Anexate 1,0 Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Flumazenil
Verfügbar ab:
Cheplapharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
V03AB25
INN (Internationale Bezeichnung):
Flumazenil
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Flumazenil 1.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
14747.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Anexate

1,0 mg/10 ml Injektionslösung

Flumazenil

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Anexate 1,0 mg/10 ml und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Anexate 1,0 mg/10 ml beachten?

Wie ist Anexate 1,0 mg/10 ml anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Anexate 1,0 mg/10 ml aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Anexate 1,0 mg/10 ml und wofür wird es angewendet?

Anexate 1,0 mg/10 ml ist ein sogenannter Benzodiazepin-Antagonist, d.h. Anexate 1,0 mg/10 ml hebt

die Wirkung von Schlaf-, Beruhigungs- und Narkosemitteln aus der Gruppe der Benzodiazepine auf.

Anexate 1,0 mg/10 ml wird angewendet zur:

Beendigung der durch Benzodiazepine eingeleiteten und aufrechterhaltenen Narkose bei

stationären Patienten;

Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Beruhigung im Rahmen kurzer

diagnostischer oder therapeutischer Maßnahmen bei ambulanten oder stationären Patienten;

Behandlung von Überdosierungen mit Benzodiazepinen;

Zur Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Beruhigung bei Kindern älter als ein

Jahr

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Anexate 1,0 mg/10 ml beachten?

Anexate 1,0 mg/10 ml darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Flumazenil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie an Epilepsie leiden und Benzodiazepine als Teil Ihrer Behandlung erhalten;

wenn Sie Angstzustände haben oder zu Selbstmordgedanken neigen und deshalb mit

Benzodiazepinen behandelt wurden;

wenn Sie ein kurz wirksames Benzodiazepin in niedriger Dosierung erhalten haben;

wenn Ihnen ein Benzodiazepin zur Beherrschung eines möglicherweise lebensbedrohlichen

Zustandes gegeben wurde (z.B. zur Regulierung eines erhöhten Schädelinnendruckes oder zur

Behandlung eines Status epilepticus);

wenn Sie nach einer Operation wieder klar bei Bewusstsein sind, aber die atemdämpfende

Wirkung der zuvor verwendeten Narkosemittel noch anhält.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Anexate 1,0 mg/10 ml anwenden.

Bei Kindern unter 1 Jahr. Es liegen nicht ausreichend Daten vor, sodass vor der Verabreichung

von Anexate an Kinder unter 1 Jahr das Risiko (besonders im Fall einer fälschlichen Überdosis)

gegen den Nutzen der Behandlung abgewogen werden muss. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

darüber.

Bei gleichzeitiger Vergiftung mit Benzodiazepinen und bestimmten Mitteln zur Behandlung von

depressiven Erkrankungen (zyklische Antidepressiva). Durch die Aufhebung der Benzodiazepin-

Wirkung können die Anzeichen der Vergiftung mit Antidepressiva, wie z.B. Krampfanfälle und

Herzrhythmusstörungen, verstärkt in Erscheinung treten.

Wenn Sie unter einer eingeschränkten Leberfunktion leiden (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Anexate

1,0 mg/10 ml anzuwenden?“).

Wenn Sie eine Leberfunktionsstörung haben, da die Ausscheidung von Anexate verzögert sein

kann. Daher können Benzodiazepin-Reaktionen verzögert auftreten und es kann eine längere

Beobachtungszeit notwendig sein.

Anexate 1,0 mg/10 ml wird weder zur Behandlung einer Benzodiazepin-Abhängigkeit noch zur

Steuerung von Anzeichen eines Langzeit-Benzodiazepin-Entzuges empfohlen.

Die Wirkung von Anexate ist speziell gegen Benzodiazepine gerichtet. Deshalb wird kein Effekt von

Anexate erwartet, wenn der einschläfernde Effekt durch eine andere Substanz verursacht wurde. Bei

der Verwendung am Schluss einer Operation sollte Anexate 1,0 mg/10 ml erst angewendet werden,

wenn die Wirkung muskelerschlaffender Mittel abgeklungen ist. Da Anexate generell eine kürzere

Wirkdauer als die Benzodiazepine hat, kann eine erneute Sedierung auftreten. Ihr Zustand muss bis

zum Ende des Effekts von Anexate überwacht werden, vorzugsweise auf der Intensivstation.

Wird Anexate 1,0 mg/10 ml zur Aufhebung der Benzodiazepin-Wirkung angewendet, müssen Sie über

einen angemessenen Zeitraum auf erneute Beruhigung, Atemdämpfung und weitere Benzodiazepin-

bedingte Restwirkungen überwacht werden. Der erforderliche Zeitraum orientiert sich hierbei an der

Dosierung und Wirkdauer des zuvor angewendeten Benzodiazepins.

Eine rasche Injektion von Anexate 1,0 mg/10 ml kann zu Benzodiazepin-Entzugserscheinungen

führen, wenn Sie in den Wochen vor der Anwendung von Anexate 1,0 mg/10 ml Benzodiazepine über

längere Zeit und/oder in hohen Dosen erhalten haben. Diese Entzugserscheinungen, die Herzklopfen,

Unruhe, Angst, emotionale Labilität sowie leichte Verwirrtheit und veränderten Tastsinn umfassen,

sollten nach langsamer kontrollierter Injektion von Diazepam oder Midazolam in eine Vene wieder

verschwinden.

Sollten Sie vor der Operation Angst haben oder unter chronischer oder vorübergehender Angst leiden,

so wird die Dosis von Anexate vorsichtig angepasst.

