Artist®

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

07-01-2022

Fachinformation Fachinformation (SPC)

07-01-2022

Sicherheitsdatenblatt Sicherheitsdatenblatt (SDS)

07-01-2022

Verfügbar ab:
Bayer AG
Darreichungsform:
Wasserdispergierbares Granulat
Zusammensetzung:
240 g/kg Flufenacet; 175 g/kg Metribuzin
Produktbesonderheiten:
Breit wirksames wasserdispergierbares Granulat zur Bekämpfung von Ungräsern und einjährigen, zweikeimblättrigen Unkräutern in Kartoffel, Getreide, Sojabohne und Spargel; Artikelnummer: 01793741 Verpackungsgröße: 10 x 1 kg Faltschachtel Paletteneinheit: 700; Artikelnummer: 79553536 Verpackungsgröße: 5 kg Karton Paletteneinheit: 112
Zulassungsnummer:
2913

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Die Wirkung

Ehrenpreis, Taubnessel oder Vogelmiere sind bei der Unkrautbekämpfung in

Wintergerste vielfach bereits in der Blüte. Mit Artist + Sekator

werden sie

genauso wie größeres Klettenlabkraut und weitere Unkräuter zuverlässig

bekämpft.

Die Vorteile

Artist + Sekator

wirkt auch bei leichter Nachtfrostgefahr zuverlässig, sofern

ein aktives Unkrautwachstum gegeben ist. Die herausragende Kulturverträglichkeit

in Wintergerste spricht zudem für den langjährig bewährten Standard.

Artist enthält zwei nicht resistenzgefährdete Wirkstoffe und ist optimal beim

vorbeugenden Resistenzmanagement bei Windhalm, Rispe und Unkräuter.

Diese Komplettlösung macht ein vorbeugendes

Resistenzmanagement bei Windhalm und Unkräutern

in Wintergerste, -weizen und Triticale einfach möglich.

Die beste Wahl

für Wintergerste

Die Komplettlösung für unkrautfreies

Wintergetreide

Eine Tankmischung von Artist mit Netzmittel/Ölen oder Fungiziden ist

nicht möglich. Artist + Sekator

können mit Harnstoff und CCC oder

AHL gemischt werden. Artist kann mit 0,8 kg/ha gegen Trespe bis 5

Blätter (Niederhaltung zur Führung der Kultur) in Winter- oder Sommer-

gerste eingesetzt werden. Bodenfeuchte für Ungräserwirkung notwendig.

III Gut zu wissen

Wirkung von Artist +

Sekator

– nach 2 Wochen

Taubnessel – unbehandelt

Herbizid

Kurzcharakteristik

Komplettlösung gegen Windhalm,

Rispe und Unkräuter inkl. blühendem

Ehrenpreis und Taubnessel

Pfl.Reg.Nr.

Artist: 2913

Sekator

: 3372

Wirkstoffe

Flufenacet

240 g/kg

Metribuzin

175 g/kg

Amidosulfuron

106 g/l

Iodosulfuron

25 g/l

Mefenpyr (Safener)

250 g/l

Wirkungsweise (HRAC)

Gruppe C1, K3, B

Empfohlene Aufwandmenge

0,8 kg/ha Artist + 0,12 l/ha Sekator

Anwendungszeitraum

Im Frühjahr vom 3-Blattstadium bis Ende

Bestockung in Winter- und Sommergerste,

Winterweizen und Triticale

Gewässerabstand

10/5/3/1 m

Gebindegrößen

Für 5 ha mit Messbecher:

4 × 1 kg Artist + 0,6 l Sekator

Einzigartig gegen blühende

Taubnessel und Ehrenpreis

Ideal zum vorbeugenden

Resistenzmanagement

Breite Wirkung gegen Windhalm,

Rispe und Unkräuter

Vorteile auf

einen Blick

Artist

240 g/kg Flufenacet

175 g/kg Metribuzin

Formulierung: WG (Wasserdispergierbares Granulat)

Breit wirksames wasserdispergierbares Granulat zur Bekämpfung von Ungräsern und einjährigen, zweikeimblättrigen Unkräutern in

Kartoffel, Getreide, Sojabohne und Spargel

Vorsicht Pflanzenschutzmittel!

Dieses Pflanzenschutzmittel ist gegen Sachkundenachweis erhältlich.

Produktart: Herbizid

Artikel-

nummer

Produkt

Gebinde-

größe

Geb. je

Verkaufs-

einheit

Geb. je

Palette

Pfl. Reg. Nr.

Österreich

01793741 Artist

1 kg

2913

79553536 Artist

5 kg

2913

Wirkungsweise und -spektrum

Artist verfügt über eine Blatt- und Bodenwirkung und bekämpft sowohl aus Samen auflaufende als auch bereits aufgelaufene Ungräser und

Unkräuter. Der Wirkstoff Flufenacet wird hauptsächlich über die Wurzeln und den Keimspross, Metribuzin über die Wurzeln und das Blatt

aufgenommen. Für die Wirkstoffaufnahme über den Boden ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit erforderlich.

