ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Anastrozol
Verfügbar ab:
Basics GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
anastrozole
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Anastrozol 1.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
71381.00.00

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Anastrozol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1.

Was ist ANASTROZOL BASICS und wofür wird es angewendet?

2.

Was müssen Sie vor der Einnahme von ANASTROZOL BASICS beachten?

3.

Wie ist ANASTROZOL BASICS einzunehmen?

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.

Wie ist ANASTROZOL BASICS aufzubewahren?

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist ANASTROZOL BASICS und wofür wird es angewendet?

ANASTROZOL BASICS enthält einen Wirkstoff, der Anastrozol genannt wird. Dieser gehört zu einer Gruppe

von Arzneimitteln, die „Aromatasehemmer“ heißt. ANASTROZOL BASICS wird zur Behandlung von

Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren angewendet.

ANASTROZOL BASICS wirkt, indem es die von Ihrem Körper produzierte Menge des Hormons Östrogen

senkt. Dies geschieht durch Hemmung einer natürlichen Substanz (eines Enzyms) in Ihrem Körper, die

„Aromatase“ heißt.

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von ANASTROZOL BASICS beachten?

ANASTROZOL BASICS darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Anastrozol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Nehmen Sie ANASTROZOL BASICS nicht ein, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn

Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie ANASTROZOL BASICS einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinische Fachpersonal, bevor Sie ANASTROZOL

BASICS einnehmen,

wenn Sie noch Ihre Menstruation haben und Ihre Wechseljahre noch nicht vorbei sind.

wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das Tamoxifen enthält, oder Arzneimittel einnehmen, die Östrogen

enthalten (siehe Abschnitt „Einnahme von ANASTROZOL BASICS zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

wenn Sie jemals eine Erkrankung hatten, durch die die Festigkeit Ihrer Knochen beeinflusst wurde

(Osteoporose).

wenn Sie Leber- oder Nierenfunktionsstörungen haben.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie vor der

Einnahme von ANASTROZOL BASICS mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Falls Sie ins Krankenhaus müssen, informieren Sie das medizinische Personal darüber, dass Sie

ANASTROZOL BASICS einnehmen.

Einnahme von ANASTROZOL BASICS zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

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Der Grund hierfür ist, dass ANASTROZOL BASICS die Wirkung einiger Arzneimittel beeinflussen kann und

dass einige Arzneimittel Einfluss auf ANASTROZOL BASICS haben können.

Nehmen Sie ANASTROZOL BASICS nicht ein, wenn Sie bereits eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Bestimmte Arzneimittel, die zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt werden (selektive

Östrogenrezeptor-Modulatoren), z.B. Arzneimittel, die Tamoxifen enthalten. Der Grund hierfür ist, dass

diese Arzneimittel dazu führen können, dass ANASTROZOL BASICS nicht mehr richtig wirkt.

Arzneimittel, die Östrogen enthalten, wie bei einer Hormonersatztherapie (HET).

Wenn dies auf Sie zutrifft, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

Arzneimittel, die als „LHRH Analogon“ bekannt sind. Dazu gehören Gonadorelin, Buserelin, Goserelin,

Leuprorelin und Triptorelin. Diese Arzneimittel werden zur Behandlung von Brustkrebs, bestimmten

weiblichen (gynäkologischen) Erkrankungen und Unfruchtbarkeit angewendet.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugung-/Gebärfähigkeit

Sie dürfen ANASTROZOL BASICS nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Brechen Sie die

Einnahme von ANASTROZOL BASICS ab, wenn Sie schwanger werden und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass ANASTROZOL BASICS die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt. Jedoch fühlen sich einige Patienten während der Behandlung mit

ANASTROZOL BASICS gelegentlich schwach oder schläfrig. Wenn dies bei Ihnen auftritt, fragen Sie Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

ANASTROZOL BASICS enthält Lactose,

eine bestimmte Zuckerart. Bitte nehmen Sie ANASTROZOL BASICS daher erst nach Rücksprache mit Ihrem

Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern

leiden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von ANASTROZOL BASICS kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

3. Wie ist ANASTROZOL BASICS einzunehmen?

Nehmen Sie ANASTROZOL BASICS immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 1 Tablette 1-mal täglich.

Versuchen Sie, Ihre Tablette jeden Tag zur selben Zeit einzunehmen.

Schlucken Sie die Tablette im Ganzen mit Wasser.

Es spielt keine Rolle, ob Sie ANASTROZOL BASICS vor, während oder nach einer Mahlzeit einnehmen.

Nehmen Sie ANASTROZOL BASICS so lange ein, wie es Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker empfiehlt. Die

Behandlung ist eine Langzeittherapie und es kann sein, dass Sie ANASTROZOL BASICS über mehrere Jahre

einnehmen müssen. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

ANASTROZOL BASICS sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von ANASTROZOL BASICS eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von ANASTROZOL BASICS eingenommen haben, als Sie sollten,

benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von ANASTROZOL BASICS vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis wie normal ein. Nehmen Sie nicht

die doppelte Dosis (2 Tabletten auf einmal) ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von ANASTROZOL BASICS abbrechen

Brechen Sie die Einnahme Ihrer Tabletten nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt empfiehlt es Ihnen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

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4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen

Hitzewallungen

Übelkeit

Hautausschlag

Gelenkschmerzen oder -steifheit

Entzündung in den Gelenken (Arthritis)

Schwächegefühl

Abnahme der Knochendichte (Osteoporose)

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Appetitlosigkeit

Erhöhte oder hohe Werte einer Fettsubstanz in Ihrem Blut, die als Cholesterin bezeichnet wird. Dies kann

durch einen Bluttest festgestellt werden.

Schläfrigkeit

Karpaltunnelsyndrom (Kribbeln, Schmerzen, Kältegefühl, Schwäche in Teilen der Hand)

Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl der Haut, Geschmacksverlust bzw. beeinträchtigter

Geschmackssinn

Durchfall

Erbrechen

Veränderungen in Bluttests, die zeigen, wie gut Ihre Leber arbeitet.

dünner werdendes Haar (Haarausfall)

Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen, die auch Gesicht, Lippen oder Zunge betreffen können.

Knochenschmerzen

trockene Scheide

Blutungen aus der Scheide (gewöhnlich in den ersten Wochen der Behandlung - wenn die Blutungen

anhalten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt).

Muskelschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Veränderungen in speziellen Bluttests, die aufzeigen, wie Ihre Leber arbeitet (Gamma-GT und Bilirubin)

Entzündung der Leber (Hepatitis)

Ausschlag oder Nesselsucht

schnellender Finger (ein Zustand, in dem Ihr Finger oder Daumen in einer gebeugten Stellung stehen

bleibt)

Erhöhung des Calciumspiegels in Ihrem Blut. Wenn bei Ihnen Übelkeit, Erbrechen oder Durst auftreten,

sollten Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wenden, da eventuell Ihre

Blutwerte überprüft werden müssen.

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Seltene Hautentzündung, die rote Flecken oder Blasenbildung einschließen kann.