Wenn Sie dauerhaft mit hohen Dosen von Benzodiazepinen behandelt wurden, sollten die Vorteile der

Anwendung von Anexate sorgfältig gegen die Risiken von Entzugserscheinungen abgewogen werden.

Sollte es trotz vorsichtiger Dosierung von Anexate zu Entzugserscheinungen kommen, kann es

notwendig sein, eine Behandlung mit niedrigen Dosen von Benzodiazepinen, die Ihnen intravenös

verabreicht werden, in Erwägung zu ziehen.

Wenn Sie an Epilepsie leiden, die über einen längeren Zeitraum mit Benzodiazepinen behandelt

wurde, ist eine Anwendung von Substanzen wie Anexate, die die Wirkung von Benzodiazepinen

aufheben, nicht empfohlen. Obwohl Anexate einen leicht krampflösenden Effekt hat, kann die

plötzliche Unterdrückung der Wirkung von Benzodiazepin bei Epilepsiepatienten zu Krämpfen

führen.

Bei Patienten mit einer schweren Hirnverletzung (und/oder instabilem Hirndruck), die mit Anexate

behandelt werden, kann sich ein erhöhter Hirndruck entwickeln.

Bei Risikopatienten sollten die Vorteile einer Sedierung mit Benzodiazepinen gegen die Risiken einer

schnellen Rückkehr zum Bewusstsein abgewogen werden. Sollten Sie z.B. Herzprobleme haben, so

kann die Erhaltung einer gewissen Sedierung während der frühen Phase nach der Operation gegenüber

dem vollen Bewusstsein von Vorteil sein.

Nach größeren Operationen kann es sein, dass Sie weiterhin unter der Wirkung vom

Beruhigungsmittel stehen. Dies dient dazu, die Schmerzwahrnehmung zu reduzieren.

Anwendung von Anexate 1,0 mg/10 ml zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Anexate 1,0 mg/10 ml hebt auch die Wirkung von Arzneimitteln auf, die nicht Benzodiazepine sind,

aber an denselben Stellen im Körper wirken (sogenannte Nicht-Benzodiazepin-Agonisten, wie z.B.

Zopiclon, Triazolopyridazine und andere).

Schwangerschaft und Stillzeit

Untersuchungen bei Tieren, die hohe Dosen Flumazenil erhalten hatten, haben keine Anzeichen von

schädlichen Wirkungen auf das ungeborene Kind ergeben. Trotzdem darf Anexate 1,0 mg/10 ml in der

Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies aus medizinischer Sicht absolut notwendig ist.

Die Anwendung von Anexate 1,0 mg/10 ml während der Stillzeit ist möglich.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Auch wenn Sie nach der Gabe von Anexate 1,0 mg/10 ml zunächst wach und bei Bewusstsein sind,

kann später die dämpfende Wirkung des ursprünglich angewendeten Benzodiazepins erneut wieder

auftreten. Deshalb dürfen Sie in den 24 Stunden nach der Gabe von Anexate 1,0 mg/10 ml kein

Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen oder andere gefahrvolle Tätigkeiten ausführen. Dies gilt

in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Anexate 1,0 mg/10 ml enthält Natrium,

aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Milliliter,

d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist Anexate 1,0 mg/10 ml anzuwenden?

Erwachsene:

In der Anästhesie

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2 ml Anexate 1,0 mg/10 ml (entsprechend 0,2 mg Flumazenil).

Diese sollte innerhalb 15 Sekunden in eine Vene (intravenös) gegeben werden. Falls sich innerhalb

von 60 Sekunden nach der ersten Gabe der gewünschte Bewusstseinsgrad nicht einstellt, kann eine

zweite Dosis zu 1 ml Anexate 1,0 mg/10 ml (entsprechend 0,1 mg Flumazenil) intravenös gegeben

werden. Dieses Vorgehen kann bei Bedarf in Abständen von 60 Sekunden bis zu einer Gesamtdosis

von 10 ml Anexate 1,0 mg/10 ml (entsprechend 1 mg Flumazenil) wiederholt werden. Die übliche

Dosis liegt im Bereich von 3 bis 6 ml Anexate 1,0 mg/10 ml (entsprechend 0,3 bis 0,6 mg

Flumazenil). Je nach Dosierung und Wirkdauer des zuvor angewendeten Benzodiazepins und Ihrem

persönlichen Ansprechen auf Anexate kann der Bedarf jedoch im Einzelfall erheblich abweichen.

In der Intensivpflege

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 3 ml Anexate 1,0 mg/10 ml (entsprechend 0,3 mg Flumazenil),

verabreicht in eine Vene (intravenös). Falls sich innerhalb von 60 Sekunden nach der ersten Gabe der

gewünschte Bewusstseinsgrad nicht einstellt, kann eine zweite Dosis zu 1 ml Anexate 1,0 mg/10 ml

(entsprechend 0,1 mg Flumazenil) intravenös gegeben werden. Dieses Vorgehen kann bei Bedarf in

Abständen von 60 Sekunden bis zu einer Gesamtdosis von 20 ml Anexate 1,0 mg/10 ml (entsprechend

2 mg Flumazenil) wiederholt werden. Falls die Benommenheit wiederkehrt, kann eine zweite Gabe als

intravenöse Injektion verabreicht werden.

Eine intravenöse Infusion von 1 bis 4 ml Anexate 1,0 mg/10 ml pro Stunde kann sich ebenso als

sinnvoll erweisen. Die Dosis sowie die Infusionsgeschwindigkeit sollen individuell dem gewünschten

Bewusstseinsgrad angepasst werden.