Wirkungsspektrum Getreide:

Im Nachauflauf sehr gut bis gut bekämpfbar: Windhalm, Rispen-Arten, Ehrenpreis-Arten, Taubnessel-Arten, Vogelmiere, Franzosenkraut,

Hohlzahn, Ackervergissmeinnicht, Gänsefuß/Melde, Kreuzkraut, Raps/Ackersenf/Hederich, Frauenmantel

Im Nachauflauf weniger gut bekämpfbar: Ackerstiefmütterchen (bis 4 Blätter), Klettenlabkraut, Kamille, Sonnenblume, Knöterich-Arten,

Flughafer

Nicht bekämpfbar: Wurzelunkräuter

Wirkungsspektrum Kartoffel, Sojabohne:

Im Vorauflauf sehr gut bis gut bekämpfbar: Ackervergissmeinnicht, Ackerstiefmütterchen, Amarant (Minderwirkung bei triazinresistenten Arten

möglich), Bingelkraut, Ehrenpreis-Arten, Einjährige Rispe,

Franzosenkraut, Gänsefuß/Melde (Minderwirkung bei metribuzinresistenten Arten

möglich), Gemeine Rispe, Hirse-Arten, Hohlzahn, Kamille, Klettenlabkraut, Kreuzkraut, Schwarzer Nachtschatten, Raps/Ackersenf/Hederich,

Taubnessel, Vogelmiere

Im Vorauflauf weniger gut bekämpfbar: Sonnenblume, Knötericharten, Flughafer

Nicht bekämpfbar: Wurzelunkräuter, Zweizahn

Registrierte Indikationen

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Getreide

In Wintergerste, Winterweichweizen, Wintertriticale, Winterroggen, Sommergerste, Sommerweichweizen:

Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Windhalm (Apera spica-venti), Rispen-Arten

Aufwandmenge: 0,8 kg/ha spritzen

Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen der Kultur, Frühjahr, Stadium 13 (3-Blattstadium) bis Stadium 29 (Ende der Bestockung) der Kultur

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Sonstige Auflagen und Hinweise Getreide:

Schäden in Sommerweizen möglich.

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Kartoffel

Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hirse-Arten, Einjährige Rispe

Aufwandmenge: 2 kg/ha spritzen

Anwendungszeitpunkt: vor dem Auflaufen bis kurz vor dem Durchstoßen der Kultur spritzen.

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung.

Sonstige Auflagen und Hinweise Kartoffel:

Wirkungsminderung bei der Anwendung auf mittleren und schweren Böden möglich.

Die Dämme müssen bei der Anwendung gut abgesetzt sein. Nicht zu steil anhäufeln, damit die Erde nach der Spritzung nicht abrieselt und der

Herbizid-Film nicht gestört wird. Je mehr Unkräuter vor der Spritzung aufgelaufen sind, desto besser ist die Wirkung bei trockener Witterung.

Registrierte Indikationen im Ackerbau, Sojabohne

Gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjährige Rispe, Hirse-Arten

Aufwandmenge: 2 kg/ha spritzen

Anwendungszeitpunkt: vor dem Auflaufen der Kultur

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Sonstige Auflagen und Hinweise Sojabohne:

Wirkungsminderung bei der Anwendung auf mittleren und schweren Böden möglich.

Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und

Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Registrierte Indikationen im Gemüsebau, Spargel

Gegen Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter

Aufwandmenge: 2 kg/ha spritzen

Anwendungszeitpunkt: Im Pflanzjahr; 7-10 Tage nach dem Pflanzen bis kurz vor dem Durchstoßen; in Ertragslagen nach dem Stechen bis kurz

vor dem Austrieb

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Maximal 1 Anwendung

Geringfügige Verwendung gemäß Artikel 51

Sonstige Auflagen und Hinweise Spargel:

Wirkungsminderung bei der Anwendung auf mittleren und schweren Böden möglich.

Mögliche Schäden an der Kultur liegen im Verantwortungsbereich des Anwenders. Vor dem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit und

Wirksamkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Sonstige Auflagen und Hinweise:

Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Herbicide Resistance Action Committee (HRAC): Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): K3,

Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): C1

Anwendungshinweise/ Praxisempfehlungen

Allgemeine Hinweise Getreide

Für die Wirkung gegen Windhalm und Rispe ist eine ausreichende Bodenfeuchte nach der Anwendung notwendig. Artist nicht in Durum-Weizen

einsetzen. Nicht in Mischung mit Fungiziden oder Netzmitteln anwenden. Beratung anfordern.

Praxis-Empfehlungen Getreide:

Bei Mischverunkrautung mit starkem Auftreten von blühenden Taubnessel- und Ehrenpreis-Arten empfehlen wir folgende Tankmischungen mit

Sekator OD:

0,8 kg Artist + 120 ml Sekator OD/ha bei gleichzeitiger Bekämpfung von Windhalm, Rispe (Taube Trespe) und breitblättrigen Unkräutern inkl.

Ampfer (= 4 kg Artist + 600 ml Sekator OD auf 5 ha Getreide).

0,4 kg Artist + 120 ml Sekator OD /ha als Standardempfehlung nur gegen Unkräuter(= 2 kg Artist + 600 ml Sekator OD auf 5 ha Getreide)

Siehe Artist + Sekator OD Kombipackung. Artist wirkt unabhängig von der Temperatur. 10-14 Tage nach der Anwendung sind deutliche

Wirkungssymptome zu erkennen.

Anwendungsempfehlung Sojabohne

In der Sojabohne wird die Spritzung bis 3 Tage nach der Saat empfohlen. Auf jeden Fall sollte der Keimling zum Spritztermin mind. 1 cm mit Erde

bedeckt sein. Die Saattiefe muss mind. 4 cm betragen.

Auf leichten Böden und bei niedrigem Humusgehalt können Sojabohnen empfindlich mit Unverträglichkeiten reagieren.

Beachten Sie bitte die „Sonstigen Auflagen und Hinweise“.

Unter extremen Witterungsbedingungen kann es durch den Einsatz von Metribuzin-haltigen Präparaten zu Schäden an Sojabohnen kommen.

Dies wurde vor allem nach starken Regenfällen im Anschluss an die Applikation beobachtet. Laut unseren bisherigen Erfahrungen kann Artist

nicht in den Sorten Alvesta, Atacama, ES Compositor, ES Mentor, ES Director, RGT Satelia und RGT Siroca eingesetzt werden.

Empfehlung:

Zur Eignung Ihrer Sorte für den Einsatz von Metribuzin-haltigen Präparaten kontaktieren Sie bitte den jeweiligen Züchter.

Sortenverträglichkeit

Getreide: Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist Artist bei sachgerechter Anwendung in allen zugelassenen Winter- und

Sommergetreidesorten gut verträglich.

