Amiodaron EBEWE, 150 mg / 3 ml, Injektionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Amiodaronhydrochlorid
Verfügbar ab:
EBEWE Pharma Ges.m.b.H. Nfg. KG
INN (Internationale Bezeichnung):
Amiodarone hydrochloride
Darreichungsform:
Injektionslösung
Zusammensetzung:
Amiodaronhydrochlorid 150.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
38562.00.01

WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

AmiodaronEBEWE,150mg/3ml,Injektionslösung

Wirkstoff:Amiodaronhydrochlorid

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitder

AnwendungdiesesArzneimittelsbeginnen.

HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäter

nochmalslesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtan

Dritteweiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselben

BeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoder

SieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformation

angegebensind,informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

1. WasistAmiodaronEBEWEundwofürwirdesangewendet?

2. WasmüssenSievorderAnwendungvonAmiodaronEBEWEbeachten?

3. WieistAmiodaronEBEWEanzuwenden?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistAmiodaronEBEWEaufzubewahren?

6. WeitereInformationen

1.WASISTAMIODARONEBEWEUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

AmiodaronEBEWEisteinArzneimittelzurBehandlungvon

Herzrhythmusstörungen(AntiarrhythmikumKlasseIII).

AmiodaronEBEWEwirdangewendetbei:

–symptomatischenundbehandlungsbedürftigentachykarden

supraventrikulärenHerzrhythmusstörungen,wiez.B.

AV-junktionaleTachykardien,

supraventrikuläreTachykardienbeiWPW-Syndromoder

paroxysmalesVorhofflimmern.

– schwerwiegendsymptomatischentachykardenventrikulären

Herzrhythmusstörungen.

DieseIndikationengeltenfürPatienten,dieaufdieBehandlungmitanderen

Antiarrhythmika(Mittel,dasdieErregbarkeitdesHerzensherabsetzt)nicht

ansprechenoderbeidenenandereAntiarrhythmikanichtangezeigtsind.

AmiodaronEBEWEdarfnurzurTherapieeinleitungeingesetztwerden.

2. WASMÜSSENSIEVORDERANWENDUNGVONAMIODARONEBEWE

BEACHTEN?

AmiodaronEBEWEdarfnichtangewendetwerden,

−wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenAmiodaronhydrochloridoder

einendersonstigenBestandteilevonAmiodaronEBEWEsind,

−beiverlangsamterHerzschlagfolgemitwenigerals55PulsschlägeproMinute,

(Sinusbradykardie)

−beiallenFormeneinerLeitungsverzögerung(sinuaurikuläreundnodale

Leitungsverzögerung)einschließlichSyndromdeskrankenSinusknotens,AV-

BlockII.undIII.Gradessowiebi-undtrifaszikuläreBlöcke,sofernkein

Herzschrittmachereingesetztist,(GefahreinesSinusknotenstillstandes),

−beiSchilddrüsenerkrankungen,

−beivorbestehenderQT-Verlängerung,

−beivermindertemKaliumgehaltdesBlutes(Hypokaliämie),

−beiIodallergien,

−beigleichzeitigerBehandlungmitMAO-Hemmern,

−beigleichzeitigerBehandlungmitArzneimitteln,die“Torsadedepointes“

auslösenkönnen(sieheauchunter„WechselwirkungenmitanderenMitteln“),

−beiFrauenimgebärfähigenAlter,wennkeinesichereKontrazeptionbesteht,

−beistillendenFrauen(sieheauchunterHinweis„Stillzeit“),

−beiKreislaufkollaps,

−beierniedrigtemBlutdruck(Hypotonie),

−beischwererAteminsuffizienz,

−beiErkrankungdesHerzmuskels(Kardiomyopathie),

−beiHerzinsuffizienz,

−beiFrühgeborenenoderNeugeborenen.

BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEist

erforderlich,

SpezifischfürdieintravenöseInjektion(siehe„AmiodaronEBEWEdarfnicht

angewendetwerden“):

DieintravenöseInjektionwirdimAllgemeinenaufGrundmöglicher

KomplikationenwieschweremBlutdruckabfall(Hypotonie)undKreislaufkollaps

nichtempfohlen.DieintravenöseInfusionsollte,fallsmöglich,bevorzugtwerden.

DiedirekteintravenöseInjektionistnurinNotfällen,undnachdemandere

Maßnahmenversagthaben,vorzunehmenunddieInjektiondarfnurunter

intensivmedizinischenBedingungenunduntereinemkontinuierlichenMonitoring

(EKG,Blutdruck)vorgenommenwerden.

AmiodaronEBEWEkannbeiSäuglingenundKindernimAlterbiszu3Jahren

toxischeundallergischeReaktionenhervorrufen.Amiodarondarfwegendes

GehaltsanBenzylalkoholnichtbeiNeugeborenen,insbesonderebeiunreifen

Frühgeborenen,angewendetwerden(siehe„WichtigeWarnhinweiseüber

bestimmteBestandteilevonAmiodaronEBEWE“).

ZurVermeidungvonchemischenReaktionendarfAmiodaronEBEWE

grundsätzlichnichtmitanderenMedikamentenzusammenindieInjektionslösung

gegebenoderindieselbeSpritzeaufgezogenwerden.

Herz:

DieEinstellungaufdasAntiarrhythmikumbeiventrikulären,d.h.die

HerzkammernbetreffendenHerzrhythmusstörungenbedarfdieEinstellungauf

AmiodaronEBEWEeinersorgfältigenkardiologischenÜberwachungunddarfnur

beiVorhandenseineinerkardiologischenNotfallausrüstungsowiederMöglichkeit

einerMonitorkontrolleerfolgen.

WährendderBehandlungsollteninregelmäßigenAbständen

Kontrolluntersuchungenvorgenommenwerden(z.B.inAbständenvoneinem

MonatmitStandard-EKGbzw.dreiMonatenmitLangzeit-EKGund

gegebenenfallsBelastungs-EKG).BeiVerschlechterungeinzelnerEKG-

Parameter(z.B.VerlängerungderQRS-Zeitbzw.QT-Zeitummehrals25%

oderderPQ-Zeitummehrals50%bzw.einerQT-Verlängerungaufmehrals

500ms)odereinerZunahmederAnzahloderdesSchweregradesder

HerzrhythmusstörungensollteeineTherapieüberprüfungerfolgen.

AlsFolgederpharmakologischenWirkungvonAmiodaronEBEWEzeigensich

imEKGfolgendeVeränderungen:QT-Verlängerung(inAbhängigkeitvonder

Repolarisationsverlängerung),möglicherweiseinVerbindungmitderEntwicklung

einerU-Welle,VerlängerungundDeformierungderT-Welle.

BeieinerübermäßigenQT-VerlängerungbestehteinerhöhtesRisikofürdas

AuftretenvonTorsadedepointes(SonderformdesHerzrasens).

ProarrhythmischeWirkungeninFormvonneuoderverstärktauftretenden

Herzrhythmusstörungen,dielebensbedrohlichseinkönnen,wurdenbeschrieben.

Esistbedeutsam,aberschwierig,zwischendermangelndenWirksamkeitdes

PräparatesundeinemproarrhythmischenEffektzuunterscheiden.

ProarrhythmischeEffekteunterAmiodarontretengenerellimZusammenhangmit

Arzneimittelwechselwirkungenund/oderElektrolytverschiebungenauf(siehe

„WechselwirkungenmitanderenArzneimitteln“und„Nebenwirkungen“).

Schilddrüse:

AufGrunddesRisikos,unterderBehandlungmitAmiodaronEBEWEeineÜber-

oderUnterfunktionderSchilddrüse(Hyper-oderHypothyreose)zuentwickeln,

solltenvorBehandlungsbeginnSchilddrüsenfunktionsuntersuchungen

durchgeführtwerden.

WährendderTherapieundbisetwaeinJahrnachAbsetzenderTherapiesollten

dieseUntersuchungeninregelmäßigenAbständenwiederholtunddiePatienten

aufklinischeAnzeicheneinerÜber-oderUnterfunktionderSchilddrüse

untersuchtwerden.

AmiodaronEBEWEhemmtdieUmwandlungdesSchilddrüsenhormonsThyroxin

)inTriiodthyronin(T

)undkannsozuerhöhtenT

-Wertensowiezu

vermindertenT

-Wertenbeiklinischunauffälligen(euthyreoten)Patientenführen.

DieseBefundkonstellationalleinsolltenichtzueinemTherapieabbruchführen.

DiefolgendenSymptomekönnenHinweiseaufeine

Schilddrüsenfunktionsstörungsein:

BeiUnterfunktionderSchilddrüse(Hypothyreose):

Gewichtszunahme,Abgeschlagenheit,eineüberdenunterAmiodaronEBEWE

zuerwartendenEffekthinausgehendeextremeVerlangsamungdesHerzschlags

(Bradykardie).

KlinischwirdeineUnterfunktionderSchilddrüsedurchdenNachweiseines

deutlicherhöhtenGehaltsdesultrasensitivenHormonsTSHsowieeines

vermindertenGehaltsdesHormonsT

4 bestätigt.NachAbsetzenderBehandlung

kommtesnormalerweiseinnerhalbvon1−3MonatenzurNormalisierungder

Schilddrüsenfunktion.

BeiNachweiseinerUnterfunktionderSchilddrüsesolltedieAmiodaron-Dosis−

sofernmöglich−reduziertwerdenund/odereineBehandlungmitLevothyroxin

begonnenwerden.InEinzelfällenkanneinAbsetzenvonAmiodaronEBEWE

erforderlichwerden.

BeiÜberfunktionderSchilddrüse(Hyperthyreose):

Gewichtsverlust,Herzrasen(Tachykardie),Muskelzittern(Tremor),Nervosität,

vermehrtesSchwitzenundWärmeintoleranz,WiederauftretenvonArrhythmien

oderAnginaPectoris,Herzinsuffizienz(Herzschwäche).

KlinischwirdeineÜberfunktionderSchilddrüsedurchdenNachweiseines

deutlichvermindertenGehaltsdesultrasensitivenHormonsTSHsowieerhöhter

WertederHormoneT

undT

bestätigt.

BeiNachweiseinerÜberfunktionderSchilddrüsesollteAmiodaronEBEWE

abgesetztsowieinschwerenFälleneineBehandlungmitThyreostatika,

Betarezeptorenblockernund/oderKortikosteroidenbegonnenwerden.

WegenseinesIodgehaltesverfälschtAmiodaronEBEWEklassische

Schilddrüsentests(Iodbindungstests).

Lunge:

UnterderBehandlungmitAmiodaronEBEWEbestehtdasRisiko,schwere

entzündlicheLungenerkrankungen(Hypersensitivitäts-Pneumonitis,alveoläre

oderinterstitiellePneumonitis)zuentwickeln.Dahersolltenvor

BehandlungsbeginneineRöntgenuntersuchungderLunge(Thorax)sowieein

Lungenfunktionstestdurchgeführtwerden.

ImweiterenBehandlungsverlaufsolltendieseUntersuchungeninAbständenvon

ca.3–6Monatenwiederholtwerden.

EbensosolltendieseUntersuchungenbeiAuftretenvonAtembeschwerden

(SymptommöglicherlungentoxischerWirkung)durchgeführtwerden.