Hautausschlag, hervorgerufen durch Überempfindlichkeit (die Ursache kann eine allergische oder

allergieartige Reaktion sein)

Entzündung der kleinen Blutgefäße, die zu roter oder violetter Verfärbung der Haut führt. Sehr selten

können Gelenk-, Magen- und Nierenschmerzen als Beschwerden auftreten; diese Nebenwirkung wird

„Purpura Schoenlein-Henoch“ genannt.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Eine sehr schwerwiegende Hautreaktion mit Geschwüren und Blasen auf der Haut. Diese wird als

„Stevens-Johnson-Syndrom“ bezeichnet.

Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen mit Schwellung des Rachens, die Schluck- oder

Atembeschwerden verursachen kann. Diese Reaktion wird „Angioödem“ genannt.

Wenn eines dieser Anzeichen bei Ihnen auftritt, müssen Sie sofort einen Krankenwagen rufen oder einen Arzt

aufsuchen, da Sie dringend medizinische Behandlung benötigen könnten.

Auswirkungen auf Ihre Knochen

ANASTROZOL BASICS senkt die Menge des Hormons Östrogen in Ihrem Körper. Dies kann den

Mineralgehalt Ihrer Knochen senken. Ihre Knochen können dadurch an Stärke verlieren und dazu neigen,

schneller zu brechen. Ihr Arzt wird diese Risiken entsprechend den Therapierichtlinien zur Erhaltung der

Knochengesundheit bei Frauen nach den Wechseljahren behandeln. Sie sollten mit Ihrem Arzt über die

Risiken und Behandlungsmöglichkeiten sprechen.

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Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen

bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder

Apotheker.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist ANASTROZOL BASICS aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Bewahren Sie Ihre Tabletten an einem sicheren Ort auf, der für Kinder nicht sichtbar ist und den sie nicht

erreichen können. Ihre Tabletten können ihnen schaden.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nach „Verwendbar bis“ nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Bewahren Sie Ihre Tabletten in dem Behältnis auf, in dem Sie sie erhalten haben.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen

ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten enthält

Der Wirkstoff ist Anastrozol.

Jede Filmtablette enthält 1 mg Anastrozol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K30, mikrokristalline Cellulose,

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.),

Talkum

Filmüberzug: Hypromellose, Macrogol 400, Titandioxid (E171), Talkum

Wie ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten aussieht und Inhalt der Packung

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten sind weiße, runde Filmtabletten.

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten sind in Blisterpackungen mit 20, 28, 30, 60 und 100 Filmtabletten

erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Basics GmbH

Hemmelrather Weg 201

51377 Leverkusen

Tel.: 0214-40399-0

Fax: 0214-40399-199

E-Mail: info@basics.de

Internet: www.basics.de

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Hersteller

Remedica Ltd.

Limassol Industrial Estate

P.O. Box 51706

CY-3508 Limassol

Zypern

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen

Spanien:

Anastrozol Ranbaxy 1 mg comprimidos recubiertos con película EFG

Vereinigtes Königreich:

Anastrozole 1 mg film-coated tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2016.

V02-00

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

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1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 1 mg Anastrozol.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 65 mg Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 4.4).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Weiße, runde Filmtabletten.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

ANASTROZOL BASICS ist angezeigt für die:

Behandlung des hormonrezeptor-positiven fortgeschrittenen Brustkrebses bei postmenopausalen Frauen.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis von ANASTROZOL BASICS für Erwachsene einschließlich älterer Patientinnen beträgt einmal

täglich eine 1-mg-Tablette.

Für postmenopausale Frauen mit hormonrezeptor-positivem frühem invasivem Brustkrebs beträgt die empfohlene

Dauer einer adjuvanten endokrinen Therapie 5 Jahre.

Spezielle Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

ANASTROZOL BASICS wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen aufgrund unzureichender Daten zur

Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Für Patientinnen mit leichter oder mäßiger Nierenfunktionsstörung wird keine Änderung der Dosis empfohlen. Bei

Patientinnen mit schwerer Nierenfunktionsstörung sollte ANASTROZOL BASICS mit Vorsicht angewendet werden

(siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Für Patientinnen mit leichter Leberfunktionsstörung wird keine Änderung der Dosis empfohlen. Bei Patientinnen mit

mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung wird zur Vorsicht geraten (siehe Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

ANASTROZOL BASICS wird eingenommen.

4.3 Gegenanzeigen

Anastrozol ist kontraindiziert bei:

Fachinformation

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schwangeren oder stillenden Frauen.

Patientinnen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Anastrozol oder einen der sonstigen Bestandteile (sie-

he Abschnitt 6.1).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Allgemein

ANASTROZOL BASICS sollte bei prämenopausalen Frauen nicht angewendet werden. Die Menopause sollte bei allen

Patientinnen, deren menopausaler Status nicht eindeutig ist, biochemisch (Lutein-bildendes Hormon [LH], Follikel-

stimulierendes Hormon [FSH] und/oder Östradiol-Plasmaspiegel) nachgewiesen werden. Es gibt keine Daten, die eine

Anwendung von ANASTROZOL BASICS mit LHRH-Analoga unterstützen.

Die gleichzeitige Anwendung von Tamoxifen oder Östrogen-haltigen Arzneimitteln und ANASTROZOL BASICS sollte

vermieden werden, da dies die pharmakologische Wirkung von Anastrozol verringern kann (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

Auswirkungen auf die Knochendichte

Da ANASTROZOL BASICS die endogenen Östrogen-Plasmaspiegel senkt, kann eine Reduktion der Knochendichte und

ein eventuell damit verbundenes erhöhtes Frakturrisiko hervorgerufen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Frauen

Osteoporose oder

einem

erhöhten

Osteoporoserisiko sollten

Beginn

Behandlung

regelmäßigen Abständen während der Behandlung die Knochendichte überprüfen lassen. Wenn angezeigt, sollte eine

Osteoporose-Behandlung oder

-Prophylaxe begonnen und sorgfältig überwacht werden. Der Einsatz spezifischer

Behandlungen, z.B. Bisphosphonate, kann möglicherweise einen weiteren durch Anastrozol verursachten Verlust der

Knochendichte bei

postmenopausalen Frauen verhindern und könnte in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Eingeschränkte Leberfunktion

ANASTROZOL BASICS wurde bei Brustkrebs-Patientinnen mit mäßiger oder schwerer Leberfunktionsstörung nicht

untersucht. Bei Patientinnen mit Leberfunktionsstörung kann die Anastrozol-Exposition erhöht sein (siehe Abschnitt 5.2);

die Anwendung von ANASTROZOL BASICS bei Patientinnen mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung sollte mit

Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.2). Die Behandlung sollte auf einer Nutzen-Risiko-Abschätzung für jede einzelne

Patientin basieren.

