Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0.07 mg (2800 IU) Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

12-06-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

12-06-2018

Wirkstoff:
NATRIUMALENDRONAT MONOHYDRAT; COLECALCIFEROL
Verfügbar ab:
ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH
ATC-Code:
M05BB03
INN (Internationale Bezeichnung):
SODIUM ALENDRONATE MONOHYDRATE; COLECALCIFEROL
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
135580
Berechtigungsdatum:
2014-05-23

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,07 mg (2800 IU) Tabletten

Wirkstoffe: Alendronsäure / Colecalciferol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Dies gilt auch, auch wenn

Ihnen dieses Arzneimittel bereits mehrmals verschrieben wurde.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Es ist besonders wichtig, die Anweisungen im Abschnitt 3. Wie ist Alendronsäure comp. ratiopharm

einzunehmen? zu verstehen, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Alendronsäure comp. ratiopharm und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Alendronsäure comp. ratiopharm beachten?

3. Wie ist Alendronsäure comp. ratiopharm einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Alendronsäure comp. ratiopharm aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Alendronsäure comp. ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Was ist Alendronsäure comp. ratiopharm?

Alendronsäure comp. ratiopharm ist eine Tablette, die zwei arzneilich wirksame Bestandteile,

Alendronsäure (als Natriumalendronat Monohydrat) und Colecalciferol (bekannt als Vitamin D

enthält.

Wofür wird Alendronsäure comp. ratiopharm angewendet?

Ihr Arzt hat Ihnen Alendronsäure comp. ratiopharm zur Behandlung der Osteoporose und aufgrund

des Risikos für einen Vitamin-D-Mangel verordnet. Alendronsäure comp. ratiopharm vermindert bei

Frauen nach den Wechseljahren das Risiko für Knochenbrüche an der Wirbelsäule und im

Hüftbereich.

Was ist Alendronsäure?

Alendronsäure gehört zu einer bestimmten Gruppe von nicht hormonellen Arzneimitteln, den

Bisphosphonaten. Alendronsäure verhindert den Verlust an Knochensubstanz (Osteoporose) und

unterstützt die Knochenneubildung. Alendronsäure vermindert das Risiko für Knochenbrüche an der

Wirbelsäule und im Hüftbereich.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist ein lebenswichtiger Nährstoff, der für die Calciumaufnahme und gesunde Knochen

erforderlich ist. Der Körper kann nur dann genügend Calcium aus der Nahrung aufnehmen, wenn ihm

ausreichend Vitamin D zur Verfügung steht. Nur sehr wenige Nahrungsmittel enthalten Vitamin D.

Die Bestrahlung mit Sonnenlicht im Sommer, die zur Bildung von Vitamin D in der Haut führt, ist die

Hauptquelle dafür. Die Haut verliert mit zunehmendem Alter die Fähigkeit zur Vitamin-D-Bildung.

Ein Vitamin-D-Mangel kann zu einem Verlust an Knochensubstanz und Osteoporose führen. Ein

schwerer Vitamin-D-Mangel kann Muskelschwäche verursachen, die wiederum zu Stürzen und einem

somit erhöhten Risiko für Knochenbrüche führen kann.

Was ist Osteoporose?

Bei Osteoporose verringert sich die Knochendichte und dadurch sinkt die Belastbarkeit der Knochen.

Sie kommt häufig bei Frauen nach den Wechseljahren (Menopause) vor. In den Wechseljahren

produzieren die Eierstöcke keine weiblichen Hormone, Östrogen, mehr, die helfen, das Skelett von

Frauen gesund zu erhalten. Daher kommt es zu Knochenschwund und Schwächung der Knochen. Je

früher eine Frau in die Wechseljahre kommt, desto höher ist ihr Risiko für eine Osteoporose.

Zunächst verläuft eine Osteoporose häufig ohne Beschwerden. Wenn sie jedoch unbehandelt bleibt,

kann sie zu Knochenbrüchen führen. Obwohl diese normalerweise schmerzhaft sind, können

Wirbelbrüche so lange unentdeckt bleiben, bis sie zu Verlust an Körpergröße führen. Die

Knochenbrüche können bei normaler Alltagstätigkeit entstehen, wie z. B. Sachen zu heben, oder

durch kleine Verletzungen, die normalerweise einen gesunden Knochen nicht brechen würden. Die

Brüche entstehen gewöhnlich an der Hüfte, der Wirbelsäule oder dem Handgelenk und können nicht

nur Schmerzen, sondern auch erhebliche Probleme bis hin zu einer gebeugten Haltung

(„Witwenbuckel“) und einem Verlust der Beweglichkeit verursachen.

Wie kann Osteoporose behandelt werden?

Osteoporose ist behandelbar und es ist nie zu spät, eine Behandlung zu beginnen.

Zusätzlich zu Ihrer Behandlung mit Alendronsäure comp. ratiopharm kann Ihr Arzt Ihnen einige

Vorschläge zu Veränderungen der Lebensweise machen, die Ihren Zustand verbessern können. Dazu

zählen:

Hören Sie auf zu rauchen

Rauchen erhöht offensichtlich die Geschwindigkeit des

Knochenverlustes und kann so Ihr Risiko für Knochenbrüche

erhöhen.

Bewegen Sie sich

Wie Muskeln brauchen auch Knochen Bewegung, um stark und

gesund zu bleiben. Sprechen Sie aber mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit

einem Übungsprogramm beginnen.

Ernähren Sie sich ausgewogen Ihr Arzt kann Ihnen Ratschläge zu Ihrer Ernährung geben oder ob Sie

Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollten.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Alendronsäure comp. ratiopharm beachten?

Alendronsäure comp. ratiopharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Alendronsäure, Colecalciferol (Vitamin D

) oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie unter Problemen mit der Speiseröhre (Ösophagus – die Verbindung zwischen Ihrem Mund

und Magen) leiden, wie z. B. Verengung der Speiseröhre oder Schluckbeschwerden,

wenn es Ihnen nicht möglich ist, mindestens 30 Minuten aufrecht zu stehen oder zu sitzen,

wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Ihr Calciumgehalt im Blut erniedrigt ist.

Wenn Sie der Meinung sind, dass einer oder mehrere dieser Umstände auf Sie zutreffen, nehmen Sie

die Tablette nicht ein, ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten, und folgen Sie seinen

Ratschlägen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Alendronsäure comp. ratiopharm

einnehmen, wenn:

Sie eine Nierenerkrankung haben,

Sie Probleme beim Schlucken oder mit der Verdauung haben,

wenn Ihnen Ihr Arzt mitgeteilt hat, dass bei Ihnen eine Erkrankung, die mit Veränderungen der

Zellen im unteren Speiseröhrenbereich einhergeht, vorliegt (Barrett-Ösophagus),

Sie schlechte Zähne bzw. eine Zahnfleischerkrankung haben, Ihnen ein Zahn gezogen werden

soll oder Sie nicht regelmäßig zum Zahnarzt gehen,

Sie Krebs haben,

Sie eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung erhalten,

Sie Kortisonpräparate (wie Prednison oder Dexamethason) einnehmen,

Sie rauchen oder früher geraucht haben (dadurch wird das Risiko für Zahnerkrankungen

erhöht).

Vor der Behandlung mit Alendronsäure comp. ratiopharm wurde Ihnen möglicherweise eine

zahnärztliche Kontrolluntersuchung empfohlen.

Während der Behandlung mit Alendronsäure comp. ratiopharm sollten Sie Ihre Zähne sorgfältig

pflegen. Im Verlauf der Behandlung sollten Sie regelmäßige Kontrolluntersuchungen vom Zahnarzt

durchführen lassen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn Sie Beschwerden

im Mundbereich bemerken, wie lockere Zähne, Schmerzen oder Schwellungen.

Reizungen, Entzündungen oder Geschwüre der Speiseröhre (Ösophagus – die Verbindung zwischen

Ihrem Mund und Magen) stehen oft in Verbindung mit Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen oder

Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken. Diese Beschwerden können insbesondere dann

auftreten, wenn die Patienten die Alendronsäure comp. ratiopharm Tablette nicht mit einem vollen

Glas Wasser einnehmen und/oder sich vor Ablauf von 30 Minuten nach der Einnahme wieder

hinlegen. Wenn Sie nach Auftreten solcher Beschwerden Alendronsäure comp. ratiopharm weiter

einnehmen, können sich diese Nebenwirkungen weiter verschlechtern (siehe Abschnitt 4 „Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“).