Durch Staunässe, Auswinterung, Frost, Krankheit etc. geschwächte Pflanzen sollen nicht behandelt werden. Überlappungen vermeiden.

Sojabohne: Bitte beachten Sie die Hinweise, welche unter "Anwendungsempfehlung Sojabohne" angeführt sind.

Kartoffel: Nach unseren bisherigen Erfahrungen sind folgende Sorten gut verträglich: Aiko, Alhamra, Allians, Amado, Amati, Annabelle, Antonia,

Anuschka, Ausonia, Belena, Belita, Berber, Bettina, Bintje, Bionta, Bolesta, Bonanza, Bonjana, Bosco, Calgary, Calla, Camilla, Ceres, Christa,

Cilena, Conny, Danva, Delta, Desiree, Diamant, Diego Sokrates, Dinamo, Ditta, Erntestolz, Esprit, Evita, Expander, Filea, Fontane, Forelle,

Gabriella, Galata, Gina, Goldsegen, Graziosa Helena, Hermes, Ilse, Impala, Isola, Jelly, Julia, Lady Claire, Linda, Linzer Gelbe, Linzer Rose,

Madeleine, Marabel, Marizza, Martina, Meireska, Melba, Merkur, Mustang, Naglerner Kipfler, Nicola, Nomade, Optima, Panda, Pepino, Ponto,

Posmo, Premiere, Prior, Quarta, Quinta, Rebecca, Remarka, Salenta, Saskia, Saturna, Signum, Sieglinde, Sigma, Sinora, Sirtema, Suleika,

Toccata, Tomensa, Tosca, Trabant, Treff, Valeria, Valdivia, Venousca, Welsa, Xerxes, Zenith.

Bei kühler Witterung und starken Niederschlägen kann es auf humusarmen Böden bei den Sorten Activa, Annabelle, Arielle, Fabiola, Fambo,

Frieslander, Hektor, Husar, Innovator, Jaerla, Laura, Linzer Delikatess, Marlen, Minerva, Rika, Rosella, Rosita, Sofia und Wisent zu

Unverträglichkeiten kommen.

Weitere Informationen über die Verträglichkeit von Metribuzin in diversen Kartoffelsorten erhalten Sie direkt bei unserem Bayer- Beratungsdienst.

Allgemeine Hinweise Vorauflaufanwendung:

Eine feinkrümelige Saatbeetbereitung und Niederschläge nach der Anwendung sind für eine gute Wirkung notwendig. Auf schweren Böden oder

Felder mit mehr als 3% Humus, auf anmoorigen oder Moor-Böden ist die Dauerwirkung über den Boden eingeschränkt.

Bei Mulchsaaten mit hohem Anteil an organischer Substanz an der Bodenoberfläche kann die Ausbildung eines Herbizidfilms und die Wirkung

negativ beeinträchtigt werden.

Nachbau

Nach der Anwendung von Artist in Frühkartoffeln können Erbsen und Möhren nachgebaut werden. Im Rahmen der üblichen Fruchtfolge können

alle Kulturen nachgebaut werden.

Anwendungstechnik

Kartoffel: Artist kann mit Bandur vor dem Auflaufen der Kartoffel gemischt werden.

Getreide: Artist ist mischbar mit Hoestar, Husar OD, Husar Plus, Primus Perfect, Sekator OD, Wuchsstoffen bzw. Harnstoff oder AHL. Keine

Tankmischung von Artist mit Mero, Netzmitteln, Fungiziden.

Herstellung der Spritzbrühe:

Brühebehälter mit 1/3 der erforderlichen Wassermenge füllen, Rührwerk einschalten und Produkt langsam in den Behälter schütten und fehlende

Wassermenge auffüllen.

Vorbehaltlich anderslautender Empfehlungen der Mischpartner sollte beim Ansetzen von Tankmischungen Artist grundsätzlich zuerst in den

Brühebehälter gegeben und gründlich gelöst werden.

Keine Feinstfilter mit Maschenweiten über 50 mesh (nicht feiner als 50 Maschen) verwenden.

Nach eigenen Erfahrungen ist die Ausbringung von Artist in reinem AHL (Markenware) möglich, soweit das Produkt vorher sorgfältig in Wasser

im Verhältnis 1 : 20 aufgelöst wurde.

Mindestabstand zu Oberflächengewässern/Schutz von Nichtziel-Arthropoden/Erklärung

zu Abdriftminderungsklassen

Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte

Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten:

Getreidebau - spritzen

10 m (Regelabstand)

5 m (Abdriftminderungsklasse 50 %)

3 m (Abdriftminderungsklasse 75 %)

1 m (Abdriftminderungsklasse 90 %)

Kartoffelbau, Sojabohne, Gemüsebau - spritzen

20 m (Regelabstand)

10 m (Abdriftminderungsklasse 50 %)

5 m (Abdriftminderungsklasse 75 %)

3 m (Abdriftminderungsklasse 90 %)

Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand

durch einen 10 m bewachsenen Grünstreifen einzuhalten. Dieser Mindestabstand kann durch abdriftmindernde Maßnahmen nicht weiter

reduziert werden.

Bei Vorliegen der in der Liste der abdriftmindernden Pflanzenschutzgeräte bzw. -geräteteile (Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/

13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) genannten Voraussetzungen ist die Anwendung des jeweiligen, der Abdriftminderungsklasse

entsprechenden reduzierten Mindestabstandes zu Oberflächengewässern zulässig.

Der vorgeschriebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern (Bezugsgröße ist der Regelabstand bzw. der Mindestabstand der jeweils

anzuwendenden Abdriftminderungsklasse) kann um 25% reduziert werden, wenn das Gewässer zum Zeitpunkt der Anwendung über die

gesamte Breite deutlich als fließend erkennbar ist.

