Anastrozol axios 1 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Anastrozol
Verfügbar ab:
axios Pharma GmbH
ATC-Code:
L02BG03
INN (Internationale Bezeichnung):
anastrozole
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Anastrozol 1.mg
Berechtigungsstatus:
ungültig [HIST]
Zulassungsnummer:
70400.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Anastrozol axios 1 mg Filmtabletten

Anastrozol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme / Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen

bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt

oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Anastrozol axios und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Anastrozol axios beachten?

Wie ist Anastrozol axios einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Anastrozol axios aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST Anastrozol axios UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Anastrozol axios ist ein Arzneimittel, das zu der Gruppe der sogenannten Aromatase-Inhibitoren gehört. Es

tritt in Wechselwirkung zu anderen Wirkungen der Aromatase, einem Enzym im Körper, das den Anteil

bestimmter weiblicher Geschlechtshormone wie z. B. Östrogene beeinflusst

Anastrozol axios wird angewendet zur Behandlung von fortgeschrittenem hormonrezeptorsensitivem

Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen, d.h. nach dem endgültigen Ausbleiben der Monatsblutungen. Es

wird ebenfalls angewendet zur Behandlung von nicht fortgeschrittenem hormonrezeptorsensitivem

Brustkrebs nach direkter Vorbehandlung oder nach 2- bis 3-jähriger Behandlung mit Tamoxifen.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Anastrozol axios BEACHTEN?

Anastrozol axios darf nicht eingenommen werden,

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wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Anastrozol oder einen der sonstigen Bestandteile von

Anastrozol axios sind.

wenn Sie die Menopause noch nicht durchlaufen haben (prämenopausale Frauen, d.h. Frauen, die

noch Ihre Menstruation haben).

während Schwangerschaft oder Stillzeit.

wenn Sie schwere Störungen der Nierenfunktion haben (Kreatinin-Clearance geringer als 20 ml/min)

wenn Sie mäßige oder schwere Störungen der Leberfunktion haben.

Sie dürfen Anastrozol axios nicht einnehmen, wenn Sie Tamoxifen oder Arzneimittel einnehmen,

die Östrogen enthalten.

Kinder sollten nicht mit Anastrozol axios behandelt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Anastrozol axios ist erforderlich,

wenn bei Ihnen nicht eindeutig klar ist, ob die Monatsblutung endgültig ausgeblieben ist, sollte Ihr

Arzt dies durch Hormonuntersuchungen feststellen.

Da Anastrozol die Östrogenspiegel senkt, kann es zu einer Verringerung der Knochendichte

(Osteoporose) kommen. Wenn Sie an Osteoporose leiden oder ein Osteoporose-Risiko besteht,

sollte zu Beginn der Behandlung und anschließend in regelmäßigen Abständen die Knochendichte

untersucht werden. Falls nötig, sollte eine Behandlung oder eine vorbeugende Behandlung der

Osteoporose begonnen und sorgfältig überwacht werden.

Wenn bei Ihnen eine Behandlung mit LHRH-Analoga erfolgt (Arzneimittel zur Behandlung von

Brustkrebs, gewissen anderen gynäkologischen Erkrankungen oder Unfruchtbarkeit). Es wurden

keine Studien zur Kombination von LHRH-Analoga und Anastrozol durchgeführt. Daher sollten

Anastrozol und LHRH-Analoga nicht in Kombination angewendet werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Anastrozol axios kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Anastrozol axios mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor

kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Gegenwärtig sind keine Wechselwirkungen mit üblicherweise verschriebenen Arzneimitteln

bekannt. Anastrozol axios sollte nicht eingenommen werden, wenn Sie bereits mit anderen Arzneimitteln

behandelt werden, die Östrogen (Hormonersatztherapie), LHRH-Analoga oder Tamoxifen enthalten.

Bei Einnahme von Anastrozol axios zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Anastrozol axios kann vor, während oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Die Tablette

sollte mit Wasser geschluckt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Nehmen Sie Anastrozol axios nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

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Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Anastrozol axios die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt. Allerdings kann es gelegentlich zum Auftreten von Schwächegefühl

und Schläfrigkeit kommen und Ihre Reaktionsfähigkeit dadurch vermindert sein. In diesen Fällen fragen Sie

Ihren Arzt um Rat.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Anastrozol axios

Anastrozol axios enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Anastrozol axios daher erst nach Rücksprache mit

Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

WIE IST Anastrozol axios EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Anastrozol axios immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene und ältere Patienten

Falls nicht anders verordnet, nehmen Sie täglich eine Tablette ein. Nehmen Sie sie mit einem Glas Wasser

(200 ml) ein. Versuchen Sie, die Tablette immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Ihr Arzt wird über die Behandlungsdauer entscheiden. Bei adjuvanter Behandlung von nicht

fortgeschrittenem Brustkrebs sollte die empfohlene Dauer der Anwendung 5 Jahre betragen.