Kinder und Jugendliche

Alendronsäure comp. ratiopharm ist nicht für Kinder unter 18 Jahren geeignet.

Einnahme von Alendronsäure comp. ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Andere Arzneimittel zum Einnehmen, insbesondere Calciumergänzungsmittel, sowie

magensäurebindende Arzneimittel (Antazida) können die Wirksamkeit von Alendronsäure comp.

ratiopharm bei gleichzeitiger Einnahme behindern. Daher sollten Sie sich unbedingt an die

Anweisungen im Abschnitt 3. „Wie ist Alendronsäure comp. ratiopharm einzunehmen?“ halten.

Warten Sie mindestens 30 Minuten nach der Einnahme von Alendronsäure comp. ratiopharm, bis

Sie andere Arzneimittel zum Einnehmen oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Rheuma oder lang anhaltenden Schmerzen, die als nicht

steroidale Antirheumatika (NSAR), bezeichnet werden (wie z. B. Acetylsalicylsäure [z. B.

Handelsname Aspirin] oder Ibuprofen), können zu Verdauungsbeschwerden führen.

Daher ist Vorsicht geboten, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig mit Alendronsäure comp. ratiopharm

eingenommen werden.

Bestimmte Arzneimittel oder Lebensmittelzusätze können die Aufnahme des in Alendronsäure comp.

ratiopharm enthaltenen Vitamin D in den Körper behindern, einschließlich künstlicher

Fettersatzstoffe, Mineralöle, des Wirkstoffs Orlistat zur Unterstützung der Gewichtsabnahme und der

cholesterinsenkenden Arzneimittel Cholestyramin und Colestipol. Arzneimittel gegen

Krämpfe/Anfallsleiden können die Wirksamkeit von Vitamin D vermindern. In manchen Fällen wird

Ihr Arzt unter Umständen eine Nahrungsergänzung mit zusätzlichem Vitamin Din Erwägung ziehen.

Bei Arzneimitteln, die Colecalciferol (Vitamin D

) enthalten, kann es mit folgenden Arzneimitteln zu

Wechselwirkungen kommen:

Tiaziddiuretika (zur Ausschwemmung von Flüssigkeit aus dem Körper durch Erhöhung der

Harnproduktion)

Steroide, wie Hydrocortison oder Prednisolon (zur Behandlung von Entzündungen)

Herzglykoside wie Digitalis (zur Behandlung von Herzerkrankungen)

Actinomycin (ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen)

Imidazol-Antimykotika (Arzneimittel wie Clotrimazol und Ketoconazol zur Behandlung von

Pilzerkrankungen)

Wenn Sie eines der oben angeführten Arzneimittel anwenden, wird Sie Ihr Arzt darüber informieren.

Einnahme von Alendronsäure comp. ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Nahrungsmittel und Getränke (einschließlich Mineralwasser) können die Wirksamkeit von

Alendronsäure comp. ratiopharm bei gleichzeitiger Einnahme behindern. Daher sollten Sie sich

unbedingt an die Anweisungen im Abschnitt 3. „Wie ist Alendronsäure comp ratiopharm

einzunehmen? halten. Sie müssen mindestens 30 Minuten warten, bevor Sie Nahrungsmittel oder

Getränke (außer Wasser) zu sich nehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Alendronsäure comp. ratiopharm ist nur für Frauen nach den Wechseljahren vorgesehen. Wenn Sie

schwanger sind bzw. vermuten, schwanger zu sein, oder wenn Sie stillen, dürfen Sie Alendronsäure

comp. ratiopharm nicht einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Es wurden bestimmte Nebenwirkungen (z. B. Verschwommensehen, Schwindel und starke Knochen,

Muskel- oder Gelenkschmerzen) unter Alendronsäure comp. ratiopharm berichtet, welche Ihre

Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können (siehe

Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“). Wenn solche Nebenwirkungen bei Ihnen

auftreten, sollten Sie erst wieder ein Fahrzeug steuern, wenn Sie sich besser fühlen.

Alendronsäure comp. ratiopharm enthält Sucrose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Alendronsäure comp. ratiopharm einzunehmen?

Nehmen Sie diese Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Alendronsäure comp. ratiopharm wird angewendet bei Osteoporose bei Frauen nach den

Wechseljahren.

Nehmen Sie eine Alendronsäure comp. ratiopharm Tablette einmal pro Woche ein.

Bitte halten Sie sich genau an die folgenden Anweisungen, um den Nutzen der Behandlung mit

Alendronsäure comp. ratiopharm sicherzustellen.

1) Wählen Sie den Wochentag aus, der am besten in Ihre regelmäßige Planung passt. Nehmen Sie

jede Woche an dem von Ihnen gewählten Wochentag eine Alendronsäure comp. ratiopharm Tablette.

2) Nehmen Sie die Alendronsäure comp. ratiopharmTablette als Ganzes nach dem morgendlichen

Aufstehen und vor der Aufnahme jeglicher Nahrungsmittel oder Getränke sowie vor Einnahme

jeglicher anderer Arzneimittel ausschließlich mit einem Glas (mindestens 200 ml) Leitungswasser

ein.

Nicht mit Mineralwasser (mit oder ohne Kohlensäure) oder mit jeglichen anderen Flüssigkeiten,

einschließlich Kaffee, Tee, Saft oder Milch einnehmen. Ausschließlich mit Leitungswasser

einnehmen

Sie dürfen die Tablette nicht zerdrücken, nicht kauen und nicht im Mund zergehen lassen.

Sie dürfen Alendronsäure comp ratiopharm nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem

morgendlichen Aufstehen einnehmen.

3) Legen Sie sich mindestens 30 Minuten lang nach Einnahme der Tablette nicht hin – bleiben Sie

aufrecht. Sie können dabei sitzen, stehen oder gehen. Legen Sie sich erst nach der ersten

Nahrungsaufnahme des Tages hin.

4) Warten Sie nach dem Schlucken Ihrer Alendronsäure comp. ratiopharm Tablette mindestens 30

Minuten, bevor Sie Ihre erste Nahrung oder Getränke oder andere Arzneimittel wie Antazida

(magensäurebindende Arzneimittel), Calcium- oder Vitaminpräparate an diesem Tag zu sich nehmen.

Alendronsäure comp. ratiopharm ist nur wirksam, wenn es auf nüchternen Magen eingenommen wird.

Kinder und Jugendliche

Alendronsäure comp. ratiopharm ist nicht für Kinder unter 18 Jahren geeignet.

Wenn Sie eine größere Menge von Alendronsäure comp. ratiopharm eingenommen haben, als

Sie sollten

Sollten Sie versehentlich zu viele Tabletten auf einmal eingenommen haben, trinken Sie ein volles

Glas Milch und wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt. Vermeiden Sie Maßnahmen, die zum

Erbrechen führen, und legen Sie sich nicht hin.

Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure comp. ratiopharm vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette versäumt haben, nehmen Sie nur eine Tablette am nächsten

Morgen ein, nachdem Sie Ihr Versäumnis bemerkt haben. Nehmen Sie nicht zwei Tabletten am

selben Tag ein. Setzen Sie danach die Einnahme einer Tablette einmal pro Woche wie planmäßig

vorgesehen an dem von Ihnen gewählten Tag fort.

Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure comp. ratiopharm abbrechen

Es ist wichtig, die Einnahme von Alendronsäure comp. ratiopharm so lange fortzusetzen, wie Ihr Arzt

Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben hat.

Die Behandlung mit Alendronsäure comp. ratiopharm kann nur erfolgreich sein, wenn die

Tabletten über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

Patienten auftreten müssen.

Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken,

denn diese können schwerwiegend sein, so dass Sie möglicherweise notärztliche Behandlung

benötigen:

allergische Reaktionen wie Nesselsucht; Schwellungen an Gesicht, Lippen, Zunge und/oder

Rachen, die zu Atem- oder Schluckbeschwerden führen können; schwere Hautreaktionen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, manchmal auch stark.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

saures Aufstoßen, Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken, Geschwüre der

Speiseröhre (Ösophagus – die Verbindung zwischen Ihrem Mund und Magen), die Schmerzen im

Brustkorb, Sodbrennen und Schmerzen oder Beschwerden beim Schlucken verursachen können,

Gelenkschwellungen,

Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Blähbauch, Durchfall, Blähungen,

Haarausfall

Juckreiz,

Kopfschmerzen,

(Dreh-)Schwindel,

Müdigkeit,

Schwellungen an Händen oder Beinen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Übelkeit, Erbrechen,

Reizungen und Entzündungen der Speiseröhre (Ösophagus – die Verbindung zwischen Ihrem Mund

und Magen) oder des Magens (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Anwendung von

Alendronsäure comp. ratiopharm beachten?“),

schwarzer oder teerähnlicher Stuhl,

Verschwommensehen, Augenschmerzen oder gerötete Augen,

Hautausschlag, gerötete Haut,

vorübergehende grippeartige Beschwerden, wie Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein

und manchmal Fieber, üblicherweise bei Behandlungsbeginn,

Störung der Geschmackswahrnehmung.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Beschwerden bedingt durch einen niedrigen Calciumspiegel im Blut einschließlich

Muskelkrampf oder -zuckung und/oder ein kribbelndes Gefühl in den Fingern oder um den

Mund,

Magen- oder Darmgeschwüre (manchmal schwerwiegend oder mit Blutungen),

Verengung der Speiseröhre (Ösophagus – die Verbindung zwischen Ihrem Mund und Magen),

durch Sonnenlicht verstärkter Ausschlag, schwerwiegende Hautreaktionen,

Schmerzen im Mund und/oder Kiefer, Schwellungen oder wunde Mundschleimhaut, Taubheits-oder

Schweregefühl des Kiefers, oder Lockerung eines Zahnes. Diese Beschwerden können

Anzeichen einer Schädigung des Knochens am Kiefer sein (Osteonekrose), im Allgemeinen in

Verbindung mit verzögerter Wundheilung und Infektionen, oft nach dem Ziehen von Zähnen (siehe

Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Anwendung von Alendronsäure comp. ratiopharm beachten?“).

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn bei Ihnen solche Beschwerden

auftreten.

Ungewöhnliche (atypische) Brüche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei Patienten

unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose, können selten auftreten. Wenden Sie sich an

Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwäche oder Beschwerden an Oberschenkel, Hüfte oder

Leiste verspüren, da es sich dabei um ein frühes Anzeichen eines möglichen

Oberschenkelknochenbruchs handeln könnte.

Geschwüre im Mund nach Kauen oder Lutschen der Tablette.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr

und/oder eine Ohreninfektion auftreten. Diese könnten Anzeichen für eine Schädigung der

Knochen im Ohr sein.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Dabei ist es hilfreich, wenn Sie notieren, welche Beschwerden Sie hatten, wann sie begannen und wie

lange sie anhielten.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Alendronsäure comp. ratiopharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Alendronsäure comp. ratiopharm enthält

Die Wirkstoffe sind Alendronsäure und Colecalciferol (Vitamin D

Jede Tablette enthält 70 mg Alendronsäure als Natriumalendronat Monohydrat und 2800 I.E. (70

Mikrogramm) Colecalciferol (Vitamin D

Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol (E421), Mikrokristalline Cellulose (E460), Hochdisperses

Siliciumdioxid, wasserfrei (E551), Magnesiumstearat (E572), Sucrose, Copovidon (E1201),

Butylhydroxytoluen (BHT) (E321), Mittelkettige Triglyceride, Polyvinylalkohol– partiell hydrolysiert;

Titandioxid (E171), Macrogol 3350, Talk (E553b).

Wie Alendronsäure comp. ratiopharm aussieht und Inhalt der Packung

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,07 mg (2800 IU) Tabletten sind weiße bis gebrochen weiße

längliche Tablette, ca. 12,7 mm x 6,4 mm, mit Prägung “A70” auf der einen Seite und “2800” auf der

anderen.

Die Tabletten stehen in Aluminium-Blisterpackungen in Umkartons zu 4, 4x1, 4 (Kalenderpackung),

12, 12 (Kalenderpackung), 16, 24 oder 28 Tabletten zur Verfügung.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel. Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

TEVA Pharmaceutical Works Private Limited Company

Pallagi ùt 13

4042 Debrecen

Ungarn

Teva Operations Poland Sp. z.o.o

ul. Mogilska 80.

31-546 Krakow

Polen

Merckle GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Deutschland

Teva Czech Industries s.r.o.

Ostravska 29, c.p. 305

74770 Opava-Komarov

Tschechische Republik

Pharmachemie B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Balkanpharma – Dupnitsa AD

Samokovsko Shosse Str. 3

2600 Dupnitsa

Bulgarien

Z.Nr.: 135580

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien

Alendronate Vitamin(e) D3 Teva 70 mg/2800 IU tabletten

Zypern

Alendronate+Cholecalciferol /Teva 70 mg/0,07 mg (2800 IU) Δισκία

Deutschland

Alendronsäure-ratiopharm plus Colecalciferol 70 mg/2800 I.E.

Tabletten

Estland

Alendronic acid/Colecalciferol Teva

Frankreich

Acide alendronique Vitamine D3 70 mg/2800 UI, comprimés

Griechenland

Alendronate+Cholecalciferol /Teva 70 mg/0,07 mg (2800 IU) Δισκία

Irland

Alendronate/Colecalciferol Teva 70 mg/2800 IU Tablets

Italien

ALENDRONATO E COLECALCIFEROLO TEVA

Luxemburg

Alendronsäure-ratiopharm plus Colecalciferol 70 mg/2800 I.E.

Tabletten

Niederlande

alendroninezuur/cholecalciferol 70 mg/2800 IE Teva, tabletten

Österreich

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0.07 mg (2800 IU) Tabletten

Portugal

Ácido alendrónico + Colecalciferol Teva, 70 mg + 2800 UI

Rumänien

Da-Bone 70 mg/ 2800 UI comprimate

Spanien

Ácido alendrónico/Colecalciferol Tevagen 70 mg/2.800 UI

comprimidos

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2017.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,07 mg (2800 IU) Tabletten

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,14 mg (5600 IU) Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält 70 mg Alendronsäure als Natriumalendronat Monohydrat und 2800 I.E. (70

Mikrogramm) Colecalciferol (Vitamin D

Jede Tablette enthält 70 mg Alendronsäure als Natriumalendronat Monohydrat und 5600 I.E. (140

Mikrogramm) Colecalciferol (Vitamin D

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 5,6 mg Sucrose.

Jede Tablette enthält 11,2 mg Sucrose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

Weiße bis gebrochen weiße längliche Tablette, ca. 12,7 mm x 6,4 mm, mit Prägung “A70” auf der

einen Seite und “2800” auf der anderen.

Weiße bis gebrochen weiße längliche Tablette, ca. 12,7 mm x 6,4 mm, mit Prägung “A70” auf der

einen Seite und “5600” auf der anderen.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,07 mg (2800 IU) ist indiziert zur Therapie der

postmenopausalen Osteoporose bei Frauen mit Risiko für einen Vitamin-D-Mangel.

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,07 mg (2800 IU)vermindert das Risiko für Wirbel- und

Hüftfrakturen.

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,14 mg (5600 IU) ist indiziert zur Therapie der

postmenopausalen Osteoporose bei Frauen mit Risiko für einen Vitamin-D-Mangel, die keine

zusätzliche Vitamin-D-Supplementierung erhalten.

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,14 mg (5600 IU) vermindert das Risiko für Wirbel- und

Hüftfrakturen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis beträgt eine Alendronsäure comp. ratiopharm Tablette einmal wöchentlich.

Die Patienten sollen angewiesen werden, dass sie beim Versäumnis der Einnahme einer Dosis

Alendronsäure comp. ratiopharm die Tablette am nächsten Morgen einnehmen sollen, nachdem sie ihr

Versäumnis bemerkt haben. Sie sollen keine zwei Tabletten am selben Tag einnehmen, sondern die

Einnahme von einer Tablette pro Woche am dafür vorgesehenen Wochentag weiterführen, wie

ursprünglich geplant.

Angesichts des Krankheitsverlaufs bei Osteoporose ist Alendronsäure comp. ratiopharm zur

Langzeittherapie vorgesehen.

Die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose ist nicht festgelegt. Die

Notwendigkeit einer Weiterbehandlung sollte in regelmäßigen Abständen auf Grundlage des Nutzens

und potenzieller Risiken von Alendronsäure comp. ratiopharm für jeden Patienten individuell beurteilt

werden, insbesondere bei einer Anwendung über 5 oder mehr Jahre.