Wird die Aufwandmenge im Geltungsbereich des Regelabstandes um 50% oder mehr reduziert, kann der vorgeschriebene Mindestabstand der

nächsthöheren Abdriftminderungklasse Anwendung finden.

Der vorgeschriebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern (Bezugsgröße ist der Regelabstand bzw. der Mindestabstand der jeweils

anzuwendenden Abdriftminderungsklasse) kann um 25% reduziert werden, wenn sich vor dem Gewässer im Bereich der Applikationsfläche eine

durchgehend dicht belaubte Randvegetation befindet. Diese hat eine Mindestbreite von 1 m und überragt die zu behandelnde Raumkultur (oder

Flächenkulturen die Höhe der Spritzdüsen) mindestens um 1 m.

Zum Schutz von Arthropoden (Insekten, Spinnen) ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in

einer Breite von mindestens 3 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln unter 3 m Breite sowie

Straßen, Wege und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 50% gemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001,

GZ. 69102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.

Für die registrierte Indikation Spargel:

Zum Schutz von Nicht-Ziel-Arthropoden ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in einer

Breite von mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln unter 3 m Breite sowie

Straßen, Wegen und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklassen mind. 50 % gemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001,

GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für

Vergiftungsfälle verständigen.

Nach Hautkontakt: Mit viel Wasser und Seife abwaschen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden,

diese nach den ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung

aufsuchen.

Nach Verschlucken: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hinweise für den Arzt

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten beiden Stunden

in Betracht gezogen werden. Die Applikation von Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Im Falle einer Methämoglobinämie

sollten Sauerstoff und spezifische Antidote (Methylenblau/ Toluidinblau) gegeben werden.

Kennzeichnung gem. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)

GHS07 (dickes Ausrufesymbol)

GHS08 (Gesundheitsgefahr)

GHS09 (Umwelt)

Achtung

Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!

Giftig für Regenwürmer.

Abbauprodukte können ins Grundwasser gelangen.

H302: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H373: Kann die Organe (Nervensystem) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition durch Verschlucken.

H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

EUH401: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

P101: Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P260: Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen.

P264: Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.

P270: Bei Verwendung dieses Produkts nicht essen, trinken oder rauchen.

P280: Schutzhandschuhe, Schutzkleidung tragen.

P301+312: BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/... anrufen.

P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

P314: Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P330: Mund ausspülen.

P333+P313: Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

P362 + P364: Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

P391: Verschüttete Mengen aufnehmen.

P501: Inhalt/ Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

SP1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von

Oberflächengewässern reinigen/indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)

SPe 4: Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster

(Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die in hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.

Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.

Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden.

Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.

Vergiftungsnotruf: 01 / 406 43 43

Lagerung

Im Originalbehälter lagern. Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz lagern,

der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Für Folgen unsachgemäßer Lagerung haften wir nicht.

ist eine registrierte Marke von Bayer

Internetausgabe, Stand: 03.01.2022

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SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

ARTIST

1/13

Version 8 / A

Überarbeitet am: 20.03.2019

102000007487

Druckdatum: 29.03.2021

ABSCHNITT 1: BEZEICHNUNG DES STOFFS BEZIEHUNGSWEISE DES GEMISCHS

UND DES UNTERNEHMENS

1.1 Produktidentifikator

Handelsname

ARTIST

Produktnummer (UVP)

05167620

1.2 Relevante identifizierte Verwendungen des Stoffs oder Gemischs und Verwendungen, von

denen abgeraten wird

Verwendung

Herbizid

1.3 Einzelheiten zum Lieferanten, der das Sicherheitsdatenblatt bereitstellt

Lieferant

Bayer Austria Ges.m.b.H.

Crop Science

Herbststraße 6-10

1160 Wien

Österreich

Telefon

01/71146-0

Telefax

01/71146-19

Auskunftsgebender Bereich

Crop Science

01/71146-2835 (nur während der Geschäftszeiten)

E-Mail: austria@bayercropscience.com

1.4 Notrufnummer

Notrufnummer Österreich

01/ 406 43 43

Vergiftungsinformationszentrale

Stubenring 6, 1010 Wien

ABSCHNITT 2: MÖGLICHE GEFAHREN

2.1 Einstufung des Stoffs oder Gemischs

Einstufung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (und nachfolgende Änderungen) über die

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Akute Toxizität: Kategorie 4

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

Augenreizung: Kategorie 2

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition: Kategorie 2

H373

Kann die Organe (Nervensystem) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition

durch Verschlucken.

Sensibilisierung durch Hautkontakt: Kategorie 1

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

Akute aquatische Toxizität: Kategorie 1

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

ARTIST

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Version 8 / A

Überarbeitet am: 20.03.2019

102000007487

Druckdatum: 29.03.2021

Chronische aquatische Toxizität: Kategorie 1

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

2.2 Kennzeichnungselemente

Kennzeichnung gemäß der nationalen Gesetzgebung in Österreich:

Kennzeichnungspflichtig.

Gefahrenbestimmende Komponente(n) zur Etikettierung:

Flufenacet

Metribuzin

Signalwort: Achtung

Gefahrenhinweise

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H373

Kann die Organe (Nervensystem) schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition

durch Verschlucken.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

EUH401

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

SP 1

Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.

(Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern

reinigen/Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.).

SPe 4

Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten

Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen

Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

Sicherheitshinweise

P101

Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.

P102

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

P270

Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.

P280

Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.

P308 + P311

BEI Exposition oder falls betroffen: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen.

P501

Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

2.3 Sonstige Gefahren

Kann bei Dispersion ein explosionsgefährliches Staub-Luft-Gemisch bilden.

ABSCHNITT 3: ZUSAMMENSETZUNG/ANGABEN ZU BESTANDTEILEN

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden

Änderungs-Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

Inhaltsstoffe, sofern sie giftig oder sehr giftig sind, sind in der Giftliste sowie den laufenden Änderungs-

Verordnungen angeführt bzw. nachgemeldet oder angemeldet.

