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Co-Enac Hexal - Tabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Co-Enac Hexal - Tabletten
  • Verfügbar ab:
  • Hexal Pharma GmbH
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Co-Enac Hexal - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Enalapril und Diuretika
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-22685
  • Berechtigungsdatum:
  • 11-08-1998
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Co-Enac Hexal – Tabletten

Wirkstoffe: Enalapril und Hydrochlorothiazid (HCT)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Co-Enac Hexal und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Co-Enac Hexal beachten?

Wie ist Co-Enac Hexal einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Co-Enac Hexal aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST CO-ENAC HEXAL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Enalapril gehört zur Arzneimittelgruppe der sog. Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer

(ACE-Hemmer) und senkt den Blutdruck, indem es die Blutgefäße erweitert.

Hydrochlorothiazid gehört zur Arzneimittelgruppe der sog. Diuretika („Wassertabletten”)

und senkt den Blutdruck, indem es die Urinausscheidung steigert.

Co-Enac Hexal enthält eine Kombination von Enalapril und Hydrochlorothiazid. Es wird zur

Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt, wenn sich die Behandlung mit Enalapril allein als

unzureichend erwiesen hat.

Ihr Arzt wird Ihnen Co-Enac Hexal auch an Stelle von separaten Tabletten mit denselben

Dosen von Enalapril und Hydrochlorothiazid verordnen.

Für die Erstbehandlung eignet sich diese fixe Dosiskombination nicht.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON CO-ENAC HEXAL BEACHTEN?

Co-Enac Hexal darf nicht eingenommen werden

wenn

allergisch

gegen

Enalaprilmaleat

oder

andere

ACE-Hemmer,

Hydrochlorothiazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind (siehe „Was Co-Enac Hexal enthält“)

wenn

allergisch

gegen

Sulfonamide

deren

Abkömmlinge

bestimmte

Antibiotika und bestimmte orale Antidiabetika) sind

wenn nach Einnahme eines ACE-Hemmers schon einmal eine schwere allergische

Reaktion, ein sogenanntes Angioödem aufgetreten ist. Zu den Anzeichen gehören

Juckreiz,

Nesselausschlag

(Urticaria),

rote

Flecken

Händen,

Füßen

Hals,

Schwellungen

Gesicht,

Lippen,

Zunge

und/oder

Rachen,

Schluck-

Atemproblemen.

wenn Sie an einem angeborenen Angioödem leiden, bzw. wenn dessen Ursache nicht

bekannt ist

Verengung

Herzklappen

linken

Herzkammer

bzw.

anderen

Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer, wenn diese bereits die Kreislauffunktion

beeinträchtigen

wenn Sie schwerwiegende Probleme mit den Nieren haben

wenn Sie keinen Harn lassen können

wenn Sie schwerwiegende Probleme mit der Leber haben

wenn

einer

bestimmten

Erkrankung

Nebennieren

(primärer

Hyperaldosteronismus) leiden

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden

ab dem 3. Monat der Schwangerschaft (es wird empfohlen, Co-Enac Hexal auch in der

frühen Schwangerschaft nicht einzunehmen - siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Co-Enac Hexal einnehmen,

wenn

Ihre Arterien verengt sind (Atherosklerose), wenn Sie Probleme wie z. B. Schlaganfall

oder

vorübergehende

Minderdurchblutung

Gehirns

(transitorische

ischämische

Attacke – TIA – oder „Mini-Schlaganfall“) haben

Sie an Herzschwäche leiden

Sie über längere Zeit große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben

(durch

Erbrechen,

Durchfall,

eine

salzarme

Diät

oder

Einnahme

Entwässerungstabletten)

Ihr Flüssigkeits-/Elektrolythaushalt gestört ist (veränderter Flüssigkeits-/Salzhaushalt in

Ihrem Körper)

Sie an einer Herzmuskelerkrankung (hypertrophe Kardiomyopathie), einer Verengung

der Hauptschlagader (Aortenstenose), bei dem das Blut nicht ungehindert aus dem

Herzen ausströmen kann, oder einem sonstigen Herzproblem leiden

bei Ihnen eine sog. LDL-Apherese (maschinelle Entfernung von Cholesterin aus dem

Blut) durchgeführt wird

sich unter Behandlung mit Co-Enac Hexal das Blutbild (die Anzahl der weißen und roten

Blutkörperchen oder der Blutplättchen) verändert

Ihnen

eine

Desensibilisierungsbehandlung

Insektengift

Bienen-

oder

Wespengift) durchgeführt wird

Sie Diabetiker (zuckerkrank) sind. Wenn Sie an Diabetes mellitus leiden und dagegen

Arzneimittel zum Einnehmen oder Insulin verwenden, muss vor allem während des

ersten Monats der Behandlung mit Co-Enac Hexal der Blutzuckerspiegel engmaschig

überwacht werden.

Sie an Gicht leiden oder hohe Harnsäurespiegel im Blut haben

Sie sich einer umfassenden Operation (auch beim Zahnarzt) unterziehen oder bei Ihnen

Narkosemittel angewendet werden müssen

Sie schwarze Hautfarbe haben, da ACE-Hemmer bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe

eine geringere blutdrucksenkende Wirkung haben können

bei Ihnen eine Funktionsprüfung der Nebenschilddrüsen geplant ist

Sie Leber- oder Nierenprobleme haben oder hatten, wenn Ihre Nierenarterien verengt

sind (Nierenarterienstenose), wenn Sie nur eine funktionierende Niere haben oder wenn

Sie Dialysepatient sind

eine

Kollagenkrankheit

(der

Blutgefäße)

haben

systemischer

Lupus

erythematosus

Sie zu Allergien neigen oder an Asthma leiden

ein anhaltender trockener Reizhusten auftritt

Sie zur Behandlung einer psychischen Erkrankung Lithium einnehmen

Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(diese

werden

auch

Sartane

bezeichnet – z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben

Aliskiren

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte

Kalium)

Ihrem

Blut

regelmäßigen

Abständen

überprüfen.

Siehe

auch

Abschnitt „Co-Enac Hexal darf nicht eingenommen werden“.

Sie einen erniedrigten Kalium-, Natrium-, Magnesium-, Kalzium- oder Chloridspiegel im

Blut

haben

(ersichtlich

Blutwerten

kann

Schwächegefühl,

Muskelkrämpfen, Müdigkeit, Herzjagen und sonstigen Beschwerden führen)

bei Ihnen plötzlich eine Sehschwäche oder Schmerzen der Augen auftreten

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erhöht sich das Risiko eines

Angioödems

(rasche

Schwellung

unter

Haut

Bereichen

Rachen):

Sirolimus, Everolimus und andre Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren

gehören (werden zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet).

Co-Enac Hexal wird grundsätzlich nicht empfohlen bei:

Patienten, bei denen kurz vorher eine Nierentransplantation durchgeführt wurde

Patienten mit hohem Kaliumspiegel im Blut

Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Co-Enac Hexal wird in der frühen Schwangerschaft nicht empfohlen, und

darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die

Einnahme in diesem Stadium Ihrem Kind ernsthaft schaden kann (siehe „Schwangerschaft

und Stillzeit“).

Die Anwendung von Co-Enac Hexal kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Sportler sind und ein Dopingtest bei Ihnen

durchgeführt werden soll.

Bei älteren Patienten und Patienten in schlechtem Ernährungszustand sollte Co-Enac Hexal

mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Co-Enac Hexal wurde bei Kindern und Jugendlichen

nicht untersucht. Daher wird die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Während der Einnahme von Co-Enac Hexal:

Wenn

eines

folgenden

Symptome

bemerken,

müssen

sofort

Ihren

Arzt

informieren:

Schwindel oder Benommenheit nach der ersten Dosis

Manche Menschen reagieren auf die erste Dosis oder auf eine Dosissteigerung mit

Schwindel, Schwäche, Ohnmacht und Übelkeit.

plötzliches Anschwellen von Lippen, Gesicht, Hals, möglicherweise auch Händen und

Füßen, oder keuchende Atmung und Heiserkeit

Diese Beschwerden werden als Angioödem bezeichnet. Sie können jederzeit während

der Behandlung auftreten. Bei dunkelhäutigen Patienten kommt es unter einer ACE-

Hemmer-Behandlung

häufiger

einem

Angioödem

Patienten

anderer

Hautfarbe.

hohe Körpertemperatur, Halsschmerzen oder Geschwüre in der Mundhöhle (dabei kann

sich

Symptome

einer

Infektion

Folge

niedrigen

Zahl

weißer

Blutkörperchen handeln)

Gelbfärbung von Haut und Augenweiß (Gelbsucht) als Zeichen einer Lebererkrankung

über längere Zeit anhaltender trockener Husten

Husten kann als Nebenwirkung von ACE-Hemmern auftreten, aber auch Symptom einer

anderen Erkrankung der oberen Atemwege sein.

Einnahme von Co-Enac Hexal zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Sie sollten Co-Enac Hexal nicht zur selben Zeit einnehmen wie die folgenden Arzneimittel:

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt des Blutes erhöhen können (z. B. Spironolacton,

Triamteren,

Amilorid,

Kaliumpräparate,

kaliumhältige

Salze

Heparin

Trimoxazol, auch bekannt als Trimehtoprim/Sulfamethoxazol)

andere blutdrucksenkende oder gefäßerweiternde Arzneimittel

Narkosemittel und Medikamente zur Behandlung von psychischen Störungen oder

Depressionen,

Lithium

Psychosen,

trizyklische

Antidepressiva

oder

Beruhigungsmittel

Diuretika (Entwässerungstabletten)

Schmerzmittel und Medikamente gegen Entzündungen, z. B. Ibuprofen, Indometacin

und Acetylsalicylsäure (>300 mg/Tag)

Natriumaurothiomalat (Gold), ein injizierbares Medikament gegen rheumatische Arthritis

Sympathomimetika, Medikamente wie Ephedrin, Noradrenalin und Adrenalin, verwendet

für die Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzinsuffizienz, Asthma oder

Allergien

Arzneimittel, die eine bestimmte EKG-Veränderung (QT-Verlängerung) auslösen können

(z. B. Chinidin, Amiodaron - fragen Sie Ihren Arzt um Rat)

Procainamid (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen)

Sotalol

(Arzneimittel

zur Behandlung

von unregelmäßigem

Herzschlag und hohem

Blutdruck)

Medikamente

Senkung

Blutzuckerspiegels

Insulin

oder

orale

Antidiabetika

Cholestyramin- oder Colestipol-Ionenaustauscher zur Senkung der Blutfette

Kortikosteroide: hormonartige, entzündungshemmende Substanzen

Corticotropin

(ACTH),

wird

hauptsächlich

Prüfung

Nebennierenfunktion

angewendet

Muskelrelaxanzien: Arzneimittel, die während einer Operation die Muskeln entspannen

(z. B. Tubocurarin-Chlorid)

Anästhetika (Betäubungsmittel z. B. im Rahmen von Operationen)

Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon und andere Gichtmedikamente

Krebsmedikamente wie Cyclophosphamid, Temsirolismus oder Methotrexat

Medikamente

Unterdrückung

körpereigenen

Immunsystems

bzw.

Verhinderung

Abstoßungsreaktionen

nach

einer

Organ-

oder

Knochenmarktransplantation

Ciclosporin,

Verhinderung

Abstoßungsreaktionen

nach

einer

Organ-

oder

Knochenmarktransplantation

Herzglykoside: Medikamente zur Stärkung des Herzens (z. B. Digoxin)

Medikamente, die als Nebenwirkung zu Störungen der Reizleitung am Herzen führen: z.

B. Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen, manche Medikamente zur Behandlung

von Psychosen und weitere Medikamente wie z. B. Medikamente zur Behandlung

bakterieller Infektionen

sonstige Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks

Arzt

muss

unter

Umständen

Ihre

Dosierung

anpassen

und/oder

sonstige

Vorsichtsmaßnahmen

treffen,

wenn

einen

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren

einnehmen

(siehe

auch

Abschnitte

„Co-Enac

Hexal

darf

nicht

eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Amphotericin B und andere Medikamente gegen Pilzinfektionen

Arzneimittel,

Kaliumgehalt

Blutes

vermindern

können,

Laxantien

(Arzneimittel

gegen

Verstopfung),

Diuretika

(Entwässerungstabletten),

steroidhältige

Arzneimittel

gegen

Entzündungen

Prednisolon),

ACTH

(zur

Prüfung

ordnungsgemäßen Funktion der Nebennieren)

jodhältige

Kontrastmittel,

Röntgenuntersuchungen

Gefäße

Organe

besser sichtbar machen

Alkohol

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats

verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der

mTOR-Inhibitoren gehören) Siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.

Einnahme von Co-Enac Hexal zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Co-Enac Hexal kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Der Genuss von Alkohol zusammen mit diesem Arzneimittel kann die blutdrucksenkende

Wirkung verstärken (und u.a. zu Schwindel beim Aufstehen führen).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind (oder es

werden könnten). Normalerweise wird Ihr Arzt Ihnen raten, die Einnahme von Co-Enac Hexal

zu beenden bevor oder sobald eine Schwangerschaft eintritt und wird Ihnen raten, anstatt

Co-Enac

Hexal

anderes

Arzneimittel

einzunehmen.

Co-Enac

Hexal

wird

Frühschwangerschaft nicht empfohlen und darf nicht eingenommen werden, wenn Sie das

dritte

Schwangerschaftsmonat

überschritten

haben,

Ihrem

Kind

dritten

Schwangerschaftsmonat ernsthaft schaden kann.

Stillzeit:

Wenn

stillen

oder

beabsichtigen

stillen,

fragen

Einnahme

dieses

Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Dieses Arzneimittel wird für stillende Mütter nicht empfohlen.

Arzt

wird

eine

andere

Behandlung

für

wählen,

wenn

stillen

möchten,

insbesondere, wenn Sie ein neu- oder frühgeborenes Baby haben.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Wie bei vielen anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann bei der Einnahme von Co-

Enac Hexal durch Blutdruckabfall, Schwindel und Benommenheit die Fähigkeit zur aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Dies

gilt

verstärktem

Maße

Behandlungsbeginn,

Dosisänderungen

oder

gleichzeitiger Einnahme von Alkohol. Ob das der Fall ist, hängt von der individuellen

Empfindlichkeit ab. Wenn Sie davon betroffen sind, dürfen Sie sich nicht ans Steuer eines

Fahrzeugs setzen und keine Maschinen bedienen.

Co-Enac Hexal enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Co-Enac Hexal erst nach Rücksprache

mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit

leiden.

3.

WIE IST CO-ENAC HEXAL EINZUNEHMEN?

Nehmen

dieses

Arzneimittel

immer

genau

nach

Absprache

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Erwachsene

Die übliche Dosis ist einmal täglich 1 Tablette.

Ältere Patienten

Ihr Arzt wird die Enalapril- und die Hydrochlorothiazid-Dosis sorgfältig anpassen, unter

bestimmten Umständen wird empfohlen, mit einer halben Tablette täglich die Behandlung zu

beginnen.

Patienten mit Nierenproblemen

Ihr Arzt wird die Enalapril- und die Hydrochlorothiazid-Dosis sorgfältig anpassen.

Wenn Sie gerade andere Diuretika („Wassertabletten“) einnehmen, sollten Sie die Einnahme

2 - 3 Tage vor Beginn der Behandlung mit Co-Enac Hexal beenden.

Art der Anwendung

Die Tabletten können vor, während oder nach den Mahlzeiten mit Flüssigkeit eingenommen

werden.

Zur Erleichterung der Einnahme bei Schluckbeschwerden können die Tabletten an der

Bruchrille geteilt werden.

Teilen der Tablette:

Legen Sie die Tablette auf einen harten, flachen Untergrund mit der Bruchkerbe

nach oben. Drücken Sie mit dem Finger in die Mitte der Tablette und die

Tablette bricht in zwei gleiche Teile.

Wenn Sie eine größere Menge von Co-Enac Hexal eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie (oder jemand anders) viele Tabletten auf einmal geschluckt haben oder wenn Sie

glauben, dass ein Kind eine oder mehrere der Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich

unverzüglich

einen

Arzt.

einer

Überdosierung

sind

folgende

Beschwerden

erwarten:

niedriger

Blutdruck,

extrem

schneller

oder

extrem

langsamer

Herzschlag,

Herzklopfen, Schock, rasche Atmung, Husten, Übelkeit und Erbrechen, Krämpfe, Schwindel,

Schläfrigkeit und Verwirrtheit oder Angst, stark vermehrtes Wasserlassen oder Unfähigkeit

zum Wasserlassen. Bitte nehmen Sie diese Packungsbeilage, die verbliebenen Tabletten

und das Behältnis mit zum Krankenhaus oder zum Arzt, damit sie dort wissen, was für

Tabletten Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Co-Enac Hexal vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um eine versäumte Tablette auszugleichen,

sondern nehmen Sie einfach die nächste Dosis zum normalen Zeitpunkt ein.

Wenn Sie die Einnahme von Co-Enac Hexal abbrechen

Die Behandlung des Bluthochdrucks ist eine Langzeitbehandlung und das Abbrechen der

Behandlung muss mit Ihrem Arzt besprochen werden. Eine Unterbrechung oder Beendigung

der Behandlung kann zu einem Anstieg Ihres Blutdrucks führen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie die folgenden Veränderungen bei sich bemerken, nehmen Sie Co-Enac

Hexal nicht mehr ein und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die

Notaufnahme des nächsten Krankenhauses auf:

eine

schwere

allergische

Reaktion,

Angioödem

bezeichnet

wird

(und

Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen von Gliedmaßen, Gesicht, Lippen, Mundhöhle

oder Rachen einhergeht sowie Schluckbeschwerden und Atemproblemen)

Hierbei handelt es sich um eine schwerwiegende und häufige Nebenwirkung. Wenn

diese Symptome auftreten, benötigen Sie dringend ärztliche Hilfe oder eine Behandlung

im Krankenhaus.

Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augenweiß)

Diese

potenziell

schwerwiegende,

aber

seltene

Nebenwirkung

Ausdruck

einer

Leberentzündung. Wenn dieses Symptom auftritt, benötigen Sie dringend ärztliche Hilfe

oder eine Behandlung im Krankenhaus.

Co-Enac

Hexal

verursacht

häufig

niedrigen

Blutdruck,

Schwindel-

Schwächegefühl verbunden sein kann. Bei manchen Patienten treten diese Beschwerden

nach der ersten Dosis oder nach einer Dosissteigerung auf. Wenn Sie diese Symptome

bemerken, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt.

Co-Enac Hexal kann eine Abnahme der weißen Blutkörperchen bewirken. Dadurch wird Ihre

Widerstandsfähigkeit

gegen

Infektionen

geschwächt.

Wenn

einer

Infektion

Symptomen wie Fieber und starker Beeinträchtigung Ihres Allgemeinzustandes erkranken

oder

wenn

Ihnen

Fieber

Symptomen

einer

lokal

begrenzten

Infektion

Halsschmerzen, Schmerzen im Mund- und Rachenraum oder Probleme beim Wasserlassen

auftreten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen. Er wird einen Bluttest durchführen,

prüfen,

Zahl

Ihrer

weißen

Blutkörperchen

stark

zurückgegangen

(Agranulozytose).

wichtig,

dass

Ihren

Arzt

darüber

informieren,

welche

Medikamente Sie einnehmen.

Sehr häufig klagen die Patienten, die mit Co-Enac Hexal oder anderen ACE-Hemmern

behandelt werden, über einen trockenen Husten, der über lange Zeit andauert. Dies kann

eine Nebenwirkung des Medikaments, aber auch das Symptom einer anderen Erkrankung

der oberen Atemwege sein. Sie sollten sich an Ihren Arzt wenden, wenn dieses Symptom bei

Ihnen auftritt.

Auch über die folgenden Nebenwirkungen wurde berichtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)

verschwommenes Sehen

Schwindel/Benommenheit

Übelkeit

Schwäche/Kraftlosigkeit

trockener Reizhusten

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen, Depressionen, Ohnmachtsanfälle, Geschmacksstörungen

erniedrigte oder erhöhte Kaliumwerte im Blut, erhöhte Cholesterin- oder Fettwerte im

Blut, erhöhte Harnsäurewerte im Blut

Blutdruckabfall,

Blutdruckabfall

Veränderung

Körperhaltung

Schwindelgefühl oder Schwäche beim Aufstehen aus dem Liegen), Brustschmerzen,

abnormer Herzrhythmus, abnorm beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)

Kurzatmigkeit, Atemnot

Schmerzen im Brustkorb

Durchfall, Bauchschmerzen

Hautausschlag, allergische Reaktionen mit Schwellung von Armen und Beinen, Gesicht,

Lippen, Zunge und/oder Rachen zusammen mit Schluck- oder Atembeschwerden

Müdigkeit

hohe Kaliumspiegel im Blut, die einen abnormen Herzrhythmus verursachen können;

Anstieg des Kreatininspiegels im Blut, Anstieg von Cholesterin und Triglyzeriden

Angina pectoris

Muskelkrämpfe**

Depression

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Blutarmut (Anämie) und dadurch Schwäche oder Atemnot

niedrige

Blutzuckerwerte

(Hypoglykämie),

niedrige

Magnesiumwerte

(Hypomagnesiämie) oder niedrige Natriumwerte (Hyponatriämie) im Blut, Gicht*

Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Kribbelgefühl, Ameisenlaufen oder

Taubheitsgefühl, Schwindel

Blutdruckabfall bei Veränderung der Körperhaltung

Klingeln in den Ohren (Tinnitus)

Herzklopfen

Herzinfarkt oder Schlaganfall (zerebrovaskulärer Insult): vor allem bei Patienten mit

niedrigem Blutdruck

laufende Nase, Halsschmerzen, Heiserkeit, Atembeschwerden, keuchende Atmung

Darmverschluss, Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) mit starken Bauch- und

Rückenschmerzen,

Erbrechen,

Verdauungsstörungen,

Verstopfung,

Appetitlosigkeit,

Magenreizung, Mundtrockenheit, Magengeschwür, Blähungen*

vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Quaddelbildung, Haarausfall

Nierenprobleme, Eiweiß im Urin

Impotenz, vermindertes sexuelles Verlangen*

Unwohlsein, Fieber, Gelenksschmerzen*

Anstieg des Harnstoffspiegels im Blut

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

Abnahme der roten Blutkörperchen mit der Folge von Hautblässe

Abnahme

weißen

Blutkörperchen

und,

daraus

folgend,

Zunahme

Infektionsrisikos;

Abnahme

anderer

Blutzellen,

Veränderungen

Blutzusammensetzung,

verminderte

Aktivität

Knochenmarks,

Erkrankung

Lymphknoten, Autoimmunkrankheiten (Krankheiten, bei denen der Körper sich selbst

angreift)

abnorme Träume, Schlafstörungen, Taubheitsgefühl

Raynaud-Syndrom: Erkrankung der Blutgefäße, bei der die Finger und Zehen zuerst

prickeln, dann blass werden und sich dann bläulich und schließlich rötlich verfärben

Lungenprobleme einschließlich Lungenentzündung; Entzündung der Nasenschleimhaut,

laufende Nase (Rhinitis)

Geschwüre in der Mundhöhle, Entzündung der Zunge und der Mundschleimhaut

Erhöhung der Leberwerte und des Bilirubins im Blut, Leberentzündung (Hepatitis),

Leberversagen (auch mit tödlichem Verlauf), Gelbverfärbung der Augen und der Haut

(Gelbsucht),

Entzündung

Gallenblase

(insbesondere

Patienten

Gallensteinen)

