Alapril 10 mg - Tabletten

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

18-01-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

18-01-2019

Wirkstoff:
ENALAPRIL MALEAT
Verfügbar ab:
S.Med Handels GmbH
ATC-Code:
C09AA
INN (Internationale Bezeichnung):
ENALAPRIL MALEAT
Einheiten im Paket:
30 Stück, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
ACE-inhibitors, plain
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-24742
Berechtigungsdatum:
2002-11-18

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Alapril 10 mg-Tabletten

Wirkstoff: Enalaprilmaleat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind (siehe Abschnitt 4).

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Alapril 10 mg und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Alapril 10 mg beachten?

Wie ist Alapril 10 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Alapril 10 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ALAPRIL 10 mg UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Alapril enthält den Wirkstoff Enalapril. Dieser gehört zur Wirkstoffgruppe der ACE-Hemmer

(ACE = Angiotensin Converting Enzyme). Es hemmt die Bildung eines körpereigenen,

gefäßverengenden Wirkstoffs (Angiotensin II). Dadurch wird ein erhöhter Blutdruck gesenkt

und die Herzleistung bei Herzmuskelschwäche verbessert.

Alapril wird angewendet zur

Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie)

Behandlung einer Herzschwäche (Herz pumpt nicht genug Blut durch den Körper) mit

Beschwerden (Herzinsuffizienz)

Vorbeugung einer Herzschwäche mit Beschwerden bei Patienten mit

beschwerdefreier Fehlfunktion der linken Herzkammer

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ALAPRIL 10 mg BEACHTEN?

Alapril 10 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Enalalprilmaleat, einen der sonstigen

Bestandteile von Alapril oder einen anderen ACE-Hemmer sind.

Zu Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck-

oder Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.

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wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes

angioneurotisches Ödem/Angioödem, hatten, das durch einen ACE-Hemmer

ausgelöst wurde.

Zu den Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), rote Flecken an

Händen, Füßen und Hals, Schwellungen des Rachens und der Zunge, Schwellungen

um die Augen und Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden.

bei erblich bedingtem Angioödem oder Angioödem ohne fassbarer Ursache

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie im zweiten oder dritten Trimester schwanger sind (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen

Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich

dadurch das Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im

Rachenbereich) erhöht.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems

erhöht sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder

zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Enalapril ist erforderlich bei:

Blutdruckabfall mit Beschwerden (symptomatische Hypotonie).

Während der Behandlung mit Alapril kann ein Blutdruckabfall auftreten und erfordert in

bestimmten Fällen ärztliche Überwachung:

bei Volumenmangel z.B. aufgrund einer Behandlung mit entwässernden

Arzneimitteln, salzarmer Diät, Blutwäsche (Dialyse), Durchfall oder Erbrechen.

bei Herzschwäche - mit oder ohne begleitende Nierenschwäche, insbesondere bei

schwerer Herzschwäche und Behandlung mit bestimmten entwässernden

Arzneimitteln (Schleifendiuretika) in hoher Dosierung, Natriummangel im Blut oder

Nierenfunktionseinschränkungen.

bei Durchblutungsstörungen des Herzens oder Erkrankungen der Gehirngefäße, da

ein übermäßiger Blutdruckabfall zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall

führen könnte.

Einengungen und Ausflussbehinderungen im Bereich der linken Herzkammer (Aorten-

bzw. Mitralklappenstenose, hypertrophe Kardiomyopathie)

Nierenfunktionsstörung

Verengung der Nierenschlagader (beidseitig oder einseitig bei Einzelniere)

Nierentransplantation

Hinsichtlich der Behandlung mit Enalapril von Patienten mit frischer Nierentransplantation

bestehen keine Erfahrungen. Daher wird die Behandlung mit Enalapril für diese Patienten

nicht empfohlen.

Leberfunktionsstörung

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Wenn bei Ihnen während der Behandlung eine Gelbsucht oder ein deutlicher Anstieg der

Leberenzyme auftritt, dürfen Sie Enalapril nicht weiter einnehmen und müssen von Ihrem

Arzt entsprechend behandelt werden.

Blutbildveränderungen (Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und Anämie)

Eine regelmäßige Kontrolle der Anzahl der weißen Blutkörperchen ist angeraten bei

Vorliegen besonderer Risikofaktoren wie bestimmten Erkrankungen des Bindegewebes

(Kollagenosen mit Gefäßbeteiligung), unter Behandlung mit Arzneimitteln, die das

Immunsystem unterdrücken, Allopurinol (Gichtmittel), Procainamid (gegen

Herzrhythmusstörungen), insbesondere bei vorbestehender Einschränkung der

Nierenfunktion. Informieren Sie ihren Arzt über alle Anzeichen einer Infektion.

Überempfindlichkeit/Angioneurotisches Ödem

Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioneurotische Ödeme) im Gesicht,

Gliedmaßen, Lippen, Zunge, Stimmapparat und/oder Kehlkopf wurden berichtet. Sie

können zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung auftreten. In solchen Fällen darf

Enalapril nicht weiter eingenommen werden und es ist sofort ein Arzt zu verständigen.

Angioneurotische Ödeme mit Beteiligung des Kehlkopfes können tödlich verlaufen. Wenn

Zunge, Stimmapparat oder Kehlkopf betroffen sind, droht eine Atemwegsverengung.

Im Vergleich mit Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten schwarzer

Hautfarbe eine höhere Häufigkeit von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet.

Patienten, bei denen in der Vergangenheit Angioödeme bereits aufgetreten sind, können

besonders gefährdet sein, während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer ein

Angioödem zu entwickeln.

der Anwendung eines der folgenden Arzneimittel, da sich das Risiko eines Angioödems

(rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen) erhöht:

Sirolimus, Everolimus (werden zur Verhinderung einer Abstoßung des

Organtranplantats verwendet), Temsirolimus (gegen Krebs) und andere

Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören

der gleichzeitigen Einnahme eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von

hohem Blutdruck:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane

bezeichnet, z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Alapril 10 mg darf nicht eingenommen werden.“

Zur Vermeidung lebensbedrohlicher Überempfindlichkeitsreaktionen ist die Behandlung mit

Enalapril vor folgenden Behandlungen vom Arzt zeitweise zu unterbrechen:

Desensibilisierungsbehandlung gegen Insektengifte

LDL-Apherese mit Dextransulfat (Blutwäsche zur Entfernung von Blutfetten)

Dialyse mit High-Flux-Membranen (z.B. AN 69°)

Weiters ist besondere Vorsicht geboten bei:

Zuckerkrankheit (Diabetes)

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Wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden und mit Antidiabetika zum Einnehmen oder Insulin

behandelt werden, sollten im 1. Monat einer Behandlung mit Enalapril engmaschige

Blutzuckerkontrollen erfolgen.

Husten

Wenn während der Behandlung Husten auftritt, ist die Ursache vom Arzt abzuklären.

Operation/Anästhesie

Falls Sie sich einer größeren Operation unterziehen müssen oder eine Anästhesie

(Narkose) erhalten (auch in der Zahnarztordination), informieren Sie den Narkosearzt,

dass Sie Enalapril einnehmen, da es unter Narkose zu einem Blutdruckabfall kommen

kann.

Erhöhter Kaliumgehalt im Blut

Während der Behandlung mit Enalapril kann es zu einem Anstieg der Serum-Kalium-

Konzentrationen kommen. Risikofaktoren sind Nierenschwäche, Zuckerkrankheit,

gleichzeitige Behandlung mit kaliumsparenden entwässernden Arzneimitteln,

Kaliumpräparaten oder kaliumhaltigen Salzersatzmitteln sowie anderen Arzneimitteln wie

z.B. Heparin. Ist die gleichzeitige Anwendung mit einer der o.g. Substanzen angezeigt,

wird Ihr Arzt eine regelmäßige Überwachung der Serum-Kalium-Werte durchführen.

Lithium

Die Kombination von Lithium und Enalapril wird im Allgemeinen nicht empfohlen.

Kinder

Alapril wird für Kinder (ab 50kg) ausschließlich für die Indikation Hypertonie empfohlen.

Für Neugeborene und für Kinder mit Nierenfunktionsstörungen wird die Anwendung von

Alapril nicht empfohlen, da keine Daten vorliegen.

Ethnische Unterschiede

Wie andere ACE-Hemmer senkt Enalapril offenbar bei Patienten mit schwarzer

Hautfarbe den Blutdruck weniger stark, als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe.

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Alapril einnehmen, wenn Sie glauben, schwanger

zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Alapril sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen

werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen

werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Einnahme von Alapril 10 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben

oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Vor allem sollten Sie Ihren Arzt informieren wenn Sie Folgendes verwenden:

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats

verwendet werden (Sirolimus, Everolimus), Temsirolimus (gegen Krebs) und andere

Arzneimittel die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören). Siehe Abschnitt

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.

Kaliumsparende entwässernde Arzneimittel (z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren

oder Amilorid), Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzmittel, Heparin und Co-

Trimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol

entwässernde Arzneimittel (Thiazide oder Schleifendiuretika)

anderen blutdrucksenkende Arzneimittel wie Beta-Blocker oder gefäßerweiternde

Arzneimittel

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Lithium (gegen Depressionen)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Trizyklische

Antidepressiva, Neuroleptika)

Betäubungs- und Beruhigungsmittel (Anästhetika, Narkotika)

Nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAID)

Gold

Sympathomimetika (u.a. zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma)

Arzneimittel zur Behandlung von Zuckerkrankheit (Antidiabetika zum Einnehmen, Insulin)

Acetylsalicylsäure (ASS)

Arzneimittel zur Auflösung von Blutgerinnseln (Thrombolytika)

Alkohol

Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und

andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z. B.

Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin,

ein Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstoßung von

transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur

Blutverdünnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

Wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte „ Alapril 10 mg darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“.

Einnahme von Alapril 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Zur leichteren Einnahme dürfen die Tabletten geteilt oder zerdrückt werden und können

unabhängig von den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Informieren Sie ihren Arzt, bevor Sie Alapril einnehmen, wenn Sie glauben, schwanger zu

sein oder eine Schwangerschaft planen. In der Regel wird Ihr Arzt Sie anweisen, die

Einnahme von Alapril zu beenden, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind und er wird

Ihnen ein anderes Medikament anstelle von Alapril verschreiben.

Alapril sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen

werden, und darf während des zweiten und dritten Trimesters nicht eingenommen werden,

da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Stillzeit:

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen, oder wenn Sie vorhaben zu stillen. Es wird nicht

empfohlen, während der Einnahme von Alapril Neugeborene (erste Wochen nach der

Geburt) und Frühgeborene zu stillen.

Im Falle älterer Säuglinge sollte Sie Ihr Arzt über den Nutzen und das Risiko bei Einnahme

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von Alapril im Vergleich zu alternativen Therapien während der Stillzeit aufklären.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen ist zu

beachten, dass sehr häufig verschwommenes Sehen und gelegentlich Schwindel oder

Schwächegefühl auftreten können.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Alapril 10 mg

Alapril 10 mg enthält Lactose-Monohydrat (Milchzucker).

Bitte nehmen Sie Alapril erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist,

dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) leiden.

3.

WIE IST ALAPRIL 10 mg EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Alapril immer genau nach Anweisung des Arztes ein.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Einnahme des Arzneimittels

Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit ein.

Zur erleichterten Einnahme dürfen die Tabletten geteilt oder zerdrückt werden.

Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser eingenommen

werden.

Dosierung

Bluthochdruck (Hypertonie)

Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis in Abhängigkeit von Ihrem Zustand und der Wirkung

auf Ihren Blutdruck festlegen.

Die Anfangsdosis beträgt 5 bis 10mg. Enalapril wird einmal am Tag eingenommen.

Ihr Arzt wird in bestimmten Fällen eventuell eine niedrigere Anfangsdosis für Sie festlegen. In

diesen Fällen wird Ihnen Ihr Arzt ein anderes Arzneimittel verordnen:

bei stark aktiviertem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (z.B. nierengefäßbedingter

Bluthochdruck, Salz- und/oder Volumenmangel, Herzdekompensation oder schwerem

Bluthochdruck).

Der Beginn der Behandlung sollte unter medizinischer Überwachung stattfinden.

nach vorausgegangener Behandlung mit hochdosierten entwässernden Arzneimitteln

(Diuretika). Wenn möglich, wird Ihr Arzt die Behandlung mit entwässernden Arzneimitteln

für 2 bis 3 Tage unterbrechen, bevor mit der Enalapril-Behandlung begonnen wird. Die

Nierenfunktion und der Kaliumspiegel im Blut sollten überwacht werden.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 20 mg Enalapril täglich.

Die maximale Erhaltungsdosis beträgt 40 mg Enalapril pro Tag.

Herzschwäche (Herzinsuffizienz und asymptomatische linksventrikuläre Dysfunktion)

Enalapril wird bei der Behandlung der Herzschwäche üblicherweise zusätzlich zu

Entwässerungsmedikamenten und evtl. auch Herzglykosiden oder Betablockern

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angewendet. Die Anfangsdosis beträgt 2,5 mg Enalapril. Alapril Tabletten sind für diese

Anfangsdosis nicht geeignet. Ihr Arzt wird Ihnen dafür ein anderes Arzneimittel verordnen.

Ihr Arzt wird die Enalapril Dosis schrittweise auf die übliche Erhaltungsdosis von 20 mg

steigern.

Die Erhaltungsdosis kann als Einzeldosis oder auf zwei Gaben verteilt eingenommen

werden, je nach Verträglichkeit.

Diese Dosiseinstellung wird Ihr Arzt über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen durchführen.

Die Maximaldosis von 40 mg pro Tag wird auf zwei Gaben verteilt.

Empfohlene Dosierungsschritte von Enalapril bei Patienten mit Herzinsuffizienz /

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion

Woche

Dosis mg/Tag

Woche 1

Tag 1 bis 3: 2,5 mg/Tag als Einzeldosis

Tag 4 bis 7: 5 mg/Tag auf 2 Gaben verteilt

Alapril Tabletten sind dafür nicht geeignet.

Woche 2

10 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben

verteilt

Wochen 3 und 4

20 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben

verteilt

Ihr Arzt wird Sie vor und während der Behandlung regelmäßig untersuchen und Kontrollen

durchführen, welche vor allem Blutdruck und Nierenfunktion sowie Blut-Kalium-Werte

umfassen. Bitte halten Sie die Untersuchungstermine genau ein und informieren Sie Ihren

Arzt, wenn bei Ihnen während der Behandlung der Blutdruck zu stark abfällt (erkennbar an

Beschwerden wie Schwindelgefühl und Benommenheit). Ein sehr starker Blutdruckabfall bei

Therapiebeginn bedeutet nicht, dass auch während der Dauerbehandlung mit Alapril solche

Reaktionen auftreten werden und schließt die Weiterbehandlung mit dem Arzneimittel nicht

aus.

Sollten Sie entwässernde Medikamente (Diuretika) einnehmen, so wird ihr Arzt

möglicherweise zu Beginn der Behandlung eine niedrigere Dosis von Enalapril empfehlen.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Ihr Arzt wird die Dosis von Enalapril entsprechend verringern und/oder die Zeiträume

zwischen den Einnahmen verlängern oder Ihnen ein anderes Enalapril hältiges Arzneimittel

verordnen.

Anwendung bei älteren Patienten (älter als 65 Jahre)

Die Dosierung wird vom Arzt entsprechend der Nierenfunktion des Patienten angepasst.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrungen bei der Anwendung von Enalapril bei Kindern

mit Bluthochdruck.

Da zu den anderen Anwendungsbereichen keine Erfahrungen vorliegen, kann die Einnahme

von Enalapril nur für Kinder mit Bluthochdruck empfohlen werden.

Für Patienten, die Tabletten schlucken können, wird die Dosis vom Arzt individuell, dem

Zustand und der Wirkung auf den Blutdruck entsprechend angepasst werden.

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Für Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis < 50 kg sind Alapril Tabletten für den

Beginn der Behandlung nicht geeignet.

Für Patienten mit einem Körpergewicht ≥ 50 kg beträgt die empfohlene Anfangsdosis 5mg.

Alapril wird einmal täglich eingenommen.

Die Dosierung sollte sich nach den Erfordernissen des Patienten richten, wobei ein

Maximum von 20 mg/Tag für Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis < 50 kg und

von 40 mg/Tag für Patienten ≥ 50 kg nicht überschritten werden sollte (siehe Abschnitt 4.4).

Da keine Daten dazu vorliegen, wird die Anwendung bei Neugeborenen und Kindern mit

eingeschränkter Nierenfunktion nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Alapril 10 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Anzeichen einer Überdosierung:

Als auffälligste Merkmale einer Überdosierung können schwerer Blutdruckabfall (Eintritt etwa

6 Stunden nach Einnahme), Kreislaufversagen, Elektrolytverluste, Nierenversagen,

beschleunigte und flache Atmung (Hyperventilation), Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen,

Schwindel, Angstgefühl und Husten auftreten.

Bei starkem Blutdruckabfall und Schwindelgefühl sollten Sie sich hinlegen und Ihre Beine

hochlagern. Wenn Sie eine Überdosierung vermuten, sollten Sie unverzüglich medizinische

Hilfe in Anspruch nehmen. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie die

Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf. Sie dürfen nicht selbst zum

Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person darum, oder rufen Sie einen

Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der behandelnde Arzt

weiß, was Sie eingenommen haben.

Für das medizinische Fachpersonal: Informationen zur Vergiftung mit Enalapril sind am

Ende dieser Gebrauchsinformation zu finden!

Wenn Sie die Einnahme von Alapril 10 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben, sondern lassen Sie die versäumte Dosis aus, und setzen Sie die Einnahme in der

vorgesehenen Weise fort.

Wenn Sie die Einnahme von Alapril 10 mg abbrechen

Die Dosierung von Enalapril sollte ohne Anweisung des Arztes nicht geändert oder

unterbrochen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass Alapril zu stark oder

zu schwach wirkt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

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Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die folgenden Begriffe werden verwendet, um die Häufigkeiten von auftretenden

Nebenwirkungen einzuordnen:

Sehr häufig:

betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Wenn eine der folgenden Reaktionen bei Ihnen auftritt, beenden Sie die Einnahme von

Alapril und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus:

Überempfindlichkeit/Angioödem: Haut- und Schleimhautschwellungen mit Beteiligung

von Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Zunge, Stimmapparat und/oder Kehlkopf, eventuell

begleitet von Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken oder Hautausschlag.

Schwerwiegender Blutdruckabfall, der zu Schwindel, Schwächegefühl und

Benommenheitsgefühl (besonders, wenn Sie schnell aufstehen) führt.

