Actonel plus Calcium D 35 mg + 1000 mg/880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat Filmtablette und Brausegranulat

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Mononatriumrisedronat, Calciumcarbonat, Colecalciferol
Verfügbar ab:
Theramex Ireland Limited
ATC-Code:
M05BB04
INN (Internationale Bezeichnung):
Mono Sodium Risedronate, Calcium Carbonate, Colecalciferol
Darreichungsform:
Filmtablette und Brausegranulat
Zusammensetzung:
Mononatriumrisedronat 35.mg; Calciumcarbonat 2500.mg; Colecalciferol 22.µg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
68222.00.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Actonel

®

plus Calcium D

35 mg + 1000 mg/880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat

Mononatriumrisedronat + Calcium/Colecalciferol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Actonel plus Calcium D und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Actonel plus Calcium D beachten?

Wie ist Actonel plus Calcium D einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Actonel plus Calcium D aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Actonel plus Calcium D und wofür wird es angewendet?

Was Actonel plus Calcium D ist

Ein Kombinationsarzneimittel, das in wöchentlichen Einheiten zu jeweils einer Tablette Actonel

und 6 Beuteln Calcium/Vitamin D

abgepackt ist.

Actonel Tabletten

Die Actonel Tabletten enthalten

Mononatriumrisedronat, das zu einer Gruppe von nicht-

hormonellen Arzneimitteln gehört, genannt Bisphosphonate, die zur Behandlung von

Knochenerkrankungen verwendet werden. Es wirkt direkt an Ihren Knochen, um sie zu stärken und

damit weniger bruchanfällig zu machen.

Knochen ist ein lebendes Gewebe. Alter Knochen wird ständig aus Ihrem Knochengerüst entfernt

und durch neuen Knochen ersetzt.

Postmenopausale Osteoporose ist eine Erkrankung, die bei Frauen nach der Menopause auftritt und

bei der die Knochen schwächer und zerbrechlicher werden und nach einem Sturz oder einer

stärkeren Belastung leichter brechen.

Die Knochen der Wirbelsäule, der Hüfte und des Handgelenks sind am wahrscheinlichsten von

Knochenbrüchen betroffen, obgleich es jeden Knochen Ihres Körpers betreffen kann. Osteoporose-

bedingte Knochenbrüche können auch Rückenschmerzen, Abnahme der Körpergröße und einen

Rundrücken verursachen. Viele Patienten mit Osteoporose haben keine Symptome und

möglicherweise haben Sie daher gar nicht erkannt, dass Sie an Osteoporose leiden.

Calcium/Vitamin

Beutel

Die Beutel enthalten Calcium/Vitamin D

Brausegranulat, das das Calcium und Vitamin D

liefert,

welches Ihr Körper für die Festigung neugebildeten Knochens benötigt.

Wofür Actonel plus Calcium D angewendet wird

Zur Behandlung der Osteoporose, auch schwergradig, bei

Frauen nach der Menopause

, die nach

Feststellung ihres Arztes zusätzlich die tägliche Gabe von

Calcium und Vitamin D

3

benötigen. Es

verringert das Risiko für Knochenbrüche an Wirbelsäule und Hüfte.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Actonel plus Calcium D beachten?

Actonel plus Calcium D darf NICHT eingenommen werden:

wenn Sie

allergisch

gegen Mononatriumrisedronat, Calciumcarbonat, Vitamin D

, Erdnüsse, Soja

oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie an:

Hypokalziämie

(einem verminderten Calciumspiegel im Blut),

Hyperkalziämie

(einem erhöhten Calciumspiegel im Blut),

Hyperkalziurie

(einem erhöhten Calciumspiegel im Urin),

D-Hypervitaminose

(einem erhöhten Vitamin-D-Spiegel im Blut) leiden.

wenn Sie

schwanger

sein könnten, schwanger sind oder vorhaben, schwanger zu werden.

wenn Sie

stillen.

wenn Sie eine

schwere Störung Ihrer Nierenfunktion

, einschließlich Nierensteinen, haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Actonel plus Calcium D einnehmen:

wenn Sie nicht in der Lage sind, mindestens 30 Minuten aufrecht zu sitzen oder zu stehen.

wenn Sie an Störungen des Knochen- oder Mineralstoffwechsels leiden (beispielsweise Vitamin-

D-Mangel, Funktionsstörungen der Nebenschilddrüsen; beides führt zu einem erniedrigten

Calcium-Blutspiegel).

wenn Sie Probleme mit Ihrer Speiseröhre haben oder in der Vergangenheit hatten. Beispielsweise,

wenn Sie Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Schlucken von Nahrung haben oder hatten oder

wenn Ihnen bereits früher einmal mitgeteilt wurde, dass Sie einen Barrett Ösophagus haben (eine

Erkrankung mit Veränderungen der Zellen, die den unteren Teil der Speiseröhre auskleiden).

falls Ihr Arzt Ihnen mitteilte, dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern

leiden.

wenn Sie unter Sarkoidose (einer Störung des Immunsystems, die hauptsächlich die Lunge

betrifft und Kurzatmigkeit und Husten verursacht) leiden.

wenn Sie bereits Vitamin-D-Präparate einnehmen.

wenn Sie unter Schmerzen, einer Schwellung oder einem Taubheitsgefühl des Kiefers oder einem

„Gefühl eines schweren Kiefers“ oder einer Lockerung eines Zahnes leiden oder litten.

wenn Sie in zahnärztlicher Behandlung sind oder sich einem zahnärztlichen Eingriff unterziehen

müssen. Teilen Sie Ihrem Zahnarzt mit, dass Sie mit Actonel plus Calcium D behandelt werden.

Ihr Arzt wird Ihnen raten, was Sie tun müssen, falls Sie Actonel plus Calcium D einnehmen und einer

der genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Kinder und Jugendliche

Für Kinder unter 18 Jahren wird eine Einnahme von Mononatriumrisedronat aufgrund unzureichender

Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Einnahme von Actonel plus Calcium D zusammen mit anderen Arzneimitteln

Actonel Tabletten

Arzneimittel, die eine der nachfolgenden Substanzen enthalten, verringern bei gleichzeitiger

Einnahme die Wirkung der Actonel Tablette:

Calcium

Magnesium

Aluminium (beispielsweise einige Mittel gegen Verdauungsstörungen)

Eisen

Nehmen Sie diese Arzneimittel frühestens 30 Minuten nach Ihrer Actonel Tablette.

Calcium/Vitamin

Beutel

Es ist bekannt, dass Calcium/Vitamin D

-haltige Arzneimittel in Wechselwirkung treten mit:

Digitalis (eingesetzt zur Behandlung von Störungen der Herzfunktion),

Tetracyclinen,

Steroiden (z. B. Kortison),

Natriumfluorid (eingesetzt zur Härtung des Zahnschmelzes),

Thiazidhaltigen Diuretika (eingesetzt zur Entwässerung des Körpers durch vermehrte

Urinbildung),

Cholestyramin (eingesetzt zur Behandlung erhöhter Cholesterinspiegel im Blut),

Abführmittel (z. B. Paraffinöl).

Falls Sie eines der genannten Arzneimittel einnehmen, wird Ihnen Ihr Arzt weitere Anweisungen

geben.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Einnahme von Actonel plus Calcium D zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Actonel Tabletten

Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihre Actonel Tablette NICHT zusammen mit Nahrungsmitteln oder

Getränken (ausgenommen gewöhnlichem Trinkwasser) einnehmen, damit sie richtig wirken kann.

Insbesondere sollten Sie diese Tablette nicht gleichzeitig mit Molkereiprodukten (beispielsweise

Milch) einnehmen, da diese Calcium enthalten (siehe Abschnitt 2 „Einnahme von Actonel plus

Calcium D zusammen mit anderen Arzneimitteln“). Nehmen Sie Nahrung und Getränke (außer

gewöhnlichem Trinkwasser) frühestens 30 Minuten nach Ihrer Actonel Tablette zu sich.

Calcium/Vitamin

Beutel

Nehmen Sie das aufgelöste Calcium/Vitamin D

Brausegranulat NICHT gleichzeitig mit

Nahrungsmitteln ein, die einen hohen Gehalt an Oxalsäure (Spinat und Rhabarber) oder

Phytinsäure (ganze Getreidekörner) haben.

Trinken Sie das gelöste Brausegranulat frühestens 2 Stunden nachdem Sie solche Nahrungsmittel

gegessen haben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Nehmen Sie KEIN Actonel plus Calcium D ein, wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten,

schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden (siehe Abschnitt 2 „Actonel plus Calcium

D darf nicht eingenommen werden“). Das mögliche Risiko, das mit der Anwendung von

Mononatriumrisedronat (dem Wirkstoff in Actonel) bei Schwangeren verbunden ist, ist nicht bekannt.