Anwendung bei Kindern ab 1 Jahr:

Zur Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Beruhigung bei Kindern älter als ein Jahr

beträgt die empfohlene Anfangsdosis 0,01 mg Flumazenil pro kg Körpergewicht (bis zu einer

Gesamtdosis von 2 ml Anexate 1,0 mg/10 ml, entsprechend 0,2 mg Flumazenil). Diese wird innerhalb

15 Sekunden langsam in eine Vene (intravenös) gegeben. Wenn sich die erwünschte Wirkung nach

weiteren 45 Sekunden nicht einstellt, kann eine weitere Dosis von 0,01 mg/kg Körpergewicht (bis zu

einer Gesamtdosis von 2 ml Anexate 1,0 mg/10 ml, entsprechend 0,2 mg Flumazenil) gegeben

werden. Dieses Vorgehen kann bei Bedarf in Abständen von 60 Sekunden wiederholt werden, bis eine

maximale Gesamtdosis von 0,05 mg/kg Körpergewicht oder 10 ml Anexate 1,0 mg/10 ml

(entsprechend 1 mg Flumazenil) erreicht wird, je nachdem was niedriger ist. Die Dosis sollte

individuell nach dem Ansprechen des Kindes ermittelt werden. Es liegen keine Daten zur Sicherheit

und Wirksamkeit bei einer wiederholten Verabreichung von Anexate 1,0 mg/10 ml bei Kindern bei

erneuter Sedierung vor.

Patienten mit gestörter Leberfunktion:

Bei Patienten mit gestörter Leberfunktion sollte die Behandlung mit Anexate 1,0 mg/10 ml mit einer

geringeren Dosierung begonnen und durchgeführt werden. Bei Patienten mit Leberinsuffizienz ist eine

vorsichtige Dosisanpassung zu empfehlen, weil der Wirkstoff in der Leber abgebaut wird (siehe

Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der Anwendung von Anexate 1,0 mg/10 ml beachten?“).

Art der Anwendung

Anexate 1,0 mg/10 ml soll durch einen Narkosearzt (Anästhesisten) oder durch einen anderen

erfahrenen Arzt ausschließlich in eine Vene gegeben werden (intravenöse Injektion oder Infusion).

Anexate 1,0 mg/10 ml ist mit Glucose 5 % in Wasser, Ringer-Laktat-Lösung oder normaler

Kochsalzlösung mischbar.

Anexate 1,0 mg/10 ml kann auch in Verbindung mit anderen Maßnahmen zur Wiederbelebung

eingesetzt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Anexate 1,0 mg/10 ml angewendet haben, als Sie sollten

Bei massiven Überdosen ist mit dem verstärkten Auftreten der unten im Abschnitt 4. genannten

Nebenwirkungen zu rechnen. Es wurden jedoch selbst bei Gabe von 100 mg Flumazenil in eine Vene

keine Anzeichen einer Überdosierung beobachtet.

Im Fall einer gemischten Arzneimittelüberdosierung, besonders mit zyklischen Antidepressiva, können

toxische Effekte (wie Krämpfe und Herzrhythmusstörungen) durch die Aufhebung des Effekts des

Benzodiazepins durch Flumazenil auftreten.

Es gibt nur sehr begrenzte Erfahrungen von akuten Überdosierungen mit Flumazenil beim Menschen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die unten angeführten Nebenwirkungen wurden berichtet. Die Nebenwirkungen klingen

normalerweise schnell ab, ohne einer speziellen Behandlung zu bedürfen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen:

Übelkeit und

Erbrechen (während postoperativer Anwendung, besonders wenn auch Opiate angewendet

wurden).

Zu den gelegentlichen Nebenwirkungen zählen:

Angstgefühl (nach rascher Injektion, benötigt gewöhnlich keine Behandlung),

Angst (nach rascher Injektion, benötigt gewöhnlich keine Behandlung),

Gefühl von Bedrohung (nach rascher Injektion, benötigt gewöhnlich keine Behandlung),

Krampfanfälle (besonders bei Patienten mit bestehender Epilepsie oder schwerer

Leberfunktionsstörung, insbesondere nach Langzeitbehandlung mit Benzodiazepinen oder in Fällen

von Mischintoxikationen),

Herzklopfen (nach rascher Injektion, benötigt gewöhnlich keine Behandlung),

vorübergehend erhöhter Blutdruck (beim Aufwachen).

Zu den Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht bekannt ist, zählen:

Entzugserscheinungen (z.B. Agitation, Angstgefühl, emotionale Labilität, Verwirrtheit,

Empfindungsstörung) nach rascher Injektion von einer Dosis von 1 mg oder mehr bei Patienten, die

in den Wochen vor der Verabreichung von Flumazenil über längere Zeit und/oder in hohen Dosen

Benzodiazepine erhalten haben,

Panikattacken (bei Patienten mit panischen Reaktionen in der Vorgeschichte),

abnormales Weinen,

Ruhelosigkeit und Erregung,

aggressive Reaktionen (Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern ist allgemein gleich zu dem bei

Erwachsenen. Wenn Flumazenil zur Aufhebung der Sedierung bei erhaltenem Bewusstsein

eingesetzt wurde, wurden abnormales Weinen, Agitation und aggressive Reaktionen berichtet.),

Blutdruckschwankungen mit Veränderung des Pulsschlages (Herzfrequenz),

Hautrötung und Hitzegefühl,

Schüttelfrost (nach rascher Injektion, benötigt gewöhnlich keine Behandlung),

Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischen Schocks.

Wenn Sie einmal von Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln abhängig waren oder diese in niedriger

Dosierung über längere Zeit erhalten haben, können nach der Anwendung von Anexate 1,0 mg/10 ml

Entzugserscheinungen auftreten. Diese können sich in Schlafstörungen, vermehrtem Träumen, Angst,

Spannungszuständen, Erregung, Stimmungsschwankungen, leichten Verwirrtheitszuständen,

Empfindungsstörungen, innerer Unruhe, Zittern oder Schwitzen äußern und sich gegebenenfalls bis zu

bedrohlichen körperlichen und seelischen Reaktionen, wie Krampfanfällen oder Zeichen von

schweren psychischen Störungen (symptomatischen Psychosen, z.B. Entzugsdelir), steigern.