Über folgende Nebenwirkungen wurden unter Alapril berichtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich:

Blutarmut

Selten:

Blutbildveränderungen, Knochenmarkserkrankung, Lymphknotenschwellung,

Erkrankungen des Immunsystems

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich:

Unterzuckerung

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Kopfschmerzen, Depressionen Schlaganfall (vermutlich in Folge

übermäßigen Blutdruckabfalls bei hochgefährdeten Patienten)

Gelegentlich:

Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität,

Taubheitsgefühle, Schwindel

Selten:

verändertes Träumen, Schlafstörungen

Augenerkrankungen

Sehr häufig:

Verschwommensehen

Erkrankungen des Herzens

Sehr häufig:

Schwindel

Häufig:

niedriger Blutdruck (einschließlich bei Lageänderung des Körpers wie

Aufstehen oder Niederlegen), Ohnmacht, Herzinfarkt (vermutlich in Folge

übermäßigen Blutdruckabfalls bei hochgefährdeten Patienten), Schmerzen

im Brustkorb, Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris (anfallsartige

Herzschmerzen aufgrund einer Durchblutungsstörung des Herzens),

Herzrasen

Gelegentlich:

Herzklopfen

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Erkrankungen der Gefäße

Selten:

Raynaud-Phänomen (Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mittelfells

Sehr häufig:

Husten

Häufig:

Atemnot

Gelegentlich:

rinnende Nase, Halsschmerzen und Heiserkeit, Asthma

Selten:

Flüssigkeitseinlagerungen in der Lunge, Schnupfen, allergische

Lungenerkrankung

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Sehr häufig:

Übelkeit

Häufig:

Durchfall, Bauchschmerzen, Geschmacksveränderungen

Gelegentlich:

Darmverschluss, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Erbrechen,

Verdauungsstörungen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Magenreizung,

Mundtrockenheit, Magengeschwür

Selten

Zahnfleischentzündungen, Zungenentzündung

Sehr selten:

Schwellungen der Darmschleimhaut

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Leberversagen, Leberentzündung, Gallestauung (einschließlich Gelbsucht)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Ausschlag, Überempfindlichkeit, Schwellung von Gesicht, Armen und

Beinen, Lippen, Zunge und/oder Kehlkopf.

Gelegentlich:

Schwitzen, Hautjucken, Nesselsucht, Haarausfall

Selten:

Hautrötungen, Hautentzündungen mit schwerwiegenden Hautschädigungen

Ein Symptomenkomplex wurde berichtet, der mit einigen oder allen der folgenden

Nebenwirkungen einhergehen kann: Fieber, Entzündung der Schleimhäute (wie z.B.

Bauchfellentzündung), Gefäßentzündung, Muskelschmerzen/Muskelentzündung,

Gelenkschmerzen/Gelenkentzündung, Blutbildveränderungen.

Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit oder andere Hauterscheinungen können auftreten.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich:

Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen, Eiweißausscheidung im Urin

Selten:

verminderte Harnausscheidung.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich:

Impotenz

Selten:

Vergrößerung der männlichen Brustdrüsen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig:

Schwäche

Häufig:

Müdigkeit

Gelegentlich:

Muskelkrämpfe, anfallsweise Hautrötungen mit Hitzegefühl, Tinnitus

(Ohrgeräusche), Unwohlsein, Fieber.

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Untersuchungen

Häufig:

Anstieg von Kreatinin und Kalium im Blut

Gelegentlich:

Anstieg von Harnstoff im Blut, Abfall der Natriumkonzentration im Blut

Selten:

Anstieg der Leberenzyme im Blut, Anstieg von Bilirubin im Blut.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ALAPRIL 10 mg AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht

mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen.

Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Alapril 10 mg enthält

Der Wirkstoff ist Enalaprilmaleat:

1 Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat:

Die sonstigen Bestandteile sind:

Croscarmellose Natrium,

Laktosemonohydrat,

Magnesiumstearat,

prägelatinierte (vorverkleisterte) Maisstärke,

Natriumhydrogenkarbonat

Wie Alapril 10 mg aussieht und Inhalt der Packung

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Rosafarbene, runde, flache Tablette mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im

Ganzen zu schlucken

Blisterpackung mit 30 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

S.Med GmbH, 1220 Wien, Österreich

Telefon +43 1 5139152-0

Fax +43 1 5138695

smed@smed.at

Z. Nr.: 1-24742

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2019

_________________________________________________________________________

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Zur Behandlung einer Überdosierung wird die intravenöse Infusion von Kochsalzlösung

empfohlen. Im Falle eines Blutdruckabfalls soll der Patient in Schocklagerung gebracht

werden. Falls verfügbar, kann auch eine Therapie mit einer Angiotensin II-Infusion und/oder

einer intravenösen Katecholamininfusion in Erwägung gezogen werden. Wurden die

Tabletten erst kurz zuvor eingenommen, sollten Maßnahmen zur Elimination von Enalapril

getroffen werden (z.B. Erbrechen, Magenspülung, Anwendung von Adsorbentien oder

Natriumsulfat). Enalapril kann durch Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden. Bei

therapierefraktärer Bradykardie ist ein Schrittmacher indiziert. Die Vitalparameter, Elektrolyt-

und Kreatinin-Konzentrationen im Serum sind ständig zu überwachen.

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alapril 5 mg-Tabletten

Alapril 10 mg-Tabletten

Alapril 20 mg-Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Alapril 5 mg-Tabletten

1 Tablette enthält 5 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 157,30 mg Lactose-Monohydrat/Tablette.

Alapril 10 mg-Tabletten

1 Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 85,295 mg Lactose-Monohydrat/Tablette.

Alapril 20 mg-Tabletten

1 Tablette enthält 20 mg Enalaprilmaleat.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 170,47 mg Lactose-Monohydrat/Tablette.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

Alapril 5 mg-Tabletten

Weiße, runde, flache Tablette mit einer Bruchkerbe auf einer Seite

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten für ein erleichtertes Schlucken und nicht

zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Alapril 10 mg-Tabletten

Rosafarbene, runde, flache Tablette mit einer Bruchkerbe auf einer Seite

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten für ein erleichtertes Schlucken und nicht

zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Alapril 20 mg-Tabletten

Hellorange, runde, flache Tablette mit einer Bruchkerbe auf einer Seite

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten für ein erleichtertes Schlucken und nicht

zum Aufteilen in gleiche Dosen.

4.

KLINISCHE ANGABEN

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4.1.

Anwendungsgebiete

Behandlung der Hypertonie

Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz

Prävention der symptomatischen Herzinsuffizienz bei Patienten mit

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion (linksventrikuläre Ejektionsfraktion

[LVEF] ≤ 35 %)

4.2.

Dosierung und Art der Anwendung

Die Resorption von Enalaprilmaleat wird durch Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst.

Die Dosis sollte individuell dem Zustand des Patienten (siehe Abschnitt 4.4) und der Wirkung

auf den Blutdruck angepasst werden.

Es wird empfohlen, Alapril täglich zur selben Tageszeit einzunehmen.

Alapril muss mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Die Tagesdosis soll als Einmalgabe oder bei Bedarf aufgeteilt auf zwei Dosen verabreicht

werden.

Eine maximale Tagesdosis von 40 mg Enalapril soll nicht überschritten werden.

Eine Dosis, die geringer als 5mg ist, kann nicht mit Alapril erreicht werden. Sollte eine

geringere Dosis als 5mg benötigt werden, muss ein anderes Arzneimittel verordnet

werden.

Hypertonie

Die Initialdosis beträgt 5 bis maximal 20 mg Enalapril, je nach Schweregrad der Hypertonie

und dem Zustand des Patienten. Enalapril wird einmal täglich verabreicht.

Bei leichter Hypertonie beträgt die empfohlene Anfangsdosis 5 bis 10 mg.

Bei Patienten mit stark aktiviertem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (z.B. bei renaler

Hypertonie, Salz- und/oder Volumenmangel, Herzdekompensation oder schwerer

Hypertonie) kann es zu einem übermäßigen Blutdruckabfall bei Therapiebeginn kommen.

Bei diesen Patienten ist die Therapie mit 5 mg oder einer geringeren Dosis sowie unter

engmaschiger ärztlicher Überwachung einzuleiten.

Eine vorausgegangene Therapie mit hochdosierten Diuretika kann zu Volumenmangel

führen, so dass die Gefahr einer Hypertonie bei Therapiebeginn mit Enalapril besteht. Bei

diesen Patienten ist die Therapie mit 5 mg oder einer geringeren Dosis Enalapril einzuleiten.

Wenn möglich sollten die Diuretika 2-3 Tage lang abgesetzt werden, bevor die Therapie mit

Alapril eingeleitet wird. Die Nierenfunktion und Serum-Kalium-Werte sollten überwacht

werden.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 20 mg Enalapril täglich.

Die maximale Erhaltungsdosis beträgt 40 mg Enalapril pro Tag.

Herzinsuffizienz / asymptomatische linksventrikuläre Dysfunktion

Alapril wird bei der Behandlung der symptomatischen Herzinsuffizienz üblicherweise

zusätzlich zu Diuretika und – wenn angezeigt – Digitalis oder Betablockern angewendet.

Bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz oder asymptomatischer linksventrikulärer

Dysfunktion beträgt die Anfangsdosis von Enalapril 2,5 mg. Alapril Tabletten sind für diese

Patientengruppe zur Einleitung der Therapie nicht geeignet.

Die Therapie ist unter engmaschiger ärztlicher Überwachung einzuleiten, um die anfängliche

Wirkung auf den Blutdruck zu ermitteln.

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Bei Abwesenheit oder nach entsprechender Behandlung einer symptomatischen Hypotonie

sollte die Dosis in Abhängigkeit vom Ansprechen schrittweise auf die übliche

Erhaltungsdosis von 20 mg täglich gesteigert werden. Die Erhaltungsdosis kann als

Einzeldosis gegeben oder auf zwei Gaben verteilt werden, je nach Verträglichkeit. Diese

Dosistitration sollte über einen Zeitraum von 2-4 Wochen erfolgen.

