Aricept 5 mg Filmtabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-10-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
donepezili hydrochloridum
Verfügbar ab:
Pfizer AG
ATC-Code:
N06DA02
INN (Internationale Bezeichnung):
donepezili hydrochloridum
Darreichungsform:
Filmtabletten
Zusammensetzung:
donepezili hydrochloridum 5 mg, excipiens pro compresso Dunst.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Demenz vom Alzheimer-Typ
Zulassungsnummer:
54274
Berechtigungsdatum:
1997-05-16

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

19-10-2018

Patienteninformation

Transferiert von Pfizer AG

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Aricept®/- Evess

Was ist Aricept und wann wird es angewendet?

Aricept enthält den Wirkstoff Donepezil. Donepezil gehört zur Arzneimittelgruppe der

Acetylcholinesterase-Hemmer, welche bestimmte Vorgänge im zentralen Nervensystem

beeinflussen.

Aricept wird zur Behandlung von Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit (z.B.

Gedächtnisverlust, Wortfindungsstörung, Verwirrung) bei der Alzheimer-Erkrankung verwendet.

Aricept wird die Krankheit nicht heilen können, es kann aber die Symptome verbessern, die von der

Krankheit hervorgerufen werden und so Ihre allgemeinen Funktionen im Alltag verbessern.

Aricept darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin eingenommen werden.

Wann darf Aricept nicht angewendet werden?

Aricept darf nicht bei Patienten und Patientinnen mit einer bekannten Überempfindlichkeit

gegenüber dem Wirkstoff Donepezil, gegenüber Piperidinderivaten oder gegenüber den Hilfsstoffen

angewendet werden.

Aricept soll bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Aricept Vorsicht geboten?

Unter gewissen Bedingungen soll Aricept nur mit Vorsicht angewendet werden. Deshalb sollten Sie

Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin darüber informieren, wenn Sie:

-früher einmal unter einem Magengeschwür gelitten haben.

-Schmerzmittel oder Arzneimittel gegen Rheuma einnehmen.

-früher einmal einen epileptischen Anfall oder ein Herzleiden gehabt haben.

-unter Asthma oder einer anderen langanhaltenden Lungenerkrankung leiden.

-unter Lebererkrankungen leiden.

-planen, ins Spital zu gehen, um sich einer Operation mit Allgemein-Narkose zu unterziehen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Maschinen oder Werkzeuge zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Die Einnahme von Aricept kann insbesondere bei

Behandlungsbeginn und Dosissteigerung zu Müdigkeit, Schwindel und Muskelkrämpfen führen.

Auch die Alzheimer Demenz kann die Fähigkeit, ein Auto zu lenken oder eine Maschine zu

bedienen, beeinträchtigen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin sollte daher Ihre Fähigkeit, diese Tätigkeiten zu

verrichten, regelmässig überprüfen.

Aricept Filmtabletten enthalten Lactose. Patienten und Patientinnen mit der seltenen, vererbten

Galactose-Unverträglichkeit, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Aricept

Filmtabletten nicht einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

- an anderen Krankheiten leiden,

- Allergien haben oder

- andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn

Sie Fieber mit Muskelsteifheit, Schwitzen oder reduziertem Bewusstseinszustand entwickeln

(Symptome die auf eine Krankheit, welche man als „malignes neuroleptisches Syndrom“)

bezeichnet, hinweisen können.

Darf Aricept während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie es werden

könnten. Aricept darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, ausser wenn dies von

Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ausdrücklich verordnet wird.

Es ist nicht bekannt, ob Donepezil in die Muttermilch übergeht. Aricept darf deshalb von stillenden

Frauen nicht angewendet werden.

Wie verwenden Sie Aricept?

Die Tabletten-Stärke, die Sie einnehmen, kann sich in Abhängigkeit von der Dauer der bereits

durchgeführten Behandlung und basierend auf der Verschreibung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin

ändern.

Falls von Ihrem Arzt bzw. von Ihrer Ärztin nicht anders verordnet, werden Sie am Anfang der

Behandlung jeden Abend unmittelbar vor dem Schlafengehen eine weisse 5 mg Filmtablette oder

eine weisse 5 mg Schmelztablette einnehmen. Im weiteren Behandlungsverlauf (aber nicht früher als

einen Monat nach Behandlungsbeginn) kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen empfehlen, eine gelbe

10 mg Filmtablette oder eine gelbe 10 mg Schmelztablette jeden Abend unmittelbar vor dem

Schlafengehen einzunehmen. Die maximal empfohlene Tagesdosis beträgt 10 mg.

Einnahme von Aricept Filmtabletten

Schlucken Sie die Aricept Filmtabletten mit etwas Wasser.

Einnahme von Aricept Evess Schmelztabletten

Die Schmelztablette soll nach der Entnahme aus dem Blister sofort auf die Zunge gelegt werden.