3.2 Gemische

SICHERHEITSDATENBLATT

gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

ARTIST

3/13

Version 8 / A

Überarbeitet am: 20.03.2019

102000007487

Druckdatum: 29.03.2021

Chemische Charakterisierung

Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Flufenacet 24 %, Metribuzin 17,5 %

Gefährliche Inhaltsstoffe

Gefahrenhinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Name

CAS-Nr. /

EG-Nr. /

REACH Reg. Nr.

Einstufung

Konz. [%]

VERORDNUNG (EG) Nr.

1272/2008

Flufenacet

142459-58-3

Aquatic Chronic 1, H410

Acute Tox. 4, H302

STOT RE 2, H373

Skin Sens. 1, H317

Aquatic Acute 1, H400

24

Metribuzin

21087-64-9

244-209-7

Acute Tox. 4, H302

Aquatic Acute 1, H400

Aquatic Chronic 1, H410

17,5

Naphthalinsulfonsäure-

Alkylnaphthalinsulfonsäur

e-Formaldehyd-

Kondensat, Natriumsalz

68425-94-5

Skin Irrit. 2, H315

Eye Irrit. 2, H319

> 1 – < 20

Zitronensäure

77-92-9

201-069-1

01-2119457026-42-XXXX

Eye Irrit. 2, H319

> 1 – < 20

Kieselsäuren, amorphe

7631-86-9

231-545-4

01-2119379499-16-XXXX

Nicht eingestuft

> 1

Weitere Information

Flufenacet

142459-58-3

M-Faktor: 100 (acute), 100 (chronic)

Metribuzin

21087-64-9

M-Faktor: 10 (acute), 10 (chronic)

Den Volltext der in diesem Abschnitt aufgeführten Gefahrenhinweise finden Sie unter Abschnitt 16.

ABSCHNITT 4: ERSTE-HILFE-MAßNAHMEN

4.1 Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allgemeine Hinweise

Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Betroffenen in stabile

Seitenlage legen und transportieren. Verunreinigte Kleidung sofort

ausziehen und sicher entfernen.

Einatmung

An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort

einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle

verständigen.

Hautkontakt

Mit viel Wasser und Seife abwaschen, wenn verfügbar mit viel

Polyethylenglycol 400 und anschließend Reinigung mit Wasser. Bei

anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

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Augenkontakt

Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch

unter den Augenlidern. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den

ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei

Auftreten einer andauernden Reizung, ärztliche Betreuung aufsuchen.

Verschlucken

KEIN Erbrechen herbeiführen. Mund ausspülen. Sofort einen Arzt oder

ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.

4.2 Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen

Symptome

Die Aufnahme dieses Produktes in den Körper kann zu

Methämoglobinbildung führen, das in ausreichender Konzentration

Cyanose verursacht.

Atemnot, Benommenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel,

Übelkeit

Die Symptome und Gefahren wurden nach der Aufnahme signifikanter

Mengen der/des Wirkstoffe(s) beobachtet.

4.3 Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung

Risiken

Gefahr der Methämoglobinbildung.

Behandlung

Symptomatische Behandlung. Wenn eine größere Menge

aufgenommen wird, sollte eine Magenspülung nur innerhalb der ersten

beiden Stunden in Betracht gezogen werden. Die Applikation von

Aktivkohle und Natriumsulfat wird aber immer empfohlen. Im Falle

einer Methämoglobinämie sollten Sauerstoff und spezifische Antidote

(Methylenblau/ Toluidinblau) gegeben werden.

ABSCHNITT 5: MAßNAHMEN ZUR BRANDBEKÄMPFUNG

5.1 Löschmittel

Geeignet

Wassersprühnebel, alkoholbeständigen Schaum, Trockenlöschmittel

oder Kohlendioxid verwenden.

Ungeeignet

Wasservollstrahl

5.2 Besondere vom Stoff

oder Gemisch ausgehende

Gefahren

Bei Brand kann freigesetzt werden:, Cyanwasserstoff (Blausäure),

Fluorwasserstoff, Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOx),

Schwefeloxide

Die Anreicherung von Feinstaub kann in Gegenwart von Luft zu

Staubexplosionsgefahr führen.

5.3 Hinweise für die Brandbekämpfung

Besondere

Schutzausrüstung für die

Brandbekämpfung

Explosions- und Brandgase nicht einatmen. Im Brandfall

umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.

Weitere Angaben

Ausbreitung der Löschflüssigkeiten begrenzen. Ablaufendes Wasser

von der Brandbekämpfung nicht ins Abwasser oder in Wasserläufe

gelangen lassen.

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ABSCHNITT 6: MAßNAHMEN BEI UNBEABSICHTIGTER FREISETZUNG

6.1 Personenbezogene Vorsichtsmaßnahmen, Schutzausrüstungen und in Notfällen

anzuwendende Verfahren

Vorsichtsmaßnahmen

Staubbildung vermeiden. Berührung mit verschüttetem Produkt oder

verunreinigten Oberflächen vermeiden. Persönliche

Schutzausrüstung verwenden. Alle Zündquellen entfernen.

6.2 Umweltschutz-

maßnahmen

Nicht in Oberflächenwasser, Kanalisation und Grundwasser gelangen

lassen.

6.3 Methoden und Material für Rückhaltung und Reinigung

Reinigungsverfahren

Staubbildung vermeiden. Mechanisch aufnehmen. Verschmutzte

Gegenstände und Fußboden unter Beachtung der Umweltvorschriften

gründlich reinigen. Zur Entsorgung in geeignete und verschlossene

Behälter geben.

6.4 Verweis auf andere

Abschnitte

Informationen zur sicheren Handhabung siehe Abschnitt 7.

Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung siehe Abschnitt 8.

Informationen zur Entsorgung siehe Abschnitt 13.