70 mg/0,07 mg Stärke

Die Patienten sollten ergänzend Calcium erhalten, sofern die Versorgung über die Nahrung nicht

ausreichend ist (siehe Abschnitt 4.4). Eine zusätzliche Ergänzung mit Vitamin D sollte individuell

unter Berücksichtung der Vitamin-D-Aufnahme durch Vitaminpräparate und

Nahrungsergänzungsmittel erwogen werden. Die Äquivalenz der Einnahme von 2.800 I.E. Vitamin D

einmal pro Woche in Alendronsäure comp. ratiopharm und von 400 I.E. Vitamin D einmal pro Tag

wurde nicht untersucht.

70 mg/0,14 mg Stärke

Die Patienten sollten ergänzend Calcium erhalten, sofern die Versorgung über die Nahrung nicht

ausreichend ist (siehe Abschnitt 4.4). Die Äquivalenz der Einnahme von 5.600 I.E. Vitamin D

einmal

pro Woche in Alendronsäure comp. ratiopharm und von 800 I.E. Vitamin D einmal pro Tag wurde

nicht untersucht.

Ältere Patienten:

In klinischen Studien gab es keinen altersabhängigen Unterschied bei dem Wirksamkeits- oder

Sicherheitsprofil von Alendronat. Daher ist eine Dosisanpassung bei älteren Patienten nicht

erforderlich.

Niereninsuffizienz:

Alendronsäure comp. ratiopharm wird für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit einer

glomerulären Filtrationsrate (GFR) unter 35 ml/min aufgrund mangelnder Erfahrung nicht empfohlen.

Bei Patienten mit einer GFR über 35 ml/min ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich.

Pädiatrische Patienten:

Sicherheit und Wirksamkeit von Alendronsäure comp. ratiopharm wurden bei Kindern unter 18 Jahren

nicht nachgewiesen. Da keine Daten zur Anwendung von Alendronsäure comp. ratiopharm bei

Kindern unter 18 Jahren vorliegen, sollte Alendronsäure comp. ratiopharm bei ihnen nicht angewendet

werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Hinweise, um eine ausreichende Resorption von Alendronat zu gewährleisten:

Alendronsäure comp. ratiopharm ist nur mit Wasser (nicht mit Mineralwasser) mindestens 30

Minuten vor der ersten Aufnahme von Nahrung, Getränken oder Arzneimitteln (einschließlich

Antazida, Calcium- und Vitaminergänzungsmitteln) für den Tag einzunehmen. Andere Getränke

(einschließlich Mineralwasser), Nahrungsmittel und manche Arzneimittel können möglicherweise die

Resorption von Alendronat beeinträchtigen (siehe Abschnitt 4.5 und Abschnitt 4.8).

Folgende Anweisungen sind genau zu befolgen, um das Risiko für ösophageale Reizungen und damit

verbundene Nebenwirkungen zu verringern (siehe Abschnitt 4.4):

Alendronsäure comp. ratiopharm soll nach dem morgendlichen Aufstehen nur mit einem

vollen Glas Wasser (mindestens 200 ml) geschluckt werden.

Die Patienten sollten Alendronsäure comp. ratiopharm nur als Ganzes schlucken. Die

Patienten sollen die Tablette nicht zerdrücken, nicht kauen oder die Tablette im Mund

zergehen lassen, da ein Risiko für oropharyngeale Ulzera besteht.

Die Patienten sollen sich nicht vor der ersten Nahrungsaufnahme des Tages hinlegen.

Die Patienten sollen sich nach Einnahme von Alendronsäure comp. ratiopharm mindestens 30

Minuten nicht hinlegen.

Alendronsäure comp. ratiopharm soll nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem

morgendlichen Aufstehen des Tages eingenommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen einen der arzneilich wirksamen Bestandteile oder der in Abschnitt

6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Erkrankungen des Ösophagus und andere Faktoren, welche die ösophageale Entleerung

verzögern, wie Strikturen oder Achalasie.

Unfähigkeit, für mindestens 30 Minuten aufrecht zu stehen oder zu sitzen.

Hypokalzämie.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Alendronat

Nebenwirkungen im oberen Gastrointestinaltrakt

Alendronat kann lokale Irritationen der Schleimhäute des oberen Gastrointestinaltraktes verursachen.

Aufgrund der möglichen Verschlechterung der zugrunde liegenden Erkrankung sollte Alendronat bei

Patienten mit aktiven gastrointestinalen Erkrankungen, wie Dysphagie, Erkrankungen des Ösophagus,

Gastritis, Duodenitis, Ulzera, oder mit kürzlich aufgetretenen (innerhalb des letzten Jahres), schweren

gastrointestinalen Erkrankungen, wie z. B. peptisches Ulkus, aktive gastrointestinale Blutungen oder

chirurgische Eingriffe im oberen Gastrointestinaltrakt außer Pyloroplastik, nur unter besonderer

Vorsicht gegeben werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei Patienten mit bekanntem Barrett-Ösophagus

sollte der verordnende Arzt den Nutzen und die möglichen Risiken von Alendronat jeweils individuell

abwägen.

Ösophageale Reaktionen, wie Ösophagitis, ösophageale Ulzera und ösophageale Erosionen, selten

gefolgt von ösophagealen Strikturen, wurden bei Patienten unter der Einnahme von Alendronat

berichtet (teilweise waren diese schwerwiegend und erforderten eine Krankenhauseinweisung). Der

Arzt soll deshalb aufmerksam auf alle Anzeichen und Symptome achten, die auf mögliche

ösophageale Reaktionen hinweisen, und die Patienten sollen darauf hingewiesen werden, beim

Auftreten von Symptomen ösophagealer Irritation wie Dysphagie, Schmerzen beim Schlucken oder

retrosternale Schmerzen oder neues oder sich verschlimmerndes Sodbrennen das Arzneimittel

abzusetzen und ärztliche Beratung einzuholen (siehe Abschnitt 4.8).

Das Risiko schwerer ösophagealer Nebenwirkungen scheint bei Patienten erhöht zu sein, die das

Arzneimittel nicht korrekt einnehmen und/oder es nach dem Auftreten von Symptomen, die auf eine

ösophageale Irritation hinweisen, weiter einnehmen. Es ist sehr wichtig, dass alle

Dosierungsanweisungen an den Patienten weitergegeben werden und vom Patienten verstanden

werden (siehe Abschnitt 4.2). Die Patienten sollen darüber informiert werden, dass das Risiko

ösophagealer Probleme erhöht sein kann, wenn sie diese Anweisungen nicht einhalten.

Während in groß angelegten klinischen Studien mit Alendronat kein erhöhtes Risiko festgestellt

wurde, wurden selten (nach Markteinführung) Magen- und Duodenalulzera, darunter manche

schwerwiegend und mit Komplikationen, berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Osteonekrose des Kiefers

Osteonekrose des Kiefers, üblicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer

lokalen Infektion (einschließlich Osteomyelitis), wurde bei Krebspatienten berichtet, deren

Therapieregime vorwiegend intravenös verabreichte Bisphosphonate enthält. Viele dieser Patienten

erhielten auch eine Chemotherapie und Kortikosteroide. Osteonekrose des Kiefers wurde auch bei

Osteoporosepatienten unter oralen Bisphosphonaten berichtet.

Bei der Beurteilung des individuellen Risikos für die Entwicklung einer Osteonekrose des Kiefers

sollten folgende Risikofaktoren beachtet werden:

Potenz des Bisphosphonats (am höchsten für Zoledronsäure), Art der Anwendung (siehe oben)

und kumulative Dosis

Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Kortikosteroide, Rauchen

Zahnerkrankungen in der Krankengeschichte, schlechte Mundhygiene, Parodontitis, invasive

zahnärztliche Eingriffe und schlecht angepasster Zahnersatz

Bei Patienten mit einem schlechten Zahnstatus sollte eine zahnärztliche Untersuchung mit geeigneten

Präventionsmaßnahmen vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten in Betracht gezogen werden.