Anexate kann die durch Benzodiazepine bedingte Senkung eines erhöhten Schädelinnendruckes

aufheben. Bei Patienten mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen und instabilem Schädelinnendruck

kann die Aufhebung der Benzodiazepin-Wirkung zu überschießendem Hirndruckanstieg führen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen

auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website:

www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Anexate 1,0 mg/10 ml aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Ampullenetikett und dem Umkarton nach „Verwendbar

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Die Injektionslösung muss sofort nach Öffnen der Ampulle verbraucht werden, da sie kein

Konservierungsmittel enthält. Reste von Injektionslösung in der Ampulle sind zu verwerfen.

Die chemische und physikalische Stabilität nach Zumischung zu Glucose 5 % in Wasser, Ringer-

Laktat-Lösung oder isotonischer Kochsalzlösung wurde bei Lagerung bei Raumtemperatur für 24

Stunden nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden, es sei

denn, die Methode des Verdünnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn

die Infusionslösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen

der Aufbewahrung verantwortlich.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Anexate 1,0 mg/10 ml enthält

Der Wirkstoff ist Flumazenil.

1 Ampulle mit 10 ml Injektionslösung enthält 1,0 mg Flumazenil

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumedetat (Ph.Eur.), Essigsäure 99 %, Natriumchlorid,

Natriumhydroxid und Wasser für Injektionszwecke.

Wie Anexate 1,0 mg/10 ml aussieht und Inhalt der Packung:

Eine Packung Anexate 1,0 mg/10 ml enthält 5 farblose Ampullen mit je 10 ml klarer, farbloser

Injektionslösung.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Ziegelhof 24

17489 Greifswald

Telefon: 03834/ 8539-0

Telefax: 03834/ 8539-119

Hersteller

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Bahnhofstr. 1a

17498 Mesekenhagen

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Ziegelhof 23-24

17489 Greifswald

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2018.

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind in Deutschland auf den Internetseiten des

Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte verfügbar.

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Anexate® 0,5 mg/5 ml Injektionslösung

Anexate® 1 mg/10 ml Injektionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Flumazenil 0,1 mg/ml

Jede Ampulle Anexate 0,5 mg/5 ml enthält 0,5 mg Flumazenil in 5 ml Injektionslösung.

Jede Ampulle Anexate 1 mg/10 ml enthält 1,0 mg Flumazenil in 10 ml Injektionslösung.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Enthält Natriumverbindungen (siehe Abschnitt 4.4).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung.

Klare, farblose Lösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Anexate ist für die Aufhebung der zentraldämpfenden Wirkung von Benzodiazepinen angezeigt.

Es wird daher bei folgenden Indikationen verwendet:

Beendigung der durch Benzodiazepine eingeleiteten und aufrechterhaltenen Narkose bei

stationären Patienten.

Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Sedierung im Rahmen kurzer

diagnostischer oder therapeutischer Maßnahmen bei ambulanten oder stationären Patienten.

Behandlung von Benzodiazepin-Überdosierungen.

Zur Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Sedierung bei Kindern älter als ein

Jahr.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Anästhesiologie:

Die empfohlene Initialdosis beträgt 0,2 mg Flumazenil i.v. und sollte innerhalb von 15 Sekunden

verabreicht werden. Falls sich innerhalb 60 Sekunden nach der ersten i.v. Verabreichung der

gewünschte Bewusstseinsgrad nicht einstellt, kann eine zweite Dosis zu 0,1 mg Flumazenil injiziert

werden. Dieses Vorgehen lässt sich bei Bedarf in Abständen von 60 Sekunden bis zu einer

Gesamtdosis von 1 mg Flumazenil wiederholen. Die übliche Dosis liegt im Bereich von 0,3 bis 0,6 mg

Flumazenil; je nach Dosierung und Wirkdauer des verabreichten Benzodiazepins und den

individuellen Gegebenheiten des Patienten kann der Bedarf jedoch im Einzelfall erheblich abweichen.

Intensivpflege:

Die empfohlene Initialdosis beträgt 0,3 mg Flumazenil i.v. Falls sich innerhalb von 60 Sekunden nach

der ersten i.v. Verabreichung der gewünschte Bewusstseinsgrad nicht einstellt, kann eine weitere

Dosis zu 0,1 mg Flumazenil injiziert werden. Dieses Vorgehen lässt sich bei Bedarf in Abständen von

60 Sekunden bis zu einer Gesamtdosis von 2 mg Flumazenil wiederholen. Falls sich erneut Sedierung

einstellt, kann eine zweite Bolusinjektion Flumazenil verabreicht werden.

Eine i.v. Infusion von 0,1 – 0,4 mg pro Stunde kann sich ebenso als sinnvoll erweisen. Die Dosis

sowie die Infusionsgeschwindigkeit sollen individuell dem gewünschten Bewusstseinsgrad angepasst

werden.

