Hydroderm "Aesca" 1 % - Creme

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Hydroderm "Aesca" 1 % - Creme
  • Verfügbar ab:
  • Merck Sharp & Dohme GmbH
  • Einheiten im Paket:
  • 30 g, Laufzeit: 48 Monate,500 g, Laufzeit: 48 Monate,15 g, Laufzeit: 48 Monate
  • Art der Medizin:
  • Mensch

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Hydroderm "Aesca"  1 % - Creme
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Letzte Änderung:
  • 23-04-2015

Packungsbeilage


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

H Y D R O D E R M "AESCA" 1% - Creme

Wirkstoff: Hydrocortison

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme und wofür wird sie angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme beachten?

3. Wie ist Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme aufzubewahren?

6. Weitere Informationen

1. WAS IST HYDRODERM „AESCA“ 1% - CREME UND WOFÜR WIRD SIE

ANGEWENDET?

Hydrocortison, der Wirkstoff von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme, ist ein cortisonähnlicher

Arzneistoff (Corticoid), der auf die Haut aufgebracht die Beschwerden bei allergischen und

entzündlichen Hauterkrankungen wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen lindert und die

Entzündungserscheinungen hemmt.

Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme ist geeignet zur Behandlung leichter Formen von entzündlichen

und juckenden Hauterkrankungen, die auf eine örtliche Cortisonbehandlung ansprechen. Dazu zählen

allergische und nicht allergische Erkrankungen der Haut wie z.B. Ekzeme unterschiedlichster

Ursache, schwerer Sonnenbrand, Lichtdermatosen (z.B. Sonnenallergie), Verbrennungen 1. Grades,

Verätzungen, nichtinfizierte Insektenstiche und Schuppenflechte (Psoriasis).

Die Grundlage von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme erzielt durch ihren, der gesunden Haut

angepassten, pH-Wert von ca. 5 vermehrten Schutz und unterstützt die Heilung. Hydroderm

„AESCA“ 1% - Creme ist für fettige Haut und nässende Hauterkrankungen geeignet. Die Creme

hinterlässt auf der Haut nahezu keinen Rückstand und verhindert durch ihren Anteil an Vaseline

übermäßige Austrocknung.

Die Wirksamkeit von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme beruht auf ihren entzündungshemmenden,

juckreizstillenden und gefäßverengenden Eigenschaften.

Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme gehört in die Klasse der schwachen Cortisonpräparate und eignet

sich daher auch zur Anwendung auf empfindlicher Haut (z.B. Kinderhaut, Leistengegend).

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON HYDRODERM „AESCA“ 1% -

CREME BEACHTEN?

Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme darf nicht angewendet werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff, einen der sonstigen Bestandteile oder

andere cortisonhältige Arzneimittel sind (Symptome sind Hautausschlag, Nesselausschlag oder

Atmungsschwierigkeiten).

- wenn Sie Hauttuberkulose, durch Syphilis verursachte Hauterscheinungen sowie

Viruserkrankungen (z.B.Herpes oder Feuchtblattern) im Behandlungsbereich haben.

- wenn Sie unter perioraler Dermatitis (Entzündung rund um den Mund) leiden.

- wenn Sie Rosacea (Rötung und Schuppung im Bereich der Gesichtshaut) haben.

Bei bakteriell infizierten Hauterkrankungen oder bei Pilzbefall sollten Sie Hydroderm „AESCA“ 1% -

Creme nur unter Aufsicht Ihres Arztes anwenden, der die entsprechenden Maßnahmen zur

Bekämpfung solcher Infektionen ergreifen wird.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme ist

erforderlich,

- wenn Sie schwanger sind oder stillen, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

- Verwenden Sie Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme nur für die Hauterkrankung, für die sie

verschrieben wurde, in der Dosierung und für die Dauer, die Ihr Arzt verordnet hat.

- Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüglich Ihrem Arzt.

- Bei Anwendung im Gesicht achten Sie darauf, dass das Präparat nicht in die Augen gelangt.

- Bei langdauernder bzw. großflächiger Anwendung, besonders unter undurchlässigen Verbänden

und auf Schleimhäuten, ist eine Aufnahme des Wirkstoffes in den Organismus nicht

ausgeschlossen. In diesen Fällen sind Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen mit anderen

Medikamenten wie nach innerlicher Anwendung von Corticoiden zu beachten.

- Bei Säuglingen und Kleinkindern möglichst nur kurzfristig und kleinflächig anwenden, besonders

im Bereich der durch Windeln bedeckten Hautpartien.

- Die Gefahr örtlicher Hautinfektionen kann unter der äußerlichen Anwendung von Corticoiden

erhöht sein.

- Falls Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme zufällig verschluckt werden sollte, benachrichtigen Sie

unverzüglich einen Arzt.