Die Maximaldosis von 40 mg pro Tag wird auf zwei Gaben verteilt.

Empfohlene Dosistitration von Enalapril bei Patienten mit Herzinsuffizienz /

asymptomatischer linksventrikulärer Dysfunktion

Woche

Dosis mg/Tag

Woche 1

Tag 1 bis 3: 2,5 mg/Tag* als Einzeldosis

Alapril 5mg Tabletten sind dafür nicht geeignet.

Tag 4 bis 7: 5 mg/Tag auf 2 Gaben verteilt

Woche 2

10 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben verteilt

Wochen 3 und 4

20 mg/Tag als Einzeldosis oder auf 2 Gaben verteilt

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder unter Diuretika sind zu

beachten (siehe Abschnitt 4.4).

Vor und nach Beginn der Therapie mit Alapril sollten Blutdruck und Nierenfunktion

engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4), da über Hypotonie und (seltener)

nachfolgendes Nierenversagen berichtet wurde.

Bei Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, sollte – falls möglich – deren Dosis 2-3

Tage vor Beginn der Behandlung mit Alapril abgesetzt oder zumindest verringert werden.

Serum-Kalium und Nierenfunktion sind ebenfalls zu überwachen.

Eine hypotone Reaktion bei Therapiebeginn mit Alapril bedeutet nicht, dass auch während

der Dauerbehandlung mit Alapril solche Reaktionen auftreten werden und schließt die

Weiterbehandlung mit dem Arzneimittel nicht aus.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

Die Dosis muss entsprechend der Nierenfunktion reduziert und / oder das

Dosierungsintervall verlängert werden. Die Erhaltungsdosis sollte so niedrig wie möglich

gehalten werden.

Kreatinin Clearance (KrCL) in ml/min

Initialdosis in mg/Tag

30<KrCL<80 ml/min.

5 - 10 mg

10<KrCL

30 ml/min.

Alapril Tabletten sind für diese

Patientengruppe nicht geeignet.

KrCL

10 ml/min.

Alapril Tabletten sind für diese

Patientengruppe nicht geeignet.

Hämodialysepatienten – siehe Abschnitt 4.4.

Die Kreatinin - Clearance kann aus dem Serumkreatinin mittels folgender Formel ermittelt

werden:

Männer:

KrCl = Körpergewicht (kg) x (140 – Alter) dividiert durch 72 x Serumkreatinin (mg%)

Frauen:

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Obiger Wert ist mit dem Faktor 0,85 zu multiplizieren.

Ältere Patienten (> 65 Jahre)

Die Dosis richtet sich nach der Nierenfunktion des Patienten (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Die Daten aus klinischen Studien zur Anwendung von Alapril bei pädiatrischen Patienten mit

Hypertonie sind begrenzt (siehe Abschnitt 4.4, 5.1, sowie 5.2).

Für Patienten, die Tabletten schlucken können, sollte die Dosis individuell dem Zustand des

Patienten und der Blutdrucksenkung entsprechend angepasst werden.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt

2,5 mg für Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis < 50 kg. Alapril Tabletten sind dafür

nicht geeignet.

5 mg für Patienten mit einem Körpergewicht ≥ 50 kg.

Alapril wird einmal täglich angewendet.

Die Dosierung richtet sich nach den Erfordernissen des Patienten, wobei ein

Maximum von 20 mg/Tag für Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis < 50 kg und

von 40 mg/Tag für Patienten ≥ 50 kg nicht überschritten werden darf (siehe Abschnitt 4.4).

Alapril wird nicht für Neugeborene und pädiatrische Patienten mit einer

glomerulären Filtrationsrate < 30 ml/min/1,73 m

empfohlen, da keine Daten dazu vorliegen.

Eine Dosis, die geringer als 5mg ist, kann nicht mit Alapril erreicht werden. Sollte eine

geringere Dosis als 5mg benötigt werden, muss ein anderes Arzneimittel verordnet

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegenüber Enalapril, einem der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile oder einem anderen ACE-Hemmer.

Anamnestisch bekanntes, durch vorhergehende Therapie mit einem ACE-Hemmer

ausgelöstes Angioödem.

Hereditäres oder idiopathisches Angioödem.

Zweites und drittes Trimester der Schwangerschaft (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6.).

Die gleichzeitige Anwendung von Alapril mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60

ml/min/1,73 m²) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit

Alapril darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan

begonnen werden (siehe auch Abschnitt 4.4 und 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Symptomatische Hypotonie

Bei Patienten mit unkomplizierter Hypertonie werden selten symptomatische Hypotonien

beobachtet.

Bei hypertonen Patienten kommt es unter Therapie mit Alapril eher zu einer

symptomatischen Hypotonie, wenn ein Volumenmangel vorliegt, z.B. aufgrund einer

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Diuretika-Therapie, salzarmer Diät, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen (siehe Abschnitte 4.5.

und 4.8).

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz – mit oder ohne einhergehender Niereninsuffizienz –

wurden ebenfalls symptomatische Hypotonien beobachtet.

Insbesondere Patienten mit höhergradiger Herzinsuffizienz, die als Ausdruck des

Schweregrades ihrer Erkrankung eine Therapie mit hoch dosierten Schleifendiuretika,

Hyponatriämie oder Nierenfunktionseinschränkungen aufweisen, können davon betroffen

sein.

Bei diesen Patienten ist die Behandlung unter ärztlicher Überwachung einzuleiten und im

weiteren Verlauf immer dann engmaschig zu überwachen, wenn die Dosis von Alapril

und/oder des Diuretikums neu eingestellt wird.

Ähnlich ist auch bei Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder zerebrovaskulären

Erkrankungen vorzugehen, bei denen ein übermäßiger Blutdruckabfall zu einem

Myokardinfarkt oder einem zerebralen Insult führen könnte.

Falls es zu einer Hypotonie kommt, sollte der Patient in eine liegende Position gebracht und

– falls erforderlich – eine intravenöse Kochsalzinfusion verabreicht werden.

Eine vorübergehende hypotone Reaktion ist keine Kontraindikation für die weitere

Behandlung, die normalerweise problemlos durchgeführt werden kann, sobald sich der

Blutdruck nach einer Volumensubstitution normalisiert hat.

Bei manchen Herzinsuffizienz-Patienten mit normalem oder niedrigem Blutdruck kann der

systemische Blutdruck durch die Anwendung von Alapril noch weiter absinken. Diese nicht

unerwartete Wirkung ist normalerweise kein Grund, das Arzneimittel abzusetzen. Wird der

Blutdruckabfall symptomatisch, kann es notwendig werden, die Dosis von Alapril zu

reduzieren und/oder das Diuretikum und/oder Alapril abzusetzen.

Aorten- oder Mitralklappenstenose / hypertrophe Kardiomyopathie

ACE-Hemmer sollten wie alle Vasodilatatoren bei Patienten mit einer linksventrikulären

Klappenobstruktion und Ausflussbehinderungen mit besonderer Vorsicht angewendet

werden. Bei Kreislaufschock und hämodynamisch deutlicher Ausflussbehinderung sollte ihre

Anwendung vermieden werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypertonie, Hyperkaliämie und eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine

duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe

Abschnitte 4.5 und 5.1). Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig

erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen. ACE-

Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) sollte die

Initialdosis von Enalapril der Kreatinin-Clearance des Patienten angepasst werden (siehe

Abschnitt 4.2).

Die Wahl der Erhaltungsdosis richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten auf die

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Behandlung. Eine routinemäßige Kontrolle von Serum-Kalium und Serum-Kreatinin erfolgt im

Rahmen der üblichen medizinischen Betreuung dieser Patienten.

Insbesondere bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder zugrundeliegenden

Nierenerkrankungen, einschließlich Nierenarterienstenose, wurde über Nierenversagen im

Zusammenhang mit der Anwendung von Enalapril berichtet. Bei rechtzeitiger Diagnose und

entsprechender Therapie ist ein Nierenversagen unter Enalapril-Therapie normalerweise

reversibel.

Bei manchen Hypertonikern ohne vorbestehende Nierenerkrankung kann es unter der

Kombination von Enalapril mit einem Diuretikum zum Anstieg von Serum-Harnstoff und -

Kreatinin kommen. Eine Dosisreduktion von Enalapril und/oder ein Absetzen des

Diuretikums können erforderlich sein. In diesen Fällen ist an eine möglicherweise

zugrundeliegende Nierenarterienstenose zu denken (siehe Abschnitt 4.4, Renovaskuläre

Hypertonie).

Renovaskuläre Hypertonie

Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose bei nur einer

funktionsfähigen Niere sind unter ACE-Hemmer-Therapie besonders gefährdet, einen

Blutdruckabfall oder eine Niereninsuffizienz zu entwickeln. Es kann zum Verlust der

Nierenfunktion kommen, wobei oft nur leichte Veränderungen des Serum-Kreatinins

bestehen. Bei diesen Patienten ist die Therapie unter engmaschiger ärztlicher Überwachung

mit niedrigen Dosen, vorsichtiger Titration und unter Kontrolle der Nierenfunktion einzuleiten.

Nierentransplantation

Hinsichtlich der Behandlung mit Alapril von Patienten mit frischer Nierentransplantation

bestehen keine Erfahrungen. Daher wird die Behandlung mit Alapril für diese Patienten nicht

empfohlen.

Leberversagen

Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit

cholestatischem Ikterus oder Hepatitis beginnt und bis zur fulminanten hepatischen Nekrose

(manchmal mit letalem Ausgang) fortschreitet. Der Pathomechanismus dieses Syndroms ist

unklar. Patienten, die unter ACE-Hemmern einen Ikterus oder einen deutlichen Anstieg der

Leberenzyme entwickeln, müssen den ACE-Hemmer absetzen und entsprechend behandelt

werden.

