Abilify 7

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Abilify 7 5 mg / ml, Injektionslösung i.m.
  • Darreichungsform:
  • 5 mg / ml, Injektionslösung i.m.
  • Zusammensetzung:
  • aripiprazolum 7,5 mg, Säure-tartaricum, sulphobutyl äther-beta-cyclodextrin-Natrium, Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Abilify 7 5 mg / ml, Injektionslösung i.m.
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Neuroleptikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57813
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-02-2008
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Warnhinweise/Vorsichtsmassnahmen, Unerwünschte Wirkungen

Abilify® Injektionslösung

Zusammensetzung

Wirkstoff: Aripiprazolum

Hilfsstoffe: Sulfobutylether-beta-cyclodextrin sodium, Acidum tartaricum, Natrii hydroxidum, Aqua

ad iniectabilia

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionslösung zu 7.5 mg/ml bzw. 9.75 mg pro Durchstechflasche (1.3 ml).

Abilify Injektionslösung (i.m.) ist eine klare, farblose, sterile, wässrige, gebrauchsfertige Lösung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Abilify Injektionslösung wird zur schnellen Kontrolle von Agitiertheit und Verhaltensstörungen bei

Patienten mit Schizophrenie oder bei Patienten mit manischen Episoden bei Bipolar-I-Störungen

angewandt, wenn eine orale Therapie nicht angebracht ist.

Sobald es klinisch angebracht ist, sollte die Behandlung mit Abilify Injektionslösung beendet werden

und mit der oralen Anwendung von Abilify begonnen werden.

Dosierung/Anwendung

Anwendung nur unter Anleitung durch entsprechend qualifizierten Spezialisten unter stationären

Bedingungen und engmaschiger Überwachung.

Zur intramuskulären Anwendung.

Um die Resorption zu verbessern und die Variabilität zu minimieren, wird eine Injektion in den

Musculus deltoideus oder tief in den Musculus gluteus maximus empfohlen. Adipöse Regionen

sollten dabei gemieden werden.

Nicht intravenös oder subkutan verabreichen. Abilify Injektionslösung ist gebrauchsfertig und nur

für eine kurzzeitige Behandlung vorgesehen (s. «Eigenschaften/Wirkungen»).

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Anfangsdosis von Abilify Injektionslösung beträgt 9.75 mg (1.3 ml), verabreicht als

einzelne, intramuskuläre Injektion. Der wirksame Dosisbereich von Abilify Injektionslösung liegt bei

5.25-15 mg (Einmalinjektion).

Eine niedrigere Dosis (5.25 mg, 0.7 ml) kann abhängig vom individuellen klinischen Status

angewendet werden. Dabei sollte die bereits verabreichte Medikation zur Akut- oder

Erhaltungstherapie berücksichtigt werden (s. «Interaktionen»).

Abhängig von der Verträglichkeit und vom individuellen klinischen Status kann eine zweite

Injektion 2 Stunden nach der ersten Injektion gegeben werden. Jedoch sollten nicht mehr als drei

Injektionen in einem Zeitraum von 24 Stunden verabreicht werden.

Die maximale Tagesdosis sollte 30 mg nicht überschreiten (betrifft alle Formen von Abilify).

Falls eine fortgesetzte Behandlung mit oral verabreichtem Abilify indiziert ist, lesen Sie bitte die

entsprechende Fachinformation.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Die Wirksamkeit von Abilify Injektionslösung bei Patienten ab 65 Jahren wurde nicht nachgewiesen.

Mit Rücksicht auf die grössere Empfindlichkeit dieser Patientengruppe sollte eine niedrigere

Initialdosis in Betracht gezogen werden, wenn klinische Faktoren dies rechtfertigen (s.

«Pharmakokinetik»).

Kinder und Jugendliche <18 Jahre

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Abilify Injektionslösung wurde nicht untersucht.

Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Klasse A, B, C)

Keine Dosisanpassung erforderlich bei leichter bis mässiger Leberinsuffizienz. Die vorhandenen

Daten reichen nicht aus, um bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz Dosierungsempfehlungen

festzulegen. Bei diesen Patienten sollte die Dosierung vorsichtig eingestellt werden. Die

Maximaldosis von 30 mg sollte jedoch bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz mit Vorsicht

angewendet werden.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich (s. «Pharmakokinetik»).

Geschlecht

Keine geschlechtsspezifische Dosisanpassung erforderlich (s. «Pharmakokinetik»).

Raucher

Keine Dosisanpassung bei Rauchern erforderlich.

Dosierungsanpassung aufgrund von Interaktionen

Bei der Co-Medikation von Abilify Injektionslösung mit einem starken CYP3A4- oder CYP2D6-

Inhibitor sollte die Aripiprazol-Dosis reduziert werden (s. «Interaktionen»). Nach Absetzen des

CYP3A4- bzw. CYP2D6- Inhibitors sollte die Aripiprazol-Dosierung wieder erhöht werden.

Bei Patienten mit mehreren Begleitmedikationen, welche die Enzyme CYP3A4 und CYP2D6

hemmen, sollte eine Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden (s. «Interaktionen»), zudem sind

etwa 8% der Kaukasier «schlechte» (= «poor») Metabolisierer von CYP2D6-Substraten (s.

«Pharmakokinetik»).

Bei der Co-Medikation von Abilify Injektionslösung mit einem starken CYP3A4- Induktor sollte die

Aripiprazol-Dosis gesteigert werden (s. «Interaktionen»). Zusätzliche Dosis-Erhöhungen von Abilify

Injektionslösung sollten auf einer klinischen Beurteilung beruhen.

Nach Absetzen des CYP3A4-Induktors sollte die Aripiprazol-Dosierung reduziert werden (s.

«Interaktionen»).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung

(s. «Zusammensetzung»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Überwachung der Patienten

Während der Behandlung mit einem Antipsychotikum kann es mehrere Tage bis zu einige Wochen

dauern, bis sich der klinische Zustand des Patienten bessert. Die Patienten sollten in dieser Zeit

durchgängig engmaschig überwacht werden.

Abhängig vom Zustand des Patienten sollte die Erstbehandlung unter stationären klinischen

Bedingungen erfolgen.

Die Wirksamkeit von Abilify Injektionslösung bei Patienten mit Agitiertheit und

Verhaltensstörungen wurde nur für Schizophrenie und manische Episoden bei Bipolar-I-Störungen

untersucht.

Die zusätzliche Gabe eines Benzodiazepins war in den Studien mit Abilify Injektionslösung in der

Indikation Agitiertheit bei Patienten mit Schizophrenie in einigen Fällen erforderlich.

Wenn eine parenterale Therapie mit Benzodiazepin, zusätzlich zu Abilify Injektionslösung, als

notwendig erachtet wird, müssen die Patienten bezüglich erhöhter Sedierung, kardio-respiratorischer

Depression, Blutdruckveränderung sowie einer orthostatischen Hypotonie überwacht werden (s.

«Interaktionen»).