Nehmen Sie KEIN Actonel plus Calcium D ein, wenn Sie stillen (siehe 2 Abschnitt „Actonel plus

Calcium D darf nicht eingenommen werden“).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Actonel plus Calcium D hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen.

Actonel Tabletten

Actonel plus Calcium D enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Actonel plus Calcium D erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Actonel plus Calcium D enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Calcium/Vitamin D

3

Beutel

Das Brausegranulat enthält Sorbitol

Dieses Arzneimittel enthält 1,1 mg Sorbitol pro Beutel.

Das Brausegranulat enthält Sucrose

Bitte nehmen Sie Calcium/Vitamin D

Beutel (Brausegranulat) erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Das Brausegranulat enthält Sojaöl

Es darf nicht eingenommen/angewendet werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber

Erdnuss oder Soja sind (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Actonel

plus Calcium D darf nicht eingenommen werden“).

Das Brausegranulat enthält Kalium

(163 mg pro Beutel). Wenn Sie an eingeschränkter

Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-Diät (Diät mit niedrigem Kaliumgehalt)

einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Das Brausegranulat enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Beutel, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Actonel plus Calcium D einzunehmen?

Actonel plus Calcium D ist eine Wochentherapie in Form einer Packung mit 1 Tablette (in einem

Blister) und 6 Beuteln mit Brausegranulat, die auf bestimmte Art und Weise einzunehmen sind.

Auf der Rückseite jeder Wochenpackung finden Sie Einnahmeanweisungen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Wochenzyklus:

Tag 1: Actonel Tablette (hellorange Tablette)

Nehmen Sie einmal die Woche EINE Actonel Tablette.

Wählen Sie einen Tag in der Woche aus, der am besten in Ihren Zeitplan passt. Das wird Ihr Tag 1

für den Wochenzyklus sein. Nehmen Sie jede Woche die Actonel Tablette an dem von Ihnen

gewählten Tag 1.

Tage 2 bis 7: Calcium/Vitamin

Beutel (Brausegranulat)

An dem Tag, der der Einnahme der Actonel Tablette folgt, beginnen Sie mit der Einnahme EINES

Beutels Calcium/Vitamin D

Brausegranulat täglich für die nächsten 6 Tage.

Alle 7 Tage beginnen Sie eine neue Wochenpackung. Sie sollten die neue Wochenpackung mit der

Einnahme der Actonel Tablette an dem von Ihnen gewählten Tag 1 beginnen.

Nehmen Sie Ihre Actonel Tablette und den Beutel mit Brausegranulat NICHT am selben Tag.

WANN ist die Actonel Tablette einzunehmen?

Nehmen Sie Ihre Actonel Tablette spätestens 30 Minuten vor dem ersten Verzehr von Nahrung

oder Getränken (außer gewöhnlichem Trinkwasser) oder der Einnahme anderer Arzneimittel an

diesem Tag.

WIE ist Actonel plus Calcium D einzunehmen?

Actonel Tabletten

Nehmen Sie Ihre Tablette in

aufrechter Körperhaltung

ein (Sie können sitzen oder stehen),

um Sodbrennen zu vermeiden.

Schlucken

Sie Ihre Tablette mit mindestens einem

Glas

(120 ml)

gewöhnlichem

Trinkwasser.

Schlucken Sie Ihre Tablette im Ganzen.

Lutschen oder kauen Sie sie nicht.

Legen Sie sich 30 Minuten lang nicht hin, nachdem

Sie Ihre Tablette eingenommen haben.

Calcium/Vitamin

Beutel

Schütten Sie den Inhalt eines Beutels in ein Glas gewöhnlichen Trinkwassers und rühren Sie

um. Warten Sie, bis das Sprudeln aufgehört hat, und trinken Sie dann die Lösung.

Wenn Sie eine größere Menge Actonel plus Calcium D eingenommen haben, als Sie sollten

Actonel Tabletten

Falls Sie mehr

Tabletten

eingenommen haben, als Sie sollten, oder falls Kinder aus Versehen das

Arzneimittel eingenommen haben, sollten die Betreffenden ein großes

Glas Milch

trinken und

ärztlichen Rat suchen

Calcium/Vitamin

Beutel

Falls Sie mehr

Beutel

genommen haben als Sie sollten, oder falls Kinder aus Versehen das

Arzneimittel eingenommen haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Actonel plus Calcium D vergessen haben

Actonel Tabletten

Wenn Sie vergessen haben, Ihre Tablette an dem von Ihnen gewählten Tag (Tag 1) einzunehmen:

Nehmen Sie sie an dem Tag, an dem Sie es bemerken. Nehmen Sie NICHT zwei Tabletten an

einem Tag, um die ausgelassene Tablette auszugleichen.

Am darauffolgenden Tag nehmen Sie Ihren Beutel mit Calcium/Vitamin D

. Nehmen Sie Ihre

Actonel Tablette und den Beutel NICHT am selben Tag ein.

Nehmen Sie weiterhin jeden Tag einen Beutel, bis der Wochenzyklus zu Ende ist.

Entsorgen Sie am Ende des Wochenzyklus evtl. noch in der Wochenpackung übrig gebliebene

Beutel.

Dann beginnen Sie einen neuen Wochenzyklus: Nehmen Sie eine Actonel Tablette einmal die

Woche an dem von Ihnen festgelegten Tag 1.

Calcium/Vitamin

Beutel

Falls Sie die Einnahme eines Calcium/Vitamin D

Beutels vergessen haben:

Nehmen Sie ihn an dem Tag ein, an dem Sie es bemerken. Nehmen Sie NICHT den Beutel am

selben Tag wie Ihre Actonel Tablette. Nehmen Sie NICHT 2 Beutel am selben Tag.

Nehmen Sie weiterhin jeden Tag einen Beutel, bis der Wochenzyklus beendet ist.

Entsorgen Sie am Ende des Wochenzyklus evtl. noch in der Wochenpackung verbliebene

Beutel.

Wenn Sie die Einnahme von Actonel plus Calcium D abbrechen

Wenn Sie die Behandlung abbrechen, beginnen Sie möglicherweise, Knochenmasse zu verlieren.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie in Erwägung ziehen, die Behandlung abzubrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Actonel Tabletten

In den folgenden Fällen müssen Sie

die Einnahme von Actonel abbrechen und sofort einen Arzt

informieren

Symptome einer schweren allergischen Reaktion wie

Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen

Schluckbeschwerden

Quaddeln und Atembeschwerden

Schwere Hautreaktionen, die mit Blasenbildung einhergehen können.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt

, wenn bei Ihnen die folgenden Nebenwirkungen auftreten:

Augenentzündung, gewöhnlich mit Schmerzen, Rötung und Lichtempfindlichkeit

Absterben von Knochengewebe des Kiefers (Osteonekrose), das einhergeht mit einer verzögerten

Heilung und Infektion, oftmals als Folge einer Zahnextraktion (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

Speiseröhrenbeschwerden wie Schmerzen beim Schlucken, Schluckbeschwerden, Schmerzen im

Brustkorb oder neu auftretendes oder sich verschlimmerndes Sodbrennen.

Ungewöhnliche (atypische) Brüche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei Patienten unter

Langzeitbehandlung gegen Osteoporose, können selten auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt,

wenn Sie Schmerzen, Schwäche oder Beschwerden in Oberschenkel, Hüfte oder Leiste verspüren, da

es sich dabei um ein frühes Anzeichen eines möglichen Oberschenkelknochenbruchs handeln könnte.

Demgegenüber waren die anderen Nebenwirkungen, die in klinischen Studien beobachtet wurden,

gewöhnlich leicht und veranlassten die Patienten nicht, die Einnahme ihrer Tabletten abzubrechen.

Häufige Nebenwirkungen

(betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)

Verdauungsstörungen, Übelkeit, Magenschmerzen, Magenkrämpfe oder -verstimmung,

Verstopfung, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall.

Schmerzen in Knochen, Muskeln oder Gelenken.

Kopfschmerz.

Gelegentliche Nebenwirkungen

(betrifft 1 bis 10 von 1.000 Behandelten)

Entzündungen oder Geschwüre der Speiseröhre, die Probleme und Schmerzen beim Schlucken

verursachen (siehe auch Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“),

Magenschleimhautentzündung, Entzündung des Zwölffingerdarms (Darmabschnitt, in den sich

der Magen entleert).

Entzündung der Regenbogenhaut des Auges (Iris) (rote, schmerzende Augen mit möglicher

Änderung des Sehvermögens).