BeiPatientenmitschwerenLungenerkrankungenistdieLungenfunktion

gegebenenfallshäufigerzukontrollieren,dadiesePatientenbeiAuftreten

lungentoxischerWirkungeneineschlechterePrognosehaben.

NichtproduktiverHustenundAtemnotsindhäufigersteAnzeichender

vorgenanntenLungenveränderungen.DesWeiterenkönnenGewichtsverlust,

FieberundSchwächegefühlauftreten.

BeifrühzeitigemAbsetzenvonAmiodaronEBEWEbildensichdieoben

beschriebenenLungenveränderungeninderRegelzurück.

BeiNachweiseinerHypersensitivitäts-PneumonitisistAmiodaronEBEWEsofort

abzusetzenundeineBehandlungmitKortikosteroidenzubeginnen.

BeiNachweiseineralveolären/interstitiellenPneumoniesollteeineBehandlung

mitKortikosteroidenerfolgenunddieDosisvermindertwerdenoder−falls

möglich−AmiodaronEBEWEabgesetztwerden.

Leber:

EineKontrollederLeberwerte(Transaminasen)anhandvonLeberfunktionstests

wirdempfohlen,sobalddieTherapiemitAmiodaronbegonnenwird.Imweiteren

TherapieverlaufsolltenregelmäßigeKontrollenderLeberwerteerfolgen.

AkuteLebererkrankungen(einschließlichschwererhepatozellulärerInsuffizienz

oderLeberversagen,inEinzelfällenmittödlichemAusgang)undchronische

LebererkrankungenkönnenunterderoralenundintravenösenDarreichungsform

vonAmiodaron,demWirkstoffderAmiodaronEBEWE,auftreten(beider

intravenösenVerabreichungbereitsinnerhalbderersten24Stunden).

DahersolltedieDosisderAmiodaronEBEWEreduziertoderAmiodaronEBEWE

abgesetztwerden,wenndieTransaminasenüberdas3fachederNorm

ansteigen.

DieAnzeicheneinerchronischenLebererkrankunginfolgeoralerEinnahmevon

Amiodaronkönnenminimalsein(GelbsuchtinfolgeeinerStauungdes

Gallenflusses[cholestatischerIkterus],VergrößerungderLeber[Hepatomegalie],

aufdasbiszu5fachederNormerhöhteLeberwerte).Die

LeberfunktionsstörungensindnachdemAbsetzenvonAmiodaronreversibel,

jedochsindFällemittödlichemAusgangbeschriebenworden.

Augen:

WährendderBehandlungmitAmiodaronEBEWEsindregelmäßige

augenärztlicheUntersuchungen,einschließlichFunduskopieund

UntersuchungenmittelsSpaltlampe,angezeigt(sieheauchunter„

Nebenwirkungen“).

BeimAuftreteneinerOptikusneuropathieund/odereinerOptikusneuritisistdas

AbsetzenvonAmiodaronEBEWEerforderlich,dadieGefahreinerProgression,

möglicherweisefortschreitendbiszurErblindung,besteht.

Haut

UnterderTherapiemitAmiodaronEBEWEsollteSonnenbestrahlungvermieden

werden;diesgiltauchfürUV-Licht-AnwendungenundSolarien.Wenndiesnicht

möglichseinsollte,sinddieunbedecktenHautpartien,besondersdasGesicht,

durcheineLichtschutzsalbemithohemLichtschutzfaktorzuschützen.Auchnach

AbsetzenvonAmiodaronEBEWEisteinLichtschutznochfüreinigeZeit

erforderlich.

NeuromuskuläreErkrankungen(siehe„Nebenwirkungen“):

AmiodaronkannperiphereNerven-und/oderMuskelschwächen(periphere

Neuropathienund/oderMyopathien)hervorrufen.Dieseverschwinden

gewöhnlicheinigeMonatenachAbsetzen,könneninEinzelfällenaberauchnicht

vollständigreversibelsein.

BeiAnwendungvonAmiodaronEBEWEmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auch

wennessichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

Arzneimittelwechselwirkungen:

DiegleichzeitigeAnwendungvonAmiodaronEBEWEmitdenfolgenden

Arzneimittelnwirdnichtempfohlen:Betarezeptorenblocker,Calciumkanalblocker

mitantiarrhythmischenEigenschaften(Verapamil,Diltiazem),Laxanzien,die

Hypokaliämienauslösenkönnen.

BeigleichzeitigerAnwendungvonAmiodaronundSimvastatin(Arzneimittelzur

SenkungerhöhterBlutfette)kannAmiodarondieBlutspiegelvonSimvastatin

erhöhenunddadurchkanndasRisikoeinerschädigendenWirkungaufdie

Muskulaturerhöhtwerden.EineDosisvon20mgSimvastatinproTagsolltenicht

überschrittenwerden.

Anästhesie:

VorchirurgischenEingriffensolltederAnästhesistüberdieAmiodaronEBEWE-

Therapieinformiertwerden.

DienachfolgendgenanntenArzneistoffebzw.Präparategruppendürfen

nichtgleichzeitigmitAmiodaronEBEWEangewendetwerden:

–MAO-Hemmer(GruppevonAntidepressiva).

–BestimmteMittel,dieHerzrhythmusstörungenverursachenkönnen:

BeigleichzeitigerAnwendungvonMittelnzurBehandlungvon

Herzrhythmusstörungen(Antiarrhythmika)derKlasseI(insbesondere

chinidinähnlicheSubstanzen)undanderenKlasse-III-Antiarrhythmika(z.B.

Sotalol)sowieanderendieQT-ZeitverlängerndenArzneimitteln(z.B.Vincamin,

einigeNeuroleptika[z.B.Sulpirid],Pentamidini.v.undErythromycini.v.)besteht

dieGefahreinerübermäßigenQT-Verlängerung,verbundenmiteinemerhöhten

RisikofürdasAuftretenvonKammerarrhythmieneinschließlichTorsadede

pointes(SonderformdesHerzrasens).

DiegleichzeitigeBehandlungmitAmiodaronEBEWEunddenfolgenden

Arzneimittelnwirdnichtempfohlen:

–BetarezeptorenblockerundCalciumkanalblocker:

BeigleichzeitigerAnwendungvonAmiodaronEBEWEundCalciumkanalblockern

vomVerapamil-undDiltiazem-TypoderBetarezeptorenblockernkanneszu

einerextremverlangsamtenHerzschlagfolge(exzessiveBradykardie),zu

höhergradigenatrioventrikulärenÜberleitungsstörungenundzueineradditiven

kardiodepressivenWirkungkommen.

–BestimmteAbführmittel(Laxanzien):

Abführmittel,dieeineVerminderungdesKaliumgehaltsdesBlutes

(Hypokaliämien)verursachenkönnen,erhöhendasRisiko,Torsadedepointes

(SonderformdesHerzrasens)auszulösen.InKombinationmitAmiodaron

EBEWEsolltendeshalbandereAbführmittelverwendetwerden.

–Mittel,diezuvermindertemKaliumgehaltdesBlutes(Hypokaliämie)führen

können:

BeigleichzeitigerGabevonAmiodaronEBEWEundkaliumausschwemmenden

Diuretika(Mittel,diedenHarnflussfördern,z.B.Hydrochlorothiazid,Furosemid),

einzunehmendenKortikosteroiden,Tetracosactidoderintravenösem

AmphotericinBbestehteinerhöhtesRisikofürdasAuftretenvon

Herzrhythmusstörungen(einschließlichTorsadedepointes).

UmHypokaliämienvorzubeugen,solltedasQT-IntervallimEKGbeobachtet

werden.ImFallevonTorsadedepointessollenkeineAntiarrhythmikagegeben

werden.

–Fluorochinolone:

BeiPatienten,diemitAmiodaronEBEWEbehandeltwerden,solltedie

VerabreichungvonFluorochinolonen(bestimmteAntibiotika)vermiedenwerden.

BeidergleichzeitigenBehandlungmitAmiodaronEBEWEundden

folgendenArzneimittelnistVorsichtgeboten:

–Mittel,diedieBlutgerinnunghemmen(oraleAntikoagulanzien):

AmiodaronEBEWEkannzueinerVerstärkungdesgerinnungshemmenden

EffektesvonVitamin-K-Antagonisten(Dicumarol,WarfarinundPhenprocoumon)

unddadurchbedingtzueinemerhöhtenBlutungsrisikoführen.

WährendundnachderBehandlungmitAmiodaronEBEWEsolltendaher

häufigereQuick-Wert-Kontrollen/KontrollenderBlutgerinnungszeit(INR)

durchgeführtundgegebenenfallsdieDosisderVitamin-K-Antagonisten

angepasstwerden.

–MittelzurBehandlungvonHerzrhythmusstörungen(Antiarrhythmika):

–Herzglykoside(Digitalis):

BeigleichzeitigerGabevonAmiodaronEBEWEundherzwirksamen

Glykosiden(MittelzurBehandlungvonHerzrhythmusstörungen)kanneszu

extremverlangsamterHerzschlagfolge(exzessiveBradykardie)kommen.Zu

GrundeliegenkönnenStörungenderErregungsbildungimHerzen

(Automatie)oderderErregungsleitung(atrioventrikuläreÜberleitung)auf

GrunddersichgegenseitigverstärkendenWirkungbeiderPräparate.

BeigleichzeitigerGabevonAmiodaronEBEWEundDigoxinkanneszueiner

ErhöhungdesDigoxin-Serumspiegels(aufGrundeinererniedrigtenDigoxin-

Ausscheidung)kommen.

WennSiegleichzeitigAmiodaronEBEWEanwendenundDigoxineinnehmen,

sollteIhrArztaufSymptomeeinerDigitalis-Überdosierungachtenund

vorsorglichdieDigoxin-Plasmaspiegelbestimmen.Fallsnotwendig,sollteeine

Dosisanpassungerfolgen.

–AndereAntiarrhythmika:

AmiodaronEBEWEkanndiePlasmaspiegelandererAntiarrhythmika(z.B.

Chinidin,Procainamid,Flecainid)erhöhen.

BeigleichzeitigerAnwendungmitAmiodaronEBEWEsolltedieFlecainid-

Dosisdeshalbangepasstwerden.

–BestimmteAntiepileptika:

AmiodaronEBEWEkannbeigleichzeitigerGabevonPhenytoin

(Antiepileptikum)denSerumspiegelvonPhenytoinerhöhenundSymptome

einerPhenytoin-Überdosierung(z.B.Sehstörungen,Muskelzittern[Tremor],

Schwindel)auslösen.Dahersollte,sobaldentsprechendeSymptome

auftreten,diePhenytoin-Dosisreduziertwerden.Gegebenenfallssolltendie

Phenytoin-Plasmaspiegelbestimmtwerden.

Arzneimittel,dieunterBeteiligungeinesbestimmtenEnzymsystems

(CytochromP4503A4)abgebautwerden:

DaAmiodarondasEnzymsystemCytochromP4503A4beeinflusst,kannes

beigleichzeitigerAnwendungvonArzneimitteln,dieüberdiesesEnzymsystem

abgebautwerden,zuWechselwirkungenkommen.

–Ciclosporin:MittelzurUnterdrückungdesImmunsystems,

(Immunsuppressiva):

AmiodaronEBEWEkanndieCiclosporin-Serumspiegel erhöhenunddie

AusscheidungvonCiclosporinumüber50%vermindern.Dahersolltebei

gleichzeitigerGabeeineDosisanpassungvonCiclosporinerfolgen.