Neutropenie / Agranulozytose

Unter ACE-Hemmer-Therapie wurden Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie und

Anämie berichtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne andere Risikofaktoren

tritt selten eine Neutropenie auf. Enalapril soll bei Patienten mit Kollagenosen mit

Gefäßbeteiligung, unter Therapie mit Immunsuppressiva, Allopurinol, Procainamid oder bei

Vorliegen mehrerer dieser Risikofaktoren mit äußerster Vorsicht angewendet werden,

insbesondere bei vorbestehender Einschränkung der Nierenfunktion. Bei manchen dieser

Patienten traten schwere Infektionen auf, die in einigen Fällen nicht auf intensive Antibiotika-

Therapie ansprachen. Wenn Enalapril bei solchen Patienten angewendet wird, ist eine

regelmäßige Kontrolle der Leukozytenzahl angeraten und die Patienten sollten angewiesen

werden, ihrem Arzt alle Anzeichen einer Infektion zu berichten.

Überempfindlichkeit / Angioödem

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Angioödeme mit Beteiligung von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder

Kehlkopf wurden unter ACE - Hemmern einschließlich Alapril berichtet. Sie können zu jedem

Zeitpunkt während der Therapie auftreten. In solchen Fällen ist Alapril unverzüglich

abzusetzen. Der Patient ist sorgfältig zu überwachen, um eine vollständige Rückbildung der

Symptome vor der Entlassung aus der Klinik sicherzustellen.

Selbst in Fällen, bei denen nur eine Schwellung der Zunge vorliegt, ohne Atembeschwerden,

kann bei diesen Patienten ein längerer Beobachtungszeitraum erforderlich sein, da die

Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden nicht ausreichend sein könnte.

Sehr selten wurde über Todesfälle als Folge von Angioödemen berichtet, die mit Kehlkopf-

und Zungenödem assoziiert waren. Bei Patienten mit Beteiligung der Zunge, Glottis oder

Larynx, insbesondere solche mit Operationen an den Atemwegen in der Anamnese, ist es

wahrscheinlich dass eine Atemwegsobstruktion auftritt. Sobald Zunge, Glottis oder Kehlkopf

betroffen sind und eine Atemwegsobstruktion droht, ist unverzüglich eine geeignete Therapie

einzuleiten (z.B. subkutane Gabe von 0,3-0,5 ml Adrenalin [1:1.000 verdünnt]) und/oder sind

Maßnahmen zur Sicherung der Durchgängigkeit der Atemwege zu treffen.

Im Vergleich mit Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe wurde bei Patienten schwarzer

Hautfarbe eine höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmern berichtet.

Patienten mit anamnestisch bekanntem, nicht durch einen ACE-Hemmer ausgelöstem

Angioödem können besonders gefährdet sein, ein Angioödem zu entwickeln, wenn sie einen

ACE-Hemmer erhalten (siehe Abschnitt 4.3).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE.Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des

erhöhten Risikos einer Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan

darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Alapril begonnen werden. Eine

Behandlung mit Alapril darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis

Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z.B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines

Angioödems führen (z.B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne

Atembeschwerden) (siehe Abschnitt 4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit

Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin

bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen.

Anaphylaktoide Reaktionen unter Desensibilisierungstherapie gegen Insektengift

Selten kam es während einer Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte und

gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers zu lebensbedrohlichen anaphylaktoiden

Reaktionen.

Diese Reaktionen können vermieden werden, indem man die ACE-Hemmer-Therapie vor

jeder Desensibilisierung vorübergehend unterbricht.

Anaphylaktoide Reaktionen während LDL-Apherese

Selten kam es während einer Low-Density-Lipoprotein-Apherese (LDL-Apherese) mit

Dextransulfat und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers zu lebensbedrohlichen

anaphylaktoiden Reaktionen. Diese Reaktionen können vermieden werden, indem man die

ACE-Hemmer-Therapie vor jeder Apherese zeitweise unterbricht.

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Hämodialyse-Patienten

Bei Anwendung von High-Flux-Membranen (z.B. AN 69

) im Rahmen einer Dialyse und

gleichzeitiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer wurde über anaphylaktoide Reaktionen

berichtet. Bei diesen Patienten ist daher entweder eine andere Dialysemembran oder ein

Antihypertensivum einer anderen Substanzklasse zu verwenden.

Hypoglykämie

Diabetischen Patienten, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden und eine

ACE-Hemmer-Behandlung beginnen, müssen darüber aufgeklärt werden, genau auf

mögliche Anzeichen einer Hypoglykämie zu achten, insbesondere während des ersten

Monats der gemeinsamen Anwendung (siehe Abschnitt 4.5).

Husten

Im Zusammenhang mit der Anwendung von ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet.

Typischerweise besteht kein Auswurf, der Husten ist hartnäckig und klingt nach Absetzen

der Therapie ab. Ein durch ACE-Hemmer induzierter Husten sollte auch bei der

Differentialdiagnose des Hustens in Betracht gezogen werden.

Operationen/Anästhesie

Bei Patienten, die einer größeren Operation unterzogen werden oder eine Anästhesie mit

Blutdruck senkenden Substanzen erhalten, hemmt Enalapril als Reaktion auf die

kompensatorische Reninsekretion die Bildung von Angiotensin II.

Sollte es aufgrund dieses Mechanismus´ zu einer Hypotonie kommen, kann sie durch

Volumensubstitution korrigiert werden.

Hyperkaliämie

Ein Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration wurde bei manchen Patienten unter ACE-

Hemmer-Therapie einschließlich Enalapril beobachtet. Risikofaktoren für eine Hyperkaliämie

sind: Niereninsuffizienz, Verschlechterung der Nierenfunktion, Alter (> 70 Jahre), Diabetes

mellitus, inkurrente Ereignisse wie Dehydration, akute kardiale Dekompensation,

metabolische Azidose sowie gleichzeitige Therapie mit kaliumsparenden Diuretika (z.B.

Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid), Kaliumpräparaten oder kaliumhältiger

Salzsubstitution sowie gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln, die zu einem

Anstieg der Serum-Kalium-Werte führen können (z. B. Heparin, Co-Trimoxazol, auch

bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol).

Die Gabe von Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika oder kaliumhältigen Salzen

kann, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu einer signifikanten

Erhöhung von Serum-Kalium führen.

Hyperkaliämie kann zu schwerwiegenden, manchmal letalen Arrhythmien führen. Ist die

gleichzeitige Gabe von Enalapril mit einer der oben genannten Substanzen erforderlich,

muss deren Anwendung mit besonderer Vorsicht und unter regelmäßiger Überwachung der

Serum-Kalium-Werte erfolgen (siehe Abschnitt 4.5).

Serumkalium

ACE-Hemmer können eine Hyperkliämie bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron

verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht

bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion

und/oder bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel),

kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim oder Cotrimoxazol (auch als

Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt) und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder

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Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen, zu einer Hyperkaliämie kommen. Kaliumsparende

Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten bei Patienten, die ACE-Hemmer

erhalten, mit Vorsicht angewendet werden. Serumkalium und Nierenfunktion sind zu

überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Lithium

Die Kombination von Lithium und Enalapril wird im Allgemeinen nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.5)

Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten

dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Alapril enthält weniger als 200 mg Lactose pro

Tablette.

Anwendung bei Kindern

Zur Anwendung von Alapril bei Kindern über 6 Jahren mit Hypertonie liegen begrenzte Daten

zur Wirksamkeit und Verträglichkeit vor. Zu den anderen Indikationen gibt es keine Daten.

Begrenzte Daten zur Pharmakokinetik liegen für Kinder ab 2 Monaten vor (siehe Abschnitt

4.2, 5.1 und 5.2). Alapril wird für Kinder ausschließlich für die Indikation Hypertonie

empfohlen.

Alapril wird nicht für Neugeborene und für Kinder mit einer glomerulären Filtrationsrate <

30ml/min/1,73m² empfohlen, da keine Daten dazu vorliegen (siehe Abschnitt 4.2).

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Behandlung mit einem ACE- Hemmer sollte nicht während einer Schwangerschaft

begonnen werden. Sofern die Fortsetzung der Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht als

unumgänglich angesehen wird, sollte vor einer geplanten Schwangerschaft auf eine

alternative antihypertensive Behandlung umgestellt werden, die ein etabliertes

Sicherheitsprofil für die Anwendung in der Schwangerschaft besitzt.

Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, sollte die Behandlung mit einem ACE-

Hemmer sofort abgesetzt und falls erforderlich mit einer Alternativbehandlung begonnen

werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.6).

Während der Stillzeit wird die Anwendung von Enalapril nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.6

und 5.2).

Ethnische Unterschiede

Wie andere ACE-Hemmer senkt Enalapril bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe den

Blutdruck weniger stark als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe, vermutlich weil bei der

schwarzen Bevölkerung mit Hypertonie häufig ein niedriger Plasma-Renin-Spiegel vorliegt.

4.5.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Kaliumsparende Diuretika oder Kaliumpräparate

ACE-Hemmer mildern den Kaliumverlust durch Diuretika. Kaliumsparende Diuretika (z.B.

Spironolacton, Eplerenon, Triamteren oder Amilorid), Kaliumpräparate oder kaliumhaltige

Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serum-Kaliums führen. Wenn

die gleichzeitige Anwendung auf Grund einer nachgewiesenen Hypokaliämie angezeigt ist,

sollte sie mit Vorsicht und unter häufiger Überprüfung des Serum-Kaliums erfolgen (siehe

Abschnitt 4.4).

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Kaliumsparende Diuretika, kalium-Ergänzungsmittel und kaliumhaltige Salzersatzmittel

Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen

Patienten die mit Alapril behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende

Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-Ergänzungsmittel oder

kaliumhaltige Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums

führen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Alapril zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird

die das Serumkalium erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol (Trimethoprim/

Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes Diuretikum

wie Amilorid wirkt. Deshalb wird die Kombination von Alapril mit den vorgenannten

Arzneimitteln nicht empfohlen. Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, muss sie

mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika)

Eine vorangegangene hoch dosierte Diuretika-Therapie kann zu Volumenmangel und damit

zum Risiko einer Hypotonie bei Therapiebeginn mit Enalapril führen (siehe Abschnitt 4.4).

Die hypotensive Wirkung kann durch Absetzen des Diuretikums, einem Ausgleich des

Volumenmangels bzw. Gabe von Salz oder durch die Einleitung der Therapie mit Enalapril in

niedriger Dosierung vermindert werden.

Andere Antihypertensiva

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Antihypertensiva kann die blutdrucksenkende

Wirkung von Enalapril verstärken. Auch die gleichzeitige Anwendung von Nitroglycerin und

anderen Nitraten oder anderen Vasodilatatoren kann den Blutdruck weiter senken.

Lithium

Unter der gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern und Lithium wurde über reversible

Anstiege der Serum-Lithium-Konzentration und toxische Effekte berichtet. Eine gleichzeitige

Therapie mit Thiazid-Diuretika kann die Serum-Lithium-Konzentration und damit das Risiko

einer Lithium-Toxizität unter einer ACE-Hemmer Therapie erhöhen. Die Anwendung von

Enalapril mit Lithium wird deshalb nicht empfohlen; Sollte diese Kombination aber

erforderlich sein, sind die Serum-Lithium-Konzentrationen sorgfältig zu überwachen. (siehe

Abschnitt 4.4).

Trizyklische Antidepressiva / Neuroleptika / Anästhetika / Narkotika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Narkosemittel, trizyklischer Antidepressiva und

Neuroleptika mit ACE-Hemmern kann zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen (siehe

Abschnitt 4.4).

Nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAIDs)

Die Dauertherapie mit NSAIDs kann die antihypertensive Wirkung eines ACE-Hemmers

abschwächen.

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Bei kombiniertet Einnahme von Enalapril mit NSAIDs sollte auf eine adäquate Hydrierung

der Patienten geachtet werden, und die Nierenfunktion sollte direkt nach Beginn der

Therapie sowie anschließend in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

NSAIDs (einschließlich COX-2 Hemmer) und ACE-Hemmer haben eine additive Wirkung auf

die Erhöhung von Serum-Kalium und können so zu einer Verschlechterung der

Nierenfunktion führen. Diese Wirkungen sind gewöhnlich reversibel. Selten kann es auch zu

akutem Nierenversagen kommen, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion z.B. bei älteren Patienten oder Patienten mit Volumenmangel einschließlich

jener unter einer Therapie mit einem Diuretikum.

Gold

Es wurde selten über nitroide Reaktionen (Symptome wie Hitzewallungen im Gesicht,

Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie) bei Patienten berichtet, die eine Therapie mit

injizierbarem Gold (Natrium-Aurothiomaleat) zusammen mit einem ACE-Hemmer,

einschließlich Enalapril, erhalten haben.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern

abschwächen.

Antidiabetika

Epidemiologische Studien weisen auf eine mögliche Verstärkung der blutzuckersenkenden

Wirkung bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Antidiabetika (Insulin, orale

Antidiabetika) hin, sodass das Risiko einer Hypoglykämie besteht. Diese Fälle treten

offenbar insbesondere in den ersten Wochen der kombinierten Behandlung sowie bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Alkohol

Alkohol verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika und Beta-Blocker

Enalapril kann problemlos gleichzeitig mit Acetylsalicylsäure (in Dosierungen zur

kardiovaskulären Prophylaxe), Thrombolytika und Beta-Blockern angewendet werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosterol-Systems (RAAS)

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung

einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten

Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) einhergeht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und

5.1).

mTOR-Inhibitioren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie mit mTOR-Inhibitoren erhalten, besteht

eventuell ein erhöhtes Risiko für Angioödeme (siehe Abschnitt 4.4).

Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

Bei Patienten, die gleichzeitig Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol) anwenden,

besteht eventuell ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie (siehe Abschnitt 4.4).

Seite 12 von 22

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsrtan ist wegen des

erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z.B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines

Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern ist während des

zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 4.3.

und 4.4).

Die epidemiologische Evidenz bezüglich des Teratogenitätsrisikos nach einer Behandlung

mit einem ACE-Hemmer im ersten Schwangerschaftstrimester ist nicht schlüssig, jedoch

kann ein leicht erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden. Sofern die Fortsetzung der

Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht als unumgänglich angesehen wird, sollte vor

einer geplanten Schwangerschaft auf eine alternative antihypertensive Behandlung

umgestellt werden, die ein etabliertes Sicherheitsprofil für die Anwendung in der

Schwangerschaft besitzt. Sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, sollte die

Behandlung mit einem ACE-Hemmer sofort abgesetzt und falls erforderlich mit einer

Alternativbehandlung begonnen werden.

Mütterliche Oligohydramnie, die vermutlich eine verminderte fetale Nierenfunktion darstellt,

ist aufgetreten und könnte zu Kontrakturen der Gliedmaßen, kraniofazialen Deformierungen

oder Lungenhypoplasie führen.

Es ist bekannt, dass die Therapie mit einem ACE-Hemmer während des zweiten und dritten

Trimesters foetotoxisch wirkt (Nierenfunktionsstörung, Oligohydramnion, Verlangsamung der

Schädel-Ossifikation) und beim Neugeborenen toxische Wirkungen wie Nierenversagen,

Hypotension, Hyperkaliämie auslösen kann (siehe Abschnitt 5.3).

Sollte eine Exposition mit einem ACE-Hemmer im zweiten oder dritten Trimester

stattgefunden haben, werden Ultraschallkontrollen des Schädels und der Nierenfunktion

empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, müssen engmaschig im

Hinblick auf Hypotonie überwacht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Limitierte pharmakokinetische Daten zeigen eine sehr geringe Konzentration in der

Brustmilch (siehe auch Abschnitt 5.2). Obwohl diese Konzentrationen klinisch nicht relevant

erscheinen, wird die Anwendung von Alapril aufgrund des hypothetischen Risikos

kardiovaskulärer und renaler Auswirkungen bzw. aufgrund unzureichender klinischer

Erfahrung, bei stillenden Müttern von früh- und neugeborenen Kindern nicht empfohlen.

Seite 13 von 22

Im Falle älterer Säuglinge: die Behandlung von Alapril kann bei einer stillenden Mutter in

Betracht gezogen werden, wenn die Behandlung unumgänglich für die Mutter ist und das

Kind auf jegliche Nebenwirkungen überwacht wird.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Alapril hat geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen. Bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder beim

Bedienen von Maschinen ist zu beachten, dass sehr häufig verschwommenes Sehen und

gelegentlich Schwindel oder Schwächegefühl auftreten können. Dies gilt in verstärktem

Maße zu Behandlungsbeginn, nach einer Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit

Alkohol und hängt von der Empfindlichkeit des einzelnen Patienten ab.

4.8

Nebenwirkungen

Über folgende Nebenwirkungen wurden unter Enalapril berichtet:

Sehr häufig (

1/10)

Häufig (

1/100, <1/10)

Gelegentlich (

1/1.000, <1/100)

Selten (

1/10.000, <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Gelegentlich:

Anämie (einschließlich aplastische und hämolytische Anämie)

Selten:

Neutropenie, Abnahmen von Hämoglobin und Hämatokrit,

Thrombozytopenie, Agranulozytose, Knochenmarksdepression,

Panzytopenie, Lymphadenopathie, Autoimmunkrankheiten.

Endokrine Erkrankungen:

Nicht bekannt:

Syndrom der inadäquaten antidiuretischen Hormon Sekretion (SIADH).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Gelegentlich:

Hypoglykämie (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Nervensystems und psychiatrische Erkrankungen:

Häufig:

Kopfschmerzen, Depressionen

Gelegentlich:

Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität,

Parästhesien, Vertigo

Selten:

Abnorme Träume, Schlafstörungen

Augenerkrankungen :

Sehr häufig:

verschwommenes Sehen

Herzerkrankungen:

Seite 14 von 22

Sehr häufig:

Schwindel

Häufig:

Hypotonie, Synkope, Brustschmerz, Herzrhythmusstörungen, Angina

pectoris, Tachykardie,

Myokardinfarkt oder zerebraler Insult*, vermutlich als

Folge eines übermäßigen Blutdruckabfalls bei Patienten mit hohem Risiko

(siehe Abschnitt 4.4)

Gelegentlich:

orthostatische Hypotonie, Palpitationen,

* die Inzidenzrate war in klinischen Studien vergleichbar mit jener zu Placebo bzw. zum

aktiven Vergleichspräparat.