Hautausschlag,

starke

Blasenbildung,

Rötung

Haut,

Stevens-Johnson-Syndrom

(Blasenbildung der Haut an Mund, Augen und Genitalien), Hauterkrankung mit roten,

schuppigen

Flecken

über

Nase

Wangen

(Lupus

erythematodes),

Pemphigus

(eine

Krankheit

Blasenbildung)

andere

umschriebene

Hautveränderungen,

normalerweise

Mund

beginnen,

Nesselausschlag,

Haarausfall und Juckreiz

Manchmal

sind

Hautprobleme

Fieber,

schwerwiegenden

Entzündungen,

Gefäßentzündungen, Muskelschmerzen und/oder Gelenksschmerzen, Veränderungen

Blutzusammensetzung

einer

beschleunigten

Blutsenkungsgeschwindigkeit

(Bluttest zum Nachweis von Entzündungen) begleitet.

verminderte Harnausscheidung (Oligurie), Blut im Urin als mögliches Anzeichen für

Nierenprobleme (interstitielle Nephritis)

Anstieg des Blutzuckers

Brustvergrößerung bei Männern

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)

Schwellungen im Darm

erhöhter Kalziumspiegel im Blut

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Speicheldrüsenentzündung

Erkrankungen

Hormonhaushalts

(Syndrom

inadäquaten

antidiuretischen

Hormon-Sekretion)

Zuckerausscheidung im Urin; niedrige Kaliumspiegel im Blut, die zu Muskelschwäche,

Muskelzucken oder Herzrhythmusstörungen führen können; die zu Bauchschmerzen,

Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, übermäßigem Durst, vermehrtem

Wasserlassen und Gewichtsverlust führen können

nekrotisierende Angiitis (Krankheit mit Entzündung von Blutgefäßen)

übermäßige

Lichtempfindlichkeit

Haut,

schwere

allergische

Reaktionen,

Wiederauftreten von Hauterkrankung mit roten, schuppigen Flecken über der Nase und

Wangen

(Lupus

erythematodes;

Patienten,

bereits

einer

solchen

Hautkrankheit leiden, kann sich diese verschlimmern)

Gelbsucht

Ruhelosigkeit

Gelbsehen, akute Kurzsichtigkeit, akutes Engwinkelglaukom

Beobachtet nur bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 12,5 mg und 25 mg.

Häufig traten Muskelkrämpfe nur bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 12,5 mg und 25 mg

auf, gelegentlich bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 6 mg.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST CO-ENAC HEXAL AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 30°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ und am

Blister nach „Verw bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Co-Enac Hexal enthält

Die Wirkstoffe sind Enalapril und Hydrochlorothiazid (HCT).

1 Tablette enthält 20 mg Enalaprilmaleat und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumhydrogencarbonat,

Maisstärke,

Lactose-Monohydrat,

Calciumhydrogenphosphat-

Dihydrat, Talk, Magnesiumstearat

Wie Co-Enac Hexal aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, ovale, bikonvexe Snap-tap Tablette mit einseitiger Bruchrille und auf der anderen

Seite mit dem Aufdruck „E H“.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Packungsgröße: 30 Stück

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Hexal Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Z.Nr.: 1-22685

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2017.

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

- 1 -

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Co-Enac Hexal – Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthält 20 mg Enalaprilmaleat und 12,5 mg Hydrochlorothiazid (HCT)

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 89,6 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Weiße, ovale, biconvexe Snap-tap Tablette mit einseitiger Bruchrille und auf der anderen

Seite mit dem Aufdruck ’E H’.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Essentielle Hypertonie, die mit einem ACE-Hemmer als Monotherapie nicht ausreichend

behandelt werden kann.

Die fixe Dosiskombination in Co-Enac Hexal ist nicht für eine Initialtherapie geeignet. Co-

Enac Hexal soll die Kombination aus 20 mg Enalaprilmaleat und 12,5 mg Hydrochlorothiazid

bei Patienten, die auf die Einzelsubstanzen im gleichen Dosisverhältnis stabil eingestellt

wurden, ersetzen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosis

Co-Enac

Hexal

sollte

primär

anhand

Ansprechens

Enalaprilmaleat-Komponente

ermittelt

werden.

Eine

individuelle

Dosistitration

für

beide

Wirkstoffe wird empfohlen. Die fixe Dosiskombination sollte die Monotherapie mit den beiden

Einzelsubstanzen ersetzen.

Co-Enac Hexal kann unabhängig von den Mahlzeiten mit Flüssigkeit eingenommen werden.

Zum Einnehmen.

Essentielle Hypertonie

Die empfohlene Dosierung beträgt eine Tablette als tägliche Einmaldosis.

Vorbehandlung mit Diuretika

Insbesondere

Patienten

Flüssigkeits-

und/oder

Salzmangel

infolge

Diuretikavorbehandlung

kann

nach

Initialdosis

Co-Enac

Hexal

einer

symptomatischen Hypotonie kommen. Daher soll die Diuretikatherapie 2 – 3 Tage vor

Beginn einer Behandlung mit Co-Enac Hexal abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.4).

- 2 -

Anwendung bei Patienten mit Niereninsuffizienz

Thiaziddiuretika

sind

nicht

geeigneten

Diuretika

für

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion und sind bei einer Kreatinin-Clearance von 30 ml/min oder darunter (z.B.

mäßige bis schwere Nierenfunktionsstörung) nicht wirksam (siehe auch Abschnitt 4.3). Die

Dosis von Enalapril sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, deren Kreatinin-

Clearance

größer/gleich

ml/min.

beträgt,

titriert

werden,

bevor

Co-Enac

Hexal

umgestellt wird. Schleifendiuretika werden bei diesen Patienten gegenüber Thiaziddiuretika

bevorzugt. Enalaprilmaleat und Hydrochlorothiazid sollten so niedrig wie möglich dosiert

werden

(siehe

Abschnitt

4.4).

Während

Behandlung

Co-Enac

Hexal

Überwachung der Nierenfunktion erforderlich.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist nicht untersucht worden. Eine

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen.

Anwendung bei älteren Patienten

Wirksamkeit

Sicherheit

gleichzeitigen

Einnahme

Enalaprilmaleat

Hydrochlorothiazid erwies sich in klinischen Studien gleich gut bei älteren Patienten wie bei

jüngeren Patienten. Im Falle einer physiologischen Nierenfunktionseinschränkung beträgt die

empfohlene Anfangsdosis 1mal täglich ½ Tablette.

4.3 Gegenanzeigen

Co-Enac Hexal darf nicht angewendet werden:

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

Überempfindlichkeit gegen Sulfonamid-Derivate (mögliche Kreuzreaktion mit Thiaziden)

Angioödem in der Anamnese im Zusammenhang mit der Einnahme eines ACE-Hemmers

hereditäres oder idiopathisches Angioödem

Hämodynamisch

relevante

Aorten-

oder

Mitralklappenstenose

bzw.

hypertrophe

Kardiomyopathie

Anurie

schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance ≤30 ml/min)

schwere Leberfunktionsstörung (Praecoma/Coma hepaticum)

bei Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus, da diese nicht auf Arzneimittel, die

auf das Renin-Angiotensin-Systems hemmend wirken, ansprechen

Die gleichzeitige Anwendung von Co-Enac Hexal mit Arzneimitteln die Aliskiren enthalten

ist bei Patienten mit Diabetes mellitus und eingeschränkter Nierenfunktion (GFR<60

ml/min/1,73 m²) kontraindiziert. (Siehe Abschnitte 4.5 und 5.1)

im 2. und 3. Trimester der Schwangerschaft (siehe auch Abschnitt 4.4 und 4.6)

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Enalapril - Hydrochlorothiazid

Hypotonie und Störung des Elektrolyt- und Wasserhaushalts

Bei Patienten mit Hypertonie ohne Komplikationen wird symptomatische Hypotonie selten

beobachtet. Bei hypertonen Patienten kommt es während der Therapie mit Co-Enac Hexal

eher zu einer symptomatischen Hypotonie, wenn ein Volumenmangel vorliegt, z. B. aufgrund

einer Diuretika-Therapie, salzarmer Diät, Durchfall oder Erbrechen (siehe Abschnitte 4.5 und

4.8). Bei solchen Patienten sind in geeigneten Abständen regelmäßig Serum-Elektrolyte zu

bestimmen.

besonderer

Aufmerksamkeit

Patienten

ischämischer

Herzerkrankung

oder

zerebrovaskulären

Erkrankungen

vorzugehen,

diesen

übermäßiger Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder einem zerebralen Zwischenfall

- 3 -

führen

könnte.

Hypertonikern

Herzinsuffizienz

(mit

oder

ohne

einhergehende

Niereninsuffizienz)

wurde

symptomatische

Hypotonie

beobachtet.

Dies

tritt

höherer

Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit höhergradiger Herzinsuffizienz, die durch den Gebrauch

höherer

Dosen

Schleifendiuretika

gekennzeichnet

ist,

Hyponatriämie

oder

Nierenfunktionsstörungen auf. Bei diesen Patienten muss die Therapie unter ärztlicher

Überwachung, vorzugsweise unter stationären Bedingungen begonnen werden, und die

Patienten müssen bei jeder Dosierungsänderung von Enalapril oder/und des Diuretikums

eng überwacht werden.

Bei Auftreten einer Hypotonie ist der Patient flach hinzulegen und gegebenenfalls eine

intravenöse

Infusion

physiologischer

Kochsalzlösung

verabreichen.

vorübergehender Blutdruckabfall stellt für die weitere Behandlung keine Gegenanzeige dar.

Die Therapie kann normalerweise problemlos fortgesetzt werden, sobald der Blutdruck nach

Volumenauffüllung angestiegen ist.

Nierenfunktionsstörungen

Co-Enac Hexal darf Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <80

ml/min und >30 ml/min) solange nicht verabreicht werden, bis die Titration der Dosierung von

Enalapril den Bedarf jener Dosis zeigt, die im vorliegenden Kombinationspräparat enthalten

ist (siehe Abschnitt 4.2). Die regelmäßige Überprüfung der Nierenfunktion unter der Therapie

mit Co-Enac Hexal ist wünschenswert.

Bei manchen Hypertonikern ohne offensichtlich vorbestehender Nierenerkrankung kam es zu

einem Anstieg von Serum-Harnstoff und –Kreatinin, wenn Enalapril gleichzeitig mit einem

Diuretikum

gegeben

wurde

(siehe

Enalaprilmaleat,

Nierenfunktionsstörungen;

Hydrochlorothiazid, Nierenfunktionsstörungen in Abschnitt 4.4). In diesen Fällen ist die

Therapie mit Co-Enac Hexal abzusetzen. In diesen Situationen besteht die Möglichkeit einer

zugrundeliegenden Nierenarterienstenose (siehe Enalaprilmaleat, Renovaskuläre Hypertonie

in Abschnitt 4.4).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-antagonisten

oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und die

Abnahmen der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine

duale

Blockade

RAAS

durch

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe

Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

sollten

Patienten

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Hyperkaliämie

Unter der Kombination von Enalapril und einem niedrig dosierten Diuretikum kann ein

mögliches

Auftreten

einer

Hyperkaliämie

nicht

ausgeschlossen

werden

(siehe

Enalaprilmaleat; Hyperkaliämie im Abschnitt 4.4).

Lithium

Die Kombination von Lithium mit Enalapril und Diuretika wird generell nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.5).

Enalaprilmaleat

Aorten- oder Mitralklappenstenose/Hypertrophe Kardiomyopathie

alle

Vasodilatatoren

sind

ACE-Hemmer

Patienten

einer

linksventrikulären

Klappenobstruktion und Ausflussbehinderung mit besonderer Vorsicht anzuwenden. Bei

- 4 -

Kreislaufschock und hämodynamisch signifikanter Ausflussbehinderung ist die Anwendung

zu vermeiden.