Kinder älter als ein Jahr

Zur Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Sedierung bei Kindern älter als ein Jahr

beträgt die empfohlene Initialdosis 0,01 mg/kg (bis zu 0,2 mg), während 15 Sekunden langsam

intravenös verabreicht. Wenn sich der gewünschte Bewusstseinsgrad nach weiteren 45 Sekunden nicht

einstellt, kann eine weitere Injektion von 0,01 mg/kg (bis zu 0,2 mg) verabreicht werden und bei

Bedarf in 60-Sekunden-Intervallen wiederholt werden (bis zu einem Maximum von 4 zusätzlichen

Dosen), bis eine maximale Gesamtdosis von 0,05 mg/kg oder 1 mg erreicht wird, je nachdem was

niedriger ist. Die Dosis sollte individuell nach dem Ansprechen des Patienten ermittelt werden. Es

liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit bei einer wiederholten Verabreichung von

Flumazenil bei Kindern zur erneuten Sedierung vor.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit Leberinsuffizienz sollte die Behandlung mit Anexate mit geringeren Dosen

begonnen und durchgeführt werden (siehe Abschnitt 5.2).

Da Flumazenil primär in der Leber metabolisiert wird, ist eine vorsichtige Dosistitration bei Patienten

mit Leberinsuffizienz zu empfehlen (siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Art der Anwendung

Anexate wird nur zur intravenösen Anwendung (intravenöse Injektion oder i.v. Infusion) empfohlen

und sollte nur durch einen Anästhesisten oder einen erfahrenen Arzt verabreicht werden.

Das Präparat kann auch in Verbindung mit anderen Maßnahmen zur Wiederbelebung

(Reanimationsmaßnahmen) eingesetzt werden.

Zur Kompatibilität von Anexate mit Infusionslösungen sowie zur Handhabung der Injektions- bzw.

Infusionslösung siehe Abschnitte 6.2 und 6.3.

4.3

Gegenanzeigen

Anexate darf nicht angewendet werden bei Patienten

mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

mit Epilepsie, die Benzodiazepine als Zusatzmedikation erhielten.

mit Angstzuständen und Selbstmordneigung, die deshalb vorher mit Benzodiazepinen behandelt

wurden.

die eine niedrige Dosis eines kurz wirkenden Benzodiazepin-Derivates erhielten.

denen Benzodiazepine zur Beherrschung eines potenziell lebensbedrohlichen Zustands

verabreicht wurden (z.B. intrakranielle Druckregulierung oder Status epilepticus).

in der postoperativen Periode bei anhaltendem, die Atmung dämpfendem (atemdepressivem)

Effekt der Opiate und bereits bestehender Bewusstseinsklarheit.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

So lange noch keine ausreichenden Daten vorliegen, darf Flumazenil nur dann Kindern unter einem

Jahr verabreicht werden, wenn das Risiko für den Patienten (besonders im Fall einer fälschlichen

Überdosis) gegen den Nutzen der Behandlung abgewogen wurde.

Besondere Vorsicht ist angezeigt, wenn Flumazenil bei Mischintoxikationen eingesetzt wird.

Besonders in Fällen von Intoxikationen mit Benzodiazepinen und zyklischen Antidepressiva, da durch

die Anwendung von Flumazenil bestimmte toxische Effekte, wie Krampfanfälle und

Herzrhythmusstörungen, die durch die Antidepressiva hervorgerufen werden, aber durch die

gleichzeitige Gabe mit Benzodiazepinen weniger stark ausgeprägt sind, verschlimmert werden. Dies

gilt vor allem bei Mischintoxikationen mit tri- und tetrazyklischen Antidepressiva, bei denen Anexate

deshalb nur angewendet werden darf, wenn der zu erwartende Nutzen das mögliche Risiko (z.B. einer

Auslösung von Krampfanfällen) überwiegt.

Anexate wird weder zur Behandlung einer Benzodiazepin-Abhängigkeit noch zur Steuerung eines

protrahierten Benzodiazepin-Entzugssyndroms empfohlen.

Anexate darf bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nur nach strenger Nutzen-Risiko-

Abwägung angewendet werden (siehe auch Abschnitt 4.2).

Die Eliminierung kann bei Patienten mit Leberfunktionsstörung verzögert sein.

Der antagonistische Effekt von Flumazenil richtet sich speziell gegen Benzodiazepine; deshalb wird

kein Effekt erwartet, wenn der einschläfernde Effekt durch andere Substanzen verursacht wurde. Bei

der Verwendung am Schluss einer Operation sollte Flumazenil nicht injiziert werden, bevor die

Wirkung muskelerschlaffender Mittel (peripherer Muskelrelaxanzien) abgeklungen ist. Da Flumazenil

generell eine kürzere Wirkdauer als die Benzodiazepine hat und deswegen eine erneute Sedierung

auftreten kann, muss der klinische Status des Patienten bis zum Ende des Effekts von Flumazenil

überwacht werden, vorzugsweise auf der Intensivstation.

Patienten, die Flumazenil zur Aufhebung der Benzodiazepin-Wirkung erhalten haben, sind über einen

angemessenen Zeitraum, der sich an der Dosierung und Wirkdauer des jeweiligen Benzodiazepins

orientiert, auf erneute Sedierung, Atemdepression und weitere Benzodiazepin-bedingte

Residualeffekte zu überwachen. Da bei Patienten mit einer zugrundeliegenden Leberinsuffizienz die

Benzodiazepin-Wirkungen (wie oben beschrieben) möglicherweise verzögert auftreten, könnte eine

verlängerte Beobachtungszeit erforderlich sein.

Bei Risikopatienten sollten die Vorteile einer Sedierung mit Benzodiazepinen gegen die Risiken einer

schnellen Rückkehr zum Bewusstsein abgewogen werden. Bei Patienten (z.B. mit Herzproblemen)

kann die Erhaltung eines gewissen Sedierungsgrades während der frühen postoperativen Phase

gegenüber dem vollständigen Bewusstsein vorzuziehen sein.