Lassen Sie die Schmelztablette auf der Zunge zerfallen. Nach dem Zerfall kann sie mit oder ohne

Wasser geschluckt werden.

Halten Sie sich immer an die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin, wie und wann Sie Ihr

Arzneimittel einnehmen sollen. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn

Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Brechen Sie die Tabletteneinnahme nur ab, wenn

es Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verordnet hat.

Wie sollen Sie sich verhalten, wenn Sie zu viele Film- oder Schmelztabletten eingenommen haben?

Sie sollten nicht mehr als eine Film- oder Schmelztablette pro Tag einnehmen. Wenn Sie zu viele

Film- oder Schmelztabletten eingenommen haben, müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

unverzüglich informieren oder das nächste Spital kontaktieren.

Wie verhalten Sie sich, wenn Sie eine Film- oder Schmelztablette nicht eingenommen haben?

Wenn Sie die Einnahme einer Film- oder Schmelztablette vergessen haben, nehmen Sie die nächste

Film- oder Schmelztablette am folgenden Tag zur gewohnten Zeit ein. Wenn Sie mehr als eine

Woche die Einnahme Ihrer Film- oder Schmelztabletten vergessen haben, telefonieren Sie Ihrem

Arzt bzw. Ihrer Ärztin, bevor Sie weitere Film- oder Schmelztabletten einnehmen.

Wie rasch wirkt Aricept?

In klinischen Studien wurde eine Verbesserung frühestens drei Wochen nach Behandlungsbeginn

beobachtet. Das Ansprechen auf eine Behandlung kann jedoch individuell unterschiedlich sein.

Welche Nebenwirkungen kann Aricept haben?

Die häufigsten Nebenwirkungen bei der Einnahme von Aricept sind Durchfall, Übelkeit und

Kopfschmerzen sowie Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit. In den meisten

Fällen waren die unerwünschten Wirkungen mild, dauerten eine kurze Zeit und verschwanden ohne

Behandlungsabbruch.

Folgende weitere Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Aricept auftreten:

Häufig (bei weniger als 1 von 10 behandelten Patienten oder Patientinnen): Erkältung,

Halluzinationen, ungewöhnliche Träume und Albträume, Erregungszustände, aggressives Verhalten,

Ohnmacht, Schwindel, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Schmerzen, Muskelkrämpfe, Unfälle (eventuell

erhöhte Gefahr für Stürze oder zufällige Verletzungen), Appetitlosigkeit, Erbrechen, Magen-Darm-

Beschwerden, unfreiwilliger Harnabgang, Hautausschlag, Juckreiz.

Gelegentlich (bei weniger als 1 von 100 behandelten Patienten oder Patientinnen): Krampfanfälle,

verlangsamter Herzschlag, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür (dabei kann es zu Schmerzen im

Bereich zwischen Brustbein und Nabel und zu Verdauungsstörungen kommen), Blutungen im

Magen oder Darm (dabei kann es zu schwarzem teerartigem Stuhl oder zu einer sichtbaren Blutung

aus dem After kommen), geringe Erhöhung der Muskelwerte im Blut (Kreatinkinase).

Selten (bei weniger als 1 von 1000 behandelten Patienten oder Patientinnen):

Herzrhythmusstörungen, Steifheit, Zittern oder unkontrollierte Bewegungen, vor allem von Gesicht

und Zunge, aber auch von Gliedmassen, Leberfunktionsstörungen einschliesslich Hepatitis

(Entzündung der Leber; dabei kann es zu Übelkeit oder Erbrechen, Appetitlosigkeit, allgemeinem

Unwohlsein, Fieber, Juckreiz, Gelbfärbung von Haut und Augen und Dunkelfärbung des Harns

kommen).

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10000 behandelten Patienten oder Patientinnen): Malignes

neuroleptisches Syndrom, das unter anderem folgende Symptome aufweisen kann: Fieber mit

Muskelsteifheit, Schwitzen oder reduziertem Bewusstseinszustand.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie unter den oben erwähnten Wirkungen leiden

und wenn die Wirkungen für Sie zu unangenehm sind. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die

hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin

informieren.

Besonderheiten: Da der Wirkstoff sehr langsam im Körper abgebaut wird, können

Herzrhythmusstörungen erst einige Zeit nach Einnahmebeginn auftreten, aber auch für längere Zeit

nach Behandlungsende bestehen bleiben. Die Herzrhythmusstörungen gehen einher mit einer

Verlangsamung des Herzschlages, was zu Schwindel und kurzen Bewusstseinsverlusten führen kann.

Treten solche Erscheinungen bei Patienten auf, die mit Aricept behandelt werden, ist der Arzt bzw.

die Ärztin zu informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Aricept, Filmtabletten: Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Aricept Evess, Schmelztabletten: Bei 15-30 °C und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet

werden. Die nicht verwendeten Filmtabletten sollten Sie Ihrer Apotheke zurückbringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Aricept enthalten?