Auch Patienten, die Abilify Injektionslösung alleine erhalten, sollten bezüglich orthostatischer

Hypotonie überwacht werden. Blutdruck, Puls, Respirationsrate und Bewusstseinszustand sollten

regelmässig überprüft werden.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Abilify Injektionslösung wurde bei Patienten mit Alkohol- oder

Drogen- resp. Arzneimittelvergiftungen nicht untersucht.

Suizidalität

Über das Auftreten von suizidalem Verhalten bei psychotischen Erkrankungen wurde in einigen

Fällen nach Beginn oder nach Wechsel einer antipsychotischen Therapie berichtet, auch bei

Behandlung mit Aripiprazol (s. «Unerwünschte Wirkungen»). Eine enge Überwachung sollte die

antipsychotische Therapie von Patienten begleiten.

In einer epidemiologischen Studie zeigte sich das Suizidalitätsrisiko bei Patienten mit Schizophrenie

und bipolaren Störungen unter Aripiprazol nicht verschieden von anderen Neuroleptika.

Spätdyskinesien

Weil das Risiko von Spätdyskinesien während einer Langzeitbehandlung mit Antipsychotika

zunimmt, sollte bei entsprechenden Anzeichen und Symptomen ev. die Dosis reduziert oder die

Behandlung abgebrochen werden (s. «Unerwünschte Wirkungen»). Nach Therapieabbruch können

sich diese Symptome vorübergehend verschlechtern, erstmals oder wieder auftreten. Tardive

Dyskinesien können auch schon nach kurzer Zeit der Behandlung mit einem Antipsychotikum

auftreten.

Krampfanfälle

Wie andere Antipsychotika sollte auch Aripiprazol bei Krampfanfällen in der Anamnese oder bei

Zuständen, die mit Krampfanfällen im Zusammenhang stehen, mit Vorsicht angewendet werden (s.

«Unerwünschte Wirkungen»).

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Antipsychotika, inklusive Aripiprazol, wurde über MNS,

einen potentiell lebensbedrohlichen Symptomkomplex, berichtet (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Klinische Manifestationen eines MNS sind: Fieber, Muskelrigidität, veränderte/wechselnde

Bewusstseinslage, Anzeichen autonomer Instabilität (unregelmässiger Puls oder Blutdruck,

Tachykardie, Schwitzen, Herzrhythmusstörungen), Erhöhung der Kreatinphosphokinase,

Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen. Bei Anzeichen und Symptomen, die

auf ein MNS hindeuten oder bei hohem Fieber unklarer Genese ohne weitere klinische Manifestation

von MNS müssen alle Antipsychotika, inklusive Aripiprazol, abgesetzt werden.

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Aufgrund seines α1-adrenergen Rezeptorantagonismus kann Aripiprazol mit einer orthostatischen

Hypotonie in Verbindung gebracht werden. Die Häufigkeit von mit orthostatischer Hypotonie

assoziierter Ereignisse in placebo-kontrollierten Studien mit Aripiprazol Injektionslösung war

(n=501): Orthostatische Hypotonie (Placebo 0%, Aripiprazol 0.6%), Synkope (Placebo 0%,

Aripiprazol 0.4%), orthostatischer Schwindel (Placebo 0.5%, Aripiprazol 0.2%). Die Häufigkeit

einer signifikanten Änderung des Blutdrucks war statistisch nicht unterschiedlich zwischen Patienten

unter Aripiprazol Injektionslösung (3.7%) und Patienten unter Placebo (3.7%).

Aripiprazol sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit bekannter kardiovaskulärer

Erkrankung (Krankheitsgeschichte mit Myokardinfarkt oder ischämischer Herzerkrankung,

Herzinsuffizienz oder Überleitungsstörungen), mit zerebrovaskulärer Erkrankung oder bei Patienten

mit Prädisposition für Hypotonie (z.B. auch bei Dehydration, Hypovolämie oder Behandlung mit

Antihypertensiva).

Fälle von venöser Thromboembolie (VTE) sind mit Antipsychotika berichtet worden. Da mit

Antipsychotika behandelte Patienten oft bereits bestehende Risikofaktoren für VTE aufweisen,

sollten vor und während der Behandlung mit Aripiprazol alle möglichen Risikofaktoren für VTE

identifiziert werden und Vorsichtmassnahmen getroffen werden (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

QT-Verlängerung

In klinischen Studien mit Aripiprazol war die Inzidenz einer QT-Verlängerung vergleichbar zu

Placebo. Wie bei anderen Antipsychotika sollte Aripiprazol bei Patienten, bei denen in der

Familienanamnese eine QT-Verlängerung auftrat, mit Vorsicht angewendet werden.

Kognitive und motorische Beeinträchtigung

In placebo-kontrollierten Studien mit Aripiprazol Injektionslösung wurde bei 9.4% der Patienten

unter Abilify Injektionslösung, verglichen mit 5.9% der Patienten unter Placebo, über Somnolenz

(inklusive Sedation) berichtet. Keine der Patienten unter Abilify Injektionslösung beendete die

Studien aufgrund von Somnolenz oder Sedation.

Abilify Injektionslösung, wie andere Antipsychotika auch, kann eventuell das Urteilsvermögen, das

Denken oder die motorischen Fähigkeiten beeinträchtigen. (Siehe auch Abschnitt «Wirkung auf die

Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen».)

Ältere Patienten mit Demenz assoziierter Psychose

Erhöhte Mortalität

Bei älteren Patienten mit Demenz assoziierter Psychose, welche mit atypischen Antipsychotika

behandelt werden (inklusive Abilify Injektionslösung) ist das Mortalitätsrisiko im Vergleich zu

Placebo erhöht.

In drei 10-wöchigen, placebo-kontrollierten Studien mit Aripiprazol bei älteren Patienten mit einer

Psychose, welche mit Alzheimer-Demenz assoziiert war (n=938; Durchschnittsalter: 82.4 Jahre,

Bereich: 56-99 Jahre), starben während der doppelblinden Phase der Studie oder innerhalb 30 Tagen

nach Abschluss 3.5% der Patienten unter Aripiprazol im Vergleich zu 1.7% der Patienten unter

Placebo.

Obwohl die Todesursachen unterschiedlich waren, schienen sie meistens entweder kardiovaskulärer

(z.B. Herzversagen, plötzlicher Herztod) oder infektiöser (z.B. Pneumonie) Art zu sein.

Zerebrovaskuläre unerwünschte Reaktionen

Zerebrovaskuläre unerwünschte Reaktionen (z.B. Schlaganfall, transitorische ischämische Attacken)

inklusive Todesfälle traten bei 1.3% der mit Aripiprazol behandelten Patienten gegenüber 0.6% der

Patienten unter Placebo auf (Durchschnittsalter: 84 Jahre, Bereich 78-88 Jahre). Dieser Unterschied

war statistisch nicht signifikant. Die unerwünschten Wirkungen, über welche mit einer Häufigkeit

von ≥5% und einem im Vergleich zu Placebo mindestens doppelt so häufigem Auftreten unter

Aripiprazol berichtet wurde, waren: Lethargie [Placebo 2%, Aripiprazol 5%], Somnolenz (inklusive

Sedierung) [Placebo 3%, Aripiprazol 8%] und Inkontinenz (hauptsächlich Harninkontinenz)

[Placebo 1%, Aripiprazol 5%].