Bei Anwendung von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, informieren Sie darüber Ihren Arzt. Er wird entscheiden, ob

Sie Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme anwenden können. Grundsätzlich sollten Sie in den ersten drei

Monaten einer Schwangerschaft keine cortisonhältigen Arzneimittel anwenden. Sie sollten auch eine

großflächige oder langdauernde Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit vermeiden.

Da es nicht bekannt ist, ob Corticoide mit der Muttermilch ausgeschieden werden, sollten Sie

während der Anwendung von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Keine Einschränkung bei der Anwendung von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme.

3. WIE IST HYDRODERM „AESCA“ 1% - CREME ANZUWENDEN?

Tragen Sie Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme dünn auf die betroffenen Stellen auf und massieren Sie

diese leicht ein.

Im Allgemeinen ist eine drei- bis viermalige Anwendung pro Tag ausreichend. Die Häufigkeit der

Anwendung kann im Verlauf der Besserung des Krankheitsbildes reduziert werden. Bei chronischen

Erkrankungen sollten Sie die Behandlung auch nach dem völligen Abklingen der Beschwerden noch

eine gewisse Zeit fortsetzen, um einem neuerlichen Auftreten der Beschwerden vorzubeugen. Halten

Sie sich genau an die Anweisungen Ihres Arztes. Teilen Sie ihm auch mit, ob Sie noch andere

Arzneimittel gegen Ihre Erkrankung anwenden.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der

aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die

nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeitsangaben zu

Grunde gelegt:

Sehr häufig: Bei mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: Bei mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: Bei mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: Bei mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten: Bei 1 oder weniger von 10.000 Behandelten,

einschließlich Einzelfälle

Häufig können unerwünschte Wirkungen wie Brennen, Jucken, Hautreizungen, Hauttrockenheit oder

Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Bei langdauernder (mehr als 4 Wochen) und/oder großflächiger (ca. 10% der Körperoberfläche oder

mehr) Anwendung, besonders unter undurchlässigen Verbänden, kann es häufig zu verschiedenen

Hautschäden wie Aufquellen oder Dünnerwerden der Haut, Besenreisern, streifenförmiger

Hautrötung, akneähnlichen Erscheinungen, verstärktem Haarwuchs und Pigmentveränderungen

kommen. Bei Auftreten von starken Reizungen, Überempfindlichkeitsreaktionen oder Infektionen

sollten Sie die Behandlung unterbrechen und Ihren Arzt aufsuchen.

5. WIE IST HYDRODERM „AESCA“ 1% - CREME AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme

hilft die Umwelt zu schützen.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme enthält

- Der Wirkstoff ist: Hydrocortison 10 mg/g.

- Die sonstigen Bestandteile sind: 1 mg/g Chlorkresol (Konservierungsmittel) sowie weiße

Vaseline, flüssiges Paraffin, Cetylstearylalkohol, Macrogolcetylstearylether, Citronensäure,

Natriumcitrat und gereinigtes Wasser.

Wie Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme aussieht und Inhalt der Packung

Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme ist eine weiße, weiche, geschmeidige Creme mit Geruch nach

Chlorkresol und wird in Aluminiumtuben mit Innenschutzlackierung zu 15 g und 30 g angeboten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H.

Am Euro Platz 2

1120 Wien

E-Mail: msd-medizin@merck.com

Hersteller: SP Labo, Heist, Belgien

Z. Nr.: 17.813

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2011.

Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des Pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels


FACHINFORMATION

(Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Hydroderm “AESCA“ 1 % - Creme

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 g Creme enthält 10,0 mg Hydrocortison.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Creme

Weiße, weiche geschmeidige Creme (Öl-in-Wasser Emulsion)

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung von leichten Formen von entzündlichen und juckenden Hauterkrankungen, die auf eine

lokale Glucocortikoid-Therapie ansprechen, insbesondere zur Weiterbehandlung von bereits mit

stärkeren Corticoiden anbehandelten Dermatosen.

Allergische und ekzematöse Erkrankungen der Haut (akute, subakute und chronische Verlaufsformen)

wie:

Kontaktekzem, allergisches Ekzem, Berufsekzem

seborrhoisches Ekzem

atopische Dermatitis (endogenes Ekzem, Neurodermitis)

Ekzeme bei Kindern

Intertrigo, Anal- und Genitalekzem

nummuläres Ekzem

dyshidrotisches Ekzem.

Akute, nichtallergische Dermatitiden wie:

Sonnenbrand (schwere Formen)

Lichtdermatosen

Verbrennungen 1. Grades

Verätzungen

Röntgendermatitis

Nichtinfizierte Insektenstiche mit starker Ödembildung.