Gefäßerkrankungen:

Selten:

Raynaud-Phänomen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Sehr häufig:

Husten

Häufig:

Dyspnoe

Gelegentlich:

Rhinorrhö, Halsschmerzen und Heiserkeit, Bronchospasmus/Asthma

Selten:

pulmonale Infiltrate, Rhinitis, allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr häufig:

Übelkeit

Häufig:

Diarrhö, Bauchschmerzen, Geschmacksveränderungen

Gelegentlich:

Ileus, Pankreatitis, Erbrechen, Dyspepsie, Obstipation, Appetitlosigkeit,

Magenreizung, Mundtrockenheit, peptisches Ulkus

Selten:

Stomatitis/aphthöse Ulzerationen, Glossitis

Sehr selten:

intestinales Angioödem

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten:

Leberversagen, Hepatitis – hepatozellulär oder cholestatisch, einschließlich

hepatischer Nekrose, Cholestase (einschließlich Ikterus).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig:

Ausschlag, Überempfindlichkeit/Angioödem: über Angioödeme mit

Beteiligungen von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder

Kehlkopf wurde berichtet (siehe Abschnitt 4.4)

Gelegentlich:

Diaphorese, Pruritus, Urtikaria, Alopezie

Selten:

Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis,

toxische epidermale Nekrolyse, Pemphigus, Erythrodermie.

Es wurde über einen Symptomenkomplex berichtet, der mit einigen oder allen der folgenden

Anzeichen einhergehen kann:

Fieber, Serositis, Vaskulitis, Myalgien/Myositis, Arthralgien/Arthritis, positive ANA-Titer,

erhöhte BSG, Eosinophilie und Leukozytose.

Hautausschlag, Photosensibilität oder andere dermatologische Manifestationen können

ebenfalls auftreten.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:

Gelegentlich:

Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen, Proteinurie

Selten:

Oligurie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

Seite 15 von 22

Gelegentlich:

Impotenz

Selten:

Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Sehr häufig:

Asthenie

Häufig:

Müdigkeit

Gelegentlich:

Muskelkrämpfe, Flush, Tinnitus, Unwohlsein, Fieber

Untersuchungen:

Häufig:

Hyperkaliämie, Anstieg von Serum-Kreatinin

Gelegentlich:

Anstieg von Serum-Harnstoff, Hyponatriämie

Selten:

Anstieg der Leberenzyme, Anstieg von Serum-Bilirubin

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

4.9

Überdosierung

Es liegen nur begrenzte Daten zu Überdosierungen beim Menschen vor. Die auffälligsten

Merkmale einer Überdosierung waren schwere Hypotonie (Eintritt etwa 6 Stunden nach

Tabletteneinnahme) mit gleichzeitiger Blockade des Renin-Angiotensin-Systems und Stupor.

Symptome, die im Zusammenhang mit einer Überdosierung von ACE-Hemmern stehen

können, sind Kreislaufversagen, Elektrolytverluste, Nierenversagen, Hyperventilation,

Tachykardie, Palpitationen, Bradykardie, Schwindel, Angstgefühl und Husten.

Nach Einnahme von 300 mg bzw. 440 mg Enalapril wurden 100- bzw. 200-fach höhere

Serum-Konzentrationen von Enalaprilat als unter therapeutischen Dosen festgestellt.

Zur Behandlung einer Überdosierung wird die intravenöse Infusion einer 0,9%igen

Kochsalzlösung empfohlen. Im Falle eines Blutdruckabfalls soll der Patient in

Schocklagerung gebracht werden. Falls verfügbar, kann auch eine Therapie mit einer

Angiotensin II-Infusion und/oder einer intravenösen Katecholamin-Infusion in Erwägung

gezogen werden. Wurden die Tabletten erst kurz zuvor eingenommen, sollten Maßnahmen

zur Elimination von Enalaprilmaleat getroffen werden (z. B. Erbrechen, Magenspülung,

Anwendung von Adsorbentien oder Natriumsulfat). Enalapril kann durch Hämodialyse aus

dem systemischen Kreislauf entfernt werden (siehe Abschnitt 4.4). Bei therapierefraktärer

Bradykardie ist ein Schrittmacher indiziert. Die Vitalparameter, Elektrolyt- und Kreatinin-

Konzentrationen im Serum sind ständig zu überwachen.

Seite 16 von 22

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer, ATC-Code: CO9AA02

Alapril ist das Maleatsalz von Enalapril, einem Abkömmling von 2 Aminosäuren, L-Alanin und

L-Prolin. Das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) ist eine Peptidyl-Dipeptidase, welche die

Umwandlung von Angiotensin I zu der vasokonstriktorisch wirksamen Substanz Angiotensin

II katalysiert. Nach Resorption wird Enalaprilmaleat zu Enalaprilat hydrolysiert, welches ACE

hemmt. Die ACE-Hemmung bewirkt eine Abnahme von Angiotensin II im Plasma. Sie führt

zu einer erhöhten Plasmareninaktivität (in Folge des Wegfalls der negativen Rückkopplung

auf die Reninsekretion) und einer Abnahme der Aldosteronsekretion.

ACE ist mit Kininase II identisch. Daher ist es möglich, dass Alapril auch den Abbau von

Bradykinin, einem stark vasodilatatorischen Peptid, hemmt. Welche Rolle dieser

Mechanismus für die therapeutische Wirkung von Alapril spielt, bleibt noch aufzuklären.

Der blutdrucksenkende Mechanismus von Alapril wird zwar in erster Linie auf die Hemmung

des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems zurückgeführt, dennoch wirkt Alapril sogar bei

Patienten mit niedrigem Reninspiegel antihypertensiv.

Die Anwendung von Alapril bei hypertonen Patienten führt zu einer Blutdrucksenkung im

Liegen und im Stehen, ohne dass die Herzfrequenz signifikant ansteigt.

Eine symptomatische orthostatische Hypotonie tritt selten auf. Bei manchen Patienten kann

es einige Wochen dauern, bis die Behandlung zu einer optimalen Blutdrucksenkung führt.

Ein abruptes Absetzen von Enalapril ging nicht mit einem übermäßigen Anstieg des

Blutdrucks einher.

Eine wirksame Hemmung der ACE-Aktivität tritt normalerweise 2-4 Stunden nach der

Einnahme einer Einzeldosis von Enalapril ein. Das Einsetzen der antihypertensiven Wirkung

wurde meist

nach 1 Stunde, die maximale Blutdrucksenkung 4-6 Stunden nach Einnahme beobachtet.

Die Wirkdauer ist dosisabhängig. Unter den empfohlenen Dosierungen zeigte sich jedoch,

dass die antihypertensive und hämodynamische Wirkung mindestens 24 Stunden lang

anhielt.

Bei Patienten mit essentieller Hypertonie zeigten hämodynamische Studien, dass die

Blutdrucksenkung mit einer Abnahme des peripheren arteriellen Widerstandes und einer

Zunahme des Herzminutenvolumens einherging, die Herzfrequenz aber kaum verändert war.

Nach Einnahme von Enalapril nahm die Nierendurchblutung zu, die glomeruläre

Filtrationsrate blieb unverändert. Es gab keine Anzeichen einer Salz- oder

Flüssigkeitsretention. Bei Patienten, die vor der Behandlung mit Enalapril eine niedrige

Filtrationsrate hatten, stieg diese jedoch an.

In klinischen Kurzzeitstudien bei Patienten mit Nierenerkrankungen mit und ohne Diabetes

wurde nach Einnahme von Enalapril eine Abnahme der Albuminurie sowie der

Seite 17 von 22

Urinausscheidung von IgG und Gesamtprotein beobachtet.

Bei gemeinsamer Anwendung mit Diuretika vom Thiazid-Typ sind die blutdrucksenkenden

Wirkungen von Enalapril zumindest additiv. Enalapril kann die Entwicklung einer

thiazidinduzierten Hypokaliämie verringern oder verhindern.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz unter Therapie mit Digitalis und Diuretika führte die

Behandlung mit Enalapril zu einer Abnahme des peripheren Widerstandes und des

Blutdrucks. Das Herzminutenvolumen nahm zu; die Herzfrequenz, die bei

Herzinsuffizienzpatienten normalerweise erhöht ist, dagegen nahm ab. Der

Lungenkapillardruck war ebenfalls reduziert. Die körperliche Belastbarkeit und der Grad der

Herzinsuffizienz (nach den Kriterien der New York Heart Association) wurden ebenfalls

verbessert. Diese Wirkungen blieben bei Langzeittherapie erhalten.

Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Herzinsuffizienz verzögerte Enalapril die Progression

der Dilatation/Vergrößerung des Herzens und der Herzinsuffizienz, erkennbar an der

Reduktion des linksventrikulären enddiastolischen und systolischen Volumens und der

Verbesserung der Ejektionsfraktion.

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie

(SOLVD Präventionsstudie) wurde eine Population mit asymptomatischer linksventrikulärer

Dysfunktion (LVEF < 35%) untersucht.

4228 Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder Placebo (n=2117) oder Enalapril

(n=2111).

In der Placebo-Gruppe kam es zu 818 Fällen von Herzinsuffizienz bzw. Todesfällen (38,6%),

in der Enalapril-Gruppe hingegen in 630 Fällen (29,8%) (Risikoreduktion: 29%, 95% CI, 21-

36%, p<0,001). 518 Patienten der Placebo-Gruppe (24,5%) und 434 der Enalapril-Gruppe

(20,6%) starben oder wurden mit einer neu aufgetretenen oder sich verschlechternden

Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingewiesen (Risikoreduktion: 20%, 95% CI, 9-30%,

p<0,001).

In einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie

(SOLVD Behandlungsstudie) wurde eine Population mit symptomatischer kongestiver

Herzinsuffizienz, infolge systolischer Dysfunktion (LVEF < 35%) untersucht.

2569 Patienten mit konventioneller Therapie der Herzinsuffizienz wurden randomisiert und

erhielten entweder Placebo (n = 1284) oder Enalapril (n = 1285).

In der Placebo-Gruppe kam es zu 510 Todesfällen (39,7 %), verglichen mit 452 Todesfällen

in der Enalapril-Gruppe (35,2 %) (Risikoreduktion: 16 %; 95 % CI, 5 – 26 %; p = 0,0036).