Seltene Nebenwirkungen

(betrifft 1 bis 10 von 10.000 Behandelten)

Entzündliche Veränderungen der Zungenschleimhaut (rot, geschwollen, möglicherweise

schmerzhaft), Verengung der Speiseröhre.

Auffällige Leberwerte wurden berichtet. Diese können nur durch eine Blutuntersuchung

festgestellt werden.

Nach Markteinführung wurden folgende Nebenwirkungen berichtet:

Sehr seltene Nebenwirkungen

(betrifft weniger als 1 von 10.000 Behandelten):

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr und/oder

eine Ohreninfektion auftreten. Diese könnten Anzeichen für eine Schädigung der Knochen im

Ohr sein.

Häufigkeit nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Haarausfall

Lebererkrankungen, in einigen Fällen schwer.

Zu Behandlungsbeginn können in seltenen Fällen die Calcium- und Phosphatspiegel fallen. Diese

Veränderungen sind gewöhnlich gering und verursachen keine Symptome.

Calcium/Vitamin D

3

Beutel

Gelegentliche Nebenwirkungen

(betrifft 1 bis 10 von 1.000 Behandelten)

Hyperkalziämie (erhöhter Calciumspiegel im Blut mit möglichen Anzeichen starken

Durstgefühls, Appetitverlust, Müdigkeit und in schweren Fällen unregelmäßiger Herzschlag),

Hyperkalziurie (erhöhter Calciumspiegel im Urin).

Seltene Nebenwirkungen

(betrifft 1 bis 10 von 10.000 Behandelten)

Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall.

Hautreaktionen wie Juckreiz, Ausschlag und Quaddeln.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Actonel plus Calcium D aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Actonel plus Calcium D enthält

Filmtabletten

Der Wirkstoff ist: Mononatriumrisedronat.

Eine Tablette enthält 35 mg Mononatriumrisedronat, entsprechend 32,5 mg Risedronsäure.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 2), Crospovidon (Typ A),

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) und mikrokristalline Cellulose.

Filmüberzug:

Hypromellose, Macrogol 400, Hyprolose, Macrogol 8000, hochdisperses

Siliciumdioxid, Titandioxid (E171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E172), Eisen(III)-oxid

(E172).

Beutel mit Brausegranulat

Die Wirkstoffe sind: Calciumcarbonat und Colecalciferol (Vitamin D

Ein Beutel Brausegranulat enthält 1.000 mg Calcium, entsprechend 2.500 mg

Calciumcarbonat, und 22 Mikrogramm (880 Internationale Einheiten (I.E.)) Colecalciferol

(Vitamin D

Die sonstigen Bestandteile sind:

Citronensäure, Äpfelsäure, D-Glucono-1,5-lacton, Maltodextrin, Natriumcyclamat, Saccharin-

Natrium 2 H

O, Sorbitol (Ph.Eur.) (E420), Mannitol (Ph.Eur.) (E421), Dextrin, Arabisches

Gummi, natürliche Zitronenöle, natürliches/naturidentisches Limonenaroma, Reisstärke,

Kaliumcarbonat, all-rac-alpha-Tocopherol, Sojaöl (Ph.Eur.), Gelatine, Sucrose, Maisstärke.

Wie Actonel plus Calcium D aussieht und Inhalt der Packung

Die Kombinationspackung besteht aus einem Umkarton mit Wochenpackungen (Schachteln aus

Karton).

Jede Wochenpackung enthält:

1 Filmtablette, die eine ovale hellorange Tablette mit den Buchstaben „RSN“ auf der einen und

„35 mg“ auf der anderen Seite ist, gepackt in einer Blisterpackung.

6 Beutel mit Calcium und Vitamin D

als Brausegranulat.

Packungsgrößen: 4 und 12 (3x4) Wochenpackungen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Zulassungsinhaber:

Theramex Ireland Limited

3rd Floor, Kilmore House

Park Lane, Spencer Dock

D01 YE64 Dublin 1

Irland

Hersteller

Warner Chilcott Deutschland GmbH

Dr.–Otto–Röhm–Straße 2 - 4

64331 Weiterstadt

Hermes Pharma GmbH

Allgäu 36

9400 Wolfsberg

Österreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien:

Actonel Combi D

35 mg + 1000 mg / 880 IE filmomhulde

tabletten + bruisgranulat, 35 mg + 1000 mg / 880 UI

comprimé pelliculé et granulés effervescents en sachet-dose,

35 mg + 1000 mg / 880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat

Deutschland:

Actonel plus Calcium D

35 mg + 1000 mg/880 I.E.

Filmtabletten + Brausegranulat

Frankreich:

Actonelcombi

35 mg + 1000 mg / 880 UI comprimé

pelliculé et granulés effervescents en sachet-dose

Irland:

Actonel Plus Ca & D

35 mg film-coated tablets + 1000 mg

/ 880 i.u. effervescent granules

Litauen:

Actonel Combi

35 mg plėvele dengtos tabletės + 1000 mg /

880 TV šnypščiosios granulės

Luxemburg:

Actonel Combi D

35 mg + 1000 mg / 880 UI comprimé

pelliculé et granulés effervescents en sachet-dose

Malta:

Actonel Plus Ca & D

35 mg film-coated tablets + 1000 mg

/ 880 i.u. effervescent granules

Niederlande:

Actokit D

35 mg + 1000 mg/880 IE filmomhulde tabletten +

bruisgranulaat

Schweden:

Optinate Combi D

35 mg + 1000 mg / 880 IE

filmdragerade tabletter + brusgranulat

Slowenien:

Actonel Combi

35 mg + 1000 mg/880 IE filmsko obložena

tableta + šumeča zrnca

Vereinigtes Königreich:

Actonel Combi

35 mg film-coated tablets + 1000 mg / 880

IU effervescent granules

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2019.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Actonel

plus Calcium D 35 mg + 1000 mg/880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Filmtablette enthält 35 mg Mononatriumrisedronat (entsprechend 32,5 mg Risedronsäure).

Ein Beutel Brausegranulat enthält 1000 mg Calcium (entsprechend 2500 mg Calciumcarbonat) und 22

Mikrogramm (880 I.E.) Colecalciferol (Vitamin D3).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält 126,0 mg Lactose-Monohydrat (entsprechend 119,7 mg Lactose).

Jeder Beutel mit Brausegranulat enthält Kalium (163 mg), Sucrose (3,6 mg), Sojaöl (0,7 mg) und

Sorbitol (1,1 mg).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette:

Ovale, hellorange Filmtablette mit der Gravur „RSN“ auf der einen Seite und „35 mg“ auf der

anderen.

Brausegranulat:

Weißes Brausegranulat.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose, zur Verringerung des Risikos für

Wirbelkörperfrakturen.

Behandlung der manifesten postmenopausalen Osteoporose, zur Verringerung des Risikos für

Hüftfrakturen (siehe Abschnitt 5.1).

Actonel plus Calcium D ist nur für solche Patienten bestimmt, bei denen die enthaltene Calcium- und

Vitamin D3-Menge als ausreichend zur Ergänzung des Bedarfs erachtet wird.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Eine Wochenpackung Actonel plus Calcium D besteht aus 1 Filmtablette Actonel 35 mg und 6

Beuteln Calcium/Vitamin D

in einer Faltschachtel.

Dosierung

Für Erwachsene ist die empfohlene Dosis eine Actonel 35 mg Tablette am ersten Tag, gefolgt von

täglich einem Beutel Calcium/Vitamin D

für die nächsten 6 Tage. Dieser siebentägige Zyklus wird

anschließend jede Woche wiederholt, wobei stets mit einer Actonel 35 mg Tablette begonnen wird.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Eine Dosisanpassung ist nicht notwendig, da Bioverfügbarkeit, Verteilung und Ausscheidung bei

älteren (> 60 Jahre) und jüngeren Patienten vergleichbar sind. Dies wurde auch in der

postmenopausalen Population für betagte Patienten im Alter von 75 Jahren und darüber nachgewiesen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Für Patienten mit geringer bis mittelschwerer Einschränkung der Nierenfunktion ist keine

Dosisanpassung erforderlich. Mononatriumrisedronat und Calcium/Vitamin D

sind bei Patienten mit

schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) kontraindiziert (siehe Abschnitte

4.3 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Für Kinder unter 18 Jahren wird eine Einnahme von Mononatriumrisedronat aufgrund unzureichender

Daten hinsichtlich Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 5.1).

Art der Anwendung

Actonel 35 mg (hellorange Tablette)

Die Actonel 35 mg Tablette sollte jede Woche am selben Wochentag eingenommen werden.