Eine rasche Injektion von Flumazenil sollte vermieden werden. Bei Patienten, die in den Wochen vor

der Verabreichung von Flumazenil über längere Zeit und/oder in hohen Dosen Benzodiazepine

erhalten haben, führte eine rasche Injektion einer Dosis von 1 mg oder mehr zu Entzugserscheinungen,

die Herzklopfen, Agitation, Angst, emotionale Labilität sowie leichte Verwirrtheit und sensorische

Empfindungsstörungen umfassen. Diese sollten nach langsamer titrierender i.v. Injektion von

Diazepam oder Midazolam verschwinden.

Bei Patienten, die während der Phase vor der Operation ängstlich sind, oder bei Patienten, die

bekanntlich unter chronischer oder vorübergehender Angst leiden, sollte die Dosis von Flumazenil

vorsichtig angepasst werden.

Nach größeren Operationen sollte jedoch der postoperative Schmerz berücksichtigt werden und es

kann sein, dass es vorzuziehen ist, den Patienten leicht sediert zu lassen.

Bei Patienten, die chronisch mit hohen Dosen von Benzodiazepinen behandelt wurden, sollten die

Vorteile der Anwendung von Flumazenil sorgfältig gegen die Risiken von Entzugserscheinungen

abgewogen werden. Wenn trotz vorsichtiger Dosierung Entzugserscheinungen auftreten, kann, falls

notwendig, eine Behandlung mit niedrigen Dosen von Benzodiazepinen erwogen werden, intravenös

titriert je nach Ansprechen beim Patienten.

Die Anwendung von Antagonisten ist bei Patienten mit Epilepsie, die über einen längeren Zeitraum

mit Benzodiazepinen behandelt wurden, nicht empfohlen. Obschon Flumazenil einen leichten

intrinsischen krampflösenden Effekt hat, kann die abrupte Unterdrückung des schützenden Effekts von

einem Benzodiazepin-Agonisten zu Krämpfen bei Epilepsiepatienten führen.

Bei Patienten mit schweren Hirnverletzungen (und/oder instabilem intrakraniellen Druck), die mit

Flumazenil behandelt werden – um dem Effekt von Benzodiazepinen entgegenzuwirken –, kann sich

ein erhöhter intrakranieller Druck entwickeln.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium , d.h. es ist nahezu „natriumfrei".

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Anexate hebt die zentralen Wirkungen von Benzodiazepinen durch Verdrängungsreaktionen

(kompetitive Interaktion) auf der Stufe der Rezeptoren auf; die Wirkungen von Nicht-Benzodiazepin-

Agonisten – wie Zopiclon, Triazolopyridazine und andere – an den Benzodiazepin-Rezeptoren werden

von Anexate ebenfalls aufgehoben.

Wechselwirkungen mit anderen zentraldämpfenden Substanzen wurden nicht beobachtet.

Die Pharmakokinetik von Benzodiazepinen bleibt in Gegenwart des Antagonisten

Anexate unverändert.

Bei gleichzeitiger Gabe von Flumazenil mit den Benzodiazepinen Midazolam, Flunitrazepam und

Lormetazepam, bleiben die pharmakokinetischen Wechselwirkungen von Flumazenil unverändert.

Es gibt keine pharmakokinetische Wechselwirkung zwischen Ethanol und Flumazenil.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine klinischen Daten zur Anwendung von Flumazenil bei schwangeren Frauen. Deshalb ist

Vorsicht geboten bei der Anwendung in der Schwangerschaft.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Flumazenil in die Muttermilch übertritt. Die parenterale Gabe von Anexate in

Akutfällen während der Stillperiode ist möglich (nicht kontraindiziert).

Fertilität

Tierexperimentelle Studien sind unzureichend im Hinblick auf reproduktionstoxikologische

Untersuchungen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Obwohl Patienten nach intravenöser Verabreichung von Anexate wach und bei Bewusstsein sind,

sollten sie in den 24 Stunden nach der Verabreichung von gefährlichen Verrichtungen absehen, die

volle geistige Aufmerksamkeit erfordern (z.B. Bedienen gefährlicher Maschinen, Lenken von

Motorfahrzeugen), da die Wirkung des ursprünglich eingenommenen oder verabreichten

Benzodiazepins erneut auftreten kann.

4.8

Nebenwirkungen

Bei Patienten, die vor der Anwendung von Anexate von Benzodiazepin-haltigen Mitteln abhängig

waren oder diese Präparate in niedrigen Dosen über längere Zeit erhielten, können

Entzugserscheinungen auftreten, die sich in Schlafstörungen, vermehrtem Träumen, Angst,

Spannungszuständen, Erregung, Stimmungslabilität, leichten Verwirrtheitszuständen,

Empfindungsstörungen, innerer Unruhe, Zittern, Schwitzen äußern und sich bis zu bedrohlichen

körperlichen und seelischen Reaktionen, wie Krampfanfällen, Zeichen von schweren psychischen

Störungen (symptomatische Psychosen, z.B. Entzugsdelir) steigern können.

Es wurden Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, beobachtet.

Anexate kann die durch Benzodiazepine bedingte Senkung eines erhöhten intrakraniellen Drucks

aufheben. Bei Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma und instabilem intrakraniellen Druck

kann die Aufhebung der Benzodiazepin-Wirkung zu überschießendem Hirndruckanstieg führen.

Die unten angeführten Nebenwirkungen wurden berichtet. Die Nebenwirkungen klingen

normalerweise schnell ab, ohne einer speziellen Behandlung zu bedürfen.

Die Häufigkeitsangaben sind gemäß der folgenden Konvention definiert: Sehr häufig (≥ 1/10); Häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10); Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); Sehr

selten (< 1/10.000); Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar).

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Angstgefühl, Angst und Gefühl von Bedrohung. Nach rascher Injektion, benötigt

gewöhnlich keine Behandlung.