Primärer Hyperaldosteronismus

Anwendung

Co-Enac

Hexal

nicht

angezeigt,

Patienten

primärem

Hyperaldosteronismus

nicht

Arzneimittel,

Renin-Angiotensin-Systems

hemmend wirken, ansprechen.

Nierenfunktionsstörung

Insbesondere

Patienten

schwerer

Herzinsuffizienz

oder

zugrundeliegenden

Nierenerkrankungen, einschließlich Nierenarterienstenose, wurde über Nierenversagen im

Zusammenhang mit der Anwendung von Enalapril berichtet. Bei rechtzeitiger Diagnose und

entsprechender Therapie ist ein Nierenversagen aufgrund einer Behandlung mit Enalapril

normalerweise

reversibel

(siehe

Abschnitt

Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid,

Nierenfunktionsstörungen; Hydrochlorothiazid, Nierenfunktionsstörungen im Abschnitt 4.4).

Renovaskuläre Hypertonie

Bei Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose bei nur einer

funktionsfähigen

Niere

besteht

unter

ACE-Hemmer-Therapie

erhöhtes

Risiko

für

Blutdruckabfall oder Niereninsuffizienz. Es kann zum Verlust der Nierenfunktion kommen,

wobei oft nur leichte Veränderungen des Serum-Kreatinins bestehen. Bei diesen Patienten

Therapie

unter

engmaschiger

ärztlicher

Überwachung

Kontrolle

Nierenfunktion einzuleiten.

Nierentransplantation

gibt

keine

Erfahrungen

Behandlung

Patienten

frischer

Nierentransplantation

Enalapril.

Daher

wird

Behandlung

Enalapril

nicht

empfohlen.

Hämodialysepatienten

Anwendung

Enalapril

Patienten,

eine

Dialyse

aufgrund

eines

Nierenversagens benötigen, nicht indiziert. Bei Anwendung von High-Flux-Membranen (z.B.

AN 69®) im Rahmen einer Dialyse und gleichzeitiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer

wurde über anaphylaktoide Reaktionen berichtet. Bei diesen Patienten ist daher entweder

eine andere Dialysemembran oder ein Antihypertensivum einer anderen Substanzklasse zu

verwenden.

Leberversagen

Selten wurde während einer Behandlung mit ACE-Hemmern ein Syndrom beobachtet, das

mit cholestatischem Ikterus oder Hepatitis beginnt und bis zur fulminanten hepatischen

Nekrose (manchmal mit letalem Ausgang) fortschreitet. Der Pathomechanismus dieses

Syndroms ist unklar. Patienten, die unter ACE-Hemmern einen Ikterus oder einen deutlichen

Anstieg

Leberenzyme

entwickeln,

müssen

ACE-Hemmer

absetzen

entsprechend behandelt werden (siehe Hydrochlorothiazid, Lebererkrankungen im Abschnitt

4.4).

Neutropenie/Agranulozytose

Während

einer

Therapie

ACE-Hemmern

wurde

über

Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie und Anämie berichtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und

ohne besondere Risikofaktoren tritt selten eine Neutropenie auf. Enalapril ist bei Patienten

Kollagenosen

Gefäßbeteiligung,

einer

Behandlung

Immunsuppressiva,

Allopurinol, Procainamid oder bei Vorliegen mehrerer dieser Risikofaktoren mit äußerster

Vorsicht anzuwenden, insbesondere bei vorbestehender Einschränkung der Nierenfunktion.

Bei manchen dieser Patienten traten schwere Infektionen auf, die in einigen Fällen auch

nicht auf intensive Antibiotika-Therapie ansprachen. Wird Enalapril von solchen Patienten

eingenommen,

eine

regelmäßige

Kontrolle

Leukozytenzahl

angeraten

- 5 -

Patienten

sind

anzuweisen,

ihren

Arzt

über

jegliches

Anzeichen

einer

Infektion

informieren.

Hyperkaliämie

Während einer Therapie mit ACE-Hemmern, einschließlich Enalapril, wurde bei manchen

Patienten ein Anstieg der Konzentration von Serum-Kalium beobachtet. Risikofaktoren für

Entwicklung

einer

Hyperkaliämie,

sind

Niereninsuffizienz,

Verschlechterung

Nierenfunktion, Alter (> 70 Jahre), Diabetes mellitus, interkurrente Ereignisse, insbesondere

Dehydratation, akute kardiale Dekompensation, metabolische Azidose und eine gleichzeitige

Therapie mit kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triameteren oder

Amilorid), Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzsubstitution sowie gleichzeitiger Therapie

mit anderen Arzneimitteln, die zu einem Anstieg der Werte von Serum-Kalium führen können

(z.B.

Heparin,

Co-Trimoxazol,

auch

bekannt

Trimethoprim/Sulfamethoxazol).

Anwendung

Kaliumsupplementen,

kaliumsparenden

Diuretika

oder

kaliumhaltigen

Salzsubstituten, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, kann zu

einer signifikanten Erhöhung von Kalium im Serum führen. Hyperkaliämie kann schwere,

manchmal tödliche Arrhythmien verursachen. Ist die gleichzeitige Anwendung von Enalapril

mit einer der genannten Substanzen angezeigt, sollten diese vorsichtig und unter häufiger

Kontrolle

Serum-Kalium-Werte

verwendet

werden

(siehe

Enalaprilmaleat-

Hydrochlorothiazid,

Hyperkaliämie;

Hydrochlorothiazid,

Metabolische

endokrine

Wirkungen im Abschnitt 4.4 und Abschnitt 4.5).

Diabetiker

Diabetische Patienten, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden, und eine

ACE-Hemmer-Therapie beginnen, müssen darauf hingewiesen werden, genauestens auf

Anzeichen einer Hypoglykämie zu achten, insbesondere während des ersten Monats der

gleichzeitigen

Anwendung

(siehe

Hydrochlorothiazid,

Metabolische

endokrine

Wirkungen im Abschnitt 4.4 und Abschnitt 4.5).

Überempfindlichkeit/Angioneurotisches Ödem

Über Angioödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder

Kehlkopf wurde bei Patienten unter einer Behandlung mit ACE-Hemmern, einschließlich

Enalaprilmaleat, berichtet. Dies kann zu jedem Zeitpunkt der Therapie auftreten. In solchen

Fällen ist Co-Enac Hexal sofort abzusetzen und der Patient sorgfältig zu überwachen, um

eine

vollständige

Rückbildung

Symptome

Entlassung

Klinik

sicherzustellen. Selbst in Fällen, bei denen die Schwellung nur auf die Zunge begrenzt ist

(ohne Atembeschwerden), kann ein längerer Beobachtungszeitraum erforderlich sein, da die

Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden nicht ausreichend sein kann.

Sehr selten wurde über Todesfälle als Folge von Angioödemen berichtet, die mit Kehlkopf-

und Zungenödem assoziiert waren. Bei Patienten, bei denen Zunge, Glottis oder Larynx

beteiligt

sind,

insbesondere

solche

nach

Operationen

Atemwegen,

eine

Atemwegsobstruktion wahrscheinlich. Sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf betroffen sind,

sodass

eine

Atemwegsobstruktion

droht,

unverzüglich

eine

geeignete

Therapie

einzuleiten, wie subkutane Gabe einer Adrenalinlösung 1:1000 (0,3 - 0,5 ml) und/oder

Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege.

Im Vergleich zu Patienten mit weißer Hautfarbe wurde bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe

eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet. Jedoch scheinen

Patienten mit schwarzer Hautfarbe allgemein ein höheres Risiko für Angioödeme zu haben.

Patienten mit anamnestisch bekanntem angioneurotischem Ödem, welches nicht auf ACE-

Hemmer zurückzuführen war, können ein erhöhtes Angioödem-Risiko besitzen, wenn sie

ACE-Hemmer erhalten (siehe auch Abschnitt 4.3).

Gleichzeitige

Anwendung

von

mTOR-Inhibitoren

(z.B.

Sirolimus,

Everolimus,

Temsirolimus)

- 6 -

Patienten,

eine

gleichzeitige

Therapie

mTOR-Inhibitoren

(z.B.

Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) erhalten, besteht eventuell ein erhöhtes Risiko eines Angioödems

(z.B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge, mit oder ohne Beeinträchtigung der

Atemwege) (siehe Abschnitt 4.5).

Anaphylaktoide

Reaktionen

während

einer

Desensibilisierungstherapie

gegen

Insektengifte

Selten

während

einer

Desensibilisierungstherapie

gegen

Insektengifte

gleichzeitiger

Anwendung

eines

ACE-Hemmers

lebensbedrohlichen

anaphylaktoiden

Reaktionen. Diese Reaktionen konnten durch eine vorübergehende Unterbrechung der

Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor jeder Desensibilisierung vermieden werden.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer LDL-Apherese

Selten kam es bei Patienten, die einen ACE-Hemmer einnahmen, während einer Low-

Density-Lipoprotein-(LDL)-Apherese

Dextransulfat

lebensbedrohlichen

anaphylaktischen Reaktionen. Diese Reaktionen konnten jedoch durch eine vorübergehende

Unterbrechung der ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Apherese vermieden werden.

Husten

In Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet.

Typischerweise ist der Husten unproduktiv, persistierend und klingt nach Absetzen der

Therapie ab. Bei der Differentialdiagnose des Hustens ist ein durch ACE-Hemmer induzierter

Husten in Erwägung zu ziehen.

Operation/Anästhesie

Enalapril hemmt die Bildung von Angiotensin II und beeinträchtigt damit bei Patienten, die

einer umfassenderen Operation unterzogen werden oder eine Narkose mit Substanzen, die

Blutdruck

senken,

erhalten,

Fähigkeit

Kompensation

über

Renin-

Angiotensin-System. Eine Hypotonie, die aufgrund dieses Mechanismus auftritt, kann durch

Volumensubstitution korrigiert werden (siehe Abschnitt 4.5)

Schwangerschaft

Während

Schwangerschaft

soll

eine

Therapie

ACE-Hemmern

nicht

begonnen

werden.

Sofern

Fortsetzung

Behandlung

einem

ACE-Hemmer

nicht

unumgänglich

angesehen

wird,

sollte

einer

geplanten

Schwangerschaft

eine

alternative

antihypertensive

Behandlung

umgestellt

werden,

etabliertes

Sicherheitsprofil

für

Anwendung

Schwangerschaft

besitzt.

Sobald

eine

Schwangerschaft festgestellt wird, soll die Behandlung mit einem ACE-Hemmern sofort

abgesetzt werden und, falls erforderlich, mit einer alternativen Therapie begonnen werden

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Ethnische Unterschiede

Wie andere ACE-Hemmer auch, senkt Enalapril offenbar bei Patienten mit schwarzer

Hautfarbe den Blutdruck weniger stark als bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe,

vermutlich

deshalb,

weil

Patienten

schwarzer

Hautfarbe

Hypertonie

Prävalenz niedriger Plasma-Renin-Spiegel höher ist.

Wechselwirkungen

wird

grundsätzlich

nicht

empfohlen,

dieses

Arzneimittel

Kombination

kaliumsparenden Diuretika, Kaliumsalzen oder Estramustin anzuwenden (siehe Abschnitt

4.5).

Hydrochlorothiazid

Niereninsuffizienz

- 7 -

Thiazide können für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion als Diuretika ungeeignet

sein

sind

einer

Kreatinin-Clearance

ml/min

oder

darunter

(d.h.

mäßiggradiger

schwerer

Niereninsuffizienz)

unwirksam

(siehe

Abschnitt

Enalaprilmaleat-Hydrochlorothiazid,

Nierenfunktionsstörungen;

Enalaprilmaleat,

Nierenfunktionsstörungen

Abschnitt

4.4).

älteren

Patienten

muss

Wert

Kreatinin-Clearance für Alter, Körpergewicht und Geschlecht adjustiert werden.

Hypovolämie aufgrund eines Diuretika-induzierten Flüssigkeits- und Natriumverlustes zu

Beginn

Behandlung

führt

einer

Verminderung

glomerulären

Filtration.

Infolgedessen können Harnstoff und Kreatinin im Blut ansteigen.

Diese vorübergehende Beeinträchtigung der Nierenfunktion hat bei Patienten mit normaler

Nierenfunktion

keine

Konsequenzen,

kann

aber

Patienten

vorbestehender

Nierenfunktionsstörung diese verstärken.

Patienten

Nierenerkrankungen

können

Thiazide

eine

Azotämie

auslösen.

Eine

Kumulation der Wirkungen des Arzneimittels kann sich bei Patienten mit Niereninsuffizienz

entwickeln.

Entwickelt

sich

eine

progressive

Nierenfunktionsstörung,

durch

eine

Erhöhung des Nicht-Protein-Stickstoffes gekennzeichnet ist, ist eine sorgfältige erneute

Bewertung

Therapie

erforderlich,

wobei

Absetzen

Diuretika-Therapie

Erwägung gezogen werden sollte (siehe Abschnitt 4.3).

Lebererkrankungen

Thiazide

sind

Patienten

eingeschränkter

Leberfunktion

oder

progredienten

Lebererkrankungen

besonderer

Vorsicht

anzuwenden,

hier

bereits

geringfügige

Änderungen des Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewichts ein Leberkoma auslösen können

(siehe Enalaprilmaleat, Leberversagen im Abschnitt 4.4).

In diesem Fall muss die Behandlung mit dem Diuretikum sofort beendet werden.

Co-Enac Hexal wird im Allgemeinen nicht in Kombination mit Sultoprid empfohlen (siehe

Abschnitt 4.5).

Metabolische und endokrine Wirkungen

Thiazidtherapie

kann

Glucosetoleranz

beeinträchtigen.

Eine

Dosisanpassung

Antidiabetika inklusive Insulin kann erforderlich werden (siehe Enalaprilmaleat, Diabetiker im

Abschnitt 4.4).

Erhöhungen von Cholesterin- und Triglyceridspiegel können mit einer Thiazid-Diuretika

Therapie in Zusammenhang gebracht werden, wobei bei der Dosis von 12,5 mg (an

Hydrochlorothiazid), die in Co-Enac Hexal enthalten ist, nur von minimalen oder keinen

Auswirkungen

berichtet

wurde.

Zusätzlich

wurde

klinischen

Studien

Hydrochlorothiazid

über

keine

klinisch

relevanten

Wirkungen

Glucose,

Cholesterin,

Triglyzeride, Natrium, Magnesium oder Kalium berichtet.

Eine

Therapie

Thiaziden

bestimmten

Patienten

Entwicklung

Hyperurikämie

und/oder

Gicht

assoziiert.

Aber

Enalapril

kann

Ausscheidung

Harnsäure im Urin steigern und so die hyperurikämische Wirkung von Hydrochlorothiazid

abschwächen.

Obwohl für Co-Enac Hexal keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien vorliegen, sind,

allen

Patienten

unter

Diuretikatherapie,

Serum-Elektrolyte

geeigneten

Abständen zu bestimmen.

Thiazide

(einschließlich

Hydrochlorothiazid)

können

Störungen

Flüssigkeits-

oder

Elektrolythaushalts

(Hypokaliämie,

Hyponatriämie

hypochlorämische

Alkalose)

bedingen.

Warnsignale

einer

Störung

Flüssigkeits-

oder

Elektrolythaushalts

sind

Xerostomie,

Durst,

Schwäche,

Lethargie,

Schläfrigkeit,

Ruhelosigkeit,

Muskelschmerzen

oder -krämpfe, Muskelschwäche, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und gastrointestinale

Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen.

- 8 -

Obwohl sich während einer Behandlung mit Thiazid-Diuretika eine Hypokaliämie entwickeln

kann,

kann

gleichzeitige

Gabe

Enalapril

diuretikainduzierte

Hypokaliämie

vermindern. Das Risiko für eine Hypokaliämie ist erhöht bei Patienten mit Leberzirrhose,

Patienten, die eine beschleunigte Diurese durchmachen, Patienten mit unzureichender oraler

Aufnahme

Elektrolyten

sowie

Patienten,

gleichzeitig

eine

Therapie

Kortikosteroiden oder ACTH erhalten (siehe Abschnitt 4.5).

Bei heißem Wetter kann es bei Patienten mit Ödemen zu einer Hyponatriämie kommen. Der

Chloridmangel ist normalerweise nur leicht und bedarf keiner Behandlung.

Es kann unter Thiaziden zu einer Verminderung der Kalziumausscheidung im Urin kommen,

wodurch eine intermittierende und leichte Erhöhung des Serum-Kalziums bedingt werden

kann, ohne dass Störungen des Kalzium-Metabolismus vorhanden sind. Eine ausgeprägte

Hyperkalzämie kann auch ein Hinweis auf einen verdeckten Hyperparathyreoidismus sein.

Vor Durchführung eines Tests zur Nebenschilddrüsenfunktion sind Thiazide abzusetzen.

Natrium

Der Natriumspiegel muss vor Behandlungsbeginn und in regelmäßigen Abständen danach

kontrolliert

werden.

Jede

Diuretika-Behandlung

kann

eine

Hyponatriämie

potenziell

schwerwiegenden Folgen verursachen. Da das Absinken des Natriumspiegels zunächst

keine Symptome verursacht, sind regelmäßige Kontrollen unerlässlich. Sie müssen bei

Risikopatienten, z.B. älteren Patienten sowie Patienten in schlechtem Ernährungszustand

oder mit Leberzirrhose, besonders häufig durchgeführt werden (siehe Abschnitte 4.8 und

4.9).

Kalium

Gravierende Risiken in Zusammenhang mit den Thiazid- und verwandten Diuretika sind

Kaliumverlust und Hypokaliämie. Bei bestimmten Risikogruppen muss dafür gesorgt werden,

dass es nicht zu einer Hypokaliämie (<3,5 mmol/l) kommt; dies gilt z.B. für ältere und/oder

schlecht ernährte Patienten, insbesondere wenn sie eine Kombinationstherapie erhalten,

sowie für Zirrhose-Patienten mit Ödemen und Aszites, Patienten mit koronarer Herzkrankheit

und Patienten mit Herzinsuffizienz. Bei all diesen Patienten erhöht die Hypokaliämie die

Kardiotoxizität der Digitalisglykoside und das Risiko von Herzrhythmusstörungen.

Bei Patienten mit – kongenitalem oder Substanz-induziertem – langen QT-Intervall verstärkt

die Hypokaliämie das Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen, insbesondere für die

potenziell

tödlichen

Torsades

pointes.

Besonders

gefährdet

sind

Patienten

Bradykardie.

Die Kaliumspiegel müssen von der ersten Behandlungswoche an regelmäßig kontrolliert

werden.

Calcium

Thiazide können die Calciumausscheidung im Harn reduzieren und eine zeitweilige und

leichte Erhöhung des Serum-Calciums verursachen, wenn keine Störungen im Calcium-

Metabolismus

vorliegen.

Eine

deutliche

Hyperkalzämie

kann

Anzeichen

für

einen

latenten Hyperparathyreoidismus sein. Die Verabreichung von Thiaziden sollte unterbrochen

werden, bevor Funktionstests der Nebenschilddrüse durchgeführt werden.

Magnesium

Es hat sich herausgestellt, dass Thiazide zu einer erhöhten Magnesiumausscheidung über

den Urin führen, wodurch ein Magnesiummangel entstehen kann.

Überempfindlichkeit

Patienten,

Thiazide

erhalten,

können

sowohl

auch

ohne

anamnetisch

bekannte Allergie oder Bronchialasthma Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Über die

Möglichkeit

einer

Verschlechterung

oder

Aktivierung

eines

systemischen

Lupus

erythematodes wurde während des Gebrauchs von Thiaziden berichtet.

- 9 -

Akute Myopie und akutes Engwinkelglaukom

Hydrochlorothiazid gehört zu den Sulfonamiden und kann eine idiosynkratische Reaktion

verursachen, die zu akuter vorrübergehender Myopie und akutem Engwinkelglaukom führen

kann. Zu den Symptomen gehören akutes Einsetzen verminderter Sehschärfe und/oder

Augenschmerzen,

welche

typischerweise

innerhalb

Stunden

Wochen

nach

Behandlungsbeginn

auftreten.

unbehandeltes

akutes

Engwinkelglaukom

kann

dauerhaftem Verlust der Sehkraft führen. Als Erstmaßnahme ist Hydrochlorothiazid so

schnell wie möglich abzusetzen. Eine schnelle medizinische oder operative Behandlung

sollte bei unkontrolliertem Augeninnendruck in Betracht gezogen werden. Eine Sulfonamid-

oder

Penicillin-Allergie

kann

Risikofaktor

für

Entstehung

eines

akuten

Engwinkelglaukoms sein.

Dopingkontrollen

Dieses

Arzneimittel

enthält

einen

Wirkstoff,

einem

positiven

Ergebnis

beim

Antidoping-Test führen kann.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit bei hypertonen

Kindern

Jugendlichen

vor,

insbesondere

für

Kombination

Enalapril

Hydrochlorothiazid.

Lactosewarnhinweis

Co-Enac

Hexal

enthält

89,6

Lactose-Monohydrat.

Patienten

angeborener

Galaktose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel, Glucose- und Galaktose-Malabsorption sollte

dieses Arzneimittel nicht angewendet werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Enalapril und Hydrochlorothiazid

Andere Antihypertensiva

Die gleichzeitige Gabe von Enalapril und Hydrochlorothiazid mit diesen Arzneimitteln, kann

die blutdrucksenkende Wirkung verstärken. Die gleichzeitige Gabe von Nitroglyzerin und

anderen Nitraten oder Vasodilatatoren kann eine weitere Blutdrucksenkung bewirken.

Lithium

Während

gleichzeitigen

Anwendung

ACE-Hemmern

Lithium

wurde

über

reversible

Anstiege

Lithium-Konzentrationen

Serum

toxische

Wirkungen

berichtet. Die gleichzeitige Gabe von Thiazid-Diuretika kann die Lithium-Konzentrationen im

Serum und damit das Risiko für eine Lithium-Toxizität durch ACE-Hemmer erhöhen.

Die Anwendung von Co-Enac Hexal mit Lithium wird daher nicht empfohlen, aber wenn

diese

Kombination

notwendig

erachtet

wird,

eine

sorgfältige

Überwachung

Lithium-Konzentrationen im Serum erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).

Nicht-steroidale antiinflammatorisch wirksame Arzneimittel (NSAIDs), einschließlich

selektiver Cyclooxygenase-2 (COX-2)-Hemmer

Chronische Einnahme von NSAIDs kann die antihypertensive Wirkung von ACE-Hemmern

reduzieren oder die diuretische, natriuretische und antihypertensive Wirkung von Diuretika

vermindern.

Die gleichzeitige Gabe von NSAIDs (einschließlich COX-2 Hemmer) und ACE-Hemmern

(oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten) bewirkt einen additiven Effekt im Bezug auf

einen

Anstieg

Serum-Kalium

kann

damit

einer

Verschlechterung

- 10 -

Nierenfunktion führen. Diese Effekte sind normalerweise reversibel. Selten kann es jedoch

akutem

Nierenversagen

kommen,

insbesondere

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion (wie ältere Patienten oder Patienten mit Volumenmangel einschließlich jener

unter einer Therapie mit einem Diuretikum). Daher ist diese Kombination nur mit Vorsicht bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu verabreichen.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Daten

klinischen

Studien

haben

gezeigt,

dass

eine

duale

Blockade

Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems

(RAAS)

durch

gleichzeitige

Anwendung

ACE-

Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung

einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten

Ereignissen

Hypotonie,

Hyperkaliämie

einer

Abnahme

Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und

5.1).

Iodhältige Röntgenkontrastmittel

Unter der Therapie mit Enalapril und Hydrochlorothiazid besteht ein erhöhtes Risiko für ein

akutes Nierenversagen bei hohen Dosen iodhaltiger Kontrastmittel.

Enalaprilmaleat

Kaliumsparende Diuretika und Kaliumergänzungsmittel

ACE-Hemmer schwächen den Kaliumverlust durch Diuretika ab. Kaliumsparende Diuretika

(z.B.

Spironolacton,

Triamteren

oder

Amilorid),

Kaliumpräparate

oder

kaliumhaltige

Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serum-Kaliums führen. Ist die

gleichzeitige Anwendung dieser Präparate aufgrund einer nachgewiesenen Hypokaliämie

angezeigt, sind diese mit Vorsicht und unter häufiger Überprüfung des Serum-Kaliums

anzuwenden (siehe Abschnitt 4.4).

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorangegangene Diuretika-Therapie mit hohen Dosen kann zu Volumenmangel und

damit zu einem Risiko für Hypotonie bei Einleitung der Behandlung mit Enalapril führen

(siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Dieser hypotensive Effekt kann durch Absetzen des Diuretikums, einem Ausgleich des

Volumenmangels oder Aufnahme von Kochsalz vermindert werden.

Andere Antihypertensiva

Wird

Co-Enac

Hexal

gleichzeitig

anderen

blutdrucksenkenden

Mitteln

(z.B.

Beta-

Rezeptorenblocker,

Methyldopa,

Calciumkanalblocker)

angewendet,

additiven

Wirkungen zu rechnen. Des Weiteren kann die gleichzeitige Anwendung mit Nitroglyzerin

anderen

Nitraten

oder

anderen

Vasodilatatoren

einer

weiteren

Senkung

Blutdruckes führen.

Trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika/Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Narkosemittel, trizyklischer Antidepressiva und

Neuroleptika mit ACE-Hemmern kann zu einem verstärkten Blutdruckabfall führen (siehe

Abschnitt 4.4).

Sympathomimetika

Sympathomimetika

können

blutdrucksenkende

Wirkung

ACE-Hemmern

abschwächen.

Antidiabetika

Epidemiologische Studien weisen auf eine mögliche Verstärkung der blutzuckersenkenden

Wirkung bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Antidiabetika (Insulin, orale

Antidiabetika) hin, so dass das Risiko für eine Hypoglykämie besteht. Diese Fälle treten

- 11 -

offenbar vor allem in den ersten Wochen der Kombinationsbehandlung auf sowie bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. (siehe Abschnitt 4.8).

Kombinationstherapie

eines

ACE-Hemmers

mit

einem

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten

Es wurde in der Literatur berichtet, dass bei Patienten mit diagnostizierter atherosklerotischer

Erkrankung,

Herzinsuffizienz

oder

Diabetes

mellitus

organischen

Schäden,

gleichzeitige

Anwendung

eines

ACE-Hemmers

eines

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten im Vergleich zur Anwendung eines einzelnen auf das Renin-Angiotensin-

Aldosteron- System wirkenden Arzneimittels mit einem häufigeren Auftreten von Hypotonie,

Synkope,

Hyperkaliämie

einer

Verschlechterung

Nierenfunktion

(einschließlich

akuten Nierenversagens) einhergeht.

Eine duale Blockade (z.B. durch Kombination eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten) sollte auf individuell definierte Fälle begrenzt werden; dabei ist eine

engmaschige

Überwachung

Nierenfunktion,

Serum-Kaliumspiegels

Blutdruckes erforderlich.

Gold

Über

nitritoide

Reaktionen

(deren

Symptome

beinhalten

plötzliche

Hitzewallungen

Gesicht, Übelkeit, Erbrechen und Blutdruckabfall) wurde selten bei Patienten berichtet, die

gleichzeitig eine Therapie mit injizierbarem Gold (Natrium-Aurothiomalat) und eine ACE-

Hemmer-Therapie, einschließlich Enalapril, erhielten.

Cyclosporin

Anstieg des Hyperkaliämie-Risikos mit ACE-Hemmern.

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und Beta-Rezeptorenblocker

Enalapril

kann

gleichzeitig

Acetylsalicylsäure

kardiologischen

Dosierungen),

Thrombolytika und Betablockern problemlos angewendet werden.

mTOR Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Patienten,

gleichzeitig

eine

Therapie

mTOR-Inhibitoren

erhalten,

besteht

eventuell ein erhöhtes Risiko für Angioödeme (siehe Abschnitt 4.4).

Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

Bei Patienten, die gleichzeitig Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol) anwenden,

besteht eventuell ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie (siehe Abschnitt 4.4).

Hydrochlorothiazid

Alkohol, Barbiturate und Opioid-Analgetika

Eine Potenzierung der orthostatischen Hypotonie kann auftreten.

Antidiabetika (Orale Substanzen und Insulin)

Eine Dosisanpassung des Antidiabetikums kann erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4 und

4.8).

Amphotericin

B

(parenteral),

Carbenoxolon,

Kortikosteroide,

Corticotropin

(ACTH)

oder stimulierende Laxanzien

Hydrochlorothiazid

kann

einer

Verstärkung

Störungen

Elektrolythaushalt,

insbesondere zu Hypokaliämie führen.

- 12 -

Blutzuckersenkende Mittel (orale Mittel und Insulin)

Eine Anpassung der Dosis kann erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4 und 4.8).

Calciumsalze und Vitamin D

Bei gleichzeitiger Gabe mit Thiaziddiuretika kann aufgrund verminderter Ausscheidung eine

Erhöhung der Serum-Calciumspiegel auftreten.

Digitalisglykoside

Eine Hypokaliämie kann zu einem empfindlicheren oder übersteigerten Ansprechen des

Herzens

toxischen

Wirkungen

Digitalis

führen

(z.B.

erhöhte

ventrikuläre

Erregbarkeit).

Colestyramin und Colestipol-Harze

Resorption

Hydrochlorothiazid

Gegenwart

anionischer

Austauscherharze

vermindert. Einzeldosen von Colestyramin oder Colestipol-Harzen binden Hydrochlorothiazid

und vermindern dessen Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt um bis zu 85 % bzw. 43 %.

Blutdrucksteigernde Amine (z.B. Epinephrin)

gleichzeitiger

Gabe

Hydrochlorothiazid

kommt

möglicherweise

einer

reduzierten Reaktion auf Vasopressoren, aber nicht in einem solchen Ausmaß, welches

deren Gebrauch von vornherein ausschließen würde.

Prostaglandinsynthesehemmer

Prostaglandinsynthesehemmer können die diuretische, natriuretische und antihypertensive

Wirkung von Diuretika vermindern.

Immunsupressiva, systemische Corticosteroide, Procainamid

Immunsupressiva, systemische Corticosteroide oder Procainamid können bei gleichzeitiger

Anwendung mit Hydrochlorothiazid zu Leukozytenabfall im Blut/Leukopenie führen.

Corticosteroide, ACTH

Gesteigerter Elektrolytverlust, insbesondere Hypokaliämie.

Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)

Thiazide können die renale Ausscheidung zytotoxischer Arzneimittel vermindern und deren

myelosuppressive Wirkung potenzieren.

Arzneimittel zur Gichtbehandlung (z.B. Allopurinol, Benzbromaron)

Eine Erhöhung der Gichttherapeutika kann erforderlich sein, da Hydrochlorothiazid den

Harnsäurespiegel erhöhen kann.

Verlängerung des QT-Intervalls (z.B. Chinidin, Procainamid, Amiodaron, Sotalol)

Wegen des Risikos einer Hypokaliämie sollte die gleichzeitige Gabe von Hydrochlorothiazid

mit Arzneimitteln, die in Zusammenhang mit Torsade de pointes gebracht werden mit

Vorsicht erfolgen. Dies beinhaltet z.B. einige Antiarrhythmika, einige Antipsychotika sowie

andere Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie Torsade de pointes induzieren.

Katecholamine (z.B. Noradrenalin)

Die Wirkung von Katecholaminen kann vermindert sein.

Kaliuretische Diuretika (z.B. Furosemid), Carbenoxolon oder Laxantienabusus

Hydrochlorothiazid kann einen Kalium- und/oder Magnesiumverlust erhöhen.

Nicht depolarisierend wirkende Muskelrelaxantien

Thiazide können das Ansprechen auf Tubocurarin erhöhen.

- 13 -

Laborwerte

Hydrochlorothiazid

kann

eine

Beeinträchtigung

diagnostischen

Bentiromid-Testes

verursachen.

Thiazide

können

ohne

Anzeichen

einer

Schilddrüsenfunktionsstörung

proteingebundenen Jodspiegel senken.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Enalapril

Die Behandlung mit ACE-Hemmern während des ersten Trimenons der Schwangerschaft

wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern während des

zweiten und dritten Trimenons der Schwangerschaft ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3

und 4.4).

Epidemiologische Daten bezüglich des Risikos für eine Teratogenität nach ACE-Hemmer-

Exposition während des 1. Trimenons der Schwangerschaft waren nicht schlüssig, jedoch

kann ein leicht erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden.

Sofern

Fortsetzung

Behandlung

ACE-Hemmer

nicht

unumgänglich

angesehen wird, sollten Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, auf eine alternative

blutdrucksenkende

Therapie

umgestellt

werden,

für

etabliertes

Sicherheitsprofil

während der Schwangerschaft nachgewiesen ist. Sobald eine Schwangerschaft festgestellt

wird, soll die Behandlung mit ACE-Hemmer sofort abgesetzt werden und, falls erforderlich,

mit einer alternativen Therapie begonnen werden.

Es ist bekannt, dass eine ACE-Hemmer-Exposition während des 2. und 3. Trimenons

fetotoxische

Effekte

beim

Menschen

(Verschlechterung

Nierenfunktion,

Oligohydramnion,

verlangsamte

Ossifikation

Schädelknochen)

auslösen

beim

Neugeborenen

toxisch

(Nierenversagen,

Hypotonie,

Hyperkaliämie)

wirken

kann

(siehe

Abschnitt 5.3).

Sollte es ab dem zweiten Schwangerschaftstrimenon zu einer ACE-Hemmer-Exposition

gekommen sein, werden Ultraschalluntersuchungen zur Kontrolle der Nierenfunktion und des

Schädels empfohlen.

Neugeborene, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sind hinsichtlich einer

Hypotonie engmaschig zu überwachen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es gibt nur begrenzte Erfahrung mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid während der

Schwangerschaft,

allem

während

ersten

Trimenons.

Aussagekraft

Tierstudien ist nicht ausreichend.

Hydrochlorothiazid

plazentagängig.

Ausgehend

pharmakologischen

Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann dessen Anwendung während des zweiten

und dritten Trimenons den Blutfluss zwischen Fetus und Plazenta beeinträchtigen und am

Fetus oder Neugeborenen Auswirkungen wie Ikterus, Störungen des Elektrolythaushaltes

und Thrombozytopenien verursachen.

Hydrochlorothiazid soll nicht bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie

oder Präeklampsie angewendet werden, da ein Risiko für verringertes Plasmavolumen und

plazentare Minderperfusion ohne einen Nutzen für den Verlauf der Erkrankung besteht.

Hydrochlorothiazid

soll

schwangeren

Frauen

essentieller

Hypertonie

nicht

angewendet werden, außer in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung in

Frage kommt.

- 14 -

Stillzeit

Enalapril

Begrenzte

pharmakokinetische

Daten

zeigen

äußerst

geringe

Konzentrationen

Muttermilch (siehe Abschnitt 5.2).

Obwohl diese Konzentrationen klinisch unbedeutend erscheinen, wird die Anwendung von

Co-Enac Hexal während des Stillens von Frühgeborenen und während der ersten Wochen

nach der Geburt nicht empfohlen, da ein hypothetisches Risiko für kardiovaskuläre und

renale Nebenwirkungen besteht und es keine ausreichenden klinischen Erfahrungen gibt.