–Fentanyl:

AmiodaronEBEWEkanndiepharmakologischenEffektevonFentanyl

(Narkosemedikament)verstärkenundsodasRisikotoxischerWirkungen

verstärken.

-Simvastatin(ArzneimittelzurSenkungerhöhterBlutfette):

BeigleichzeitigerAnwendungvonAmiodaronundSimvastatin

(Cholesterinsenker)inhöherenDosenistdasRisikoeinerErkrankungder

MuskulaturodereinesZerfallsderMuskelzellen(Myopathie/Rhabdomyolyse)

erhöht.DahersollteeineDosisvon20mgSimvastatinproTagnicht

überschrittenwerden.

–AndereArzneimittel:

Lidocain,Tacrolimus,Sildenafil,Midazolam,Triazolam,Dihydroergotamin,

ErgotaminundStatine.

–Allgemeinnarkose:

BeiPatientenunterBehandlungmitAmiodaronEBEWE,diesicheiner

Allgemeinnarkoseunterzogen,wurdenseltenFällevonatropinresistenter

Bradykardie(verlangsamterHerzschlagfolge),Blutdruckabfall,

ÜberleitungsstörungenundreduziertemHerzminutenvolumenbeobachtet.

VereinzelttretenschwererespiratorischeKomplikationen(Schocklunge,ARDS),

inEinzelfällenmittödlichemAusgang,zumeistdirektnachchirurgischen

Eingriffen,auf.

EswurdeeinemöglicheVerstärkungdestoxischenEffektesder

Sauerstoffkonzentrationvermutet.

VorchirurgischenEingriffensolltedaherderAnästhesistüberdieAmiodaron

EBEWE-Therapieinformiertwerden.

BeachtenSiebitte,dassdieseAngabenauchfürvorkurzemangewandte

Arzneimittelgeltenkönnen.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft:

EsliegenkeinehinreichendenDatenfürdieAnwendungvonAmiodaronbei

Schwangerenvor.AlshäufigsteKomplikationtretenWachstumsstörungen,

FrühgeburtenundFunktionsstörungenderSchilddrüsebeimNeugeborenenauf.

AmiodarondarfnichtinderSchwangerschaftangewendetwerden,esseidenn,

diesisteindeutigerforderlich.

FrauenmitKinderwunschsolltenwegenderlangenHalbwertszeitvon

AmiodaronhydrochloriddenBeginneinerSchwangerschaftfrühestenseinhalbes

JahrnachdemEndederTherapieplanen,umeineExpositiondesKindesinder

Frühschwangerschaftzuvermeiden.

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoder

ApothekerumRat.

Stillzeit:

IsteineBehandlungwährendderStillzeiterforderlich,oderist

AmiodaronhydrochloridwährendderSchwangerschafteingenommenworden,

solltenichtgestilltwerden,daderWirkstoffAmiodaronhydrochloridsowiesein

wirksamesAbbauproduktindieMuttermilchübergehtundbeigestilltenKindern

wirksameKonzentrationenerreichenkann.

Kinder:

DieSicherheitundWirksamkeitbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEbei

Kindernistnichtbelegt.DeshalbwirddieAnwendungbeiKindernnicht

empfohlen.

Benzylalkohol/Neugeborene:

BenzylalkoholkannbeiSäuglingenundKindernimAlterbiszu3Jahrentoxische

undanaphylaktischeReaktionenhervorrufen.AmiodaronEBEWEdarfwegen

desGehaltsanBenzylalkoholnichtbeiNeugeborenen,insbesonderebei

unreifenFrühgeborenen,angewendetwerden(sieheAbschnitt„Amiodaron

EBEWEdarfnichtangewendetwerden“und„WichtigeWarnhinweiseüber

bestimmteBestandteilevonAmiodaronEBEWE“)

ÄltereMenschen:

AmiodaronEBEWEbewirkteineVerlangsamungderHerzfrequenz

(Sinusbradykardie),diebeiälterenPatientenoderbeigestörter

Sinusknotenfunktionstärkerausgeprägtseinkann,oderinAusnahmefälleneinen

Sinusknotenstillstand.

BeiausgeprägterVerlangsamungderHerzfrequenz(Bradykardie)oderbeim

AuftreteneinesSinusknotenstillstandesmussdieTherapieabgebrochenwerden.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen:

DieBehandlungmitdiesemArzneimittelbedarfderregelmäßigenärztlichen

Kontrolle.

DiesesArzneimittelkannauchbeibestimmungsgemäßemGebrauchdas

Reaktionsvermögensoweitverändern,dassdieFähigkeitzuraktivenTeilnahme

amStraßenverkehr,zumBedienenvonMaschinenoderzumArbeitenohne

sicherenHaltbeeinträchtigtwird.

DiesgiltimverstärktenMaßebeiBehandlungsbeginn,Dosiserhöhungund

PräparatewechselsowieimZusammenwirkenmitAlkohol.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevon

AmiodaronEBEWE:

DerenthalteneBenzylalkoholkannbeiSäuglingenundKindernimAlterbiszu3

JahrentoxischeundallergischeReaktionenhervorrufen.AmiodaronEBEWEdarf

wegendesGehaltsanBenzylalkoholnichtbeiNeugeborenen,insbesonderebei

unreifenFrühgeborenen,angewendetwerden(siehe„AmiodaronEBEWEdarf

nichtangewendetwerden“).

3.WIEISTAMIODARONEBEWEANZUWENDEN?

WendenSieAmiodaronEBEWE

immergenaunachdenAnweisungendes

Arztesan.BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesich

nichtganzsichersind.

ArtderAnwendung

ZurintravenösenInfusionoderzurintravenösenInjektion.

ZurInfusiondarfnur5%igeGlukoselösungverwendetwerden.ZurVermeidung

vonVenenentzündungensollbeiderDauerinfusioneinZentralvenenkatheter

angelegtwerden.

Dosierung

DieDosierungsollteindividuell-vorallemnachdemBehandlungserfolg-

festgelegtwerden.EsgeltenfolgendeRichtdosen:

-DirekteintravenöseInjektion:

5mgAmiodaronhydrochlorid/kgKörpergewichtinmindestens3Minuten

injizieren.KeinezweiteInjektionfrüherals15MinutennachdererstenInjektion

geben,auchwennbeidererstenInjektionnichtdiemaximaleDosierung

gegebenwurde.

-EinmaligeInfusion:

ImAllgemeinen2Ampullen(300mgAmiodaronhydrochlorid)in250ml5%iger

Glukoselösunginnerhalb20minbis2Stundeninfundieren.

TherapeutischeWirkungensindinnerhalbwenigerMinutenzubeobachtenund

lassendannzunehmendnach.DeshalbsolltedieTherapiemiteiner

Dauerinfusionfortgeführtwerden.

-Dauerinfusion:

10-20mgAmiodaronhydrochlorid/kgKörpergewichtin250-500ml5%iger

Glukoselösungwährend24hinfundieren.

-DauerderAnwendung

AmiodaronEBEWEwirdnormalerweisenurzurTherapieeinleitung,nichtlänger

als1Woche,verabreicht.ZurDauerbehandlungstehenAmiodaronAWD

Tablettenzu200mgzurVerfügung.

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dassdie

WirkungvonAmiodaronEBEWEzustarkoderzuschwachist.

WenneinegrößereMengeAmiodaronEBEWEalsvorgesehenangewendet

wurde:

BeiVerdachtaufeineÜberdosierungmitAmiodaronEBEWEbenachrichtigen

SieumgehendIhrenArzt;erwirdentsprechenddenSymptomenüber

gegebenenfallserforderlicheMaßnahmenentscheiden.BeiVergiftungen

und/oderimFalleschwerwiegenderSymptomeistsofortigeärztlicheBehandlung

erforderlich.

ÜberakuteÜberdosierungenmitAmiodaronEBEWEistbisherwenigbekannt.

ImAllgemeinenistwegenderbesonderenPharmakokinetikeineÜberdosierung

erstimLaufederLangzeittherapiemöglich.

DieSymptomebeschränkensichgewöhnlichaufeineVerlangsamungder

Herzschlagfolgeunter60Schläge/minoderaufHerzjagen,dassichspontan

wiederzurückbildet(Sinusbradykardie,sinuaurikuläreundnodaleReizstörungen

sowiespontansistierendenKammertachykardien,Fällevon“Torsadedepointes“

(SonderformdesHerzrasens),KreislaufversagenundLeberschädenwurden

berichtet.DiedurchAmiodaronverursachteBradykardieistatropinresistent.

DeshalbistbeiBedarfeinetemporäreSchrittmacherkontrolleerforderlich.

BestehtderVerdachtaufeineÜberdosierung,solltederPatientaufgrundder

PharmakokinetikvonAmiodaronhydrochloridausreichendlangunterbesonderer

BerücksichtigungderkardialenSituationbeobachtetwerden.

WederAmiodaronhydrochloridnochseineMetabolitensinddialysierbar.

4.WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannAmiodaronEBEWENebenwirkungenhaben,dieaber

nichtbeijedemauftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzu

Grundegelegt:

Sehrhäufig:mehrals1von10Behandelten

Häufig: 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich1bis10Behandeltevon1.000

Selten: 1bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten:Wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt:Häufigkeitaufgrundlagederverfügbarendatennichtabschätzbar.

MöglicheNebenwirkungen:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems:

Sehrselten:

VerminderungderBlutplättchen,

BlutarmutaufGrundeinesgesteigertenZerfallsroterBlutkörperchenbzw.infolge

einerStörungderBlutbildung.

Herzerkrankungen:

Häufig:

VerlangsamteHerzschlagfolge(normalerweisenichtstarkausgeprägtund

dosisabhängig).

Gelegentlich:

Überleitungsstörungen(SA-Block:einHerzblockmitÜberleitungsstörungenvom

SinusknotenzumHerzvorhof;AV-Block:eineErregungsleitungsstörungzwischen

HerzvorhöfenundHerzkammern);inEinzelfällenwurdedasAuftreteneines

AusbleibensderHerztätigkeit(Asystolie)beobachtet(siehe„BesondereVorsicht

beiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEisterforderlich“).

ProarrhythmischeWirkungeninFormvonVeränderungenoderVerstärkungder

Herzrhythmusstörungen,diezustarkerBeeinträchtigungderHerztätigkeitmitder

möglichenFolgedesHerzstillstandesführenkönnen(siehe„BesondereVorsicht

beiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEisterforderlich“und

„WechselwirkungenmitanderenArzneimitteln“).

Sehrselten:

AusgeprägteVerlangsamungderHerzschlagfolgeoderSinusknotenstillstandvor

allembeiälterenPatientenoderbeigestörterSinusknotenfunktion(siehe

„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEist

erforderlich“).

EinzelfällevonTorsadedepointesundKammerflimmern/-flatternwurden

beschrieben.

(ZuVerlaufsuntersuchungen,diagnostischenundtherapeutischenMaßnahmen

siehe„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEist

erforderlich“.)

EndokrineErkrankungen:

Häufig:

Über-oderUnterfunktionderSchilddrüse.

SchwereÜberfunktionenderSchilddrüse,inEinzelfällenmittödlichemVerlauf,

wurdenbeschrieben.

(ZuVerlaufsuntersuchungen,diagnostischenundtherapeutischenMaßnahmen

siehe„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEist

erforderlich“.)