Aripiprazol ist nicht für die Behandlung von mit Demenz einhergehenden Psychosen und/oder

Verhaltensstörungen zugelassen und wird daher nicht zur Anwendung bei dieser speziellen

Patientengruppe empfohlen.

Hyperglykämie und Diabetes mellitus

Hyperglykämie, in einigen Fällen extrem und assoziiert mit Ketoazidose oder hyperosmolarem

Koma oder Tod, wurde bei Patienten berichtet, die mit atypischen antipsychotischen Wirkstoffen,

inkl. Aripiprazol, behandelt wurden. Epidemiologische Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko für

unerwünschte Wirkungen bezüglich Hyperglykämie unter Therapie mit atypischen antipsychotischen

Wirkstoffen hin.

In klinischen Studien mit Aripiprazol gab es keine signifikanten Unterschiede im Vergleich zu

Placebo bei den Inzidenzraten unerwünschter Ereignisse in Bezug auf Hyperglykämie

(einschliesslich Diabetes) oder bei anormalen Glukose-Laborwerten.

Patienten, die mit antipsychotischen Wirkstoffen, einschliesslich Aripiprazol, behandelt werden,

sollten auf Anzeichen und Symptome einer Hyperglykämie (wie z.B. Polydipsie, Polyurie,

Polyphagie und Schwäche) beobachtet werden, und Patienten mit Diabetes mellitus oder mit

Risikofaktoren für Diabetes mellitus sollten regelmässig in Bezug auf eine Verschlechterung der

Glukosewerte überwacht werden.

Dysphagie

Motilitätsstörungen der Speiseröhre und Aspiration sind mit der Einnahme von antipsychotischen

Arzneimitteln, einschliesslich Aripiprazol, assoziiert worden. Aripiprazol und andere

antipsychotische Arzneimittel sollten mit Vorsicht bei Patienten mit einem Risiko für

Aspirationspneumonie angewendet werden.

Gewichtszunahme

Eine Gewichtszunahme wird im Allgemeinen bei schizophrenen Patienten und bei Patienten mit

bipolarer Manie aufgrund von Komorbiditäten, der Anwendung von Antipsychotika, bei denen

Gewichtszunahme als Nebenwirkung bekannt ist, bzw. einer ungesunden Lebensführung beobachtet

und könnte zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Über eine Gewichtszunahme wurde nach

Markteinführung (Häufigkeit nicht bekannt, s. «Unerwünschte Wirkungen/Postmarketing-

Erfahrung») bei Patienten berichtet, denen Aripiprazol verschrieben wurde. In den beobachteten

Fällen weisen die Patienten gewöhnlich signifikante Risikofaktoren wie Diabetes,

Schilddrüsenerkrankung oder Hypophysenadenom in der Anamnese auf. In klinischen Studien hat

Aripiprazol nicht zu einer klinisch relevanten Gewichtszunahme geführt (s.

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Pathologische Spielsucht

Unter der Einnahme von Aripiprazol können sich bei Patienten Süchte, insbesondere Spielsucht, und

die Unfähigkeit, diese zu kontrollieren, verstärken. Andere Süchte, die berichtet wurden, umfassen:

verstärkten Sexualtrieb, zwanghafte Kaufsucht, Heisshunger oder Esssucht und andere impulsive

oder zwanghafte Verhalten. Es ist wichtig für den verordnenden Arzt/Ärztin, Patienten unter der

Therapie mit Aripiprazol oder deren Betreuer speziell nach einem neuen Auftreten oder einer

Verstärkung von Spielsucht, des Sexualtriebes, von Kaufsucht oder von Heisshunger oder Esssucht

zu befragen. Es ist darauf hinzuweisen, dass Symptome von Impulskontrollstörungen auch mit der

Grunderkrankung in Zusammenhang stehen können; jedoch wurden einige Fälle berichtet, bei denen

die Süchte abnahmen oder aufhörten, nachdem die Dosis reduziert oder das Medikament abgesetzt

wurde.

Impulskontrollstörungen können dem Patienten oder anderen Personen Schaden zufügen, wenn sie

nicht erkannt werden. Ziehen Sie eine Dosisreduktion oder ein Absetzen des Medikamentes in

Betracht, falls ein Patient oben genannte Süchte unter der Medikation mit Aripiprazol entwickeln

sollte (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Interaktionen

Da Aripiprazol primär auf das ZNS wirkt, ist Vorsicht geboten, wenn es in Kombination mit anderen

zentral wirksamen Arzneimitteln mit sich überlagernden Nebenwirkungen wie Sedierung und mit

Alkohol eingenommen wird (s. auch «Unerwünschte Wirkungen»).

Aufgrund seines α1-adrenergen Rezeptorantagonismus kann Aripiprazol möglicherweise die

Wirkung bestimmter antihypertensiver Substanzen verstärken.

Möglicher Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Abilify Injektionslösung

Die Anwendung von Lorazepam Injektionslösung hat, bei gleichzeitiger Gabe, keinen Einfluss auf

die Pharmakokinetik von Abilify Injektionslösung. In einer Studie mit einmal-dosiertem,

intramuskulär verabreichtem Aripiprazol (Dosis 15 mg) bei gesunden Probanden, war jedoch, bei

gleichzeitiger intramuskulärer Gabe von Lorazepam (Dosis 2 mg), die beobachtete

Sedierungsintensität grösser als bei Monotherapie mit Aripiprazol.

Der H2-Antagonist Famotidin, ein potenter Magensäureblocker, hatte keinen signifikanten Effekt auf

die Pharmakokinetik von oralem Aripiprazol.

Aripiprazol wird über verschiedene Wege unter Beteiligung der Enzyme CYP2D6 und CYP3A4,

aber nicht der CYP1A-Enzyme, metabolisiert. Daher ist für Raucher keine Dosisanpassung

erforderlich.

Chinidin und andere CYP2D6-Inhibitoren

In einer klinischen Studie mit gesunden Probanden steigerte ein hochwirksamer CYP2D6-Inhibitor

(Chinidin) die AUC von Aripiprazol um 107%, während die Cmax unverändert blieb. Die AUC und

Cmax von Dehydro-Aripiprazol, dem aktiven Metaboliten, verringerte sich um 32% und um 47%.

Die Aripiprazol -Dosis sollte auf etwa die Hälfte der verschriebenen Dosis verringert werden, wenn

Aripiprazol zusammen mit Chinidin gegeben wird. Es ist zu erwarten, dass andere hochwirksame

Inhibitoren von CYP2D6, wie Fluoxetin und Paroxetin, ähnliche Effekte haben, und deshalb sollten

ähnliche Dosisreduktionen vorgenommen werden.

