Acimethin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Acimethin Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • methioninum 500 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Acimethin Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Harnansäuerung bei chronischen Harnwegsinfekten

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 48799
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-09-1988
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Acimethin®

Mepha Pharma AG

Was ist Acimethin und wann wird es angewendet?

Acimethin ist ein Arzneimittel zur Ansäuerung des Harns, das auf Verschreibung des Arztes oder der

Ärztin eingenommen wird.

Viele Bakterien sind in der Lage, den Urin alkalisch werden zu lassen und können sich dadurch

günstige Wachstumsbedingungen schaffen.

Der ansäuernde Effekt der natürlichen Aminosäure L-Methionin bewirkt eine Ansäuerung des

alkalischen Urins und somit eine Wiederherstellung des Normalbereichs. Der Normalbereich des

Urins liegt im sauren Bereich und wird als pH-Wert gemessen. Dieser sollte zwischen 5,4 und

6,2 liegen. Damit wird das Wachstum der Bakterien gehemmt.

Ausserdem können wiederkehrende Infektionen der Harnwege vermindert werden. Die

Harnansäuerung mit Acimethin verbessert auch die Löslichkeit von Phosphatharnsteinen und ist ein

wesentliches Prinzip zur Vermeidung von Steinneubildung.

Was sollte dazu beachtet werden?

Eine intensive Durchspülung der Harnwege durch Erhöhung der Trinkmenge (2–3 Liter/Tag)

unterstützt die Therapie mit Acimethin. Erfordert die Schwere der Harnwegsinfektion die Gabe

bestimmter Antibiotika bzw. Chemotherapeutika, so kann die zusätzliche Einnahme von Acimethin

deren Wirkung noch steigern.

Bei Langzeitanwendung von L-Methionin ist auf eine ausreichende nutritive Versorgung mit B-

Vitaminen, insbesondere Vitamin B6 und Folsäure, zu achten.

Ein bestehender Mangel an diesen Vitaminen sollte gegebenenfalls ausgeglichen werden.

Erfahrungen zur Anwendung bei Kindern liegen nicht vor.

Wann darf Acimethin nicht angewendet werden?

Acimethin darf nicht angewendet werden bei angeborener Stoffwechselstörung (Homocysteinurie),

Übersäuerung des Blutes (sogenannter metabolischer Azidose, renaler tubulärer Azidose), Gicht,

erhöhten Harnsäurewerten (im Blut und Urin), bei Harnsäure-, Oxalat- und Cystinsteinen, sowie bei

schweren Leber- und Nierenerkrankungen.

Acimethin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder

einem der Hilfsstoffe gemäss der Zusammensetzung.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Acimethin Vorsicht geboten?

Bei azidosegefährdeten Patienten (Neigung zur Übersäuerung des Blutes), sollte die langfristige

Behandlung mit Acimethin unter regelmässiger Kontrolle des Säure-Basen-Haushaltes erfolgen.

Die Wirkung gewisser Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit, die den Wirkstoff «Levodopa»

enthalten, kann durch die gleichzeitige Einnahme von Acimethin abgeschwächt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Acimethin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet

werden?

Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, sollte Acimethin nur bei zwingender

Notwendigkeit auf Verschreibung bzw. Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder der

behandelnden Ärztin eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Acimethin?

Im Allgemeinen genügen 3mal täglich 1–2 Filmtabletten.

Um eine schnelle Ansäuerung zu erreichen, ist es sinnvoll, die Therapie mit 3mal 2 Filmtabletten zu

beginnen.

Die Filmtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit vor der Mahlzeit eingenommen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Acimethin haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Acimethin auftreten:

Bei azidosegefährdeten Patienten z.B. mit schweren Leber- oder Nierenkrankheiten kann Acimethin

zur Übersäuerung des Blutes führen. Eine langfristige Behandlung sollte dann nur unter

regelmässiger Kontrolle des Säuren-Basen-Haushaltes im Blut und Urin erfolgen.

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Benommenheit, Irritabilität, mögliche Verschlechterung einer

bestehenden Nieren- und Leberinsuffizienz.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Acimethin, Filmtabletten für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nicht über 25 °C lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Acimethin enthalten?

1 Filmtablette Acimethin enthält:

Wirkstoff: L-Methionin 500 mg.

Zulassungsnummer

48799 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Acimethin? Welche Packungen sind erhältlich?

Acimethin erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

In Packungen zu 50 oder 100 Filmtabletten zu je 500 mg L-Methionin.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2002 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.