Eingeschränkte Nierenfunktion

ANASTROZOL BASICS wurde bei Brustkrebs-Patientinnen mit schwerer Nierenfunktionsstörung nicht untersucht. Die

Anastrozol-Exposition ist bei Probanden mit einer schweren Nierenfunktionsstörung nicht erhöht (GFR < 30 ml/min, siehe

Abschnitt 5.2); bei Patientinnen mit schwerer Nierenfunktionsstörung sollte die Anwendung von ANASTROZOL BASICS

mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

ANASTROZOL BASICS wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen, da Sicherheit und

Wirksamkeit bei dieser Patientengruppe nicht nachgewiesen wurden (siehe Abschnitt 5.1).

Jungen

Wachstumshormonmangel

sollte

ANASTROZOL

BASICS

nicht

zusätzlich

einer

Wachstumshormonbehandlung angewendet werden. In der Pivot-Studie wurde die Wirksamkeit nicht gezeigt und die

Sicherheit

nicht

nachgewiesen

(siehe

Abschnitt

5.1).

Anastrozol

Östradiol-Plasmaspiegel

senkt,

darf

ANASTROZOL

BASICS

Mädchen

Wachstumshormonmangel

nicht

zusätzlich

einer

Wachstumshormonbehandlung angewendet werden. Es sind keine Langzeitdaten zur Sicherheit bei Kindern und bei

Jugendlichen verfügbar.

Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von ANASTROZOL BASICS kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Die Anwendung von ANASTROZOL BASICS als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.

Lactose-Überempfindlichkeit

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patientinnen mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel

oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Anastrozol inhibiert in vitro CYP1A2, 2C8/9 und 3A4. Klinische Studien mit Phenazon und Warfarin haben gezeigt, dass

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

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Anastrozol in einer Dosierung von 1 mg den Metabolismus von Phenazon und R und S-Warfarin nicht signifikant inhibiert.

Das deutet darauf hin, dass durch CYP-Enzyme vermittelte,

klinisch relevante Arzneimittelwechselwirkungen bei

gleichzeitiger Anwendung von ANASTROZOL BASICS mit anderen Arzneimitteln unwahrscheinlich sind.

Die Enzyme, die am Metabolismus von Anastrozol beteiligt sind, wurden nicht identifiziert. Cimetidin, ein schwacher,

unspezifischer Inhibitor der CYP-Enzyme, beeinflusste die Plasmakonzentrationen von Anastrozol nicht. Der Einfluss von

potenten CYP-Inhibitoren ist nicht bekannt.

Eine Durchsicht der Sicherheitsdatenbank für klinische Studien ergab keine Hinweise auf eine klinisch signifikante

Wechselwirkung bei mit ANASTROZOL BASICS behandelten Patienten, die auch andere üblicherweise verordnete

Arzneimittel erhielten. Es gab keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen mit Bisphosphonaten (siehe Abschnitt 5.1).

Die gleichzeitige Anwendung von Tamoxifen oder Östrogen-haltigen Arzneimitteln und ANASTROZOL BASICS sollte

vermieden werden, da dies die pharmakologische Wirkung von ANASTROZOL BASICS verringern kann (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.1).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher

liegen

keine

Erfahrungen

Anwendung

ANASTROZOL

BASICS

Schwangeren

vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). ANASTROZOL BASICS ist

während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Stillzeit

Bisher

liegen

keine

Erfahrungen

Anwendung

ANASTROZOL

BASICS

während

Stillzeit

vor.

ANASTROZOL BASICS ist während der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Die Auswirkungen von ANASTROZOL BASICS auf die menschliche Fertilität wurden nicht untersucht.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

ANASTROZOL BASICS hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Allerdings wurde über Asthenie und Somnolenz bei Anwendung von

Anastrozol berichtet, und solange diese Symptome anhalten, sollte das Führen eines Fahrzeugs oder das Bedienen

von Maschinen mit Vorsicht erfolgen.

4.8 Nebenwirkungen

Die nachfolgende Tabelle zeigt Nebenwirkungen auf, die in klinischen Studien, in Studien nach Markteinführung oder als

Spontanberichte auftraten. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Häufigkeiten berechnet anhand der berichteten

Nebenwirkungen im Rahmen einer großen Phase-III Studie, durchgeführt an 9.366 postmenopausalen Frauen mit

operablem Brustkrebs, die über 5 Jahre adjuvant behandelt wurden (die Anastrozol, Tamoxifen, Alone or in Combination

[ATAC]-Studie).

Die nachstehend aufgelisteten Nebenwirkungen wurden nach Häufigkeit und Systemorganklasse (SOC) angeordnet. Die

Häufigkeitsgruppierungen sind nach folgender Vereinbarung festgelegt:

sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr

selten (< 1/10.000). Die Nebenwirkungen, die am häufigsten berichtet wurden, waren Kopfschmerzen, Hitzewallungen,

Übelkeit, Hautausschlag, Gelenkschmerzen/-steifheit, Arthritis und Asthenie.

Tabelle 1 Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und Häufigkeit

Nebenwirkungen nach SOC und Häufigkeit

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

häufig

Anorexie, Hypercholesterinämie

gelegentlich

Hyperkalzämie (mit oder ohne Erhöhung des

Parathormons)

Erkrankungen des

Nervensystems

sehr häufig

Kopfschmerzen

häufig

Somnolenz, Karpaltunnelsyndrom*, sensorische

Störungen (einschließlich Parästhesien,

Geschmacksverlust und Geschmacksstörung)

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

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Nebenwirkungen nach SOC und Häufigkeit

Gefäßerkrankungen

sehr häufig

Hitzewallungen

Erkrankungen des Gastro-

intestinaltrakts

sehr häufig

Übelkeit

häufig

Durchfall, Erbrechen

Leber- und

Gallenerkrankungen

häufig

Erhöhung der alkalischen Phosphatase,

Alaninaminotransferase und

Aspartataminotransferase

gelegentlich

erhöhte Werte von Gamma-GT und Bilirubin,

Hepatitis

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

sehr häufig

Hautausschlag

häufig

Haarausfall (Alopezie), allergische Reaktionen

gelegentlich

Urtikaria

selten

Erythema multiforme, anaphylaktische

Reaktionen, kutane Vaskulitis (einschließlich

einiger Berichte von Purpura Schoenlein-

Henoch)**

sehr selten

Stevens-Johnson-Syndrom, Angioödem

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

sehr häufig

Gelenksschmerzen/-steifheit, Arthritis,

Osteoporose

häufig

Knochenschmerzen, Myalgie

gelegentlich

schnellender Finger

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

häufig

trockene Scheide, Vaginalblutungen***

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

sehr häufig

Asthenie

* In klinischen Studien wurde bei Patientinnen, die mit ANASTROZOL BASICS behandelt wurden, eine größere Anzahl

von Fällen eines Karpaltunnelsyndroms beobachtet als bei Patientinnen, die mit Tamoxifen behandelt wurden. Die

Mehrzahl dieser Fälle trat jedoch bei Patientinnen auf, die identifizierbare Risikofaktoren für die Entstehung dieser

Erkrankung aufwiesen.

** Da kutane Vaskulitis und Purpura Schoenlein-Henoch im Rahmen der ATAC-Studie nicht beobachtet wurden, kann die

Häufigkeitskategorie für diese Ereignisse als „selten“ betrachtet werden (≥ 0,01 % und < 0,1 %), basierend auf dem

schlechtesten Wert der Punktschätzung.

*** Häufig wurde von Vaginalblutungen berichtet, vor allem bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs in den

ersten Wochen nach Umstellung von einer bestehenden Hormontherapie auf Anastrozol. Wenn die Blutungen anhalten,

sollte eine weitere Abklärung erwogen werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Häufigkeiten von vorher spezifizierten unerwünschten Ereignissen, die nach einer mittleren

Nachbeobachtungszeit

Monaten

Rahmen

ATAC-Studie

auftraten,

unabhängig

davon,

Kausalzusammenhang bestand. Die unerwünschten Ereignisse wurden bei Patientinnen während und bis zu 14 Tagen

nach Beendigung der Studientherapie beobachtet.

Tabelle 2 Vorher spezifizierte unerwünschte Ereignisse im Rahmen der ATAC-Studie

Nebenwirkungen

Anastrozol

(N=3092)

Tamoxifen

(N=3094)

Hitzewallungen

1104 (35,7 %)

1264 (40,9 %)

Gelenkschmerzen/-steifheit

1100 (35,6 %)

911 (29,4 %)

Stimmungsschwankungen

597 (19,3 %)

554 (17,9 %)

Müdigkeit/Asthenie

575 (18,6 %)

544 (17,6 %)

Übelkeit und Erbrechen

393 (12,7 %)

384 (12,4 %)

Frakturen

315 (10,2 %)

209 (6,8 %)

Wirbelsäulen-, Hüft- oder

Handgelenks-/Collesfrakturen

133 (4,3 %)

91 (2,9 %)

Handgelenks-/Collesfrakturen

67 (2,2 %)

50 (1,6 %)

Wirbelsäulenfrakturen

43 (1,4 %)

22 (0,7 %)

Hüftfrakturen

28 (0,9 %)

26 (0,8 %)

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

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Nebenwirkungen

Anastrozol

(N=3092)

Tamoxifen

(N=3094)

Katarakte

182 (5,9 %)

213 (6,9 %)

vaginale Blutungen

167 (5,4 %)

317 (10,2 %)

ischämische kardiovaskuläre

Erkrankungen

127 (4,1 %)

104 (3,4 %)

Angina pectoris

71 (2,3 %)

51 (1,6 %)

Myokardinfarkt

37 (1,2 %)

34 (1,1 %)

koronare Herzkrankheit

25 (0,8 %)

23 (0,7 %)

Ischämie im Bereich des Myokards

22 (0,7 %)

14 (0,5 %)

Fluor vaginalis

109 (3,5 %)

408 (13,2 %)

venöse Thromboembolien (gesamt)

87 (2,8 %)

140 (4,5 %)

tiefe Venenthombosen, einschließlich

PE (pulmonale Embolie)

48 (1,6 %)

74 (2,4 %)

ischämische zerebrovaskuläre Ereig-

nisse

62 (2,0 %)

88 (2,8 %)

Endometriumkrebs

4 (0,2 %)

13 (0,6 %)

Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 68 Monaten wurde eine Frakturrate in der Anastrozol-Gruppe von 22 pro

1.000 Patientenjahre bzw. in der Tamoxifen-Gruppe von 15 pro 1.000 Patientenjahre beobachtet. Die für Anastrozol

beobachtete Frakturrate ist ähnlich dem Referenzbereich, der bei der postmenopausalen Bevölkerung derselben

Altersgruppe beobachtet wurde. Die Inzidenz für das Auftreten einer Osteoporose betrug 10,5 % bei Patientinnen, die mit

Anastrozol behandelt wurden und 7,3 % bei Patientinnen, die mit Tamoxifen behandelt wurden.

Es wurde nicht festgestellt, ob die im Rahmen der ATAC-Studie bei den mit Anastrozol behandelten Patientinnen beob-

achtete Fraktur- und Osteoporoserate eine protektive Wirkung von Tamoxifen, eine spezifische Wirkung von Anastrozol

oder beides widerspiegelt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine

kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen

sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Deutschland

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

4.9 Überdosierung

Es liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen mit versehentlicher Überdosierung vor. In Tierversuchen erwies sich die

akute Toxizität von Anastrozol als gering. In klinischen Studien mit Anastrozol in verschiedenen Dosierungen erhielten

gesunde männliche Probanden Einzeldosen von bis zu 60 mg und postmenopausale Frauen mit fortgeschrittenem

Brustkrebs

täglich;

diese

Dosierungen

wurden

vertragen.

Eine

Einzeldosis

Anastrozol,

lebensbedrohliche Symptome zur Folge hat, wurde nicht ermittelt. Es gibt kein spezifisches Antidot bei Überdosierung,

und die Behandlung muss symptomatisch erfolgen.

Bei der Behandlung einer Überdosierung muss die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass mehrere Arzneimittel

eingenommen wurden. Wenn die Patientin bei Bewusstsein ist, sollte Erbrechen ausgelöst werden. Da Anastrozol keine

hohe Proteinbindung besitzt, kann eine Dialyse von Nutzen sein. Allgemein unterstützende Maßnahmen, darunter

häufige Kontrolle der Vitalfunktionen, und eine enge Überwachung der Patientin sind angezeigt.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Enzyminhibitoren, ATC-Code: L02BG03

Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

Seite 6 von 13

Anastrozol ist ein potenter, hoch selektiver, nichtsteroidaler Aromatase-Inhibitor. Bei postmenopausalen Frauen wird

Östradiol hauptsächlich im peripheren Gewebe durch einen Aromatase-Enzymkomplex mit der Umwandlung von

Androstendion zu Östron gebildet. Anschließend wird Östron in Östradiol umgewandelt. Bei Frauen mit Brustkrebs ist der

Nutzen einer Verringerung von zirkulierendem Östradiol im Plasma erwiesen. Mit Hilfe einer hoch empfindlichen Methode

wurde nachgewiesen, dass die tägliche Gabe von 1 mg Anastrozol den Östradiol-Spiegel bei postmenopausalen Frauen

um mehr als 80 % senkt.

Anastrozol besitzt keine gestagene, androgene oder östrogene Wirkung.

Messungen vor und nach einem Standardbelastungstest zum Nachweis von Adrenokortikotropin (ACTH-Belastungstest)

zeigen, dass Dosen von bis zu 10 mg Anastrozol pro Tag keinerlei Einfluss auf die Sekretion von Cortisol und Aldosteron

haben. Eine Kortikoid-Substitution ist daher nicht erforderlich.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Fortgeschrittener Brustkrebs

Erstlinientherapie bei postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs

Um die Wirksamkeit von Anastrozol verglichen mit Tamoxifen als Erstlinientherapie gegen hormonrezeptor-positiven oder

hormonrezeptor-unbekannten, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen zu

untersuchen, wurden zwei doppelblinde, kontrollierte Studien mit gleichem Design (Studie 1033IL/0030 und Studie

1033IL/0027) durchgeführt. Insgesamt wurden 1.021 Patientinnen randomisiert, die einmal täglich 1 mg Anastrozol oder

einmal

täglich

Tamoxifen

erhielten.

primären

Endpunkte

für

beide

Studien

waren

Zeit

Tumorprogression, objektive Ansprechrate des Tumors und Sicherheit.