Nicht bekannt: Entzugserscheinungen (z.B. Agitation, Angstgefühl, emotionale Labilität, Verwirrtheit,

sensorische Empfindungsstörung) nach rascher Injektion von einer Dosis von 1 mg oder mehr bei

Patienten, die in den Wochen vor der Verabreichung von Flumazenil über längere Zeit und/oder in

hohen Dosen Benzodiazepine erhalten haben (siehe Abschnitt 4.4); Panikattacken (bei Patienten mit

panischen Reaktionen in der Vorgeschichte); abnormales Weinen, Agitation, aggressive Reaktionen

(Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern ist allgemein gleich zu dem bei Erwachsenen. Wenn

Flumazenil zur Aufhebung der Sedierung bei erhaltenem Bewusstsein eingesetzt wurde, wurden

abnormales Weinen, Agitation und aggressive Reaktionen berichtet.).

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Krampfanfälle (besonders bei Patienten mit bestehender Epilepsie oder schwerer

Leberfunktionsstörung, insbesondere nach Langzeitbehandlung mit Benzodiazepinen oder in Fällen

von Mischintoxikationen [siehe Abschnitt 4.4]).

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Herzklopfen (nach rascher Injektion, benötigt gewöhnlich keine Behandlung).

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich: transient erhöhter Blutdruck (beim Aufwachen).

Blutdruckschwankungen mit Veränderung der Herzfrequenz werden beobachtet.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit und Erbrechen (während postoperativer Anwendung, besonders wenn auch Opiate

angewendet wurden).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt: Hautrötung und Hitzegefühl.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt: Schüttelfrost (nach rascher Injektion, benötigt gewöhnlich keine Behandlung).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website:

www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Bei massiven Überdosen ist mit dem verstärkten Auftreten der im Abschnitt „Nebenwirkungen"

aufgeführten Erscheinungen zu rechnen.

Im Fall einer gemischten Arzneimittelüberdosierung, besonders mit zyklischen Antidepressiva, können

toxische Effekte (wie Krämpfe und Herzrhythmusstörungen) durch die Aufhebung des Effekts des

Benzodiazepins durch Flumazenil auftreten.

Es gibt nur sehr begrenzte Erfahrungen von akuten Überdosierungen mit Flumazenil beim Menschen.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel bei einer Überdosierung mit Flumazenil, allerdings besteht die

Möglichkeit durch langsame titrierende Injektion von Diazepam oder Midazolam, die Symptomatik zu

verbessern oder aufzuheben. Eine Behandlung sollte vorzugsweise aus allgemein unterstützenden

Maßnahmen bestehen, die die Überwachung der Vitalzeichen und die Beobachtung des klinischen

Zustands des Patienten beinhalten.

Selbst bei i.v. Dosen von 100 mg Flumazenil wurden keine Überdosierungssymptome beobachtet.

Zu Entzugssymptomen, die auf Benzodiazepin-haltige Mittel zurückzuführen sind, siehe Abschnitt

4.4.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidote/Benzodiazepin-Antagonist, ATC-Code: V03A B25

Das Imidazobenzodiazepin Anexate ist ein Benzodiazepin-Antagonist, der die zentralen Effekte von

Präparaten, die ihre Wirkung über den Benzodiazepin-Rezeptor entfalten, durch kompetitive

Hemmung spezifisch aufhebt. Im Tierversuch wurden die Wirkungen von Substanzen, die keine

Affinität für den Benzodiazepin-Rezeptor aufweisen - z.B. Barbiturate, Ethanol, Meprobamat, GABA-

Mimetika, Adenosin-Rezeptor-Agonisten und andere Präparate - von Anexate nicht beeinträchtigt,

während die Effekte der Nicht-Benzodiazepin-Agonisten von Benzodiazepin-Rezeptoren, wie der

Zyklopyrrolone (z.B. Zopiclon) und Triazolpyridazine, aufgehoben wurden.

Die schlaffördernd-sedativen Wirkungen der Benzodiazepine werden nach intravenöser Injektion von

Anexate rasch rückgängig gemacht (30 bis 60 Sekunden) und können innerhalb der folgenden Stunden

allmählich von neuem auftreten, je nach Halbwertszeit und Dosisverhältnis zwischen Agonist und

Antagonist.

Anexate entfaltet möglicherweise eine schwache agonistische, d.h. antikonvulsive Eigenwirkung.

Bei Tieren, die während mehrerer Wochen mit hohen Dosen von Benzodiazepinen vorbehandelt

worden waren, löste Anexate Entzugserscheinungen aus.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Flumazenil ist dosisproportional innerhalb und oberhalb des therapeutischen

Bereiches (bis zu 100 mg).

Verteilung

Der Wirkstoff von Anexate, eine schwache lipophile Base, wird zu etwa 50 % an Plasmaproteine

gebunden; die Bindung erfolgt dabei zu zwei Dritteln an Albumin. Die durchschnittliche

Eliminationshalbwertszeit des Präparates beträgt 53 Minuten. Das mittlere Verteilungsvolumen im

Fließgleichgewicht (Vss = 0,95 Liter pro kg) ist demjenigen strukturell verwandter Benzodiazepine

ähnlich, was auf eine Gewebebindung oder -verteilung des Präparates hinweist.

Biotransformation

Flumazenil wird in der Leber fast vollständig (zu 99 %) metabolisiert. Es wird praktisch kein

unverändertes Flumazenil im Urin ausgeschieden. Als Hauptmetaboliten wurden die freie Carbonsäure

und deren Glucuronid im Humanurin nachgewiesen. In pharmakologischen Tests war die freie

Carbonsäure weder als Benzodiazepin-Agonist noch als -Antagonist wirksam.