Im Falle älterer Säuglinge, kann die Anwendung von Co-Enac Hexal bei einer stillenden Frau

in Erwägung gezogen werden, wenn die Behandlung für die Mutter unbedingt erforderlich ist

und das Kind in Hinblick auf etwaige Nebenwirkungen beobachtet wird.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid tritt in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Hochdosierte Thiazide, die

eine starke Diurese verursachen, können die Milchproduktion hemmen. Die Anwendung von

Co-Enac Hexal während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Wenn Co-Enac Hexal während

der Stillzeit angewendet wird, ist die Dosis so gering wie möglich zu halten.

Fertilität

Bisher gibt es keine Daten zur Auswirkung von Co-Enac Hexal auf die Fertilität beim

Menschen. (Bei Ratten zeigte Co-Enac Hexal keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.)

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Co-Enac Hexal hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen. Es ist zu beachten, dass gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit

auftreten

können

(siehe

Abschnitt

4.8).

Dies

gilt

verstärktem

Maße

Behandlungsbeginn, nach einer Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol und

hängt von der Empfindlichkeit des einzelnen Patienten ab.

4.8 Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen in klinischen Studien waren meist leicht und vorübergehend und

erforderten

keinen

Therapieabbruch,

häufigsten

wurde

über

Kopfschmerzen

Schwindel berichtet.

Wie mit allen ACE-Hemmern kann ein trockener Husten auftreten, der jedoch rasch nach

Absetzen der Therapie wieder verschwindet.

Über folgende Nebenwirkungen wurde mit Co-Enac Hexal, oder den Einzelsubstanzen

(Enalapril oder Hydrochlorothiazid) in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet:

Folgende Begriffe werden verwendet, um die Häufigkeit zu erfassen:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000),

nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Nicht bekannt: Sialadenitis

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

Gelegentlich: Anämie (einschließlich aplastische und hämolytische Anämie)

- 15 -

Selten: Neutropenie, Thrombozytopenie, Agranulozytose, Myelosuppression, Panzytopenie,

Lymphadenopathie, Abnahme von Hämoglobin und Hämatokrit, Knochenmarkdepression,

Leukopenie, Autoimmunerkrankungen

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Autoimmunerkrankungen

Ein Symptomenkomplex, der einige oder alle der folgenden Symptome beinhalten kann,

wurde berichtet: Fieber, Serositis, Vaskulitis, Myalgie/Myositis, Arthralgie/Arthritis, positive

ANA-Titer, erhöhte ESR, Eosinophilie und Leukozytose. Exantheme, Photosensitivität oder

andere dermatologische Symptome können auftreten.

Endokrine Erkrankungen:

Nicht bekannt: Syndrom der inadäquaten antidiuretischen Hormon Sekretion (SIADH)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Hypokaliämie, Hyperkaliämie, Anstieg der Werte von Cholesterin und Triglyzeriden,

Hyperurikämie

Gelegentlich: Hypomagnesämie, Gicht**, Hypoglykämie (siehe Abschnitt 4.4),

Hyponatriämie

Selten: Anstieg der Blutglucose

Sehr selten: Hyperkalzämie (siehe Abschnitt 4.4)

Nicht bekannt: Anorexie

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Depression

Selten: Albträume

Nicht bekannt: Ruhelosigkeit

Erkrankungen des Nervenssystems

Häufig: Kopfschmerzen, Synkope, Geschmacksstörungen

Gelegentlich: Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Parästhesien, Vertigo, Nervosität, Libidoverlust**,

Verwirrtheitszustände, Parästhesien, Benommenheit

Selten: Schlafstörungen, verändertes Träumen, Parese (aufgrund von Hypokaliämie)

Augenerkrankungen

Sehr häufig: verschwommenes Sehen

Nicht bekannt: Xanthopsie, Myopie, akutes Engwinkelglaukom

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Sehr häufig: Schwindelgefühl

Gelegentlich: Tinnitus

Herzerkrankungen

Sehr häufig: Benommenheit, Schwindel

Häufig:

Hypotonie,

orthostatische

Hypotonie,

Brustschmerzen,

Herzrhythmusstörungen,

Angina pectoris, Tachykardie

Gelegentlich: Palpitationen, Flush, Myokardinfarkt oder zerebrovaskulärer Insult* (vermutlich

infolge übermäßigen Blutdruckabfalls bei Hochrisiko-Patienten (siehe Abschnitt 4.4))

Gefäßerkrankungen

Häufig:

Hypotonie,

orthostatische

Hypotonie,

Myokardinfarkt

oder

zerebrovaskuläre

Ereignisse, möglicherweise sekundär infolge starken Blutdruckabfalls bei Risikopatienten

(siehe Abschnitt 4.4)

Gelegentlich: Flush

Selten: Raynaud-Syndrom

Nicht bekannt: nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, Vaskulitis der Haut)

- 16 -

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig: trockener Reizhusten

Häufig: Dyspnoe

Gelegentlich: Rhinorrhö, Halsschmerzen und Heiserkeit, Bonchospasmus/Asthma

Selten:

Lungeninfiltrate,

Rhinitis,

allergische

Alveolitis/eosinophile

Pneumonie,

Atembeschwerden (einschließlich Pneumonitis und Lungenödem)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit

Häufig: Diarrhö, Bauchschmerzen, Geschmacksveränderungen

Gelegentlich:

Ileus,

Pankreatitis,

Erbrechen,

Dyspepsie,

Obstipation,

Appetitlosigkeit,

Reizmagen, Mundtrockenheit, peptisches Ulkus, Flatulenz**

Selten: Stomatitis/aphthöse Ulzerationen, Glossitis

Sehr selten: intestinales Angioödem

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Anstieg der Leberenzyme, Anstieg von Serum-Bilirubin, Leberversagen, hepatische

Nekrose (auch letal), Hepatitis (hepatozellulär oder cholestatisch), Gelbsucht, Cholezystitis

(insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Cholelithiasis)

Nicht bekannt: Gelbsucht (intrahepatischer cholestatischer Ikterus)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Ausschlag

(Exanthem),

Überempfindlichkeit/Angioödem:

Über

Angioödeme

Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf wurde

berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

gelegentlich: Diaphorese, Pruritus, Urtikaria, Alopezie

Selten: Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis, toxische

epidermale Nekrolyse, Pemphigus, Erythrodermie, kutaner Lupus erythematodes, Purpura

Nicht

bekannt:

Photosensitivitätsreaktionen,

Hautausschlag

-rötung,

kutane

lupus-

erythematodes-ähnliche Reaktionen, Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes,

Urtikaria

Es wurde über einen Symptomenkomplex berichtet, der mit einigen oder allen der folgenden

Symptome

einhergehen

kann:

Fieber,

Serositis,

Vaskulitis,

Myalgie/Myositis,

Arthralgie/Arthritis,

positive

ANA-Titer,

erhöhte

BSG,

Eosinophilie

Leukozytose.

Hautausschlag,

Photosensibilität

oder

andere

dermatologische

Manifestationen

können

auftreten.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe***

Gelegentlich: Arthralgie**

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Anstieg von Serum-Kreatinin

Gelegentlich:

Anstieg

Serum-Harnstoff,

Nierenfunktionsstörungen,

Nierenversagen,

Proteinurie

Selten: Oligurie, interstitielle Nephritis

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Impotenz

Selten: Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Asthenie

Häufig: Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb

Gelegentlich: Unwohlsein, Fieber

- 17 -

Nicht bekannt: Schwäche

Untersuchungen

Gelegentlich: Anstieg von Blutharnstoff, Hyponatriämie

Häufigkeit

klinischen

Studien

jener

Placebo

bzw.

aktiven

Kontrollgruppe vergleichbar.

** Beobachtet nur bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 12,5 mg und 25 mg.

*** Häufig traten Muskelkrämpfe nur bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 12,5 mg und 25 mg

auf, gelegentlich bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 6 mg.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Meldung

Verdachts

Nebenwirkungen

nach

Zulassung

großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Es gibt keine spezifische Information zur Behandlung einer Überdosierung mit Co-Enac

Hexal.

Die Therapie erfolgt symptomorientiert und unterstützend. Die Behandlung mit Co-

Enac Hexal ist abzubrechen und der Patient engmaschig zu überwachen. Als Maßnahmen

werden vorgeschlagen: induziertes Erbrechen, Verabreichung von Aktivkohle und Laxantien

erst

kurz

zurückliegender

Einnahme

Korrektur

einer

Dehydratation,

Elektrolytentgleisung und Hypotonie mittels Standardmaßnahmen.

Enalaprilmaleat

Die wesentlichsten bisher berichteten Symptome einer Überdosierung sind ausgeprägte

Hypotonie,

etwa

Stunden

nach

Tabletteneinnahme

beginnt

einer

gleichzeitigen

Blockade

Renin-Angiotensin-Systems

assoziiert

ist,

Stupor

Zusammenhang mit einer Überdosierung von ACE-Hemmern können als weitere Symptome

Kreislaufversagen,

Elektrolytstörungen,

Nierenversagen,

Hyperventilation,

Tachykardie,

Palpitationen, Bradykardie, Schwindel, Angstgefühl und Husten auftreten. Im Vergleich zu

therapeutischen Dosen wurden nach Einnahme von 300 bzw. 440 mg Enalaprilmaleat 100-

bzw. 200-mal höhere Serum-Enalaprilspiegel gemessen.

empfohlene

Therapie

einer

Überdosierung

Infusion

physiologischer

Kochsalzlösung. Im Fall eines Blutdruckabfalls ist der Patient in Schocklagerung zu bringen.

Falls verfügbar, kann auch eine Therapie mit einer Angiotensin II-Infusion und/oder einer

intravenösen Katecholamin-Infusion in Betracht gezogen werden. Wurden die Tabletten erst

kurz zuvor eingenommen, sind Maßnahmen zur Elimination von Enalaprilmaleat zu treffen

(z. B. Erbrechen, Magenspülung, Anwendung von Adsorbenzien und Natriumsulfat).

Enalaprilat

kann

durch

Hämodialyse

Körperkreislauf

entfernt

werden

(siehe

Abschnitt

4.4).

therapierefraktärer

Bradykardie

Schrittmacher

indiziert.

Vitalparameter, Elektrolyt und Kreatinin-Konzentrationen im Serum sind kontinuierlich zu

überwachen.

- 18 -

Hydrochlorothiazid

Die am häufigsten beobachteten subjektiven und objektiven Symptome sind bedingt durch

Elektrolytverluste (Hypokaliämie, Hypochlorämie, Hyponatriämie) und Dehydratation infolge

exzessiver

Diurese.

Wurde

gleichzeitig

auch

Digitalis

eingenommen,

können

Herzrhythmusstörungen durch die Hypokaliämie verstärkt werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer, Kombination

ATC-Code: C09BA02

Co-Enac Hexal ist eine Kombination aus einem ACE-Hemmer (Enalaprilmaleat) und einem

Diuretikum (Hydrochlorothiazid), die blutdrucksenkende Wirkung haben. Das Angiotensin

Converting

Enzym

(ACE)

eine

Peptidyldipentidase,

welche

Umwandlung

Angiotensin I in die vasokonstriktorisch wirkende Substanz Angiotensin II katalysiert. Nach

Resorption wird Enalapril zu Enalaprilat hydrolysiert welches das ACE hemmt. Die ACE-

Hemmung führt zu einer Verminderung der Plasmakonzentration von Angiotensin II, wodurch

ein Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität (infolge des Wegfalls der negativen Rückkopplung für

die Reninfreisetzung) und eine Verminderung der Aldosteronsekretion bewirkt werden.