Aricept

Jede Filmtablette enthält 5 mg (weiss) oder 10 mg (gelb) Donepezilhydrochlorid als Wirkstoff.

Hilfsstoffe: Lactosemonohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hydroxypropylcellulose,

Magnesiumstearat; Tabletten-Überzug: Talk, Polyethylenglykol, Hypromellose, Titandioxid (E171).

Filmtabletten zu 10 mg enthalten zusätzlich gelbes Eisenoxid (E172) als Farbstoff.

Aricept Evess

Jede Schmelztablette enthält 5 mg (weiss) oder 10 mg (gelb) Donepezilhydrochlorid als Wirkstoff.

Hilfsstoffe: Mannitol, hochdisperses Siliciumdioxid, Carrageen, Polyvinylalkohol. Die

Schmelztabletten zu 10 mg enthalten zusätzlich gelbes Eisenoxid (E172) als Farbstoff.

Zulassungsnummer

54274, 57312 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Aricept? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Aricept 5 mg/10 mg: Packungen mit 28 oder 98 Filmtabletten

Aricept Evess 5 mg/10 mg: Packungen mit 28 oder 98 Schmelztabletten

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

PIL V009

Fachinformation

Aricept®/- Evess

Pfizer PFE Switzerland GmbH

Zusammensetzung

Wirkstoff: Donepezili hydrochloridum

Hilfsstoffe

Filmtabletten: Lactosum monohydricum, Maydis amylum, Cellulosum microcristallinum,

Hydroxypropylcellulosum, Magnesii stearas; Tablettenüberzug: Talcum, Polyethylenglycolum,

Hypromellosum, Titanii dioxidum (E 171).

Filmtabletten zu 10 mg enthalten zusätzlich den Farbstoff E 172.

Schmelztabletten: Mannitolum, Silica colloidalis anhydrica, Carrageen, Alcohol polyvinylicus.

Schmelztabletten zu 10 mg enthalten zusätzlich den Farbstoff E 172.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 5 mg und 10 mg Donepezili hydrochloridum.

Schmelztabletten zu 5 mg und 10 mg Donepezili hydrochloridum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung der leichten bis mittelschweren Demenz vom Alzheimer-Typ.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene

In kontrollierten klinischen Studien zeigte sich, dass Aricept 5 mg und 10 mg, 1×/Tag eingenommen,

wirksame Dosen sind. Obwohl keine statistisch signifikant grössere Wirkung mit der 10 mg Dosis

nachgewiesen werden konnte, weisen die Resultate darauf hin, dass gewisse Patienten bei der

höheren Dosis von einer besseren Wirkung profitieren können.

Die Behandlung sollte mit einer Dosis von einmal täglich 5 mg begonnen werden. Die Dosis von

5 mg täglich soll während mindestens einem Monat eingenommen werden, da erst nach einem Monat

das klinische Ansprechen auf die Behandlung beurteilt werden kann und erst dann die «Steady state»

Konzentration von Donepezil erreicht wird. Nach der klinischen Beurteilung der 1monatigen

Therapie mit täglich 5 mg kann die einmal tägliche Dosis von 5 mg auf 10 mg gesteigert werden.

Die empfohlene maximale tägliche Dosis beträgt 10 mg. Tägliche Dosen über 10 mg sind in den

klinischen Studien nicht untersucht worden.

Die Behandlung kann so lange weitergeführt werden, wie der Nutzen für den Patienten die Risiken

überwiegt. Deshalb sollte das Nutzen/Risiko-Profil von Aricept/-Evess regelmässig überprüft werden

unter Berücksichtigung der Kognition und der Alltagsaktivitäten sowie der Verträglichkeit.

Nach Absetzen der Therapie wurde ein graduelles Abklingen der günstigen Wirkungen von Aricept/-

Evess beobachtet. Es gibt keine Hinweise für eine «rebound» Wirkung nach abruptem

Therapieabbruch.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten kann das gleiche Dosierungsschema angewendet werden.

Nieren- und Leberfunktionsstörung

Dasselbe Dosierungsschema kann bei Patienten mit Nieren- oder leichten bis mittelschweren

Leberfunktionsstörungen angewendet werden (siehe auch «Pharmakokinetik»).

Bei Frauen mit kompensierter Leberzirrhose (Child Pugh A und B) beträgt die maximale Dosis 5 mg.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Aricept/-Evess wurde bei Kindern und Jugendlichen nicht

untersucht. Die Verabreichung von Aricept/-Evess an Kinder und Jugendliche wird daher nicht

empfohlen.

Korrekte Art der Einnahme

Aricept/-Evess sollte einmal täglich abends - unmittelbar vor dem Schlafengehen - eingenommen

werden. Beim Auftreten von Schlafstörungen kann die Tabletteneinnahme auf den Morgen

verschoben werden, sofern dies nicht durch die cholinergen Nebenwirkungen limitiert ist.