Während der Behandlung sollten diese Patienten kieferchirurgische Eingriffe soweit möglich

vermeiden. Wenn Patienten während einer Bisphosphonattherapie eine Osteonekrose des Kiefers

entwickeln, kann ein kieferchirurgischer Eingriff zu einer Verschlechterung führen. Es stehen keine

Daten zur Verfügung, die Hinweise geben, ob das Absetzen einer Bisphosphonattherapie bei

Patienten, die einen kieferchirurgischen Eingriff benötigen, das Risiko einer Osteonekrose des Kiefers

vermindert. Die klinische Einschätzung durch den behandelnden Arzt ist maßgebend für die

Therapieplanung bei jedem Patienten auf Basis einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung.

Während einer Bisphosphonat-Behandlung sollten alle Patienten zu einer guten Mundhygiene sowie

zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt angehalten werden und sie sollten über alle

oralen Symptome wie bewegliche Zähne, Schmerzen oder Schwellungen berichten.

Knochennekrosen des äußeren Gehörgangs

Bei der Anwendung von Bisphosphonaten wurde über Knochennekrosen des äußeren Gehörgangs

berichtet, und zwar hauptsächlich im Zusammenhang mit Langzeitbehandlungen. Zu den möglichen

Risikofaktoren für eine Knochennekrose des äußeren Gehörgangs zählen die Anwendung von

Steroiden und chemotherapeutischen Behandlungen und/oder lokale Risikofaktoren wie z. B.

Infektionen oder Traumata. Die Möglichkeit einer Knochennekrose des äußeren Gehörgangs sollte bei

Patienten, die Bisphosphonate erhalten und mit Ohrsymptomen, einschließlich chronischer

Ohreninfektionen, vorstellig werden, in Betracht gezogen werden.

Muskuloskelettale Schmerzen

Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen wurden bei Patienten unter Bisphosphonaten

berichtet. Nach Markteinführung waren diese Symptome selten schwerwiegend und/oder mit

Einschränkungen der Beweglichkeit verbunden (siehe Abschnitt 4.8). Der Zeitpunkt des Auftretens

dieser Symptome variierte von einem Tag bis zu mehreren Monaten nach Therapiebeginn. Bei den

meisten Patienten gingen die Beschwerden nach dem Absetzen der Therapie zurück. Bei einem Teil

der Patienten traten die Symptome erneut auf, wenn die Therapie mit demselben Arzneimittel oder

einem anderen Bisphosphonat wieder aufgenommen wurde.

Atypische Femurfrakturen

Atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonat-Therapie

berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Diese transversalen

oder kurzen Schrägfrakturen können überall entlang des Oberschenkelknochens auftreten, direkt

unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen

nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspüren Oberschenkeloder

Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie Fraktur in

bildgebenden Verfahren, Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur.

Frakturen treten häufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten

behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht

werden. Über eine schlechte Heilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten

mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie,

vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-

Bewertung in Betracht gezogen werden.

Während einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, über jegliche

Oberschenkel-, Hüft- oder Leistenschmerzen zu berichten und jeder Patient mit diesen Symptomen

sollte auf eine unvollständige Femurfraktur hin untersucht werden.

Niereninsuffizienz

Alendronsäure comp. ratiopharm wird für Patienten mit Niereninsuffizienz mit einer GFR unter 35

ml/min nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Knochen- und Mineralstoffwechsel

Andere mögliche Ursachen einer Osteoporose neben Östrogen-Mangel und Alter sollten in Betracht

gezogen werden.

Eine bestehende Hypokalzämie muss ausgeglichen werden, bevor die Therapie mit Alendronsäure

comp. ratiopharm begonnen wird (siehe Abschnitt 4.3). Andere Erkrankungen, die den

Mineralstoffwechsel beeinträchtigen (wie Vitamin-D-Mangel und Hypoparathyreoidismus), sollten

vor Beginn der Therapie mit Alendronsäure comp. ratiopharm ebenfalls adäquat behandelt werden.

Der Vitamin-D-Gehalt von Alendronsäure comp. ratiopharm ist nicht zur Behandlung eines Vitamin-

D-Mangels geeignet. Bei Patienten mit diesen Erkrankungen sollten unter der Therapie mit

Alendronsäure comp. ratiopharm das Serum-Calcium sowie Symptome einer Hypokalzämie

überwacht werden.

Aufgrund der Stimulation der Knochenmineralisation durch Alendronat können Abnahmen des

Serum-Calciums und -Phosphats auftreten, insbesondere bei Patienten unter

Glukokortikoidbehandlung, bei denen die Calciumresorption vermindert sein kann. Diese

Veränderungen sind üblicherweise gering und asymptomatisch. Jedoch wurden selten Fälle

symptomatischer Hypokalzämie berichtet, manche auch schwer, die oft bei Patienten mit

entsprechenden prädisponierenden Faktoren auftraten (z. B. Hypoparathyreoidismus, Vitamin-D-

Mangel und Calcium-Malabsorption) (siehe Abschnitt 4.8).

Colecalciferol

Vitamin D

kann das Ausmaß einer Hypercalcämie und/oder Hypercalciurie verstärken, wenn es an

Patienten mit Krankheiten, die mit einer unkontrollierten Überproduktion von Calcitriol in

Verbindung stehen, gegeben wird (z. B. Leukämie, Lymphom, Sarkoidose). Bei diesen Patienten sind

Urin und Serum-Calcium zu überwachen.

Patienten mit einer Malabsorption nehmen möglicherweise nicht ausreichend Vitamin D

auf.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält Sucrose. Patienten mit der seltenen hereditären

Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten

dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Alendronat

Nahrungsmittel und Getränke (einschließlich Mineralwasser), Calcium-Ergänzungsmittel, Antazida

und einige orale Arzneimittel können die Resorption von Alendronat beeinträchtigen, wenn sie zur

gleichen Zeit eingenommen werden. Daher müssen die Patienten nach der Einnahme von Alendronat

mindestens 30 Minuten warten, bevor sie andere Arzneimittel einnehmen (siehe Abschnitte 4.2 und

5.2).

Da die Anwendung von nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) mit gastrointestinalen Irritationen

einhergehen kann, ist bei gleichzeitiger Anwendung mit Alendronat Vorsicht geboten.

Colecalciferol

Olestra, Mineralöle, Orlistat und Gallensäureionenaustauscher (z. B. Cholestyramin, Colestipol)

können die Resorption von Vitamin D beeinträchtigen. Antikonvulsiva, Cimetidin und Thiazide

können den Abbaustoffwechsel von Vitamin D verstärken. Eine zusätzliche Ergänzung mit Vitamin D

sollte individuell erwogen werden.

Wegen der erhöhten Gefahr einer Hypercalcämie wird empfohlen, bei gleichzeitiger Anwendung von

Thiazid-Diuretika den Serumcalciumspiegel regelmäßig zu überwachen.

Gleichzeitige Anwendung von Glucocortikoiden kann die Wirkung von Colecalciferol vermindern.

Bei Behandlung mit Digitalis-hältigen Arzneimitteln und anderen Herzglykosiden kann die

Verabreichung von Vitamin D das Risiko einer Digitalistoxizität (Arrhythmie) erhöhen. Es ist eine

strenge medizinische Überwachung notwendig und, falls erforderlich, mit gleichzeitiger Kontrolle der

Calciumkonzentration im Serum und EKG-Kontrolle.

Der zytotoxische Wirkstoff Actinomycin und Imidazol-Antimykotika interferieren mit der Vitamin D

Aktivität durch Hemmung der Umwandlung von 25-Hydroxyvitamin D zu 1,25-Dihydroxyvitamin D

durch das Nierenenzym 25.Hydroxyvitamin D-1-Hydroxylase.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Alendronsäure comp. ratiopharm ist nur für die Anwendung bei postmenopausalen Frauen vorgesehen

und ist daher weder während der Schwangerschaft noch von stillenden Frauen anzuwenden.

Schwangerschaft

Es liegen keine geeigneten Daten zur Anwendung von Alendronsäure comp. ratiopharm bei

schwangeren Frauen vor. Tierstudien mit Alendronat lassen keinen Hinweis auf direkt schädigende

Wirkungen im Hinblick auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale oder postnatale Entwicklung

erkennen. Alendronat, das an trächtige Ratten gegeben wurde, verursachte Dystokie, die mit einer

Hypokalzämie in Zusammenhang stand (siehe Abschnitt 5.3). In Tierstudien wurde unter hohen

Vitamin-D-Dosen Hypercalcämie und Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3) nachgewiesen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Alendronat in die Muttermilch übergeht. Colecalciferol und einige seiner

aktiven Metaboliten gehen in die Muttermilch über.