Ketoconazol und andere CYP3A4-Inhibitoren

In einer klinischen Studie mit gesunden Probanden steigerte ein hochwirksamer Inhibitor von

CYP3A4 (Ketoconazol) die AUC und Cmax von Aripiprazol um 63% bzw. 37%. Die AUC und

Cmax von Dehydro-Aripiprazol stiegen um 77% bzw. 43%. Bei CYP2D6 «schlechten» (= «poor»)

Metabolisierern kann die gemeinsame Anwendung mit hochwirksamen Inhibitoren von CYP3A4 in

höheren Plasmakonzentrationen von Aripiprazol resultieren im Vergleich zu CYP2D6 extensiven

Metabolisierern. Wenn man die gemeinsame Gabe von Ketoconazol oder anderen hochwirksamen

CYP3A4-Inhibitoren mit Aripiprazol in Betracht zieht, sollte der potenzielle Nutzen die potenziellen

Risiken für den Patienten überwiegen. Wenn Ketoconazol zusammen mit Aripiprazol gegeben wird,

sollte die Aripiprazol -Dosis auf ungefähr die Hälfte der verschriebenen Dosis reduziert werden.

Andere hochwirksame Inhibitoren von CYP3A4, wie Itraconazol und HIV-Proteaseinhibitoren,

dürften ähnliche Wirkungen haben, und deshalb sollten ähnliche Dosisreduktionen vorgenommen

werden.

Nach Absetzen des CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitors sollte die Dosierung von Aripiprazol auf die

Dosishöhe vor Beginn der Begleittherapie angehoben werden.

Carbamazepin und andere CYP3A4 Induktoren

Nach gemeinsamer Anwendung mit Carbamazepin, einem hochwirksamen Induktor von CYP3A4,

waren die geometrischen Mittel der Cmax und AUC von Aripiprazol um 68% bzw. 73% niedriger im

Vergleich zur Monotherapie mit Aripiprazol (30 mg). Ebenso waren für Dehydro-Aripiprazol die

geometrischen Mittel der Cmax und AUC nach der gemeinsamen Anwendung mit Carbamazepin um

69% bzw. 71% niedriger als nach Monotherapie mit Aripiprazol.

Die Aripiprazol -Dosis sollte bei gemeinsamer Gabe von Aripiprazol mit Carbamazepin verdoppelt

werden. Es ist zu erwarten, dass andere hochwirksame Induktoren von CYP3A4 (wie Rifampicin,

Rifabutin, Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Efavirenz, Nevirapin und Johanniskraut) ähnliche

Wirkungen haben, und deshalb sollten ähnliche Dosiserhöhungen vorgenommen werden. Nach

Absetzen der hochwirksamen CYP3A4-Induktoren sollte die Dosierung von Aripiprazol auf die

empfohlene Dosis reduziert werden.

Valproat und Lithium

Wenn entweder Valproat oder Lithium gleichzeitig mit Aripiprazol eingenommen wurde, gab es

keine klinisch signifikante Veränderung der Aripiprazol-Konzentrationen.

Serotonin-Syndrom

Bei Patienten, die Aripiprazol eingenommen haben, wurden Fälle eines Serotonin-Syndroms

berichtet. Mögliche Anzeichen und Symptome dieses Syndroms können insbesondere bei

gleichzeitiger Anwendung von anderen serotonergen Arzneimitteln wie SSRI/SNRI oder

Arzneimitteln, bei denen bekannt ist, dass sie die Aripiprazolkonzentrationen erhöhen, auftreten (s.

«Unerwünschte Wirkungen»).

Möglicher Einfluss von Abilify Injektionslösung auf andere Arzneimittel

Die Anwendung von Abilify Injektionslösung hat, bei gleichzeitiger Gabe, keinen Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Lorazepam Injektionslösung. In einer Studie mit einmal-dosiertem,

intramuskulär verabreichtem Aripiprazol (Dosis 15 mg) bei gesunden Probanden, war jedoch, bei

gleichzeitiger intramuskulärer Gabe von Lorazepam (Dosis 2 mg), die beobachtete orthostatische

Hypotonie ausgeprägter und länger anhaltend als bei Monotherapie mit Lorazepam.

In klinischen Studien hatte eine tägliche Dosierung von 10-30 mg Aripiprazol keinen signifikanten

Effekt auf den Metabolismus der Substrate von CYP2D6 (Dextromethorphan), CYP2C9 (Warfarin),

CYP2C19 (Omeprazol, Warfarin) und CYP3A4 (Dextromethorphan). Ausserdem zeigten

Aripiprazol und Dehydro-Aripiprazol in vitro kein Potential für eine Veränderung des über CYP1A2

induzierten Stoffwechsels. Daher ist nicht zu erwarten, dass Aripiprazol klinisch bedeutsame

Interaktionen über diese Enzyme verursacht.

Wenn Aripiprazol gleichzeitig mit Valproat, Lithium oder Lamotrigin eingenommen wurde, gab es

keine klinisch signifikanten Veränderungen der Valproat-, Lithium- oder Lamotrigin-

Konzentrationen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung bei Schwangeren.

In tierexperimentellen Studien beeinträchtigte Aripiprazol die Fertilität nicht. Entwicklungs-

Toxizität, einschliesslich möglicher teratogener Effekte, wurde beobachtet: bei Ratten nach Dosen,

die subtherapeutische bis therapeutische Expositionen ergaben (basierend auf der AUC) und bei

Kaninchen nach Dosen mit Expositionen, die 3-11 mal der mittleren Steady-State AUC bei der

maximal empfohlenen klinischen Dosis entsprachen. Die eine maternale Toxizität hervorrufende

Dosierung war ähnlich derjenigen, die Entwicklungs-Toxizität verursachte.

Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Patientinnen sollte geraten werden, ihren

Arzt zu benachrichtigen, wenn sie schwanger werden oder eine Schwangerschaft während der

Behandlung mit Aripiprazol planen. Aufgrund der unzureichenden Datenlage zur Sicherheit beim

Menschen und aufgrund der in den Reproduktionsstudien beim Tier entstandenen Bedenken darf

Aripiprazol in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen

rechtfertigt eindeutig das potentielle Risiko für den Fetus.

Nicht-teratogene Effekte: Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der

Schwangerschaft Antipsychotika (einschliesslich Aripiprazol) exponiert sind, besteht nach der

Geburt die Gefahr von extrapyramidalmotorischen Symptomen und/oder Entzugssymptomen (s.

«Unerwünschte Wirkungen»). Diese Symptome beim Neugeborenen können Agitation,

ungewöhnlich erhöhten oder verminderten Muskeltonus, Tremor, Schläfrigkeit, Atemnot und

Störungen bei der Nahrungsaufnahme/Probleme beim Füttern einschliessen. Diese Komplikationen

waren unterschiedlich in ihrem Schweregrad. Während in einigen Fällen die Symptome

selbstlimitierend waren, benötigten in anderen Fällen die Neugeborenen eine Überwachung auf der

Intensivstation oder eine verlängerte Hospitalisation. Über solche Ereignisse wurde bei einer

Aripiprazol-Exposition sehr selten berichtet.