Hinsichtlich der primären Endpunkte zeigte Studie 1033IL/0030, dass Anastrozol in Bezug auf Tumorprogression einen

statistisch signifikanten Vorteil gegenüber Tamoxifen hatte (Hazard Ratio (HR) 1,42, 95 % Konfidenzintervall (KI)

[1,11, 1,82], mittlere Zeit bis zur Progression 11,1 und 5,6 Monate für Anastrozol bzw. Tamoxifen, p = 0,006); objektive

Ansprechraten des Tumors waren bei Anastrozol und Tamoxifen gleich. Die Studie 1033 IL/0027 zeigte, dass sich

Anastrozol und Tamoxifen in Bezug auf Ansprechraten des Tumors und Zeit bis zur Tumorprogression gleich verhielten.

Die Ergebnisse der sekundären Endpunkte unterstützten die Ergebnisse der primären Wirksamkeitsendpunkte. Innerhalb

aller Behandlungsgruppen beider Studien traten zu wenige Todesfälle auf, um Schlussfolgerungen zu Unterschieden

bezüglich des Gesamtüberlebens zu ziehen.

Zweitlinientherapie bei postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs

In 2 kontrollierten klinischen Studien (Studie 0004 und Studie 0005) wurde Anastrozol an postmenopausalen Frauen mit

fortgeschrittenem Brustkrebs untersucht, bei denen eine Krankheitsprogression nach einer Behandlung mit Tamoxifen

gegen entweder fortgeschrittenen oder frühen Brustkrebs auftrat. Insgesamt wurden 764 Patientinnen randomisiert, die

entweder eine Tageseinzeldosis von 1 mg bzw. 10 mg Anastrozol oder 40 mg Megestrolacetat 4-mal täglich erhielten.

Primäre Wirksamkeitsvariablen waren Zeit bis zur Progression und objektive Ansprechraten. Die Rate der verlängerten

(mehr als 24 Wochen) Stabilität der Erkrankung, die Progressionsrate und die Überlebenszeit wurden ebenfalls

berechnet. Beide Studien ergaben hinsichtlich aller Wirksamkeitsparameter keine signifikanten Unterschiede zwischen

den Behandlungsgruppen.

Adjuvante Behandlung des frühen invasiven Brustkrebses bei Patientinnen mit positivem Hormonrezeptorstatus

In einer großen Phase-III-Studie mit 9.366 postmenopausalen Patientinnen mit operablem Brustkrebs, die über 5 Jahre

behandelt worden waren (siehe unten), zeigte sich Anastrozol gegenüber Tamoxifen in Bezug auf das krankheitsfreie

Überleben statistisch überlegen. Ein größerer Nutzen von Anastrozol

Vergleich zu Tamoxifen bezüglich des

krankheitsfreien

Überlebens

wurde

für

eine

prospektiv

definierte

Population

positivem

Hormonrezeptorstatus

beobachtet.

Tabelle 3 Zusammenfassung der Endpunkte der ATAC-Studie: Abschlussanalyse nach 5 Behandlungsjahren

Studienendpunkte bzgl. der

Wirksamkeit

Anzahl der Ereignisse (Häufigkeit)

Intention-to-Treat Population

Hormonrezeptor-positiver

Tumorstatus

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Anastrozol

(N = 3125)

Tamoxifen

(N = 3116)

Anastrozol

(N = 2618)

Tamoxifen

(N = 2598)

Krankheitsfreies Überleben

a

575 (18,4)

651 (20,9)

424 (16,2)

497 (19,1)

Hazard Ratio

0,87

0,83

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,78 - 0,97

0,73 - 0,94

p-Wert

0,0127

0,0049

Fernmetastasenfreies Überleben

b

500 (16,0)

530 (17,0)

370 (14,1)

394 (15,2)

Hazard Ratio

0,94

0,93

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,83 - 1,06

0,80 - 1,07

p-Wert

0,2850

0,2838

Zeit bis zum Wiederauftreten der

Erkrankung

c

402 (12,9)

498 (16,0)

282 (10,8)

370 (14,2)

Hazard Ratio

0,79

0,74

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,70 - 0,90

0,64 - 0,87

p-Wert

0,0005

0,0002

Zeit bis zum Auftreten von

Fernmetastasen

d

324 (10,4)

375 (12,0)

(8,6)

265 (10,2)

Hazard Ratio

0,86

0,84

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,74 - 0,99

0,70 - 1,00

p-Wert

0,0427

0,0559

Auftreten eines Primärtumors in der

kontralateralen Brust

(1,1)

(1,9)

(1,0)

(2,1)

Odds Ratio

0,59

0,47

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,39 - 0,89

0,30 - 0,76

p-Wert

0,0131

0,0018

Gesamtüberlebenszeit

e

411 (13,2)

420 (13,5)

296 (11,3)

301 (11,6)

Hazard Ratio

0,97

0,97

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,85 - 1,12

0,83 - 1,14

p-Wert

0,7142

0,7339

a - Krankheitsfreies Überleben umfasst alle Rezidive und ist definiert als die Zeit bis zum ersten Auftreten lokaler

Rezidive, bis zum erstmaligen Auftreten eines kontralateralen Brustkrebses, bis zum Auftreten von Fernmetastasen oder

bis zum Tod (unabhängig von der Ursache).

b - Fernmetastasenfreies Überleben ist definiert als die Zeit bis zum ersten Auftreten von Fernmetastasen oder bis zum

Tod (unabhängig von der Ursache).

c - Die Zeit bis zum Wiederauftreten der Erkrankung ist definiert als die Zeit bis zum ersten Auftreten lokoregionärer

Rezidive, bis zum erstmaligen Auftreten eines kontralateralen Brustkrebses, bis zum Auftreten von Fernmetastasen oder

bis zum Tod durch Brustkrebs.

d - Die Zeit bis zum Auftreten von Fernmetastasen ist definiert als die Zeit bis zum ersten Auftreten von Fernmetastasen

oder bis zum Tod durch Brustkrebs.

e - Anzahl (%) der verstorbenen Patientinnen.

Die Kombinationsbehandlung mit Aastrozol und Tamoxifen verglichen mit Tamoxifen allein zeigte bei allen Patientinnen,

ebenso wie bei der Population mit positivem Hormonrezeptorstatus, hinsichtlich Wirksamkeit keine Vorteile. Dieser

Behandlungsarm der Studie wurde geschlossen.

Ein Langzeitvergleich im Rahmen einer aktualisierten Nachbeobachtungszeit von im Mittel 10 Jahren zeigte, dass die

Behandlungsergebnisse von Aastrozol verglichen mit Tamoxifen mit vorhergehenden Analysen übereinstimmten.