Kinder:

Kinder sollten nicht mit Anastrozol behandelt werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion:

Für Patientinnen mit leichten bis mäßigen Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion:

Für Patientinnen mit leichten Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Wenn Sie eine größere Menge von Anastrozol axios eingenommen haben, als Sie sollten

Bei versehentlicher Einnahme von zu vielen Filmtabletten durch Sie selbst oder jemand anderen,

oder wenn ein Kind diese Filmtabletten eingenommen haben könnte, setzen Sie sich bitte sofort mit

Ihrem behandelnden Arzt oder einer Notfall-Praxis in Verbindung. Halten Sie diese Packungsbeilage,

restliche Tabletten und die Verpackung bereit, damit man beim Arzt oder im Krankenhaus weiß,

welche Tabletten eingenommen wurden.

Wenn Sie die Einnahme von Anastrozol axios vergessen haben

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Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Tablette auszugleichen. Nehmen Sie die

nächste Tablette wie gewohnt ein.

Wenn Sie die Einnahme von Anastrozol axios abbrechen

Brechen Sie die Behandlung nicht ab, auch nicht, wenn Sie sich besser fühlen, es sei denn Ihr Arzt

fordert Sie hierzu auf.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Falls die folgenden Nebenwirkungen auftreten, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, da Sie

weitere Untersuchungen oder Behandlungen benötigen könnten:

Schwerwiegende Hautveränderungen (Stevens-Johnson-Syndrom) mit Läsionen, Knoten- oder

Blasenbildung.

Allergische Reaktionen mit Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Hals, die

Schwierigkeiten beim Schlucken und/oder Atmen verursachen können.

Wie alle Arzneimittel kann Anastrozol axios Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen. Eine Erklärung der Begriffe zur Bewertung der Häufigkeit von Nebenwirkungen finden

Sie in der folgenden Tabelle:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Organsystem

Nebenwirkungen

Sehr häufig

Gefäßerkrankungen:

Hitzewallungen

Häufig

Allgemeine Erkrankungen:

Schnelle Ermüdbarkeit (Asthenie)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen:

Gelenkschmerzen/-steifheit

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

Trockenheit der Scheide

Erkankungen der Haut und des Unter-

hautzellgewebes

Haarausfall, Hautausschlag

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Übelkeit, Durchfall

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerzen, Karpaltunnelsyndrom

Leber- und Gallenerkrankungen

Erhöhung bestimmter Leberwerte im Blut

Gelegentlich

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse:

Blutungen aus der Scheide

(Vaginalblutungen)* - meist in den ersten

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Behandlungswochen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Appetitlosigkeit (Anorexie), Erhöhte oder

hohe Werte von Blutfetten, die Lipide genannt

werden (Hypercholesterinämie)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Erbrechen

Erkrankungen des Nervensystems:

Schläfrigkeit (Somnolenz)

Leber- und Gallenerkrankungen:

Erhöhung bestimmter Leber- und Gallenwerte

im Blut (Gamma-GT und Bilirubin) und

Entzündung des Lebergewebes (Hepatitis)

Sehr selten

Erkankungen der Haut und des Unter-

hautzellgewebes

Schwerwiegende Hautveränderungen

(Stevens-Johnson-Syndrom) mit Läsionen,

Knoten- oder Blasenbildung.

Allergische Reaktionen mit Schwellung

von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder

Hals, die Schwierigkeiten beim Schlucken

und/oder Atmen verursachen können.

Gelegentlich wurde von Vaginalblutungen berichtet, und zwar vor allem bei Patientinnen mit

fortgeschrittenem Mammakarzinom in den ersten Wochen, nachdem die Patientinnen von einer bestehenden

Hormontherapie auf Anastrozol umgestellt wurden. Wenn solche Blutungen anhalten, sollte eine weitere Abklärung

erfolgen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben

sind.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Anastrozol senkt die Östrogenspiegel. Dies kann eine Verringerung der Mineralgehaltes im Knochen

hervorrufen, welche die Knochenstärke reduziert und in manchen Fällen zu Knochenbrüchen führt (siehe

Abschnitt 2 „Was müssen Sie vor der Einnahme von Anastrozol axios beachten?“).

WIE IST Anastrozol axios AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft

die Umwelt zu schützen.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Anastrozol axios enthält:

Der Wirkstoff ist: Anastrozol

Jede Filmtablette enthält 1 mg Anastrozol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

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Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Povidon K 30, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A),

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug: Hypromellose, Macrogol 4000, Titandioxid (E171).

Wie Anastrozol axios aussieht und Inhalt der Packung:

Anastrozol axios sind weiße bis cremefarbene, runde Filmtabletten, die auf einer Seite die Markierung

„AN 1“ aufweisen.