Stillzeit

Aripiprazol geht in die menschliche Muttermilch über.

Derzeit fehlen humane Daten aus kontrollierten Untersuchungen zur Langzeitsicherheit

einschliesslich aus z.B. seriellen Messungen in der Muttermilch oder Bestimmungen der

Plasmaspiegel beim Säugling.

Während der Therapie mit Aripiprazol soll nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Wie bei der Therapie mit anderen Antipsychotika sollten auch Patienten unter Aripiprazol davor

gewarnt werden, Fahrzeuge zu lenken oder gefährliche Maschinen zu bedienen, bis sie sicher sind,

dass das Medikament keinen negativen Einfluss hat. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass

Aripiprazol die kognitive Funktion beeinträchtigt.

Unerwünschte Wirkungen

Erfahrung aus klinischen Studien

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen in Placebo-kontrollierten Studien sind

Übelkeit, Schwindel und Schläfrigkeit, die jeweils bei mehr als 3 % der mit Aripiprazol-

Injektionslösung behandelten Patienten auftraten.

Aufstellung der unerwünschten Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen traten in klinischen Studien mit Aripiprazol

Injektionslösung häufiger (≥1/100) auf als mit Placebo oder wurden als mögliche medizinisch

relevante Nebenwirkungen (*) eingestuft (s. «Eigenschaften/Wirkungen»):

Sie sind geordnet nach Systemorganklassen (MedDRA) und absteigender Häufigkeit: «Sehr häufig»

(≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1'000, <1/100), «selten» (≥1/10'000,

<1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Akathisie

Herzerkrankungen

Häufig: Tachykardie*

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Orthostasesyndrom*, erhöhter diastolischer Blutdruck*

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Erbrechen

Gelegentlich: trockener Mund*

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Ermüdung

Die folgenden unerwünschten Wirkungen traten häufiger (≥1/100) auf als unter Placebo oder wurden

in klinischen Studien mit oral angewendetem Aripriprazol als mögliche medizinisch relevante

Nebenwirkungen (*) eingestuft: (s. «Eigenschaften/Wirkungen»):

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich: Hyperprolaktinämie

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr häufig: Schlaflosigkeit (11%)

Häufig: Angst, Unruhe

Gelegentlich: Hypersexualität

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerz (15%)

Häufig: Schwindel, Akathisie, Schläfrigkeit, Sedierung, Tremor, extrapyramidale Symptome (z.B.

Dystonie, Parkinsonismus, Dyskinesie)

Gelegentlich: Tardive Dyskinesie*, Krampfanfall*

Selten: malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)*

Augenerkrankungen

Häufig: verschwommenes Sehen

Gelegentlich: Doppeltsehen

Herzerkrankungen

Häufig: Tachykardie*

Gefässerkrankungen

Häufig: Orthostasesyndrom*

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit (11%)

Häufig: Erbrechen, Dyspepsie, Obstipation, Hypersalivation

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Ermüdung

Die folgenden Angaben beziehen sich auf mit anderen galenischen Formen erhaltene Daten. Abilify

Injektionslösung ist für eine Langzeitbehandlung nicht geeignet.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Extrapyramidale Symptome (EPS)

Schizophrenie: in einer kontrollierten Langzeitstudie über 52 Wochen trat bei Patienten, die mit

Aripiprazol behandelt wurden, eine insgesamt geringere Inzidenz (27.1%) von EPS einschliesslich

Parkinsonismus, Akathisie, Dystonie und Dyskinesie auf, verglichen mit Patienten, die mit

Haloperidol behandelt wurden (59.2%). In einer placebo-kontrollierten Langzeitstudie über 26

Wochen betrug die Inzidenz von EPS 20.3% bei Patienten unter Aripiprazol-Behandlung und 13.1%

bei Patienten unter Placebo. In einer anderen kontrollierten Langzeitstudie über 26 Wochen betrug

die Inzidenz von EPS 16.8% bei Patienten, die mit Aripiprazol behandelt wurden, und 15.7% bei

Patienten unter Olanzapin-Therapie.

Manische Episoden bei Bipolar-I-Störungen: in einer kontrollierten 12-wöchigen Studie betrug die

Inzidenz von EPS 23.5% bei den mit Aripiprazol behandelten Patienten und 53.3% bei den mit

Haloperidol behandelten Patienten. In einer anderen Studie über 12 Wochen betrug die Inzidenz von

EPS 26.6% bei den mit Aripiprazol behandelten Patienten und 17.6% bei den mit Lithium

behandelten Patienten. In der 26-wöchigen Phase der Erhaltungstherapie in einer placebo-

kontrollieren Studie war die Inzidenz von EPS 18.2% bei den mit Aripiprazol behandelten Patienten

gegenüber 15.7% bei den Patienten in der Placebo-Gruppe.

Dystonie

Symptome einer Dystonie, verlängerte, abnormale Muskelkontraktionen, können bei empfindlichen

Personen während der ersten Behandlungstage auftreten. Dystoniesymptome umfassen: Krampf der

Genickmuskulatur, der manchmal zu einem Schlundkrampf fortschreitet, Schluckbeschwerden,

Atembeschwerden und/oder Zungenprotrusion. Obwohl diese Symptome bei niedriger Dosierung

auftreten können, treten sie häufiger und stärker bei hochpotenten und bei höheren Dosen von

Antipsychotika der ersten Generation auf. Ein erhöhtes Risiko für eine akute Dystonie wird bei

Männern und jüngeren Altersgruppen beobachtet.

Prolaktin

In den klinischen Studien zu den zugelassenen Indikationen und als Post-Marketing Erfahrung wurde

für Aripiprazol sowohl ein Anstieg als auch eine Senkung im Serumprolaktin im Vergleich zur

Baseline beobachtet. Prolaktinspiegel wurden in allen Studien für alle Dosierungen von Aripiprazol

ausgewertet (n = 28242). Die Inzidenz von Hyperprolaktinämie oder erhöhtem Serumprolaktin bei

den mit Aripiprazol behandelten Patienten (0,3%) war ähnlich derjenigen für Placebo (0,2%). Die

Inzidenz von Hypoprolaktinämie oder erniedrigtem Serumprolaktin bei den mit Aripiprazol

behandelten Patienten war 0,4% verglichen mit 0,02% unter Placebo.

Laborwerte

CPK-Erhöhungen, welche meist vorübergehend und asymptomatisch waren, wurden bei 3.5% der

mit Aripiprazol behandelten Patienten gegenüber 2.0% der Patienten unter Placebo beobachtet.

Die Patientengruppen unter Aripiprazol und Placebo zeigten in Bezug auf potentiell klinisch

signifikante Veränderungen der routinemässig kontrollierten Laborparameter keine medizinisch

bedeutsamen Unterschiede.