Sehrselten:

Syndrom,beidemeszueinerinadäquatenSekretiondesantidiuretischen

Hormons(SIADH)kommt.

Augenerkrankungen:

Sehrhäufig:

MikroablagerungenanderVorderflächederHornhautdesAuges,die

üblicherweiseaufdieRegionunterhalbderPupillebegrenztsindundzu

Sehstörungen(Schleiersehen,FarbhöfeumLichtquellen)führenkönnen.

SiebildensichinderRegel6−12MonatenachAbsetzenvonAmiodaronEBEWE

zurück.

Sehrselten:

ErkrankungderSehnervenmitVerschlechterungdesSehvermögens

(Optikusneuropathie,Optikusneuritis),diezupermanenterBlindheitführenkann

(siehe„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEist

erforderlich“).

Magen-Darm-Trakt:

Sehrhäufig:

Übelkeit,Erbrechen,Geschmacksveränderungen,zuBehandlungsbeginn

(währendEinnahmederSättigungsdosis),diebeiVerminderungderDosis

verschwinden.

Gelegentlich:

Bauchschmerzen,Völlegefühl,VerstopfungundAppetitlosigkeit.

Lunge:

Häufig:

InfolgederLungentoxizitätvonAmiodaronEBEWEkönnen

Lungenentzündungen(atypischePneumonienalsAusdruckeiner

Überempfindlichkeitsreaktion[Hypersensitivitäts-Pneumonitis],alveoläreoder

interstitiellePneumonien)oderVermehrungvonBindegewebe(Fibrosen),

Rippenfellentzündung(Pleuritis),EntzündungderBronchiolen(Bronchiolitis

obliteransmitPneumonie/BOOP)auftreten(siehe„BesondereVorsichtbeider

AnwendungvonAmiodaronEBEWEisterforderlich“).

EinzelfällemittödlichemVerlaufwurdenberichtet.

NichtproduktiverHustenundAtemnotsindhäufigersteAnzeichender

vorgenanntenLungenveränderungen.DesWeiterenkönnenGewichtsverlust,

FieberundSchwächegefühlauftreten.

Sehrselten:

Nachi.v.GabeBronchospasmenbiszumAtemstillstand(Apnoe)bei

atmungsinsuffizientenPatientenundbesondersbeiAsthmatikern.

ZumeistnachchirurgischenEingriffentrateneinigeFällevonSchocklunge

(ARDS)auf,dieinEinzelfällentödlichverliefen(möglicheWechselwirkungmit

hoherSauerstoffkonzentration,sieheAbschnitt„BeiAnwendungvonAmiodaron

EBEWEmitanderenArzneimitteln“.).

(ZuVerlaufsuntersuchungen,diagnostischenundtherapeutischenMaßnahmen

sieheAbschnitt„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWE

isterforderlich“.)

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes:

Sehrhäufig:

ErhöhteLichtempfindlichkeit(Photosensibilisierung)miterhöhter

Sonnenbrandneigung,diezuHautrötungundHautausschlagführenkann(siehe

Abschnitt„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEist

erforderlich“).

Häufig:

UnterlängererBehandlungkanneszueinerHyperpigmentierungmit

schwarzvioletterbisschiefergrauerHautverfärbungkommen,vorallemanden

Körperpartien,diedemSonnenlichtausgesetztsind.

DieVerfärbungbildetsichlangsaminnerhalbvon1–4JahrennachAbsetzendes

Präparateszurück.

Sehrselten:

HautrötungunterStrahlentherapie,Knotenrose(Erythemanodosum)undwenig

spezifischeHautausschläge,entzündlicheRötungundSchuppungderHaut

(exfoliativeDermatitis),vorübergehenderHaarausfall(zuvorbeugenden

MaßnahmensieheAbschnitt„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvon

AmiodaronEBEWEisterforderlich“).

LeberundGallenerkrankungen:

Sehrhäufig:

IsolierteErhöhungenderLeberwerte(Serumtransaminasen)zuBeginnder

Therapie,dieinderRegelnichtsehrausgeprägtsind(1,5-bis3fachedes

Normalwertes).DieWertenormalisierensichmeistbeiVerminderungderDosis

oderspontan.

Häufig:

AuftreteneinerakutenLeberentzündung(Hepatitis)mitstarkerhöhten

Serumtransaminasen,und/odereinescholestatischenIkterus,einschließlich

LeberversagenmitinEinzelfällentödlichemVerlauf.

Sehrselten:

ChronischeLeberkrankheiten(inEinzelfällenmittödlichemVerlauf),

Leberzirrhose.

(ZuVerlaufsuntersuchungen,diagnostischenundtherapeutischenMaßnahmen

siehe„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvonAmiodaronEBEWEist

erforderlich“.)

ErkrankungendesImmunsystems:

Sehrselten:

AnaphylaktoideReaktionen(schwereakuteÜberempfindlichkeitsreaktion)bis

zumSchocknachintravenöserGabe(sieheauch„Maßnahmenbei

Nebenwirkungen“).

ErkrankungendesNervensystems:

Häufig:

Muskelzittern(extrapyramidalerTremor),Albträume,Schlafstörungen.

Gelegentlich:

PeriphereNerven-und/oderMuskelschäden(peripheresensorische

Neuropathienund/oderMyopathien),diesichnachAbsetzendesArzneimittels

gewöhnlichzurückbilden(siehe„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvon

AmiodaronEBEWEisterforderlich“),Schwindel,Koordinationsstörungen,

Empfindungsstörungen(Parästhesien).

Sehrselten:

GutartigeSteigerungdesHirndrucks,gestörteBewegungsabläufe,

Kopfschmerzen.

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse:

Sehrselten:

Nebenhodenentzündung,Impotenz.

Gefäßerkrankungen:

Häufig:

ErhöhungdesBlutdrucks,gewöhnlichmäßigundflüchtig.Fällevonschwerer

Hypotension(Blutdrucksenkung)oderKollaps,infolgevonÜberdosierungoder

zuschnellerInjektion.

Selten:

Gefäßentzündung.

Sehrselten:

Hitzewallungen.

Skelettmuskulatur-Bindegewebs-undKnochenerkrankungen:

Häufig:

Muskelschwäche.

ErkrankungenderNierenundHarnwege:

Selten:

VorübergehendeingeschränkteNierenfunktion.

Laboruntersuchungen:

Sehrselten:

ErhöhterKreatiningehaltdesBlutes.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:

Häufig:

ReaktionenanderEinspritzstelle,wiez.B.Schmerzen,Hautrötung(Erythem),

Ödem,Nekrose,Extravasation,Infiltration,Entzündung,Verhärtung,

VenenentzündungmitGefäßverschluss(Thrombophlebitis),Venenentzündung

(Phlebitis),Cellulitis,Infektion,ÄnderungeninderPigmentierung.

SeltenkönnenÜberempfindlichkeitsreaktionendurchBenzylalkoholauftreten.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

MaßnahmenbeiNebenwirkungen:

SchwereakuteÜberempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Anaphylaxis):

DieBehandlungmitAmiodaronEBEWEmusssofortabgebrochenunddie

üblichenentsprechendenNotfallmaßnahmen(z.B.GabevonAntihistaminika,

Kortikosteroiden,SympathomimetikaundgegebenenfallsBeatmung)müssen

eingeleitetwerden.

5. WIEISTAMIODARONEBEWEAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren!

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderFaltschachtelunddenAmpullen

angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.

Aufbewahrungsbedingungen

Nichtüber25°Clagern.

NichtimKühlschranklagern.

DieAmpullenimUmkartonaufbewahrenumdenInhaltvorLichtzuschützen.

InEinzelfällenistdasAuftreteneinerAuskristallisationvonAmiodaronHCl

beobachtetworden.

DurchgelindesErwärmenaufhöchstens40°ClösensichdieKristallewieder

auf.

HinweisaufHaltbarkeitnachAnbruchderZubereitung

DiechemischeundphysikalischeStabilitätdergebrauchsfertigenZubereitung

wurdefür24Stundenbei2°Cbis8°Cnachgewiesen.Ausmikrobiologischer

SichtsolltediegebrauchsfertigeZubereitungsofortverwendetwerden.

WenndiegebrauchsfertigeZubereitungnichtsofortverwendetwird,istder

AnwenderfürdieDauerunddieBedingungenderAufbewahrung

verantwortlich.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.

FragenSieIhrenApothekerwiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSiees

nichtmehrbenötigen.DieseMaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

NachAnbruchRestverwerfen.

6.WEITEREINFORMATIONEN

WasAmiodaronEBEWEenthält:

DerWirkstoffist:Amiodaronhydrochlorid

1Ampullemit3mlInjektionslösungenthält:

150mgAmiodaronhydrochlorid.

DiesonstigenBestandteilesind:

Benzylalkohol,Polysorbat80,WasserfürInjektionszwecke.

Enthält60mgBenzylalkohol/3ml.

WieAmiodaronEBEWEaussiehtundInhaltderPackung:

AmiodaronEBEWEistinPackungenmit5Ampullen(N1)zu3mlerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller:

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller:

EBEWEPharmaGes.m.b.H.Nfg.KG

Mondseestrasse11

A-4866Unterach

Telefon:+43/7665/8123-0

Telefax:+43/7665/8123-129

E-Mail: office@ebewe.com

Mitvertreiber

AbakusPharmaTradingGmbH

AmWeidenbach6

82362Weilheim

Tel.:0881924890

Fax:08819248929

E-mail:info@abakus-pharma.de

DiesesArzneimittelistindenMitgliedsstaatendesEuropäischen

Wirtschaftsraumes(EWR)unterdenfolgendenBezeichnungenzugelassen:

Namedes

Mitgliedstaates Arzneimittelname

Österreich Sedacoron150mg–

KonzentratzurInfusionsbereitung

TschechischeRepublik Sedacoroninj.sol.150mg

Zypern Sedacoron150mgAmpoules

Deutschland AmiodaronEBEWE

AmiodaronAZU150mg,Injektionslösung

Hungary Sedacoron150mgkoncentrátum

infύziόhoz/concentrateforinfusion

Italien AmiodaroneFiale150mg

Litauen Sedacoron150mgAmpoules

Polen SEDACORON ®

Rumänien Sedacoron,concentratpentrusolutieperfuzabila,

150mg

Slowenien Sedacoron ® coninf

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimJuli2008.

Fachinformation

1.BezeichnungdesArzneimittels

AmiodaronEBEWE,150mg/3ml,Injektionslösung

2.QualitativeundquantitativeZusammensetzung

Wirkstoff:Amiodaronhydrochlorid

1Ampullemit3mlInjektionslösungenthält150mgAmiodaronhydrochlorid.

Enthält60mgBenzylalkohol/3ml.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3.Darreichungsform

Injektionslösung

4.KlinischeAngaben

4.1.Anwendungsgebiete

Symptomatischeundbehandlungsbedürftigetachykardesupraventrikuläre

Herzrhythmusstörungenwiez.B.

-AV-junktionaleTachykardien,

-supraventrikuläreTachykardienbeiWPW-Syndromoder

-paroxysmalesVorhofflimmern.

SchwerwiegendsymptomatischetachykardeventrikuläreHerzrhythmusstörungen.

DieseIndikationengeltenfürPatienten,dieaufdieBehandlungmitanderen

AntiarrhythmikanichtansprechenoderbeidenenandereAntiarrhythmikanicht

angezeigtsind.