Elimination

Bei Versuchen mit radioaktiv markiertem Wirkstoff erfolgte die vollständige Elimination innerhalb

von 72 Stunden, wobei 90 – 95 % der Radioaktivität im Urin, bedingt durch die Metaboliten, und

5 – 10 % in den Fäzes nachgewiesen wurden. Die Elimination erfolgt schnell mit einer Halbwertszeit

von 40 – 80 Minuten. Die Gesamtplasma-Clearance des Wirkstoffes von Anexate beträgt

0,8 – 1,0 l/h ·

kg und kann fast ausschließlich der hepatischen Clearance zugeschrieben werden.

Die Einnahme einer Mahlzeit während einer intravenösen Infusion von Flumazenil führt zu einer

50%igen Zunahme der Clearance, wahrscheinlich aufgrund der erhöhten Durchblutung der Leber, die

mit der Nahrungsaufnahme verbunden ist.

Pharmakokinetik bei speziellen Bevölkerungsgruppen

Die bisherigen pharmakokinetischen Untersuchungen zeigten, dass sich bei Patienten mit

Leberinsuffizienz die Eliminationshalbwertszeit verdoppelt und die systemische Clearance auf etwa

die Hälfte reduziert wird. Deshalb wird empfohlen, bei diesem Patientenkreis die Dosis individuell zu

bestimmen.

Die Pharmakokinetik ist unverändert bei älteren Patienten, Nierenversagen oder Hämodialyse und

unabhängig vom Geschlecht.

Bei Kindern älter als ein Jahr ist die Eliminationshalbwertszeit kürzer und die Variabilität höher als

bei Erwachsenen und liegt bei etwa 40 Minuten, mit Schwankungen zwischen 20 bis 75 Minuten. Die

Clearance und das Verteilungsvolumen, gemessen in kg/Körpergewicht, entsprechen den Werten von

Erwachsenen.

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit den Benzodiazepinen Midazolam, Flunitrazepam oder

Lormetazepam wurden die grundlegenden pharmakokinetischen Parameter des Wirkstoffes von

Anexate nicht beeinträchtigt.

Es besteht keine pharmakokinetische Wechselwirkung zwischen Ethanol und Flumazenil.

Bei mehrfacher Verabreichung von Anexate ergeben sich keine pharmakokinetischen Veränderungen

gegenüber der einmaligen Gabe. Eine Kumulation tritt nicht ein.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

In Toxizitätsprüfungen beim Tier zeigte sich, dass Anexate eine niedrige Toxizität aufweist und keine

mutagene Wirkung besitzt.

Die Ergebnisse der Studien zur

akuten Toxizität

von Flumazenil ergaben als LD

-Werte für die

intravenöse Gabe bei der Maus 160 mg/kg und bei der Ratte 120 mg/kg (männliche Tiere) und

160 mg/kg (weibliche Tiere).

Die orale Verabreichung ergab bei der Maus 2.500 und 1.300 mg/kg (männliche bzw. weibliche Tiere)

und bei der Ratte 4.200 bzw. 2.200 mg/kg.

In den Untersuchungen der

Toxizität während 13 Wochen oraler Verabreichung

an Ratten wurden 5

und 25 mg/kg gut vertragen, mit 125 mg/kg wurde ein erhöhtes Lebergewicht in weiblichen Tieren

festgestellt. An Hunden wurde anfangs leichte Sedierung mit 20 und 80 mg/kg beobachtet, mit

5 mg/kg wurden keine Effekte festgestellt.

Hinweise auf ein

mutagenes Potenzial

wurden in keinem der sechs von sieben Prüfsystemen

beobachtet. Ein schwacher Effekt von DNS-Veränderung wurde in einem

In-vitro

-System beobachtet,

aber nur mit zytotoxischer Konzentration. In zwei weiteren Studien, eine davon

in vivo

, ist dieser

Effekt nicht bestätigt worden.

Reproduktionstoxikologische Untersuchungen

ergaben keine Hinweise auf Beeinträchtigungen der

Fruchtbarkeit und des Fortpflanzungsverhaltens. Dosen bis 150 mg/kg wurden an Ratten und

Kaninchen untersucht, ohne andere Effekte als für den Tierstamm normale zu ergeben.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumedetat (Ph. Eur.)

Essigsäure 99 %

Natriumchlorid

Natriumhydroxid

Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Anexate ist kompatibel mit Glucose 5 % in Wasser, Ringer-Laktat-Lösung oder isotonischer

Kochsalzlösung.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

Die chemische und physikalische Stabilität nach Zumischung zu den unter 6.2 genannten Lösungen

wurde bei Lagerung bei Raumtemperatur für 24 Stunden nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden, es sei

denn, die Methode des Verdünnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn

die Infusionslösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen

der Aufbewahrung verantwortlich.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

Die Injektionslösung muss sofort nach Öffnen der Ampulle verbraucht werden, da sie kein

Konservierungsmittel enthält. Reste von Injektionslösung in der Ampulle sind zu verwerfen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Farblose Glasampulle der Glasart I (Ph. Eur.).

Anexate 0,5 mg/5 ml

Originalpackung mit 5 Ampullen

Anexate 1 mg/10 ml

Originalpackung mit 5 Ampullen

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Ziegelhof 24

17489 Greifswald

Tel. 03834/ 8539-0

Fax. 03834/ 8539-119

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Anexate 0,5 mg/5 ml:

14747.00.00

Anexate 1 mg/10 ml:

14747.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 21. Oktober 1988

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 11. April 2008

10.

STAND DER INFORMATION

Oktober 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind in Deutschland auf den Internetseiten des

Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte verfügbar.

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