Post-Marketing Erfahrung

Ebenfalls wurde während der Post-Marketing-Beobachtungsphase über die folgenden unerwünschten

Wirkungen berichtet. Die Häufigkeit dieser unerwünschten Wirkungen ist nicht bekannt (kann

aufgrund der vorhandenen Daten nicht abgeschätzt werden).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Allergische Reaktionen (z.B. anaphylaktische Reaktionen, Angioödem, einschliesslich Zungenödem

und Gesichtsödem, Pruritus, Urtikaria, Hautausschlag)

Endokrine Erkrankungen

Diabetische Ketoazidose, diabetisches hyperosmolares Koma

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, Hyponaträmie, Anorexie, Hyperglykämie, Diabetes mellitus

Psychiatrische Erkrankungen

Agitiertheit, Nervosität, Suizidgedanken, Suizidversuche, begangene Suizide (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»), Depression, Aggression, Impulskontrollstörungen (z.B. pathologisches

Spielen, zwanghafte Kaufsucht, Heisshunger oder Esssucht)

Erkrankungen des Nervensystems

Sprachstörung, Grand-mal-Anfall, Serotonin-Syndrom, Aufmerksamkeitsstörung, Lethargie

Herzerkrankungen

QT-Verlängerung, ventrikuläre Arrhythmien, plötzlicher Tod unbekannter Ursache, Herzstillstand,

Torsades-de-Pointes, Bradykardie

Gefässerkrankungen

Synkope, Hypertonie, venöse thromboembolische Ereignisse (einschliesslich Lungenembolie und

tiefer Venenthrombose) (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Aspirationspneumonie, Oropharyngealspasmus, Laryngospasmus

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Pankreatitis, Dysphagie, erhöhter Speichelfluss, Bauch- und Magenbeschwerden, Diarrhoe, trockener

Mund

Leber- und Gallenerkrankungen

Hepatitis, Ikterus, Erhöhung der Alanin Aminotransferase (ALT), Erhöhung der Aspartat

Aminotransferase (AST), Erhöhung der γ-Glutamyltransferase (γ-GT)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Hyperhidrosis, Lichtempfindlichkeitsreaktion, Alopezie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Myalgie, Rhabdomyolyse, Steifheit

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Harnretention, Harninkontinenz

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Extrapyramidalmotorische und/oder Entzugserscheinungen beim Neugeborenen (s.

«Schwangerschaft/Stillzeit»)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Priapismus

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Brustschmerzen, Störung der Temperaturregulation (z.B. Hypothermie, Pyrexie), periphere Ödeme,

Schmerzen

Untersuchungen

Erhöhung der Kreatin-Phosphokinase, erhöhter Blutzucker, Blutzuckerschwankung, erhöhtes

glycosyliertes Hämoglobin

Das Risiko für Dyslipidämien wird beobachtet und untersucht.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

In klinischen Studien und seit der Markteinführung wurden unbeabsichtigte oder beabsichtigte

Überdosierungen von bis zu ca. 1260 mg Aripiprazol allein bei erwachsenen Patienten beobachtet.

Die Überdosierungen waren nicht letal. Potentiell medizinisch relevante Anzeichen und Symptome

beinhalteten Lethargie, Blutdruckerhöhung, Somnolenz, Tachykardie, Übelkeit und Erbrechen.

Zusätzlich gab es Berichte von unbeabsichtigten Überdosierungen bei Kindern. In keinem Fall

führten diese Überdosierungen mit bis zu 195 mg Aripiprazol allein bei Kindern zum Tode. Die

potenziell medizinisch relevanten Anzeichen und Symptome, die berichtet wurden, beinhalteten

Somnolenz vorübergehende Bewusstlosigkeit und extrapyramidale Symptome. Bei denjenigen

Patienten, die hospitalisiert wurden, gab es keine Berichte, die auf klinisch signifikante

Auswirkungen bzgl. Vitalzeichen, Laboruntersuchungen oder EKG hinwiesen.

Behandlung einer Überdosierung

Eine Überdosierung sollte symptomatisch behandelt werden sowie unterstützende Massnahmen

umfassen, wie Freihalten der Atemwege, Sauerstoffversorgung und Beatmung. Der mögliche

Einfluss anderer Arzneimittel sollte in Betracht gezogen werden. Folglich sollte die kardiovaskuläre

Überwachung sofort beginnen, und es sollte eine kontinuierliche elektrokardiographische

Überwachung durchgeführt werden, um mögliche Arrhythmien festzustellen. Nach jeder

vorliegenden oder vermuteten Überdosierung ist eine engmaschige medizinische Überwachung

solange angezeigt, bis sich der Patient erholt hat.

Aktivkohle (50 g), eine Stunde nach Aripiprazol gegeben, verringerte die Cmax von Aripiprazol um

ca. 41 % und die AUC um ca. 51 %. Dies deutet darauf hin, dass Aktivkohle ein wirksames Mittel in

der Behandlung einer Überdosierung sein kann.

Hämodialyse

Keine Erfahrungswerte bei Überdosierung. Da Aripiprazol nicht unverändert durch die Nieren

ausgeschieden wird und eine hohe Plasmaproteinbindung aufweist, ist es unwahrscheinlich, dass eine

Hämodialyse erfolgversprechend ist.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N05AX12

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Die Wirkung von Abilify Injektionslösung bei Schizophrenie und Bipolar-I-Störungen beruht in

erster Linie auf Aripiprazol. Der genaue Wirkungsmechanismus ist, wie bei anderen bei der

Schizophrenie bzw. Bipolar-I-Störungen wirksamen Arzneimitteln, nicht vollständig sicher geklärt.

Die Wirkung wird derzeit hauptsächlich auf die Kombination einer partiell agonistischen Aktivität an

den Dopamin D2- und Serotonin-5HT1a-Rezeptoren und einer antagonistischen Aktivität an den

Serotonin-5HT2a-Rezeptoren zurückgeführt.

In vitro hatte Aripiprazol eine hohe Affinität zum Dopamin D2- und D3-Rezeptor und zum Serotonin

5HT1a- und 5HT2a-Rezeptor sowie eine moderate Affinität zum Dopamin D4-, Serotonin 5HT2c-

und 5HT7-, α1-adrenergen und H1-Histamin-Rezeptor. Ausserdem zeigte Aripiprazol eine moderate

Affinität zur Serotonin-Wiederaufnahme-Stelle und keine nennenswerte Affinität zu Muscarin-

Rezeptoren. Die Interaktion mit anderen Rezeptoren als den Dopamin- und Serotonin-Subtypen

könnte einige der anderen klinischen Effekte von Aripiprazol erklären.

Im Tiermodell zeigte Aripiprazol antagonistische Eigenschaften bei dopaminerger Hyperaktivität

und agonistische Eigenschaften bei dopaminerger Hypoaktivität.

Beim Menschen: Bei Verabreichung von Aripiprazol in Dosierungen von 0.5 bis 30 mg 1× täglich

während 2 Wochen an gesunde Probanden zeigte die Positronen-Emissions-Tomographie eine

dosisabhängige Reduktion der Bindung von 11C-Racloprid, einem spezifischen D2-Rezeptor-

Liganden, am Nucleus caudatus und am Putamen.