DieInjektionslösungdarfnurzurTherapieeinleitungeingesetztwerden.

4.2.Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

DosierungmitEinzel-undTagesgaben

DieEinstellungaufdasAntiarrhythmikumbeiventrikulärenHerzrhythmusstörungen

bedarfeinersorgfältigenkardiologischenÜberwachungunddarfnurbeiVorhandensein

einerkardiologischenNotfallausrüstungsowiederMöglichkeiteinerMonitorkontrolle

erfolgen.WährendderBehandlungsollteninregelmäßigenAbständen

Kontrolluntersuchungenvorgenommenwerden(z.B.inAbständenvoneinemMonat

mitStandard-EKGbzw.dreiMonatenmitLangzeit-EKGundgegebenenfalls

Belastungs-EKG).BeiVerschlechterungeinzelnerParameter,z.B.Verlängerungder

QRS-Zeitbzw.QT-Zeitummehrals25%oderderPQ-Zeitummehrals50%bzw.

einerQT-Verlängerungaufmehrals500msodereinerZunahmederAnzahloderdes

SchweregradesderHerzrhythmusstörungen,sollteeineTherapieüberprüfungerfolgen.

-DirekteintravenöseInjektion:

5mgAmiodaronhydrochlorid/kgKörpergewichtinmindestens3Minuteninjizieren.

KeinezweiteInjektionfrüherals15MinutennachdererstenInjektiongeben,auch

wennbeidererstenInjektionnichtdiemaximaleDosisgegebenwurde.

-EinmaligeInfusion:

ImAllgemeinen2Ampullen(300mgAmiodaronhydrochlorid)in250ml5%iger

Glukoselösunginnerhalb20Minutenbis2Stundeninfundieren.

TherapeutischeWirkungensindinnerhalbwenigerMinutenzubeobachtenundlassen

dannzunehmendnach.DeshalbsolltedieTherapiemiteinerDauerinfusionfortgeführt

werden.

-Dauerinfusion:

10-20mgAmiodaronhydrochlorid/kgKörpergewichtin250-500ml5%iger

Glukoselösungwährend24Stundeninfundieren.

ArtundDauerderAnwendung

ZurInfusiondarfnur5%igeGlukoselösungverwendetwerden.(sieheAbschnitte6.2

und6.6).ZurVermeidungvonVenenentzündungensollbeiderDauerinfusionein

Zentralvenenkatheterangelegtwerden.

AmiodaronhydrochloridwirdnormalerweisenurzurTherapieeinleitung,nichtlängerals

eineWoche,verabreicht.

ZurDauerbehandlungstehenAmiodaronTabletten(Sedacoron)zu200mgzur

Verfügung.

4.3.Gegenanzeigen

AmiodaronEBEWEdarfnichtangewendetwerdenbei:

−Sinusbradykardie(wenigerals55PulsschlägeproMinute),

−allenFormeneinerLeitungsverzögerung(sinuaurikuläreundnodale

Leitungsverzögerung)einschließlichSyndromdeskrankenSinusknotens,AV-Block

II.undIII.Gradessowiebi-undtrifaszikuläreBlöcke,sofernkeinHerzschrittmacher

eingesetztist,

−Schilddrüsenerkrankungen,

−vorbestehenderQT-Verlängerung,

−Hypokaliämie,

−Jodallergienund/oderÜberempfindlichkeitgegenAmiodaronhydrochloridodereiner

dersonstigenBestandteilevonAmiodaronEBEWE,

−gleichzeitigerBehandlungmitMAO-Hemmern,

−gleichzeitigerBehandlungmitArzneimitteln,die“Torsadedepointes“auslösen

können(sieheAbschnitt4.5.),

−beiFrauenimgebärfähigenAlter,wennkeinesichereKontrazeptionbesteht,

−währendderStillzeit(sieheauchunternachfolgendemHinweis),

−Kreislaufkollaps,

−Hypotonie,

−schwererAteminsuffizienz,

−Kardiomyopathie,

−Herzinsuffizienz,

-Neugeborenen(sieheAbschnitt4.4.).

AmiodaronEBEWEdarfwegendesGehaltesanBenzylalkoholnichtbei

FrühgeborenenoderNeugeborenenangewendetwerden.

4.4.BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Warnhinweise

Herz/Kreislauf(sieheAbschnitt4.8):

EKG-Veränderungen,diealsQT-Verlängerung(inAbhängigkeitvonder

Repolarisationsverlängerung),möglicherweiseinVerbindungmitderEntwicklungeiner

U-WellesowieeinerVerlängerungundDeformierungderT-Welle,imponieren,sind

AusdruckderpharmakologischenAktivitätvonAmiodaronAZU150mgInjektionslösung.

BeieinerübermäßigenQT-VerlängerungbestehteinerhöhtesRisikofürdasAuftreten

vonTorsadedepointes.

AlsFolgederpharmakologischenWirkungvonAmiodaronEBEWEkanneine

Sinusbradykardie,diebeiälterenPatientenoderbeigestörterSinusknotenfunktion

stärkerausgeprägtseinkann,oderinAusnahmefälleneinSinusknotenstillstand

auftreten.

BeimAuftreteneinerausgeprägtenBradykardieodereinesSinusknotenstillstandes

mussdieTherapieabgebrochenwerden.

ProarrhythmischeWirkungeninFormvonneuoderverstärktauftretenden

Herzrhythmusstörungen,dielebensbedrohlichseinkönnen,wurdenbeschrieben.

Esistbedeutsam,aberschwierig,zwischendermangelndenWirksamkeitdes

PräparatesundeinemproarrhythmischenEffektzuunterscheiden.Proarrhythmische

EffekteunterAmiodarontretengenerellimZusammenhangmit

Arzneimittelwechselwirkungenund/oderElektrolytverschiebungenauf(sieheAbschnitt

4.5und4.8).

Hyperthyreose(sieheAbschnitte„Vorsichtsmaßnahmen“und4.8):

WährendderTherapieodereinigeMonatenachAbsetzenderAmiodaron-Therapie

kanneineHyperthyreoseauftreten.Diefolgenden,normalerweiseleichtenSymptome

solltendurchdenArztbeachtetwerden:

Gewichtsverlust,Tachykardie,Tremor,Nervosität,vermehrtesSchwitzenund

Wärmeintoleranz,WiederauftretenvonArrhythmienoderAnginaPectoris,

Herzinsuffizienz.

DieklinischeDiagnoseeinerHyperthyreosewirddurchNachweiseinesdeutlich

vermindertenultrasensitivenTSHsowieerhöhterT

-undT

-Wertebestätigt.

BeiNachweiseinerHyperthyreosesollteAmiodaronEBEWEabgesetztwerden.Eine

BesserungerfolgtinnerhalbeinigerMonatenachAbsetzenderBehandlungundwird

voneinerNormalisierungderSchilddrüsenfunktionstestsbegleitet.

InschwerenFällen(einigetödlichverlaufend)musseineindividuelleNotfall-behandlung

mitThyreostatika,Betarezeptorenblockernund/oderKortikosteroidenbegonnen

werden.

Lunge(sieheAbschnitt4.8):

UnterderBehandlungmitAmiodaronEBEWEbestehtdasRisiko,schwere

entzündlicheLungenerkrankungen(Hypersensitivitäts-Pneumonitis,alveoläreoder

interstitiellePneumonitis)zuentwickeln.NichtproduktiverHustenundAtemnotsind

häufigAnzeichendervorgenanntenLungenveränderungen.DesWeiterenkönnen

Gewichtsverlust,Fieber,Schwächegefühlauftreten.

DahersolltenvorBehandlungsbeginneineThorax-Röntgenuntersuchungsowieein

Lungenfunktionstestdurchgeführtwerden.

ImweiterenBehandlungsverlaufsolltendieseUntersuchungeninAbständenvonca.3–

6Monatenwiederholtwerden.

EbensosolltendieseUntersuchungenbeiAuftretenvonAtembeschwerden(Symptom

möglicherlungentoxischerWirkung)durchgeführtwerden.

BeiPatientenmitschwerenLungenerkrankungenistdieLungenfunktiongegebenenfalls

häufigerzukontrollieren,dadiesePatientenbeiAuftretenlungentoxischerWirkungen

eineschlechterePrognosehaben.

BeiNachweiseinerHypersensitivitäts-PneumonitisistAmiodaronEBEWEsofort

abzusetzenundeineBehandlungmitKortikosteroidenzubeginnen.

BeiNachweiseineralveolären/interstitiellenPneumoniesollteeineBehandlungmit

KortikosteroidenerfolgenunddieDosisreduziertwerdenoder-fallsmöglich–

AmiodaronEBEWEabgesetztwerden.

BeifrühzeitigemAbsetzenvonAmiodaronEBEWEbildetsicheineinterstitielle

PneumonieinderRegelzurück.

Leber(sieheAbschnitt4.8):

EineKontrollederLeberwerte(Transaminasen)anhandvonLeberfunktionstestswird

empfohlen,sobalddieTherapiemitAmiodaronbegonnenwird.Imweiteren

TherapieverlaufsolltenregelmäßigeKontrollenderLeberwerteerfolgen.

AkuteLebererkrankungen(einschließlichschwererhepatozellulärerInsuffizienzoder

Leberversagen,inEinzelfällenmittödlichemAusgang)undchronische

LebererkrankungenkönnenunterderoralenundintravenösenDarreichungsformvon

Amiodaronauftreten(beiderintravenösenVerabreichungbereitsinnerhalbderersten

24Stunden).

DahersolltedieAmiodaron-DosisreduziertoderAmiodaronabgesetztwerden,wenn

dieTransaminasenüberdasdreifachederNormansteigen.

DieklinischenundlaborchemischenZeicheneinerchronischenLebererkrankung

infolgeoralerAmiodarontherapiekönnenminimalsein(cholestatischerIkterus,

Hepatomegalie,aufdasbiszufünffachederNormerhöhteTransaminasenwerte).Die

LeberfunktionsstörungensindnachdemAbsetzenvonAmiodaronreversibel,jedoch

sindFällemittödlichemAusgangbeschriebenworden.

NeuromuskuläreErkrankungen(sieheAbschnitt4.8):

AmiodaronkannperiphereNeuropathienund/oderMyopathienhervorrufen.Diese

verschwindengewöhnlicheinigeMonatenachAbsetzen,könneninEinzelfällenaber

auchnichtvollständigreversibelsein.

Augen:

WährendderBehandlungmitAmiodaronEBEWEsindregelmäßigeaugenärztliche

Untersuchungen,einschließlichFunduskopieundUntersuchungenmittelsSpaltlampe,

angezeigt(sieheAbschnitt4.8).

BeimAuftreteneinerOptikusneuropathieund/odereinerOptikusneuritisistdas

AbsetzenvonAmiodaronEBEWEerforderlich,dadieGefahreinerProgression,

möglicherweisefortschreitendbiszurErblindung,besteht.

Arzneimittelwechselwirkungen(sieheAbschnitt4.5):

DiegleichzeitigeAnwendungvonAmiodaronEBEWEmitdenfolgendenArzneimitteln

wirdnichtempfohlen:Betarezeptorenblocker,Calciumkanalblockermit

antiarrhythmischerWirkung(Verapamil,Diltiazem),Laxanzien,dieHypokaliämien

auslösenkönnen.