Fertilität

Bisphosphonate lagern sich in die Knochenmatrix ein, von der sie allmählich über mehrere Jahre

hinweg freigesetzt werden. Die Menge an Bisphosphonat, die in den Knochen eines Erwachsenen

eingelagert wird, und damit die Menge, die zur Rückfreisetzung in den systemischen Kreislauf zur

Verfügung steht, hängt direkt von Dosis und Dauer der Bisphosphonattherapie ab (siehe Abschnitt

5.2). Es liegen keine Daten über das fetale Risiko beim Menschen vor. Es besteht jedoch ein

theoretisches Risiko für fetale Schäden, vorwiegend am Skelett, wenn eine Frau nach Abschluss einer

Bisphosphonattherapie schwanger wird. Der Einfluss verschiedener Variablen wie die Zeit vom

Abbruch der Bisphosphonattherapie bis zur Empfängnis, die Rolle des speziellen Bisphosphonates

und die Art der Anwendung (intravenös oder oral), auf dieses Risiko ist nicht untersucht worden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Alendronsäure comp. ratiopharm hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Unter Alendronsäure comp.

ratiopharm wurden bestimmte Nebenwirkungen (z. B. Verschwommensehen, Schwindel und starke

Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen [siehe Abschnitt 4.8]) berichtet, welche die

Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen einiger Patienten

beeinträchtigen können.

4.8 Nebenwirkungen

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen betreffen den oberen Gastrointestinaltrakt

einschließlich Bauchschmerzen, Dyspepsie, ösophagealer Ulkus, Dysphagie, aufgetriebenes Abdomen

und saures Aufstoßen (> 1 %).

Folgende Nebenwirkungen wurden während klinischer Studien und/oder nach Markteinführung von

Alendronat berichtet.

Für die Kombination von Alendronat und Colecalciferol wurden keine zusätzlichen Nebenwirkungen

festgestellt.

Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10),

gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000) bis sehr selten (<1/10.000)

Erkrankungen des

Immunsystems:

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Urtikaria

und Angioödem.

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen:

Selten: symptomatische Hypokalzämie, meist bei Patienten mit

entsprechenden prädisponierenden Faktoren

Erkrankungen des

Nervensystems:

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel

Gelegentlich: Dysgeusie

Augenerkrankungen:

Gelegentlich: Augenentzündungen (Uveitis, Skleritis oder

Episkleritis)

Erkrankungen des Ohrs und

Labyrinths:

Häufig: Vertigo

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts:

Häufig: Bauchschmerzen, Dyspepsie, Verstopfung, Durchfall,

Flatulenz, ösophageales Ulkus

, Dysphagie

, aufgetriebenes

Abdomen, saures Aufstoßen

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Gastritis, Ösophagitis

ösophageale Erosionen

, Meläna

Selten: Ösophagusstriktur

, oropharyngeale Ulzerationen

Perforationen, Ulzera und Blutungen im oberen

Gastrointestinaltrakt (Perforation, Ulkus, Blutung)

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes:

Häufig: Alopezie

, Pruritus

Gelegentlich: Hautausschlag, Erythem

Selten: Ausschlag mit Photosensitivität, schwere Hautreaktionen

einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale

Nekrolyse

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen:

Sehr häufig: muskuloskelettale (Knochen-, Muskel- oder Gelenk-)

Schmerzen, manchmal auch stark

Häufig: Gelenkschwellungen

Selten: Osteonekrose des Kiefers

, atypische subtrochantäre und

diaphysäre Femurfrakturen (unerwünschte Wirkung der

Substanzklasse der Bisphosphonate)

Sehr selten: Knochennekrose des äußeren Gehörgangs

(Nebenwirkung der Arzneimittelklasse der

Bisphosphonate)

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort:

Häufig: Asthenie

, peripheries Ödem

Gelegentlich: vorübergehende Symptome einer Akute-Phase-

Reaktion (Myalgie, Unwohlsein und selten Fieber), üblicherweise

bei Therapiebeginn

Siehe Abschnitt 4.4

Die Häufigkeit in klinischen Studien war in Verum- und Placebogruppe ähnlich.

Siehe Abschnitte 4.2 and 4.4

Diese Nebenwirkung wurde nach Markteinführung beobachtet. Die Häufigkeit „selten“ wurde auf

Grundlage klinischer Studien geschätzt..

Diese Nebenwirkung wurde nach Markteinführung beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung direkt

über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Alendronat

Infolge einer oralen Überdosis können Hypokalzämie, Hypophosphatämie und Nebenwirkungen im

oberen Gastrointestinaltrakt wie Magenverstimmung, Sodbrennen, Ösophagitis, Gastritis oder Ulzera

auftreten.

Spezifische Erfahrungen zur Behandlung einer Überdosis mit Alendronat liegen nicht vor. Bei einer

Überdosis mit Alendronsäure comp. ratiopharm sollten Milch oder Antazida gegeben werden, um

Alendronat zu binden. Wegen des Risikos einer ösophagealen Irritation sollten keine Maßnahmen zum

Erbrechen eingeleitet werden und der Patient sollte sich vollständig aufrecht halten.

Colecalciferol

Bei Langzeittherapie allgemein gesunder Erwachsener wurde für Dosierungen von weniger als

10.000 I.E./Tag keine Vitamin-D-Toxizität dokumentiert. In einer klinischen Studie bei gesunden

Erwachsenen war eine tägliche Dosis von 4.000 I.E. Vitamin D

über bis zu 5 Monate nicht mit

Hypercalciurie oder Hypercalcämie assoziiert.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Therapie von Knochenerkrankungen,

Bisphosphonate; Kombinationen, ATC-Code: M05BB03

Alendronsäure comp. ratiopharm ist eine Kombinationstablette mit den beiden arzneilich wirksamen

Bestandteilen Natriumalendronat Monohydrat und Colecalciferol (Vitamin D

Alendronat

Natriumalendronat ist ein Bisphosphonat, das die durch Osteoklasten vermittelte

Knochenresorption hemmt, ohne eine direkte Wirkung auf die Knochenbildung auszuüben. Studien

zur Präklinik zeigten, dass Alendronat sich bevorzugt an den Stellen der aktiven Resorption

konzentriert. Die Aktivität der Osteoklasten wird gehemmt, Rekrutierung und Anbindung der

Osteoklasten sind jedoch nicht betroffen. Der unter Therapie mit Alendronat gebildete Knochen ist

von normaler Qualität.

Colecalciferol (Vitamin D

3

)

Vitamin D

wird in der Haut durch UV-Licht über die Umwandlung von 7-Dehydrocholesterol zu

Vitamin D

produziert. Bei unzureichender Sonnenbestrahlung ist es essenziell, dass Vitamin D

Bestandteil der Nahrung ist. Vitamin D

wird in der Leber zu 25-Hydroxyvitamin D

umgewandelt

und gespeichert, bis es gebraucht wird. Die Konversion zum aktiven calciummobilisierenden Hormon

1,25-Dihydroxyvitamin D

(Calcitriol) in der Niere ist streng reguliert. Die Hauptwirkung von

1,25-Dihydroxyvitamin D

ist die Erhöhung der intestinalen Resorption von Calcium und Phosphat

sowie die Regulierung von Serum-Calcium, der renalen Ausscheidung von Calcium und von

Phosphat, der Knochenbildung und Knochenresorption.

Vitamin D

wird für eine normale Knochenbildung benötigt. Ein Vitamin-D-Mangel entsteht, wenn

Sonnenbestrahlung und Aufnahme aus der Nahrung unzureichend sind. Ein Mangel steht in

Verbindung mit einer negativen Calciumbilanz, Knochenverlust und einem erhöhten Risiko für

Skelettfrakturen. In schweren Fällen kann ein Mangel zu sekundärem Hyperparathyreoidismus,

Hypophosphatämie, Schwäche der proximalen Muskulatur und Osteomalazie und so zu einem weiter

erhöhten Risiko für Stürze und Knochenbrüche bei osteoporotischen Personen führen. Eine

Ergänzung mit Vitamin D senkt diese Risiken und ihre Konsequenzen.