Es kam zu 461 kardiovaskulären Todesfällen in der Placebo-Gruppe, verglichen mit 399

Todesfällen in der Enalapril-Gruppe (Risikoreduktion: 18 %; 95 % CI, 6 – 28 %; p < 0,002),

hauptsächlich bedingt durch Senkung der Todesfälle infolge progressiver Herzinsuffizienz

(251 in der Placebo-Gruppe vs. 209 in der Enalapril-Gruppe, Risikoreduktion 22 %, 95 % CI,

6-35 %).

Weniger Patienten starben oder mussten mit sich verschlechternder Herzinsuffizienz

hospitalisiert werden (736 in der Placebo-Gruppe und 613 in der Enalapril-Gruppe;

Risikoreduktion: 26 %, 95 % CI, 18 – 34 %; p < 0,0001).

Insgesamt reduzierte Enalapril in der SOLVD-Studie, bei Patienten mit linksventrikulärer

Dysfunktion, das Risiko eines Myokardinfarkts um 23 % (95 % CI, 11 – 34 %; p < 0,001) und

das Risiko, wegen instabiler Angina Pectoris hospitalisiert zu werden, um 20 % (95 % CI, 9 –

29 %; p < 0,001).

Seite 18 von 22

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet

wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse

auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines

erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als

in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende

unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Bei pädiatrischen Patienten über 6 Jahren mit Hypertonie liegen begrenzte Daten zur

Anwendung von Enalapril vor.

In einer klinischen Studie mit 110 hypertonen pädiatrischen Patienten im Alter von 6-16

Jahren erhielten Patienten mit einen Gewicht ≥ 20 kg und einer glomerulären Filtrationsrate >

30ml/min/1,73m² und Patienten mit einem Gewicht < 50 kg entweder 0,625 mg, 2,5 mg oder

20 mg Enalapril pro Tag;

Patienten mit einem Gewicht ≥ 50 kg erhielten entweder 1,25 mg, 5 mg oder 40 mg Enalapril

pro Tag. Die einmal tägliche Gabe von Enalapril senkte den Blutdruck in Abhängigkeit von

der Dosis.

Die dosisabhängige Blutdrucksenkung von Enalapril zeigte sich übereinstimmend in allen

Subgruppen (Alter, Tanner-Stadium, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit). Allerdings

scheinen die niedrigsten Dosierungen von 0,625 mg bzw. 1,25 mg – entsprechend

durchschnittlich 0,02 mg/kg als einmal tägliche Gabe – keine gleichmäßige

blutdrucksenkende Wirksamkeit zu haben.

Die Maximaldosis, die untersucht wurde, war 0,58 mg/kg (bis zu 40 mg) als einmal tägliche

Gabe. Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern unterschied sich nicht von dem bei

Erwachsenen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Enalapril wird nach oraler Einnahme rasch resorbiert, wobei die maximalen

Plasmakonzentrationen innerhalb einer Stunde erreicht werden. Nach oraler Einnahme von

Seite 19 von 22

Enalapril in Tablettenform beträgt die Resorption ungefähr 60%, basierend auf der

Wiederfindungsrate im Urin. Die Resorptionsrate nach oraler Einnahme von Enalapril wird

nicht durch das Vorhandensein von Nahrung im Magen-Darm-Trakt beeinflusst.

Nach der Resorption wird oral aufgenommenes Enalapril rasch weitgehend zu Enalaprilat

hydrolysiert, einem potenten ACE-Hemmer.

Die Spitzenplasmakonzentrationen von Enalaprilat zeigten sich ca. 4 Stunden nach oraler

Gabe einer Enalapril-Tablette.

Die effektive Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat nach oralen Mehrfachgaben beträgt

11 Stunden.

Bei Probanden mit normaler Nierenfunktion wurden die Steady-State-Serum-

Konzentrationen von Enalaprilat 4 Tage nach Therapiebeginn erreicht.

Verteilung

Im Bereich der therapeutisch relevanten Konzentrationen liegt die Plasmaproteinbindung von

Enalaprilat beim Menschen nicht über 60%.

Metabolismus

Außer der Konversion zu Enalaprilat liegen keine weiteren Hinweise für einen signifikanten

Metabolismus von Enalapril vor.

Elimination

Die Ausscheidung von Enalaprilat erfolgt überwiegend renal. Die Hauptbestandteile im Urin

sind Enalaprilat, das ca. 40% der Dosis ausmacht, und unverändertes Enalapril (ca. 20%).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Die Enalapril- und Enalaprilat-Exposition sind bei Patienten mit Niereninsuffizienz erhöht.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 40-60 ml/min)

war die Steady-State-AUC von Enalaprilat nach der Anwendung von 5 mg/Tag ca. doppelt

so groß wie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion.

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≤ 30 ml/min), war die AUC ca. achtmal

größer. Die effektive Halbwertszeit von Enalaprilat nach Mehrfachdosen ist bei

Niereninsuffizienz in diesem Stadium verlängert, das Erreichen des Steady-State ist

verzögert (siehe Abschnitt 4.2).

Enalaprilat kann mittels Hämodialyse aus dem Kreislauf entfernt werden. Enalaprilat ist mit

einer Rate von 62 ml/min dialysierbar.

Kinder und Jugendliche

Eine pharmakokinetische Studie mit verschiedenen Dosierungen wurde bei 40 hypertonen

Mädchen und Jungen im Alter von 2 Monaten bis zu 16 Jahren durchgeführt, die oral

0,07-0,14 mg Enalaprilmaleat / kg KG / Tag erhielten.

Insgesamt ergab diese Studie bezüglich der Pharmakokinetik von Enalapril keine größeren

Unterschiede zwischen Kindern und den bekannten Daten von Erwachsenen.

Die Daten weisen auf eine Vergrößerung der AUC (bei Normierung auf Dosen pro

Körpergewicht) mit zunehmendem Alter hin; diese Vergrößerung der AUC ist jedoch nicht zu

beobachten, wenn die Daten auf die Körperoberfläche normiert werden.

Im Steady-State betrug die mittlere effektive Akkumulationshalbwertszeit von Enalaprilat 14

Stunden.

Seite 20 von 22

Stillzeit:

Nach einer oralen Einzelgabe von 20 mg bei 5 Müttern nach der Geburt war die

durchschnittliche Enalapril-Höchstkonzentration in der Milch 1,7 µg/l (Bereich von 0,54 - 5,9

µg/l) 4 bis 6 Stunden nach der Einnahme. Die durchschnittliche Enalaprilat-Konzentration

war 1,7 µg/l (Bereich von 1,2 - 2,3 µg/l); Peaks traten zu verschieden Zeiten über eine

Periode von 24 Stunden auf.

In Anbetracht der Konzentrationen in der Milch ist die geschätzte höchste Einnahme bei

einem Säugling ungefähr 0,16% bei einer an das Gewicht der Mutter angepassten

Dosierung. Bei einer Frau, die Enalapril 10 mg täglich über 11 Monate oral eingenommen

hat, war der Enalapril-Peak 2 µg/l

4 Stunden nach der Einnahme und der Enalaprilat-Peak 0,75 µg/l ungefähr 9 Stunden nach

der Einnahme. Die Gesamtmenge an Enalapril und Enalaprilat hochgerechnet in der Milch

über 24 Stunden war 1,44 µg/l und 0,63 µg/l.

Enalaprilat konnte bei einer Mutter nach einer oralen Einzelgabe von 5 mg Enalapril bzw.

von 10 mg bei zwei anderen Müttern 4 Stunden nach der Anwendung nicht nachgewiesen

werden (<0,2 µg/l). Enalapril-Konzentrationen konnten nicht gemessen werden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Aus den präklinischen Daten (übliche Untersuchungen zur pharmakologischen

Verträglichkeit, zur Toxizität bei wiederholt verabreichten Dosen, zur Genotoxizität und zum

kanzerogenen Potential) ergaben sich keine Hinweise auf eine besondere Gefährdung für

den Menschen. Entsprechend den Studien zur Reproduktionstoxizität hat Enalapril keine

Wirkung auf die Fruchtbarkeit und Fortpflanzung bei Ratten und wirkt nicht teratogen. In

einer Studie, in der weibliche Ratten Enalapril vor der Paarung und bis zur Gestationszeit

erhielten, kam es während der Säugeperiode zu einer erhöhten Todesrate bei den

Jungtieren. Es wurde nachgewiesen, dass die Substanz plazentagängig ist und in die

Muttermilch übergeht. Die Klasse der ACE-Hemmer wirkt nachweislich fetotoxisch

(Schädigung und/oder Tod des Feten), wenn sie im 2. oder 3. Trimenon gegeben werden.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile:

Alapril 5 mg:

Croscarmellose Natrium

Laktosemonohydrat

Magnesiumstearat

prägelatinierte (vorverkleisterte) Maisstärke

Natriumhydrogenkarbonat

Alapril 10 mg und 20 mg:

zusätzlich: Eisenoxid E 172 rot und gelb

6.2

Inkompatibilitäten

Seite 21 von 22

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung mit 30 Tabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7.

INHABER DER ZULASSUNG

S.Med GmbH, Zachgasse 1, 1220 Wien

Tel.-Nr.: (01) 513 91 52, smed@smed.at

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Alapril 5 mg-Tabletten: 1-24741

Alapril 10 mg-Tabletten: 1-24742

Alapril 20 mg-Tabletten: 1-24743

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/ VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 18. November 2002

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 02.Juni 2017

10.

STAND DER INFORMATION

Jänner 2019

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Seite 22 von 22

Rezept- und apothekenpflichtig.

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