Weitere Indikationen für Steroidbehandlungen wie:

Psoriasis vulgaris

Pityriasis rosea

Pemphigus vulgaris

Dermatitis exfoliativa

Lichen ruber planus et verrucosus

Lichen simplex chronicus

Lupus erythematodes chronicus discoides

Erythrodermie

Erythema exsudativum multiforme.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Im Allgemeinen ist eine drei- bis viermalige Anwendung pro Tag ausreichend. Die Häufigkeit der

Anwendung kann im Verlauf der Besserung des Krankheitsbildes reduziert werden.

Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme in ausreichender Menge dünn auf die betroffenen Stellen

auftragen und leicht einmassieren.

Bei chronischen Erkrankungen sollte die Behandlung auch nach dem völligen Abklingen der

Beschwerden eine gewisse Zeit fortgesetzt werden, um Rezidive auszuschließen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Hauttuberkulose, luetische Hautaffektionen und Virosen (Herpes, Vaccina, Variola, Varicellen

etc.) im Behandlungsbereich.

periorale Dermatitis und Rosacea.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nicht am Auge anwenden. Bei Auftreten von Irritationen oder Sensibilisierungen bei der Anwendung

von Hydroderm Creme sollte die Behandlung abgebrochen und eine entsprechende Therapie

eingeleitet werden.

Bei bakteriell oder mykotisch infizierten Hautkrankheiten sollte die Behandlung zusammen mit

geeigneten antibakteriell oder antimykotisch wirkenden Substanzen oder erst dann eingesetzt werden,

wenn die Infektion durch geeignete Maßnahmen beherrscht werden konnte.

Systemische Absorption von topisch angewendeten Corticosteroiden ist bei großflächiger Anwendung

oder unter Okklusion erhöht (siehe Abschnitt 4.8 "Nebenwirkungen"). Geeignete Vorsichtsmaßregeln

sollten bei diesen Bedingungen oder bei beabsichtigter Langzeitbehandlung getroffen werden,

besonders bei Säuglingen und Kindern.

Jede der Nebenwirkungen, die nach systemischer Anwendung von Corticosteroiden berichtet werden,

einschließlich Nebennierensuppression, kann auch bei topischer Anwendung von Corticosteroiden

auftreten, besonders bei Säuglingen und Kindern.

Anwendung bei Kindern:

Hydrocortison sollte bei Kindern unter 12 Jahren nur dann angewendet werden, wenn der mögliche

Nutzen die Risiken rechtfertigt. Dieses Arzneimittel sollte sparsam auf einer kleinen Fläche drei- bis

viermal täglich über höchstens eine Woche angewendet werden. Kinder entwickeln eine stärkere

Empfindlichkeit als Erwachsene gegenüber durch Corticoide ausgelöste HPA-Achsen-Suppression

und exogene Corticoidwirkungen aufgrund verstärkter Absorption wegen des größeren

Hautoberfläche/Körpergewicht-Verhältnisses (siehe auch Abschnitt 4.8 "Nebenwirkungen").

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Nicht zutreffend

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren vor. Systemisch

angewendete Corticosteroide haben in tierexperimentellen Studien teratogene Effekte auf den Fötus

gezeigt (siehe auch Abschnitt 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit). Daher sollte Hydrocortison in

der Gravidität nicht großflächig und nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Da es nicht bekannt ist, ob topisch verabreichte Corticosteroide in ausreichender Menge absorbiert

werden, um zu messbaren Mengen in der Muttermilch zu führen, sollte unter Berücksichtigung der

Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter entschieden werden, entweder abzustillen oder das

Arzneimittel abzusetzen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8 Nebenwirkungen

Zur Klassifizierung der Häufigkeit von Nebenwirkungen werden die folgenden Kategorien benutzt:

Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10.000,

<1/1000) und sehr selten (< 1/10.000, Einzelfälle).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen:

Häufig :

sekundäre Infektionen

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes: Häufig :

Brennen, Jucken, Hautreizung, Hauttrockenheit,

Folliculitis, Hypertrichosis, Steroidakne,

Hypopigmentierung, periorale Dermatitis,

allergische Kontaktdermatitis, Hautmazeration,

Hautatrophie, Striae, Milien.

Bei Auftreten von starken Irritationen, Sensibilisierungen oder Superinfektionen sollte die

Behandlung unterbrochen und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Das Auftreten dieser

Nebenwirkungen, die für Substanzen derselben Wirkstoffklasse beschrieben werden, ist zwar

möglich, wird aber aufgrund des nichtfluorierten Corticoids und der niedrigen Wirkstoffkonzentration

äußerst selten beobachtet.

Nebenwirkungen bei Kindern:

Über HPA-Achsen-Suppression, Cushing-Syndrom, vermindertes Längenwachstum, verzögerte

Gewichtszunahme und intrakranielle Hypertonie ist bei Kindern nach topischer Applikation von

Glucocorticoiden berichtet worden.