ABSCHNITT 7: HANDHABUNG UND LAGERUNG

7.1 Schutzmaßnahmen zur sicheren Handhabung

Hinweise zum sicheren

Umgang

Staubbildung vermeiden. Nur in Räumen mit geeigneter

Absaugvorrichtung verwenden.

Hinweise zum Brand- und

Explosionsschutz

Staub kann mit Luft explosive Mischungen bilden. Von Hitze- und

Zündquellen fernhalten.

Hygienemaßnahmen

Kontakt mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Arbeitskleidung

getrennt aufbewahren. Nach der Arbeit sofort Hände waschen,

gegebenenfalls duschen. Beschmutzte Kleidung sofort ausziehen und

vor der Wiederverwendung gründlich reinigen. Nicht reinigungsfähige

Kleidungsstücke vernichten (verbrennen).

7.2 Bedingungen zur sicheren Lagerung unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten

Anforderungen an

Lagerräume und Behälter

Im Originalbehälter lagern. Behälter dicht geschlossen an einem

trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz

lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Vor direkter

Sonneneinstrahlung schützen. Vor Frost schützen.

Zusammenlagerungs-

hinweise

Von Nahrungsmitteln, Getränken und Tiernahrung fernhalten.

Lagerklasse (LGK)

11 Brennbare Feststoffe

Geeignete Werkstoffe

Kombination aus Blech und HDPE (Polyethylen hoher Dichte)

HDPE (Polyethylen hoher Dichte)

7.3 Spezifische

Endanwendungen

Die Anweisungen auf dem Etikett beachten.

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ABSCHNITT 8: BEGRENZUNG UND ÜBERWACHUNG DER

EXPOSITION/PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNGEN

8.1 Zu überwachende Parameter

Inhaltstoffe

CAS-Nr.

Zu überwachende

Parameter

Stand

Grundlage

Flufenacet

142459-58-3

0,3 mg/m3

(SK-SEN)

OES BCS*

Metribuzin

21087-64-9

5 mg/m3

(MAK)

09 2007

MAK (AT)

Metribuzin

21087-64-9

10 mg/m3

(MAK STEL)

09 2007

MAK (AT)

Metribuzin

21087-64-9

0,36 mg/m3

(SK-SEN)

OES BCS*

Kieselsäuren, amorphe

(einatembarer Anteil.)

7631-86-9

4 mg/m3

(MAK)

09 2007

MAK (AT)

*OES BCS: Interner Bayer AG, Crop Science Division Arbeitsplatzgrenzwert (Occupational Exposure

Standard)

8.2 Begrenzung und Überwachung der Exposition

Atemschutz

Atemschutzgerät mit einem Partikelfilter (Schutzfaktor 20) gemäss

Europäischer Norm EN149FFP3 oder EN140P3 oder gleichwertigen

Schutz tragen.

Atemschutz sollte nur zum Beherrschen des Restrisikos bei

Kurzzeittätigkeiten dienen, wenn alle praktisch durchführbaren

Schritte zur Gefährdungsreduzierung an der Gefahrenquelle

eingehalten wurden, z.B. durch Zurückhaltung und/oder lokale

Absaugung. Die Anweisungen des Herstellers des

Atemschutzgerätes betreffend Benutzung und Wartung sind zu

befolgen.

Handschutz

Bitte Angaben des Handschuhlieferanten in Bezug auf

Durchlässigkeit und Durchbruchzeit beachten. Auch die

spezifischen, ortsbezüglichen Bedingungen, unter welchen das

Produkt eingesetzt wird, in Betracht ziehen, wie Schnittgefahr,

Abrieb und Kontaktdauer.

Verunreinigte Handschuhe waschen. Handschuhe entsorgen, wenn

sie innen verunreinigt oder perforiert sind oder wenn die äußere

Verunreinigung nicht entfernt werden kann. Hände regelmäßig und

immer waschen vor dem Essen, Trinken, Rauchen oder Gang zur

Toilette.

Material

Nitrilkautschuk

Durchlässigkeitsrate

> 480 min

Handschuhdicke

> 0,4 mm

Schutzindex

Klasse 6

Richtlinie

Schutzhandschuhe gemäß EN 374.

Augenschutz

Korbbrille tragen (gemäß EN166, Verwendungsbereich = 5 oder

gleichartig).

Haut- und Körperschutz

Standard-Overall und Schutzanzug Kategorie 3 Typ 4 tragen.

Bei dem Risiko einer signifikanten Exposition ist ein höherwertiger

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Schutzanzug in Betracht zu ziehen.

Möglichst zwei Schichten Kleidung tragen: Unter einem

Chemieschutzanzug sollte ein Overall aus Polyester/Baumwolle oder

reiner Baumwolle getragen werden. Overalls regelmäßig

professionell reinigen lassen.

Allgemeine Schutzmaßnahmen

Bei offenem Umgang und möglichem Produktkontakt:

Vollständiger Chemieschutzanzug

ABSCHNITT 9: PHYSIKALISCHE UND CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN

9.1 Angaben zu den grundlegenden physikalischen und chemischen Eigenschaften

Form

wasserdispergierbares Granulat

Farbe

hellbraun

Geruch

schwach, charakteristisch

pH-Wert

3,0 - 4,0 (1 %) (23 °C) (entmineralisiertes Wasser)

Entzündbarkeit (fest,

gasförmig)

Das Produkt ist nicht leichtentzündlich.

Selbstentzündungs-

temperatur

279 °C

Minimale Zündenergie

300 - 1.000 mJ

Staubexplosionsklasse

staubexplosionsfähig (modifiziertes Hartmannrohr)

Wasserlöslichkeit

dispergierbar

Verteilungskoeffizient: n-

Octanol/Wasser

Flufenacet: log Pow: 3,2

Metribuzin: log Pow: 1,6

Schlagempfindlichkeit

Nicht schlagempfindlich.