Osteoporose wird definiert als eine Knochendichte (BMD: Bone mineral density) an Wirbelsäule oder

Hüfte, die 2,5 Standardabweichungen unter dem Mittelwert für eine normale, junge Bevölkerung

liegt, oder ungeachtet der Knochendichte als vorliegende pathologische Fraktur.

Studien mit Alendronsäure comp. ratiopharm

Die Wirkung von Alendronsäure comp. ratiopharm /70 mg Alendronat/2800 I.E. Vitamin D

und 70

mg Alendronat/5600 I.E. Vitamin D

) auf den Vitamin D-Status wurde in einer 15-wöchigen,

multinationalen Studie an 476 postmenopausalen kaukasischen Frauen mit Osteoporose gezeigt

(mittlerer Serum-Ausgangswert von 25-Hydroxyvitamin D: 18,76 ng/ml; Bereich: 9,0 – 47,7 ng/ml;

mittleres Alter: 63 Jahre; Berich: 42 – 93 Jahre). Die Patienten erhielten Alendronsäure comp.

ratiopharm in der niedrigeren Stärke (70 mg/2800 I.E.) (n=157), in der höheren Stärke (70 mg/5600

I.E.) (n=161) oder Fosamax (Alendronat) 70 mg einmal wöchentlich (n=158); weitere Vitamin D-

Ergänzungsmittel waren untersagt. Alle Patienten erhielten als Ergänzung orales Calcium in Dosen

von 500 mg pro Tag. Die Patienten mußten eine strikte Diät einhalten und durften sich nur begrenzt

Sonnenlicht aussetzen. Nach 15-wöchiger Behandlung waren die mittleren Serumspiegel von 25-

Hydroxyvitamin D höher (24,07 ng/ml in der Gruppe unter Alendronsäure comp. ratiopharm (70

mg/2800 I.E.) und Alendronsäure comp, ratiopharm (70 mg/5600 I.E.) als in der Gruppe unter

Alendronat allein (18,07 ng/ml).

Alendronsäure comp. ratiopharm (70 mg/2800 I.E.) bzw. Alendronsäure comp.ratiopharm (70

mg/5800 I.E.) senkte signifikant nach 15 Wochen den Anteil an Patienten mit Vitamin-D-Insuffizienz

(Serumwert von 25-Hydroxyvitamin D <37,5 nmol/l) [<15 ng/ml]) um 75,66% bzw. 87,44% im

Vergleich zu Alendronat allein (8,8% bzw. 4,7% vs. 37,0%)

Alendronsäure comp. ratiopharm (70 mg/2800 I.E.) senkte signifikant den Anteil an Patienten mit

Vitamin-D-Mangel (Serumwert von 25-Hydroxyvitamin D < 22,5 nmol/l [<9 ng/ml]) um 63,44% im

Vergleich zu Alendronat allein (5,1 % vs. 15,1 %).

Alendronsäure comp. ratiopharm (70 mg/5600 I.E.) senkte signifikant das Risiko eines Vitamin-D-

Mangels (Serumwert von 25-Hydroxyvitamin D [<9 ng/ml]) um 82,57% im Vergleich zu Alendronat

allein (2,7% vs. 15,1%).

Studien mit Alendronat

Die therapeutische Gleichwertigkeit von Alendronat einmal wöchentlich 70 mg (n=519) und

Alendronat 10 mg täglich (n=370) wurde in einer Ein-Jahres-Multicenter-Studie an postmenopausalen

Frauen mit Osteoporose nachgewiesen. Die Anstiege über die Ausgangswerte der BMD an der

Lendenwirbelsäule betrugen nach einem Jahr im Mittel 5,1 % (95 % CI: 4,8, 5,4 %) in der Gruppe mit

70 mg einmal wöchentlich und 5,4 % (95 % CI: 5,0, 5,8 %) in der Gruppe mit 10 mg täglich. Die

mittleren BMD-Zunahmen betrugen 2,3 % bzw. 2,9 % am Femurhals und 2,9 % bzw. 3,1 % an der

gesamten Hüfte in der Gruppe mit 70 mg einmal wöchentlich bzw. in der mit 10 mg täglich. Die zwei

Behandlungsgruppen waren auch hinsichtlich der BMD-Zunahmen an anderen Skelettstellen

vergleichbar.

Die Wirkungen von Alendronat auf Knochenmasse und Frakturinzidenz bei postmenopausalen Frauen

wurden in zwei Phase-III-Studien von identischem Design (n=944) sowie in der Fraktur-

Interventions-Studie (FIT: n=6.459) untersucht.

In den Phase-III-Studien betrugen die mittleren Anstiege der BMD mit Alendronat 10 mg/Tag im

Verhältnis zu Plazebo nach 3 Jahren 8,8 % an der Wirbelsäule, 5,9 % am Femurhals und 7,8 % am

Trochanter. Die BMD des Gesamtskeletts stieg ebenfalls signifikant an. In der mit Alendronat

behandelten Gruppe wurde im Vergleich zur Plazebo-Gruppe eine Reduktion um 48 % (Alendronat

3,2 % gegenüber Plazebo 6,2 %) bei dem Anteil von Patientinnen, die eine oder mehrere

Wirbelfrakturen erlitten, erreicht. In der Zwei-Jahres-Verlängerung dieser Studien hielten die

Anstiege der BMD von Wirbelsäule und Trochanter weiterhin an; auch die BMD des Femurhalses

und des gesamten Körpers wurde aufrechterhalten.

FIT bestand aus zwei plazebokontrollierten Studien, bei denen Alendronat täglich (5 mg täglich über

2 Jahre und anschließend 10 mg täglich weiterhin entweder über 1 oder 2 Jahre) eingenommen wurde:

FIT 1: eine Drei-Jahres-Studie an 2.027 Patientinnen mit mindestens einer vorbestehenden

Wirbel-(Kompressions-)Fraktur. In dieser Studie reduzierte die tägliche Gabe von Alendronat

das Auftreten von mindestens einer neuen Wirbelfraktur um 47 % (Alendronat 7,9 %

gegenüber Plazebo 15,0 %). Zusätzlich wurde eine signifikante Reduktion der Inzidenz von

Hüftfrakturen (1,1 % gegenüber 2,2 %; Reduktion um 51 %) festgestellt.

FIT 2: eine Vier-Jahres-Studie an 4.432 Patientinnen mit einer niedrigen Knochenmasse, aber

ohne vorbestehende Wirbelfraktur. In dieser Studie wurde in der Analyse der Subgruppe mit

osteoporotischen Frauen (37 % der Gesamtzahl, die nach der o. g. Definition an Osteoporose

litten) ein signifikanter Unterschied in der Inzidenz von Hüftfrakturen (Alendronat 1,0%

gegenüber Plazebo 2,2 %; Reduktion um 56 %) und in der Inzidenz von mindestens einer

Wirbelfraktur (2,9 % gegenüber 5,8 %; Reduktion um 50 %) beobachtet.

Laborwerte

In klinischen Studien wurden asymptomatische, leichte und vorübergehende Abnahmen des Serum-

Calciums und -Phosphats bei ca. 18 % beziehungsweise 10 % der Patienten beobachtet, die

Alendronat 10 mg/Tag einnahmen, gegenüber ca. 12 % und 3 % derjenigen, die Plazebo einnahmen.

Dennoch traten Abnahmen des Serum-Calciums bis < 8,0 mg/dl (2,0 mmol/l) und des Serum-

Phosphats bis

2,0 mg/dl (0,65 mmol/l) in beiden Behandlungsgruppen mit ähnlicher Häufigkeit auf.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Alendronat

Resorption

Bezogen auf eine intravenöse Referenzdosis betrug die mittlere orale Bioverfügbarkeit von

Alendronat bei Frauen 0,64 % für Dosen zwischen 5 und 70 mg nach nächtlichem Fasten und zwei

Stunden vor Aufnahme eines standardisierten Frühstücks. Die Bioverfügbarkeit nahm entsprechend

auf etwa 0,46 % und 0,39 % ab, wenn Alendronat eine oder eine halbe Stunde vor einem

standardisierten Frühstück eingenommen wurde. In Osteoporosestudien war Alendronat wirksam,

wenn es mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Trinken des Tages eingenommen wurde.

Der Alendronatbestandteil der Alendronsäure comp. ratiopharm Kombinationstablette (70 mg/2800

I.E.) und der Tablette mit 70 mg Alendronat sind bioäquivalent.