Blisterpackungen aus PVC/PVDC-Folie und Aluminiumfolie in einer Faltschachtel

30 oder 100 Filmtabletten;

84 Filmtabletten (Klinikpackung)

Pharmazeutischer Unternehmer:

axios Pharma GmbH

Hauptstrasse 198

33647 Bielefeld

Tel.: 0521 988350

Fax: 0521 9717478

e-mail: info @axios-pharma.de

Hersteller/ Mitvertreiber:

Apocare Pharma GmbH

Hauptstrasse 198

33647 Bielefeld

Tel.: 0521 9791479

Fax: 0521 98911898

e-mail: info@apocarepharma.de

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet und genehmigt im 10/2010.

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FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Anastrozol axios 1 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 1 mg Anastrozol.

Sonstiger Bestandteil: Jede Filmtablette enthält 81,5 mg Lactose.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Anastrozol axios sind weiße bis cremefarbene, runde Filmtabletten, die auf einer Seite die Markierung „AN

1“ aufweisen.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen. Bei Patientinnen mit

östrogenrezeptor-negativen Tumoren ist die Wirksamkeit von Anastrozol bisher nicht belegt, es sei denn, die

Patientinnen haben zuvor bereits auf Tamoxifen angesprochen.

Adjuvante Behandlung postmenopausaler Frauen mit hormonrezeptorpositivem, nicht fortgeschrittenem,

invasivem Mammakarzinom.

Adjuvante Behandlung postmenopausaler Frauen mit hormonrezeptorpositivem, nicht fortgeschrittenem

Mammakarzinom, die bereits 2 bis 3 Jahre eine adjuvante Behandlung mit Tamoxifen erhalten haben.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Erwachsene, einschließlich älterer Patientinnen:

Einmal täglich eine Filmtablette Anastrozol axios, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit.

Kinder:

Kinder und Heranwachsende sollten nicht mit Anastrozol behandelt werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion:

Für Patientinnen mit leichten bis mäßigen Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion:

Für Patientinnen mit leichten Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Bei der adjuvanten Behandlung des nicht fortgeschrittenen Mammakarzinoms wird eine Behandlungsdauer

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von 5 Jahren empfohlen.

4.3 Gegenanzeigen

Anastrozol ist kontraindiziert bei

Patientinnen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Anastrozol oder einen der unter 6.1 angegebenen

sonstigen Bestandteile,

prämenopausalen Frauen,

schwangeren und stillenden Frauen,

Patientinnen mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance geringer als 20 ml/min),

Patientinnen mit mäßigen oder schweren Leberfunktionsstörungen.

Östrogenhaltige Arzneimittel sollten nicht zusammen mit Anastrozol axios verabreicht werden, da sie dessen

pharmakologische Wirkung aufheben.

Gleichzeitige Behandlung mit Tamoxifen (siehe Abschnitt 4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Anastrozol sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Heranwachsenden eingesetzt werden, da

Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bei dieser Patientengruppe nicht nachgewiesen worden sind.

Patientinnen,

deren

Hormonstatus

nicht

eindeutig

ist,

sollte

Menopause

durch

Hormonuntersuchungen bestätigt werden.

Für Patientinnen mit mäßiger oder schwerer Leberfunktionsstörung oder Patientinnen mit schwerer

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance geringer als 20 ml/min) liegen keine Daten vor, die eine

sichere Anwendung von Anastrozol belegen.

Bei Frauen mit Osteoporose oder mit einem Osteoporoserisiko sollte zu Beginn der Behandlung und

anschließend in regelmäßigen Abständen die Knochendichte, z. B. durch die DEXA Scanmethode, bestimmt

werden. Dementsprechend sollte eine Behandlung oder Prophylaxe der Osteoporose begonnen und sorgfältig

überwacht werden.

Es stehen keine Daten über die gleichzeitige Anwendung von Anastrozol und LHRH-Analoga zur Verfügung.

Diese Kombinationsbehandlung sollte außerhalb von klinischen Prüfungen nicht angewendet werden.

Da Anastrozol die endogenen Östrogenspiegel senkt, kann Anastrozol axios

eine Reduktion der

Knochendichte hervorrufen. Hinreichende Daten zur Wirkung von Bisphosphonaten auf eine durch

Anastrozol verursachte Verringerung der Knochendichte oder deren Nutzen bei der prophylaktischen

Anwendung liegen derzeit nicht vor.

Die Anwendung von Anastrozol axios kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Patientinnen

seltenen

hereditären

Galactose-Intoleranz,

Lactase-Mangel

oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Anastrozol axios nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Anastrozol inhibiert in vitro Cytochrom P450 1A2, 2C8/9 und 3A4, aber Ergebnisse einer klinischen

Interaktionsstudie mit Warfarin deuten darauf hin, dass Anastrozol in einer Dosierung von 1 mg keinen

relevanten Einfluss auf den Metabolismus von Substanzen hat, die mittels Cytochrom P450 verstoffwechselt

werden.

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Klinisch signifikante Wechselwirkungen zwischen Anastrozol und Biphosphonaten wurden nicht beobachtet.

Östrogenhaltige Arzneimittel sollten nicht zusammen mit Anastrozol verabreicht werden, da sie dessen

pharmakologische Wirkung aufheben (siehe Abschnitt 4.3).

Tamoxifen sollte nicht zusammen mit Anastrozol angewendet werden, da dessen pharmakologische Wirkung

verringert werden kann (siehe Abschnitt 4.3).

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Anastrozol ist bei schwangeren und stillenden Frauen kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten über die Anwendung von Anastrozol bei Schwangeren vor. Tierstudien haben eine

Teratogenität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Anastrozol in die Muttermilch übergeht.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Anastrozol die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen,

beeinträchtigt. Allerdings wurden Schwächegefühl und Somnolenz beobachtet, und solange diese Symptome

bestehen, ist beim Führen von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

1/10

Häufig:

1/100 bis < 1/10

Gelegentlich:

1/1.000 bis < 1/100

Selten:

1/10.000 bis < 1/1.000

Sehr selten:

< 1/10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Tabelle 1

Sehr häufig

(≥ 1/10)

Gefäßerkrankungen:

Hitzewallungen, überwiegend leicht oder

mäßig ausgeprägt

Häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10)

Allgemeine Erkrankungen:

Asthenie, überwiegend leicht oder mäßig

ausgeprägt

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und Knochen-

erkrankungen:

Gelenkschmerzen/-steifheit, überwiegend

leicht oder mäßig ausgeprägt

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

trockene Scheide, überwiegend leicht oder

mäßig ausgeprägt

Erkankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Haarausfall, überwiegend leicht oder mäßig

ausgeprägt

Hautausschlag, überwiegend leicht oder

mäßig ausgeprägt

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Erkrankungen des Gastroin-

testinaltrakts

Übelkeit, überwiegend leicht oder mäßig

ausgeprägt

Durchfall, überwiegend leicht oder mäßig

ausgeprägt

Erkrankungen des Nerven-

systems

Kopfschmerzen, überwiegend leicht oder

mäßig ausgeprägt

Karpaltunnelsyndrom

Leber- und Gallenerkrankun-

gen:

Erhöhung der alkalischen Phosphatase, ALT

(Alaninaminotransferase) und AST

(Aspartataminotransferase)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000 bis <

1/100)

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse:

Vaginalblutungen, überwiegend leicht oder

mäßig ausgeprägt*

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen:

Anorexie, überwiegend leicht oder mäßig

ausgeprägt

Hypercholesterinämie, überwiegend leicht

oder mäßig ausgeprägt

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts:

Erbrechen, überwiegend leicht oder mäßig

ausgeprägt

Erkrankungen des

Nervensystems:

Somnolenz, überwiegend leicht oder mäßig

ausgeprägt

Leber- und Gallen-

erkrankungen:

Erhöhte Werte von Gamma-GT und Bilirubin

Hepatitis

Sehr selten

(< 1/10.000),

nicht bekannt

Erkankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Erythema multiforme

Stevens-Johnson-Syndrom

Allergische Reaktionen, darunter Angioödem,

Urticaria und Anaphylaxie

*Gelegentlich wurde von Vaginalblutungen berichtet, und zwar vor allem bei Patientinnen mit

fortgeschrittenem Mammakarzinom in den ersten Wochen, nachdem die Patientinnen von einer bestehenden

Hormontherapie auf Anastrozol umgestellt wurden. Wenn solche Blutungen anhalten, sollte eine weitere

Abklärung erfolgen.

Da Anastrozol die endogenen Östrogenspiegel senkt, kann Anastrozol axios eine Reduktion der

Knochendichte hervorrufen und für einige Patientinnen das Risiko für Knochenbrüche erhöhen (siehe

Abschnitt 4.4).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Häufigkeiten von vorher spezifizierten unerwünschten Ereignissen, die

im Rahmen der ATAC-Studie auftraten, unabhängig davon, ob ein Kausalzusammenhang bestand. Diese

unerwünschten Ereignisse wurden bei Patientinnen während und bis zu 14 Tage nach Beendigung der Studie

berichtet.

Tabelle 2

Nebenwirkungen

Anastrozol (N=3092)

Tamoxifen (N=3094)

Hitzewallungen

1104 (35,7 %)

1264 (40,9 %)

Gelenkschmerzen/-steifheit

1100 (35,6 %)

911 (29,4 %)

Stimmungsschwankungen

597 (19,3 %)

554 (17,9 %)

Müdigkeit/Asthenie

575 (18,6 %)

544 (17,6 %)

Übelkeit und Erbrechen

393 (12,7 %)

384 (12,4 %)

Knochenbrüche

315 (10,2 %)

209 (6,8 %)

Knochenbrüche der Wirbelsäule, Hüfte oder

Handgelenk-/Colles-Frakturen

133 (4,3 %)

91 (2,9 %)

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Handgelenk-/Colles-Frakturen

67 (2,2 %)

50 (1,6 %)

Knochenbrüche der Wirbelsäule

43 (1,4 %)

22 (0,7 %)

Knochenbrüche der Hüfte

28 (0,9 %)

26 (0,8 %)

Katarakt

182 (5,9 %)

213 (6,9 %)

Vaginalblutungen

167 (5,4 %)

317 (10,2 %)

Ischämische kardiovaskuläre Erkrankungen

127 (4,1 %)

104 (3,4 %)

Angina pectoris

71 (2,3 %)

51 (1,6 %)

Myokardinfarkt

37 (1,2 %)

34 (1,1 %)

Koronare Herzkrankheit

25 (0,8 %)

23 (0,7 %)

Ischämie im Bereich des Myokards

22 (0,7 %)

14 (0,5 %)

Fluor vaginalis

109 (3,5 %)

408 (13,2 %)

Venöse Thromboembolien (gesamt)

87 (2,8 %)

140 (4,5 %)

Tiefe Venenthrombosen einschließlich

Lungenembolie

48 (1,6 %)

74 (2,4 %)

Ischämische zerebrovaskuläre Ereignisse

62 (2,0 %)

88 (2,8 %)

Endometriumkarzinome

4 (0,2 %)

13 (0,6 %)

Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 68 Monaten betrug die Frakturrate in der Anastrozolgruppe

22 pro 1000 Patientenjahren und in der Tamoxifengruppe 15 pro 1000 Patientenjahren. Die für Anastrozol

beobachtete Frakturrate ist ähnlich wie der Referenzbereich für gleichaltrige postmenopausale Frauen. Es

wurde nicht untersucht, ob die im Rahmen der ATAC-Studie bei den mit Anastrozol behandelten

Patientinnen beobachtete Fraktur- und Osteoporoserate eine protektive Wirkung von Tamoxifen, eine

spezifische Wirkung von Anastrozol oder beides widerspiegelt.

Die Inzidenz für das Auftreten einer Osteoporose betrug 10,5 % bei Patientinnen, die mit Anastrozol

behandelt wurden und 7,3 % bei Patientinnen, die mit Tamoxifen behandelt wurden.

4.9 Überdosierung

Bisher liegen kaum klinische Erfahrungen mit versehentlicher Überdosierung vor. In Tierversuchen erwies

sich die akute Toxizität von Anastrozol als gering.

In klinischen Studien mit Anastrozol in verschiedenen Dosierungen wurden gesunden männlichen Probanden

Einzeldosen von bis zu 60 mg und postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom von

bis zu 10 mg täglich verabreicht; diese Dosierungen wurden gut vertragen. Eine Einzeldosis Anastrozol, die

lebensbedrohliche Symptome zur Folge hat, ist nicht bekannt. Es gibt kein spezifisches Antidot, so dass die

Behandlung symptomatisch erfolgen muss.

Bei der Behandlung einer Überdosierung muss die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass mehrere

Arzneimittel eingenommen wurden. Wenn die Patientin bei Bewusstsein ist, sollte Erbrechen ausgelöst

werden. Da Anastrozol keine hohe Proteinbindung besitzt, kann eine Dialyse von Nutzen sein. Darüber

hinaus sind allgemein unterstützende Maßnahmen wie häufige Kontrolle der Vitalfunktionen und eine enge

Überwachung der Patientin angezeigt.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Enzym-Inhibitoren

ATC-Code: L02BG03

Anastrozol ist ein potenter, hoch selektiver, nichtsteroidaler Aromataseinhibitor. Bei postmenopausalen

Frauen wird Östradiol hauptsächlich im peripheren Gewebe durch eine von der Aromatase katalysierte

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enzymatische Umwandlung von Androstendion zu Östron gebildet. Anschließend wird Östron in Östradiol

umgewandelt. Bei Frauen mit Brustkrebs ist der Nutzen einer Verringerung von zirkulierendem Östradiol im

Plasma erwiesen. Mit Hilfe einer hoch empfindlichen Methode wurde nachgewiesen, dass die tägliche Gabe

von 1 mg Anastrozol den Östradiolspiegel bei postmenopausalen Frauen um mehr als 80 % senkt.

Anastrozol besitzt keine gestagene, androgene oder östrogene Wirkung.

Messungen vor und nach einem ACTH-Belastungstest zeigen, dass Dosen von bis zu 10 mg Anastrozol pro

Tag keinerlei Einfluss auf die Bildung von Cortisol und Aldosteron haben. Eine Substitution von Kortikoiden

ist daher nicht erforderlich.

Adjuvante Erstbehandlung des nicht fortgeschrittenen Mammakarzinoms

In einer großen klinischen Phase-III-Studie mit 9366 postmenopausalen Patientinnen mit operablem

Mammakarzinom, die über 5 Jahre behandelt worden waren, war Anastrozol gegenüber Tamoxifen in Bezug

auf das krankheitsfreie Überleben statistisch überlegen. Ein noch größerer Nutzen von Anastrozol im

Vergleich zu Tamoxifen bezüglich des krankheitsfreien Überlebens wurde für eine prospektiv definierte

Population mit positivem Hormonrezeptorstatus beobachtet. Hinsichtlich der Zeit bis zum Wiederauftreten

der Erkrankung war Anastrozol gegenüber Tamoxifen statistisch überlegen. Dieser Unterschied war sowohl

in der Intention-to-Treat Population als auch in der Population mit positivem Hormonrezeptorstatus

deutlicher als für den Endpunkt krankheitsfreies Überleben. Anastrozol war Tamoxifen hinsichtlich der Zeit

bis zum Auftreten von Fernmetastasen überlegen. Die Inzidenz kontralateraler Tumore war bei Anastrozol im

Vergleich zu Tamoxifen statistisch reduziert. Nach einer Behandlungsdauer von 5 Jahren ist Anastrozol

bezüglich der Gesamtüberlebenszeit mindestens genauso wirksam wie Tamoxifen. Aufgrund der geringen

Anzahl an Todesfällen sind jedoch weitere Nachbeobachtungen notwendig, um die Langzeitüberlebensrate

für Anastrozol im Vergleich zu Tamoxifen genauer zu ermitteln. Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit

von 68 Monaten wurden die Patientinnen noch nicht lange genug im Anschluss an die 5-jährige

Behandlungsdauer beobachtet, um einen Vergleich der Langzeitwirkung nach erfolgter Behandlung mit

Anastrozol im Vergleich zu Tamoxifen zu ermöglichen. Siehe Tabelle 3.

Tabelle 3

ATAC Zusammenfassung der Endpunkte: Abschlussanalyse nach 5-jähriger Behandlungsdauer

Studienendpunkte bzgl. der Wirksamkeit

Anzahl der Ereignisse (Häufigkeit)

Intention-to-Treat

Population

hormonrezeptorpositiver

Tumorstatus

Anastrozol

(N=3125)

Tamoxifen

(N=3116)

Anastrozol

(N=2618)

Tamoxifen

(N=2598)

Krankheitsfreies Überleben

a

575 (18,4)

651 (20,9)

424 (16,2)

497 (19,1)

Hazard Ratio

0,87

0,83

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,78 – 0,97

0,73 – 0,94

p-Wert

0,0127

0,0049

Metastasenfreies Überleben

b

500 (16,0)

530 (17,0)

370 (14,1)

394 (15,2)

Hazard Ratio

0,94

0,93

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,83 – 1,06

0,80 – 1,07

p-Wert

0,2850

0,2838

Zeit bis zum Wiederauftreten der

Erkrankung

c

402 (12,9)

498 (16,0)

282 (10,8)

370 (14,2)

Hazard Ratio

0,79

0,74

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,70 – 0,90

0,64 – 0,87

p-Wert

0,0005

0,0002

Zeit bis zum Auftreten von

Fernmetastasen

d

324 (10,4)

375 (12,0)

226 (8,6)

265 (10,2)

Seite

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Hazard Ratio

0,86

0,84

zweiseitiges 95 %-Konfidenzintervall

0,74 – 0,99

0,70 – 1,00

p-Wert

0,0427

0,0559

Auftreten eines Primärtumors in der

kontralateralen Brust

35 (1,1)

59 (1,9)

26 (1,0)

54 (2,1)

Odds Ratio

0,59

0,47

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,39 – 0,89

0,30 – 0,76

p-Wert

0,0131

0,0018

Gesamtüberlebenszeit

e

411 (13,2)

420 (13,5)

296 (11,3)

301 (11,6)

Hazard Ratio

0,97

0,97

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,85 – 1,12

0,83 – 1,14

p-Wert

0,7142

0,7339

Krankheitsfreies Überleben umfasst alle wiederkehrenden Ereignisse und ist definiert als die Zeit bis zum ersten

Wiederauftreten lokaler Rezidive, bis zum erstmaligen Auftreten eines kontralateralen Brustkrebses, bis zum

Auftreten von Fernmetastasen oder bis zum Tod (unabhängig von der Ursache).

Metastasenfreies Überleben ist definiert als die Zeit bis zum ersten Auftreten von Fernmetastasen oder bis zum

Tod (unabhängig von der Ursache).

Die Zeit bis zum Wiederauftreten der Erkrankung ist definiert als die Zeit bis zum ersten Wiederauftreten lokaler

Rezidive, bis zum erstmaligen Auftreten eines kontralateralen Brustkrebses, bis zum Auftreten von Fernmetastasen

oder bis zum Tod durch Brustkrebs.

Die Zeit bis zum Auftreten von Fernmetastasen ist definiert als die Zeit bis zum ersten Auftreten von

Fernmetastasen oder bis zum Tod durch Brustkrebs.

Anzahl (%) der verstorbenen Patientinnen.

Wie bei allen Entscheidungen bezüglich einer Behandlung, sollten die Ärzte mit den an Brustkrebs

erkrankten Frauen den relativen Nutzen gegen das Risiko der Behandlung abwägen.

Die Wirksamkeit und Verträglichkeit waren, unabhängig vom Hormonrezeptorstatus der Patientinnen, bei der

gleichzeitigen Anwendung von Anastrozol und Tamoxifen ähnlich wie bei der alleinigen Gabe von

Tamoxifen. Wie dies zustande kommt, ist noch nicht klar. Es wird nicht angenommen, dass eine

Verringerung der östradiolunterdrückenden Wirkung von Anastrozol die Ursache ist.

Adjuvante Behandlung des nicht fortgeschrittenen Mammakarzinoms bei Patientinnen, die mit

Tamoxifen adjuvant behandelt wurden

einer

klinischen

Phase-III-Studie

(ABCSG

2579

postmenopausalen

Patientinnen

hormonrezeptorsensitivem, nicht-fortgeschrittenem Mammakarzinom, die einer Operation mit oder ohne

anschließender Radiotherapie (aber keiner Chemotherapie) unterzogen wurden, wurde der Wechsel von

Tamoxifen zu Anastrozol untersucht. Bei dieser Studie mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 24

Monaten konnte gezeigt werden, dass der Wechsel zu Anastrozol nach 2 Jahren adjuvanter Behandlung mit

Tamoxifen der Weiterbehandlung mit Tamoxifen statistisch überlegen war.

Die Zeit bis zum Wiederauftreten einer Erkrankung, Wiederauftreten einer lokalen Erkrankung oder

Auftreten von Fernmetastasen und Auftreten nur von Fernmetastasen bestätigte einen statistischen Vorteil für

Anastrozol, wie bei den Ergebnissen zum krankheitsfreien Überleben.

Die Häufigkeit des Auftretens eines Primärtumors in der kontralateralen Brust war in beiden Studiengruppen

sehr gering, allerdings mit einem numerischen Vorteil für Anastrozol. Das Gesamtüberleben war in beiden

Studiengruppen gleich. Siehe Tabelle 4

Tabelle 4

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ABCSG 8 Zusammenfassung der Endpunkte und der Studienergebnisse

Studienendpunkte bzgl. der Wirksamkeit

Anzahl der Ereignisse

(Häufigkeit)

Anastrozol

(N=1297)

Tamoxifen

(N=1282)

Krankheitsfreies Überleben

65 (5,0)

93 (7,3)

Hazard Ratio

0,67

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,49 bis 0,92

p-Wert

0,014

Zeit bis zum Wiederauftreten der Erkrankung

36 (2,8)

66 (5,1)

Hazard Ratio

0,53

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,35 bis 0,79

p-Wert

0,002

Zeit bis Wiederauftreten einer lokalen Erkrankung oder

Auftreten von Fernmetastasen

29 (2,2)

51 (4,0)

Hazard Ratio

0,55

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,35 bis 0,87

p-Wert

0,011

Zeit bis Auftreten von Fernmetastasen

22 (1,7)

41 (3,2)

Hazard Ratio

0,52

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,31 bis 0,88

p-Wert

0,015

Auftreten eines Primärtumors in der kontralateralen

Brust

7 (0,5)

15 (1,2)

Odds Ratio

0,46

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,19 bis 1,13

p-Wert

0,090

Gesamtüberlebenszeit

43 (3,3)

45 (3,5)

Hazard Ratio

0,96

zweiseitiges 95%-Konfidenzintervall

0,63 bis 1,46

p-Wert

0,840

Es wurden zwei weitere ähnliche Studien (GABG/ARNO 95 und ITA) durchgeführt, außerdem unterstützt

eine kombinierte Analyse der Studien ABCSG 8 und GABG/ARNO 95 diese Ergebnisse.

Das Sicherheitsprofil in diesen 3 Studien war übereinstimmend mit dem etablierten Sicherheitsprofil bei

postmenopausalen Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem, nicht fortgeschrittenem Mammakarzinom.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Anastrozol wird nach oraler Gabe schnell resorbiert und maximale Plasmakonzentrationen werden

üblicherweise innerhalb von 2 Stunden (bei Nüchterneinnahme) erzielt. Nahrungsaufnahme führt zu einer

geringfügigen Verzögerung der Resorption, beeinflusst jedoch nicht das Ausmaß.

Diese geringfügige Verzögerung lässt bei einmal täglicher Einnahme von Anastrozol axios keinen klinisch

bedeutsamen Einfluss auf die Anastrozol-Plasmakonzentration im Steady state erwarten. Nach 7 Tagen

werden ca. 90 bis 95 % der Anastrozol-Plasmakonzentration im Steady state erreicht.

Anastrozol wird langsam eliminiert, wobei die Plasmaeliminationshalbwertszeit 40 bis 50 Stunden beträgt.

Es gibt keine Hinweise auf eine Zeit- oder Dosisabhängigkeit der pharmakokinetischen Parameter von

Anastrozol.

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Die Pharmakokinetik von Anastrozol der postmenopausalen Frauen ist unabhängig vom Alter.

Die Pharmakokinetik bei Kindern ist nicht untersucht worden.

Die Plasmaproteinbindung von Anastrozol beträgt nur 40 %.

Anastrozol wird bei postmenopausalen Frauen extensiv metabolisiert, so dass weniger als 10 % der Dosis

innerhalb von 72 Stunden unverändert mit dem Urin ausgeschieden werden. Die Metabolisierung von

Anastrozol erfolgt durch N-Desalkylierung, Hydroxylierung und Glukuronidierung. Die Metaboliten werden

überwiegend mit dem Urin ausgeschieden. Triazol, der Hauptmetabolit im Plasma, hemmt die Aromatase

nicht.

Die orale Clearance von Anastrozol bei Probanden mit stabiler Leberzirrhose oder eingeschränkter

Nierenfunktion liegt im Bereich der bei gesunden Probanden beobachteten Werte.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In Tierversuchen wurde Toxizität in Zusammenhang mit der pharmakodynamischen Wirkung nur bei hohen

Dosen beobachtet.

Die orale Verabreichung von Anastrozol an weibliche Ratten führte bei einer Dosierung von 1 mg/kg/Tag zu

einem erhöhten Auftreten von Infertilität und bei einer Dosierung von 0,02 mg/kg/Tag zu einem erhöhten

Präimplantationsverlust. Diese Effekte traten in klinisch relevanten Dosen auf. Ein Effekt auf den Menschen

kann nicht ausgeschlossen werden. Diese Effekte stehen in Bezug zur Pharmakologie des Wirkstoffes und

waren vollständig reversibel nach einer 5-wöchigen Wirkstoff-Entzugsphase.

Die orale Verabreichung von Anastrozol in Dosierungen bis zu 1,0 mg/kg/Tag an trächtige Ratten und bis zu

0,2 mg/kg/Tag an trächtige Kaninchen hatte keine teratogene Wirkung. Die beobachteten Wirkungen

(Vergrößerung der Plazenta bei Ratten und Totalresorptionen bei Kaninchen) standen im Zusammenhang mit

der pharmakologischen Wirkung der Substanz.

Die Überlebensrate der Jungen von Ratten, denen Anastrozol in Dosen von 0,02 mg/kg/ Tag und mehr

verabreicht worden war, war reduziert. Diese Wirkung steht mit dem pharmakologischen Einfluss der

Substanz auf den Geburtsvorgang im Zusammenhang.

Mutagenitätsstudien zeigen, dass Anastrozol kein mutagenes oder klastogenes Potenzial besitzt.

Kanzerogenitätsstudien wurden an Ratten und Mäusen durchgeführt.

Bei Ratten führte nur die Gabe hoher Dosen zu einem vermehrten Auftreten von Lebertumoren und

Bindegewebspolypen des Uterus bei weiblichen Tieren sowie Schilddrüsenadenomen bei männlichen Tieren.

Diese Veränderungen traten bei einer Dosis auf, die dem 100fachen der therapeutischen Dosen beim

Menschen entspricht, und werden für die Behandlung von Patienten mit Anastrozol nicht als klinisch

relevant angesehen.

Bei Mäusen wurden die Bildung benigner Ovarialtumoren und eine Störung in der Inzidenz

lymphoretikulärer Neoplasmen (weniger histiozytäre Sarkome bei weiblichen Tieren und mehr Todesfälle

infolge von Lymphomen) beobachtet. Diese Veränderungen werden bei der Maus als artspezifische

Wirkungen der Aromatasehemmung und als nicht klinisch relevant angesehen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Povidon (K30), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A),

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Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Filmüberzug: Hypromellose, Macrogol 4000, Titandioxid (E171).

6.2 Inkompatibilitäten

Keine bekannt

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackungen aus PVC/PVdC/Aluminium-Folie in einer Faltschachtel.

Packungsgrößen:

30 Filmtabletten

84 Filmtabletten (Klinikpackung)

100 Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

axios Pharma GmbH

Hauptstrasse 198

33647 Bielefeld

Tel: 0521 988350 Fax: 0521 9717478

e-mail: info@axios-pharma.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

70399.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

03.05.2010

10. STAND DER INFORMATION

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10/2010

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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