Brennzahl

BZ3 Örtliches Brennen ohne Ausbreitung ( 20 °C)

Oxidierende Eigenschaften

Keine brandfördernden Eigenschaften

Explosivität

Nicht explosiv

92/69/EWG, A.14 / OECD 113

Staubgehalt

9.2 Sonstige Angaben

Sonstige sicherheitsrelevante physikalisch-chemische Daten sind nicht

bekannt.

ABSCHNITT 10: STABILITÄT UND REAKTIVITÄT

10.1 Reaktivität

Thermische Zersetzung

ab 190 °C, Heizrate: 5 K/min, Zersetzungsenergie: 87 kJ/kg

10.2 Chemische Stabilität

Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

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10.3 Möglichkeit

gefährlicher Reaktionen

Nicht deflagrationsfähig

Keine gefährlichen Reaktionen bekannt bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

10.4 Zu vermeidende

Bedingungen

Extreme Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung.

10.5 Unverträgliche

Materialien

Nur im Originalbehälter lagern.

10.6 Gefährliche

Zersetzungsprodukte

Keine Zersetzungsprodukte zu erwarten bei bestimmungsgemäßem

Umgang.

ABSCHNITT 11: TOXIKOLOGISCHE ANGABEN

11.1 Angaben zu toxikologischen Wirkungen

Akute orale Toxizität

LD50 (Ratte) > 300 - < 500 mg/kg

Akute dermale Toxizität

LD50 (Ratte) > 2.000 mg/kg

Ätz-/Reizwirkung auf die

Haut

Keine Hautreizung (Kaninchen)

Schwere

Augenschädigung/-reizung

Reizt die Augen. (Kaninchen)

Die Angabe ist von den Eigenschaften der Einzelkomponenten

abgeleitet.

Sensibilisierung der

Atemwege/Haut

Haut: Sensibilisierend (Meerschweinchen)

OECD Prüfungsrichtlinie 406, Magnusson & Kligman Test

Haut: Nicht sensibilisierend. (Meerschweinchen)

OECD Prüfungsrichtlinie 406, Buehler Test

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - einmalige Exposition

Flufenacet: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Metribuzin: Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

Beurteilung STOT Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition

Flufenacet verursachte neurologische Effekte und/oder neuropathologische Änderungen im Tierversuch.

Metribuzin verursachte in Tierversuchen eine spezifische Zielorgan-Toxizität in den folgenden Organen:

Leber, Niere.

Beurteilung Mutagenität

Flufenacet war nicht mutagen oder genotoxisch in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-

Mutagenitätsstudien.

Auf Basis einer Vielzahl von in vitro und in vivo Mutagenitätsstudien ist Metribuzin nicht mutagen oder

genotoxisch.

Beurteilung Kanzerogenität

Flufenacet war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Metribuzin war nicht krebserzeugend in lebenslangen Fütterungsstudien an Ratten und Mäusen.

Beurteilung Reproduktionstoxizität

Flufenacet verursachte keine Reproduktionstoxizität in einer Zwei-Generationenstudie an der Ratte.

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Metribuzin verursachte Reproduktionstoxizität in einer Zweigenerationenstudie an der Ratte nur bei

Dosen, die auch für die Elterntiere giftig waren. Die bei Metribuzin beobachtete Reproduktionstoxizität

steht im Zusammenhang mit der parentalen Toxizität.

Beurteilung Entwicklungstoxizität

Flufenacet verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Die bei Flufenacet beobachteten Entwicklungseffekte stehen im

Zusammenhang mit der maternalen Toxizität.

Metribuzin verursachte Entwicklungstoxizität nur bei Dosen, die auch systemische Toxizität in den

Muttertieren erzeugten. Die bei Metribuzin beobachteten Entwicklungseffekte stehen im Zusammenhang

mit der maternalen Toxizität.

Aspirationsgefahr

Aufgrund der verfügbaren Daten sind die Einstufungskriterien nicht erfüllt.

ABSCHNITT 12: UMWELTBEZOGENE ANGABEN

12.1 Toxizität

Toxizität gegenüber Fischen

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) 5,84 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Flufenacet.

LC50 (Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle)) 74,6 mg/l

Expositionszeit: 96 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Metribuzin.

Toxizität gegenüber

wirbellosen Wassertieren

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 30,9 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Flufenacet.

EC50 (Daphnia magna (Großer Wasserfloh)) 49,6 mg/l

Expositionszeit: 48 h

Der angegebene Wert bezieht sich auf den technischen Wirkstoff

Metribuzin.

Toxizität gegenüber

Wasserpflanzen

EC50 (Raphidocelis subcapitata (Grünalge)) 0,06059 mg/l

Expositionszeit: 72 h

12.2 Persistenz und Abbaubarkeit

Biologische Abbaubarkeit

Flufenacet:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Metribuzin:

Nicht leicht biologisch abbaubar

Koc

Flufenacet: Koc: 202

Metribuzin: Koc: 24 - 106

12.3 Bioakkumulationspotenzial

Bioakkumulation

Flufenacet: Biokonzentrationsfaktor (BCF) 71

Keine Bioakkumulation.

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Metribuzin:

Keine Bioakkumulation.

12.4 Mobilität im Boden

Mobilität im Boden

Flufenacet: Mäßig mobil in Böden

Metribuzin: Mobil in Böden

12.5 Ergebnisse der PBT- und vPvB-Beurteilung

Ermittlung der PBT- und

vPvB-Eigenschaften

Flufenacet: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

Metribuzin: Stoff wird nicht als persistent, bioakkumulierbar und toxisch

(PBT) angesehen. Stoff wird nicht als sehr persistent und sehr

bioakkumulierbar (vPvB) angesehen.

12.6 Andere schädliche Wirkungen

Sonstige ökologische

Hinweise

Es sind keine anderen Wirkungen zu nennen.

ABSCHNITT 13: HINWEISE ZUR ENTSORGUNG

13.1 Verfahren der Abfallbehandlung

Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Reste nicht in den Ausguss oder

das WC leeren. Zur Problemstoffsammelstelle bringen. Dieses Produkt

und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen.