Der Alendronatbestandteil der Alendronsäure comp. ratiopharm Kombinationstablette (70 mg/5600

I.E.) und der Tablette mit 70 mg Alendronat sind bioäquivalent.

Die Bioverfügbarkeit war minimal, wenn Alendronat mit oder bis zu zwei Stunden nach einem

standardisierten Frühstück angewendet wurde. Die gemeinsame Einnahme von Alendronat mit Kaffee

oder Orangensaft reduzierte die Bioverfügbarkeit um etwa 60 %.

Bei gesunden Probanden führte die Gabe von oralem Prednison (20 mg dreimal täglich über fünf

Tage) zu keiner klinisch bedeutsamen Veränderung der oralen Bioverfügbarkeit von Alendronat

(Anstieg im Mittel im Bereich von 20 % bis 44 %).

Verteilung

Studien an Ratten haben ergeben, dass Alendronat sich nach intravenöser Gabe von 1 mg/kg

vorübergehend in Weichteilgeweben verteilt, sich aber dann rasch in den Knochen umverteilt oder mit

dem Urin ausgeschieden wird. Das mittlere Steady-State-Volumen der Verteilung beträgt, den

Knochen ausgenommen, mindestens 28 Liter beim Menschen. Die Plasmakonzentrationen nach

Aufnahme oraler therapeutischer Dosen von Alendronat sind zu niedrig für einen analytischen

Nachweis (< 5 ng/ml). Die Proteinbindung im menschlichen Plasma beträgt ca. 78 %.

Biotransformation

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Alendronat beim Tier oder beim Menschen metabolisiert wird.

Ausscheidung

Nach intravenöser Gabe einer einzelnen Dosis von

C-Alendronat wurden etwa 50 % der radioaktiv

markierten Substanz innerhalb von 72 Stunden mit dem Urin ausgeschieden und wenig oder keine

Radioaktivität wurde in den Fäzes wiedergefunden. Nach intravenöser Gabe einer einzelnen Dosis

von 10 mg betrug die renale Clearance von Alendronat 71 ml/min und die systemische Clearance

überschritt nicht 200 ml/min. Die Plasmakonzentrationen fielen um mehr als 95 % innerhalb von

sechs Stunden nach intravenöser Gabe. Die terminale Halbwertszeit beim Menschen wird unter

Berücksichtigung der Freisetzung von Alendronat aus dem Skelett auf über zehn Jahre geschätzt.

Alendronat wird bei Ratten nicht über das saure oder basische Transportsystem der Nieren

ausgeschieden und daher wird nicht angenommen, dass es beim Menschen die Ausscheidung anderer

Arzneimittel durch diese Transportsysteme beeinflusst.

Colecalciferol

Resorption

Bei gesunden erwachsenen Probanden (Frauen und Männer) betrug nach der Gabe von

Alendronsäure comp. ratiopharm (70 mg/2800 I.E.) nach nächtlichem Fasten die mittlere Fläche unter

der Serum-Konzentration-Zeit-Kurve (AUC

0-72 h

) für Vitamin D

177,929 ng*h/ml (ohne

Berücksichtigung endogener Vitamin-D

-Spiegel). Die mittlere maximale Konzentration im Serum

) von Vitamin D

betrug 5,761 ng/ml und die Medianzeit bis zum Erreichen der maximalen

Serumkonzentration (T

) 12,5 Stunden. Die Bioverfügbarkeit von 2800 I.E. Vitamin D

Alendronsäure comp. ratiopharm ist der von allein eingenommenem 2800 I.E. Vitamin D

vergleichbar.

Bei gesunden erwachsenen Probanden (Frauen und Männer) betrug nach der Gabe von

Alendronsäure comp. ratiopharm (70 mg/5600 I.E.) nach nächtlichem Fasten die mittlere Fläche unter

der Serum-Konzentration-Zeit-Kurve (AUC

0-72 h

) für Vitamin D

426,671 ng*h/ml (ohne

Berücksichtigung endogener Vitamin-D

-Spiegel). Die mittlere maximale Konzentration im Serum

) von Vitamin D

betrug 12,335 ng/ml und die Medianzeit bis zum Erreichen der maximalen

Serumkonzentration (T

) 13,91 Stunden. Die Bioverfügbarkeit von 5600 I.E. Vitamin D

Alendronsäure comp. ratiopharm ist der von allein eingenommenem 5600 I.E. Vitamin D

vergleichbar.

Verteilung

Nach der Resorption geht Vitamin D

als Bestandteil von Chylomikronen ins Blut über. Vitamin D

wird rasch verteilt, hauptsächlich in die Leber, wo es zu 25-Hydroxyvitamin D

, der

Hauptspeicherform, metabolisiert wird. Kleinere Mengen verteilen sich in Fett- und Muskelgewebe

und werden dort als Vitamin D

gespeichert, um später in den Kreislauf abgegeben zu werden.

Zirkulierendes Vitamin D

ist an Vitamin-D-bindendes Protein gebunden.

Biotransformation

Vitamin D

wird in der Leber rasch zu 25-Hydroxyvitamin D

hydroxyliert und dann in der Niere zu

1,25-Dihydroxyvitamin D

, der biologisch aktiven Form, metabolisiert. Vor der Ausscheidung kommt

es zu weiterer Hydroxylierung. Ein kleiner Anteil Vitamin D

wird vor Ausscheidung glukuronidiert.

Ausscheidung

Bei Gabe von radioaktiv markiertem Vitamin D

an gesunde Probanden betrug die mittlere

Ausscheidung der Radioaktivität im Urin nach 48 Stunden 2,4 %, in den Fäzes nach 4 Tagen 4,9 %. In

beiden Fällen wurde die Radioaktivität fast ausschließlich als Metaboliten der Ausgangssubstanz

ausgeschieden.

Nierenfunktionseinschränkung

Präklinische Studien haben gezeigt, dass der Anteil von Alendronat, der nicht im Knochen abgelagert

wird, schnell über den Urin ausgeschieden wird. Es wurden keine Hinweise auf eine Sättigung der

Aufnahmefähigkeit des Knochens nach Langzeitdosierung von kumulativen intravenösen Dosen bis

zu 35 mg/kg bei Tieren gefunden. Obwohl keine klinischen Daten darüber vorliegen, ist dennoch

damit zu rechnen, dass die renale Elimination von Alendronat wie in den Tierversuchen auch bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion reduziert sein wird. Daher ist bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion eine etwas erhöhte Kumulation von Alendronat im Knochen zu

erwarten (siehe Abschnitt 4.2).

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Es wurden keine nicht-klinischen Studien mit der Kombination von Alendronat und Colecalciferol

durchgeführt.

Alendronat

Nicht-klinische Daten auf Grundlage konventioneller Studien zur Sicherheitspharmakologie, zur

chronischen Toxizität, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen. Studien an Ratten zeigten, dass die Gabe von Alendronat an

trächtige Ratten mit dem Auftreten von Dystokie bei den Muttertieren einherging, die auf eine

Hypokalzämie zurückzuführen war. In Studien verursachten hohe Dosen bei Ratten ein vermehrtes

Auftreten von unvollständiger Ossifikation bei den Feten. Die Bedeutung dieser Beobachtung für den

Menschen ist nicht bekannt.

Colecalciferol

In Tierstudien wurden bei weit höheren Dosen als der therapeutischen Dosis beim Menschen

reproduktionstoxische Wirkungen beobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Mannitol (E421)

Mikrokristalline Cellulose (E460)

Hochdisperses Siliciumdioxid, wasserfrei (E551)

Magnesiumstearat (E572)

Sucrose

Copovidon (E1201)

Butylhydroxytoluen (BHT) (E321)

Mittelkettige Triglyceride

Polyvinylalkohol– partiell hydrolysiert

Titandioxid (E171)

Macrogol 3350

Talk (E553b)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Lagerungshinweise

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

OPA/Al/PVC-Al-Blisterpackungen, in Umkartons zu 4, 4x1, 4 (Kalenderpackung), 12, 12

(Kalenderpackung), 16, 24 oder 28 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7. INHABER DER ZULASSUNG

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,07 mg (2800 IU) Tabletten: 135580

Alendronsäure comp. ratiopharm 70 mg/0,14 mg (5600 IU) Tabletten: 135581

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 23.Mai 2014

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 23. August 2016

10.

STAND DER INFORMATION

08/2016

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

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