Fachinformation

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Seite 8 von 13

Adjuvante Behandlung des frühen invasiven Brustkrebses bei Patientinnen mit hormonrezeptor-positivemTumorstatus,

die mit Tamoxifen adjuvant behandelt wurden

Eine Phase-III-Studie (Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group [ABCSG] 8) an 2.579 postmenopausalen

Patientinnen mit hormonrezeptor-positivem, frühem Brustkrebs, die einer Operation mit oder ohne Radiotherapie, aber

keiner Chemotherapie unterzogen wurden (siehe unten), ergab, dass nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 24

Monaten der Wechsel zu Anastrozol nach 2 Jahren adjuvanter Behandlung mit Tamoxifen der Weiterbehandlung mit

Tamoxifen statistisch überlegen war.

Tabelle 4 Zusammenfassung der Endpunkte und Ergebnisse der ABCSG 8 Studie

Studienendpunkte bzgl. der

Wirksamkeit

Anzahl der Ereignisse (Häufigkeit)

Anastrozol

(N = 1297)

Tamoxifen

(N = 1282)

Krankheitsfreies Überleben

65 (5,0)

93 (7,3)

Hazard Ratio

0,67

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,49 bis 0,92

p-Wert

0,014

Zeit bis zu jedem Rezidiv

36 (2,8)

66 (5,1)

Hazard Ratio

0,53

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,35 bis 0,79

p-Wert

0,002

Zeit bis Auftreten von Fernmetastasen

22 (1,7)

41 (3,2)

Hazard Ratio

0,52

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,31 bis 0,88

p-Wert

0,015

Primärtumor in der kontralateralen

Brust

7 (0,5)

15 (1,2)

Odds Ratio

0,46

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,19 bis 1,13

p-Wert

0,090

Gesamtüberleben

43 (3,3)

45 (3,5)

Hazard Ratio

0,96

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,63 bis 1,46

p-Wert

0,840

Zwei weitere ähnliche Studien (GABG/ARNO 95 und ITA), von denen in einer Studie die Patientinnen einer Operation

und einer Chemotherapie unterzogen wurden, sowie eine kombinierte Analyse der Studien ABCSG 8 und GABG/ARNO

95 unterstützten diese Ergebnisse.

Das Sicherheitsprofil von Anastrozol in diesen 3 Studien war übereinstimmend mit dem etablierten Sicherheitsprofil bei

postmenopausalen Patientinnen mit hormonrezeptor-positivem, frühem Brustkrebs.

Knochendichte (Bone mineral density, BMD)

Phase-III/IV-Studie

(Study

of

Anastrozole

with

the

Bisphosphonate

Risedronate

[SABRE])

wurden

postmenopausale

Frauen

hormonrezeptor-positivem,

frühem

Brustkrebs,

für

eine

Behandlung

Anastrozol/Tag vorgesehen waren, entsprechend ihrem Frakturrisiko in drei Gruppen mit jeweils niedrigem, mittlerem

hohem

Risiko

stratifiziert.

primäre

Wirksamkeitsparameter

Analyse

Knochendichte

Lendenwirbelsäule mit Hilfe von DEXA-Scans. Alle Patientinnen erhielten eine Therapie mit Vitamin D und Calcium. Die

Patientinnen in der Gruppe mit niedrigem Risiko erhielten ausschließlich Anastrozol (N = 42). Die Patientinnen in der

Gruppe mit mittlerem Risiko wurden randomisiert und erhielten entweder Anastrozol plus Risedronat 35 mg einmal

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

Seite 9 von 13

wöchentlich (N = 77) oder Anastrozol plus Placebo (N = 77). Die Patientinnen in der Gruppe mit hohem Risiko erhielten

Anastrozole plus Risedronat 35 mg einmal wöchentlich (N = 38). Der primäre Endpunkt war die Abweichung vom

Ausgangswert der Knochendichte in der Lendenwirbelsäule nach 12 Monaten.

Die Hauptanalyse nach 12 Monaten hat gezeigt, dass es bei den Patientinnen, bei denen bereits ein mittleres bis hohes

Frakturrisiko bestand, nicht zu einer Verringerung der Knochendichte kam, wenn die Patientinnen mit

Anastrozol

mg/Tag

Kombination

Risedronat

einmal

wöchentlich

behandelt

wurden

(ermittelt

anhand

Knochendichte der Lendenwirbelsäule mit Hilfe von DEXA-Scans). Darüber hinaus wurde in der mit Anastrozol 1 mg/Tag

allein behandelten Gruppe mit geringem Risiko eine statistisch nicht signifikante Abnahme der BMD beobachtet. Diese

Befunde spiegelten sich wider in der sekundären Wirksamkeitsvariablen, der Veränderung der gesamten BMD der Hüfte

nach 12 Monaten zum Ausgangswert.

Diese Studie belegt, dass bei postmenopausalen Frauen mit Brustkrebs im frühem Stadium, die mit Anastrozol behandelt

werden

sollen,

Einsatz

Bisphosphonaten

Erwägung

gezogen

werden

könnte,

einem

möglichen

Knochendichteverlust entgegenzuwirken.

Kinder und Jugendliche

Anastrozol

nicht

für

Anwendung

Kindern

Jugendlichen

indiziert.

Die Wirksamkeit

wurde

untersuchten pädiatrischen Patientengruppen nicht nachgewiesen (siehe unten). Die Anzahl der behandelten Kinder war

zu gering, um zuverlässige Rückschlüsse auf die Sicherheit zu ziehen. Über potenzielle Langzeiteffekte einer Anastrozol-

Behand-lung bei Kindern und Jugendlichen sind keine Daten verfügbar (siehe auch Abschnitt 5.3).

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat die Verpflichtung aufgehoben, die Ergebnisse von Studien mit Anastrozol bei

einer

oder

mehreren

Untergruppen

pädiatrischen

Patientengruppe

Kleinwuchs

aufgrund

Mangel

Wachstumshormon (growth hormone deficiency, GHD), Testotoxikose, Gynäkomastie und McCune-Albright-Syndrom

einzureichen (siehe Abschnitt 4.2).

Kleinwuchs aufgrund von Wachstumshormonmangel

Eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie evaluierte 52 pubertierende Jungen (im Alter von 11 bis

einschließlich 16 Jahren) mit GHD, die über 12 bis 36 Monate mit Anastrozol 1 mg/Tag oder Placebo in Kombination mit

Wachstumshormon behandelt wurden. Nur 14 Teilnehmer unter Anastrozol schlossen 36 Monate ab.

wurde

kein

statistisch

signifikanter

Unterschied

Placebo

Wachstum

bezogenen

Parametern

voraussichtliche

adulte

Körpergröße,

Körpergröße,

(standard

deviation

score)

Körpergröße

Wachstumsgeschwindigkeit beobachtet. Daten zur endgültig erreichten Größe waren nicht verfügbar. Für zuverlässige

Rückschlüsse auf die Sicherheit war die Anzahl der behandelten Kinder zu gering, jedoch traten im Vergleich zu Placebo

in der mit Anastrozol behandelten Gruppe eine erhöhte Frakturrate und ein Trend zu verminderter Knochenmineraldichte

auf.

Testotoxikose

Eine offene, nicht vergleichende, multizentrische Studie untersuchte 14 männliche Patienten (im Alter von 2 bis 9 Jahren)

mit familiärer männlich-limitierter Pubertas praecox, auch als Testotoxikose bekannt, die mit einer Kombination von

Anastrozol und Bicalutamid behandelt wurden. Das primäre Ziel war die Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit

dieser Kombinationsbehandlung über 12 Monate. Dreizehn der 14 teilnehmenden Patienten schlossen 12 Monate der

Kombinationsbehandlung ab (ein Patient fiel aus der Nachbeobachtung heraus). Nach 12 Behandlungsmonaten gab es

keinen signifikanten Unterschied in der Wachstumsrate bezogen auf die Wachstumsrate während der 6 Monate vor dem

Eintritt in die Studie.

Gynäkomastie-Studien

Studie 0006 war eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie mit 82 pubertierenden Jungen (im Alter von 11

bis einschließlich 18 Jahren) mit einer seit mehr als 12 Monaten bestehenden Gynäkomastie, die bis zu 6 Monate lang

mit Anastrozol 1 mg/Tag oder Placebo behandelt wurden. Zwischen der mit Anastrozol 1 mg behandelten Gruppe und

der Placebo-Gruppe zeigte sich kein signifikanter Unterschied in der Anzahl an Patienten, bei denen es nach 6 Monaten

Behandlung zu einer Reduktion des gesamten Brustvolumens um 50 % oder mehr gekommen war.

Studie 0001 war eine offene pharmakokinetische Studie mit Mehrfachdosierung von Anastrozol 1 mg/Tag bei 36

pubertierende Jungen mit Gynäkomastie, die seit weniger als 12 Monaten bestand. Die Sekundärziele waren die

Ermittlung

Anteils

Patienten

einer

Verringerung

beiden

Brüsten

gemeinsam

berechneten

Gynäkomastievolumens um mindestens 50 % gegenüber dem Ausgangswert am Tag 1 und nach 6 Monaten unter

Studientherapie, sowie die Verträglichkeit und

Sicherheit. Nach 6 Monaten wurde eine Abnahme des gesamten

Brustvolumens um 50 % oder mehr bei 56 % (20/36) dieser Jungen festgestellt.

McCune-Albright-Syndrom-Studie

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

Seite 10 von 13

Studie 0046 war eine internationale, multizentrische, offene exploratorische Studie mit Anastrozol bei 28 Mädchen (im

Alter von 2 bis ≤ 10 Jahren) mit McCune-Albright-Syndrom (MAS). Das Primärziel war die Bewertung der Sicherheit und

Wirksamkeit von Anastrozol 1 mg/Tag bei Patienten mit MAS. Die Wirksamkeit der Studienmedikation wurde gemessen

Anteil

Patientinnen,

festgelegten

Kriterien

hinsichtlich

Vaginalblutungen,

Knochenalter

Wachstumsgeschwindigkeit erfüllten. Es wurde keine statistisch signifikante Veränderung der Anzahl der Tage mit

Vaginalblutungen unter Therapie beobachtet. Es gab keine klinisch signifikanten Veränderungen bei den Tannerstadien,

dem mittleren Ovarialvolumen oder dem mittleren Uterusvolumen. Es wurde keine statistisch signifikante Veränderung

hinsichtlich der Zunahme des Knochenalters unter Therapie im Vergleich zum Ausgangswert beobachtet. Bezogen auf

die Zeit vor der Therapie war die Wachstumsgeschwindigkeit (in cm/Jahr) signifikant vermindert (p < 0,05), sowohl für

den Zeitraum von Monat 0 bis Monat 12 als auch für den Zeitraum der zweiten 6-Monats-Periode (von Monat 7 bis Monat

12).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Die Resorption von Anastrozol geschieht schnell und maximale Plasmakonzentrationen werden üblicherweise innerhalb

von 2 Stunden (bei Nüchterneinnahme) erzielt. Nahrung führt zu einer geringfügigen Verzögerung der Resorptionsrate,

beeinflusst jedoch nicht deren Ausmaß. Diese geringfügige Verzögerung der Resorptionsrate lässt bei einmal täglicher

Einnahme von Anastrozol - Filmtabletten keinen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Anastrozol-Plasmakonzentration

im Steady-state erwarten. Nach 7 Tagesdosen werden ca. 90 bis 95 % der Anastrozol-Plasmakonzentrationen im

Steady-state erreicht und die Akkumulation ist 3- bis 4-fach. Es gibt keine Hinweise auf eine Zeit- oder Dosisabhängigkeit

der pharmakokinetischen Parameter von Anastrozol.

Die Pharmakokinetik von Anastrozol bei postmenopausalen Frauen ist unabhängig vom Alter.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Anastrozol beträgt nur 40 %.

Elimination

Anastrozol wird langsam eliminiert, wobei die Plasmaeliminationshalbwertszeit 40 bis 50 Stunden beträgt. Anastrozol

wird bei postmenopausalen Frauen extensiv metabolisiert, so dass weniger als 10 % der Dosis innerhalb von 72 Stunden

unverändert mit dem Urin ausgeschieden werden. Die Metabolisierung von Anastrozol erfolgt durch N-Desalkylierung,

Hydroxylierung und Glukuronidierung. Die Metaboliten werden überwiegend mit dem Urin ausgeschieden. Triazol, der

Hauptmetabolit im Plasma, hemmt die Aromatase nicht.

Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion

Bei Probanden mit stabiler Leberzirrhose war die apparente Clearance (CL/F) von Anastrozol nach oraler Anwendung

ungefähr 30 % niedriger als in einer entsprechenden Kontrollgruppe (Studie 1033IL/0014). Die Plasmakonzentrationen

von Anastrozol bei Probanden mit Leberzirrhose lagen jedoch im Bereich von Konzentrationen, die bei gesunden

Probanden in anderen Studien beobachtet wurden. Die Plasmakonzentrationen von Anastrozol, die bei Patientinnen mit

Leberfunktionsstörung im Rahmen von Langzeitstudien zur Wirksamkeit gemessen wurden, lagen im Bereich der

Anastrozol-Plasmakonzentrationen, die bei Patientinnen ohne Leberfunktionsstörung beobachtet wurden.

Bei Probanden mit schwerer Nierenfunktionsstörung (GFR < 30 ml/min) war in Studie 1033IL/0018 die apparente

Clearance (CL/F) von Anastrozol nach oraler Anwendung unverändert. Dies stimmt mit der Tatsache überein, dass

Anastrozol hauptsächlich durch Metabolismus eliminiert wird. Die Plasmakonzentrationen von Anastrozol, die bei

Patientinnen mit Nierenfunktionsstörung im Rahmen von Langzeitstudien zur Wirksamkeit gemessen wurden, lagen im

Bereich der Anastrozol-Plasmakonzentrationen, die bei Patientinnen ohne Nierenfunktionsstörung beobachtet wurden.

Patientinnen

schwerer

Nierenfunktionsstörung

sollte

Anastrozol

Vorsicht

angewendet

werden

(siehe

Abschnitte 4.2 und 4.4).

Kinder und Jugendliche

Bei Jungen mit pubertärer Gynäkomastie (10-17 Jahre) wurde Anastrozol schnell resorbiert, war in hohem Maße

systemisch verfügbar und wurde langsam eliminiert, wobei die Halbwertzeit ca. 2 Tage betrug. Die Clearance von

Anastrozol war bei Mädchen (3-10 Jahre) geringer als bei den älteren Jungen und die Exposition war höher.

Anastrozol war bei Mädchen ebenfalls in hohem Maße systemisch verfügbar und wurde langsam eliminiert.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Nicht klinische Daten, die auf konventionellen pharmakologischen Studien zur Sicherheit, zur Toxizität bei wiederholten

Dosen, zur Genotoxizität, zu karzinogenem Potenzial und zur Reproduktionstoxizität bei der angezeigten Population

basieren, zeigen kein besonderes Risiko für den Menschen.

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

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Akute Toxizität

In tierexperimentellen Studien wurde Toxizität nur in hohen Dosierungen beobachtet. In Studien zur akuten Toxizität bei

Nagetieren betrug die mittlere letale Anastrozol-Dosis bei oraler Gabe mehr als 100 mg/kg/Tag und bei intraperitonealer

Gabe mehr als 50 mg/kg/Tag. In einer Studie zur akuten Toxizität bei Hunden betrug die mittlere letale Dosis bei oraler

Gabe mehr als 45 mg/kg/Tag.

Chronische Toxizität

In tierexperimentellen Studien wurde Toxizität nur in hohen Dosierungen beobachtet. Toxizitätsstudien bei wiederholter

Gabe wurden an Ratten und Hunden durchgeführt. Im Rahmen der Toxizitätsstudien wurde kein No-effect level

(Dosierung ohne Wirkung) für Anastrozol ermittelt, jedoch waren die bei den niedrigen (1 mg/kg/Tag) und mittleren

Dosen

(3 mg/kg/Tag bei Hunden bzw. 5 mg/kg/Tag bei Ratten) beobachteten Wirkungen entweder auf die pharmakologischen

oder auf die enzyminduzierenden Eigenschaften von Anastrozol zurückzuführen und gingen nicht mit signifikanten

toxischen oder degenerativen Veränderungen einher.

Mutagenität

Genotoxizitätsstudien zeigen, dass Anastrozol kein mutagenes oder klastogenes Potenzial besitzt.

Reproduktionstoxizität

In einer Fertilitätsstudie erhielten frisch entwöhnte männliche Ratten oral über ihr Trinkwasser Dosen von 50 oder

400 mg/l Anastrozol über 10 Wochen. Die ermittelten mittleren Plasmakonzentrationen betrugen 44,4 (± 14,7) ng/ml bzw.

165 (± 90) ng/ml. Das Paarungsverhalten war in beiden Dosierungsgruppen nachteilig beeinflusst, während eine

Reduktion der Fertilität nur auf der 400-mg/l-Dosierungsebene offensichtlich wurde. Die Reduktion war vorübergehend,

da alle Paarungs- und Fertilitäts-Parameter nach einer 9-wöchigen behandlungsfreien Erholungsperiode ähnlich den

Werten in der Kontrollgruppe waren.

Die orale Gabe von Anastrozol an weibliche Ratten führte bei einer Dosierung von 1 mg/kg/Tag zu einem hohen

Auftreten von Infertilität und bei einer Dosierung von 0,02 mg/kg/Tag zu einem erhöhten Präimplantationsverlust. Diese

Effekte traten in klinisch relevanten Dosen auf. Ein Effekt auf den Menschen kann nicht ausgeschlossen werden. Diese

Effekte stehen in Bezug zur Pharmakologie des Wirkstoffes und waren nach einer 5-wöchigen Wirkstoff-Entzugsphase

vollständig reversibel.

Die orale Gabe von Anastrozol in Dosierungen bis zu 1,0 mg/kg/Tag an trächtige Ratten und bis zu 0,2 mg/kg/Tag an

trächtige Kaninchen hatte keine teratogene Wirkung. Die beobachteten Wirkungen (Vergrößerung der Plazenta bei

Ratten und Abbruch der Trächtigkeit bei Kaninchen) standen im Zusammenhang mit der pharmakologischen Wirkung der

Substanz.

Die Überlebensrate der Jungtiere von Ratten, denen Anastrozol in Dosen von 0,02 mg/kg/Tag und mehr verabreicht

worden war (vom 17. Tag der Schwangerschaft bis zum 22. Tag post partum), war reduziert. Diese Wirkung steht mit

dem pharmakologischen Einfluss der Substanz auf den Geburtsvorgang im Zusammenhang. Es wurden keine negativen

Auswirkungen auf das Verhalten oder die Reproduktionsfähigkeit der ersten Nachwuchsgeneration beobachtet, die auf

die Behandlung des Muttertieres mit Anastrozol zurückgeführt werden könnten.

Kanzerogenität

In einer 2-Jahres-Onkogenitätsstudie an Ratten führte nur die Gabe hoher Dosen (25 mg/kg/Tag) zu einem vermehrten

Auftreten von Lebertumoren und Stromapolypen des Uterus bei weiblichen Tieren sowie Schilddrüsenadenomen bei

männlichen Tieren. Diese Veränderungen traten bei einer Dosis auf, die dem 100-fachen der therapeutischen Dosen

beim Menschen entspricht, und werden für die Behandlung von Patienten mit Anastrozol nicht als klinisch relevant

angesehen.

Eine 2-Jahres-Onkogenitätsstudie an Mäusen führte zur Bildung benigner Ovarialtumoren und einer Störung in der

Inzidenz lymphoretikulärer Neoplasmen (weniger histiozytäre Sarkome bei weiblichen Tieren und mehr Todesfälle infolge

von Lymphomen). Diese Veränderungen werden bei der Maus als artspezifische Wirkungen der Aromatasehemmung

und als nicht klinisch relevant für die Behandlung von Patienten mit Anastrozol angesehen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Lactose-Monohydrat

Fachinformation

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Maisstärke

Povidon K30

mikrokristalline Cellulose

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Talkum

Filmüberzug

Hypromellose

Macrogol

Titandioxid (E171)

Talkum

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/Aluminium-Durchdrückpackungen mit 20, 28, 30, 60 oder 100 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Basics GmbH

Hemmelrather Weg 201

51377 Leverkusen

Tel.: 0214-40399-0

Fax: 0214-40399-199

E-Mail: info@basics.de

Internet: www.basics.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

71381.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

16.07.2009

10. STAND DER INFORMATION

März 2016

Fachinformation

ANASTROZOL BASICS 1 mg Filmtabletten

Seite 13 von 13

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

V02-00

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