Die Evess Schmelztabletten werden auf die Zunge gelegt und nach dem Zerfall mit oder ohne

Wasser geschluckt.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, Piperidin-Derivaten oder einem der Hilfsstoffe

(siehe «Zusammensetzung»).

Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose (Child Pugh C) sollten nicht mit Aricept/-Evess

therapiert werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Anästhesie

Als Cholinesterasehemmer kann Donepezil eine Muskelrelaxation vom Succinylcholin-Typ während

der Narkose verstärken.

Herz/Kreislauf

Aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung können Cholinesterasehemmer eine vagotone Wirkung

auf die Herzfrequenz ausüben. Es kann dadurch beispielsweise zu einer Bradykardie kommen. Das

mögliche Auftreten dieser Wirkung kann insbesondere bei Patienten mit «Sick-Sinus-Syndrom» und

anderen Störungen des supraventrikulären Reizleitungssystems des Herzens, wie sinoatrialem oder

atrioventrikulärem Block, von Bedeutung sein.

Über Synkopen und epileptische Anfälle wurde berichtet. Bei der Untersuchung dieser Patienten

sollte die Möglichkeit eines Herzblocks oder langen Sinuspausen in Betracht gezogen werden.

Gastrointestinaltrakt

Cholinomimetika können die Magensäureproduktion erhöhen. Patienten mit einem erhöhten Risiko

für Magengeschwüre wie zum Beispiel Patienten mit anamnestischer Ulkuserkrankung oder

Patienten, welche gleichzeitig nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) erhalten, sollten überwacht

werden. In den klinischen Studien lag jedoch die Inzidenz der peptischen Ulzera und der

gastrointestinalen Blutungen bei der Aricept-Gruppe nicht höher als bei der Placebo-Gruppe.

Neurologische Zustände

Es wird angenommen, dass Cholinergika generalisierte Krampfanfälle auslösen können.

Krampfanfälle können allerdings auch ein Zeichen der Alzheimer Krankheit sein.

Cholinergika verfügen möglicherweise über das Potential, extrapyramidale Symptome zu

verschlechtern oder auszulösen.

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS):

Es liegen sehr seltene Berichte über MNS, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, die unter

anderem durch Hyperthermie, Muskelsteifheit, autonome Instabilität, veränderten

Bewusstseinszustand und erhöhte Serumwerte von Kreatinphosphokinase gekennzeichnet ist, in

Verbindung mit Donepezil vor, insbesondere bei Patienten mit gleichzeitiger Behandlung mit

Antipsychotika. Zu den weiteren Anzeichen können auch Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und

akutes Nierenversagen zählen. Falls ein Patient Anzeichen und Symptome entwickelt, die ein MNS

vermuten lassen, oder unerklärbares hohes Fieber ohne weitere klinische Anzeichen von MNS zeigt,

sollte die Behandlung abgesetzt werden.

Lunge

Aufgrund ihrer cholinergen Wirkung sollten Cholinesterasehemmer an Patienten mit Asthma oder

anderen obstruktiven Lungenerkrankungen in der Anamnese nur mit Vorsicht verschrieben werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Donepezil mit anderen Acetylcholinesterase-Inhibitoren sowie

Agonisten oder Antagonisten des cholinergen Systems sollte vermieden werden.

Aricept Filmtabletten enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Aricept Filmtabletten nicht

einnehmen.

Mortalität in klinischen Studien zu vaskulärer Demenz

Es wurden drei 6-monatige klinische Studien durchgeführt mit Personen, welche die NINDS-

AIREN-Kriterien für wahrscheinliche oder mögliche vaskuläre Demenz erfüllten.

Die NINDS-AIREN-Kriterien dienen dazu, Patienten zu identifizieren, deren Demenz ausschliesslich

auf vaskulären Ursachen zu beruhen scheint und um Patienten mit einer Alzheimer-Demenz

auszuschliessen.

Mortalitätsraten der drei Studien, einzeln und kombiniert:

Studie 1

Studie 2

Studie 3

Donepezil 5 mg

1.0% (2/198); p=0.17* 1.9% (4/208); p=0.37* 1.7% (11/648); p<0.02*

Donepezil 10 mg 2.4% (5/206); p=0.57* 1.4% (3/215); p=0.63*

Placebo

3.5% (7/199)

0.5% (1/193)

0.0% (0/326)

Studien 1-3 kombiniert

Donepezil 5 mg & 10 mg 1.7% (25/1475); p=0.35*

Placebo

1.1% (8/718)

* Fisher's Exact Test (zweiseitig)

Der grösste Teil der Todesfälle bei den Patienten, die entweder Donepezil oder Placebo erhielten,

scheint eine Folge von verschiedenen vaskulär bedingten Ursachen zu sein, die in dieser älteren

Population mit vaskulären Grundkrankheiten erwartet werden kann. Eine Analyse aller

schwerwiegenden nicht-fatalen und fatalen vaskulären Ereignisse zeigte keinen Unterschied in der

Häufigkeit des Auftretens in der Donepezil-Gruppe im Vergleich zu Placebo.

In gepoolten Alzheimer-Studien (n = 4146) und wenn diese Studien mit anderen Demenz-Studien,

einschliesslich der Studien zu vaskulärer Demenz, gepoolt werden (n = 6888), ist die Mortalitätsrate

in der Placebogruppe numerisch höher im Vergleich zu den Donepezil-Gruppen.

Interaktionen

Anhand von Studien mit Cytochrom P450, welches aus menschlichen Hepatozyten gewonnen wurde,

konnte gezeigt werden, dass CYP2D6 und CYP3A4 für den Metabolismus von Donepezil in vitro die

wichtigsten Isoenzyme sind.

Der Metabolismus von Donepezil ist langsam und scheint bei therapeutischen Dosen nicht sättigbar

zu sein. Dies steht im Einklang mit der Beobachtung, dass Donepezil und/oder irgendeiner seiner

Metaboliten den Metabolismus von Theophyllin, Warfarin, Cimetidin, Digoxin, Risperidon, Sertralin

oder Ketoconazol beim Menschen nicht hemmt. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aricept/-

Evess mit Digoxin, Cimetidin, Thioridazin, Risperidon, Carbidopa/Levodopa oder Sertralin wird der

Metabolismus von Aricept/-Evess nicht beeinflusst. In einer Studie mit Parkinsonpatienten, welche

optimal mit Carbidopa/Levodopa eingestellt waren, wurden durch die Verabreichung von Donepezil

über 21 Tage die Blutspiegel von Levodopa oder Carbidopa erhöht. Bei Levodopa betrug die

Erhöhung 20-30%, sie war jedoch klinisch nicht relevant. In dieser Studie wurden keine Effekte auf

die motorische Aktivität beobachtet.

Gleichzeitige Verabreichung von CYP3A4-Inhibitoren wie z.B. Ketoconazol und Erythromycin oder

CYP2D6-Inhibitoren wie Chinidin mit Donepezil kann in vitro dessen Metabolismus hemmen. In

einer Studie mit gesunden Freiwilligen erhöhte Ketoconazol die mittleren Donepezil-

Konzentrationen um etwa 30%. Dieser Anstieg ist wahrscheinlich nicht von klinischer Bedeutung.

Donepezil erbrachte in in vitro Studien einen kleinen oder keinen Hinweis auf eine direkte

Hemmung von CYP2B6, CYP2C8 und CYP2C19 in klinisch relevanten Konzentrationen.

Enzyminduktoren wie Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin und Alkohol könnten die Plasmaspiegel

von Donepezil erniedrigen. Da das Ausmass der Hemmung oder Induktion unbekannt ist, sollten

solche Arzneimittelkombinationen nur mit Vorsicht angewandt werden.

Es liegen keine Daten über Interaktionen mit Acenocoumarol und Phenprocoumon vor.

Es besteht jedoch die Möglichkeit einer Interaktion zwischen Donepezil und Anticholinergika sowie

nicht-depolarisierenden neuromuskulären Blockern. Bei gleichzeitiger Behandlung mit Substanzen

wie Succinylcholin, welches durch die Cholinesterase metabolisiert wird, Cholinergika oder

Betarezeptorenblockern, welche die kardiale Reizleitung beeinflussen, kann deren Wirkung

synergistisch verstärkt werden. Eine in vitro Studie hat allerdings nur minimale Effekte von

Donepezil auf die Hydrolyse von Succinylcholin gezeigt.

Donepezil war kein Substrat des P-Glykoproteins in einer in vitro Studie.

In einer Studie mit 12 gesunden Probanden beeinflusste die wiederholte Verabreichung von 5 mg

Donepezil (Steady-state-Bedingungen) die Pharmakokinetik einer Einzeldosis von 50 mg

Thioridazin nicht wesentlich.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine kontrollierten klinischen Studien bei schwangeren Frauen. Tierexperimentelle Studien

haben keine Teratogenität, jedoch bei hohen Dosen eine leichte Foetotoxizität gezeigt (siehe

«Präklinische Daten»). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Aricept/-Evess sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn dies ist eindeutig

notwendig.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Donepezil in die Muttermilch übergeht. Während der Anwendung von

Aricept/-Evess soll nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Alzheimer Demenz kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Ausserdem kann Donepezil insbesondere zu Beginn der

Therapie oder bei Dosiserhöhung zu Müdigkeit, Schwindel und Muskelkrämpfen führen. Die

Fähigkeit von Alzheimer-Patienten zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr und zum Bedienen

von Maschinen sollte regelmässig vom behandelnden Arzt beurteilt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigsten mit der Behandlung mit Aricept/-Evess in Zusammenhang stehenden unerwünschten

Wirkungen sind Diarrhoe, Übelkeit, Kopfschmerzen sowie Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Erbrechen

und Schlaflosigkeit. Diese unerwünschten Wirkungen waren meist leichter und vorübergehender

Natur und verschwanden bei fortgesetzter Therapie ohne Dosisanpassung.

Unerwünschte Wirkungen, die öfter als vereinzelt aufgetreten sind, sind nach Organklassen

aufgeführt und nach Häufigkeitsgrad gewichtet, unter Berücksichtigung folgender Definitionen:

«sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1000), «selten»

(<1/1000, ≥1/10'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Erkältung.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Halluzinationen, Agitation, aggressives Verhalten, abnorme Träume und Albträume.

Diese unerwünschten Wirkungen verschwanden bei Dosisreduktion oder Absetzen der Behandlung.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen (10%).

Häufig: Synkope, Schwindel, Schlaflosigkeit, Müdigkeit.

Gelegentlich: Krampfanfälle.

Selten: Extrapyramidale Symptome.

Sehr selten: Malignes neuroleptisches Syndrom

Bei Untersuchungen an Patienten auf Synkopen oder Krampfanfälle sollte die Möglichkeit eines

Herzblocks oder langer Sinuspausen erwogen werden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Bradykardie.

Selten: Sinoatrialer Block, atrioventrikulärer Block.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Durchfall (10%), Übelkeit (11%).

Häufig: Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden.

Gelegentlich: Gastrointestinale Hämorrhagie, Magen- und Duodenalulkus.

Leber und Gallenerkrankungen

Selten: Leberdysfunktion einschliesslich Hepatitis.

In Fällen unerklärter Leberdysfunktion sollte ein Absetzen von Aricept erwogen werden.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Ausschlag, Pruritus.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Harninkontinenz.

Allgemeine Erkrankungen

Häufig: Schmerzen.

Untersuchungen

Gelegentlich: Geringe Erhöhung der Serumkonzentration von Muskelkreatinkinase.

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Häufig: Unfall.

Überdosierung

Die geschätzte mittlere Letaldosis bei einmaliger Verabreichung von Donepezil liegt bei Mäusen

bzw. Ratten bei 45 mg/kg bzw. 32 mg/kg, was einer ungefähr 225-fachen bzw. 160-fachen maximal

empfohlenen Dosis beim Menschen (10 mg/Tag) entspricht. Bei den Tieren waren die

Toxizitätszeichen dosisabhängig. Bei toxischen Dosen wurden reduzierte Spontanbewegungen, auf

dem Bauch liegende Position, schwankender Gang, Tränenfluss, klonische Krämpfe, abgeschwächte

Atmung, Speichelfluss, Miosis, Faszikulation, reduzierte Körperoberflächentemperatur beobachtet.

Eine Überdosierung mit Cholinesterasehemmern kann eine cholinerge Krise auslösen. Diese

manifestiert sich durch schwere Übelkeit, Erbrechen, Speichelfluss, Schwitzen, Bradykardie,

Hypotonie, abgeschwächte Atmung, Kollaps und Krämpfe. Eine zunehmende Muskelschwäche ist

möglich. Diese kann bei Beteiligung der Atemmuskulatur zum Tod führen.

Wie bei allen Fällen von Überdosierung sollten allgemeinunterstützende Massnahmen eingeleitet

werden. Tertiäre Anticholinergika, wie Atropin, können als Antidot bei einer Donepezil-

Überdosierung eingesetzt werden. Es wird empfohlen, die intravenöse Verabreichung von

Atropinsulfat bis zur wirksamen Dosis zu titrieren.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von anderen Cholinomimetika mit quaternären Anticholinergika

(z.B. Glykopyrrolat) wurden atypische Reaktionen des Blutdruckes und der Herzfrequenz

beobachtet. Es ist nicht bekannt, ob Donepezil und/oder seine Metaboliten durch Dialyse

(Hämodialyse, peritoneale Dialyse oder Hämofiltration) entfernt werden können.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N06DA02

Wirkungsmechanismus

Donepezil ist ein spezifischer und reversibler Hemmstoff der Acetylcholinesterase, der wichtigsten

Cholinesterase im Gehirn. Donepezil hemmt das Enzym Acetylcholinesterase um ein 1000-faches

stärker als das Enzym Butyrylcholinesterase, welches hauptsächlich ausserhalb des

Zentralnervensystems vorkommt.

Pharmakodynamik

Als AChE-Hemmer verstärkt Donepezil die cholinergen Funktionen im Zentralnervensystem,

wodurch sein therapeutischer Nutzen entsteht. Da das Enzym AChE auch ausserhalb des

Zentralnervensystems in den roten Blutzellen vorhanden ist, stellt die Messung der AChE-Aktivität

in Erythrocytenmembranen einen Index für die Pharmakodynamik von Donepezil dar. Dieser

Ersatzmarker wurde sowohl in einigen pharmakokinetischen/pharmakodynamischen Studien am

Menschen als auch in kontrollierten, klinischen Studien untersucht.

Die Donepezil-Plasmakonzentrationen und die Messungen der AChE Hemmung bestätigten, dass die

Donepezil-Konzentrationen und pharmakodynamischen Wirkungen bei Patienten in klinischen

Studien voraussagbar sind.

Klinische Wirksamkeit

In klinischen Studien mit Alzheimer-Patienten führte die einmal tägliche Einnahme von Aricept im

Steady-State zu einer Hemmung der Acetylcholinesteraseaktivität von 63.5% bei 5 mg Dosierung,

respektive 77.3% bei 10 mg Dosierung. Die Aktivität wurde dabei nach der Verabreichung von

Aricept in den Erythrozytenmembranen gemessen. Die durch Donepezil hervorgerufene Hemmung

der Acetylcholinesterase (AChE) in den roten Blutzellen korreliert eng mit den Wirkungen in der

Hirnrinde. Zusätzlich konnte eine signifikante Korrelation zwischen den Donepezil Plasmaspiegeln,

der AChE-Hemmung und den Veränderungen auf der ADAS-cog Skala (Alzheimer Disease

Assesment Scale, Cognitive Subscale) gezeigt werden. Das ADAS-cog Testverfahren ist sensitiv und

gut validiert. Es prüft gewisse kognitive Leistungen, insbesondere Gedächtnis, Orientierung,

Aufmerksamkeit, Verstand, Sprache und praktisches Verhalten.

Zwei randomisierte, doppelblinde Studien (Therapiedauer 12 bzw. 24 Wochen) zeigten statistisch

signifikante Unterschiede zwischen Aricept (5 und 10 mg 1× täglich) und Placebo bei allen

Messungen mit den beiden «Untersuchungsverfahren der primären Wirkung» (ADAS-cog (siehe

oben) und CIBI-C plus (Clinician's Interview Based Impression of Change-Plus Version)). Das CIBI-

C Plus misst global die Veränderungen der «Funktionsfähigkeit» der Patienten. Diese wird durch die

Prüfung von vier Hauptfunktionsgebieten erhoben (Allgemeines, Wahrnehmung, Verhalten und

Aktivität im täglichen Leben). Die Analysen der sekundären Wirkungsvariablen MMSE (Mini

Mental State Examination) und CDR-SB (Clinical Dementia Rating Scale - Sum of the boxes)

unterstützt die Resultate der Analyse der primären Wirkung. In beiden Studien konnten die

kognitiven Leistungen von Alzheimer-Patienten vorübergehend verbessert, resp. eine

Verschlechterung der Symptome verzögert werden. Aricept/-Evess beeinflusst den degenerativen

Prozess der Alzheimerschen Krankheit nicht.

Pharmakokinetik

Absorption

Die orale Verabreichung von Aricept/-Evess führt zu reproduzierbaren Plasmaspiegeln. Die

maximale Konzentration wird 3 bis 4 Stunden nach Verabreichung erreicht. Die

Plasmakonzentration und die AUC steigen proportional zur verabreichten Dosis. Die terminale

Halbwertszeit liegt bei ungefähr 70 Stunden, so dass die Verabreichung bei 1× täglicher Dosierung

allmählich zum Erreichen der «steady-state» Plasmakonzentration führt. Diese wird ca. 2-3 Wochen

nach Beginn der Therapie erreicht. Nach Erreichen des «steady states» schwankt die Donepezil-

Plasmakonzentration und die damit verbundene pharmakodynamische Aktivität nur gering. Dabei

liegt die durchschnittliche maximale Konzentration bei 34.1 ng/ml für die 5 mg Dosis und bei

60.5 ng/ml für die 10 mg Dosis.

Die Absorption von Donepezil ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme und der Einnahmezeit des

Medikamentes (morgens oder abends).

Donepezil wird gut absorbiert. Die absolute orale Bioverfügbarkeit von Aricept/-Evess ist jedoch

nicht bekannt.

Distribution

Das Verteilungsvolumen im «steady state» beträgt 12 l/kg. Donepezil wird zu etwa 96% an

menschliche Plasmaproteine (hauptsächlich an Albumin zu ca. 75% und an alpha-1-saures

Glycoprotein zu ca. 21% über Konzentrationen von 2-1000 ng/ml) gebunden. Die Verteilung von

Donepezil in die verschiedenen Körpergewebe wurde nicht abschliessend untersucht. In einer Studie

mit gesunden männlichen Freiwilligen blieben jedoch 240 Stunden nach einer einmaligen Dosis von

5 mg 14C-markiertem Donepezil 28% der Radioaktivität unauffindbar. Dies legt die Vermutung

nahe, dass Donepezil und/oder seine Metaboliten länger als 10 Tage im Körper verbleiben können.

Das durchschnittliche Verhältnis Liquorkonzentration/Plasmakonzentration lag bei 15.7%.

Metabolismus und Elimination

Donepezil wird hepatisch metabolisiert und die Elimination sowohl der Ausgangssubstanz als auch

ihrer Metaboliten erfolgt hauptsächlich renal, da 79% der wiedererhaltenen Dosis im Urin gefunden

wurden und die übrigen 21% im Fäzes. Ausserdem ist die Ausgangssubstanz, Donepezil, das

hauptsächliche Eliminationsprodukt im Urin. Bei den wichtigsten Metaboliten von Donepezil handelt

es sich um M1 und M2 (über O-Dealkylierung und Hydroxylierung), M11 und M12 (über

Glucuronidierung von M1 bzw. M2), M4 (über Hydrolyse) und M6 (über N-Oxidierung).

Es gibt keine Anhaltspunkte für einen enterohepatischen Kreislauf von Donepezil und/oder einem

seiner Metaboliten. Die Plasmakonzentration von Donepezil nimmt mit einer Halbwertszeit von ca.

70 Stunden ab.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Die durchschnittlichen Donepezil-Plasmakonzentrationen und die durchschnittlichen

Plasmaausscheidungswerte sind bei älteren Alzheimer Patienten (gemessen in therapeutischer

Untersuchung) und bei jungen gesunden Versuchspersonen vergleichbar.

Nierenerkrankung

Nach einer Einzeldosis und nach multiplen Dosen wird die Donepezil-Clearance bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion nicht beeinträchtigt, weshalb keine Dosisanpassung notwendig ist.

Lebererkrankung

Nach einer Einzeldosis war die Donepezil-Clearance bei Patienten mit stabiler Alkohol-Zirrhose

(SGOT,SGPT: normal bis ungefähr viermal obere Normgrenze) um ca. 20% reduziert im Vergleich

zu lebergesunden Patienten. Bei Frauen mit stabiler Leberzirrhose (Child Pugh A und B) wurde eine

Verdoppelung der AUC von Donepezil festgestellt. Eine Anpassung der initialen Dosis (5 mg) ist

nicht nötig. Eine allfällige Dosissteigerung auf 10 mg (siehe «Dosierung/Anwendung») erfordert

eine besonders sorgfältige Überwachung. Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose (Child Pugh

C) sollten nicht mit Aricept/-Evess behandelt werden.

Geschlecht, Rasse, Nikotin

Das Geschlecht, die Rasse und der anamnestische Nikotinabusus haben keinen klinisch signifikanten

Einfluss auf die Donepezil-Plasmakonzentration.

Präklinische Daten

Donepezil wirkt nicht mutagen in Bakterien- oder Säuger-Zell-Mutationstests. Klastogene Effekte

konnten vereinzelt in vitro bei Konzentrationen, die bereits zelltoxisch wirken und mehr als 3000mal

höher lagen als die Plasma-Konzentrationen im steady-state, beobachtet werden. Im Mäuse-

Mikronukleus-Modell in vivo wurden keine klastogenen oder andere gentoxische Effekte beobachtet.

In Langzeit-Karzinogenitätsstudien konnte bei Ratten und Mäusen kein onkogenes Potential

nachgewiesen werden.

Anhand von teratologischen Studien an trächtigen Ratten mit einer Donepezil-Dosis, die ungefähr

80mal grösser als die Normaldosis beim Menschen war, und bei Kaninchen mit 50-facher Dosis

ergaben sich keine Hinweise für ein teratogenes Potential. In einer Studie an trächtigen Ratten, die

vom 17. Gestationstag bis am 20. Tag nach der Geburt ungefähr die 50-fache Dosierung wie für den

Menschen empfohlen erhielten, wurde jedoch eine leichte Erhöhung der Totgeburten und eine

Verringerung der Überlebensrate bis zum 4. Tage postpartum festgestellt. Bei der nächst tieferen

Dosierung (ca. 15-fache für den Menschen empfohlenen Dosierung) wurde keine Beeinträchtigung

festgestellt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Aricept/-Evess kann bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Aricept, Filmtabletten: Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Aricept Evess, Schmelztabletten: Bei 15-30 °C und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

54274, 57312 (Swissmedic)

Packungen

Aricept Filmtabletten zu 5 mg (weiss): 28 und 98. (B)

Aricept Filmtabletten zu 10 mg (gelb): 28 und 98. (B)

Aricept Evess Schmelztabletten zu 5 mg (weiss): 28 und 98. (B)

Aricept Evess Schmelztabletten zu 10 mg (gelb): 28 und 98. (B)

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Stand der Information

Dezember 2017.

LLD V010

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