Abfallschlüssel-Nr. 53103

Nach ÖNORM S 2100 vom 1.9.1997 bzw. Festsetzungsverordnung

i.d.g.F.

ABSCHNITT 14: ANGABEN ZUM TRANSPORT

ADR/RID/ADN

14.1 UN-Nummer

3077

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

UMWELTGEFAEHRDENDER STOFF, FEST, N.A.G.

(FLUFENACET, METRIBUZIN GEMISCH)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

Gefahren-Nr.

Diese Klassifizierungsangabe gilt grundsätzlich nicht für die Beförderung im Binnentankschiff. Bitte

zusätzliche Informationen beim Hersteller anfordern.

IMDG

14.1 UN-Nummer

3077

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, SOLID,

N.O.S.

(FLUFENACET, METRIBUZIN MIXTURE)

14.3 Transportgefahrenklassen

14.4 Verpackungsgruppe

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14.5 Meeresschadstoff

IATA

14.1 UN-Nummer

3077

14.2 Ordnungsgemäße UN-

Versandbezeichnung

ENVIRONMENTALLY HAZARDOUS SUBSTANCE, SOLID,

N.O.S.

(FLUFENACET, METRIBUZIN MIXTURE )

14.3 Transportgefahrenklassen

9

14.4 Verpackungsgruppe

14.5 Umweltgefährdend Mark

14.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Verwender

Siehe Abschnitte 6 bis 8 dieses Sicherheitsdatenblattes.

14.7 Massengutbeförderung gemäß Anhang II des MARPOL-Übereinkommens und gemäß IBC-

Code

Kein Bulktransport gemäss IBC Code.

ABSCHNITT 15: RECHTSVORSCHRIFTEN

15.1 Vorschriften zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz/spezifische

Rechtsvorschriften für den Stoff oder das Gemisch

Weitere Angaben

WHO-Klassifizierung: II (Mäßig gefährlich)

Melde-Nr. SDB gemäß §25,

Abs. 10, Chem.V.

257189

Registrierungsnummer

2913

Gefahrklasse nach VbF

Entfällt

Wassergefährdungsklasse

WGK 3 stark wassergefährdend

Einstufung nach AwSV, Anlage 1 (5.2)

Anwendungsgebiet

Giftig für Regenwürmer.

Abbauprodukte können ins Grundwasser gelangen.

SP 1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in

unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen/Indirekte Einträge über Hof- und

Straßenabläufe verhindern.).

SPe 4 Zum Schutz von Gewässerorganismen/Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie

Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die ein hohes

Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.

15.2 Stoffsicherheitsbeurteilung

Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Assessment) ist nicht erforderlich.

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ABSCHNITT 16: SONSTIGE ANGABEN

Wortlaut der unter Abschnitt 3 aufgeführten Gefahrenhinweise

H302

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H315

Verursacht Hautreizungen.

H317

Kann allergische Hautreaktionen verursachen.

H319

Verursacht schwere Augenreizung.

H373

Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.

H400

Sehr giftig für Wasserorganismen.

H410

Sehr giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Abkürzungen und Akronyme

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen

Gütern auf Binnenwasserstraßen

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter

auf der Strasse

Schätzwert Akuter Toxizität

AwSV

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

CAS-Nr.

Chemical Abstracts Service Nummer

Effektive Konzentration von x %

EG-Nr.

Europäische Gemeinschaftsnummer

EINECS

Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe

ELINCS

European list of notified chemical substances

Europäische Norm

Europäische Union

IATA

International Air Transport Association

International Code for the Construction and Equipment of Ships Carrying Dangerous

Chemicals in Bulk (IBC Code)

Inhibitorische Konzentration von x %

IMDG

International Maritime Dangerous Goods

Konz.

Konzentration

Tödliche Konzentration von x %

Tödliche Dosis von x %

LOEC/LOEL

Niedrigste Konzentration/Dosierung mit beobachtetem Effekt

MARPOL

MARPOL: International Convention for the prevention of marine pollution from ships

N.O.S./N.A.G

Not otherwise specified/ Nicht anderweitig genannt

NOEC/NOEL

Höchste Konzentration/Dosis ohne beobachtete statistisch signifikante Wirkung

OECD

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Internationale Regelung für den Transport gefährlicher Güter im Schienenverkehr

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

TRGS

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Zeitbezogene Durchschnittskonzentration

Vereinte Nationen

Verordnung über brennbare Flüssigkeiten

Wassergefährdungsklasse

Weltgesundheitsorganisation

Die Angaben stützen sich auf den heutigen Stand unserer Kenntnisse. Sie sollen unsere Produkte im

Hinblick auf Sicherheitserfordernisse beschreiben und haben somit nicht die Bedeutung, bestimmte

Eigenschaften zuzusichern.

Die Angaben in diesem Datenblatt entsprechen den in der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 und in der

Verordnung (EU) Nr. 2015/830 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1907/2006 festgelegten

Anforderungen sowie allen nachfolgenden Anpassungen. Dieses Datenblatt ergänzt die Anweisungen

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der Herstellerfirma, ersetzt sie aber nicht. Den darin enthaltenen Angaben wurden die zur Zeit der

Erstellung des Datenblatts vorhandenen Kenntnisse zugrunde gelegt. Überdies werden Anwender an

die Gefahren erinnert, die aus einer zweckfremden Verwendung des Produktes entstehen können. Die

erforderlichen Angaben entsprechen der jeweils gültigen EWG-Gesetzgebung. Angesprochene Kreise

werden gebeten, etwaige darüber hinausgehende nationale Anforderungen zu beachten.

Grund der Überarbeitung:

Sicherheitsdatenblatt gemäß Verordnung (EU) Nr. 2015/830.

Abänderungen gegenüber der letzten Ausgabe werden am Rand hervorgehoben. Diese Version

ersetzt alle früheren Ausgaben.

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