Die Resorption von Mononatriumrisedronat wird durch Nahrungsmittel beeinflusst, daher sollten

Patienten zur Sicherstellung einer ausreichenden Resorption die Actonel 35 mg Filmtablette wie folgt

einnehmen:

Vor dem Frühstück: Mindestens 30 Minuten vor der ersten Aufnahme von Nahrung, anderen

Arzneimitteln oder Getränken (ausgenommen gewöhnliches Trinkwasser).

Die Filmtablette muss im Ganzen geschluckt und darf nicht gelutscht oder gekaut werden. Um die

Passage der Filmtablette in den Magen zu unterstützen, ist die Actonel 35 mg Filmtablette in

aufrechter Körperhaltung einzunehmen, zusammen mit einem Glas gewöhnlichem Trinkwasser (≥ 120

ml). Patienten sollten sich nach der Tabletteneinnahme 30 Minuten lang nicht hinlegen (siehe

Abschnitt 4.4).

Calcium/Vitamin D

(Beutel)

Die Calcium/Vitamin D

Beutel sollten, beginnend mit dem der Actonel 35 mg Tabletteneinnahme

nachfolgenden Tag, täglich für 6 Tage genommen werden. Der Inhalt des Beutels sollte in ein Glas

gewöhnliches Trinkwasser geschüttet, umgerührt und getrunken werden, sobald das Sprudeln

aufgehört hat.

Die Patienten sollten für den Fall, dass sie die Einnahme der Actonel 35 mg Tablette versäumen,

angewiesen werden, diese am nächsten Morgen entsprechend den Einnahmevorschriften einzunehmen.

In diesem speziellen Fall sollten die Patienten dann den Calcium/Vitamin D

Beutel am

darauffolgenden Tag nehmen. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass sie niemals die Tablette

und den Beutel am selben Tag nehmen sollten.

Für den Fall, dass eine Dosis an Calcium/Vitamin D

Beutel vergessen wurde, sollte der Patient

angewiesen werden, mit der Einnahme eines Beutels pro Tag fortzufahren, beginnend am Tag, an dem

er die vergessene Einnahme bemerkt. Patienten sind darauf hinzuweisen, keine zwei Beutel am selben

Tag zu nehmen. Am Ende des wöchentlichen Einnahmezyklus sollten die verbliebenen

Calcium/Vitamin D

Beutel verworfen werden.

Die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose ist nicht festgelegt. Die

Notwendigkeit einer Weiterbehandlung sollte in regelmäßigen Abständen auf Grundlage des Nutzens

und potenzieller Risiken von Risedronat für jeden Patienten individuell beurteilt werden, insbesondere

bei einer Anwendung über 5 oder mehr Jahre.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Sojaöl, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile

Hypokalziämie (siehe Abschnitt 4.4)

Hyperkalziämie

Hyperkalziurie

Krankheiten und/oder Umstände (beispielsweise längere Immobilisierung), die mit Hyperkalziämie

und/oder Hyperkalziurie einhergehen

Nephrolithiasis

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)

D-Hypervitaminose.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Mononatriumrisedronat

Nahrungsmittel, Getränke (ausgenommen gewöhnliches Trinkwasser) und Arzneimittel mit

mehrwertigen Kationen (z.B. Calcium, Magnesium, Eisen sowie Aluminium) können die Resorption

von Mononatriumrisedronat beeinträchtigen und dürfen daher nicht gleichzeitig eingenommen werden

(siehe Abschnitt 4.5). Die Mononatriumrisedronat Tablette (hellorange Tablette) sollte deshalb

morgens spätestens 30 Minuten vor der ersten Aufnahme von Nahrung, anderen Arzneimitteln oder

Getränken eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Die Wirksamkeit von Bisphosphonaten bei der Behandlung der postmenopausalen Osteoporose ist mit

dem Vorliegen eines erniedrigten Knochenmineralgehaltes (BMD) [T-Score an der Hüfte oder der

Lendenwirbelsäule ≤ -2,5 Standardabweichungen (SD)] und/oder einer vorhandenen Fraktur

verbunden.

Hohes Alter oder klinische Risikofaktoren für Frakturen alleine sind keine genügenden Gründe, eine

Osteoporosebehandlung mit einem Bisphosphonat zu beginnen. Hinweise, die die Wirksamkeit von

Bisphosphonaten einschließlich Mononatriumrisedronat bei sehr betagten Frauen (> 80 Jahre)

unterstützen, sind begrenzt (siehe Abschnitt 5.1).

Bisphosphonate wurden mit Ösophagitis, Gastritis, ösophagealen und gastroduodenalen Ulzera in

Verbindung gebracht. Vorsicht ist daher geboten:

bei Patienten mit Ösophagus-Erkrankungen in der Anamnese, die die ösophageale Passage oder

Entleerung verzögern, wie z. B. Striktur oder Achalasie

bei Patienten, die nicht in der Lage sind, mindestens 30 Minuten lang nach Einnahme der

Filmtablette aufrecht zu sitzen oder zu stehen

falls Mononatriumrisedronat Patienten mit aktiven oder kürzlich aufgetretenen ösophagealen oder

Oberbauchbeschwerden verordnet wird (eingeschlossen bekannter Barrett Ösophagus).

Der verordnende Arzt sollte die Patienten besonders auf die Beachtung der Einnahmevorschriften

hinweisen und auf Anzeichen und Symptome einer möglichen ösophagealen Reaktion achten. Die

Patienten sollten angewiesen werden, rechtzeitig ärztlichen Rat zu suchen, wenn sich bei ihnen

Symptome einer Ösophagusreizung entwickeln wie Dysphagie, Schmerzen beim Schlucken,

retrosternale Schmerzen oder neu auftretendes oder sich verschlimmerndes Sodbrennen.

Eine Hypokalziämie ist vor Einleitung der Actonel plus Calcium D-Therapie zu behandeln. Andere

Störungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels (wie Funktionsstörungen der Nebenschilddrüse, D-

Hypovitaminose) sind bei Beginn der Actonel plus Calcium D-Therapie ebenfalls zu behandeln.

Über Osteonekrosen im Kieferbereich, üblicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion

und/oder einer lokalen Infektion (einschließlich Osteomyelitis), wurde bei Krebspatienten berichtet,

deren Behandlungsschemata vorwiegend intravenös verabreichte Bisphosphonate einschlossen. Viele

dieser Patienten erhielten zusätzlich eine Chemotherapie und Glukokortikoide. Osteonekrosen des

Kiefers wurden auch bei Osteoporosepatienten berichtet, die orale Bisphosphonate erhielten.

Bei Patienten mit begleitenden Risikofaktoren (z. B. Krebserkrankungen, Chemotherapie,

Strahlentherapie, Glukokortikoide, schlechte Mundhygiene) sollte vor einer Behandlung mit

Bisphosphonaten eine Zahnuntersuchung mit angemessener präventiver Zahnbehandlung erwogen

werden.

Während der Behandlung sollten diese Patienten invasive Dentaleingriffe soweit möglich vermeiden.

Bei Patienten, die während der Behandlung mit Bisphosphonaten eine Osteonekrose im Kieferbereich

entwickeln, könnte ein kieferchirurgischer Eingriff diesen Zustand verschlechtern. Für Patienten, die

eine zahnärztliche Maßnahme benötigen, stehen keine Daten zur Verfügung, ob die Unterbrechung der

Behandlung mit Bisphosphonaten das Risiko für Osteonekrose im Kieferbereich reduziert. Die

klinische Bewertung durch den behandelnden Arzt sollte Grundlage für den Behandlungsplan eines

jeden Patienten sein und auf einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung basieren.

Bei der Anwendung von Bisphosphonaten wurde über Knochennekrosen des äußeren Gehörgangs

berichtet, und zwar hauptsächlich im Zusammenhang mit Langzeitbehandlungen. Zu den möglichen

Risikofaktoren für eine Knochennekrose des äußeren Gehörgangs zählen die Anwendung von

Steroiden und chemotherapeutischen Behandlungen und/oder lokale Risikofaktoren wie z. B.

Infektionen oder Traumata. Die Möglichkeit einer Knochennekrose des äußeren Gehörgangs sollte bei

Patienten, die Bisphosphonate erhalten und mit Ohrsymptomen, einschließlich chronischer

Ohreninfektionen, vorstellig werden, in Betracht gezogen werden.

Atypische Femurfrakturen

Atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonat-Therapie

berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Diese transversalen

oder kurzen Schrägfrakturen können überall entlang des Oberschenkelknochens auftreten, direkt

unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen

nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspüren Oberschenkel-

oder Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie Fraktur in

bildgebenden Verfahren Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur.

Frakturen treten häufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten

behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht

werden. Über eine schlechte Heilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten mit

Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie,

vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-

Bewertung in Betracht gezogen werden.

Während einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, über jegliche

Oberschenkel-, Hüft- oder Leistenschmerzen zu berichten und jeder Patient mit diesen Symptomen

sollte auf eine unvollständige Femurfraktur hin untersucht werden.

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz oder anamnestisch bekannter

absorptiver oder renaler Hyperkalziurie, Nephrokalzinose, Nierensteinbildung oder

Hypophosphatämie sollten die Nierenfunktion, sowie die Calcium- und Phosphatspiegel im Serum und

Urin regelmäßig kontrolliert werden.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen, hereditären Galactose-Intoleranz,

völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht

einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Calciumcarbonat/Vitamin D

Vitamin D

ist bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung vorsichtig und unter Überwachung der

Calcium- und Phosphatspiegel anzuwenden. Das Risiko einer Verkalkung des Weichteilgewebes ist zu

berücksichtigen. Von Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung wird Vitamin D in Form von

Colecalciferol nicht normal metabolisiert und ein anderes Vitamin D-Derivat sollte daher eingesetzt

werden (siehe Abschnitt 4.3).

Während einer Langzeitanwendung sollten die Calciumspiegel im Serum und Urin überwacht werden

und die Nierenfunktion durch Messung des Serum-Kreatinins überprüft werden. Die Überwachung ist

besonders wichtig bei älteren Patienten, die gleichzeitig mit Herzglykosiden oder Diuretika behandelt

werden (siehe Abschnitt 4.5), sowie bei Patienten, die zur Steinbildung neigen. Die Behandlung muss

reduziert oder vorübergehend unterbrochen werden, wenn der Kalziumgehalt im Urin 7,5 mmol/24

Stunden (300 mg/24 Stunden) überschreitet. Im Falle einer Hyperkalziämie oder Anzeichen einer

Nierenfunktionseinschränkung sollte die Behandlung mit den Calcium/Vitamin D

Beuteln beendet

werden.

Bei der Verschreibung anderer Arzneimittel, die Vitamin D enthalten, sollte die Vitamin D

-Dosis in

den Beuteln berücksichtigt werden. Zusätzliche Calcium- oder Vitamin D-Gaben sollten unter

engmaschiger medizinischer Aufsicht erfolgen. In diesen Fällen ist es notwendig, die Calciumspiegel

in Serum und Urin regelmäßig zu überwachen.

Die Calcium/Vitamin D

Beutel sollten bei Patienten, die an Sarkoidose leiden, wegen der Gefahr

einer erhöhten Metabolisierung von Vitamin D in seine aktive Form nur mit Vorsicht benutzt werden.

Der Calciumspiegel in Serum und Urin ist bei diesen Patienten zu überwachen.

Calcium/Vitamin D

Beutel sollten bei Patienten mit Immobilisationsosteoporose aufgrund des

erhöhten Risikos für eine Hyperkalziämie nur mit Vorsicht benutzt werden. Die Calcium/Vitamin D

Behandlung sollte bei länger andauernder Immobilisation abgebrochen und erst dann wieder

aufgenommen werden, wenn sich der Patient wieder bewegen kann.

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol und Sucrose. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-

Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten dieses

Arzneimittel nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält Kalium (163 mg pro Beutel). Dies sollte bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion oder Patienten, die eine kaliumkontrollierte Diät einhalten müssen, in Betracht

gezogen werden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Beutel, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Mononatriumrisedronat

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Mononatriumrisedronat

durchgeführt; jedoch zeigten sich keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit anderen

Arzneimitteln in den klinischen Studien.

Die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln mit mehrwertigen Kationen (z.B. Calcium,

Magnesium, Eisen sowie Aluminium) beeinträchtigt die Resorption von Mononatriumrisedronat (siehe

Abschnitt 4.4).

Mononatriumrisedronat wird nicht im Körper metabolisiert, induziert keine Cytochrom P450-Enzyme

und weist eine geringe Proteinbindung auf.

In den Mononatriumrisedronat-Studien der Phase-III zur Osteoporose mit täglicher Einnahme von

Mononatriumrisedronat gaben 33 % der Patienten die Einnahme von Acetylsalicylsäure bzw. 45 % die

Einnahme von NSAR an. In der Phase-III-Studie mit einmal wöchentlicher Einnahme gaben 57 %

bzw. 40 % der Patienten die Einnahme von Acetylsalicylsäure bzw. NSAR an. Bei den regelmäßigen

Anwendern (an 3 oder mehr Tagen pro Woche) war die Inzidenz unerwünschter Wirkungen im

Bereich des oberen Gastrointestinaltrakts bei den mit Mononatriumrisedronat behandelten Patienten

und den Kontrollpatienten ähnlich.

Bei Bedarf kann Mononatriumrisedronat gleichzeitig mit einer Estrogensubstitution angewandt

werden.

Calciumcarbonat/Vitamin D

Thiaziddiuretika verringern die Harnausscheidung von Calcium. Aufgrund des erhöhten

Hyperkalziämie-Risikos sollten die Serumcalciumspiegel während einer gleichzeitigen Behandlung

mit Thiaziddiuretika regelmäßig kontrolliert werden.

Systemische Glukokortikoide vermindern die Calciumresorption. Die gleichzeitige Anwendung kann

eine Erhöhung der Calciumcarbonat-Dosis notwendig machen.

Die Resorption von oralen Tetracyclinen kann durch die gleichzeitige Einnahme von Calciumcarbonat

vermindert werden. Aus diesem Grund sollten Tetracyclin-haltige Arzneimittel mindestens zwei

Stunden vor bzw. erst vier bis sechs Stunden nach der Einnahme von Calciumcarbonat/Vitamin D

gegeben werden.

Hyperkalziämie kann die Toxizität von Digitalis und anderen Herzglykosiden (Risiko von

Dysrhythmien) während einer Behandlung mit Calcium in Kombination mit Vitamin D

erhöhen. Aus

diesem Grund müssen entsprechende Patienten bezüglich Elektrokardiogramm (EKG) und

Serumcalciumspiegel überwacht werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Natriumfluorid-Präparaten sollten diese mindestens 3 Stunden vor

der Einnahme von Calciumcarbonat/Vitamin D

eingenommen werden, da die gastrointestinale

Resorption eingeschränkt sein kann.

Oxalsäure (enthalten in Spinat und Rhabarber) sowie Phytinsäure (enthalten in ganzen

Getreidekörnern) kann durch Bildung unlöslicher Komplexe mit Calciumionen die Calciumresorption

hemmen. Patienten sollten für die Dauer von zwei Stunden nach der Aufnahme von Nahrungsmitteln

mit hohem Gehalt an Oxal- oder Phytinsäure keine Calcium-haltigen Arzneimittel einnehmen.

Die gleichzeitige Behandlung mit Ionenaustauscherharzen wie Colestyramin oder Laxantien wie

Paraffinöl können die gastrointestinale Resorption von Vitamin D reduzieren.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Dieses Arzneimittel ist während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3).

Mononatriumrisedronat

Es liegen keine hinreichenden Daten über die Anwendung von Mononatriumrisedronat bei

Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe

Abschnitt 5.3). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Untersuchungen an Tieren

deuten darauf hin, dass eine geringe Menge Mononatriumrisedronat in die Muttermilch übergeht.

Mononatriumrisedronat darf während der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht eingenommen werden.

Calciumcarbonat/Vitamin D

Während der Schwangerschaft sollte die tägliche Zufuhr 1500 mg Calcium und 600 I.E. Colecalciferol

(15 µg Vitamin D

) nicht überschreiten. Es gibt keine Hinweise, dass Vitamin D in therapeutischen

Dosierungen im Menschen teratogen wirkt. Untersuchungen an Tieren haben eine

Reproduktionstoxizität hoher Dosen von Vitamin D gezeigt. Überdosierungen von Calcium und

Vitamin D müssen bei Schwangeren vermieden werden, da eine andauernde Hyperkalziämie mit

schädlichen Effekten auf den sich entwickelnden Foetus in Verbindung gebracht wurde. Calcium und

Vitamin D

gehen in die Muttermilch über. Actonel plus Calcium D Brausegranulat darf während der

Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Actonel plus Calcium D hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Mononatriumrisedronat

Mononatriumrisedronat wurde in klinischen Studien der Phase III bei mehr als 15.000 Patienten

untersucht. Die in klinischen Studien beobachteten unerwünschten Wirkungen waren in der Mehrzahl

leicht bis mäßig und erforderten in der Regel keinen Behandlungsabbruch.

Unerwünschte Ereignisse, die in klinischen Studien der Phase III bei postmenopausalen Frauen mit

Osteoporose berichtet wurden, die bis zu 36 Monate lang mit Mononatriumrisedronat 5 mg täglich

(n = 5.020) oder Placebo (n = 5.048) behandelt wurden und deren Zusammenhang mit

Mononatriumrisedronat als möglich oder wahrscheinlich beurteilt wurde, sind nachstehend aufgelistet.

Dabei wurde die folgende Konvention zu Grunde gelegt (Inzidenzen im Vergleich zu Placebo sind in

Klammern angegeben): sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis <

1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000).

Erkrankungen des Nervensystems

häufig: Kopfschmerz (1,8 % vs. 1,4 %)

Augenerkrankungen

gelegentlich: Iritis*

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

häufig: Verstopfung (5,0 % vs. 4,8 %), Dyspepsie (4,5 % vs. 4,1 %), Übelkeit (4,3 % vs. 4,0 %),

Abdominalschmerzen (3,5 % vs. 3,3 %), Diarrhoe (3,0 % vs. 2,7 %)

gelegentlich: Gastritis (0,9 % vs. 0,7 %), Ösophagitis (0,9 % vs. 0,9 %), Dysphagie (0,4 % vs. 0,2 %),

Duodenitis (0,2 % vs. 0,1%), Ösophagus-Ulkus (0,2% vs. 0,2%)

selten: Glossitis (< 0,1 % vs. 0,1 %), Ösophagusstriktur (< 0,1 % vs. 0,0 %).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

häufig: Schmerzen des Bewegungsapparats (2,1 % vs. 1,9 %)

Untersuchungen

selten: Leberwerte außerhalb des Normbereichs*

* Keine relevanten Inzidenzen aus Phase III-Osteoporose-Studien; die Häufigkeitsangaben basieren

auf unerwünschten Ereignissen/Laborbefunden/Medikamentenreexpositionen aus klinischen Studien

früherer Phasen.

In einer einjährigen, doppelblinden, multizentrischen Studie bei postmenopausalen Frauen mit

Osteoporose, in der die tägliche Einnahme von Mononatriumrisedronat 5 mg (n = 480) mit der einmal

wöchentlichen Einnahme von Mononatriumrisedronat 35 mg (n = 485) verglichen wurde, waren

Sicherheits- und Verträglichkeits-Profile der beiden Arzneimittel ähnlich. Die folgenden zusätzlichen

Nebenwirkungen, deren Auftreten nach Meinung der Prüfärzte möglicherweise oder wahrscheinlich in

Zusammenhang mit dem Arzneimittel stehen könnten, wurden beobachtet (Inzidenz in der

Mononatriumrisedronat 35 mg Gruppe größer als in der Mononatriumrisedronat 5 mg Gruppe):

Gastrointestinale Störungen (1,6 % vs. 1,0 %) und Schmerzen (1,2 % vs. 0,8 %).

Laborbefunde

Frühe, vorübergehende, asymptomatische und leichte Verminderungen der Calcium- und

Phosphatkonzentrationen im Serum wurden bei einigen Patienten beobachtet.

Die folgenden zusätzlichen unerwünschten Ereignisse wurden nach der Markteinführung berichtet

(Häufigkeit nicht bekannt):

Augenerkrankungen

Iritis, Uveitis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Osteonekrose des Kiefers

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Hypersensitivität und Hautreaktionen, einschließlich Angioödem, generalisiertem Exanthem, Urtikaria

und bullösen Hautreaktionen, einige davon schwer, darunter Einzelfälle von Stevens-Johnson-

Syndrom, toxischer epidermaler Nekrolyse und leukozytoklastischer Vaskulitis.

Haarausfall

Erkrankungen des Immunsystems

Anaphylaktische Reaktion

Leber- und Gallenerkrankungen

Schwere Lebererkrankungen. In den meisten der berichteten Fälle wurden die Patienten auch mit

anderen Arzneimitteln behandelt, von denen bekannt ist, dass sie Leberschäden verursachen.

Nach Markteinführung wurden die folgenden Nebenwirkungen berichtet:

selten: Atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen (unerwünschte Wirkung der

Substanzklasse der Bisphosphonate).

sehr selten: Knochennekrose des äußeren Gehörgangs (Nebenwirkung der Arzneimittelklasse der

Bisphosphonate).

Calciumcarbonat/Vitamin D

Unerwünschte Ereignisse sind nachstehend nach Systemorganklassen und Häufigkeiten entsprechend

der Konvention aufgelistet: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000

bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

gelegentlich: Hyperkalziämie und Hyperkalziurie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

selten: Verstopfung, Blähung, Übelkeit, Abdominalschmerzen und Diarrhoe

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

selten: Pruritus, Exanthem und Urtikaria

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Mononatriumrisedronat

Es liegen keine spezifischen Informationen über die Behandlung einer Überdosierung mit

Mononatriumrisedronat vor.

Verminderungen der Serumcalciumwerte nach erheblicher Überdosierung sind zu erwarten. Bei

einigen dieser Patienten können auch Zeichen und Symptome einer Hypokalziämie auftreten.

Zur Bindung von Mononatriumrisedronat und Verringerung der Resorption sollten Milch oder

Antazida, die Magnesium, Calcium oder Aluminium enthalten, verabreicht werden. Bei erheblicher

Überdosierung ist eine Magenspülung zur Entfernung des nicht resorbierten Anteils an

Mononatriumrisedronat in Erwägung zu ziehen.

Calciumcarbonat/Vitamin D

Eine Überdosierung kann zu Hypervitaminose, Hyperkalziurie und Hyperkalziämie führen. Als

Symptome einer Hyperkalziämie können Appetitlosigkeit, Durst, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung,

Abdominalschmerzen, Muskelschwäche, Erschöpfung, Geistesstörungen, Polydipsie, Polyurie,

Knochenschmerzen, Nephrokalzinose, Nierensteine und, in schweren Fällen, Herzrhythmusstörungen

auftreten. Eine extreme Hyperkalziämie kann zum Koma und zum Tode führen. Ständig erhöhte

Calciumspiegel können zu irreversiblen Nierenschäden sowie einer Verkalkung der Weichteile führen.

Behandlung der Hyperkalziämie: Die Behandlung mit Calcium ist zu unterbrechen. Ebenso ist eine

Behandlung mit Thiazid-Diuretika, Lithium, Vitamin A, Vitamin D

und Herzglykosiden zu

unterbrechen. Bei Patienten mit Bewusstseinsstörungen soll der Magen entleert werden. Rehydration

und, entsprechend der Schwere, isolierte oder kombinierte Behandlung mit Schleifendiuretika,

Bisphosphonaten, Calcitonin und Glukokortikoiden. Die Serumelektrolyte, Nierenfunktion und

Diurese müssen überwacht werden. In schweren Fällen sollten ein EKG aufgenommen und der

zentrale Venendruck verfolgt werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Bisphosphonate, Kombinationen

ATC-Code: M05BB04

Mononatriumrisedronat

Wirkmechanismus

Mononatriumrisedronat ist ein Pyridinyl-Bisphosphonat, das an Knochen-Hydroxylapatit bindet und

die osteoklastäre Knochenresorption hemmt. Der Knochenumsatz ist verringert, während die

Osteoblastenaktivität und die Knochenmineralisation erhalten bleiben.

Pharmakodynamische Wirkungen

In präklinischen Untersuchungen zeigte Mononatriumrisedronat eine ausgeprägte antiosteoklastäre

und antiresorptive Aktivität und eine dosisabhängige Erhöhung der Knochendichte und

biomechanischen Skelettfestigkeit. Die Aktivität von Mononatriumrisedronat wurde in

pharmakodynamischen und klinischen Studien mittels Messungen von biochemischen Markern des

Knochenumsatzes bestätigt. Deren Abnahme wurde innerhalb eines Monats beobachtet und erreichte

ein Maximum in 3 - 6 Monaten. Die Abnahme der biochemischen Marker des Knochenumsatzes zum

Zeitpunkt 12 Monate war unter Mononatriumrisedronat einmal wöchentlich 35 mg und

Mononatriumrisedronat 5 mg täglich ähnlich.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose

Eine Anzahl von Risikofaktoren ist mit einer postmenopausalen Osteoporose assoziiert, dazu zählen

u.a. eine erniedrigte Knochenmasse, ein erniedrigter Knochenmineralgehalt, früh einsetzende

Menopause, Rauchen und eine familiäre Osteoporosebelastung. Die klinische Folge einer Osteoporose

sind Frakturen. Das Frakturrisiko steigt mit der Anzahl der Risikofaktoren.

In einer einjährigen, doppelblinden, multizentrischen Studie mit postmenopausalen Frauen mit

Osteoporose wurde anhand der Wirkung auf die mittlere Änderung der Knochenmineraldichte (BMD)

der Lendenwirbelsäule nachgewiesen, dass Mononatriumrisedronat 35 mg (n = 485) gleich wirksam

wie Mononatriumrisedronat 5 mg täglich (n = 480) ist.

Das klinische Programm für Mononatriumrisedronat bei einmal täglicher Einnahme untersuchte den

Effekt auf das Risiko für Hüft- und Wirbelkörperfrakturen und umfasste Frauen in der frühen und

späten Postmenopause mit und ohne Frakturen. Dosierungen von täglich 2,5 mg und 5 mg wurden

untersucht, und alle Behandlungsgruppen, einschließlich der Kontrollgruppe, erhielten Calcium und

(bei niedrigen Werten zu Behandlungsbeginn) Vitamin D. Das absolute und relative Risiko für neue

Wirbelkörper- und Hüftfrakturen wurde auf der Basis einer Kaplan-Meier-Analyse (Zeit bis zum

ersten Frakturereignis) bestimmt.

Zwei Placebo-kontrollierte klinische Studien (n = 3.661) umfassten postmenopausale Frauen

unter 85 Jahren mit vorbestehenden vertebralen Frakturen. Eine dreijährige Behandlung mit 5 mg

Mononatriumrisedronat pro Tag senkte das Risiko für neue Wirbelkörperfrakturen im Vergleich zur

Kontrollgruppe. Bei Frauen mit mindestens zwei vorbestehenden vertebralen Frakturen verminderte

sich das relative Risiko, eine neue Wirbelkörperfraktur zu erleiden, um 49 %, bei Frauen mit

mindestens einer vorbestehenden vertebralen Fraktur um 41 % (die Inzidenz neuer

Wirbelkörperfrakturen war 18,1 % bzw. 11,3 % in der Mononatriumrisedronatgruppe gegenüber

29,0 % bzw. 16,3 % in der Kontrollgruppe). Der Behandlungseffekt zeigte sich bereits am Ende des

ersten Behandlungsjahres. Ein Nutzen wurde auch für jene Frauen nachgewiesen, die zu

Studienbeginn multiple Frakturen hatten. Unter 5 mg Mononatriumrisedronat pro Tag verringerte sich

ebenfalls der jährliche Verlust an Körpergröße im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Zwei weitere Placebo-kontrollierte klinische Studien schlossen postmenopausale Frauen älter

als 70 Jahre mit oder ohne vorbestehenden vertebralen Frakturen ein. Frauen im Alter von 70 - 79

Jahren mit einem BMD T-Score des Schenkelhalses von < -3 SD (nach Herstellerangaben,

entsprechend –2,5 SD nach NHANES III (National Health and Nutrition Examination Survey))

wurden in die Studien aufgenommen, falls sie mindestens einen weiteren Risikofaktor aufwiesen.

Frauen, die 80 Jahre oder älter waren, konnten in die Studien aufgenommen werden, falls bei ihnen

mindestens ein nicht-skelettaler Risikofaktor für Hüftfrakturen vorlag oder sie eine niedrige

Knochenmineraldichte am Schenkelhals hatten. Ein statistisch signifikanter Unterschied in der

Wirksamkeit zwischen Mononatriumrisedronat und Placebo zeigte sich nur bei Zusammenfassung der

beiden Dosisgruppen 2,5 und 5 mg. Die nachstehenden Ergebnisse basieren nur auf einer

a-posteriori

Analyse von Untergruppen, die entsprechend klinischer Praxis und gegenwärtiger Definitionen der

Osteoporose festgelegt wurden:

In der Untergruppe der Patienten mit einem femoralen T-Score

-2,5 SD (NHANES III) und

zumindest einer vorbestehenden vertebralen Fraktur verringerte eine dreijährige Behandlung mit

Mononatriumrisedronat das Risiko für Hüftfrakturen um 46 % im Vergleich zur Kontrollgruppe

(Hüftfrakturinzidenz in den zusammengefassten Mononatriumrisedronat-Dosisgruppen 2,5 mg und

5 mg 3,8 %, in der Placebogruppe 7,4 %).

Die Daten lassen vermuten, dass demgegenüber bei sehr alten Patienten (≥ 80 Jahre) ein

geringerer Schutz beobachtet werden könnte. Dies ist möglicherweise eine Folge der mit

fortschreitendem Alter zunehmenden Bedeutung nicht-skelettaler Faktoren für Hüftfrakturen.

Sekundäre Endpunktanalysen der Daten aus diesen Studien zeigten eine Abnahme des Risikos

für neue vertebrale Frakturen bei Patienten mit erniedrigter Knochenmineraldichte am Schenkelhals

ohne vorbestehender vertebraler Fraktur wie auch bei Patienten mit erniedrigter Knochenmineraldichte

am Schenkelhals mit oder ohne vorbestehender vertebraler Fraktur.

Die tägliche Einnahme von 5 mg Mononatriumrisedronat über 3 Jahre führte im Vergleich zur

Kontrollgruppe zu einer Erhöhung der Knochenmineraldichte (BMD) an Lendenwirbelsäule,

Schenkelhals, Trochanter und Handgelenk und zum Erhalt der Knochenmineraldichte im mittleren

Radiusschaft.

Im Anschluss an eine dreijährige Behandlungsphase mit täglich 5 mg Mononatriumrisedronat

trat während einer einjährigen Nachbeobachtungsphase eine schnelle Reversibilität der durch

Mononatriumrisedronat verursachten Hemmung der Knochenumbaurate ein.

Knochenbiopsieproben von postmenopausalen Frauen, die 2 - 3 Jahre lang mit täglich 5 mg

Mononatriumrisedronat behandelt worden waren, zeigten eine erwartete, mäßige Abnahme des

Knochenumsatzes. Der während der Behandlung mit Mononatriumrisedronat gebildete Knochen

zeigte eine normale Lamellenstruktur und eine normale Knochenmineralisation. Diese Daten in

Verbindung mit der verringerten Inzidenz osteoporotisch bedingter Frakturen der Lendenwirbelsäule

bei Frauen mit Osteoporose sprechen für das Fehlen eines schädlichen Effekts auf die

Knochenqualität.

Bei einer Reihe von Patienten mit verschiedenen, mäßigen bis schweren gastrointestinalen

Beschwerden lieferten endoskopische Befunde weder in der Mononatriumrisedronat-Gruppe noch in

der Kontrollgruppe Hinweise auf behandlungsbedingte Magen-, Zwölffingerdarm- oder Ösophagus-

Ulzera, obgleich gelegentlich eine Duodenitis in der Mononatriumrisedronat-Gruppe beobachtet

wurde.

Kinder und Jugendliche

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Mononatriumrisedronat wurde in einer über 3 Jahre

laufenden klinischen Studie (eine ein Jahr dauernde, randomisierte, doppelblinde, placebo-

kontrollierte, multizentrische Studie im Parallelgruppendesign, gefolgt von einer zweijährigen, offenen

Behandlungsphase) bei Kindern im Alter von 4 bis unter 16 Jahren untersucht, die an milder bis

moderater Osteogenesis imperfecta litten. In dieser Studie erhielten Patienten, die 10 - 30 kg wogen,

täglich 2,5 mg Mononatriumrisedronat und Patienten, die mehr als 30 kg wogen, täglich 5 mg

Mononatriumrisedronat.

Nach Abschluss der einjährigen, randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Phase wurde

für die Mononatriumrisedronatgruppe im Vergleich zur Placebogruppe eine statistisch signifikante

Zunahme des BMDs der Lendenwirbelsäule nachgewiesen; allerdings wurde eine gegenüber Placebo

erhöhte Anzahl von Patienten mit zumindest 1 neuen morphometrischen (mittels

Röntgenuntersuchung nachgewiesenen) Wirbelkörperfraktur in der Mononatriumrisedronatgruppe

gefunden. Während der einjährigen Doppelblindphase betrug der Prozentsatz der Patienten, die über

klinische Frakturen berichteten, 30,9 % in der Mononatriumrisedronatgruppe und 49,0 % in der

Placebogruppe. Im offenen Studienteil, in dem alle Patienten Mononatriumrisedronat erhielten (Monat

12 bis Monat 36), wurden klinische Frakturen bei 65,3 % der Patienten, die ursprünglich in die

Placebogruppe randomisiert worden waren, sowie bei 52,9 % der Patienten, die ursprünglich in die

Mononatriumrisedronatgruppe randomisiert worden waren, berichtet. Insgesamt stützen die

Ergebnisse eine Anwendung von Mononatriumrisedronat bei pädiatrischen Patienten mit milder bis

moderater Osteogenesis imperfecta nicht.