AmiodaronisteinInhibitordesCytochromsP4503A4.BeigleichzeitigerGabevon

Simvastatin,welchesüberCytochromP4503A4metabolisiertwird,kannAmiodarondie

BlutspiegelvonSimvastatinerhöhenunddadurchkanndasRisikomuskulärerToxizität

erhöhtwerden(sieheauchAbschnitt4.5).EineDosisvon20mgSimvastatinproTag

solltenichtüberschrittenwerden.

IntravenöseInjektion(sieheAbschnitt4.3):

AufGrundmöglicherhämodynamischerKomplikationen(schwereHypotonie,

Kreislaufkollaps)wirddieintravenöseInjektionimAllgemeinennichtempfohlen.Die

intravenöseInfusionsollte,fallsmöglich,bevorzugtwerden.

DiedirekteintravenöseInjektionsolltenurinNotfällenundnachdemandere

Maßnahmenversagthaben,vorgenommenwerden.

DieInjektiondarfnurunterintensivmedizinischenBedingungenunduntereinem

kontinuierlichenMonitoring(EKG,Blutdruck)vorgenommenwerden.

ZurDosierungsieheAbschnitt„Dosierung“,zurHandhabungderInjektionslösungsiehe

Abschnitte6.2und6.6.

Benzylalkohol/Neugeborene:

BenzylalkoholkannbeiSäuglingenundKindernimAlterbiszu3Jahrentoxischeund

anaphylaktoideReaktionenhervorrufen.AmiodaronEBEWEdarfwegendesGehaltsan

BenzylalkoholnichtbeiNeugeborenen,insbesonderebeiunreifenFrühgeborenen,

angewendetwerden(sieheAbschnitt4.3).

Vorsichtsmaßnahmen

VoruntersuchungenundÜberwachungderPatienten(sieheauchAbschnitt

„Warnhinweise“undAbschnitt4.8).

Eswirdempfohlen,vorBehandlungsbeginneineBestimmungderkardiologischen

Funktionen(EKG),desKalium-Serumwertes,derLeberwerte,derSchilddrüsenwerte

undderLungenfunktionsowieeineThorax-Röntgenuntersuchungdurchzuführen(siehe

Abschnitt„Warnhinweise“).

WährendderBehandlungsollteninregelmäßigenAbständendieLeberwerteüberprüft

werden.

KardiologischeKontrolluntersuchungensolltenwährendderBehandlungin

regelmäßigenAbständenvorgenommenwerden(z.B.inAbständenvoneinemMonat

mitStandard-EKGbzw.dreiMonatenmitLangzeit-EKGundgegebenenfalls

Belastungs-EKG).BeiVerschlechterungeinzelnerParameter,z.B.Verlängerungder

QRS-Zeitbzw.QT-Zeitummehrals25%oderderPQ-Zeitummehrals50%bzw.

einerQT-Verlängerungaufmehrals500msodereinerZunahmederAnzahloderdes

SchweregradesderHerzrhythmusstörungen,sollteeineTherapieüberprüfungerfolgen.

(ZuVor-undVerlaufsuntersuchungenderLungesiehe„Warnhinweise“unterAbschnitt

4.4.)

Schilddrüse(sieheAbschnitt„Warnhinweise“undAbschnitt4.8):

AufGrunddesRisikosunterderBehandlungmitAmiodaronEBEWEeine

Schilddrüsenfunktionsstörung(Hyper-oderHypothyreose)zuentwickeln,solltenvor

BehandlungsbeginnSchilddrüsenfunktionsuntersuchungendurchgeführtwerden.

WährendderTherapieundbisetwaeinJahrnachAbsetzenderTherapiesolltendiese

UntersuchungeninregelmäßigenAbständenwiederholtunddiePatientenaufklinische

AnzeicheneinerHyper-oderHypothyreoseuntersuchtwerden.

AmiodaronEBEWEhemmtdieUmwandlungvonThyroxin(T

)inTriiodthyronin(T

)und

kannzuerhöhtenT

-WertensowiezuvermindertenT

-Wertenbeiklinischunauffälligen

(euthyreoten)Patientenführen.DieseBefundkonstellationalleinsolltenichtzueinem

Therapieabbruchführen.

DiefolgendenSymptomekönnenHinweiseaufeineHypothyreosesein:

Gewichtszunahme,Kälteempfindlichkeit,Abgeschlagenheit,eineüberdenunter

AmiodaronEBEWEzuerwartendenEffekthinausgehendeextremeBradykardie.

DieklinischeDiagnoseeinerHypothyreosewirddurchNachweiseinesdeutlich

erhöhtenultrasensitivenTSHsowieeinesvermindertenT

4 bestätigt.NachAbsetzender

Behandlungkommtesnormalerweiseinnerhalbvon1–3MonatenzurEuthyreose.

BeiNachweiseinerHypothyreosesolltedieAmiodaron-Dosis-sofernmöglich-

reduziertwerdenund/odereineSubstitutionmitLevothyroxinbegonnenwerden.In

EinzelfällenkanneinAbsetzenvonAmiodaronEBEWEerforderlichwerden.

WegenseinesIodgehaltesverfälschtAmiodaronEBEWEklassischeSchilddrüsentests

(Iodbindungstests).

Haut:

UnterderTherapiemitAmiodaronEBEWEsollteSonnenbestrahlungvermieden

werden;diesgiltauchfürUV-Licht-AnwendungenundSolarien.Wenndiesnicht

möglichseinsollte,sinddieunbedecktenHautpartien,besondersdasGesicht,durch

eineLichtschutzsalbemithohemLichtschutzfaktorzuschützen.AuchnachAbsetzen

vonAmiodaronEBEWEisteinLichtschutznochfüreinigeZeiterforderlich.

AnwendungbeiKindern:

DieWirksamkeitundSicherheiteinerAnwendungvonAmiodaronbeiKindernistnicht

belegt.DeshalbwirddieAnwendungbeiKindernnichtempfohlen.

Anästhesie(sieheAbschnitte4.5und4.8):

VorchirurgischenEingriffensolltederAnästhesistüberdieAmiodaronEBEWE-

Therapieinformiertwerden.

DieintravenöseGabevonAmiodaronsollteunterkardiologischerÜberwachung(EKG,

Blutdruck)undMonitorkontrolleerfolgen.

ZurVermeidungvonVenenentzündungensollteAmiodaronnachMöglichkeitüber

einenZentralvenenkatheterverabreichtwerden.

4.5.WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

DiegleichzeitigeBehandlungmitArzneimitteln,dieTorsadedepointesauslösen

können,istkontraindiziert(sieheAbschnitt4.3):

–MAO-Hemmer,

–AntiarrhythmikaderKlassenIundIIIundnichtantiarrhythmischeSubstanzen:

BeigleichzeitigerAnwendungvonAntiarrhythmikaderKlasseI(insbesondere

chinidinähnlicheSubstanzen)undanderenKlasse-III-Antiarrhythmika(z.B.Sotalol)

sowieanderendieQT-ZeitverlängerndenArzneimitteln(z.B.Vincamin,einige

Neuroleptika[z.B.Sulpirid],Pentamidini.v.undErythromycini.v.)bestehtdieGefahr

einerübermäßigenQT-Verlängerung,verbundenmiteinemerhöhtenRisikofürdas

AuftretenvonKammerarrhythmieneinschließlichTorsadedepointes.

DiegleichzeitigeBehandlungmitdenfolgendenArzneimittelnwirdnicht

empfohlen:

BetarezeptorenblockerundCalciumkanalblocker:

BeigleichzeitigerAnwendungvonAmiodaronEBEWEundCalciumkanalblockernvom

Verapamil-undDiltiazem-TypoderBetarezeptorenblockernkanneszueiner

exzessivenBradykardie,zuhöhergradigenatrioventrikulärenÜberleitungsstörungen

undzueineradditivenkardiodepressivenWirkungkommen.

Laxanzien,dieHypokaliämienauslösenkönnen:

Laxanzien,dieHypokaliämienverursachenkönnen,erhöhendasRisiko,Torsadede

pointesauszulösen.InKombinationmitAmiodaronEBEWEsolltendeshalbandere

Laxanzienverwendetwerden.

Arzneimittel,dieHypokaliämienauslösenkönnen:

BeigleichzeitigerGabekaliumausschwemmenderDiuretika(z.B.Hydrochlorothiazid,

Furosemid),systemischerKortikosteroide,TetracosactidoderAmphotericinBi.v.und

AmiodaronEBEWEbestehteinerhöhtesRisikofürdasAuftretenhypokaliämisch

induzierterHerzrhythmusstörungen(einschließlichTorsadedepointes).Um

Hypokaliämienvorzubeugen,solltedasQT-Intervallbeobachtetwerden.ImFallevon

TorsadedepointessollenkeineAntiarrhythmikagegebenwerden.

Fluorochinolone:

BeiPatienten,diemitAmiodaronbehandeltwerden,solltedieVerabreichungvon

Fluorochinolonenvermiedenwerden.

BeidergleichzeitigenBehandlungmitdenfolgendenArzneimittelnistVorsicht

geboten:

OraleAntikoagulanzien:

AmiodaronEBEWEkannzueinerVerstärkungdesgerinnungshemmendenEffektes

vonVitamin-K-Antagonisten(Dicumarol,WarfarinundPhenprocoumon)unddadurch

bedingtzueinemerhöhtenBlutungsrisikoführen.DieVerstärkungder

gerinnungshemmendenWirkungvonWarfarinberuhtaufeinerHemmungvon

CytochromP4502C9durchAmiodaron.

WährendundnachderBehandlungmitAmiodaronEBEWEsolltendaherhäufigere

INR-KontrollendurchgeführtundgegebenenfallsdieDosisderVitamin-K-Antagonisten

angepasstwerden.

Digitalis:

BeigleichzeitigerGabevonAmiodaronEBEWEundherzwirksamenGlykosidenkann

eszuStörungenderAutomatie(exzessiveBradykardie)undderatrioventrikulären

ÜberleitungaufGrunddersynergistischenWirkungbeiderPräparatekommen.

BeigleichzeitigerGabevonAmiodaronEBEWEundDigoxinkanneszueinerErhöhung

desDigoxin-Serumspiegels(aufGrundeinererniedrigtenDigoxin-Clearance)kommen.

DahersolltebeidiesenPatientenaufSymptomeeinerDigitalis-Überdosierunggeachtet

werdenundvorsorglichsolltenderDigoxin-Plasmaspiegelbestimmtwerden.Falls

notwendig,sollteeineDosisanpassungerfolgen.

Antiarrhythmika:

AmiodaronEBEWEkanndiePlasmaspiegelandererAntiarrhythmika(z.B.Chinidin,

Procainamid,Flecainid)erhöhen.

DiePlasmakonzentrationvonFlecainidwirdvonAmiodaronEBEWEdurchHemmung

vonCytochromP4502D6erhöht.BeigleichzeitigerAnwendungmitAmiodaronEBEWE

solltedieFlecainid-Dosisdeshalbangepasstwerden.

Phenytoin:

AmiodaronEBEWEkanndurchHemmungvonCytochromP4502C9beigleichzeitiger

GabevonPhenytoindenSerumspiegelvonPhenytoinerhöhenundSymptomeeiner

Phenytoin-Überdosierung(z.B.Sehstörungen,Tremor,Schwindel)auslösen.Daher

sollte,sobaldentsprechendeSymptomeauftreten,diePhenytoin-Dosisreduziert

werden.GegebenenfallssolltendiePhenytoin-Plasmaspiegelbestimmtwerden.