Klinische Wirksamkeit

Abilify Injektionslösung bei Agitiertheit durch Schizophrenie und Bipolar-I-Störungen: In zwei

kurzzeitigen (24 Stunden), placebo-kontrollierten Studien an 554 schizophrenen Patienten mit

Agitiertheit und Verhaltensstörungen zeigte Abilify Injektionslösung eine statistisch signifikante

Verbesserung der Agitiertheit/Verhaltenssymptome im Vergleich zu Placebo und war mit

Haloperidol vergleichbar.

In einer placebo-kontrollierten Kurzzeitstudie (24 Stunden) mit 291 Patienten mit einer bipolaren

Störung, welche Agitiertheit und Verhaltensstörungen aufwiesen, zeigte Abilify Injektionslösung

eine statistisch signifikante Verbesserung der Agitiertheit/Verhaltenssymptome im Vergleich zu

Placebo.

In diesen drei Studien lag der mittlere PANSS Excited Component (maximal möglicher Score = 35)

für Patienten, welche in die Studien aufgenommen wurden, bei 19 (Bereich 15 bis 34). Alle Patienten

waren in der Lage, die Einverständniserklärung zur Studienteilnahme abzugeben. Schwere akute

Erregungszustände wurden in diesen Studien nicht systematisch untersucht.

In den zwei Studien, welche schizophrene Patienten einschloss, durfte eine Benzodiazepin Co-

Medikation erst eine Stunde nach der zweiten Aripiprazol-Injektion verabreicht werden. 13% bzw.

8% der mit der empfohlenen Dosis von 9.75 mg Aripiprazol behandelten Patienten benötigten eine

Benzodiazepin Co-Medikation (Haloperidol 11% bzw. 12%, Placebo 21% bzw. 19%).

Bezüglich klinischer Wirksamkeit von oral verabreichtem Aripiprazol, siehe Fachinformation von

Abilify für die oralen Formen.

Pharmakokinetik

Absorption

Abilify Injektionslösung als einzelne Dosis intramuskulär verabreicht, wird gut absorbiert und zeigt

eine absolute Bioverfügbarkeit von 100%. Die AUC für Aripiprazol in den ersten 2 Stunden nach

einer intramuskulären Injektion war um 90% höher als die AUC nach der gleichen Dosis als

Tablette; die systemische Exposition war ähnlich zwischen den beiden Formulierungen. In zwei

Studien an gesunden Probanden betrug die mittlere Zeit bis zum maximalen Plasmaspiegel 1 und 3

Stunden nach intramuskulärer Verabreichung.

Distribution

Aripiprazol wird im gesamten Körper mit einem apparenten Verteilungsvolumen von 4.9 l/kg

verteilt. In therapeutischen Konzentrationen wird Aripiprazol zu über 99% an Plasmaproteine,

hauptsächlich Albumin, gebunden.

Metabolismus

Aripiprazol wird primär in der Leber, hauptsächlich über 3 Biotransformationswege, metabolisiert:

Dehydrogenierung, Hydroxylierung und N-Dealkylierung.

In vitro-Studien zeigten, dass die Dehydrogenierung und Hydroxylierung von Aripiprazol durch die

Enzyme CYP3A4 und CYP2D6 erfolgt, während die N-Dealkylierung durch CYP3A4 katalysiert

wird.

Aripiprazol macht den Hauptanteil des Arzneimittels im systemischen Kreislauf aus. Im Steady State

betrug der Anteil von Dehydro-Aripiprazol ca. 40% der AUC von Aripiprazol im Plasma.

Elimination

Ungefähr 8% der Kaukasier fehlt die Fähigkeit CYP2D6 Substrate zu metabolisieren. Diese werden

als «poor metabolizers» (PM) klassifiziert, wobei der Rest «extensive metabolizers» (EM) sind. PMs

haben eine ca. 80% erhöhte Aripiprazol-Exposition und eine ca. 30% verminderte Exposition des

aktiven Metaboliten, verglichen zu den EMs. Dies führt zu einer ca. 60% höheren Exposition des

gesamten aktiven Teils einer verabreichten Aripiprazol-Dosis, verglichen mit EMs.

Die mittlere Eliminations-Halbwertszeit von Aripiprazol beträgt ca. 75 Stunden für EMs und 146

Stunden für PMs. Die CYP2D6-Substrat-Metabolisierung wird von Aripiprazol weder gehemmt

noch induziert.

Nach oraler Gabe einer Einzeldosis von 14C-Aripiprazol wurden ca. 27% der verabreichten

Radioaktivität im Urin bzw. 60% in den Faeces nachgewiesen. Weniger als 1% Aripiprazol wurde

unverändert im Urin und ca. 18% wurden unverändert in den Faeces ausgeschieden.

Die Gesamtkörper-Clearance von Aripiprazol beträgt 0.7 ml/min/kg und erfolgt primär über die

Leber.

Pharmakokinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Aripiprazol und OPC-14857 waren bei Patienten mit

schwerer Nierenerkrankung (Kreatininclearance <30 ml/min) und bei gesunden jungen Probanden

betreffend Exposition (AUC) vergleichbar.

Leberinsuffizienz

Eine Studie mit Verabreichung einer Einzeldosis (15 mg Aripiprazol) an Probanden mit

Leberzirrhose unterschiedlichen Schweregrades (Child-Pugh-Klassen A, B und C) zeigte keinen

signifikanten Effekt der Leberinsuffizienz auf die Pharmakokinetik von Aripiprazol und OPC-14857,

aber die Studie umfasste nur 3 Patienten mit Leberzirrhose der Klasse C, was nicht ausreicht, um

Schlüsse auf deren metabolische Kapazität zu ziehen.

Ältere Personen

Die Pharmakokinetik von Aripiprazol bei gesunden älteren und jüngeren erwachsenen Probanden

war nicht unterschiedlich. Ebenso zeigten sich bei einer pharmakokinetischen Untersuchung

schizophrener Patienten keine altersabhängigen Effekte.

Rauchen und ethnische Zugehörigkeit

Eine populations-spezifische Analyse ergab keine Hinweise auf klinisch signifikante Unterschiede

hinsichtlich der ethnischen Zugehörigkeit oder der Auswirkung des Rauchens auf die

Pharmakokinetik von Aripiprazol.

Geschlecht

Die Pharmakokinetik von Aripiprazol war sowohl bei gesunden Probanden wie auch bei

schizophrenen Patienten zwischen Männern und Frauen nicht unterschiedlich.

Präklinische Daten

Die Verabreichung von Aripiprazol Injektionslösung war in den Konzentrationen 2 und 4 mg/ml

lokal gut verträglich. Höhere Konzentrationen führten zu lokalen Irritationen und 7.5 mg/ml

induzierten bei Kaninchen eine Steigerung der CPK Werte.

Die intravenöse (bei Ratten) und intramuskuläre (bei Affen) Verabreichung von Aripiprazol

Injektionslösung war systemisch gut verträglich und zeigte nach wiederholter Gabe keine direkte

Toxizität auf die Zielorgane bei Ratten und Affen, wobei die systemische Exposition (AUC) das 15-

fache (Ratten) bzw. das 5-fache (Affen) der Humanexposition betrug (entsprechend einer

empfohlenen maximalen Humandosis von 30 mg i.m.).

In Toxizitätsstudien zur Reproduktion (i.v. Verabreichung), bei maternaler Exposition bis zum 15-

fachen (Ratte) bzw. 29-fachen (Hase) der Humanexposition (entsprechend 30 mg), wurden keine

neuen Sicherheitsbedenken festgestellt.

Untersuchungen an Kalium-Kanälen haben Hinweise auf ein QT-verlängerndes Potential gezeigt; die

IC50 lag bei 117.9 ng/ml. Die in vitro-Versuche wurden mit serumfreien Kulturen durchgeführt. Es

ist zu berücksichtigen, dass Aripiprazol eine hohe Plasmaproteinbindung besitzt und deshalb beim

Menschen eine geringe freie Konzentration von Aripiprazol vorliegen wird.

Präklinische Daten zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Verabreichung,

Genotoxizität, Karzinogenität oder Reproduktionstoxizität zeigten kein spezielles Risiko für den

Menschen. Toxikologisch signifikante Effekte wurden lediglich in einer Dosierung bzw. Exposition

beobachtet, welche die maximale Dosis bzw. Exposition beim Menschen deutlich überschritten, was

für die klinische Anwendung nur begrenzte oder keine Bedeutung hat.

In einer Dosierung von 20-60 mg/kg/Tag (6.5-19.5× die empfohlene maximale Humandosis,

berechnet auf mg/m2 Körperoberfläche) wurde nach 104 Wochen bei Ratten eine dosisabhängige

Nebennierenrinden-Toxizität (Lipofuscin-Pigment-Akkumulation und/oder parenchymatöser

Zellverlust) beobachtet.

Als Folge der Ausschüttung von Sulfat-Konjugaten der Hydroxy-Metaboliten von Aripiprazol in der

Galle von Affen trat nach wiederholter oraler Verabreichung von 25-125 mg/kg/Tag (16-81× die

empfohlene maximale Humandosis, berechnet auf mg/m2 Körperoberfläche) Cholelithiasis auf.

Da beim Menschen im Vergleich zum Affen der präsystemische Metabolismus von Aripiprazol

wesentlich geringer ist, betrugen die Konzentrationen dieser Sulfatkonjugate in der menschlichen

Galle bei einer Tagesdosis von 30 mg nicht mehr als 6% derjenigen beim Affen und liegen

hinsichtlich der in vitro-Löslichkeit weit unter deren Grenzwerten (6%).

In Karzinogenitätsstudien verursachte Aripiprazol keine Tumoren bei männlichen Mäusen oder

Ratten. Bei weiblichen Mäusen war die Inzidenz des Hypophysenadenoms und des

Adenokarzinomes sowie des Adenokanthoms der Brustdrüse erhöht nach oraler Verabreichung von 3

bis 30 mg/kg/Tag (0.1-0.9× die empfohlene max. Humandosis berechnet auf die AUC und 0.5-5×

berechnet auf mg/m2 Körperoberfläche). Bei weiblichen Ratten war die Inzidenz des Brustdrüsen-

Fibroadenoms erhöht nach oraler Verabreichung von 10 mg/kg/Tag (0.1× die empfohlene max.

Humandosis berechnet auf die AUC bzw. 3× die empfohlene max. Humandosis berechnet auf mg/m2

Körperoberfläche). Ebenfalls war die Inzidenz des adrenocorticalen Karzinoms und des kombinierten

adrenocorticalen Adenoms/Karzinoms erhöht bei einer oralen täglichen Verabreichung von 60 mg/kg

(10× die empfohlene max. Humandosis berechnet auf die AUC und 19.5× die empfohlene max.

Dosis berechnet auf mg/m2 Körperoberfläche).

Bei einer Mehrfach-Dosis-Studie mit juvenilen Hunden war das Toxizitätsprofil vergleichbar zu

demjenigen, welches bei erwachsenen Tieren beobachtet wurde.

Bei einer Mehrfach-Dosis-Studie mit juvenilen Ratten war das Toxizitätsprofil vergleichbar zu

demjenigen, welches bei erwachsenen Tieren beobachtet wurde. Aufgefallen ist jedoch, dass die

Exposition der juvenilen Tiere im Vergleich zu adulten Tieren erhöht war, dass ZNS-Effekte

innerhalb der Recoveryphase nicht vollständig reversibel waren und dass es bei den juvenilen Ratten

zu einer verzögerten sexuellen Reifung kam.

Das Mutagenitäts-Potential von Aripiprazol wurde in verschiedenen Tests evaluiert («in vitro

bacterial reverse-mutation assay», «in vitro bacterial DNA repair assay», «in vitro forward gene

mutation assay» in Lymphomzellen von Mäusen, «in vitro chromosomal aberration assay» in

Lungenzellen von chinesischen Hamstern (CHL), «in vivo micronucleus assay» in Mäusen,

«unscheduled DNA synthesis assay» in Ratten).

Aripiprazol und ein Metabolit (2,3-DCPP) waren im «in vitro chromosomal aberration assay» in

CHL Zellen positiv. Der Metabolit 2,3-DCPP erhöhte die zahlenmässigen Aberrationen im «in vitro

assay» in CHL Zellen ohne metabolische Aktivierung.

Der «in vivo micronucleus assay» in Mäusen ergab ein positives Testergebnis. Diese Resultate

kamen aufgrund eines Mechanismus zustande, der für den Menschen nicht relevant ist.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Verfalldatum anwenden.

Aus mikrobiologischen Gründen ist das Arzneimittel unmittelbar nach Anbruch zu verwenden, nicht

benutzte Restmengen verwerfen.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Licht geschützt in der Originalverpackung und ausser

Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

57813 (Swissmedic)

Packungen

Abilify Injektionslösung 7.5 mg/ml: Packungen zu 1 Einweg-Durchstechflasche à 1.3 ml (9.75 mg

Aripiprazol). [B]

Zulassungsinhaberin

Otsuka Pharmaceutical (Switzerland) GmbH, 8152 Opfikon

Stand der Information

Juni 2017

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



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18-10-2018

ABILIFY MAINTENA (Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V.)

ABILIFY MAINTENA (Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V.)

ABILIFY MAINTENA (Active substance: Aripiprazole) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6925 of Thu, 18 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/002755/T/0026

Europe -DG Health and Food Safety

17-9-2018

Abilify Maintena®

Rote - Liste

29-8-2018

ABILIFY MAINTENA (Otsuka Pharmaceutical Europe Ltd)

ABILIFY MAINTENA (Otsuka Pharmaceutical Europe Ltd)

ABILIFY MAINTENA (Active substance: Aripiprazole) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5780 of Wed, 29 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2755/R/25

Europe -DG Health and Food Safety

28-8-2018

Abilify (Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V.)

Abilify (Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V.)

Abilify (Active substance: aripiprazole) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5681 of Tue, 28 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/471/T/131

Europe -DG Health and Food Safety