Calciumcarbonat/Vitamin D

Im Falle eines Calciummangels unterstützt die orale Calciumsupplementation die Remineralisation des

Skeletts. Vitamin D

erhöht die Calciumresorption aus dem Darm.

Die Gabe von Calcium und Vitamin D

wirkt der durch Calciummangel ausgelösten Zunahme von

Parathormon entgegen. Dieser Mangel verursacht seinerseits eine verstärkte Knochenresorption.

Eine klinische Studie mit Heimpatienten, die an einem Vitamin D-Mangel litten, zeigte, dass die

sechsmonatige tägliche Gabe von Brausegranulat mit 1000 mg Calcium und 880 I.E. Colecalciferol

den Wert des 25-hydroxylierten Metaboliten von Vitamin D normalisierte und sekundären

Hyperparathyreoidismus verringerte.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Mononatriumrisedronat

Resorption

Nach oraler Gabe erfolgt die Resorption von Mononatriumrisedronat verhältnismäßig schnell (t

~1 Stunde) und im untersuchten Bereich dosisunabhängig (Studien mit Einmaldosierung: 2,5 bis 30

mg; Studien mit Mehrfachdosierung: 2,5 bis 5 mg täglich sowie bis zu 50 mg einmal die Woche).

Die mittlere orale Bioverfügbarkeit der Filmtablette beträgt 0,63 % und wird vermindert, wenn

Mononatriumrisedronat zusammen mit Nahrung eingenommen wird. Die Bioverfügbarkeit war bei

Frauen und Männern ähnlich.

Verteilung

Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady State beträgt beim Menschen 6,3 l/kg, die

Plasmaproteinbindung ca. 24 %.

Biotransformation

Es gibt keinerlei Hinweise auf eine systemische Metabolisierung von Mononatriumrisedronat.

Elimination

Etwa die Hälfte der resorbierten Dosis wird innerhalb von 24 Stunden mit dem Urin ausgeschieden,

und 85 % einer intravenös angewendeten Dosis wird nach 28 Tagen im Urin wiedergefunden. Die

mittlere renale Clearance beträgt 105 ml/min und die mittlere Gesamt-Clearance 122 ml/min,

wobei der Unterschied wahrscheinlich einer Clearance aufgrund der Knochenadsorption

zuzuschreiben ist. Die renale Clearance ist nicht konzentrationsabhängig, und es besteht eine

lineare Beziehung zwischen der renalen Clearance und der Kreatinin-Clearance. Nicht resorbiertes

Mononatriumrisedronat wird unverändert mit den Fäzes ausgeschieden. Nach oraler Anwendung

zeigt die Konzentrations-Zeit-Kurve drei Eliminationsphasen mit einer terminalen Halbwertszeit

von 480 Stunden.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten:

Es ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.

Patienten, die Acetylsalicylsäure/NSAR einnehmen:

Bei den regelmäßigen Anwendern (an 3 oder

mehr Tagen pro Woche) war die Inzidenz unerwünschter Reaktionen im Bereich des oberen

Gastrointestinaltraktes bei den mit Mononatriumrisedronat behandelten Patienten ähnlich jener bei

den Kontrollpatienten (siehe Abschnitt 4.5).

Calciumcarbonat

Resorption

Während des Auflösens wird das im Brausegranulat enthaltene Calciumsalz in Calciumcitrat

umgewandelt. Calciumcitrat wird gut resorbiert und zwar zu ca. 30 - 40 % der zugeführten Menge.

Verteilung und Biotransformation

99 % des Körpercalciums ist in den harten Strukturen der Knochen und Zähne konzentriert. Das

verbleibende 1 % ist in der intra- und extrazellulären Flüssigkeit vorhanden. Ungefähr 50 % des

gesamten Calciumgehalts im Blut liegt in einer physiologisch aktiven, ionisierten Form vor, wovon

ungefähr 10 % mit Citrat, Phosphat oder anderen Anionen komplexiert ist, während die

verbleibenden 40 % an Protein, hauptsächlich Albumin, gebunden sind.

Elimination

Calcium wird mit den Fäzes, im Urin und Schweiß ausgeschieden. Die renale Ausscheidung hängt

von der glomerulären Filtration und der tubulären Calciumreabsorption ab.

Vitamin D

Resorption

Vitamin D wird im Dünndarm gut resorbiert.

Verteilung und Biotransformation

Colecalciferol und seine Metabolite zirkulieren im Blut, gebunden an ein spezifisches Globulin.

Colecalciferol wird in der Leber durch Hydoxylierung zur aktiven Form 25-Hydroxycolecalciferol

umgewandelt. Es wird dann in den Nieren weiter in 1,25-Hydroxycolecalciferol umgewandelt.

1,25-Hydroxycolecalciferol ist der Metabolit, der für die Erhöhung der Calciumresorption

verantwortlich ist. Vitamin D, welches nicht metabolisiert wird, wird in Fett- und Muskelgewebe

gespeichert.

Elimination

Vitamin D wird mit den Fäzes und im Urin ausgeschieden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Mononatriumrisedronat

In toxikologischen Untersuchungen an Ratten und Hunden wurde eine dosisabhängige Hepatotoxizität

von Mononatriumrisedronat beobachtet, primär als erhöhte Leberenzyme, die bei der Ratte mit

histologischen Veränderungen einhergingen. Die klinische Relevanz dieser Beobachtungen ist

unbekannt. Testikuläre Toxizität trat bei Ratten und Hunden bei Dosierungen auf, die höher als die

therapeutische Dosierung beim Menschen angesehen werden. Dosisabhängige Fälle von Irritationen

der oberen Atemwege wurden bei Nagetieren häufig bemerkt. Ähnliche Effekte wurden bei anderen

Bisphosphonaten beobachtet. In länger dauernden Untersuchungen bei Nagetieren wurden ebenfalls

Auswirkungen auf die unteren Atemwege beobachtet, allerdings ist die klinische Relevanz dieser

Beobachtungen unklar. In Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität wurden bei Expositionen, die

ähnlich der klinischen Exposition waren, Knochenveränderungen an Sternum und/oder Schädel der

Föten behandelter Ratten beobachtet sowie Hypokalziämie und Mortalität bei trächtigen weiblichen

Tieren, die den Wurf austrugen. Es gab keine Hinweise auf Teratogenität bei Dosen von 3,2

mg/kg/Tag bei Ratten und 10 mg/kg/Tag bei Kaninchen, allerdings sind nur von einer geringen

Anzahl Kaninchen Daten verfügbar. Toxizität bei den Muttertieren verhinderte die Untersuchung

höherer Dosen. Studien zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential ließen keine besonderen

Risiken für den Menschen erkennen.

Calciumcarbonat/Vitamin D

Teratogene Wirkungen wurden in Tierversuchen nur bei Dosen beobachtet, die weit über dem

therapeutischen Bereich beim Menschen lagen (siehe Abschnitt 4.6). Außer den bereits an anderer

Stelle der Fachinformation gemachten Angaben liegen keine weiteren sicherheitsrelevanten

Informationen vor.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Filmtablette

Tablettenkern

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Crospovidon (Typ A)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug

Hypromellose

Macrogol 400

Hyprolose

Macrogol 8000

Hochdisperses Siliciumdioxid

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)

Eisen(III)-oxid (E172)

Brausegranulat

Citronensäure

Äpfelsäure

D-Glucono-1,5-lacton

Maltodextrin

Natriumcyclamat

Saccharin-Natrium 2 H

Sorbitol (Ph.Eur.) (E420)

Mannitol (Ph.Eur.) (E421)

Dextrin

Arabisches Gummi

Natürliche Zitronenöle

Natürliches/naturidentisches Limonenaroma

Reisstärke

Kaliumcarbonat

all-rac-alpha-Tocopherol

Sojaöl (Ph.Eur.)

Gelatine

Sucrose

Maisstärke

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Kombinationspackung, bestehend aus einem Umkarton mit Wochenpackungen (Faltschachteln).

Jede Wochenpackung enthält:

Blisterpackung aus klarer PVC/Aluminiumfolie mit einer Tablette

Sechs Beutel (laminierte Aluminium-Papier-Folie) mit Brausegranulat

Packungsgrößen:

4 Wochenpackungen: 4 x (1 Filmtablette + 6 Beutel Brausegranulat)

3 x 4 Wochenpackungen: 12 x (1 Filmtablette + 6 Beutel Brausegranulat)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Theramex Ireland Limited

3rd Floor, Kilmore House

Park Lane, Spencer Dock

D01 YE64 Dublin 1

Irland

8.

ZULASSUNGSNUMMER

68222.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 13. Juli 2007

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 13. Oktober 2011

10.

STAND DER INFORMATION

Februar 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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