DurchCytochromP4503A4metabolisierteArzneimittel:

DiegleichzeitigeAnwendungvonArzneimitteln,diedurchCytochromP4503A4

metabolisiertwerden,undAmiodaron,einemHemmstoffdesCytochromsP4503A4,

kannzuhöherenPlasmaspiegelkonzentrationenunddamitverbundenzueiner

erhöhtenToxizitätdieserArzneimittelführen.

–Ciclosporin:AmiodaronEBEWEkanndieCiclosporin-Serumspiegelerhöhenunddie

ClearancevonCiclosporinumüber50%vermindern.Dahersolltebeigleichzeitiger

GabeeineDosisanpassungvonCiclosporinerfolgen.

–Fentanyl:AmiodaronEBEWEkanndiepharmakologischenEffektevonFentanyl

verstärkenundsodasRisikotoxischerWirkungenverstärken.

–Simvastatin:BeigleichzeitigerAnwendungvonAmiodaronundSimvastatininhöheren

DosenistdasRisikoeinerMyopathie/Rhabdomyolyseerhöht.DahersollteeineDosis

von20mgSimvastatinproTagnichtüberschrittenwerden.

–AnderevonCytochromP4503A4metabolisierteArzneimittel:Lidocain,Tacrolimus,

Sildenafil,Midazolam,Triazolam,Dihydroergotamin,ErgotaminundStatine.

Allgemeinnarkose:

BeiPatientenunterBehandlungmitAmiodaronEBEWE,diesicheiner

Allgemeinnarkoseunterzogen,wurdenseltenFällevonatropinresistenterBradykardie,

Blutdruckabfall,ÜberleitungsstörungenundreduziertemHerzminutenvolumen

beobachtet.

VereinzelttretenschwererespiratorischeKomplikationen(Schocklunge,ARDS),in

EinzelfällenmittödlichemAusgang,zumeistdirektnachchirurgischenEingriffen,auf.

EswurdeeinemöglicheVerstärkungdestoxischenEffektesderSauerstoff-

konzentrationvermutet.

4.6.SchwangerschaftundStillzeit:

Schwangerschaft:

EsliegenkeinehinreichendenDatenfürdieAnwendungvonAmiodaronbei

Schwangerenvor.AmiodaronhydrochloridundN-Demethyl-amiodaronpassierendie

PlazentaunderreichenimKind10-25%dermaternalenPlasmakonzentration.Als

häufigsteKomplikationentretenWachstumsstörungen,Frühgeburtenund

FunktionsstörungenderSchilddrüsebeimNeugeborenenauf.Hypothyreodismus,

BradykardieundverlängerteQT-Intervallewurdenbeietwa10%derNeugeborenen

festgestellt.VereinzeltwurdeneineVergrößerungderSchilddrüseoderHerzgeräusche

gefunden.DieFehlbildungsratescheintnichterhöhtzusein;essolltejedochdie

MöglichkeitvonHerzdefektenberücksichtigtwerden.

AmiodarondarfnichtwährendderSchwangerschaftangewendetwerden,esseidenn,

diesisteindeutigerforderlich.FrauenmitKinderwunschsolltenwegenderlangen

HalbwertszeitvonAmiodaronhydrochloriddenBeginneinerSchwangerschaft

frühestenseinhalbesJahrnachdemEndederTherapieplanen,umeineExposition

desKindesinderFrühschwangerschaftzuvermeiden.

Stillzeit:

EinÜbergangindieMuttermilchistfürdenWirkstoffundfürdenaktivenMetaboliten

nachgewiesen.BeigestilltenKindernwerdenmeßbarePlasmaspiegelerreicht.Isteine

BehandlungwährendderStillzeiterforderlich,oderistAmiodaronhydrochloridwährend

derSchwangerschafteingenommenworden,solltenichtgestilltwerden.

4.7.AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

DieBehandlungmitdiesemArzneimittelbedarfderregelmäßigenärztlichenKontrolle.

DiesesArzneimittelkannauchbeibestimmungsgemäßemGebrauchdas

Reaktionsvermögensoweitverändern,dassdieFähigkeitzuraktivenTeilnahmeam

Straßenverkehr,zumBedienenvonMaschinenoderzumArbeitenohnesicherenHalt

beeinträchtigtwird.

DiesgiltinverstärktemMaßebeiBehandlungsbeginn,Dosiserhöhungund

PräparatewechselsowieimZusammenwirkenmitAlkohol.

4.8.Nebenwirkungen

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzu

Grundegelegt:

Sehrhäufig(≥1/10);häufig(≥1/100bis<1/10);gelegentlich(≥1/1.000bis<1/100);

selten(≥1/10.000bis<1/1.000);sehrselten(<1/10.000)Nichtbekannt(Häufigkeitauf

GrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar.

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems:

Sehrselten:

Thrombozytopenie,hämolytischeoderaplastischeAnämie.

Herzerkrankungen:

Häufig:

Bradykardie(normalerweisemoderatunddosisabhängig).

Gelegentlich:

Überleitungsstörungen(SA-Block,AV-Block);inEinzelfällenwurdedasAuftreteneiner

Asystoliebeobachtet(sieheAbschnitt4.4).

ProarrhythmischeWirkungeninFormvonVeränderungenoderVerstärkungder

Herzrhythmusstörungen,diezustarkerBeeinträchtigungderHerztätigkeitmitder

möglichenFolgedesHerzstillstandesführenkönnen(sieheAbschnitte4.4und4.5).

Sehrselten:

AusgeprägteBradykardieoderSinusknotenstillstandvorallembeiälterenPatienten

oderbeigestörterSinusknotenfunktion(sieheAbschnitt4.4).

EinzelfällevonTorsadedepointesundKammerflimmern/-flatternwurdenbeschrieben.

(ZuVerlaufsuntersuchungen,diagnostischenundtherapeutischenMaßnahmensiehe

Abschnitt4.4.)

EndokrineErkrankungen:

Häufig:

Hyper-oderHypothyreose.

SchwereHyperthyreosen,inEinzelfällenmittödlichemVerlauf,wurdenbeschrieben.

(ZuVerlaufsuntersuchungen,diagnostischenundtherapeutischenMaßnahmensiehe

Abschnitt4.4.)

Sehrselten:

SyndromderinadäquatenSekretiondesantidiuretischenHormons(SIADH).

Augenerkrankungen:

Sehrhäufig:

MikroablagerungenanderVorderflächederHornhautdesAuges(könnenauchals

Corneaverticillatabezeichnetwerden),dieüblicherweiseaufdieRegionunterhalbder

PupillebegrenztsindundzuSehstörungen(Schleiersehen,FarbhöfeumLichtquellen)

führenkönnen.DieMikroablagerungenbestehenauskomplexenLipidablagerungen

undbildensichinderRegel6–12MonatenachAbsetzenvonAmiodaronEBEWE

zurück.

Sehrselten:

Optikusneuropathieund/oderOptikusneuritis,diezupermanenterBlindheitführenkann

(sieheAbschnitt4.4).

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts:

Sehrhäufig:

Übelkeit,Erbrechen,GeschmacksveränderungenzuBehandlungsbeginn(während

EinnahmederSättigungsdosis),diebeiDosisreduktionverschwinden.

Gelegentlich:

Bauchschmerzen,Völlegefühl,VerstopfungundAnorexie.

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums:

Häufig:

InfolgederLungentoxizitätvonAmiodaronEBEWEkönnenatypischePneumonienals

AusdruckeinerÜberempfindlichkeitsreaktion(Hypersensitivitäts-Pneumonitis),

alveoläreoderinterstitiellePneumonienoderFibrosen,Pleuritis,Bronchiolitisobliterans

mitPneumonie/BOOPauftreten(sieheAbschnitt4.4).

EinzelfällemittödlichemVerlaufwurdenberichtet.

NichtproduktiverHustenundAtemnotsindhäufigersteAnzeichendervorgenannten

Lungenveränderungen.DesWeiterenkönnenGewichtsverlust,Fieberund

Schwächegefühlauftreten.

Sehrselten:

BronchospasmusbeiPatientenmitschwererrespiratorischerInsuffizienzund

besondersbeiAsthmapatienten.

Nachi.v.GabeBronchospasmenbiszurApnoebeiatmungsinsuffizientenPatienten

undbesondersbeiAsthmatikern.

ZumeistnachchirurgischenEingriffentratenFällevonSchocklunge(ARDS)auf,diein

Einzelfällentödlichverliefen(möglicheInteraktionmithoherSauerstoffkonzentration),

(sieheAbschnitt4.5).

(ZuVerlaufsuntersuchungen,diagnostischenundtherapeutischenMaßnahmensiehe

Abschnitt4.4.)

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes:

Sehrhäufig:

PhotosensibilisierungmiterhöhterSonnenbrandneigung,diezuErythemund

Hautausschlagführenkann(sieheAbschnitt4.4).

Häufig:

UnterlängererBehandlungkanneszueinerHyperpigmentierungmitschwarzvioletter

bisschiefergrauerHautverfärbung(Pseudozyanose)kommen,vorallemanden

Körperpartien,diedemSonnenlichtausgesetztsind.

DieVerfärbungbildetsichlangsaminnerhalb1–4JahrennachAbsetzendes

Präparateszurück.

Sehrselten:

ErythembildungunterStrahlentherapie,Erythemanodosumundwenigspezifische

Exantheme,exfoliativeDermatitis,Alopezie.

(ZuvorbeugendenMaßnahmensieheAbschnitt4.4.)

Leber-undGallenerkrankungen:

Sehrhäufig:

IsolierteErhöhungenderSerumtransaminasenzuBeginnderTherapie,dieinderRegel

nichtsehrausgeprägtsind(1,5-bis3fachedesNormalwertes).DieWertenormalisieren

sichmeistbeiDosisreduktionoderspontan.

Häufig:

AkuteHepatitismitstarkerhöhtenSerumtransaminasenund/odereincholestatischer

Ikterus,einschließlichLeberversagen,mitinEinzelfällentödlichemVerlauf.

Sehrselten:

ChronischeLeberkrankheiten(inEinzelfällenmittödlichemVerlauf),Leberzirrhose.

(ZuVerlaufsuntersuchungen,diagnostischenundtherapeutischenMaßnahmensiehe

Abschnitt4.4.)

ErkrankungendesImmunsystems:

Sehrselten:

Nachi.v.GabeanaphylaktoideReaktionenbiszumSchock(sieheauch"Maßnahmen

beiNebenwirkungen").

ErkrankungendesNervensystems:

Häufig:

ExtrapyramidalerTremor,Albträume,Schlafstörungen.

Gelegentlich:

PeripheresensorischeNeuropathienund/oderMyopathien,gewöhnlichreversibelnach

AbsetzendesArzneimittels(sieheAbschnitt4.4),Schwindel,Koordinationsstörungen,

Parästhesien.

Sehrselten:

BenigneintrakranialeDrucksteigerungen(Pseudotumorcerebri),zerebraleAtaxie,

Kopfschmerzen.

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse:

Sehrselten:

Epididymitis,Impotenz.