Symptome von adrenaler Suppression bei Kindern äußert sich in niedrigem Plasmacortisolspiegel und

Fehlen der Ansprechbarkeit auf ACTH-Stimulation. Symptome intrakranieller Hypertonie sind

Fontanellen-Hernie, Kopfschmerzen und beidseitiges Papillenödem.

4.9 Überdosierung

Symptome: Übermäßige oder langfristige Anwendung topischer Corticosteroide kann die

Hypophysen-Nebennieren-Funktion unterdrücken, was zu einer sekundären Nebenniereninsuffizienz

führt und sich in deutlichen Anzeichen von Hyperkortizismus, einschließlich Cushing-Syndrom,

äußert.

Behandlung: Entsprechende symptomatische Behandlung ist angezeigt. Akute Symptome sind

gewöhnlich reversibel. Falls notwendig, ist das gestörte Elektrolytgleichgewicht wieder herzustellen.

Bei chronischer Überdosierung muss das Corticosteroid stufenweise abgesetzt werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaft

Pharmakotherapeutische Gruppe: Wirkungsschwache Corticosteroide (Gruppe I),

ATC-Code: D07A A02.

Die Wirksamkeit von Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme beruht auf den entzündungshemmenden,

juckreizstillenden und gefäßverengenden Eigenschaften des Hydrocortisons, eines nichtfluorierten

Glucocorticoids.

Corticosteroide wirken durch Induktion des Phospholipase A

2 -Inhibitorproteins, kollektiv Lipocortin

genannt. Es wird angenommen, dass diese Proteine die Biosynthese von potenten

Entzündungsmediatoren, wie der Prostaglandine und Leukotriene, durch Hemmung der Ausschüttung

von deren gemeinsamen Vorläufer, der Arachidonsäure, hemmen. Arachidonsäure wird aus den

Membranphospholipiden durch die Phospholipase A freigesetzt. Hydroderm „AESCA“ 1% - Creme

ist für fettige Haut und nässende Dermatosen geeignet. Die Creme hinterlässt auf der Haut nahezu

keinen Rückstand und verhindert durch ihren Anteil an Vaseline übermäßige Austrocknung.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Das Ausmaß der perkutanen Absorption von topischen Corticosteroiden hängt im Wesentlichen von

Hautzustand, Applikationsmodus sowie von den Eigenschaften der Substanz und des Vehikels ab.

In Hautarealen mit dünnem Stratum corneum aber auch bei entzündlichem Hautzustand ist die

Absorption deutlich erhöht. Besonders unter Verwendung von Okklusivverbänden wird die

Penetration gesteigert.

Bei örtlich und zeitlich begrenzten Anwendung werden jedoch keine systemisch bedeutsamen

Mengen resorbiert.

Nach dermaler Absorption nehmen topisch applizierte Corticosteroide den gleichen

pharmakokinetischen Weg wie systemisch verabreichte Corticosteroide. Hydrocortison wird bis zu

95% an Plasmaproteine gebunden. Es wird primär in der Leber metabolisiert und vorwiegend über die

Nieren ausgeschieden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Studien zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung ergaben keine besonderen Gefahren für den

Menschen.

Mutagenitätsstudien mit Hydrocortison sind nicht durchgeführt worden. Doch zeigten Studien mit

Prednisolon keine mutagenen Wirkungen.

Verminderte Fertilität wurde bei männlichen und weiblichen Ratten, die sich nach oralen Gaben von

Glucocorticoiden paarten, beobachtet. Eine chronische Langzeit-Toxizitätsstudie an Hunden zeigte,

dass hohe Dosen von Prednisolon den Brunstzyklus unterdrückten.

Glucocorticoide erwiesen sich als teratogen bei Ratten und Kaninchen nach Injektionen der ein- bis

zweifachen humanen Dosis. Die überwiegende Missbildung war die Gaumenspalte. Bei vier- bis

achtfacher humaner Dosis erwiesen sich Glucocorticoide bei Ratten und Kaninchen als embryozid.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

1 mg/g Chlorkresol, weiße Vaseline, flüssiges Paraffin, Cetylstearylalkohol,

Macrogolcetylstearylether, Citronensäure, Natriumcitrat und gereinigtes Wasser.

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminiumtuben mit Innenschutzlackierung zu 15 und 30 g

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H.

Am Euro Platz 2

1120 Wien

E-Mail: msd-medizin@merck.com

8. ZULASSUNGSNUMMER

17.813

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

30. März 1984/8. Mai 2006

10. STAND DER INFORMATION

Juni 2011

VERSCHREIBUNGSPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

Es gibt keine Neuigkeiten betreffend dieses Produktes.

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