Hydrochlorothiazid ist ein Diuretikum und Antihypertonikum, das einen Anstieg der Plasma-

Renin-Aktivität bewirkt. Der Mechanismus der blutdrucksenkenden Wirkung der Thiazide ist

nicht bekannt. Hydrochlorothiazid hat im Allgemeinen keine Wirkung auf den normalen

Blutdruck.

Co-Enac Hexal ist blutdrucksenkend und diuretisch wirksam.

Enalaprilmaleat

Hydrochlorothiazid

wurden

sowohl

monotherapeutisch

auch

gemeinsam in der Behandlung der Hypertonie eingesetzt. Die blutdrucksenkende Wirkung

von Co-Enac Hexal ist signifikant größer als jene unter alleiniger Gabe von Enalapril.

Darüber hinaus hält die blutdrucksenkende Wirkung von Co-Enac Hexal mindestens 24

Stunden lang an.

Das ACE ist mit der Kininase II identisch. Daher kann Enalapril auch den Abbau des stark

vasodepressorisch wirkenden Peptids Bradykinin blockieren. Allerdings ist die Rolle dieses

Effekts bei den therapeutischen Wirkungen von Enalapril noch nicht geklärt.

Obwohl man annimmt, dass der Mechanismus, durch welchen Enalapril den Blutdruck senkt,

primär die Unterdrückung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems ist, wirkt Enalapril

auch bei Low-Renin-Hypertonie blutdrucksenkend.

Bei Hypertonikern bewirkt Enalapril eine Senkung der Blutdruckwerte sowohl im Liegen aus

auch im Stehen ohne nennenswerten Herzfrequenzanstieg.

Eine symptomatische orthostatische Hypotonie ist selten. Bei manchen Patienten kann es

bis zur optimalen Blutdrucksenkung mehrere Wochen dauern. Ein abruptes Absetzen von

Enalapril wurde nicht mit einem raschen Anstieg des Blutdrucks in Zusammenhang gebracht.

Eine wirksame Hemmung der ACE-Aktivität tritt im Allgemeinen 2 – 4 Stunden nach oraler

Gabe

einer

Einzeldosis

Enalapril

ein.

blutdrucksenkende

Wirkung

setzt

normalerweise nach 1h ein, und die maximale Blutdrucksenkung wird 4 bis 6 Stunden p.a.

beobachtet. Die Wirkdauer ist dosisabhängig. In den empfohlenen Dosierungen werden die

antihypertensiven und hämodynamischen Wirkungen allerdings nachweislich mindestens 24

Stunden lang aufrechterhalten.

In hämodynamischen Untersuchungen mit Enalapril bei Patienten mit essentieller Hypertonie

war die Blutdrucksenkung von einer Senkung des peripheren arteriellen Widerstandes bei

erhöhtem Herzminutenvolumen und von unveränderter oder von geringfügig veränderter

Herzfrequenz begleitet. Nach Verabreichung von Enalapril war der renale Blutfluss bei

- 19 -

unveränderter glomerulärer Filtrationsrate erhöht. Es gab keine Anzeichen einer Natrium-

oder Wasserretention. Bei Patienten mit niedriger glomerulärer Filtrationsrate war die GFR

im Allgemeinen erhöht.

Hochdrucktherapie

Enalapril

führt

einer

signifikanten

Rückbildung

einer

linksventrikulären

Hyperthropie

unter

Aufrechterhaltung

linksventrikulären

Auswurfleistung.

Eine

Therapie

Enalapril

wurde

günstigen

Wirkungen

Plasmalipoproteinfraktionen

sowie

günstige

oder

keine

Wirkungen

Gesamtcholesterinspiegel assoziiert.

Dualblockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron Systems (RAAS)

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

„ONTARGET“–Studie

wurde

Patienten

einer

kardiovaskulären

oder

einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese

Studien

zeigten

keinen

signifikanten

vorteilhaften

Effekt

renale

und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet

wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse

auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

diesem

Grund

sollten

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer

Erkrankung

einen

Zusatznutzen

hat.

Studie

wurde

wegen

eines

erhöhten

Risikos

unerwünschter

Ereignisse

vorzeitig

beendet.

Sowohl

kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als

in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende

unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Enalapril

Absorption

Enalaprilmaleat wird nach Einnahme rasch resorbiert. Die maximale Enalaprilkonzentration

im Serum tritt innerhalb einer Stunde auf. Anhand der Wiederfindung im Urin ist das Ausmaß

der Resorption von Enalapril nach oraler Gabe von Enalaprilmaleat ca. 60 %.

Nach Resorption wird Enalapril rasch und weitgehend vollständig zu Enalaprilat, einem

hochwirksamen ACE-Hemmer, hydrolysiert. Maximale Enalaprilatkonzentrationen im Serum

treten 3 – 4 Stunden nach oraler Gabe von Enalaprilmaleat auf. Im Urin hauptsächlich

wiedergefunden werden Enalaprilat (ca. 40 % einer Dosis) sowie unverändertes Enalapril.

Der Serumkonzentrationsverlauf von Enalaprilat weist eine scheinbar mit der Bindung an

ACE in Zusammenhang stehende lange terminale Phase auf. Bei Probanden mit normaler

Nierenfunktion wurde der Steady-State der Serumenalaprilatkonzentration am vierten Tag

nach Verabreichung von Enalaprilmaleat erreicht. Die Resorption von oral zugeführtem

Enalaprilmaleat

wird

Gegenwart

Nahrung

Magen-Darm-Trakt

nicht

beeinflusst. Das Ausmaß der Resorption und der Hydrolyse von Enalapril ist bei den

verschiedenen Dosierungen innerhalb der empfohlenen therapeutischen Dosis ähnlich.

- 20 -

Verteilung

Untersuchungen am Hund weisen darauf hin, dass die Blut-Hirn-Schranke von Enalapril,

wenn überhaupt, nur geringfügig und von Enalaprilat nicht überwunden wird. Enalapril

passiert die Plazentaschranke.

Biotransformation

Abgesehen von der Umwandlung zu Enalaprilat gibt es keine Hinweise für eine signifikante

Metabolisierung von Enalapril.

Elimination

Enalapril

wird

vorwiegend

renal

ausgeschieden.

Hauptkomponenten

Urin

sind

Enalaprilat

(ca.

einer

Dosis)

sowie

unverändertes

Enalapril.

effektive

Serumkumulationshalbswertszeit

für

Enalaprilat

wiederholter

oraler

Gabe

Enalaprilmaleat beträgt 11 Stunden. Das Serumkonzentrationsprofil zeigt eine ausgedehnte

terminale Phase, die mit der Bindung an ACE zusammenzuhängen scheint. Bei Personen

mit normaler Nierenfunktion werden die steady-state Serumkonzentrationen von Enalaprilat

am vierten Tag bei einmal täglicher Gabe erreicht. Nach mehrfacher Gabe von Enalapril

beträgt die effektive Halbwertszeit (nach Akkumulation) 11 Stunden.

Spezielle Bevölkerungsgruppen

Hydrolyse

Enalapril

seine

aktiven

Metaboliten

kann

Patienten

Leberzirrhose verzögert sein. Die Spiegel von Enalapril und Enalaprilat sind bei Patienten mit

Niereninsuffizienz erhöht. Nach einer Dosis von einmal täglich 5 mg bei Patienten mit einer

Kreatinin-Clearance von 40 bis 60 ml/min war die AUC im steady-state doppelt so hoch wie

Patienten

normaler

Nierenfunktion.

schwerer

Niereninsuffizienz

(Kreatinin-

Clearance kleiner/gleich 30 ml/min war die AUC ungefähr achtfach erhöht, und die effektive

Halbwertszeit nach mehrfacher Gabe verlängert. Enalaprilat kann durch Hämodialyse aus

dem systemischen Blutkreislauf entfernt werden.

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung von Einzeldosen zu 20 mg bei fünf Frauen postpartum betrug der

Spitzenwert der Konzentration von Enalapril in der Muttermilch nach vier bis sechs Stunden

im Durchschnitt 1,7 µg/L (Bereich 0,54 bis 5,9 µg/L) Auch zu verschiedenen Zeitpunkten

innerhalb von 24 Stunden betrugen im Durchschnitt die Spitzenwerte der Konzentrationen

von Enalapril 1,7 µg/L (Bereich 1,2 bis 2,3 µg/L). Ausgehend von diesen Daten ist die

maximale Menge Enalapril bei einem ausschließlich gestillten Säugling auf etwa 0,16% der

verabreichten mütterlichen Dosis zu schätzen. Bei einer Frau, die täglich 11 Monate lang 10

mg Enalapril oral einnahm, betrugen die Spitzenwerte der Konzentrationen von Enalapril in

der Muttermilch vier Stunden nach Einnahme 2 µg/L und etwa neun Stunden nach Einnahme

0,75 µg/L. Im Verlaufe von 24 Stunden in der Milch gemessene Gesamtmenge von Enalapril

und Enalaprilat betrug 1,44 µg/L bzw. 0,63 µg/L. Vier Stunden nach einer Einzeldosis von 5

mg Enalapril bei einer Mutter und 10 mg bei zwei Müttern konnten keine Enalaprilat-Mengen

in der Milch nachgewiesen werden (< 0,2 µg/L).

Hydrochlorothiazid

Absorption

Bioverfügbarkeit

Hydrochlorothiazid

beträgt

80%,

gleichzeitige

Nahrungsaufnahme erhöht die Resorption etwas (ungefähr 15%).

Verteilung

Hydrochlorothiazid ist placentagängig, passiert aber nicht die Blut-Hirn-Schranke.

Biotransformation/Elimination

- 21 -

Plasmakonzentrationshalbwertszeit

schwankt

zwischen

14,8

Stunden.

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert, aber schnell über die Nieren ausgeschieden.

Mindestens

oralen

Dosis

werden

unverändert

innerhalb

Stunden

ausgeschieden.

Spezielle Bevölkerungsgruppen

Die Halbwertszeit ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz verlängert.

Enalapril – Hydrochlorothiazid

Absorption

Die gemeinsame Verabreichung von Enalapril und Hydrochlorothiazid in verschiedenen

Dosierungen hat nur einen geringen oder keinen Einfluss auf die Bioverfügbarkeit einer

dieser beiden Substanzen. Die Kombinationstablette ist bioäquivalent zur gemeinsamen

Verabreichung der Einzelsubstanzen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Reproduktions-Toxizitätsstudien deuten darauf hin, dass Enalapril keine Auswirkungen auf

die Fertilität und Reproduktivität bei Ratten hat. Es hat kein teratogenes Potential. In einer

Studie, in der weibliche Ratten vor der Paarung und während der Gestation behandelt

wurden, wurde eine erhöhte Sterblichkeit junger Ratten während der Stillzeit beobachtet.

Das Kombinationspräparat passiert die Plazenta und wird in die Milch ausgeschieden. Es

wurde gezeigt, dass die Klasse der ACE-Hemmer unerwünschte Effekte auf die späte foetale

Entwicklung ausübt, die zu foetalem Tod führt und congenitale Auswirkungen hat, die

besonders den Schädel betreffen. Über Foetotoxizität, intrauterine Wachstumsretardierung

und offenen Ductus arteriosus wurde ebenso berichtet. Die Entwicklungsanomalien werden

teilweise zurückgeführt auf die direkte Wirkung der ACE-Hemmer auf das foetale Renin-

Angiotensin-System und teilweise auf die Ischämie aufgrund der maternalen Hypotension

und des Abfall des foetal-placentaren Blutflusses und der Sauerstoff-/Nährstoffversorgung

des Foetus.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumhydrogenkarbonat,

Maisstärke,

Lactose-Monohydrat,

Calciumhydrogenphosphat-

Dihydrat, Talk, Magnesiumstearat.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium-Aluminium Blister zu 30 Tabletten.

- 22 -

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise für

die Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Hexal Pharma GmbH, 1020 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Z.Nr.: 1-22685

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung 11.03.2003

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung 16.09.2010

10. STAND DER INFORMATION

April 2017

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig.

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