Gefäßerkrankungen:

Häufig:

ErhöhungdesBlutdrucks,gewöhnlichmäßigundflüchtig.Fällevonschwerer

HypotensionoderKollaps,infolgevonÜberdosierungoderzuschnellerInjektion.

Selten:

Vaskulitis.

Sehrselten:

Flush.

Skelettmuskulatur-undBindegewebs-undKnochenerkrankungen:

Häufig:

Muskelschwäche.

ErkrankungenderNierenundHarnwege:

Selten:

VorübergehendeingeschränkteNierenfunktion.

Sehrselten:

ErhöhterKreatiningehaltdesBlutes.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:

Häufig:

ReaktionenanderEinspritzstelle,wiez.B.Schmerzen,Erythem,Ödem,Nekrose,

Extravasation,Infiltration,Entzündung,Verhärtung,Thrombophlebitis,Phlebitis,

Cellulitis,Infektion,ÄnderungeninderPigmentierung.

MaßnahmenbeiNebenwirkungen:

SchwereakuteÜberempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Anaphylaxis):DieBehandlungmit

AmiodaronEBEWEmusssofortabgebrochenunddieüblichenentsprechenden

Notfallmaßnahmen(z.B.GabevonAntihistaminika,Kortikosteroiden,

SympathomimetikaundgegebenenfallsBeatmung)müsseneingeleitetwerden.

SeltenkönnenÜberempfindlichkeitsreaktionendurchBenzylalkoholauftreten.

4.9Überdosierung

ÜberakuteÜberdosierungenmitAmiodaronhydrochloridistbisherwenigbekannt.Im

AllgemeinenistwegenderbesonderenPharmakokinetikeineÜberdosierungerstim

LaufederLangzeittherapiemöglich.DieSymptomebeschränkensichgewöhnlichauf

eineSinusbradykardie,sinuaurikuläreundnodaleReizleitungsstörungensowie

spontansistierendenKammertachykardien(“Torsadedepointes“),Kreislaufversagen

undLeberschädenwurdenberichtet.DiedurchAmiodaronhydrochloridverursachte

Bradykardieistatropinresistent.DeshalbistbeiBedarfeinetemporäre

Schrittmacherkontrolleerforderlich.

EineBehandlungerfolgtsymptomatisch.BestehtderVerdachtaufeine

Überdosierung,solltederPatientaufgrundderPharmakokinetikvonAmiodaron

ausreichendlangunterbesondererBerücksichtigungderkardialenSituation

beobachtetwerden.

WederAmiodaronnochseineMetabolitensinddialysierbar.

5.PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1.PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Antiarrhythmika(KlasseIII)

ATC-Code:C01BD01

AmiodaronhydrochloridbewirkteineHemmungdesKaliumausstromsinderPhaseIII

desAktionspotentialsimMyokardgewebeundverlängertdadurchselektivdie

RepolarisationsdauerundRefraktärperiodedesAktionspotentials(Klasse-III-Wirkung

nachVaughanWilliams).DiesführtzurUnterdrückungvonEktopienundReentry-

MechanismenohneBeeinträchtigungderKontraktionskraftdesMyokards.

AmiodaronhydrochloridreduziertdieLeitungsgeschwindigkeitundverlängertdie

RefraktärzeitinakzessorischenatrioventrikulärenBahnen.

DieVerlängerungderlangsamendiastolischenDepolarisationimSchrittmacherpotential

führtzueinerUnterdrückungderAutomatieimSchrittmachergewebemit

VerlangsamungderHerzfrequenz,dieatropinresistentist.

Amiodaronhydrochloridzeigteinedosisabhängige,nichtkompetitiveHemmungder

alpha-undbetaadrenergenAktivitäten.Hämodynamischäußertsichdiesineiner

koronar-undgefäßdilatatorischenWirkungundebensoineinerVerbesserungder

Sauerstoffbilanz.AmiodaronweistbeioralerGabekeinensignifikantnegativinotropen

Effektauf.Beii.v.GabekanneshauptsächlichnachInjektionzueinerVerminderung

derKontraktilitätkommen.

5.2.PharmakokinetischeEigenschaften

AmiodaronhydrochloridwirdnachoralerGabezu50%imMagen-Darm-Traktresorbiert.

NachApplikationeinereinzelnenDosiswerdenPlasmaspiegelnach3–7Stundenerreicht.

DieAnreicherungderSubstanzanihremWirkortbzw.dieAufsättigungdes

MyokardgewebesistentscheidendfürdietherapeutischeWirksamkeit.

InAbhängigkeitvonderSättigungsdosierungsindtherapeutischeWirkungenimZeitraum

vonwenigenTagenbiszuzweiWochenzuerwarten.

NachInjektionwirddasWirkmaximumnach15Minutenerreicht.Danachkommteszu

einerUmverteilunginsGewebeundzueinemschnellenAbfalldesPlasmaspiegels

innerhalbvon4Stunden.

ZurAufsättigungderGewebespeichermußdieTherapieintravenösoderoral

weitergeführtwerden.

AmiodaronhydrochloridhateinelangeHalbwertszeit,dieinterindividuellzwischen20

und100Tagenvariiert.WährendderAufsättigungkumuliertdieSubstanz

insbesondereimFettgewebe.DerSteadystatewirdinnerhalbeinesZeitraumesvon

einembismehrerenMonatenerreicht.AufgrunddieserCharakteristikasolltedie

empfohleneAufsättigungsdosisverabreichtwerden,umeineschnelle

Gewebesättigungzuerreichen,dieVoraussetzungfürdietherapeutischeWirksamkeit

ist.

DerHauptausscheidungsweggehtüberdieLeberunddieGalle.10%derSubstanz

werdenrenalausgeschieden.AufgrunddergeringenrenalenAusscheidungkann

niereninsuffizientenPatientendieüblicheDosisverabreichtwerden.

NachAbsetzenwirdAmiodaronnochübermehrereMonateausgeschieden.

5.3PräklinischeDatenzurSicherheit

AkuteToxizität:

DieakuteToxizitätvonAmiodaronscheintrelativniedrigzusein,unddieLD

-Werte

liegenüber3g/kgKG.KlinischeSymptomewarenbeimHundErbrechen,beiNagern

ZNS-Effekte(Sedation,Tremor,Krämpfe,Atemstörungen).

Subchronische/chronischeToxizität:

ImRahmenderUntersuchungenzurchronischenToxizitätriefAmiodaronbeiTieren

ähnlichetoxischeWirkungenwiebeimMenschenhervor.Amiodaronrief

Lungenschäden(Fibrosen,Phospholipidosen;beiHamster,RatteundHund)sowie

ZNS-Störungen(beiRatten)hervor.FürdieAuslösungvonLungenschädenscheinen

oxidativerStreßundfreieRadikaleeinewichtigeRollezuspielen.Fernerrief

AmiodaronbeiRattenLeberschädenhervor.WirkungenvonAmiodaronaufdieSerum-

LipidekönnenindirektüberVeränderungenderPlasmakonzentrationenvon

Schilddrüsenhormonenhervorgerufenwerden.

MutagenesundtumorerzeugendesPotential:

AmiodaronisteinestarkphototoxischeSubstanz.EsgibtHinweise,daßinGegenwart

vonAmiodarondurchUV-BestrahlungzytotoxischwirkendefreieRadikalegebildet

werden.DieskannnichtnurzuakutenphototoxischenReaktionenführen,sondern

auchzuSchädigungenvonDNS(Photomutagenität)undnachfolgenden

photokanzerogenenWirkungen.Bisherwurdendiesepotentiellschwerwiegenden

NebenwirkungenvonAmiodaronnichtexperimentelluntersucht.Daheristdas

photomutageneundphotokarzinogenePotentialvonAmiodaronnichtbekannt.

IneinerKanzerogenitätsstudieanRattenriefAmiodaronvermehrtfollikuläreTumore

derSchilddrüsehervor(beimännlichenTierenab5mg/kg/Tag,beiweiblichenTieren

ab16mg/kg/Tag).DieseEffektescheinendurchWirkungenvonAmiodaronauf

Syntheseund/oderFreisetzungvonSchilddrüsenhormonenhervorgerufenzuwerden,

unddaherläßtsichausdiesenUntersuchungenfürdietherapeutischeAnwendungvon

AmiodaronbeimMenschenkeinkanzerogenesPotentialableiten.

Reproduktionstoxizität:

BeimännlichenPatientensindnachlängererBehandlungerhöhteSerumspiegelfürLH

undFSHgemessenworden,dieauftestikuläreDysfunktionenhindeuten.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Benzylalkohol,Polysorbat80,WasserfürInjektionszwecke

Enthält60mgBenzylalkohol/3ml.

6.2Inkompatibilitäten

ZurVermeidungvonchemischenReaktionendarfAmiodaronhydrochlorid

grundsätzlichnichtmitanderenMedikamentenzusammenindieInjektionslösung

gegebenoderindieselbeSpritzeaufgezogenwerden.

6.3 DauerderHaltbarkeit

DieDauerderHaltbarkeitbeträgt3Jahre.

DiesesArzneimittelsollnachAblaufdesVerfallsdatumsnichtmehrangewendet

werden.

DiechemischeundphysikalischeStabilitätdergebrauchsfertigenZubereitungwurde

für24Stundenbei2°Cbis8°Cnachgewiesen.AusmikrobiologischerSichtsolltedie

gebrauchsfertigeZubereitungsofortverwendetwerden.

WenndiegebrauchsfertigeZubereitungnichtsofortverwendetwird,istderAnwender

fürdieDauerunddieBedingungenderAufbewahrungverantwortlich.

NachAnbruchRestverwerfen.

6.4.BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Nichtüber25°Clagern.

NichtimKühlschranklagern.

AmpullenimUmkartonaufbewahrenumdenInhaltvorLichtzuschützen.

IneinigenseltenenFällenwurdenAuskristallisationenvonAmpullenwährendder

Lagerungbeobachtet,diedurchgelindesErwärmen(40C-24Stunden)wiederin

Lösunggebrachtwerdenkönnen.DieseWärmebehandlungkannauf48Stunden

ausgeweitetwerden,fallssichdieAuskristallisationennach24Stundennichtwieder

aufgelösthaben.VorAnwendungvonAmiodaronEBEWEsinddieAmpullenvisuell

aufKristallezuprüfen.

LagerungsbedingungendesverdünntenArzneimittelssieheAbschnitt6.3

6.5.ArtundInhaltdesBehältnisses

Originalpackungmit5Ampullenzuje3mlInjektionslösung(N1)

Klinikpackungmit

50Ampullenzu3mlInjektionslösung(10x5Ampullen)

6.6.BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigungundsonstigeHinweise

zurHandhabung

ZurInfusiondarfnur5%igeGlukoselösungverwendetwerden.

7.InhaberderZulassung

EBEWEPharmaGes.m.b.H.Nfg.KG

Mondseestrasse11

A-4866Unterach

Telefon:+43/7665/8123-0

Telefax:+43/7665/8123-129

E-Mail: ebewe@office.com

Mitvertreiber

AbakusPharmaTradingGmbH

AmWeidenbach6

82362Weilheim

Tel.:0881924890

Fax:08819248929

E-mail:info@abakus-pharma.de

8. Zulassungsnummer

38562.00.01

9. DatumderErteilungderZulassung/VerlängerungderZulassung

30.12.1998/27.04.2007

10.StandderInformation

Juli2008

11.Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig.

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen