INFORMATION

09/2015

Datum der Genehmigung: 12/2015